Thanksgiving, Rainy Days, Laughter and Happiness

Samstag, 01.12.2018

Hallo meine Lieben,

wieder sind fast zwei Wochen verstrichen und wieder habe ich viel zu erzählen. Ich versuche, mich kurz zu fassen. Mal sehen, wie gut es mir heute gelingt. Haha!

Vor zwei Wochen bekam ich spontan ein langes Wochenende frei, da Ima mit den Kids vor dem Rauch nach Tahoe flüchtete. Sonntag war ich bei Dylan in Forestville, um ihm beim Streichen seiner Veranda zu helfen. Ich genoss die Autofahrt bei guter Musik und sang lautstark mit. Ich liebe Roadtrips, auch wenn es nur kleine sind. Es tat gut, mal wieder irgendwo mit anpacken zu können. Das Deck ist zwar nicht super groß, aber es war doch eine Menge Arbeit durch die ganzen Geländer und Treppen. Bei einer kleinen Mittagspause führten wir wieder gute Gespräche und verabredeten uns für den Abend für's Kino. Am Nachmittag beendeten wir unser Projekt, Dylan mit Pinsel und ich mit Rolle bewaffnet. Das Ergebnis konnte sich auch wirklich sehen lassen. Dylan bedankte sich einige Male und war mit meiner Arbeit sehr zufrieden, was mich freute, da er bei den Renovierungsarbeiten an seinem Haus ein totaler Perfektionist ist und Lindsey wohl schonmal deutlich machte, dass sie ordentlich arbeiten oder ihm gar nicht erst helfen sollte. Beastly Dylan. Haha! Wieder zuhause angekommen, bekam ich eine Nachricht von Ima, dass sie noch bis Dienstag in Tahoe bleiben wollten. Jackpot! So hatte ich den Montag also den vierten Tag in Folge frei. Aus dem Kino am Abend wurde nur ein schnelles Bier im Smitty's, der Bar in Sausalito und ich fuhr weiter in die City, um den Ginger von der Arbeit abzuholen. Ich lud ihn spontan zu mir ein, da wir beide den Montag frei hatten. Bot sich dann ja irgendwie an. Wieder zurück in Marin trafen wir uns (ich an deisem Tag nun das dritte Mal) mit Dylan und seinem Date Deidre im Peso. Aaron war begeistert und fiel sofort in love mit der Bar. Er tauschte Nummern mit Bartender Holt (der sehr in Stand-up-Comedy interessiert war) und ich glaube es war das erste Mal, dass ich mit jemandem im Peso war, der länger bleiben wollte, als ich. Haha!

In Forestville ging es, doch zurück in Marin war der Rauch wieder sehr schlimm

Den Montag wusste ich nicht so wirklich was mit mir anzufangen und machte einfach mal gar nichts, schaute nur Netflix und kritzelte ein wenig in meinem Sketchbook. Dienstag kam die Bande gegen Mittag zurück. Hach, ich hatte sie ja doch schon irgendwie vermisst. Sie mich aber auch, erzählten die Jungs. M zeigte es mir nur, indem sie nicht von meiner Seite wich und mir jedes Mal auf den Schoß krabbelte, wenn ich mich setzte ♥

Platypus und Jameson - perfektes Abbild vom GingerFeedo, I've never seen such a huuuuuuge Pizza! (D) Der erste blaue Himmel seit zwei Wochen

Dann kam der Regen und mit dem Regen endlich frische Luft. Den Mittwoch goss es in Ströhmen. Auf dem Weg zu meiner Painting class lief mir Hündin Sophie über den Weg. Ich hatte sie schon oft gesehen, aber noch nie in einem so schönen Outfit. Haha! Nachts verzogen sich die Wolken etwas und der Mond leuchtete hell, als ich von einem ziemlich verrückten Abend mit Dylan und Deidre nach Hause kam. Dylan und ich überlegten eigentlich ins Peso zu gehen, weil den Abend vor Thankgiving immer die Nacht des Jahres im Peso ist. Viele Studenten kommen nach Hause und treffen sich mit ihren Freunden dort. Es ist so voll, dass extra Securities angeheuert werden müssen und sie nehmen sogar 10$ Eintritt an diesem einen Abend im Jahr. Doorman Kevin wollte mich ja eigentlich rein sneaken, aber er ist ja nun Ex-Doorman Kevin. Wir waren schon beim Peso, als Dylan dachte, er hätte sein Portmonee bei mir vergessen. (Dylan und sein Portmonee - never ending story. Ich sollte ein Buch drüber schreiben!) So fuhren wir wieder zurück, um festzustellen, dass es unter seinem Fahrersitz lag. Aaaargh! Eigentlich wollten wir wieder zurück, dann rief Deidre aber an und wollte Dylan im Smittys treffen. So ging es also dort hin. Oh man, ich mag diese Frau nicht. Das ist by the way die gleiche, die mich vor einigen Wochen am Peso schon angeschrien hat und heulend weg gelaufen ist, weil sie dachte, Dylan und ich hätten was am Laufen. Obwohl ich viel vom Ginger erzählte, immer wieder beteuerte, dass Dylan und ich nur Freunde seien und er sie sichtlich anhimmelte, durfte ich mir die ganze Zeit blöde Sprüche anhören, bis ich am Ende Dylan fragte, ob er mir ein Uber bestellen könnte (das schuldete er mir noch vom letzten Mal). Ohje, das brachte sie zum Explodieren und sie schrie mich wieder an, ich solle doch mit Dylan zu seinem Boot fahren, an Stelle von ihr. WTF!? Es war noch ein ziemliches Hin un Her. Am Ende fuhr Dylan zu sich, sie wollte mich unbedingt nach Hause fahren, was ich aber dankend ablehnte, ich nahm lieber das Uber und wurde dort dann noch total blöd erst von den anderen Fahrgästen und dann vom Fahrer angebaggert. Das war echt zu viel für einen Abend, hatte ich doch gar nichts gemacht!? Ich hatte übrigens schon meine Schlafsachen an, als Dylan früher am Abend zu mir kam und stellte mich auf einen entspannten Netflix Abend ein. Wären wir mal dabei geblieben. Nett war aber, dass ich im Smitty's nach ca. einem Jahr, den Trevor mal wieder traf, den Christa, Vanessa und ich letztes Jahr im Peso kennen gelernt und mit dem wir die Afterparty auf den Boot hatten und dessen Konzert ich mit Vanessa und Hostdad Peter in dem Sailing Club in Sausalito besuchte. Verrückt! Damals war er Single und ich verlobt, was ihn nicht davon abhielt, mich anzubaggern. Nun, ein Jahr später, ist er verlobt. Ich war aber so nett, ihn nicht anzubaggern. Haha! Ich telefonierte den Abend lieber noch ein wenig mit dem Ginger und heulte mich bei ihm über meinen verrückten Abend aus.

Miss Sophie - well prepaired  

Den Turkey Trot ließ ich dieses Jahr sausen, schlief lieber aus, ging ins Gym und machte mich fertig für unser fancy Thanksgiving Dinner, zu dem auch ein befreundetes Paar der D's eingeladen war. Jeder sollte vor dem Essen ein paar Dinge sagen, für die er dankbar sei. Aba legte los: "Ich bin dankbar für meine Familie, für meine Freunde und für Feedo, die erst unser Au pair war, dann eine Freundin wurde und nun ein Teil der Faimlie ist." ♥ Da musste ich ein kleines Tränchen weg blinzeln. Die Jungs sagten auch sehr tolle Worte darüber, dass sie danbar seien, dass wir durch den Regen endlich wieder frische Luft hätten und dass wir immer genug zu Essen auf dem Tisch hätten. M ist bei sowas imer sehr schüchtern, verbarg ihr Gesicht hinter ihrer Serviette und nuschelte nur "I'm thankful for my I Pad!" Haha! At least she's honest! Leider konnte ich nicht zum Dessert bleiben, da ich von Lotte abgeholt wurde, die mich nach Sausalito zum Bus fuhr. Ich war nämlich in der City verabredet, um ENDLICH den "Fantastische Tierwesen" Film zu sehen. Was ein toller Film ♥ Aaron, der Ginger, schlief im Kino ein (er weiß einen guten Film einfach nicht zu schätzen), aber danch hatten wir noch einen ziemlich lustigen Abend mit viel Jameson und Witz, obwohl einem der Regen echt die Laune verderben konnte. Ich war so durchgefroren, so oft wie wir nass geworden waren.

nom nom nom Mom and Dad 2.0 - meine amerikanischen Eltern

Den Freitag und den Samstag danach hatte ich zwei lange Arbeitstage, da die Kids die Woche Ferien hatten. Freitag hing ich etwas durch (Warum nur?), machte mir aber einen entspannten Tag mit M (die Jungs waren auf einem Geburtstag) in der Northgate Mall in San Rafael und zuhause wurden wir dann kreativ und bastelten ein Pusheen Matching Game, das wir am Samstag fertig stellten, bevor ich mit M und J in den SF Zoo fuhr (D hatte einen Solo Nachmittag mit Ima). Ich schlief den Freitag um kurz nach 20 Uhr ein. Das hatte ich wirklich dringend nötig. (Ja Henning, wieder kein Peso Freitag!) Aber Samstag ging es dann wieder auf Achse. Es wurde mal wieder Zeit für ein Date mit Lindsey. Sie wollte mir ihre Schwester vorstellen. So verabredeten wir uns bei "Dave and Buster's", Restaurant und Videospielhalle, in der City. Amerikanischer geht es fast nicht. Haha! Ich fragte noch in der Au Pairs of Marin WhatsApp Gruppe, wer Lust hätte, mitzukommen und so traf ich nach Langem Laura und Jule endlich mal wieder, die eine neue Verbündete mitbrachten, die liebe Anna, die auch direkt gefahren ist. Sehr sympathisch ;)

Regen Regen RegenGoofballs Lunch mit M - sie wollte Kaffeesahne probieren. Na dann Prost! pusheen matching game all done

San Francisco Zoo:

Weihnachten kann kommen Beweg dich du Esel!

So much fun at Dave and Buster's:

Anna, Jule, Feedo, Laura Lindsey super focused Anna, Jule, Laura, Feedo, Ashley, Lindsey, Abel

Dank dem spendablen Abel spielten wir so einige Spiele, ich gewann das eine oder andere Autorennen (bei dem man auch mit einem Hubschrauber oder - jetzt kommt's - Dinosaurier an den Start gehen konnte. Wo gibt es denn sowas?! Haha!) und wir hatten definitiv super viel Spaß. What a blast!

Sonntag telefonierte ich seit längerem mal wieder mit Katrin und packte meine Malsachen aus. Weihnachten kommt schließlich bald. Am Abend fuhr ich spontan in die City. Es war etwas kalt, aber die Luft war klar und auch wenn es schon dunkel war, war es trotzdem schön, sich für eine Stunde am Ocean Beach den Wind um die Nase wehen zu lassen, um den Kopf etwas frei zu bekommen. Noch schöner, dass der Ginger direkt um die Ecke arbeitet und dann auch endlich Feierabend hatte.

