Rosch ha-Schana

Mittwoch, 20.09.2017

שנה טובה (schana tova) - Ein gutes Jahr!

Heute ist das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana. Da Scott aber arbeiten muss, haben wir das traditionelle Festessen schon am Montag gehabt. ("Wir sind da sehr flexibel" - Rachel) Rachel hatte mir ganz am Anfang, als ich noch in Deutschland war, schon erzählt, dass sie nicht sonderlich religiös sind, aber sowohl die jüdischen, als auch die christlichen großen Feiertage zelebrieren. Am Montag durfte ich nun also bei meinem ersten jüdischen Fest dabei sein. Am Sonntag kam auch Rachels Schwester aus New York hier an. Sie bleibt die ganze Woche. Am Montag bereiteten dann alle gemeinsam unser Abendessen zu. Es wurden Honigkuchen und Challa (Zopfbrot) gebacken und Safta hat wohl den besten Fisch gemacht, den ich je gegessen habe. Gegessen wurde am großen Esstisch. Zum Essen bekamen alle Rotwein, bzw. Traubensaft. Der traditionelle jüdische Rotwein, der super süß ist, wurde nur von Rachel getrunken, weil alle anderen ihn nicht mögen (auch hier sind sie da sehr flexibel). Ich habe mich auch lieber an den guten Zinfandel von Scott gehalten. Bevor wir trinken durften, hat Rachel einen Segen erst auf Hybräisch und dann auf Englisch vorgelesen. Danach hat jeder ein Stück Apfel bekommen und es in Honig getunkt. Auch hier gab es einen Segen vorm Verzehr. Bevor es dann mit dem eigentlichen Essen los ging, bekam jeder noch ein Stück Challa (schmeckt übrigens auch sehr gut mit Honig), das auch gesegnet wurde. Es war super interessant, mal in andere Bräuche rein zu schnuppern. Das jüdische Kalenderjahr beginnt immer im Herbst, weil da der neue Kreislauf des Lebens und der Ernte beginnt. Daher wird das Challa zu diesem Anlass auch rund geflochten, um den Kreislauf des Lebens zu zelebrieren. Den Honig verspeist man, um ein "süßes" Jahr zu bekommen. Heute sind Rachel, ihre Schwester und ihre Eltern in der Schule der Kinder, um in den Klassen der Kids von den Traditionen zu erzählen. Rachel hatte einen riesige Topf Äpfel und eine große Flasche Honig dabei und ihr Vater seine Gitarre. Die machen das bestimmt ganz toll!

Unser Blick aus dem Fenster am heutigen Morgen beim Frühstück

Sonst war nicht so viel Besonderes die letzten Tage, daher schreibe ich auch erst jetzt. Die Tage allein mit den Kids und Rachels Eltern waren eigentlich echt super. Die Kids waren gut drauf und es hat alles gut geklappt. Mia wollte abends nur immer nicht so recht einschlafen. Daher war ich sehr müde. Bin ja abends immer da geblieben, bis alle geschlafen haben, musste aber morgens auch etwas früher anfangen, da ich ja noch das Lunch für die Schule vorbereiten musste, bevor ich die Kids geweckt habe. Somit hatte ich mich sehr gefreut, als Rachel und Scott wieder da waren. Einfach, weil ich wieder pünktlich Feierabend machen konnte und gehofft hatte, wieder ein wenig Unterstützung von Rachel zu bekommen. Immer allein mit den Dreien unterwegs ist auf Dauer nämlich auch leicht anstrengend. Leider war Rachel die Woche sehr busy (Arzttermine u.s.w.), so war ich am Freitagabend dann doch froh, dass ich in mein wohl verdientes freies Wochenende gehen konnte.

Safta ließt auf Hybräisch für die Kids Mia ist echt eine kleine Künstlerin Stolzer Aba nach seinem halben Ironman - 40 Minuten besser, als beim letzten Mal!

Drei Abende Bar in Folge (Donnerstag Abend habe ich mich auch schon mit den Mädels getroffen), war ich am Sonntag zwar leicht kaputt, bin nach nur vier Stunden Schlaf aber trotzdem nach San Francisco ins Kunstmuseum "Legion of Honor" gefahren und habe es wirklich genossen, mal wieder nur etwas für mich zu machen. Auf dem Rückweg habe ich spontan beschlossen, noch in Sausalito zu halten und mir den kleinen Hafen mal im hellen anzusehen, den wir die Nacht davor mit unseren "neuen amerikanischen Freunden" besucht hatten. (Dazu nur soviel: Ich werde mir definitiv irgendwann ein kleines Boot zulegen! - Wie geil ist das bitte!?)

Kunst kann schon ziemlich verrückt sein

Sausalito ist der ertse Ort, den man erreicht, wenn man aus San Fransisco über die Golden Gate Bridge fährt. Dort leben viele junge kinderlose Leute auf Hausbooten oder in schönen Altbauhäusern mit Blick auf die Bay. Rachel und Scott hatten eines dieser Häuser und ein Boot bevor sie sich für Kinder entschieden hatten. Als Rachel mit Mia schwanger war, beschlossen sie, dass das Haus einfach zu klein ist und sind hier nach Mill Valley gezogen.

Samstag Vormittag hatten Vanessa und ich das zweite Mal unsere Wine Tasting Class. Unsere Geschmäcker sind beim Thema Rotwein doch sehr verschieden und wir werden unsere Weine vermutlich weiter eher nach schönem Etikett kaufen, aber es war trotzdem sehr interessant. Und am Ende haben wir uns wie kleine Kinder an Weihnachten gefreut, als der Dozent allen Teilnehmer ein Buch schenkte. So haben wir jetzt ein schönes Nachschlagewerk, falls wir doch mal ein wenig "Wine Talk" machen wollen :D

So macht Studieren Spaß! Die Stühle an diesem College sind total bequem! Hätte ich solche in meiner Schulzeit gehabt, hätte ich sicherlich gerne freiwillig lange in der Schule gesessen :D

Unsere drei Barabende wurden von Tag zu Tag spektakulärer. Donnerstag im 2 AM Club in Mill Valley haben wir uns mit Antonia (einem recht neuen Aupair aus Mill Valley) getroffen und es war ein netter Mädelsabend unter der Woche. Freitag im Silver Peso, der Stammbar von Vanessas Hostdad war schon mehr los. Vanessa fand es super lustig, dass ich vorher sagte, ich will nicht durcheinander trinken und am Ende zwar nur drei Geträke hatte, aber es einfach drei verschiedene waren, darunter meine erste amerikanische Margarita (ganz wichtig, ohne Salz!). Man muss hier nur echt aufpassen mit den Mixgetränken. Die kippen hier nicht 2-4 cl Alkohol ins Glas, sondern machen immer mindestens Halb/Halb Mischungen. Die Stimmung war ganz gut, es waren viele Leute da und am geilsten war der Spruch vom Bartender, als ein Schnösel aus einer etwas größeren Gruppe neben uns fragte, ob es auch Red Ale gäbe: "No! It's the fucking Peso!". Einen Tag später sollten wir auch endlich erfahren, warum das "Fucking Peso" eigentlich so einen schäbigen Ruf hat. Am Samstag hat jemand in die Ecke gekotzt, jemand hat ein Glas über den Bartresen geschmissen, warauf der eine Bartender blitzschnell über die Theke sprang und dem Typen hinterher ist. Draußen war dann ein riesen Polizei Aufgebot. Ab 1 Uhr ist in den Bars dann immer Rausschmeißstimmung, weil die Bars bis 2 Uhr zu haben müssen. Als wir dann mit unserer Truppe Leuten vor der Bar standen, fingen schon wieder welche an, sich zu prügeln. Dann war wieder alles voll mit Polizei. Wir haben 7 Polizei-/Sheriffwagen gezählt und es kamen Feuerwehr- und Rettungswagen. Es hatten sich wohl auch welche verletzt. Unsere Leute erzählten uns dann, dass sie genau aus diesem Grund eigentlich nicht so gern ins Peso gehen. Allein, dass die Bar einen Bouncer (Rausschmeißer) benötigt, sei schon ein schlechtes Zeichen. Der Abend war trotzdem gut. Wir wurden in die Magie der Barspiele eingeführt und haben am Shuffleboard gespielt und ein paar nette Leute kennen gelernt. Trotzdem werden wir uns zukünftig vielleicht lieber auch mal andere Bars ansehen. (Vielleicht in Sausalito!?)

Nächstes Wochenende werden wir es aber defnitiv ruhiger angehen. Obwohl, Samstag ist Oktoberfest in San Francisco... :D

Macht's gut ihr Lieben und bis bald!

Eure

Feedo

 

PS: Was stimmt hier nicht mit den Eichhörnchen? Da denkt man immer, wie süß sie doch sind, wenn sie vor dem Fenster oder am Straßenrand auf einem Zaun rum hüpfen und dann sitzen wir bei Vanessa und verjagen uns total, weil wir dachten, irgendwer würde an die Tür bollern. Sie dann nach dem ersten Schock nur: "Ach, das ist nur das bekloppte Eichhörnchen, das uns seit Tagen terroresiert und immer irgendwelche Sachen auf unser Glasdach schmeißt." Achsooo....

Good Bye Fogust - Hello Indian Summer - Yosemite Nationalpark

Donnerstag, 07.09.2017

Kinder, Kinder, ich hatte ein tolles langes Feiertag Wochenende und ein viel zu kurzes normales Wochenende!

Es fing hot hot hot an. Während ich meinen letzten Eintrag tippte, habe ich in meinem Zimmer gefroren, weil die Klimaanlage gepowert hat. (Das komische Ding ließ sich tatsächlich nur mit der Sicherung ausschalten.) Als ich dann raus kam, habe ich einen Schlag bekommen. Draußen hatten wir fast 40 Grad! Fretag stieg das Termometer dann auf über 45 Grad. Weiter Richtung Norden in den Orten, die nicht direkt an der Küste liegen, wurden sämtliche Schulen geschlossen und überall gab es Hitzewarnungen. An den Straßen standen überall Waldbrandgefahrschilder und das badewannenwarme Poolwasser im Bayclub hat sich im Gegensatz zur Lufttemperatur plötzlich angenehm kühl angefühlt. Ich habe in meinem bisherigen Leben noch nie solche Temperaturen erlebt. Rachel hat sich wieder maßlos über Trump aufgeregt :D "Ich lebe seit 20 Jahren hier und es war noch nie annähernd so heiß und der blöde Trump meint noch immer Global Warming wäre eine Erfindung der Medien!" Nach dem Fogust (so wird der August in San Francisco gern genannt, weil der August der Monat mit dem meisten Nebel / Fog ist) ist es zwar normal, dass es im September noch einmal schön warm wird (Indian Summer), aber nicht so!

