New York New York – Die Stadt, die niemals schläft

Sonntag, 03.06.2018

Wow, was ein Kurzurlaub. Vanessa und ich hatten wirklich einen tollen gemeinsamen Abschluss eines wunderbaren gemeinsamen Jahres.

Die Tage zwischen dem letzten Blogeintrag und New York ging es mir noch immer nicht so gut. Am Montag wusch ich die Lunchboxen der Kinder ab, war mit meinen Gedanken wieder in einem tiefen Loch, als ich D sagen hörte. „That’s so unfair. Always when I wanna play outside nobody wants to come play with me.” J hatte einen Solo Nachmittag mit Ima und M wollte lieber drinnen bleiben. Die Art und Weise wie er es sagte, rüttelte mich irgendwie auf und ich sagte „I’ll come with you.“ „On the trampoline? What’s with your back?“ Dazu muss ich sagen, dass ich lange nicht mehr mit den Kids auf dem Trampolin war, weil ich danach immer Probleme mit meinen Hüften und meinem Rücken hatte (man wird eben nicht jünger). Es stellte sich allerdings raus, dass es an der Kombination aus zu viel Crosstrainer und Trampolin lag. Jedenfalls fingen seine Augen zu leuchten an und M wollte plötzlich auch mit raus. Leute, wir hatten so unendlich viel Spaß. Ich habe einfach mal los gelassen und den Moment genossen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel gelacht habe. Irgendwann kam D auf dem Trampolin zu mir, umarmte mich ganz fest und sagte „Thank you Feedo, it’s the best day ever. I have so much fun!“. Der Süße neigt gerne zu Übertreibungen, aber es war wirklich ein unheimlich lustiger Nachmittag.

Goofing around with Snapchat

Dienstag fiel mir am Frühstückstisch dann auf, dass ich jetzt genau seit einem Jahr hier war. Wow! Die Zeit rennt! Und nachdem ich vor genau einem Jahr aus dem Flugzeug gestiegen war, sollte es an diesem Tag wieder in einen Flieger zurück Richtung Osten gehen. Dieses Mal aber nicht ganz so weit. Natürlich hatten Ima und Aba ausgerechnet für diesen Tag spontan Theaterkarten bekommen, ich musste ja nun aber zum Flughafen, also musste ich die Kiddos wohl oder übel einem Babysitter übergeben. Das war ein sehr seltsames Gefühl. Nun war aber Urlaub angesagt. Und ich war das erste Mal so richtig froh, meine geliebte Bay Area zu verlassen. Zum einen brauchte ich echt mal Abwechslung, um aus meinen trüben Gedanken zu fliehen und zum anderen war das Wetter einfach scheiße. Man konnte die Golden Gate Bridge einfach mal gar nicht sehen, weil es so trüb, grau und nass war. Natürlich hatte der Flieger dann etwas Verspätung. (Auf dem Rückflug übrigens auch. Was ist da los Alaska Airlines?) Es war aber ein sehr angenehmer Flug, dem Sonnenaufgang entgegen und durch unendlich viele wunderschöne Wolkenschichten.  Ich konnte nur leider nicht so gut schlafen, wie geplant. So machte der „Red Eye“-Flug seinem Namen alle Ehre und ich hatte wirklich müde und rote Augen, als ich in New York ankam. Vom Airport in Newark ging es dann mit dem Bus in die City. Was ein Verkehr! In meiner Nachricht an Ima, dass ich gut angekommen sei, merkte ich direkt an, dass ich sehr froh sei, hier nicht Auto fahren zu müssen. Der Bus hielt quasi direkt neben dem Hotel, ich konnte mein Gepäck dort abstellen und habe erfahren, dass ich schon ab 13 Uhr einchecken könnte. Jackpot! So war ich doch wesentlich motivierten, die Stadt ein wenig zu erkunden, da ich nun wusste, dass ich am Nachmittag die Augen noch ein wenig zu machen könnte, bevor ich Vanessa vom Bus abholen sollte. Und kaum raus auf dem Hotel und Richtung MoMa, stellte ich dann fest, dass wir tatsächlich nur 5 Minuten zu Fuß vom Times Square untergekommen waren. Ich kam gar nicht aus dem Staunen raus und wusste nicht, wohin ich zuerst gucken sollte. Wirklich unglaublich beeindruckend! Nach einem kleinen Frühstück und einem großen Cappuccino schlenderte ich dann gemütlich durchs MoMa (Museum of Modern Art) und stellte wieder einmal fest, wie viele verschiedene Gefühle Kunst in mir auslösen kann. Ich kann wirklich sehr viel für Kunst empfinden :D Definitiv ein perfekter Start in den Urlaub!