Die Woche war dann endlich wieder Schule, aber es regnete fast jeden Tag und die Kids waren teilweise unausstehlich. Ich kam ein paar Mal an meine Grenzen und musste tief durchatmen, aber ich habe die Woche rum bekommen und die nächste kann eigentlich nur besser werden. In meiner Freizeit telefonierte ich seit langem mal wieder mit der guten Sina, die Kanada auch bald schon verlassen muss (Gruselig wie die Zeit rast!) und die liebe Vanessa hatte auch mal wieder Zeit für mich. Das war schön ♥ Ich hatte meine letzte Painting Class. Das war ziemlich traurig, aber ich arbeite gerade an einem ziemlich coolen Projekt und nehme mir vor, weiter regelmäßig zu malen. Das tut mir wirklich gut. Sonst war ich die Woche einmal richtig fancy essen (ich glaube, ich hatte noch nie so ein teures Dinner). Mittwoch war ich mit Linds bei Key Tea zum Open Mic. C, der Inhaber war gerade am rappen, als wir rein kamen: "Look, Lindsey and Feedo are in the house. Say Hello!" und alle gucken uns an und sagen "Hello!". Was eine Begrüßung! Haha! Donnerstag war ich mit Dylan unterwegs, so ein guter Freund! Wir kauften Tickets für ein Konzert am nächsten Tag in der Sweetwater Music Hall in Mill Valley. Und es regnete fast jeden Tag. Ich wurde so oft nass diese Woche. Dafür wurden wir am Donnertstag aber mit einigen Regenbögen belohnt.

Kojoten in der Nachbarschaft Die Kinder sollten auf kreative Weise einen Turkey tarnen. Links J's und mein Projekt. Seinen Text hat er sich selbst ausgedacht. Bro! Rechts mein Favorit - ich mag den Grinch. Haha! D zeigt sein liebstes Pokémon: Litwick (Nickname Bibi) Einmal Gönnen vor der Painting Class - hatte noch Zeit und musste eine Zeichnung vorbereiten Pizza dreimal anders - Ja! Das sind Bananen. Wir sind noch immer experimentierfreudig mit unseren Pizzen Foodart - Pizza mit Cutie Face Key Tea Open Mic Ein wenig Heimatgefühl eingekauft einer von mindestens 7 Regenbögen, die ich Donnerstag gesehen habeEinfach so - meine HübscheNach dem Regen ist vor dem Regen

Endlich Freitag: Morgens war ich hiken im Tennessee Valley, danach lecker brunchen im Farm House in Larkspur mit einem Spaziergang, Bummeln durch die Läden und Schaukeln auf dem Spielplatz im Anschluss. (Das Peso hatte schon geöffnet, aber ich entschied mich dann doch, lieber nicht rein zu gehen. Musste schließlich noch arbeiten. Haha!). Mittags führte ich ein sehr gutes Gespräch mit einem potenziellen neuen Au Pair für meine Family und musste dadurch erst später mit der Arbeit anfangen. Nachmittags sammelte Rachel mich ein und wir fuhren zum Ski Fitting. Dort durften alle Kinder sich eine neue Mütze aussuchen - mich eingeschlossen ♥

Tennessee Beach

Am Abend holte ich Aaron ab und wir trafen Dylan, Lindsey und Abel im Sweetwater. Mir war vorher nicht bewusst, dass es ein Reggae Konzert sein würde. Aaron war auch nicht sehr begeistert. Die ersten beiden Bands waren dann aber doch ziemlich cool. Wir tanzten ein wenig und hatten Spaß. Zum Main Act kam dann auch Dylans "rein freundschaftliches" Tinder Date (er hat noch immer nicht verstanden, dass Tinder eine Dating App ist) mit ihrer Freundin.

Laaaange Dreads Freundin vom Date, Feedo, Aaron, Dylan, Date, Lindsey My Beauty Queen and me

Tja, der Headliner des Abends war dann der totale Reinfall. Wie sagte Aaron: "Er hat schon seine Decke umgehangen. Er wusste das es sehr einschläfernd wird. Nicht mal die auf der Bühne sehen aus, als hätten sie Spaß." Vielleicht waren alle auf dem Konzert schon super stoned und brauchten nun genau diese Musik. Wir nicht. So verabschiedeten wir uns von der Gruppe und gingen noch zum 2AM Club. Es arbeitete der gleiche Türsteher mit dem langen roten Bart wie den Abend zuvor, als ich schon mit Dylan da war. Er will nie meine ID sehen. Ob er mich auch schon wieder erkennt? So oft bin ich da eigentlich gar nicht. Er begrüßte Aaron und mich jedenfalls ziemlich herzlich mit "Oh double Ginger! I like it!" Haha! Da fühlt man sich doch gleich willkommen. Ich schlürfte meine Diet Coke (musste schließlich noch fahren), Aaron seinen Whisky. Er war schon gut dabei, machte Musik an der Juke Box an und begann zu singen und tanzen "I like Punk music and I like Funk music!". In diesem Falle war es Funk. Ich habe mich tot gelacht! Ich meine, er macht Stand-up-Comedy, er sollte Leute zum Lachen bringen, aber ich muss sagen, ich lache wirklich immer sehr viel in seiner Gegenwart. Ich verbringe wirklich gerne Zeit mit ihm :)

Heute hatte ich frei, tippte nur an meinem Blog und schnackte ziemlich lange mit Ima. Außerdem bekam ich mein Hanukkah Geschenk, obwohl Hannukah erst morgen beginnt. Die Kinder hatten ihre Sachen aber auch schon heute bekommen. D hatte bei dem letzten Solo Tag mit Ima einen Nagellack für mich ausgesucht und dazu bekam ich meine super tolle neue Mütze, die ich mir gestern aussuchen durfte. Ich wollte sie gar nicht nehmen. Sie war zwar reduziert, aber sollte immer noch 35$ kosten! Ima kaufte sie trotzdem  ♥

Das war's! Beim nächsten Mal dann von Hanukkah, M's Birthday und Adventszeit in Marin. Happy Holidays!

Eure Feedo

 

Zitate aus den letzten Wochen:

"Dir schmeckt der Ginger, hm? Hat ja irgendwie was von Kannibalismus!" - der Ginger zu mir beim Sushi essen

"Ich möchte keine Kinder. Ich habe einen Kaktus. Wenn ich den ausversehen töte, muss ich wenigstens nicht ins Gefängnis." - irgendein Typ vor Key Tea

 

 

 

Wettervorhersage: Unhealthy Air Quality

Samstag, 17.11.2018

Hey Folks!

Nach meinem letzten Eintrag bin ich ein paar Tage später mal meine Statistiken hier durchgegangen und musste mit Erschrecken feststellen, dass meine Leserzahlen von über 200 auf knapp 50 runter gegangen sind. Ich war ziemlich traurig, da ich mir immer sehr viel Arbeit mache und war am Überlegen, ob es das noch wert ist. Aber hey, ich mache das ja nicht wegen Leserzahlen, sondern um allen Interessierten zu berichten, was bei mir im EoE (wie Papa es gerne umschreibt) oder Paradies (wie ich es gerne umschreibe) so abgeht und irgendwie macht mir das Schreiben ja auch ein bisschen Spaß :) An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei all meinen treuen Lesern bedanken. Danke, ihr seid super! ♥

Ich höre immer wieder, die Einträge seien zu lang. Sorry dafür. Ich werde mich wieder kürzer fassen. Versprochen.

Es geht mir gut, trotz furchtbar schlechter Luftqualität. Ich kämpfe etwas mit meinem Asthma, brennenden Augen, Hals- und Kopfschmerzen, aber heute war die Luft schon um Einiges besser als gestern und für Ende der Woche ist seit monatiger Trockenzeit endlich Regen angesagt. Ich hoffe, die Waldbrände werden dann auch endlich eingedämmt. Dieses Jahr sind sie viel weiter weg als letztes Jahr, aber der Rauch zieht extrem in die Bay Area und bleibt hier stecken. Gestern wurden alle Schulen geschlossen und ich bekam eine Mail vom College, dass dieses über das Wochenende auch geschlossen sei, weil man das Haus bestenfalls gar nicht verlassen sollte. Der Rauch hängt jetzt schon über eine Woche in der Bay Area. 

10.11.

11.11.

Auf dem Weg nach Forestville

14.11.

15.11.

Eigentlich sieht man die Skyline der City sehr gut von hier

16.11. - der schlimmste Tag

Ocean Beach in SF Vor meiner Tür

Da ich beim letzten Eintrag eh schon so viel geschreiben hatte, berichtete ich gar nicht mehr von den Tagen vor Veröffentlichung. Natürlich hing ich den Montag nach dem Sonntagabendbesuch im 2am Club etwas durch, den Dienstag blieb ich auch zuhause, kam aber auf eine verrückte Idee. Es macht fast jeder hier, ich sprach in letzter Zeit immer wieder mit Leuten darüber und an diesem Abend war es sogar Thema in einem Film, den ich mit auf Netflix ansah: Tinder! Jetzt mögen Einige denken: Oh nein! (Das hatte ich immer über Tinder gedacht.) Andere werden sich fragen: Was zum Teufel will sie damit bezwecken? (Vanessas Reaktion - haha!) Und wieder andere denken schlichtweg: Was ist Tinder? Tinder ist eine etwas umstrittene Dating App mit der man ziemlich schnell ziemlich viele Leute aus seiner Gegend kennen lernen kann, von denen Viele nur das eine im Sinn haben, aber das ist eine andere Geschichte. Warum also besorgte ich mir diese App? Natürlich rein aus Recherchezwecken für mein Buch! Was dachtet ihr denn? Mittwoch hatte ich direkt mein erstes Date. Wir führten sehr interessante Gespräche, ich musste nichts bezahlen und werde den Kerl ziemlich sicher nie wieder sehen. Alles in allem ein netter Abend. Donnerstag war Datenight für Ima und Aba und dann kam das Wochenende: Peso Friday! Ohne Kevin? No Way! So organisierte ich ein zweites Tinder Date. Alles aus Recherche Gründen natürlich. Als ich mich nach der Arbeit ein wenig fein machte, kam dann die Absage. Auch das ist Tinder. So verabredete ich mich sponatn mit Lotte. Wir schnappten unsere Laptops und setzten uns zum Schreiben und auf einen Drink an die Bar des Perry's, in dem Miguel arbeitet. Ich stellte meinen letzten Blogeintrag fertig und da das Peso nur einen Blog entfernt ist, gingen wir spontan diesen Freitag eben doch wieder ins Peso. Es war definitiv nicht das Gleiche ohne Kevin und ich hatte auch später am Abend direkt zwei Kerle an der Backe. Bar Tender Mac passte aber auf mich auf und stellte sicher, dass die Kerle nicht zu aufdringlich wurden. Der eine war auch richtig nett. So luden Lotte und ich ihn und seinen Kumpel noch mit zu mir zur Afterparty ein. Der gute Travis arbeitet bei meinem liebsten Pizzaladen in Mill Valley, Tamalpies und vielleicht springt demnächst ja mal eine Gratis Pizza raus. So macht man das nämlich. Haha!

Nach einer kurzen Schicht am Samstag (da ich unter der Woche schon fast alle meine Stunden gearbeitet hatte), waren Lindsey und ich eigentlich zu Fusel und S'mores am Lagerfeuer bei (Ex-) Doorman Kevin eingeladen. Den Abend lief aber Einiges schief. Linds hatte Krach mit ihrer Mom, ich wartete vergebens auf sie bei Key Tea und musste das erste Mal (viel zu viel Geld) für meinen Tee bezahlen, fuhr dann weiter zu ihr nach Novato, wo ich erst keinen Parkplatz fand und dann eine total aufgelöste Linds beruhigen musste. Wir tranken viel zu viel Wodka zusammen, wurden dann erst von Kevin versetzt, Dylan schaffte auch nicht mehr, vorbei zu kommen, dann wollten wir uns mit wem anders treffen, saßen schon im Uber und wurden auch von ihm versetzt. So waren Lindsey, ihr bester Freund Chris, der im Laufe des Abends dazu stieß und ich irgendwo in Novato und versuchten, eine Bar zu finden. Als wir endlich angekommen waren, schloss diese schon, da nichts mehr los war. So gingen wir zum In-N-Out Burger um die Ecke, bestellten richtig geil Animal Style Burger und Fries und als ich da so saß und gefrustet vom ganzen Abend meinen Burger mampfte, kam auf einmal ein Typ an und sang mir die Dragon Ball Titelmusik vor. Ab diesem Punkt wurde die Nacht sehr verrückt. Am nächste Morgen stellte ich fest, wie schön Petaluma ist und beschloss, definitiv noch einmal wieder zu kommen und mir das Stadtzentrum etwas genauer anzusehen.