Rachel und ihre Eltern haben spontan beschlossen, am Samstag Morgen nach Tahoe zu fahren. So musste ich den Morgen nur eine Stunde helfen und hatte dann schon den ganzen Samstag frei. Total gut. Ich war aber ganz schön müde, weil mein Feueralarm die Nacht wieder durchgedreht ist. Dieses Mal hat er gar keine Ruhe gegeben, sodass ich Scott um 3 Uhr morgens wecken musste. Er kam mit der Leiter, hat das Ding abgebaut und bestimmt 10 Minuten gebraucht, um es aus zu bekommen. Das ist der Nachteil, wenn man ein Gerät mit nicht ausbaubarer Langzeitbatterie hat. Nachdem es endlich ruhig war, verabschiedete er sich mit den Worten "I take this stupid thing upstairs and then I will kill it!". Er war ziemlich frustriert, dass er scheinbar zu blöd war, es abzuschalten. Ich erfuhr später, dass am folgenden Tag das gleiche Problem bei den Nachbarn auftauchte. Diese haben allerdings die Feuerwehr gerufen und der Feuerwehrmann musste das Gerät mit einer Axt zerstören. Da fühlte Scott sich besser. :D Eigentlich wollte ich den Samstag Vormittag am Pool im Bayclub verbringen, aber Vanessas College Kurs ist wegen Hitzewarnung ausgefallen. So haben wir morgens den Mietwagen für unseren Yosemite Ausflug abgeholt und sind dann über die Richmond Bridge nach Oakland / Berkley gefahren, um Jana abzuholen und zu einem anderen Pool zu fahren. Dieser hatte aber so blöde Öffnungszeiten, dass wir dann doch zu einem See gefahren sind. Darin konnten wir uns aber nur kurz abkühlen, weil das Wasser echt ekelhaft und voller Viehzeug war. Lag wahrscheinlich an der Hitze. So ohne Abkühlung im Wasser haben wir es aber nicht mehr so lange draußen ausgehalten. Im Radio wurde überall durchgesagt, man solle sich in klimatisierten Innenräumen aufhalten. Also sind wir zum Shoppen nach Berkley gefahren :D Wir hatten echt einen tollen Mädelstag und die liebe Vanessa konnte sich endlich ihren Traum von einer Tiffany & Co. Sonnenbrille erfüllen ♥ Auf dem Rückweg zu Vanessa über die Richmond Bridge war der von der Hitze diesige Himmel so spektakulär, dass es einem vorkam, als würde man direkt in den Himmel fahren. Sowas muss man erleben, das kann man nicht auf einem Foto festhalten.

Sonntag früh um 5 sind wir dann Richtung Yosemite Nationalpark gefahren. Vanessa ist eine super Beifahrerin. Sie ist super im Navigieren, ein perfekter DJ und hat mich liebevoll gefüttert :D Wir fuhren dem Sonnenaufgang direkt entgegen und ein wenig später, bei unseren ersten Stops vor dem eigentlichen Nationalpark, haben wir festgestellt, dass die warme Luft richtig nach Fichtensauna gerochen hat. Dann wurde es immer diesiger und wir waren schon ein wenig traurig, dass es so bewölkt war, obwohl doch gutes Wetter vorhergesagt wurde. Dann hat sich der Fichtensauna Geruch aber auch in Lagerfeuer Geruch geändert. Wir vermuteten einen Waldbrand und fragten später ganz blöd beim Visitor Center nach. Sie nahm die Karte und zeigte uns, hier sein ein Brand, da sei ein kleiner Brand und dieses gesamte Gebiet sei gesperrt, weil da noch ein großer Brand sei. Achso, wie dumm von uns. Das schien also völlig normal zu sein :D Sie markierte uns noch ein paar Must Do Punkte auf der Karte und dann ging es richtig los. Obwohl wir recht früh los und gut durch kamen, war halt trotzdem noch das Labor Day Weekend und somit so viel los, dass es um 11 Uhr schon keine Parkplätze mehr gab. Somit sind wir an Tag 1 in die höheren Teile des Yosemite Parks gefahren und haben erst an Tag 2 den Shuttlebus zu den im Tal liegenden Sehenswürdigkeiten genommen.

 

Tag 1

 

Wunderschöner Sonnenaufgang am frühen Morgen

 

 

Auf dem Weg: Woods Creek

 

Endlich da: Yosemite Nationalpark! Und alles voller Rauch auf dem Weg zum Visitor Center nach Yosemite Village

Der gute Toyota Yaris

 

Angekommen beim beim Sequoia Trail hat sich der Rauch glücklicherweise etwas gelichtet:

    Wandern über Stock und Stein

 

Nach diesem Hike fuhren wir vorerst eine ganze Weile die Berge hoch und hatten eine schöne Aussicht, wenn nicht  gerade wieder der Rauch dazwischen kam. Unterwegs wurden wir von einem deutschen Pärchen angesprochen. Sie konnten uns noch ein wenig genauer berichten, welche Ecken wegen der Brände gesperrt waren. Wir hatten richtig Glück. In einem der Orte, die evakuiert wurden, wollten wir ursprünglich unsere Unterkunft für die Nacht buchen.

Siesta Lake Tenaya Lake Tenaya Lake Tenaya Lake

 

Beim nächsten Halt haben wir wieder eine kleine Wanderung unternommen. Wir hatten uns die Soda Springs allerdings ein wenig spektakulärer vorgestellt :D Dafür gab es ein paar wilde Tiere.

  Picket Pin Squirrel Meine Blubbel!  Eine kleine Schlange Dass die hier alle echt keine Angst haben...

 

Auf dem Weg zum letzten Hike des Tages kam dann auch mal richtig die Sonne raus:

 

Der kleine Hike auf dem John Muir Trail war für mich der schönste des Tages. Wir sind zwar nur bis zur ersten Brücke gelaufen, da es schon recht spät war, aber wir waren erst fast allein an diesem wunderschönen Fleckchen Erde und haben es einfach nur genossen. Auf dem Rückweg sind plötzlich ein paar halbnackte Kerle hinter uns gelaufen und waren am Jubeln, als sie endlich die Autos auf dem Parkplatz gesehen haben. Man kam ins Gespräch und sie erzählten, sie seien 10 Tage in der Natur unterwegs gewesen. Als ich gebeten wurde, ein Foto von ihnen zu machen, hat Vanessa mit meiner Kamera auch mal abgedrückt :D

 

 

Der Tag endete mit einem atemberaubenden blutroten Sonnenuntergang. Unglaublich schön!

 

Nach einer recht anstrengenden Fahrt aus dem Nationalpark raus nach Groveland zu unserem Hostel, holten wir uns im Pizzarestaurant an der Ecke eine Pizza und konnten beim warten die urigen alten Videospielautomaten bestaunen. Groveland ist ein Ort, der irgendwie in der Zeit stehen geblieben zu sein scheint, sowohl von den Gebäuden, als auch von den Leuten, die dort leben. Ich fand, es hatte Charme. Quasi die Pizza noch im Mund, sind wir nach dem ersten Tag dann totmüde ins Bett gefallen. Das Hostel war zwar relativ runter gekommen, aber da wir am nächsten Tag ja wieder früh in den Park aufgebrochen sind, hat es völlig gereicht. Es war immerhin sauber und die Leute waren alle super nett. Es tut nur noch immer weh, dass wir 130$ die Nacht zahlen mussten. Nächstes Mal buchen wir definitiv früher und vielleicht nicht unbedingt an einem Feiertag.

 

 

Tag 2

 

Groveland

 

Wieder im Park angekommen, haben wir uns gefreut, dass der Rauch sich gut verzogen hatte. Die Aussicht war um einiges spektakulärer und wir konnten endgültig verstehen, was alle so toll am Yosemite Nationalpark finden. Wir haben direkt einen Parkplatz an einer Shuttlebus Haltestelle gefunden und unsere Fahrt zu verschiedenen Hikes im Tal konnte los gehen. Der Bus war relativ voll und als er anfuhr, ist erst einmal ein recht schnuckeliger Kerl auf mich gefallen. Obwohl er eindeutig auf mich gefallen ist, hat Vanessa ihn direkt am Arm gepackt und sich einige Male entschuldigt. Er ist dann weiter nach hinten in den Bus und wir haben uns kaputt gelacht, wie verzweifelt man doch wird und sich scheinbar so sehr nach Körperkontakt sehnt, dass man schon fremde Menschen im Bus begrabbeln muss :D

   

 

Unser erster Hike ging Richtung Vernal Fall war super schön. Wir haben zwar die nette Dame aus dem Visitor Center, die meinte, dass die Trails, die sie uns raus gesucht hatte, alle flach seien, etwas verflucht, aber für die Aussicht hat es sich definitiv gelohnt. „Ist das hier jetzt der Wasserfall?“ „Nein, da oben ist der Wasserfall, den wir sehen wollten. Wollen wir noch da hoch?“ „Ähm, neeee. Ich denke, von hier sieht e doch auch ganz schön aus.“ :D Im Nachhinein war es eine weise Entscheidung, sonst hätten wir all die coolen anderen Sachen gar nicht mehr geschafft.

Good to know! Just scare the bear away :DDas war er noch nicht, dieser WasserfallAussichtshörnchenChillhörnchen  Dahinten ist derVernal FallVernal FallKampfhörnchenModelhörnchen

 

Der zweite Hike des Tages ging zum Mirror Lake. Von diesem waren wir tatsächlich sehr enttäuscht. Man hätte uns ruhig vorher sagen können, dass der Mirror Lake ein Saison See und im Sommer einfach fast leer ist. Dafür hatten wir aber eine schöne Sicht auf den Half Dome, dem bekanntesten Berg des Parks. Auf diesen Bildern kann man ganz gut sehen, dass die Rauchschwaden und die teilweise sehr verrückten Bäume einem oftmals einen Zauberwald Flair verschafft haben.