Denn die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ein paar Eindrücke aus dem MoMa:

  Kind of creepy  

Nach einem kurzen Schläfchen im Hotel und einer Dusche, zog ich wieder los, um etwas beim Walgreens zu besorgen und Vanessa vom Bus abzuholen. Da stand sie in der Menschenmenge mit ihren zwei Koffern vor dem Busbahnhof und als ich sie entdeckte, musste ich einfach los rennen und ihr in die Arme fallen! Wir hatten uns nur drei Wochen nicht gesehen… Was sollen wir nur das kommende Jahr machen?

Am Abend trafen wir uns mit Imas Schwester zum Dinner. Hmmm, lecker Pasta beim Italiener. Es war ein schönes Treffen, wir unterhielten uns sehr nett und im Laufe des Abends stellte sich immer mehr heraus, dass ich Ima besser kenne, als ich dachte ;) Nachdem wir Danielle an der Subway verabschiedet hatten, sind Vanessa und ich nochmal zum Times Square gegangen, haben uns mitten drin auf eine Treppe gesetzt, das Treiben um uns herum betrachtet und einfach genossen, dass wir wieder zusammen waren.

Donnerstag schliefen wir ein wenig aus und wollten dann unsere Frühstücksgutscheine, die wir vom Hotel bekommen hatten, im Café einen Blog weiter einlösen. Blöderweise hatte uns keiner gesagt, dass die Gutscheine nur bis 10 Uhr gültig waren, aber die netten Amerikaner sind uns auch hier wieder entgegen gekommen und haben uns 30% Nachlass auf das Buffet gegeben und den Kaffee geschenkt. So haben wir zusammen für unter 10$ gefrühstückt, stilecht im Großstadtdunst, direkt neben der vielbefahrenen 42nd und trotzdem irgendwie gemütlich und entspannt. Wir machten keine großen Pläne für den Tag, wollten einfach durch die City schlendern, ein wenig shoppen und eigentlich auf einen der Wolkenkratzer, um die Stadt mal von oben zu sehen. Da wir wussten, dass das Empire State Building sehr teuer ist, entschieden wir uns auf das Rockefeller Center zu gehen. Ich machte mir vorher Gedanken, wie viel Geld ich bereit wäre, für einen Ausblick zu bezahlen und dachte so an 10-15$. Das fand ich schon großzügig. Schließlich ist es nur ein Ticket für eine Fahrstuhlfahrt auf ein Dach. Nachdem wir uns durch das halbe Gebäude zum Box Office durchgefragt hatten, dann der Schock: 36$! Sechsunddreißig Dollar!!! Ich bin fast vom Glauben abgefallen. Die spinnen jawohl! Dann guckte ich mir die Stadt doch lieber vom Boden aus an. Der Ärger war dann aber schnell vergessen, als wir an der 5th Avenue ankamen und ich mich voll und ganz dem Großstadtflair hingab. Vorher warfen wir noch kurz einen Blick in die wirklich sehr schöne St. Patricks Church, die zwischen den ganzen modernen Hochhäusern irgendwie fehl am Platz scheint. Auch im Inneren war die besinnliche Ruhe, die ich in Kirchen eigentlich immer sehr mag, durch den Schwall an Touristen nicht so wirklich gegeben.

Vor dem Rockefeller Center - die Amis lieben ihr Land einfach und ich kann es irgendwie verstehen St. Patricks Church

Nachdem wir uns von absolut fabelhaften schwulen Männern und sehr kompetenten und freundlichen jungen Frauen super ausgiebig bei Victoria Secret beraten ließen (ich habe endlich einen einfach perfekten BH gefunden und wir haben top Schnäppchen bei der Panty Party gemacht :D), einen fancy Einkauf bei Louis Vuitton tätigten (also Vanessa natürlich, ich eher nicht :D), uns über viel zu enge Latzhosen, die ordentlich die Plautze betonen in der H&M Umkleide kaputt lachten und die protzige Innenarchitektur im Trump Tower belächelten, bummelten wir bei 30°C weiter zur New Yorker Public Library. Was ein tolles Gebäude! Eigentlich wollten wir noch weiter zum Central Park, aber durch die Hitze dann doch ziemlich kaputt,  versackten wir auf dem Weg in einer Bar mit ziemlichen geilen Burgern, fried Pickels, Gin Tonic und IPA. Es war noch relativ früh am Abend, aber zur späteren Stunde geht bestimmt Einiges ab im Johnny Utah’s in dem man sogar Bullenreiten kann. Nach so einem spaßigen Tag in NYC hatten wir plötzlich totale Lust, den „Sex and the City“ Film zu gucken. So ließen wir dann den Abend gemütlich mit Film und Wein im Hotel ausklingen.