Key Tea Fall in Petaluma

Ich hatte die Woche definitiv genug neue Bekantschaften gemacht, so fuhr ich nach unserem Fancy Family Foto Shooting (für die Weihnachtskarten) bei den Muir Woods schnell nach Hause, zog mich um, schnappte ein paar Klamotten und meine Zahnbürste und fuhr nach Forestville zu Dylan. Was ein schöner Abend. Es tat so gut bei selbstgemachten Burgern von ihm, deutschen Kartoffelsalat von mir (mit deutschen Gewürzgurken - nom!) und Wein zu quatschen. Wir fachsimpelten über die Tinder App, stellten fest, dass wir einfach zu gut für die meisten potenziellen Partner sind (Haha!) und er erzählte mir von seinen Weltverbesserungsplänen und dass er mich unbedingt mit ins Boot holen will, wenn sein Plan Gestalt annimmt. Er sagte etwas so Schönes an dem viel Wahres dran ist: Alles beginnt mit einer Idee. Aus einer Idee entsteht ein Plan, gefolgt von einer Tat, die mit einem Ergebnis belohnt wird. Er ist noch bei der Idee. Let's see. Vielleicht arbeite ich ja irgendwann mal mit Dylan in Südamerika und helfe, Schulen und Krankenhäuser zu bauen. Ein netter Gedanke irgendwie :)

Nach dem Foto Shooting ist vor dem Foto Shooting:

D ist so ein Checker my boys my girl Hör auf zu essen Dylan. Wir müssen Linds ein Foto schicken. Aber es ist doch Eiscreme!

Am nächsten Morgen auf dem Heimweg bekam ich Halsschmerzen. Wir gingen gar nicht so spät schlafen, aber mir hing die ganze letzte Woche noch sehr in den Knochen, dann der Rauch überall... Zuhause legte ich mich vor Arbeitsbeginn noch kurz hin und ließ den Tag mit den Kids sehr ruhig angehen. Es war Veterans Day, daher hatten sie Schulfrei. Schwimmen fiel aufgrund der schlechten Luftqualität auch aus. Am Vormittag waren wir auf einer Pineapple Birthday Party, die nach drinnen verlegt werden musste (Es war soooo laut und ich hatte doch schon so Kopschmerzen!) Den Rest des Tages blieben wir zuhause.

Wenn du über deine eigenen magischen Fähigkeiten überrascht bist

Im Grunde ging die ganze Woche so weiter. Montag übernachtete Dylan bei mir, er brachte mir Gebäck mit (damit es mir bald besser geht ♥) und machte eine Horrorserie auf Netflix an (damit mein Herzkreislauf wieder in' Schwung kommt - danke) und wir gingen früh schlafen. Dienstag ging ich auch früh ins Bett und Mittwoch schmiss ich mir nach Feierabend und einer heißen Dusche meinen riesigen Schal, den man auch gut als Decke verwenden könnte, um und fuhr nach San Rafael. Linds hatte mich auf Tee zum Open Mic im Key Tea eingeladen. Diese ganzen öko esoterik Leute sind alle so verrückt, aber so lieb. Ich fühlte mich wie der wandelnde Tod, bekam aber ein Kompliment nach dem anderen. Vielleicht weil ich so viel lächeln musste. Ich hatte nämlich ein sehr amüsantes und interessantes Chat Gespräch mit einem Kerl von Tinder, den ich am nächsten Vormittag in Sausalito treffen wollte.

Painting Class am Mittwoch

Glücklicherweise ging es mir am nächsten Morgen wesentlich besser und ich hatte auch wieder etwas Farbe im Gesicht. Ima nickte mein Aussehen ab und ließ mich mit den Worten "Feedo, you're a cougar!" ziehen. (Meine Güte, er ist nur ein Jahr jünger als ich. Haha!) So wartete ich wenige Stunden später nichtsahnend an der Fähre in Sausalito und war tatsächlich ein bisschen aufgeregt, weil wir echt gute SMS Gespräche geführt hatten, als plötzlich ein Typ mit langen roten Haaren (genau wie auf den Bildern) und einem Blumenstrauß (!) da stand. Das war zu viel. Ich überlegte kurz, ob ich einfach auf dem Absatz kehrt machen und gehen sollte. Zu spät, er hatte mich gesehen. Ich meine, die Blumen waren schön, aber ich war eher auf ein legeres Abhängen eingestellt. Das passte irgendwie nicht. Haha! Ende vom Lied? Wir verbrachten den ganzen Vormittag zusammen. Am Abend fuhr ich mit Lotte in die City, um seinen Open Mic Stand Up Comedy Auftritt anzusehen, danach hatten wir noch ein paar Drinks zusammen, am nächsten Tag gingen wir Frühstücken, ich fuhr ihn zu Arbeit nah beim Ocean Beach in der City, ich holte ihn abends wieder ab, wir gingen Sushi essen, fuhren weiter zum Haus von Lindseys Cousine, das sie das Wochenende hüten sollte. Lindseys Freund Chris kam auch noch vorbei, wir feierten die ganze Nacht, bis ich ihn heute Mittag wieder bei seiner Arbeit absetzte. Ja also, er ist schon ein ganz cooler Typ und ich denke, ich werde demnächst noch öfter mit ihm abhängen ;)

Aaron und ich haben unendlich viele Krebse in Sausalito entdecktChris and Aaron

Die letzten beiden Tage war ich in so vielen Ecken von San Francisco unterwegs, in denen ich vorher noch nie war. Ich mochte San Francisco ja immer schon, aber wenn ich noch nicht zu 100% überzeugt war, dann definitiv jetzt. Ich sollte echt mehr Zeit in der City verbringen. Am Nachmittag war ich mit Linds und den Hunden ihrer Cousine im Glen Canyon Park unterwegs, einem riesigen natürlichen Park mitten in der Stadt. Verrückt und super schön, aber man darf nichts gegen Treppen haben. Das war mal wieder ein Training für den Hintern heute. Haha! Ach, ich mag Lindsey. Wir hatten wieder eine schöne Zeit zusammen und es ist immer so lustig mit ihr. Als einer der Hunde heute auf einen fremden anderen Hund zulief, sagte der Besitzer "Vorsicht, mein Hund ist ein Rammler." und sie stumpf in ihrer melodisch ruhigen ich-arbeite-in-einem-Esoterik-Teehaus Stimme: "That's fine. Me too." My girl! Haha!

Fund im Glen Canyon Heute fahre ich

Weisheit der Woche: Der Nachteil an dieser momentanen Bärte Generation ist, dass man das Alter der Kerle so schlecht schätzen kann.

Morgen geht's wieder nach Forestville. Ich möchte Dylan beim Streichen seiner Terassen Holzdielen helfen. Er wird langsam wieder frech. Freitag schrieb er noch "Feedo I miss you!" Heute Mittag kam dann nur ein "you met someone again at in and out did you". Man muss wirklich aufpassen, was man ihm anvertraut. Haha!

Hier sind noch ein paar Bilder der letzten Tage.

Kalt wird es so langsam und durch den Rauch dringen kaum Sonnenstrahlen. Brrrr

We're freeezing! Fuzzy Hat Day

 

J's Travel Bucket List J hat wieder einen Zahn verloren M ist das kreativste Kind, das ich kenne Gute Nacht Poems - hat ein bisschen was vom Struwwelpeter

Küche und Playarea bekommen einen neuen Anstrich. Ich hatte Freitag (gestern) spontan frei, weil Ima mit den Kids vor dem Rauch und dem Chaos in Küche und Playarea nach Tahoe geflüchtet ist.

Always Hard Working Aba

Freimarktspost aus Bremen von Mama und Papa ♥

Am besten sind die Fotos von den Dingen, die sie nicht mitschicken konnten

Jetzt ist Halloween aber wirklich vorbei. Thanksgiving steht vor der Tür und die wilden Turkeys werden wieder lebensmüde und laufen einem vor's Auto.

Fragen, Anregungen, Ideen zu meinem Blog? Immer raus damit!

Danke für's Lesen und Peace Out!

Eure Feedo

Coolest Chick

PS: Gingers an die Macht! Haha!

 

Happy Halloween, Creepy Flu Shot And Yummy Mettbrot!

Freitag, 09.11.2018

Boo! What a Halloween Blast!

Wieder sind zwei Wochenenden verstrichen und ich habe ein bisschen was zu erzählen. Es klingt jetzt vielleicht blöd, aber mir fehlen tatsächlich gerade ein wenig die Worte. Ich sitze neben Lindsey im Tea Shop und dieses Umswitchen von Englisch auf Deutsch fällt mir gerade irgendwie nicht leicht. Gestern schaute ich mir seit langem mal wieder einen Film auf Deutsch an, weil ich zur Zeit wirklich nur noch Englisch um mich herum höre. Mittlerweile bekomme ich mehr Nachrichten im IPhone Messanger als bei WhatsApp (die Amis benutzen kein WhatsApp). Es ist schon ziemlich verrückt, wie mein Leben sich in den letzten Wochen verändert hat. Aber ich bin sehr glücklich drüber. Es ist toll, neue Menschen in seinem Leben zu wissen, die einem wichtig sind und vor allem die einem das Gefühl geben, auch wichtig für sie zu sein. Es ist aber auch toll, alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen. Danke für deine aufmunternden Worte, als es mir mal nicht so gut ging lieber Ronny. Ich bin froh, dich wieder in meinem Leben zu wissen.

Donnerstag vor dem Whole Foods Market

Nach einem entspannt ruhigen Donnerstag, war ich letzte Woche Freitag mit Lotte am Rodeo Beach auf dem Coastal Trail hiken. Es war wieder traumhaft schön und als wir uns an dem Platz nieder ließen, an dem ich beim letzten Mal die Delfine gesehen hatte, wurde unsere Geduld dieses Mal mit einem Buckewal belohnt, der gemächlich seine Kreise zog und immer wieder zum Fressen mit weit geöffnetem Maul auftauchte. Dieser Anblick machte mich sehr glücklich. Wale sind so faszinierende Tiere!

Das in der Mitte ist kein Fels, sondern der Wal

Ima war von Mittwoch bis Sonntag in Israel und Aba musste jeden Tag arbeiten. So war ich auch an diesem Freitagnachmittag alleine mit den Kids und hatte eine sehr quängelige M, die den Nachmittag zuhause verbringen wollte und zwei Jungs, die unbedingt ihre Freunde auf einem kleinen Halloween Festival besuchen wollten. So gingen wir hin und M war die ganze Zeit mies drauf. Ich war sehr froh, als wir wieder zu Hause waren und steckte alle früh ins Bett. Die Kids konnten einen Haufen Süßigkeiten abstauben. Das brachte M wenigstens etwas zum Lächeln, aber ich war trotzdem sehr froh, dass Aba etwas früher nach Hause kam und ich pünktlich abhauen konnte. Tja, kann halt nicht jeder Arbeitstag gut sein.