Ente für Normi

 

Unser letzter Halt war dann an den Yosemite Falls. Da sind wir plötzlich wieder dem Typen vom Anfang unserer Tagestour begegnet.  Vanessa hat ihn gefragt, ob er ein Foto von uns machen kann. Das war es dann aber auch schon. Obwohl er sogar wieder im gleichen Bus zum Parkplatz mit uns saß, sollte es einfach nicht sein. Er wollte die Vanessa einfach nicht ansprechen.

  Steve, hey Steve!

 

Allgemein war der Tag zwischen all den Touris super lustig. Es waren nur viel zu viele Deutsche unterwegs. Man musste echt aufpassen, dass man nicht zu laut über die falschen Leute lästert. Auf dem Weg nach Hause haben wir noch einmal in Groveland gehalten, um in Kaliforniens ältesten kontinuierlich geöffneten Bar ein Bierchen zu trinken und einen Burger zu essen. (Für Vanessa gab es nur Cola, sie ist schließlich zurück gefahren.) Der Ausflug hat wirklich zum Träumen angeregt. Ein Work and Travel around the World… Das wäre doch mal was! Das kommt auf jeden Fall auf die To Do Liste für eines meiner nächsten Leben :D

 

 

Auch auf dem Rückweg hatten wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang und wir haben festgestellt, dass wir sowohl Hin, als auch Zurück immer Richtung Sonne gefahren sind.

 

 

Über einen Monat nach meinem Geburtstag durfte ich diesen jetzt noch je einmal mit Vanessa und einmal mit Christa „nach feiern“. Danke Mädels! Ich habe mich riesig gefreut! Zwei tolle Luftballon (wovon sich einer auf dem Parkplatz vor der Cheesecake Factory aus dem Staub gemacht hat :‘( ), zwei tolle Karten, eine wunderschöne Weihnachtskugel, coole Kerzen und Servietten und Tattoogeld! So cool! Ich habe euch so gern ♥

  Von Vanessa Von Christa

 

Ansonsten war die Woche irgendwie voll, daher bekommt ihr diesen Eintrag auch erst jetzt. Ich habe und habe ihn einfach nicht fertig bekommen. Die Kinder waren etwas am Kränkeln, aber ich habe mich bisher glücklicherweise nicht angesteckt. Am Freitag war ich mit meinen Mädels mal wieder in der Bar. Endlich sind wir wieder vereint! Christa war ja jetzt so lange in Tahoe. Die Nacht habe ich bei Vanessa verbracht und am Morgen waren wir mit der Christa lecker frühstücken. Danach ging es zu unserer Wine Tasting Class in der wir gelernt haben, dass Vanessa aus einer der besten Wein Gegenden der Welt kommt und tatsächlich hat uns der deutsche Riesling auch am besten geschmeckt :)

Gefunden vor Mias Klasse in der Schule Bar Girl American Breakfast

Ab Morgen bin ich mit Rachels Eltern und den Kids drei Tage allein zu Haus. Scott macht den halben Iron Man in Santa Cruz mit und dann wollen die beiden noch zwei Tage dort entspannen. Drückt dem Scott die Daumen, dass sein hartes Training gelohnt hat und mir, dass die Kinder nicht durchdrehen :D

Danke ihr Lieben!

Eure Feedo

 

PS: Die Bilden von den gestapelten Steinen sind extra für dich liebe Sonja. Danke, dass du meinen Blog so fleißig ließt und mir immer so nette Kommentare hinterlässt. Ich freue mich schon, dich Ende des Monats endlich kennen zu lernen :)

 

Beautiful San Francisco! - Beach Clean Up and Sightseeing

Donnerstag, 31.08.2017

Helloooo :D

Ich habe mich verliebt! ♥ ♥ ♥ Ich habe eine neue Lieblingsstadt (neben Bremen natürlich). San Francisco ist einfach so toll. Eigentlich bin ich gar nicht so der Großstadt Fan, aber San Francisco hat irgendwie etwas, das ich nicht wirklich beschreiben kann. Dieser Mix aus bunter Hippie Kultur, super tolleranten Menschen und überall Meer, ja, das wird es sein. Ich freue mich jedes Mal, wie ein kleines Mädchen vorm Weihnachtsbaum, wenn ich über die wunderschöne Goldengate Bridge fahre. Verrückt, dass man so sehr in eine olle Brücke vernarrt sein kann.

Am Sonntag waren Vanessa und ich bei einem ProAupair Treffen, um ein paar von unseren Freiwilligenstunden abzuarbeiten, die ja alle Aupairs leisten müssen. Es wurde angeboten, beim Strand Aufräumen zu helfen. Da habe ich doch gerne ja gesagt. Schließlich möchte ich meinen lieben Meeresbewohnern helfen, wo ich nur kann. Das Treffen startete typisch amerikanisch. Jane (von der Organisation) hat Kaffee aus einem Tetrapack von Starbucks und Donuts mitgebracht. Dazu gab es Musik aus ihrer fetten Anlage to go. Das reichte zum Wachwerden. Nachdem wir uns alle vorgestellt hatten (es waren viele neue, aber auch alte Aupairs da, die wir noch nicht kannten), ging es dann auch schon bald los. Mit Eimer, Handschuhen und Greifer bepackt, haben Vanessa und ich ein Team gebildet und ordentlich Müll gesammelt. Das Wetter war herrlich, wir hatten die ganze Zeit einen schönen Ausblick auf die Golden Gate Bridge (wenn sie nicht gerade im Nebel verschwunden war) und das Gefühl, etwas Gutes zu tun, hat den Rest zur super Laune beigetragen. Gegen Mittag war die Aktion vorbei und wir sind mit Jana, die wir an dem Tag kennen gelernt haben und Natalie Richtung Pier 39 gefahren. Da das Parken an Sonntagen kostenlos und nicht zeitlich begrenzt ist, konnten wir unbedenklich das Auto in der Nähe parken (so richtig schön San Francisco like steil am Berg) und haben den ganzen Nachmittag an der Fisherman's Wharf, beziehungsweise am Pier 39 verbracht. Wir hatten ein leckere Suppe aus einem Brot in der Boudin Bakery und haben gefühlt so ziemlich jeden Souvenirladen abgeklappert, wie so richtige Touris. Mit einer San Francisco Kappe, Ohrringen, Orca Weihnachtsbaum Schmuck und noch einigem mehr im Gebäck bin ich am Abend dann kaputt, aber glücklich und zufrieden ins Bett gefallen. Ein echt toller Tag, danke Mädels :)

nom nom nom But first Coffee Voll motiviert! Kann los gehen Fleißiges Dreamteam Richtung Golden Gate Bridge oder lieber Mexico? Ist ja nicht sooo weit weg Nur Kippenreste und hier rauchen echt nicht viele Leute...

Fisherman's Wharf / Pier 39

Boudin Bakery... ...man achte auf die Brotkorbachterbahn Alcatraz Natalie, ich, Vanessa und Jana

 

Ansonsten hatte ich eine arbeitsreiche Woche. Am Samstag war ich vormittags mit den Jungs allein unterwegs und habe Rachel und die Kids am Nachmittag auf einen Kindergeburtstag in San Francisco begleitet. Das war so richtig Klischeehaft mit Motto und riesiger Torte. Das Motto war Basketball, daher hat die Feier auf einem Spielplatz statt gefunden und es wurde ein Coach organisiert, der mit den Kids ein wenig Basketball gespielt hat. Ich glaube für die Eltern ist so eine Party aber immer eher ein Sehen und Gesehen werden. Als der Trainer sich dann bei den Müttern vorgestellt hat und sie alle diesen jungen Kerl angegeiert haben mit ihrem perfekt geföhnten Haaren, den frisch manikürten Nägeln und ihren schicken Reiche-Mutti-Sommeroutfits, musste ich echt ein wenig schmunzeln. Es war wie in so einer typischen amerikanischen Komödie :D Rachel natürlich nicht, die ist cool ;)

Basketball Party

Unter der Woche hatte ich den ganz normalen Alltagswahnsinn mit den Kids, habe in meiner Freizeit wieder ein bisschen mehr Sport gemacht, nach vielem Hin- und Her einen schönen Wochenendausflug mit Vanessa zum Yosemite Nationalpark gebucht und mich wahnsinnig über das ganze College Ding aufgeregt. Es ist alles so teuer und kopliziert. Ich habe mich jetzt für einen Kurs angemeldet, der von der Organisation organisiert wurde. Vanessa kann diesen aber nicht machen, weil sie da nicht frei bekommt. Jetzt muss die Arme tausend kleine Kurse machen, um alle ihre Stunden voll zu kriegen. Aus Solidarität habe ich mich jetzt für einen Kurs mit ihr zusammen angemeldet. Der Kurs heißt "Wine Tasting Fundamentals". Man hat schließlich nie ausgelernt im Leben und es lohnt immer, sich dann und wann weiter zu bilden. :D

Gestern wurden Rachel die Weisheitszähne gezogen. Sie tat mir so Leid, dass ich ihr erstmal eine Tafel Lindt Schoki geschenkt habe. Die muss sie schließlich nicht kauen. Sie hat sich sehr gefreut und meinte heute morgen, dass sie sich richtig gut fühle, was wahscheinlich an der Schoki läge. Vielleicht war es aber auch die Tatsache, dass ihre Eltern heute früh aus Israel angekommen sind. Sie waren das letzte Mal letzten Oktober hier. Erst war ich ein wenig neidisch, dass sie ihre Eltern in die Arme schließen konnte, aber als ich darüber nachgedacht habe, wie selten sie ihre Eltern eigentlich nur sieht, habe ich mich sehr für sie gefreut. Saba und Safta (Oma und Opa auf Hybräisch) bleiben jetzt fast einen Monat hier. Ich bin sehr gespannt, wie die nächste Zeit so wird in dem dann doch recht vollen Haus. Früher., als ich klein war, habe ich es immer genossen, wenn wir Besuch hatten. Ich mag Gesellschaft und zur Not habe ich ja mein Zimmer für mich.

Ansonsten ist das Päckchen, dass ich letzte Woche nach Deutschland geschickt habe, schon angekommen. Total gut. Es wird aber trotzdem das Letzte sein. 60$ Versand sind dann doch ein bischen viel. Den Rest muss Normen dann mitbringen.