Im Trumptower

Endlich wieder vereint Ima kaufte mir Gesichtsmasken, schließlich gehören die zu einem Mädels Urlaub dazu

Freitag hatten wir dann einen ziemlich großen Tag mit vielen Emotionen, Eindrücken und wenig Schlaf. Los ging es mit einem ziemlich trockenen Creamcheese-Bagel, den es für den Frühstücksgutschein gab und der somit immerhin kostenlos war. Dann sind wir mit der Subway Richtung Lower Manhatten gefahren, um das 9/11 Memorial und Museum zu besuchen. Oh boy, was ein emotionaler Vormittag. Es war wirklich sehr besonders, diesen Platz zu besuchen. So ein großes Stück Geschichte, dass man selber miterlebt hat. Auch, wenn ich noch sehr jung war, kann ich mich doch unglaublich gut an diesen Tag erinnern. Ich weiß noch, wie Normen und ich 10 Jahre später die ganze Nacht auf dem Sofa verbracht und sämtliche Reportagen über dieses schreckliche Ereignis angesehen haben. Damals sind bei mir schon einige Tränen geflossen und ich dachte, nun sei ich gut vorbereitet, aber als wir am Ende des Museums angelangt waren, war ich doch ein wenig froh, dass es endlich vorbei war. Viel mehr hätte ich nicht geschafft. Sie haben wirklich sehr gute Arbeit geleistet sowohl mit dem Memorial draußen, als auch mit dem Museum.

Um den Ground Zero wird noch fleißig gebaut

One World Trade Center

Nach diesem emotionalen Brocken, brauchten wir erst einmal beide einen Schnaps, um den Kloß im Hals herunter zu spülen. So bestellten wir uns zu unserem Lunch Burger einen großen Cocktail dazu und als Vanessa dann die Ketchup Flasche in der Hand quasi explodierte, konnten wir beide auch wieder lachen. Vom Ground Zero war es nicht mehr weit zur Staten Island Ferry, die einen kostenlos an der Freiheitsstatue vorbei schippert. So nahmen wir das natürlich auch noch eben mit und genossen die Aussicht auf die Skyline von Manhatten und den leichten Fahrtwind an einem wieder sehr heißen Tag. Bevor es mit der Subway wieder zurück ging, mussten wir noch zur Toilette und wollten uns ein kühles Getränk von Starbucks gönnen. Der nächste Starbucks war in einer ziemlich neuen und modernen Untergrund Mall. Wir mussten ziemlich hilflos aus der Wäsche geschaut haben, als wir uns nach der Toilette umsahen, denn ein Security Mann, fragte uns, ob er uns helfen könnte. Nachdem er uns erklärt hatte, in welcher Richtung die Restrooms lagen, stiefelte er vor uns her und ich meinte noch aus Spaß zu Vanessa: „Was kommt jetzt? Will er mit uns auf’s Klo oder nur die Tür aufhalten?“ Und tatsächlich gingen wir um die Ecke den Restrooms und da stand er und hielt uns die Tür auf. Wir mussten noch immer lachen, als wir die Toiletten schon wieder verlassen hatten. Der Starbucks hatte leider schon zu, aber der Security Mann grüßte nochmal sehr freundlich, als wir an ihm vorbei gingen.

Zurück im Hotel duschten wir uns ab und hübschten uns ein wenig auf, denn für den Abend hatten wir Broadway Tickets für Anastasia. Wow! Nun verstehe ich auch, warum es so besonders ist, eine Broadway Show anzusehen. Das Musical war nicht einfach nur gut, es war großartig und so qualitativ perfekt, dass man schon fast die 15$ für ein Bier gerechtfertigt fand. (Aber auch nur fast!) Denn die Tickets für je 100$ waren vergleichweise eigentlich ziemlich günstig.