Dekoriertes Polizeiauto

An diesem Freitag versuchte ich gar nicht erst, andere Pläne für meinen Abend zu machen. Zumal Lindsey am Vortag schon gesagt hatte, dass wir uns abends im Peso treffen. Sie hatte einen Catering Job in der City und konnte erst später. So ging ich nach Feierabend ins Gym und fuhr dann gegen 22 Uhr zum Peso. Dort musste ich letztendlich noch fast zwei Stunden auf sie warten, weil sie nicht früher weg kam. Aber Doorman Kevin war ja da. Allerdings auch seine Exfreundin, was ihn ziemlich runter zog. Als Entschuldigung, dass er mich dieses Mal nicht so viel entertainen konnte, versorgte er mich vor der Tür mit Softdrinks (Alkohol sowieso nicht, aber eigentlich darf man gar keine Getränke mit vor die Tür nehmen). Als Linds dann endlich auftauchte, ließen wir uns einen super geilen Cosmopolitan von Mac mixen. Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingscocktail!

mit Linds

Samstag musste ich dann den gaaanzen langen Tag arbeiten. Eigentlich sind ja nur 10 Stunden erlaubt, aber Ima war ja noch in Israel und Aba musste den ganzen Tag arbeiten. Dazu kam, dass die Jungs Geburtstag hatten. Wir hatten daher ja schon vorher gefeiert, aber irgendwie war es trotzdem eine blöde Situation. So nahm ich mir vor, den Tag für alle so angenehm wie möglich zu gestalten. Ich erlaubte den Kids ein wenig TV und IPad Time, machte ein paar lustige Artprojects mit ihnen, wir packten die letzten Geschenke aus und dann fuhr ich mit ihnen nach San Rafael zu "I Made It". Was ein cooler Place. Dort kann man Sachen wie Teller, Schmuck, Untersetzter und all sowas aus Glas herstellen. Kaum saßen wir im Auto, ging die Musik aus und eine schrecklich laute Alarmsyrene ging los. AMBER Alert! Ich erschreckte mich mindestens genauso wie die Kids. Der Spuk war dann aber genauso schnell vorbei, wie er angefangen hatte. Die Polizei bat um Mithilfe, nach einem roten Chevy mit einem bestimmten Kennzeichen Ausschau zu halten, der auf Fahrerflucht sei. Verrückt! Als irgendsoein Irrer vor ein paar Monaten mit Schusswaffe durch Mill Valley spukte, bekam ich keinen AMBER Alert auf mein Handy. Ima und Aba riefen mich aber panisch an, ich solle bloß mit den Kids zu Hause bleiben. Nachdem der erste Schock bei den Kids verdaut war und ich ihnen endlich klar machen konnte, dass unser Haus nicht in Gefahr war, machten sie sich einen Spaß draus und fragten bei jedem roten Auto, ob dies das gesuchte sei. Crazy America! Wie oft bekommt ihr AMBER Alerts auf eurer Telefon? *** Auf dem Heimweg hielten wir bei Starbucks für einen kleinen Snack und ich kaufte den Kindern einen Halloween Frappuccino, der weitaus besser aussah, als er schmeckte. Haha! Abends brachte ich sie nach lecker selbstgemachter Pizza pünktlich ins Bett. Aba schlich sich rein, um keinen zu wecken und bedankte sich tausendmal bei mir, schließlich kümmerte ich mich auch all die Tage darum, dass er nach der Arbeit ein vernünftiges Dinner bekam ;)

Die Shirts haben die Jungs von mir zum Geburtstag bekommen M at I Made It Boys at I Made It

Nach dem langen Tag, hatte ich das Bedürfnis einfach nur schlafen zu gehen, aber ich war für eine Halloween Party mit Lindsey und Lotte verabredet. Also machte ich mich fertig und ließ mich von Lotte abholen. Gemeinsam fuhren wir nach San Rafael, um Lindsey bei Key Tea zu treffen. Dylan tauchte auch noch auf und dann fuhren wir alle gemeinsam Richtung Norden nach Sebastopol. Lindseys Mama trinkt keinen Alkohol, liebt es aber, feiern zu gehen. So fuhr sie uns zu dieser verrückten Halloween House Party, bei der Key Tea das Catering machte (daher kamen wir auf diese Party). Es war vielleicht nicht die Halloween Party, die Lotte sich vorgestellt hatte und es war auch definitiv etwas zu weit weg, aber wir hatten Bier und Whisky (vielleicht etwas zu viel Whisky), die Leute trugen interessante Kostüme, es gab einen DJ, wir tanzten und ich hatte definitiv meinen Spaß. Der gute Dylan war irgendwann verschwunden und ließ sich den Abend noch einmal durch den Kopf gehen. Oh man, er ist ja eigentlich alt genug, aber irgendwie tat er mir echt Leid. Und obwohl ich selbst auch echt gut dabei war, kam dann doch mein Helfersyndrom hoch. Ich mochte ihn nicht sich selbst überlassen, vor allem nicht auf seinem Boot. (Wahrscheinlich wäre er auf dem Weg zum Boot ins Wasser gefallen.) So nahm ich ihn mit zu mir, wir gifteten uns ziemlich an, er verlor sein Portmonee im Uber, er war sauer auf sich selbst, ließ seine schlechte Laune an mir aus, ich war sauer auf ihn, weil er sich nicht einmal bedankte, dass ich mich um ihn gekümmert hatte und weil ich an meinem einzigen freien Tag nicht ausschlafen konnte, da er einen Wecker gestellt hatte. Als ich ihn dann aber zu seinem Boot nach Sausalito brachte und etwas verkatert in den Sonnenschein blinzelte, musste ich doch lächeln. Was eine verrückte Nacht!

einmal nett einmal freaky Crazy Triangle Foot Massage mit Linds und Dylan I love you guys, you're crazy!

Sonntag ließ ich es entspannt angehen, traf mich aber abends wieder mit Lindsey. Wir fuhren (wieder mit ihrer Mom) nach Fairfax, wollten eigentlich zu einer Musikveranstaltung, zu der sie von einem Kunden eingeladen wurde, endeten aber in einer anderen Bar (das Peri's). Was ein cooler Schuppen. Die haben zwei Außenbrereiche und sogar eine Tischtennisplatte im Hinterhof. What a Blast! Ich spielte mit Lindseys Mom und gewann. Dann spielte Lindsey gegen einen Typen von der Bar. Die verrückte Maus kann geauso schlecht Tischtennis wie Pool spielen. Haha! Ihre Taktik: Den Gegner verwirren. Es ging in einer Tour: "Keep the ball on the table Jesse!", dabei traf sie den Tisch nie. Haha! Irgendwann hörten wir Live Musik von drinnen. So gingen wir rein und wer saß da, um sich die Band anzusehen? Der (Jesus) Peter! Er kannte die Leute von der Band mit dem Namen "Idle Joy". Dann wurde der Abend erst richtig lustig. Lindsey, ihre Mom und ich tanzten (mehr oder weniger als einzige), irgendwann kam Peter zu mir und tanzte zu einem ruhigeren Song abschlussball- und dann tanzbärmäßig mit mir. Er ist echt ein wahnsinnig schlechter Tänzer und wir lachten uns tot. Als die Band eine Pause einlegte, saßen wir mit allen zusammen draußen, flaxten rum über Stripper Namen (setze deine Lieblingsweinsorte mit deinem Spitznamen zusammen). Lindseys Mom hatte den besten Namen: Chanty Chianti! Haha! Und die Band wollte sie bei sich als Tänzerin aufnehmen. Sie machte echt Stimmung in der Bar mit ihren riesigen Schmetterlingsflügeln und ihren verrückten Tanzeinlagen. Auf dem Rückweg erzählte sie uns von ihrem neuen Boyfriend und wie glücklich sie seien, gar nicht mal, weil sie eine so romatische Beziehung führen, sondern einfach die Idee der Romantik ausleben. Ja, vielleicht ahnt ihr schon, dass sie ein wenig hippiemäßig drauf ist, aber ich muss sagen, ich genieße ihre Gesellschaft. Diese Menschen tun mir wirklich sehr gut mit ihrer postiven, entspannten und unkomplizierten Einstellung ♥

An diesem Abend wurde Lindsey und mir übrigens das erste Mal gesagt, dass wir wie Schwestern aussehen würden. Ich trug dieses ziemlich verrückte Make Up (was ich übrigens ganz alleine gamacht habe), aber Peter weiß ja, wie ich ohne aussehe und hielt Linds tatsächlich für meine Schwester.

Nachmittags vor meiner Wohnungstür Abend Make-Up, Halloween 2.0 Elvis Restroom im Peris Lindsey beim Versuch, Tabletennis zu spielen

Es wurde glücklicherweise nicht zu spät den Abend, so hatte ich Montag nach einem entspannten Arbeitstag (Im Oktober/ November im Sonnenschein am Pool relaxen, während die Kids ihre Schwimmstunde haben, ist schon immer ziemlich nice!) noch genug Energie, nach Lottes Geburststags Dinner noch weiter zum 2am Club zu ziehen und mich da mit Linds, ihrer Mom und deren Freund zu treffen. Später kam (Jesus) Peter noch dazu, der in Mill Valley in der Sweetwater Music Hall arbeitet (eine Bar, in der fast täglich Live Gigs statt finden). Wir spielten viel Pool, ich gewann fast jedes Spiel (sogar mit Linds als Teammitglied. Haha!) und hatte wieder einen sehr schönen Abend :) Ach und da war noch was Neues. Ich berichtete schon einige Male von Menschen, die ihre Hunde mit in Bars bringen. An diesem Tag brachte jemand sein Kätzchen mit ihn die Bar. Ach war das süß, so unbeeindruckt von allem und super kuschelig. Über die Katze kamen wir auch ins Gespräch mit dem Doorman, den ich nach seinem Namen fragte: "Anthony? Aren't you Peso Doorman Kevins friend?" "Yes and who are you?" "My name is Feedo." "Ahh, Feedo, nice to meet you. I heard about you. Kevin told me to keep an eye on you when you're here." Ich muss schon sagen, ich fühle mich mittlerweile ziemlich sicher in allen Bars hier. Danke Kevin. Haha!

Meine kleinen Kletteräffchen nach dem Schwimmen:

J D

Dienstag wollte ich es dann wissen. Nachdem ich die Kids an der Schule abgeliefert hatte, hielt ich beim Bio Supermarkt "Whole Foods" und besorgte frisches Hackfleich. Dieses würzte ich zuhause und machte Hacke Peter (oder einfach Mett) draus. Immer wieder schwärmte ich Ima davon vor und beschwerte mich, dass ich es mir nicht aus Deutschland einfliegen lassen kann. So ein Käse! Ha! Leckeres Walnussbrot aus einer deutschen Bäckerrei dazu und fertig! Yummy! Ima hat's auch sehr geschmeckt ;)

Obwohl wir eigentlich diesen Abend wieder aushgehen wollten, beschlossen wir dann doch, es mal einen Abend gut sein zu lassen. Wie sagte Dylan? "I don't know how you girls go out each and every night (...) Four nights in a row is a marathon" Haha! Recht hat er und wir mussten uns auch etwas ausruhen, denn am nächsten Tag war schließlich HALLOWEEN!

M wollte unbedingt eine schwarze Katze sein und beschrieb mir sehr detailliert, wie ihr Face Paint aussehen sollte. Ihr gefiel es - für ungefähr 10 Minuten. Dann bekam sie eine Heulattacke und wollte es unbedingt komplett abwaschen. Alles Überreden hilft nicht. Nachdem Ima eh schon spät dran war, die Kids zur Schule zu fahren, weil wir noch Kostümfotos vor der Tür machen mussten, musste sie M das komplette Gesicht mit Make Up Entfernen wieder abschminken. Ich war etwas froh, dass ich die Kids den Morgen nicht fahren musste. Ohje! Ima tat mir etwas Leid. Immer wieder schön mit Kindern ;) 

Und sie sah so gut aus! Keiner hätte sie erkannt. Haha!

Für mich ging es dann zu meiner geliebten Painting Class.