Gestern war ich auf meiner ersten Aupair Abschiedsparty und habe wieder ein paar neue Aupairs aus Mill Valley kennen gelernt. Es war ein echt netter Abend, auch wenn Christa und Vanessa gefehlt haben. Danke Cindy, komm' gut Heim!

Endlich mal wieder ein wenig gemalt

Mehr tolle Bilder gibt es dann hoffentlich nächste Woche vom Yosemite Nationalpark. Bis zum nächsten Mal und danke für's Lesen :)

Eure Feedo

 

 PS: Mia hat Ima gestern beim Gute Nacht Sagen zugeflüstert, dass ich sowas wie ihr Zwilling sei. Schließlich sind wir beide Mädchen, haben rote Haare und ich mag die Farbe grün und sie hat passend dazu eine grüne Schildkröte (Stofftier). Die Erklärungen klingen ziemlich plausibel. Mama, Papa, müsst ihr mir eventuell etwas gestehen? :D

Zoo, Solar Eclipse und Hallo neues Schuljahr!

Freitag, 25.08.2017

Hi everybody!

Und wieder ist über eine Woche seit meinem letzten Eintrag vergangen. Ich habe aber tatsächlich auch nicht so viel Abenteurliches zu berichten. Seit Dienstag gehen die Kids wieder zur Schule und somit kehrt so langsam der Alltag zurück. Trotzdem möchte ich euch erzählen, was seit meinem letzten Beitrag hier so los war.

Letzte Woche Mittwoch habe ich ja mein Päckchen aus Deutschland endlich bekommen und mich so gefreut, dass ich mich erst einmal in allem wälzen musste :D

Platter Duplo von Katharina und Hanno Danke ihr Lieben! <3

Letzten Donnerstag war ich allein mit den Kindern in San Francisco im Zoo. Feedo allein mit dem Auto in der großen Stadt. Es hat aber alles super geklappt, außer dass die Kids den Playground und das Karussell interessanter fanden, als die Tiere. Somit haben wir uns nur ein paar Affen, ein riesiges Safari Gehäge und das Insektenhaus angesehen. Ja, da hat man einen Zoo mit hunderten von coolen Tieren und die Kids wollen sich lieber Krabbelkäfer, Spinnen und Schaben ansehen. Nicht schön! Riesige Tarantulas finde ich ja auch noch interessant, aber bei 5 cm großen Schaben und davon dann auch noch ganz viele auf einem Haufen, nein danke. da hört es dann auf. Leider konnten wir nicht zu lange im Insektenhaus bleiben, weil wir dann nach Hause mussten. Schaaaade!

Jonathan auf dem Karussell. Er hatte sichtlich Spaß! Die Kids haben endlich alle ihre Spielsachen zurück und mussten direkt auch mit allem spielen!

Freitag Vormittag habe ich mit den Kids Brötchen aus der Brotbackmischung von Karo und Henning gebacken, wovon wir direkt welche zum Lunch hatten. Die Kinder sind total darauf abgefahren. Die Brötchen waren aber auch super lecker! Wir müssen wohl noch öfter zusammen Brot backen :)

 Natürlich von meinem eigenen Teller <3

Am Nachmittag war dann die erste Swim Lesson im Bay Club für die Kinder. Ich muss sagen, es ist echt ziemlich cool, Clubmember zu sein. Ich sollte diesen Pool auch mal öfter in meiner Freizeit nutzen. Abends sind die Mädels dann zu mir gekommen und die liebe Vanessa hat mit der Hilfe der lieben Christa meine Haare gefärbt. Endlich wieder frische Farbe! Da ging es mir doch gleich besser! Und sie haben ein top Ergebnis erziehlt. Dabei war es für beide das erste Mal Haare Färben. Ich habe der Christa noch die Findernägel gemacht und dann ging es ab in den 2 AM Club in Mill Valley (mehr eine Bar, als ein Club). Ein perfekter Mädelsabend, an dem vielleicht ein wenig zu viel Alkohol geflossen ist... :D

Nachdem die beiden Mädels bei mir übernachtet hatten, wollten wir eigentlich ein wenig Sight Seeing in San Francisco am Samstag machen. Nachdem uns allen aber noch ein wenig die letzte Nacht in den Knochen steckte (ich bin soooo alt D:), beschlossen wir dann aber doch, einen Gammeltag mit "Bridget Jones" und einer ganzen Staffel  "Sex and the City" im Bett zu verbringen. Ich habe das Haus nur verlassen, um die bestellte Pizza rein zu holen :D

Kuscheltag mit der Vanessa im Bett

Sonntag ging es mir dann tatsächlich noch immer nicht so gut. (Oh man, ich bin echt alt...) Zum Glück musste ich erst um 14 Uhr arbeiten, nur 5 Stunden und die Kids waren easy drauf :)

Montag sind wir schon recht früh nach San Francisco zum Exploratorium gefahren. Das ist ein Science Museum, ähnlich, wie das Bremer Universum, nur größer und noch etwas cooler, weil man einfach noch mehr machen kann und nicht die Hälfte außer Betrieb ist. Dort habe ich meinen ersten Solar Eclipse (Sonnenfinsternis) gesehen. So beeindruckend! In Kalifornien waren immerhin 75% der Sonne verdeckt. Die vollen 100% haben wir uns dann auf einer großen Leinwand per Liveübertragung aus Oregon angeschaut. Es war echt eine super Idee von Rachel, dafür eine Veranstaltung zu besuchen. Das Feeling, so etwas mit so vielen Leuten gemeinsam zu erleben, war echt cool. Und zu guter Letzt sind wir sogar interviewt worden und waren in den Abendnachrichten zu sehen. CBN ist nicht gerade ein kleiner Sender. Total cool! Da bin ich drei Monate in den Staaten und schon im TV :D

Vor dem Museum durch die Brille   Uuuuuh (Daniel) Aaaaaah (Jonathan)  durch die andere Brille Total Solar Eclipse

Seit Dienstag gehen die Kids, wie gesagt, wieder zur Schule und an den Nachmittagen ist dann auch immer noch Programm, wie Schwimmen, Piano, Karate, ... Wird also nicht langweilig und wir haben immer gut was zu tun. Gestern war Rachel am Nachmittag mit den Jungs beim Kinderarzt und ich bin mit Mia zuhause geblieben und durfte ein neues Rezept kochen, das Rachel aus dem Internet hatte. Honigsenf Hähnchen mit Mandelkruste - ist echt lecker geworden. Ich wusste vorher gar nicht, wie einfach es ist, eine gute Honigsenf Soße zu machen. Ich bin auch endlich wieder ein wenig zum Sporteln gekommen. Ich war diese Woche zweimal laufen und einmal beim Zumba im Bayclub. Eben war ich dann noch mit Vanessa eine Runde Tennis spielen. Wir fanden, ein kleines Bierchen danach hatten wir uns verdient. Nun geht es aber gleich ab ins Bett. Morgen muss ich nämlich 10 Stunden durch arbeiten. Man gönnt sich ja sonst nichts.  Aber wir werden auf mindestens einen Kindergeburtstag gehen (Mia ist am Vormittag noch auf einen anderen eingeladen, da werde ich aber wohl mit den Jungs zuhause bleiben), eine Basketball Party in einem Park in San Francisco. Ich bin sehr gespannt.

Gute Nacht und bis bald!

"Love, Hearts and Kisses" (wie Mia so schön sagen würde)

Eure Feedo

Dienstag war die Cleaning Lady da, Rachel hat mir meine Lieblingsblumen mitgebracht und von Scott konnte ich den Sessel aus dem Gästezimmer abstauben (Sie brauchten Platz für das Keyboard für die Piano Lesosons.). Das war ein Foto wert. Hübsch, nicht wahr!?

Sea Ranch - irische Küsten, Tennis und jede menge Wodka Lemon

Donnerstag, 17.08.2017

Hallo ihr lieben Leser und Leserinnen!

Ohje, jetzt ist sogar mein Mittwoch schon fast rum (ihr in Deutschland sitzt wahrscheinlich gerade vor eurem Donnerstagmorgen Frühstück oder schon längst auf der Arbeit) und ich habe meinen versprochenen Eintrag noch nicht gebracht. Tut mir Leid! Ich habe es tatsächlich vergessen. Meine To Do Liste ist lang (Ja Joanna, ich schreibe noch immer To Do Listen, wie in den guten alten Subway Zeiten! :D) und gefühlt habe ich heute gar nichts geschafft an meinem freien Tag. Obwohl ich heute schon bei der Post war (nach langem Heckmeck habe ich ENDLICH mein Geburtstagspäckchen :D), einen Ölwechsel beim Jeep machen lassen habe, den Jeep waschen lassen habe (irgendwer muss das alles ja beaufsichtigen :D), mir den neuesten Klatsch und Tratsch von meiner Lieblingskita angehört habe (hier einen lieben Gruß an alle meine lieben Kollegen ♥), mit Normi geskypet und dabei mein Päckchen ausgepackt habe, auf dem Weg zum Target im Stau gestanden habe (aber dank der CDs aus dem Päckchen endlich mal mit guter Musik), mein Zimmer etwas neu dekoriert habe, ein paar Kleinigkeiten von meiner To Do Liste abgearbeitet habe, mit meinem IPod gekämpft (und gewonnen) habe und ... naja, ich habe doch schon ein wenig was geschafft heute. Nun sollt ihr aber euren Bericht vom Wochenende endlich bekomen. Auch, wenn es jetzt auch hier schon Donnerstag ist.