Nach dem Musical holten wir uns ein Stück New Yorker Pizza (absolut geil!) und gingen zu einem Irish Pub, um uns dort mit Isabell zu treffen, einem anderen Aupair von Apex, mit der Vanessa schon bei ihrem letzten New York Besuch mit Jana feiern war. Da in dem Pub einfach mal so gar nichts los war, beschlossen wir nach dem zweiten Bier nach East Village/ Lower East Side zufahren. Aus der Ecke kommt die liebe Isabell nämlich und kannte dort eine Bar, in der man auch tanzen konnte. Also auf ins Uber und los. Der Place war ziemlich crowded, es waren unheimlich viele Kerle da und Vanessa und ich waren uns beide einig, dass die New Yorker Frauen definitiv mehr wert auf ihr Äußeres legen, als wir es so gewohnt waren. Die Männer waren jetzt auch nicht ganz unser Beuteschema, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß und tranken ein Bier nach dem anderen. Hatte ich schon erwähnt, dass die Woche auch Fleet Week in New York war? In ganz Manhattan liefen überall Männer (und auch ein paar Frauen) in schneidigen Seefahrer Uniformen herum. Und wir drei Mädels waren uns definitiv einig: Ärsche in Uniformen sind ziemlich heiß! Man war immer schon fast traurig, wenn sie sich zu einem umdrehten, weil die Hinteransicht meist dann doch netter war :D Als wir dann freundlich kurz vor 4 Uhr am Morgen aus dem „Hair of the Dog“ hinaus geschoben wurden (ja, in New York darf man ganze zwei Stunden länger feiern), gönnten wir uns nochmal ein fettes Stück New Yorker Pizza (man hatte mittlerweile schließlich wieder hunger) und machten uns dann irgendwann auf den Heimweg. Zurück im Hotel bin ich nochmal auf unser Hoteldach hinauf (für 0$, statt 36$!) und habe mir die Stadt, die niemals schläft im Morgengrauen angesehen. New York, New York, du bist so laut, dreckig, stinkig, voll mit Menschen, Autos und Wahnsinn, aber doch hast du etwas ganz Besonderes, das ich bisher noch nirgends gesehen habe. Mein Herz hast du jedenfalls gewonnen, auch, wenn ich mir nicht vorstellen könnte, in diesem wilden Treiben zu wohnen. Aber als Tourist komme ich ganz bestimmt wieder :)

Nachdem ich dann am Samstag in den frühen Morgenstunden schon auf dem Dach eingenickt war, bin ich wieder runter und zu Vanessa ins Bett gekrochen. Gegen 10 haben wir kurz geklärt, wann wir eigentlich auschecken müssen. Da ich nun aber eh schon wach war, bin erst duschen und dann unten einen Blog weiter zum Starbucks gegangen, um mir einen großen Kaffee zu holen (ein + für’s Großstadtleben :D). Zurück im Hotelzimmer hatte Vanessa sich dann auch fertig gemacht und wir haben entspannt unsere Koffer gepackt. Diese konnten wir im Hotel für den Tag noch unterstellen. So sind wir dann leicht verkatert in ein Diner gegangen, um erst einmal ausgiebig zu frühstücken. Danach schlenderten wir gemütlich Richtung Central Park. Es war wieder ein sehr heißer Tag und die 9 (!) Biere vom Vorabend hingen uns noch leicht quer im Magen, also haben wir es wirklich ruhig angehen lassen und uns immer wieder hier und da auf einer Bank ausgeruht. Urlaub halt :) Wir waren bei den Strawberry Fields an der Gedenkstelle von John Lennon, aber auch hier war trotz einem Gitarristen, der ganz bedächtig Beatles Songs vor sich hin zupfte, die Stimmung nicht so andächtig, wie sie an einem solchen Platz sein sollte. Es waren einfach zu viele Menschen da und der verrückte Obdachlose, der dort mit seinen Topfpflanzen und seiner Fußmatte hauste, brachte uns mit seiner ziemlich verrückten Art eher zum Lachen und auch ein wenig zum Fürchten, als dass wir uns so richtig auf diesen besonderen Platz einlassen konnten. Es war trotz allem ein wunderschöner Tag und ich habe es sehr genossen durch den sehr überfüllten Central Park zu spazieren, denn auch hier hat man wieder diese ganz besondere Energie dieser fabelhaften Stadt gespürt.