üben üben üben

Nach einem Nachmittag alleine mit M und noch mehr Face Paint Action, aßen wir schnell Dinner, als Ima mit den Jungs vom Kinderarzt zurück war und zogen dann durch die Nachbarschaft an der Schule der Kids zum "Trick or Treating". Halloween in den Staaten ist toll!

Für den Nachmittag etwas schlichter Ich malte mir mein Kostüm auf die Hand Mix aus Freundin, großer Schwester und Ersatzmama - Ima I love you! Naja und irgendwie auch beste Chefin. Haha!

Auf dem Rückweg war Ima mutig: "Ihr dürft so viele von euren Süßigkeiten essen, wie ihr auf der Autofahrt schafft!" Ich gucke sie etwas ungläubig an: "Are you sure Ima? My Phone says we need 10 minutes." Sie: "Okay, I take the highway. Pray for me, there's no highway patrol!" Haha!

Abends wollte ich mit ein paar Mädels von der Organisation durch Mill Valley ziehen und mir das Halloween Spektakel ansehen, aber es wurde dann doch etwas zu spät und es war nicht mehr wirklich viel los. So versackten wir noch auf ein Bier im 2am Club. Linds wollte auch vorbei kommen, war aber schon gut dabei und bekam ihren Hintern nicht hoch. So fuhr ich nach San Rafael, um sie bei Key Tea abzuholen, wo sie bis dahin den Abend verbracht hatte und zog mit ihr weiter ins Peso. Sie hatte vorher wohl einen kleinen Streit mit Dylan bei Key Tea, der darufhin abhaute und mich fragte, was ich noch vorhatte. So trafen wir uns letztendlich doch alle im Peso und hatten noch einen super guten Abend. Das erste, was mir im Peso auffiel, war, dass die ganze Zeit Michael Jackson gespielt wurde, genaus wie schon zuvor im 2am Club. (Ist wohl irgendwie DIE Halloween Musik hier. Haha!) Es war richtig viel los, viele Leute waren verkleidet, alle dachten, Linds und ich seien Schwestern, wir dachten uns eine verrückte Geschichte dazu aus, die uns jeder abkaufte, wir spielten Pool und stellten fest, dass unsere drei Namen super zusammensetzbar sind (Lindylo - I love it! Ha!), Linds schleppte einen heißen Typen ab, sein Freund wollte mich abschleppen, ich wollte aber nicht, Dylan lernte auch ein hübsches Mädel kennen, ich ließ mich überreden, doch noch kurz mit Linds und den beiden Typen mitzugehen, ergriff aber die erstbeste Chance abzuhausen, sammelte den armen Dylan auf, der noch immer vorm schon geschlossenen Peso rumhing, mit irgendwelchen Typen quatschte und sich noch keine Gedanken gemacht hatte, wie er nach Hause kommen sollte (dazu muss ich sagen, dass ich ihm im Laufe des Abends aber auch eigentlich versprochen hatte, ihn mitzunehmen) und dann neigte sich Halloween auch schon dem Ende zu. Auf der Rückfahrt führten wir sehr interessante und intime Gespräche über Liebe, gebrochene Herzen, Wünsche, Ängste und das Leben. Ich bot ihm an, bei mir zu schlafen. "Feedo, ich mag dich. Du bist eine wirklich gute Freundin. Eigentlich brauche ich immer sehr lange, um Menschen so zu vertrauen. Ich glaube, wir werden sehr lange befreundet bleiben." und dann "Und mittlerweile verstehe ich sogar deinen Humor!" Haha! Danach zog ich ihn damit auf, dass er den Namen des Mädchens vergessen hatte, das er den Abend kennen gelernt hatte und er zog mich auf, warum ich mich nicht auf den kleinen Kerl eingelassen hätte, der doch so bemüht war, mich zu beeindrucken. Dylan hat jetzt eine Zahnbürste bei mir. (Lindsey hat eh immer eine im Auto. Haha!) Nach solchen Freundschaften hatte ich mich wirklich gesehnt, seit meine liebsten deutschen Mädels alle abgehauen sind ♥

  My American (Half) Sister Halloween Deko im Peso

Donnerstag ging nichts mehr bei mir. Vor der Arbeit musste ich Dylan noch schnell nach Sausalito bringen, der mir auf der kurzen Fahrt schon wieder eingeschlafen war (drei Stunden Schlaf sind auch definitiv zu wenig für eine Nacht). Nun bin ich diese Strecke zwischen Mill Valley und Sausalito ja schon einige Male so früh am Morgen gefahren und jedes mal frage ich mich: Spinnen die ganzen Menschen hier eigentlich? Wer setzt sich so früh auf sein Rennrad und fährt durch die dunklen Morgenstunden? Scheinbar ziemlich viele. Jedes mal sehe ich Gruppen von ~50 Leuten. Die sind doch alle verrückt! Ich legte mich jedenfalls dann direkt wieder ins Bett, als die Kids in der Schule waren. Musste ich doch wirklich ein wenig Schlaf nachholen.

Am Freitagvormittag holte Lindsey mich ab und wir fuhren zum Muir Beach für einen Hike. Der war echt nicht ohne (vor allem, weil ich noch den Gymbesuch vom Vorabend in meinen Beinen spürte). Das letzte Stück bergab joggten wir sogar zurück zum Auto, weil wir sonst nicht genug Zeit zum Haarefärben vor meinem Arbeitsbeginn gehabt hätten. Mit der Farbe in den Haaren gingen wir rüber, um uns etwas zu essen zu holen und Ima und Linds bekamen endlich eine Gelegenheit, sich kennen zu lernen. (Ima: "Oh wow, you really could be sisters!" Haha!)

Morning Fog Verrücktes Girl, verrückter Stil I need to practice my cartwheels... Go for it, Linds! Erst kletterten wir den ganzen Weg zum Strand runter, um ihn dann wieder hoch zu klettern. Hat sich aber gelohnt!

"Danke Feedo. Alleine hätte ich nie den Arsch hoch bekommen, sowas zu machen!" "You're very welcome Sweety! My pleasure!" ♥

Abends? Freitag!? Peso Friday!? Linds ließ mich hängen. Sie war mit einer anderen Freundin zum Kino verabredet. Lotte wollte mich abholen, war aber auch noch zum Dinner verabredet. Dann meldete sich Dylan. "What are you up to tonight?" "It's Peso Friday" "You and the Peso" Jajaja, ich weiß ja. Er ließ sich dann trotzdem überzeugen, mich abzuholen. Aber der Dylan wäre nicht der Dylan, wenn er nicht um 20 Uhr schreiben würde, er mache sich gleich auf den Weg und um 21 Uhr noch immer nicht unterwegs ist. Letztendlich war Lotte vor Dylan da. Als wir dann schon los wollten, weil es fast 22 Uhr war, stand er dann mit zwei Flaschen Wein vor der Tür. Ich: "Das war aber eine lange Fahrt von Sausalito hierher. 45 Minuten!? Oh, du hast Wein. Super. Caro, wir bleiben doch noch ein wenig!" Er: "Ja, da war so ein Hund und der musste gerettet werden, aber ich kann nicht so mit Hunden, also musste ich Hilfe holen. Konnte das arme Tier da ja nicht so liegen lassen.." Ich "Waaas?" Er lacht: "Scheiße, ich war noch nie gut im Ausreden finden. Sorry Feedo, eigentlich bin ich keine unpünktliche Person." Nein Dylie, nur wenn du dich mit Feedo triffst, ich weiß! Haha! Ohje, der Wein knallte ziemlich doll. Mag aber auch daran gelegen haben, dass Dylan nur ein Glas hatte (er musste noch fahren) und Lotte gar nichts (sie musste ja auch noch fahren). Um kurz nach 23 Uhr machten Lotte und ich uns auf zum Peso und Dylan fuhr Heim. Doorman Kevin ging es nicht so gut. Wir hielten unseren Plausch, drinnen gab mir Lottes Kumpel einen Drink aus, Kevin rauschte ein paar Mal ziemlich gestresst an mir vorbei, ich trank aus und ging für meinen nächsten Plausch mit ihm raus und er? Er war weg! Ich zu Zach, dem anderen Doorman: "Wo ist Kevin?" "Er ist nach Hause gegangen. Ihm ging's nicht gut!" Angeheitert wie ich war, wurde ich sauer und sah es als persönliche Beleidigung, dass er mir, seiner Freitagabend Kollegin, nicht Bescheid gegeben hatte. So ging ich um die Ecke auf den Parkplatz und rief ihn an. Er nahm nicht ab. Plötzlich hörte ich ein "Hey Feedo, I'm here!" aus einem Auto. Da saß er, zerriss sich bei einem Kumpel sein Maul über den Peso Chef und dann kam es "Feedo, I quit!" Tja, das war's. Doorman Kevin hat gekündigt. Einfach so. Ich war etwas baff. Er erzählte mir die Geschichte und bot mir an, mich nach Hause zu fahren. Doorman Kevin quit. Now Ex Doorman Kevin. Was mach ich denn freitags nun?

Halloween is creepy? Not at all! Geht mal mit drei Kids an einem Samstagvormittag zum Kinderarzt für eine Grippe Impfung (Flu Shot). Ich hatte den ganzen Tag noch Piepen auf den Ohren vom Geschreie. Ima meinte noch, letztes Jahr hätte sie zu Aba gesagt, sie mache das nie wieder. Er sei der Arzt. Er solle diese Aufgaben übernehmen. Zu dumm nur, dass er die Woche bei seinem Vater an der Ostküste war. So musste ich mit. Gott, stellte J sich an, aber M war die coolste. Sie zuckte nicht mal mit der Wimper. Haha! Danach gab es lecker Mittag in eines Imas Lieblingsrestaurants, wo ich schon immer mal hin wollte. Es heißt "Buckeye" und ist bekannt für hervoragende Steaks, Ribs und Pulled Pork aus dem riesigen Smoker im Hinterhof. Henning V., du würdest dieses Restaurant lieben! Das Pulled Pork war echt vergleichbar mit deinem, obwohl natürlich die extra Henningliebe gefehlt hat, was es eben nur fast an deines rankommen ließ ;) M wollte den Nachmittag zuhause bleiben, ich fuhr mit den Jungs in die City und verbrachte mit ihnen einen schönen Nachmittag in meinem Lieblingsmuseum mit Indoor Rainforest und Aquarium, der "Califonia Acadamy of Sciences". Da ich den Abend etwas länger arbeiten musste und mir die Woche noch etwas in den Knochen hing, blieb ich zuhause, telefonierte mit Deutschland, schlief am nächsten Tag aus, ging ins Gym, bummelte ein wenig im World Market und machte mir einen faulen Sonntag, der mit einem sehr verrückten späten Abend im 2am Club endete... Whatever. 

Albino Alligator

Das war wieder viel zu lesen. Es tut mir Leid, mir fällt es wirklich schwer, mich kurz zu fassen. Ein paar Anekdoten dieser Tage habe ich aber noch:

Ich frage immer nach dem Jeep, wenn ich ihn brauche. Da ich ja nun auch oft abends unterwegs bin, frage ich Ima meistens, wenn sie gerade noch in einem Raum der Kids ist. Lustigerweise ist sie in dem Moment fast immer bei D. Irgendwann antwortete er für sie "Yes Feedo, it's okay. You can take the Jeep". Beim nächsten Mal fragte ich Ima, sie schaute D an, dann mich: "Ask him!". Seitdem frage ich immer erst Ima, dann nochmal D, ein Running Gag quasi. Letzte Woche hob er dann den Zeigefinger "Feedo, you know we can't always say yes. There will be one day when we have to say no!" Hahaha!

D: "J, role models are important. I know how to make a role model out of you. I make a model that looks like you and role it around!"