 

Also zurück zu letztem Freitag. Rachel und Scott wollten mir etwas früher Feierabend geben, damit ich pünktlich nach Sea Ranch aufbrechen kann. Vanessas Hostparents haben mich nämlich netterweise eingeladen, sie im Urlaub zu besuchen. Tja, bei meinem Glück standen die beiden aber im Stau und statt um 17 Uhr, wie geplant, konnte ich erst um kurz nach 18 Uhr aufbrechen. Ich stand natürlich schon fertig mit Schuhen und Koffer in den Startlöchern, als sie von ihrem Treffen mit wichtigen Arztfreunden von Scott zurück kamen. Dann also ab ins Auto und los. Auf halber Strecke ging dann die Sonne unter und den schönsten Straßenabschnitt der langen Fahrt konnte ich nicht einmal sehen. Was eine aufregende Fahrt: Ich musste schmunzeln bei einem Schild, das sagte, man solle sich Richtung San Francisco auf einer der linken fünf (!) Spuren halten. Verrückt, diese achtspurigen Autobahnen! Ich habe einige Waschbären am Straßenrand gesehen und bevor ich auf den wunderschönen Küstenhighway gefahren bin, ist mir fast ein Geisterfahrer ins Auto gerasselt. Daraufhin war ich wenigstens wieder wach, um die super kurvigen letzten zwei Stunden der Fahrt zu meistern. Um 23 Uhr endlich bei Vanessa angekommen, habe ich sie nur mit den Worten "Ich lebe noch!" begrüßt! Nach einem kühlen Begrüßungsbierchen und viel Gesabbel ging es dann um 1:30 Uhr ins Bett. Geweckt wurden wir um kurz nach 8 Uhr mit einer süßen Nachricht von Vanessas Hostdad ("Frühstück für meine schlafenden Schönheiten steht bereit."). Nachdem ich meine kleinen Dankeschön Mitbrinsel (einen Sechserträger Becks und eine Tüte Werthers Original) übergeben hatte, gab es einen fetten Burrito zum Frühstück. Vanessas Hostparents sind super lieb und total witzig drauf. So kamen wir erst relativ spät nach viel Geschnacke raus aus dem Haus, um ans Meer zu spazieren.

 

Nach einem Cup Cake zum Mittag und kurzen Videoanruf nach Deutschland zu Romans Hochzeit ging es dann zum Tennisplatz. Mein erstes mal Tennis und ich war begeistert. Es hat so Spaß gemacht, dass Vanessa und ich hier in Mill Valley/Kentfield definitiv auch öfter Mal Tennis spielen gehen wollen. Am Nachmittag kam Christa dann an und wir sind zum Pool gefahren, haben ein wenig im Wasser und danach in der Sauna gechillt. Vor unserem Abendessen im nächsten Ort sind wir dann nochmal Tennis spielen gegangen und haben uns nach einer schnellen Dusche den Sonnenuntergang am Meer angeschaut. Beim Besuch im Ort haben wir einen Ami mit bayrischen Wurzeln getroffen. Das war vielleicht ein lustig Typ. Nach dem Essen im Restaurant sind wir direkt wieder zum Haus. Da hat der liebe Peter (Vanessas Hostdad) uns nämlich Wodka Lemon Cocktails gemixt. So richtig mit frisch gepressten Zitronen und selbstgemachtem Syrup. Das war so yummy, dass Vanessa und ich fast allein die komplette Flasche Wodka gelehrt haben. Man gönnt sich ja sonst nichts :D

 

Am Sonntag war der Kopf beim Aufwachen ein wenig dick. Das hatte sich nach dem Kaffee aber direkt erledigt. So konnte unser nächstens Abenteuer beginnen. Wir Deutschen müssen ja schließlich was schaffen im Urlaub. Vanessa hat ihrer Hostmum den nagelneuen Audi A3 abgeluchst und wir sind den schönen Küstenhighway weiter Richtung Norden bis nach Mendocino hoch gefahren. Die Küste sah teilweise original wie die irische Westküste aus. Total cool! kein Wunder, dass ein kleines Örtchen dort Irish Beach hieß. Mendocino ist ein absolutes Hippiedorf. Seit dem Song "Mendocino" aus den 60ern/70ern ist da auch nicht mehr viel passiert. Ich habe noch nie so viele dreckige, ungewaschene Menschen auf einem Haufen gesehen. In jedem Shop hat es anders gemufft und die Esotherikmusik und die super entspannten Angestellten haben mich teilweise ein wenig nervös gemacht. Trotzdem hatte das kleine Örtchen super viel Charme mit all seinen schönen Holzhäschen und den vielen bunten Blumen so direkt an der Küste. Christa musste noch den Sonntagabend los. Vanessa und ich haben uns vorm Schlafengehen noch ein halbes Stündchen unterm Sternenhimmel im Hot Tub gegönnt. Da im Nirgendwo konnten wir sogar die Milchstraße sehen. Total schön. Was ein Leben! :D

 

Montag früh um 6 Uhr ging es dann auch für mich den ganzen Weg wieder wieder zurück nach Truckee. Aber es hat sich gelohnt! Was ein schönes Wochenende. Danke Mädels! ♥

Ein schöner Blick auf den Donner Lake kurz vor Truckee:

Danke lieber Jeep, dass du mich über Stock und Stein so weit gebracht hast :)

 

Danke für's Lesen ihr Lieben und bis bald!

Eure Feedo

 

 

Truckee River Rafting

Dienstag, 15.08.2017

Ihr Lieben,

ich bin nach einem super Wochenende super müde und muss gleich ganz dringend ins Bett. Daher gibt es heute nur schnell was von unserer coolen River Rafting Tour mit der Family letzten Mittwoch.

Von meiner fünfstündigen Autofahrt am Freitag nach Sea Ranch und heute in der Früh wieder zurück nach Truckee und vor allem der tollen Zeit dazwischen berichte ich dann am Mittwoch, versprochen :)

  Mia und ImaJonathan Daniel Aba Aba und Jonathan

Los geht's. Zu Beginn noch mit Schwimmbrille. Man könnte ja Wasser ins Gesicht gespritzt bekommen.

Daniel am PaddelMia am Paddel Jonathan am Paddel

Im ruhigen Gewässer durften die Kids auch mal paddeln und hatten sichtlich Spaß.

Iiiiih, Ekelrohr   Duckys Aba in Action Daniel war müde - so laaaaangweilig

Was eine wunderschöne Landschaft und Daniel war gelangweilt und wollte lieber schlafen. Kinder.... :D

Mia, guck mal nett Jonathan, guck mal nett Daniel kann auch nicht nett gucken

Es war super lustig. Wir haben knapp zwei Stunden gebraucht. Das war perfekt, nicht zu kurz und auch nicht zu lange für die Kids. Das Wasser war fast überall knietief und man hätte überall zum Baden, Picknicken oder Rasten anhalten können. Wir haben mit den Kids lieber ein Lunch am Ende bevorzugt, damit sie nicht die Lust verlieren. Das Wasser war auch nicht immer so ruhig, wie es aussieht. Wenn es actionreicher war, musste ich nur die Kids festhalten und konnte daher keine Fotos machen. Ich bin erstaunt, wie gut die Bilder geworden sind. Das Handy war nämlich die ganze Zeit in einer Wasserschutzhülle.

Eventuell wollen Vanessa, Christa und ich noch ein gemeinsames Sommer-Wochenende in Tahoe verbringen, dann mache wir auf jeden Fall auch noch einmal so eine Rafting Tour und dann mit vollem Programm!

Morgen geht es wieder zurück nach Mill Valley. Hoffentlich bekomme ich dann ENDLICH mein Geburtstagspäckchen :D

Bis bald und danke!

Eure Feedo

Zwei Stunden gewandert und nicht vom Bären gefressen worden

Mittwoch, 09.08.2017

Moin! (Das hat tatsächlich heute ein Jogger zu mir gesagt :D)

Für alle Lesefaulen unter euch, gibt es heute mal mehr Bilder, als Text. Rachel und Scott waren gestern mit ihrem Moutainbike Tandem unterwegs und haben mir danach gesagt, ich müsse oben an unserem Berg auch mal ein paar Wanderwege ablaufen. Es sei wunderschön. Gesagt, getan. Heute Morgen habe ich mir dann nur ein wenig Frühstück in den Rucksack gepackt, meine Kamera geschnappt, den Kaffee in einen Termobecher gekippt und bin los. Die Bilder zeigen euch, dass Rachel und Scott mit ihrer Schwärmerei nicht übertrieben haben:

 

Auf dem ersten Trail war ich komplett allein, keine Menschenseele weit und breit. Ich habe bei jedem Buschgeraschel echt ein wenig Angst vor Bären, wilden Raubkatzen und allem, was hier sonst noch so an wilden Tieren lebt, gehabt. Andererseits dachte ich mir, wenn ich jetzt vom Bären gefressen werde, sterbe ich wenigstens glücklich (und spektakulär :D). Aber nein, ich durfte schließlich noch immer keinen Orca sehen und einen Bären oder anderes größeres Getier habe ich (leider) nicht mal von Weitem erblicken können. Ich habe lediglich ein paar Wildschweinspuren im Sand übertrampelt.

Nachdem ich auf dem Rückweg noch einen Schlenker zum Donner Lake Ausblick gemacht hatte, musste ich mich ganz schön sputen, um pünktlich zurück zu kommen. Ich musste ab 12 Uhr schließlich zum Arbeiten am Pool sein. Nach zwei Stunden Wandern am Morgen und über drei Stunden Poolaction mit den Kids bin ich jetzt zwar kaputt und müde, aber glücklich. Was ein schöner Tag!

Twinlove 

Die Zwillinge haben sich heute den Rest von Jonathans Eis geteilt. So süß!

Die coolsten Socken der Welt!

Meine neuen Socken vom Wochenende. Sind die nicht geil? Mein kleiner Kuschelorca ist übrigens immer mit dabei, Lea ♥

Das Nervhörnchen

Getsern Abend war das nervige Eichhörnchen wieder auf unserer Terasse, um mich anzuquieken. Ich wüsste gern, was ich dem Tierchen getan habe, dass es mich immer so terrorisiert!?

 

Nun aber: Gute Nacht und bis bald!