Auf dem Rückweg ging es noch ein letztes Mal über den Times Square zum Hotel, wo wir unsere Koffer abholten und dann ab zum Busbahnhof, um den Bus nach Northvale zu nehmen. Dort hatten wir nämlich einen Schlafplatz für unsere letzte gemeinsame Nacht bei Jennys (Vanessas Hostmom) Schwester. Dort wurde wir sehr herzlich willkommen geheißen, haben den ganzen Schweiß des Tages abgeduscht und uns einen sehr gemütlichen Abend im komplett rosa Mädchenzimmer der sechsjährigen Zwillinge gemacht.

Am nächsten Morgen mussten wir dann natürlich endlich mal richtige New Yorker Bagel frühstücken gehen und die Lisa war so freundlich, uns zu einem sehr guten Laden dafür zu fahren. Obendrauf lud sie uns dann auch noch zum Frühstück ein, dabei wollten wir sie eigentlich als Dankeschön einladen. Aber keine Chance! Auch wenn sie mit ihrer spitzen Zunge ihre Verwandtschaft zur Jenny kaum leugnen kann, ist sie doch so viel entspannter. Dazu war sie einfach nur unheimlich liebenswert und ich habe wirklich selten eine solche Gastfreundschaft erlebt. Gegen Mittag ging es dann wieder Richtung City, dort hingen wir noch ein wenig in einem Café herum (ich hatte ja mein Gepäck dabei) und dann mussten wir schon wieder Abschied nehmen. Dieser viel deutlich schwerer, als der letzte und es sind tatsächlich ein paar Tränchen geflossen. Ich vermisse dich schrecklich doll Vanessa! Die Bay Area (und vor allem das Peso) sind einfach nicht das Selbe ohne dich!

Abgesehen von ein wenig Verspätung und einem seltsamen Sitznachbarn, der ständig sämtliche Oberflächen mit Desinfektionstüchern abwischte, war der Rückflug in einem sehr modernen Flugzeug ziemlich angenehm. Ich sah mir den Film „Coco“ an, hörte Musik und ließ mich von den Wolkenschlössern im Sonnenuntergang verzaubern.

meine liebe Zweitfamilie - sooo schön!

Trotzdem lag ein leichter Schatten auf die Rückkehr in meine geliebte Bay Area, denn irgendwie wusste ich, dass die nächsten Tage nicht leicht werden würden und ich sollte tatsächlich Recht behalten…

Irgendwie blöd, wenn die Stange neben einem leer ist...

Es gab aber nicht nur Schlechtes diese Woche. Arbeitstechnisch war es sehr entspannt.

Seit langem mal wieder Night Night Time mit allen zusammen

Donnerstag hatte ich frei und verbrachte den Tag größtenteils in der City. Ich besuchte im SFMoMA (San Francisco Museum of Modern Art) die aktuelle René Magritte Ausstellung, die mir wirklich sehr gefiel und genoss danach noch ein wenig den Sonnenschein an der Wharf. (So viel Kunst in letzter Zeit. Ich kann wirklich viel für Kunst empfinden) ♥

Mein Face in einem Magritte!

Heute dann aber mein absolutes Highlight: Ich hatte eine erste Scuba Diving Stunde und es war absolut großartig. Die super freundliche Tauchlehrerin war echt cool drauf und ziemlich beeindruckt, wie schnell ich den Dreh raus hatte. „She’s a fish!“ sagte sie zu ihrem Kollegen :D Ich hatte wirklich viel Spaß und meldete mich dann auch direkt für einen Tauchschein an. Es ist zwar nicht billig, aber ich glaube, das könnte echt mein Ding werden! Feedo and the ocean just belong together ♥

Da der Tag noch jung war und ich erst ab 17 Uhr arbeiten musste, fuhr ich spontan bei dem tollen Wetter heute noch in die City, bummelte wieder an der Wharf entlang, gönnte mir ein geiles Avocado Turkey Sandwich bei Boudin und war seit langem mal wieder so richtig glücklich - obwohl ich alleine war.

Morgen ist der Escape from Alcatraz Triathlon, an dem Aba teilnimmt. Ich hoffe, dieses Mal findet er auch wirklich statt. Aba is super excited und wir werden ihn morgen ordentlich anfeuern. Ich freu mich :)

In knapp zwei Wochen geht es für mich schon in meinen Deutschland Urlaub. Langsam freue ich mich doch schon sehr darauf!

Take care guys!

Love, hugs and kisses!

Eure Feedo

MoMa NY

PS: In New York habe ich einen jungen Bauarbeiter gesehen, der "Las Day October 7, 2053" auf seinem Helm stehen hatte. Fand ich lustig :D