J: "Ima sometimes school is so hard." Ima: "Why?" J: "Almost all girls in my class have a crush on me!"

D im Auto auf dem Weg zur Schule: "Feedo, I like teenage girls." Ich: "Is that a song?" Er: "No, I like girls who are teenagers. They are so much cooler than the girls in my age. One day I wanna marry a teenage girl!"

Habt ein schönes Wochenende! Von meiner Woche und den ersten Novembertagen dann beim nächsten Mal! Passt auf euch auf und danke für's Lesen!

Eure Feedo

 

PS: Letztens hörte ich den Song "Ich war noch niemlas in New York". Ich kann mich noch daran erinner, wie ich ihn vor einigen Jahren hörte, Fernweh bekam und zu träumen begann. Wisst ihr was? Ich brauche noch so richtige zerrissene Jeans (Teenager Pants, wie meine Kiddos sagen) und dann fahre ich in die City, um den Traum komplett und richtig zu leben. 

Hört niemlas auf zu träumen und für eure Träume zu kämpfen! Denn mittlerweile war ich auf Hawaii, in New York, ging (zu mindest in heilen Jeans) durch San Francisco, war so richtig frei, war verrückt und floh aus allen Zwängen! Und ich würde es immer wieder tun!

 

 *** Aha! Hier noch etwas Hintergrund zum AMBER Alert:

https://www.amber-alert-deutschland.de/%C3%BCber-den-amber-alert/

 

Twin Birthday, Lovely American Friends And Too Many Hikes

Donnerstag, 25.10.2018

Wieder sind zwei Wochenenden verstrichen. Da wird es doch mal wieder Zeit zu schreiben.

Hallo ihr Lieben :)

Fangen wir mal mit dem ersten Wochenende an. Donnerstagabend hatte ich einen Anruf und eine Voice Mail auf meinem Phone – von Lindsey. Ich war etwas überrascht, freute mich aber. Auf der Voice Mail war allerdings nur ein Rauschen zu hören. Nachdem ich ihr schrieb, dass ich kein Wort verstanden hatte, kam ein „Oh my God! A butt dial!“ Haha! Wir schrieben dann noch ein wenig hin und her (Schließlich wollte ihr Hintern scheinbar Kontakt zu mir aufnehmen.) und verabredeten uns spontan für den nächsten Tag zum Hiken. What a sweet girl! Es machte wirklich Spaß mit ihr und wir beschlossen nun definitiv öfter abzuhängen. Außerdem wollen wir gemeinsam versuchen, gesünder zu leben, regelmäßig zusammen hiken zu gehen und wir trinken jetzt jeden Morgen frisch gemixten Sellerie Saft. Was Mädels halt so verabreden. Tja, ich hab’s jetzt über eine Woche durchgezogen und fühle mich tatsächlich ziemlich gut. Sie war die Woche auf Familienbesuch in Boston. Mittwoch sehen wir uns wieder. Mal sehen, was sie berichtet. Wir gehen in eine Bar mit Live Musik in San Rafael. Wir verabredeten nämlich auch, dass wir verschiedene Bars ausprobieren wollen. Peso gibt es nur noch ab und zu zum Spaß. Es wird Zeit, dass wir auf seriöse Männersuche gehen. Haha! Ich glaube, ich werde noch viele lustige Abende mit ihr und Chelsey haben.

Hiking mit Lindsey China Camp State Park

Abends war wieder Peso Friday. Und soll ich euch was sagen? Der Abend war fast noch beschissener, als den Freitag davor. Ich meine, mit Türsteher Kevin war es wieder super lustig und wir verstehen uns auch jedes Mal besser, lachen viel u.s.w., aber ich gehe ja nicht ins Peso um den ganzen Abend vor der Tür zu stehen. Ich schrieb ein paar unserer Freunde, aber keiner hatte Zeit oder Lust, auszugehen. Nur Matt sagte, ich solle zu ihm und (Jesus) Peter in den 2am Club kommen. Als ich dort ankam, fand ich sie aber nicht. So fuhr ich nach Hause und war ziemlich sauer, weil Matt sich auch nicht mehr meldete. Eine Woche später sollte ich erfahren, dass er auch sauer war, weil ich sagte, dass ich noch vorbei kommen würde, es aber nicht tat. Keine Ahnung, wie auch immer wir uns da verpasst hatten, aber zum Glück sind wir ja alle nicht nachtragend und haben uns wieder lieb. Haha!

Samstag war Kindergeburtstag der Jungs angesagt. Sie haben zwar erst kommenden Samstag Geburtstag, aber hier nimmt man das ja nicht so streng mit dem Datum und zu früh gratulieren oder feiern, bringt scheinbar tatsächlich auch nur in Deutschland Unglück. Wir feierten in einem Bowling Center in San Rafael. Während alle eintrudelten, durften die Kiddos Abas Kleingeld für Acade Video Games verprassen, (Ziemlich witzig! Vor allem, als Mia bei dem Jurassic Park Spiel anfing, Dinos mit dem Maschinengewähr abzuschießen. Ohje! Haha!) dann wurde gebowlt, es gab Pizza, es wurde nochmal gebowlt, es gab Torte und es wurde gesungen. Fertig! Ima und ich waren begeistert: alle hatten Spaß, wir hatten kaum Arbeit und es war der günstigste Kindergeburtstag, den sie je ausgerichtet hatte. Besser geht’s nicht! :)

So sehen Sieger aus Voll in Action! D mit Aba und M Jedes Kind hat einen Becher und einen Emoji Ball bekommen

Sonntag war ich mit Lotte an der Wharf in der City unterwegs und danach hatten wir ein Treffen von Apex (meiner Agentur). Es ging in San Francisco Dungeon und danach zum Dinner ins Hard Rock Café. Ein netter tag, Dungeon würde ich aber nicht unbedingt weiter empfehlen. Es war zwar ganz lustig, aber so viel bekommt man für seine 20$ dann doch nicht geboten.

Der verrückte Lone Sound Ranger, den man immer wieder an der Wharf antrifft Dungeon

Sonst passierte über die Woche nicht sonderlich viel. Alltag halt. Ich war viel hiken, spazierte jeden Tag zwischen 4-9 Meilen und ging einige Male ins Gym. Montag war ich am Rodeo Beach hiken, nahm meinen Zeichenblock mit und chillte mich irgendwann einfach an einen netten Platz und zeichnete einen ersten Entwurf für ein mögliches neues Peso Shirt. Vielleicht kann ich damit ja tatsächlich ein wenig Geld machen? Als ich da so saß und den Sonnenschein genoss, konnte ich tatsächlich ein paar Delfine im Wasser beobachten. Ach, ich liebe dieses Fleckchen Erde. Dienstag telefonierte ich mit Katrin und weil die Cleaning Ladys mein Zimmer sauber machen wollten, spazierte ich mit ihr am Telefon einfach los und ging mal eben bis nach Sausalito bis zum Boot vom Dylan und wieder zurück. Auf dem Rückweg war mein Akku irgendwann leer, aber ich war auch mal eben zwei Stunden und 40 Minuten unterwegs. Meine Füße fanden das nicht so lustig, hatte ich doch nur meine Birkis an. Aber wir hatten so viel Spaß am Telefon und waren am Reden und Reden und Reden. Als ich eine kleine Abkürzung unter einer Brücke nahm, fand ich dort einen kleinen roten Koffer. Das war ziemlich creepy. Ich frage mich noch immer, was wohl drin war, traute mich aber nicht, ihn zu öffnen. Vielleicht waren ja eine Million Dollar drin!? Man weiß es nicht. Haha! Donnerstag kam Dylan zu mir und wir netflixten ein wenig. Es ist doch schön, wenn man chillige Abende nicht alleine verbringen muss :)

Am Rodeo Beach Am Rodeo Beach Coastal Trail Coastal Trail Feedo kocht - gesund und vegan und backt: Pumpkin Bread Fun in the Car Willy hat einen neuen Freund: den Dylan

Dann kam der Freitag. Was eine verrückte Freitagnacht. Dabei fing alles so harmlos und unspektakulär an. Ursprünglich wollten wir mit ein paar Mädels mal andere Bars in Marin ausprobieren. Das verabredeten wir zu mindest am Morgen beim Hiken mit Lotte und Ines am Phoenix Lake. Ich sage ja schon seit Wochen, dass ich nicht mehr so oft ins Peso gehen sollte, beziehungsweise einfach auch mal was anderes ausprobieren möchte. Nach einem ewigen Hin und Her in unserer WhatsApp Gruppe, in der es dann plötzlich hieß, dass es doch in die City gehen sollte (was mir einfach zu teuer ist) und nur so eventuellen Zusagen von ein paar Ami Freunden, saß ich um 8:30 Uhr immer noch zuhause, war ausgehbereit und dachte mir „What the heck, also doch wieder Peso!“. Ich sitze an meinem freien Abend doch nicht alleine zuhause, wenn ich am nächsten Tag bis 16 Uhr frei habe und im Peso treffe ich eigentlich immer irgendwen und wenn es am Ende nur mein favorite Doorman Kevin ist. Ima hatte mich noch mit den Worten „Hey Feedo, it’s Peso-Friday! Have fun!“ verabschiedet. Es ist wirklich schon ein Running Gag. Als ich am Peso ankam, sagte der andere Türsteher zum Kevin „You see, no worries Kevin. Here she is.“, worauf Kevin meinte, er hätte sich keine Sorgen gemacht, da ich ja manchmal auch etwas später kommen würde. Haha! Da haben die sich echt drüber unterhalten, ob ich noch auftauche oder nicht. Ich hing über dem Abend auch wieder viel draußen bei Kevin rum, versteckte mich bei ihm vor einem aufdringlichen Weirdo, der mich die ganze Zeit voll laberte und immer wieder die gleichen Fragen stellte. (Ja, ich wohne noch immer in Mill Valley, komme aus Deutschland und lebe schon seit knapp 1,5 Jahren hier. Vielleicht hätte ich beim dritten Mal einfach mal eine andere Geschichte erzählen sollen. Wäre sicher witzig geworden.) Kevin fragte, ob er ihn rausschmeißen solle, aber im Grunde war der Typ ja nett und als ich ihm dann das dritte Mal gesagt hatte, dass ich wirklich kein Date haben möchte, akzeptierte er es dann auch. Außerdem bot Kevin mir im Laufe des Abends an, dass wenn ich irgendwann mal zurück in die USA kommen sollte und einen Schlafplatz bräuchte, ich gerne auch mal eine Woche bei ihm auf der Couch crashen könnte. Voll gut :) Im Laufe des Abends tauchten an der Tür ein paar Mädels in meinem Alter auf und mit der einen verstand ich mich auf Anhieb so gut, dass wir den Rest des Abends mehr oder weniger die ganze Zeit miteinander abhingen. Yay! Sowas mag ich am Peso. Als wir dann an der Bar standen und uns unterhielten, wurde es auf einmal laut in einer Ecke, die Musik ging aus und jemand rief „Bar Fight!“ (Vielleicht war ich diejenige, die das sagte. Haha!) Aber tatsächlich kam dann aus dem Lautsprecher „Hey, everybody chill out!“ In unserer Ecke der Bar schauten sich alle verwirrt an und dann hörte das Ganze genauso schnell auf, wie es angefangen hatte. Aus dem Lautsprecher kam dann „Yeah, Eye oft he Tiger does that everytime.“, die Musik ging wieder an (nicht mehr Eye oft he Tiger, sondern ein anderer Song) und alles ging seinen gewohnten Gang. Verrückt! Gegen Mitternacht tauchten auch endlich Dylan und sein Kumpel auf, wir spielten Pool und blieben bis zum Rausschmiss. Dann wurde es verrückt. Kevin schenkte mir weitere zwei Peso Coins. (Er meinte, ich würde da ja quasi schon fast mit ihm als Türsteher arbeiten und er hätte das Gefühl, das sei er mir schuldig.) Als wir dann gerade gehen wollten, traf Dylan ein Mädel, das er kannte und stellte sie mir vor. Sie umarmte mich, er sagte irgendwas zu ihr und plötzlich rastete sie aus, lief weg, fing zu heulen an. Die Typen, die mit ihr da waren liefen ihr hinterher. Der Fahrer des Ubers, das die Typen bestellt hatten, wurde nervös, weil sie nicht einstiegen. Dylan versuchte das Mädel zu trösten, sein Kumpel legte sich mit ihren Freunden an, die Polizei tauchte auf und schickte Dylan und seinen Kumpel nach Hause. Während dieser ganzen Aktion stand ich wie blöd daneben und wusste nicht, was gerade passiert. Dylan entschuldigte sich, sagte tschüss und ging. Und ich? Tja, ich war immer noch verwirrt und machte mich auch auf den Heimweg. Weil ich plötzlich riesigen Hunger hatte, hielt ich noch am 7-Eleven und was dann?  Plötzlich kamen ein paar Typen rein, die ich vom sehen her kannte und hinter ihnen Miguel. Er nur „Heyyyy Feeeedoooo! What are you doing here? Ah right, you live here. Wanna come with us to an after party?” Tja, ich war zwar müde, aber hey, spontan bin ich auch! Also why not? So fuhr ich ihnen hinterher zu einem Haus irgendwo hinterm 7-Eleven und dort ging die Party dann mit fünf Kerlen, drei Mädels und mir weiter. Wir saßen draußen am Feuer, hörten Musik, lachten, Party halt. Dann tauchte noch ein Pärchen auf, der Typ sah mich von weitem, guckte mich an, guckte nochmal genauer und fing an zu lachen: „Feeedoooo, what are YOU doing here?“ Das war der Matt mit seiner neuen Schnalle. Wie witzig. Er kam so gar nicht darauf klar, dass ich da zwischen all den Leuten saß, freute sich aber definitiv, mich zu sehen. Ich blieb noch bis ca. 4 Uhr morgens. Was eine Nacht. Als ich mürrisch gegen 20:30 Uhr das Haus mit dem Gedanken verließ, dass es sicher wieder nur ein blöder Peso Abend werden würde, wie es die letzten drei Freitage der Fall war, hätte ich definitiv nicht mit sowas gerechnet. Ja, ich mag mein Leben hier :)