Eure Feedo

 

3. Monat - 3. Staat - Hello Nevada!

Montag, 07.08.2017

Hallo Freunde, Familie und auch Hi an alle anderen Leser :)

So schnell vergeht die Zeit, wenn es einem gut geht. Mein 3. Monat in den Staaten ist schon zur Hälfte rum und ich fühle mich noch immer pudelwohl, auch wenn es die ersten Heimwehtränchen gab. Das gehört aber dazu, schließlich sind meine Allerliebsten nicht hier und meine Heimat ist auch nicht hier, sondern in Deutschland. Um so glücklicher bin ich, dass ich neben meiner tollen Hostfamily so tolle Freunde, wie die Vanessa und die Christa gefunden habe. Ich weiß, dass ich das schon erwähnt habe, aber vorhin ist Vanessa nach Hause gefahren, nachdem wir hier ein tolles gemeinsames Wochenende verbracht haben und ich musste wieder feststellen, dass ich scheinbar nicht einfach nur nette Mädels kennen gelernt habe, mit denen man ab und zu mal was unternimmt, sondern tatsächlich Freunde für's Leben gefunden habe! ♥

Beim letzten Eintrag habe ich euch von bärensicheren Briefkästen berichtet. Das ist natürlich totaler Quatsch! Welcher Bär interessiert sich für Briefe oder Päckchen? Man sollte hier keine Lebensmittel offen im Auto rum liegen lassen und die bärensicheren Boxen vor jedem Haus sind Müllkontainer, damit die Bären den Müll nicht durchwühlen. Die Box vor unserem Haus wurde, den Kratzern nach zu urteilen, schon gut bearbeitet :D

Müllkontainer Unser Haus von vorn

"Ima, an dem Haus da vorne sind drei Amerikaflaggen! Voll cool!" - Mia

"Wir haben eine, das ist mir patriotisch genug." - Rachel

 

In der letzten Woche war ich jeden Morgen mit den Kids beim Schwimmkurs und wir sind jeden Tag bis in den Nachmittag beim Pool geblieben. Ab der Mittagszeit war ich dann immer allein mit allen Dreien, da Rachel und Scott Besorgungen machen mussten (sie sind gerade dabei, dass ganze Haus neu einzurichten). Die Kids konnten sich im Wasser ordentlich auspowern und die Abende waren demnach weitaus angenehmer. Wir hatten viel Spaß gemeinsam und ich merke richtig, wie ich immer mehr ein Teil der Familie werde. Der krönende Abschluss der Poolwoche war am Freitag. Während Scott nach seinem Schwimmtraining noch mit dem Fahrrad los ist (er fängt langsam wieder mit dem Triathlontraining an - im September möchte er den "kleinen" Ironman in Santa Cruz mitmachen), ist Rachel mit mir und den Kids am Pool geblieben. Nach dem Lunch hat dann eine Sporttrainerin aus dem Club eine Musikbox aufgestellt und hat mit allen, die Lust hatten, Aqua Zumba gemacht. So lustig! Rachel hat direkt mitgemacht und später bin ich mit den Kids dann auch dazu gekommen. Morgen bietet die Trainerin es wieder an. Rachel und ich haben schon gesagt, dass wir auf jeden Fall wieder dabei sind :D

Am Donnerstag haben wir eine Poolpause gemacht, da die Family auf Familienbesuch nach Reno, Nevada fahren wollte. Da ich nichts Besonderes vorhatte, bin ich mit gefahren und war das erste mal in Nevada - wuhuuu! Scott und Rachel haben mir eine Menge über die Unterschiede der verschiedenen Staaten erzählt. Rachel ist sich sicher, dass man die unterschiedlichen Lebensstile und Einstellungen in unseren europäischen Ländern eher miteinander vergleichen kann, als die der amerikanischen Staaten. Sie könnte nie in einem der "inneren" Staaten leben, da ihr vieles viel zu verschlossen und konservativ sei. Allerdings möge sie auch Südkalifornien nicht so sehr ("Die wenigen Trumpanhänger, die es in Kalifornien gibt, leben fast alle im Süden!" - Rachel). Aber mir ist auch schon einige Male aufgefallen, dass es echt krasse unterschiede in den verschiedenen Staaten gibt. Allein was Gesetze und Regelungen angeht. Ich musste hier zum Beispiel eine theoretische und praktische Führerscheinprüfung machen, während man seinen texanischen Führerschein einfach am Schalter abholt. Als wir dann die Grenze zu Nevada überschritten hatten, merkte man schon an der Landschaft, dass es immer kahler und sandiger wurde - Wüste eben. Scott sagte dann "Welcome to the wild wild west!". Er erzählte auch, dass es hier nicht unüblich sei, Menschen mit Waffen am Gürtel zu sehen. Während in Kalifornien nämlich nur Menschen mit spezieller Erlaubnis Waffen tragen dürfen (Polizisten, Sicherheitsbeamte u.s.w.), kann sich in Nevada quasi jeder so eine Erlaubnis besorgen. Was wäre ein richtiger Cowboy auch ohne seinen Revolver!? Verrückte Amis! :D Als wir durch Reno durch fuhren, merkte man auch direkt, dass ja auch Glücksspiel in Nevada erlaubt ist. Von wegen zum Spielen müsse man nach Vegas. Nevada reicht. Dort gibt es in jedem etwas größeren Ort Casinos. Scotts Cousine wohnt kurz hinter Reno in einem kleinen Vorort. Die Gegend war sowas von am Arsch der Welt und es sah wirklich trostlos aus: Ein paar Straßen, nichts sagende Häuser und weit und breit nichts, außer ein paar Tümpeln, Bergen in der Ferne und Pferden die da rum liefen, wie die Schafe in Irland. Das Haus selber offenbarte sich als Kinderparadies. Scotts Cousine hat selbst sechs Kinder, von denen vier schon wieder eigene Kinder haben. Demnach waren auf der großen Auffahrt vor dem Haus eine Menge Fahrzeuge (Fahrräder, Roller, Dreiräder,..) und hinterm Haus Spielwiesen, ein Trampolin, ein richtiger kleiner Spielplatz mit Wippe, Schaukeln u.s.w., ein kleiner Basketballplatz und natürlich ein mini Kidspool mit Wasserspieltisch zu finden. Im Haus sah es Ähnlich aus. Spielsachen ohne Ende und jede Menge Platz. Ich hatte somit eigentlich nichts zu tun. Die Jungs haben mit der fünfjährigen Enkeltochter von Scotts Cousine gespielt und Mia ist mit den ganzen Spielsachen in ihrer eigenen Welt versunken. Am Nachmittag habe ich allen Kids dann beim Spielen am Platschbecken zugesehen, während mir bei 40 Grad im Schatten beim Nichtstun nur so der Schweiß runter lief. Es war wirklich furchtbar schwül und als wir dann nach Hause fuhren, kam auch endlich das erlösende Gewitter. Obwohl die ganze Gegend und das Haus mit seinem typischen Ami-Army-Schrein mit Gewähren in einer Glasvitrine ungemein fremd für mich waren, habe ich mich trotzdem sehr wohl und geborgen bei der Familie gefühlt. Es sind wirklich alles ganz herzliche und liebenswerte Menschen! Im Auto auf dem Rückweg hatten wir dann wieder das Problem eine DVD zu finden, die alle Kinder gucken wollten. Da hat man einen DVD Player mit festem Monitor und eine Tasche mit 20 DVDs im Auto und die Kinder haben an jedem Film etwas auszusetzten. Mia hat sich dann endlich für "Tinkerbelle" entschieden und Jonathan schreit "Noooo, that Movie scares me!". Rachel sichtlich genervt, ganz stumpf: "Tinkerbelle scares you? Really!?" Ich musste so lachen. Am Ende mussten wir nicht einen Part überspringen und alle haben den Film geguckt. Was für ein Heckmeck! Seit wann haben alle Kinder Angst vor Kinderfilmen!?

 

Nun zum Wochenende:

Mein kleiner roter Lieblingsjeep Casino - Nevada Hard Rock Hotel am Lake Tahoe Das Sockenparadies  Cowboy Laden Muuuuh Stars, Stipes and Cowboyboots typisches Motel ein Gratisgetränk bitte :D Ab auf die Piste

Am Samstag sind Vanessa und ich einmal mit dem Auto um den kompletten Lake Tahoe gefahren. Leider war das Wetter nicht so toll, aber wir hatten Spaß mit unserer 90er Musik und einer atemberaubenden Aussicht. Als wir halb rum waren, haben wir die erste richtige Pause in Stateline - South Lake Tahoe gemacht, waren ein wenig shoppen, haben ein Gratisgetränk bei Starbucks abgestaubt, sind durch ein Casino gelaufen und haben uns das kleine Örtchen ein wenig angesehen. (Für alle, die es nicht wissen: der Lake Tahoe liegt zur Hälfte in Kalifornien und zur anderen Hälfte in Nevada - daher Casino.) Glücklich und mit vielen neuen Socken im Gepäck ging es dann weiter im Uhrzeigersinn um den See Richtung Tahoe City.

Emerald Bay  Emerald Bay Emerald Bay Emerald Bay   Tahoe City Tahoe City - endlich etwas Sonne Zu kalt zum Baden, aber ich habe das Wasser berührt! Tahoe City Tahoe City Tahoe City mein Bild des Tages - Tahoe City Tahoe City Tahoe City

Den Abend haben wir dann schön bei Beck's Bier erst in der Hängematte hinter unserem Haus mit guter Musik und dann drinnen bei amerikanischem TV Programm ausklingen lassen. Ein wirklich durch und durch gelungener Tag! Danke Vanessa ♥

Heimatgefühle

Heute haben wir gewartet bis meine Family aus dem Haus war und dann den Kühlschrank für ein leckeres Frühstück geplündert. Weil wir keine richtige Idee hatten, was wir machen sollten, sind wir noch einmal zum Lake Tahoe und haben die Ponderosa Ranch aus "Bonanza" gesucht. Wir haben sie schließlich auch gefunden, waren aber wohl ein paar Jahre zu spät. Die Aussicht auf den Lake war trotzdem wieder schön und auf dem Heimweg habe ich Vanessa dann noch Downtown Truckee gezeigt, wir waren ein wenig bummeln und haben leckere Pizza gegessen.

Ponderosa Ranch Tolles Haus mit Seeblick nomnomnom - yummy!

Das Wochenende war viel zu kurz, aber super schön und lustig! Ich freue mich schon auf nächstes Wochenende, denn da wurde ich von Vanessas Gasteltern nach Sea Ranch eingeladen, wo sie ab morgen Urlaub machen werden.

Jetzt aber erst noch 5 Tage arbeiten im schönen Truckee, Tahoe :)

Macht's gut und Howdy Cowboys!