Die Sache mit Dylan war noch nicht geklärt, aber er schien doch ein schlechtes Gewissen zu haben, denn er entschuldigte sich einige Male bei mir und lud mich spontan ein, ihn am Sonntag in seinem Haus in Forestville zu besuchen. Was eine schöne Gegend. Es liegt direkt am Russian River mitten in Santa Rosa im Weingebiet. Obwohl er noch mitten in den Renovierungsarbeiten steckt, hat er es sich schon echt sehr nett gemacht. Als ich auf dem Weg war (die Fahrt dauert ca. eine Stunde), rief er mich an und fragte, ob er mich um einen verrückten Gefallen bitten kann. Er bräuchte etwas vom Baumarkt. So war ich nun also auch das erste Mal in einem amerikanischen Baumarkt und fragte mich zu den Bosch Drill Bits durch (gute deutsche Qualität! Haha!).  Gerade ist er noch draußen am Arbeiten, obwohl es schon fast dunkel ist und ich sitze hier und tippe ein wenig vor mich hin. Wein habe ich auch schon bekommen. Ach, das Leben ist schön :) Den Rest schreibe ich dann wohl morgen an meinem freien Tag.

 

Nun ist schon wieder Donnerstag. An meinem freien Tag hatte ich irgendwie keine Lust, zu schreiben. Sorry. Bei Dylan war es noch echt witzig. Wir kochten zusammen Pasta mit Pesto und Hähnchen, was sich mal eben über drei Stunden hinzog, weil wir die ganze Zeit am Quatschen waren, er noch tausend Dinge nebenbei erledigte, wir lustige Gespräche mit seinen Mitbewohnern führten und noch einiges an Wein floss. Um 22:20 Uhr aßen wir dann endlich auch (Ich starb schon fast vor Hunger. Haha!), tranken noch den letzten Wein, machten noch einen Film an und gingen schlafen. Ein schöner chilliger Sonntagabend :)

Nom!

Am nächsten Morgen fuhr ich entspannt nach Hause und versackte dann irgendwie in eine melancholische Stimmung. Das Wetter war recht trüb, ich konnte nicht wirklich viel machen, weil mein Fuß von dem ganzen Gelaufe der letzten Woche angeschwollen war. (Aba dachte tatsächlich erst, er sei gebrochen. Was eine Horrorvorstellung!) Ich guckte einen ziemlich bedrückenden Film (über die Anschläge in Oslo 2011), hatte etwas Heimweh nach all meinen Lieben und keiner hatte Zeit, etwas zu machen. Am Abend fuhr ich zum Muir Beach Outlook und schaute mir den Sonnenuntergang an. Tatsächlich sah ich auch wieder einen Wal. Als ich feststellte, dass ich genau vor einem halben Jahr mit Vanessa zu ihrem  Geburtstag an diesem Platz saß und das somit auch bedeutete, dass ich nur noch genau sieben Monate bei der D Family sein werde, besserte es meine Stimmung nicht so wirklich. So fuhr ich nach Hause, legte mich ins warme Bett, schaute noch etwas TV und ging früh schlafen. Der nächste Morgen sollte besser aussehen.

Throwback: Vanessa Boo, I miss you!

Dienstag feierten wir den Geburtstag der Twins mit der Familie. Ich machte Owl Cupcakes und als Ima in die Runde fragte, welche Familie das beste Aupair der Welt hätte, jubelten alle und rissen die Arme hoch. Das war süß :)

Am Vormittag an meiner Lieblingsbrücke Owl Cupcakes Da möchte man nochmal Kind sein

Gestern war Mittwoch, Date Night mit Lindsey. Wir trafen uns also in diesem Restaurant mit Bar, blieben aber nicht lange, weil sie ihren Ausweis in Boston verloren hatte und somit keinen Drink ordern konnte. Also holten wir uns Bier bei Safeway und fuhren zu dem Vegan Teehaus, in dem sie arbeitet und in dem ich gerade sitze und euch schreibe. Was ein chilliges Plätzchen. Sie hat gerade den Obdachlosen, der immer im Hauseingang übernachtet, angeheuert, ein wenig abzuwaschen. Der ist aber so high, dass er das kaum auf die Kette bekommt. So lustig. Haha! Während wir gestern unterwegs waren, telefonierten wir immer wieder mit Dylan und trafen uns dann letztendlich mit ihm bei mir, tranken noch etwas Bier und Wein, hörten die Musik meiner „Shake your Bacon“ Spotify Liste, schmiedeten Reisepläne und hatten einen sehr lustigen Abend. Beide brachten wie selbstverständlich ihre Zahnbürste mit und übernachteten bei mir. Ach, ich mag meine neuen crazy Friends! Dylan haute um kurz vor 7 Uhr ab, weil er zur Arbeit musste, Lindsey ging duschen und legte sich nochmal hin und nachdem ich meine Kiddos zur Schule gebracht hatte, servierte ich uns Sellerie Juice und Frühstück. Nach einem Spaziergang in meiner Nachbarschaft ging es dann zu ihrer Arbeit ins Key Tea in San Rafael und hier werde ich gerade mit leckerer Hot Chocolate mit Cocos Milk und spicy Golden Milk versorgt. Nom! Ich glaube, ich werde euch demnächst öfter von hier schreiben.

Dieses Jahr geht Lindsey als Frosch mit meinem Halloween Kostüm vom letzten Jahr Zähneputzen mit Hindernissen Es war kalt am Morgen an der Schule, also mussten wir Kuscheln

So, nun hattet ihr genug zu lesen. Halloween is coming soon! Davon dann beim nächsten Mal.

Take care, enjoy your life und vergesst mich nicht! Ihr fehlt mir und ich fiebere schon sehr meinen Besuchern aus Deutschland im nächsten Jahr entgegen!

Love, Peace, Hugs and Namaste (weil es hier gerade so her passt)

Eure Feedo

 

PS: Ich habe den perfekten Store für Heimweh entdeckt. Thank you World Market! (Aber es gibt keine Mettbrötchen. Blöd!)

Marzipan Deutsche Leckereien und Süßkram!

Ach und ein kleiner Tip von J, wie man sich die ersten Kammastellen der Zahl Pi merken kann:

Nun aber Ciaoiiii!

 

Boote, Fleetweek und Live Musik

Donnerstag, 11.10.2018

Hey Freunde, hallo Herbst und hi Sonnenschein!

Soll ich euch neidisch machen? Ich sitze gerade am Muir Beach und genieße den Sonnenschein. Wenn ich eines nicht vermisse, dann ist es das deutsche Herbstwetter. Aber ich muss schon zugeben, dass ich in letzter Zeit immer häufiger Heimweh habe. Babies werden geboren, ich verpasse Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und  so viele Kleinigkeiten, die in der Heimat passieren. Trotzdem gehe ich gerade meinen Weg und auch wenn es nicht der leichteste ist, glaube ich, dass ich mich für den richtigen entschieden habe. Meine Pläne für meine Zukunft nach meinem Aufenthalt hier in den USA nehmen auch langsam Gestalt an und ich freue mich, bald endlich wieder etwas voran zu kommen. Weil ich gerade echt mein Geld zusammen halten muss, langweile ich mich schon ziemlich oft hier. Ich denke, es gibt aber definitiv keinen schöneren Ort, um etwas Langeweile zu haben :)

Muir Beach - my office for that day

Auch dieses Mal habe ich wieder ein paar Peso Geschichten für euch. Lieber Henning, mehr als zwei bis dreimal die Woche bin ich aber tatsächlich nicht da und dreimal ist schon eher selten. Außerdem war ich wieder auf einer Boattour, durfte ein paar nette Leute kennen lernen, rockte zu Live Musik ab und sah mir zweimal die Flugshow (oder zumindest Teile davon) der Fleetweek an.

Montagmorgen auf meinem 30-sekündigen Weg zur Arbeit Weil Ima meinen Kartoffelsalat liebt

Mit meiner Hiking Class war ich die letzten beiden Male auf dem beziehungsweise am Mount Tamalpais unterwegs. Den Dienstagmorgen regnete es ordentlich und ich hatte ein wenig gehofft, dass die Class abgesagt wird. Dem war aber nicht so und an unserem Treffpunkt angekommen, ließ sich die Sonne dann auch wieder blicken. Im Nachhinein war ich super glücklich, dass die Class statt fand, denn durch den Regen strahlte der Wald in einem wunderschönen moosgrün und die Luft war einfach nur herrlich. Zwischendurch fühlte es sich an, als würde man durch einen Regenwald wandern. Den Rückweg nach unserer Lunchpause musste ich wieder alleine antreten, da ich sonst nicht pünktlich zurück beim Auto gewesen wäre. Sie meinten, von unserem Platz würde ich ungefähr 15 Minuten zurück brauchen. Als ich nach 25 Minuten noch immer keinen Straßenlärm hörte, glaubte ich kurz, ich hätte mich verlaufen. (Was eigentlich unmöglich war, da es nur einen Weg gab, aber zwischendurch standen da so viele Bäume, dass ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt noch auf einem Weg war. Haha!) Letztendlich kam ich zwar ziemlich kaputt vom strammen Marsch in der dann doch ganz schön ordentlichen Mittagshitze, aber doch noch rechtzeitig am Auto an.