Wälder, Entspannung und ein Bär

Dienstag, 01.08.2017

Hey Leute,

wieder ist eine Woche um und ich dachte, ich könnte mal wieder berichten, was bei mir so passiert. Tatsächlich ist dieser Urlaub einfach mal gar nicht mit dem Hawaii Urlaub zu vergleichen, weil wir viel weniger unternehmen. Trotzdem war mir bisher nicht langweilig. Es ist auch mal schön, einfach in der Hängematte zu liegen und zu lesen oder stundenlang mit der Familie, Katrin, Normen zu skypen. Es war schließlich ordentlich Nachholbedarf, da es mit der Zeitverschiebung Hawaii - Deutschland ja nicht ganz so einfach war. Nun hatte ich die Vormittage immer frei und somit ausreichend Zeit :)

Leider fällt es den Kindern hier nicht so leicht zu entspannen. Scott musste schon wieder IPad Verbote erteilen und wir mussten den Kids einige Auszeiten geben, weil alle irgendwie recht quengelig und aufgedreht im Wechsel waren/sind. Gerade sitze ich neben Scott auf der Hollywoodschaukel, unsere Steaks sind schon fertig und wir müssen auf Rachel warten, die versucht, Mia irgendwie zu beruhigen. Mia weint. Warum, weiß keiner so genau. Wahrscheinlich ist sie einfach übermüdet. Bis jetzt war jeden Abend Terz und ich habe schon ein wenig Angst vor morgen, wenn Ima und Aba wieder Date Night haben. Naja, wenigstens waren die Kids heute tagsüber (in meiner Dienstzeit) gut drauf. Ich bekomme nämlich langsam auch schlechte Laune von dem ganzen Gequengel und habe mir definitv vorgenommen, nächtse Woche schon am Freitag zurück nach Mill Valley zu fahren. Ich habe das Wochenende nämlich frei und die Family fährt erst Sonntag zurück. So hätte ich in Mill Valley also zwei Tage meine Ruhe ;)

Oh man, das Steak war soooo gut! Yummy!

Also, weiter im Text: Gestern (Sonntag) hatte ich frei und wollte mir mal den richtigen Lake Tahoe ansehen, weswegen die meisten ja hier in die Gegend kommen. Am Vormittag konnte ich mich noch nicht so richtig aufraffen und habe mal das amerikanische TV Programm gecheckt. Tatsächlich habe ich das erste mal hier so richtig ferngesehen. Ich habe in Mill Valley ja keinen TV in meinem Zimmer und in Hawaii hatte ich zwar das fette Ding, aber wenn ich mal Zeit zum Gucken hatte, habe ich endweder was von meiner Festplatte oder einen Film vom Apple TV Programm geschaut. Ich muss sagen, ich hätte direkt mindestens vier Sender anlassen können. (Harry Potter Marathon, Breaking Bad Marathon, coole Dokus auf verschiedenen Sendern u.s.w.) Ich weiß nicht, wann ich sowas zuletzt in Deutschland hatte. Wenn ich da mal durchs normale Programm zappe (gerade an einem Sonntag) finde ich ja meistens doch nichts und weiche auf Netflix oder das Radio aus. Trotzdem gibt es hier einen erheblichen Nachteil. Wenn ihr dachtet ProSieben würde viel Werbung zeigen, habt ihr euch getäuscht. Die Amis zeigen viel Werbung und zwar auf jedem Sender! Bei Harry Potter kam einfach nach jeder zweiten Szene ein Werbeblock. Erst war es nicht so schlimm für mich, da ich ja noch keine Werbung kannte und zum Teil ja nicht mal die Produkte, aber nach einer Stunde war mir das dann auch zu blöd und ich bin los.

 

Scott sitzt grad draußen auf der Hollywood Schaukel und spielt Gitarre - es passt einfach so gut ins Bild :D

 

Wieder zu gestern: Es hat richtig Spaß gemacht, mit dem kleinen roten Jeep durch die wunderschöne Landschaft zu fahren. Dabei lief mein aktueller Lieblingsradiosender (Classic Rock Reno) und ich konnte ordentlich bei den Stones und AC/DC mitgröhlen. In Tahoe City bin ich dann ein wenig am Lake Tahoe spazieren gegangen und hab auf dem Rückweg ein paar Läden am Lake Boulevard abgeklappert. Ich habe sogar ein tolles Geburtstagsgeschenk gefunden :) Auf dem Weg zurück nach Truckee dachte ich mir, dass ich noch nicht so richtig Lust habe zurück nach Hause zu den Quengelkindern zu fahren, also bin ich auch noch die kleine Shoppingmeile in Truckee lang gebummelt und habe mir ein paar Nebenstraßen angeschaut. So war ich dann pünktlich zum Gute Nacht Sagen und Abendessen zu Hause. Alles richtig gemacht! :D

Lake Tahoe Lake Tahoe So schön klares Wasser - Lake Tahoe Lake Tahoe verrücktes Auto - Tahoe City Truckee Truckee Truckee Truckee Truckee

 

Was war sonst diese Woche? Ich habe viele wilde Waltiere gesehen. Über verschiedenste Hörnchen, Kaninchen, bunte Vögel und Rehen, war mein absolutes Highlight heute ein kleiner Bär, der durch unseren "Garten" geschlichen ist. Ich saß grad mit den Kindern zum Abendessen am Tisch und war so geschockt, dass ich zu langsam war, um ein ordentliches Foto zu machen. Ich sagte dann nur zu den Kids, dass sie in jedem Fall drinnen bleiben sollen, schnappte mir mein Handy, aber der Bär war zu schnell. Mal sehen, ob ich nochmal so viel Glück habe. Jetzt liegt meine Kamera auf jeden Fall griffbereit im Wohnzimmer. Es gibt hier also tatsächlich Bären. Nun machen auch die bärensicheren Briefkästen hier überall und Scotts Bärenabwehrspray, dass er bei seinen Fahrradtouren immer dabei hat, Sinn. So einem ausgewachsenen Bären will ich auch nicht auf einer Fahrradtour begegnen. Mit dem Spray kann man einen Bären wohl kurz ablenken, damit man ein paar mehr Sekunden zum Abhauen hat. Ziemlich creepy. Vielleicht sollte ich hier lieber auf lange Waldspaziergänge verzichten!

Unser Garten

Ansonsten habe ich Normens Flüge gebucht und freue mich schon riesig auf seinen Besuch über Weihnachten. Er wird volle drei Wochen hier sein und eine davon werden wir einen Trip nach Los Angeles und Las Vegas machen. Das wird super! Mit Normen macht mir Reisen doch am meisten Spaß :)

Mein Ken Follett Buch habe ich auch endlich beendet (und es war definitiv nichts für schwache Nerven am Ende) und habe jetzt mit etwas leichterer Kost von Jojo Moyes gestartet, allerdings auf Englisch. Mal sehen, ob ich das durchziehe. Ich bin noch nicht zu 100% überzeugt, ob mir das Lesen auf Englisch so viel Spaß macht, wenn ich nicht so ganz jeden Satz verstehe.

Auch hier musste ich wieder feststellen, dass das Leben in den schönen amerikanischen Ecken einfach viel zu teuer ist. Rachel und Scott haben ein Heft mit verschiedenen Immobilien hier aus der Gegend mitgebracht. Sie träumen von einem etwas größeren Haus. Dieses ist ihnen etwas zu klein, aber bei den Preisen wird es wohl bei einem Traum bleiben. In dem Katalog gab es nämlich kein Haus, das weniger als eine Million Dollar gekostet hat! Unglaublich! Und hier in dem Ort kann man ohne Club Membership nicht mal was unternehmen, weil jeder Pool, der Strand vom Donner Lake und einfach alles an diesen Club gebunden ist. Ich habe über die Duffys glücklicherweise eine Gast Membership, aber wenn ich etwas nutzen will, muss ich trotzdem 8$ täglich zahlen. Ganz schön frech! Ich war von daher erst einmal am Pool und da es in meiner Arbeitszeit war, haben es die Duffys bezahlt :P

Abgeshen von der dünnen Luft, an die ich mich beim Sporteln noch immer nicht so ganz gewöhnt habe, gefällt mir das Klima hier weitaus besser, als in Hawaii. Wir haben tagsüber zwar auch immer Temperaturen um die 30 Grad, aber die Luft ist nicht so feucht und in der Nacht kühlt es sich teilweise auf unter 10 Grad ab. So lässt es sich auf jeden Fall besser schlafen.

Einmal waren wir diese Woche auch gemeinsam auswärts Abendessen. Das Lokal ist im sogenannten Hilltophouse (wie das in Rocky Beach - an alle die drei ??? Fans :D) und wie der Name schon sagt liegt es am top of the hill mit einer tollen Aussicht. Passend zum Ortswechsel gab es für mich sieses Mal keinen Piña Colada, sondern einen ordentlich Bergsteiger Cocktail mit Bourbon und Ginger Ale :D Die Inneneinrichtung war auch richtig cool. Passend zum winterlichen Skigebiet, kann man in jeder Ecke alte Schlitten und Ski/Skizubehör bestaunen.

 

So, jetzt stehen auf meiner Stichpunktliste für diesen Blogeintrag noch folgene Punkte:

Mountenbike Tandem: Ja die Duffys besitzen so einen außergewöhnlichen Schatz. Scott sammelt zwar irgendwie Fahrräder, aber selbst bei den ganzen kalifornischen Outdoorsportfans ist sowas nicht alltäglich und die beiden werden oft auf ihr verrücktes Gefährt angesprochen.

Starbucks Drive Thru: Auf dem Weg hierher haben wir Pause bei einem Starbucks gemacht und der hatte tatsächlich einen "Drive Thru". Klingt nicht so ungewöhnlich. Schließlich gibt es sogar "Drive Thru Hochzeiten" in den Staaten. Für mich war es trotzdem neu und ich fand es ziemlich cool :D

Erstes Steak: Bei weitem nicht das erste Steak, dass ich hier gegessen habe, aber heute durfte ich das erste Mal selber an den Grill, um ein Steak für die Kids zu bruzzeln. Und ich muss sagen, es war großartig! Wobei ich mir eingestehen muss, dass es eher an dem guten Steak aus der Gegend hier lag und weniger an meinen Kochkünsten. Aber es war auf den Punkt perfekt medium done ;)

anständige Größe für so ein Steak

 

So, dann mal Howdy ihr Lieben! (sagt man zwar eher in den Südstaaten, aber Truckee hat schon so ein bisschen was von Cowboy Village)

Eure Feedo

 PS: Am Wochenende wollen die Mädels und ich mal den ganzen Lake Tahoe umfahren. Dann nehme ich auch meine Kamera mit, damit ihr etwas bessere Fotos bekommt :)

Vom Urlaub in den Urlaub + gratis Jetlag

Dienstag, 25.07.2017

Hallo ihr Lieben,

es tut mir leid, dass ich mich jetzt erst wieder melde. Aber es war einfach nicht genügend Zeit zum Schreiben da. Bevor ich nun von unsererem zweiten Urlaub berichte, hier noch ein bisschen was von den letzten beiden Tagen in Hawaii:

Nach meinem Fallschirmsprung am Montag, haben wir es den Dientag etwas ruhiger angehen lassen. Im Grunde waren wir nur mit dem Auto in Honolulu weiter im Landesinneren auf einem Berg mit einem tollen Aussichtspunkt. Ich habe viele schöne Bilder gemacht und es war echt cool, wie weit man über ganz Honolulu blicken konnte. Danach sind wir zum Mittagessen in den Hafen gefahren. Nachdem ich bisher eigentlich immer Salat zum Lunch hatte, dachte ich mir, ich gönne mir mal schön Fischpasta (waren ja schließlich am Hafen). Das war keine gute Idee. Den Rest des Tages durfte ich mich dann mit Bauchschmerzen und Übelkeit quälen. Eigentlich hätten Rachel und Scott Datenight gehabt, sie haben mir dann aber frei gegeben. Nach ein wenig Schlaf und einigen Toilettenbesuchen später, habe ich mich am Abend dann auch getraut zwei Kräcker zu essen und bin früh ins Bett. Am nächsten Tag ging es mir dann glücklicherweise wieder gut :)

  Kids warten im Auto... ... während Aba die Wand anstarrt :D Guckt mal alle nett! Okay, danke, reicht!

Am Mittwoch, unserem letzten Tag, waren wir dann nochmal auf einer Seite der Insel, wo wir bisher noch gar nicht hin gekommen sind. Rachel sprach immer nur von einer kleinen Bootstour, aber es stellte sich raus, dass diese bei der Kualoa Ranch war. Das hätte mir jetzt auch nichts gesagt, aber es ist eine total berühmte Ranch, auf der schon unglaublich viele Filme und Serien gedreht wurden. Unter anderem Jarassic Park, Jurassic World, 50 erste Dates, Lost, Catching Fire und und und... Die Berge kamen mir auch gleich so bekannt vor! Leider war die Bootstour in den Gewässern vor der Mokoli'i Insel, auch Chinamans Hat genannt (ein berühmtes Wahrzeichen von Oahu, dass so genannt wird, weil es einfach wie ein alter Chinesenhut aussieht) nicht so toll. Das Wetter war nicht so gut, wir haben nur ganz weit weg zwei Schildkröten gesehen und die Tour ging nur eine halbe Stunde. Im Nachhinein hätte ich lieber eine Bustour in die Berge der Ranch gemacht. Naja, so wurde mir wieder klar: Ich muss irgendwann noch einmal nach Oahu, um all die Dinge zu machen, die ich noch nicht machen konnte :) War echt lustig, wie die Mitarbeiter von der Ranch immer Dinosaurier Witze gemacht haben. Am Abend musste ich mir dann den Anfang von Jurassic World noch einmal ansehen und habe tatsächlich so viel wieder erkannt. Echt verrückt! :D Zum Mittag waren wir dann ein letztes Mal am Waikiki Beach im "Duke's". Wahrscheinlich einer der besten Pulled Pork Burger, die ich je gegessen habe! Pulled Pork ist quasi ein hawaiianisches Nationalgericht und gibt es da schon ewig. (Natürlich war das Pulled Pork nicht ganz so gut, wie das von Henning 2 ;) )

Ich hatte leider meine Kamera nicht mit, weil ich nicht wolte, dass sie auf dem Boot nass wird.

Am Donnerstag musste ich dann um 3:45 Uhr aufstehen und es ging ab zum Flughafen. Bye bye Hawaii! Ich wäre gern noch eine Woche länger geblieben! Es war wirklich traumhaft!!!

Wieder in San Francisco angekommen, wurde wir aber auch mit schönem Wetter begrüßt, die Kinder haben sich auf dem ganzen Weg vorbildlich verhalten (die IPad Akkus haben auch glücklicherweise den ganzen Flug gehalten :D) und nach anfänglichen Schwierigkeiten hat der Parkservice es dann auch endlich geschafft, mir ein Uber (eine Art Taxi) zum Flughafen zu schicken, das mich zu unserem Auto gebracht hat. Beim Auto angekommen, will ich es starten und... es passiert nichts. Batterie leer. Irgendetwas musste diesen Urlaub ja noch schief gehen! Ende vom Lied: Rachel ist mit den Aotositzen und den Kindern im Taxi vom Flughafen nach Hause gefahren, Scott hat mit dem restlichen Gepäck am Flughafen auf mich gewartet und ich habe auf dem Parkplatz auf den AAA (sowas wie ADAC) gwartet, um Scott dann einzusammeln und nach Hause zu fahren. Kurz vorm Verhungern und Verdursten (gab ja nur Frühstück im Flieger) konnten Scott und ich dann um 19:30 Uhr zuhause genüsslich in die wahrscheinlich beste kalte Pizza, die ich je gegessen habe, beißen :D Hundemüde bin ich dann um 21 Uhr ins Bett gefallen und konnte nicht schlafen! In Hawaii war es schließlich erst 18 Uhr. Jetlag! :(

Am Freitag klingelte mein Wecker wieder recht früh, da ich am Morgen direkt meine praktische Führerscheinprüfung hatte und juhuuuu, ich habe bestanden! Im Nachhinein war es gar nicht so schlimm. Ich war trotzdem super nervös und auch überrascht, wie streng alles dann doch war. Ich muss zwar nur 10-15 Minuten fahren, aber die haben sehr viel wert auf einen überdeutlichen Schulterblick gelegt und waren noch in anderen Dingen ganz schön pingelig. Naja, bestanden habe ich, das ist die Hauptsache :) Den Nachmittag und Abend habe ich Vanessa dann endlich wieder gesehen. Wir waren im Kino und lecker Essen. Ich hab mich auch Samstag nach der Arbeit wieder mit ihr getroffen und hab echt gemerkt, wie sie mir gefehlt hat! Leider konnte Christa nicht dabei sein. Sie musste das ganze Wochenende von morgens bis abends in der Uni hocken. Vanessa und ich haben den Samstag auch abends noch ein wenig bei meinen Gasteltern und deren Besuch im Wohnzimmer gesessen. Das war echt ganz lustig und am Ende hat Vanessa noch eine Einladung nach Tahoe von Rachel bekommen. Voll gut, die Mädels kommen mich hier im Urlaub ein Wochenende besuchen! So cool! :D

Am Freutag haben Vanessa und ich nach dem KIno einen kurzen Zwischenstop in San Anselmo gemacht. Ich weiß nicht, ob George Lucas dort eine Zeit lang gelebt hat?! Jedenfalls wurden ihm zu Ehren die beiden Startuen in einem kleinen Park errichtet

Puppy Mia Stars and stripes Jonathan Footballplayer Daniel

Samstag durfte ich die Kinder anmalen. So macht Arbeiten Spaß :)

Am Sonntag (nach zwei weiteren kurzen Nächten) ging es dann mit der Family im großen Auto und Chad und Hannah (Besuch, Familie von Rachel und Scott) im Jeep nach Truckee, Tahoe. Nach einem Mittagessen im schicken Golfclub Restaurant, habe ich unser Haus nur kurz bestaunt und bin direkt für eine Stunde schlafen gegangen. Zum Glück hatte ich den Tag frei. Denn auch der Kaffee danach hat mich nicht richtig fit machen können. So habe ich bis zum Dinner auf der Hängematte gelegen und gelesen, während ab und an ein Eichhörnchen neben oder über mir in den Bäumen rumgewuselt ist. Das Haus ist wirklich wunderschön und wäre definitiv groß genug als Erstwohnsitz für Normen, mich und zwei Kinder :D (Wie man merkt, hatte ich auch viel Zeit zum Träumen.) Am Abend gab es lecker Wein zum Essen und ich konnte Chad und Hannah ein wenig besser kennen lernen. Wenn der Alkohol fließt, spricht es sich dann doch leichter in größerer Runde. Vorher war es nämlich schon recht schwierig, sich am Gespräch zu beteiligen, wenn vier Erwachsene Menschen, die sich lange nicht gesehen haben, miteinander sprechen. Es kam da auch wieder ein wenig Heimweh bei mir auf. Ich möchte auch mal wieder mit meiner Familie am Tisch sitzen und dummes Zeug reden!

Gestern Morgen wollte ich dann endlich mal wieder laufen gehen, hab mich früh aus dem Bett gequält, bin los und war gerade mal 20 Minuten unterwegs, wovon ich vielleicht 10 Minuten gelaufen bin :( Wir sind hier in den Bergen. Die Luft ist so dünn, ich war nur am Hecheln. Rachel hatte mich zwar vorgewarnt, aber ich war trotzdem enttäuscht von mir. Morgen versuche ich definitiv weiter zu kommen. Nach ausgiebigem Skypen mit Katrin, musste ich um 14 Uhr die Kinder vom Camp abholen und habe den Rest des Tages mit ihnen beim Haus verbracht. Abends waren dann alle Erwachsenen wieder zum Essen da und ja, es gab wieder lecker Wein. Am besten wurde es aber, als Rachel dann ein Kartenspiel rausgeholt hat. Es heißt "Apples to Apples". Wir haben unheimlich viel gelacht und ich bin nicht mal letzte geworden :D Das hat mich dann wirklich mal ans Campen erinnert. Rachel vergleicht das Leben hier nämlich gerne mit Campen, was ich so gar nicht unterschreiben kann. Wer hat schon zwei Warmwasser Badezimmer mit Dusche bzw. Whirlpoolwanne auf dem Campingplatz!? :D

Heute war auch ein riuhiger Tag. Ich habe lang geschlafen, mit Normen geskypet, war mit Rachel, Chad, Hannah und den Kindern kurz im Ort im Spielzeugladen und dann den Rest des Tages wieder beim Haus. Heute waren die anderen Erwachsenen aber auswärts Abendessen. Mittlerweile sind sie wieder da, aber schon im Bett. Ich gehe dann auch gleich schlafen. Morgen möchte ich mal losziehen und mir die Gegend etwas genauer anschauen.

Bis bald und danke für's Lesen :)

Eure Feedo

Wetter stimmt! Unser Waldhäuschen

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.