Nach dem Regen auf dem Berg grün grüner noch grüner am grünsten - im Urwald Banana Slug Bäume überall - bin ich noch richtig?

Ja, die Banana Slug sieht aus wie ein Penis! (Das sagte sogar die gute Wendy, unsere sonst eher förmliche Hiking Class Leitung. Hihi!) Und es sieht nicht nur aus wie einer, es gibt auch einen Funfact über seinen Penis: Wenn es seinen Penis ausfährt, ist dieser länger als das Tier selbst und tatsächlich passiert es auch mal, dass es damit stecken bleibt. Was dann? Schnecken haben keine Zähne, sie raspeln ihr Futter und das müssen sie dann auch mit ihrem guten Stück machen. Es abraspeln. Autsch! Sowas lerne ich in meiner Hiking Class. Haha!

Am Abend traf ich mich wieder mit dem Dylan aus Sausalito. Wir verstehen uns wirklich sehr gut und beschlossen nun, dass wir (nur) Freunde sein wollen. Darüber bin ich super glücklich, denn es macht wirklich Spaß mit ihm abzuhängen und eine Freundschaft ist definitiv wesentlich unkomplizierter, als all der Datingstress. Haha! Nun bin ich mit jemandem befreundet, der ein Segelboot hat. Yay! Wir sahen uns einen Film auf seinem Boot an und es regnete wieder in Strömen draußen. Ich fühlte mich ein wenig wie im Wohnwagen auf unserem Campingplatz. Super gemütlich!

Den Mittwoch hatte ich meine letzte Drawing Class. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Nun freue ich mich sehr auf meine Painting Class, die bald startet. Ich glaube, das macht mir noch mehr Spaß. Ima und Aba mussten spontan zu einer Beerdigung. So bot ich den beiden an, am Abend etwas länger zu bleiben und weil es mit den Kiddos etwas chaotisch am Nachmittag war (ich musste D von seiner Science Class abholen und die anderen beiden alleine bei der Piano Lehrerin lassen), probierte ich als Dankeschön, dass alles so gut geklappt hatte, mal ein etwas anderes Abendessen aus: Unicorn Cheesepizza und Owl Pizza Hawaii. Ich werde beides auf jeden Fall im Hinterkopf für mein familienfreundliches Bed and Breakfast behalten, das ich irgendwann mal leiten werde. Haha! Belohnt wurden meine Mühe mit einem „I hate you!“ von D, weil ich von ihm verlangt hatte beim Aufräumen der Playarea zu helfen. Tja, Kids halt. Was soll’s. Die Pizza schmeckte ihnen dann aber so gut, dass zur Nightnighttime wieder alle happy waren. Ich ließ die Kiddos mal wieder mit der Snapchat App rum spielen. (Damit sammle ich immer Pluspunkte. Haha!) Der Abend wurde dann noch sehr verrückt, denn dank der bescheuerten Snapchat App und einem aufdringlichen D kam es irgendwie dazu, dass ich mich spontan mal wieder mit Peter vom Boot verabredete. So holte ich nach Feierabend Laura ab und wir fuhren zum Peso. Laura hatte so gar keine Lust, aber glücklicherweise gibt es gegenüber vom Peso einen Froyo Laden und sie durfte ihr Eis mit ins Peso nehmen. Weil es ja zu langweilig gewesen wäre, sich einfach mal wieder seit Wochen Funkstille mit dem Peter zu unterhalten, musste natürlich ausgerechnet an diesem Abend der freche Bartender Mac arbeiten, der Peter kennt, weil sie mal zusammen auf einem Boot gearbeitet haben und hier und da mal einen Spruch fallen ließ. Besser war aber noch, dass plötzlich der Biologe auftauchte und sich so gut mit Peter verstand, als würden sie sich schon seit Jahren kennen. Es war wirklich mehr als weird und ich kam mir vor wie im falschen Film. Trotzdem war es ein super netter Abend und ich war froh, mal wieder ein wenig mit Peter plaudern zu können :) Danke Laura, ich weiß, dass du wirklich keine Lust hattest und weiß wirklich zu schätzen, dass du mitgekommen bist!

Fun at school pick up time mit MUnicorn Cheesepizza und Owl Pizza Hawaii

Obwohl ich am Wochenende frei hatte, wollte ich mit meinen Jungs an die Wharf in die City, um mir dort mit ihnen die Flugshow der Fleetweek anzusehen. Ich dachte, es wäre vielleicht cool, eine Boattour zu machen, da D immer wieder erzählte, er wolle diese Tour durch die Bay mit der "Amigo" auch mal machen. Peter riet mir aber davon ab, da zum einen die Tour zur Flugshow 75$ pro Person kosten sollte und weil es zum anderen wahrscheinlich unmöglich werden würde einen Parkplatz in der Nähe der Wharf zu finden, da es zum Fleetweek Wochenende immer super voll an der Wharf ist. Da Ima mit M einen Solo Afternoon für den Freitagnachmittag geplant hatte, schmiss ich meine Pläne am Donnerstag über den Haufen und machte neue. Ima war den ganzen Donnerstag etwas durch den Wind. Es sei ihr verziehen, schließlich war sie am Vortag auf der Beerdigung ihrer gleichaltrigen Cousine (Scheiß Krebs!). So hatte ich das falsche Auto, um die Kinder abzuholen. (Im Jeep kann ich nur zwei Kids mitnehmen.) Die Jungs mussten aber nur ein paar Blöcke weiter zu ihrer "Odyssey of the Mind" Class. Also parkte ich das Auto an der Schule, watschelte mit allen Dreien zur Class und dann mit M wieder zurück zum Auto. Für uns Deutsche völlig normal (wenn ich mir überlege, was wir im Kindergarten so für Spaziergänge machen), für amerikanische Kinder nicht. Laufen? Was? M hates walking! Tatsächlich blödelten wir auf dem Weg aber soviel herum, dass sie sich nicht einmal beschwerte. Bäm! Am Abend vergaß Ima noch fast ihren Termin an der Schule, von dem ich auch nur wusste, weil ich an dem Abend bis 21 Uhr arbeiten sollte. Manchmal ist man eben nicht nur Nanny, sondern auch Moms Personal Assistant ;) Sie war mir später, glaube ich, ziemlich dankbar, dabei war es für mich so gar kein Big Deal. Schön, wenn man gebraucht wird ♥

Im Schatten war es etwas kalt - gut, dass Feedo eine Jacke dabei hatte

Am Freitagvormittag ging ich mit Laura und Bodie spazieren. So ein Hund ist schon echt cool. Wenn ich alt bin, schaffe ich mir bestimmt auch mal einen an. Das hält fit!

Hier wäre ich auch gerne Hund Mit Bodie in Mill Valley

Nachmittags holte ich meine Jungs von der Schule ab und fuhr mit ihnen in die City, um die reguläre Boattour mit der "Amigo" zu machen. (Die Flugshow sahen wir uns dann Sonntag von unserer Seite der Bay an.) Ich war etwas nervös, weil doch recht viel schief gehen konnte, aber der Ausflug war ein voller Erfolg. Wir fanden einen Parkplatz, mussten zwar noch etwas auf das Boot warten, aber ich hatte Snacks dabei, um die Zeit zu vertreiben und als alle Boote von ihren Charter Touren zurück kamen, war es spannend für die Jungs nach der Amigo Ausschau zu halten. Peter winkte uns schon von weitem und nachdem sie das Boot endlich abgeladen hatten, durften wir dann auch drauf. Obwohl viel los war an der Wharf, zog es sich doch noch ganz schön, bis wir endlich los fuhren. Mir wurde etwas bange, da wir auf einem 2 Stunden Parkplatz standen und wir erst eine halbe Stunde vor Ablauf der zwei Stunden mit dem Boot los fuhren. Die Jungs hatten aber so viel Spaß, dass ich versuchte, einfach nicht drüber nachzudenken und die Tour zu genießen. D lauschte den Worten des Kapitäns sehr aufmerksam und stellte Peter noch einige Fragen. Peter und ich machten uns noch ein wenig darüber lustig, dass er eigentlich mal ein Quizbogen erstellen könnte, den die Kids am Ende der Tour abarbeiten müssten. Ich wette, MEINE Jungs hätten alle Fragen locker beantworten können. Haha! Zurück in der Marina waren wir die ersten, die das Boot verließen und rannten los zum Auto. Natürlich war jede Ampel rot. So standen wir immer an den Ampeln und rannten wieder los, wenn sie grün (hier weiß für die Fußgänger) wurden. Das ging fünf oder sechs Blöcke so. Die Jungs hatten ihren Spaß, ich musste auch lachen, betete aber innerlich, dass wir nicht abgeschleppt wurden. Erst, als ich mit ihnen im Auto saß, entspannte ich mich und grinste mein Glück in mich hinein. Was ein schöner Nachmittag!

Warten an der Wharf Los geht's bei bestem Wetter Etwas frisch, aber ich hatte Jacken dabei, Peter verteilte Decken und kuscheln konnte man ja auch noch Underneath the Golden Gate Bridge und wieder zurück almost Sunset Tour Wir hatte wirklich viel Spaß Alcatraz

Freitag = Peso Friday! Ich hatte lange nicht mehr einen so unspektakulären Abend im Peso. Außer die bekannten Mitarbeiter und üblichen alten Stammkunden, war keiner da, den Lotte und/ oder ich kannten. So verbrachte ich fast den ganzen Abend vor der Tür bei meinem Lieblingstürsteher, der mir irgendwann sogar seine Jacke anbot, als es kalt wurde. Achja uuuund ich bekam endlich mein Peso-Shirt! Yay! Den Abend hätte ich definitiv auch fahren können, aber bevor es ins Peso ging, trank ich bei Lotte zuhause noch Wein mit ihrer Hostmom Jenny. So übernachtete ich da, was sich als gar nicht so verkehrt heraus stellte, denn am Morgen gab es lecker Kaffee und Cream Cheese Bagels :)

Bester Start in ein freies Wochenende

Gegen Mittag holten Laura und Jule (wieder eine neue Kollegin) uns bei mir ab und wir fuhren zur Bushaltestelle, um mit dem Bus weiter in die City zu fahren. Dort hingen wir an der Wharf rum, um die Flugshow anzusehen. Es war echt super heiß in der Sonne. Ich unterschätze das Wetter hier doch immer wieder. Zum Glück rettete ein Skandinavier, der neben uns auf einer Bank saß, mir das Leben, weil er so freundlich war, seine Sonnencreme mit mir zu teilen.

Lotte (Caro), Feedo, Jule und Laura Pic by Lotte

Nach einem späten Lunch/ frühen Dinner uberten wir zum Golden Gate Park, in dem ein großes kostenloses Musikfestival statt fand. Mega cool! Leider mussten wir noch ziemlich lange laufen, sodass wir nicht so viel Zeit da verbringen konnten, aber es lohnte sich trotzdem, um einen guten Eindruck zu bekommen. Ich tanzte ein wenig zur Live Musik (umso länger ich hier bin, umso mehr Gefallen finde ich an Country Musik – verrückt!), genoss die letzten Sonnenstrahlen der Abendsonne im Nacken, beobachtete all die verrückten und glücklichen Menschen um uns herum und dachte mir, sowas müsse man echt öfter mal machen. Ein ziemlich heruntergekommenes Hippie Pärchen direkt vor uns war so in seinem Element. Es war ein wenig wie ein Autounfall. Etwas abartig, aber man konnte nicht weg gucken. Irgendwie waren sie aber auch süß, so verliebt, wie sie schienen. Haha!

 Man achte auf den Herrn mit Zylinder und seine Freundin. Hihi! Das Leben ist schön!

Nachdem Laura und Jule sich leckere Brownies und so gar nicht leckeres Blaubeergebäck bei Whole Foods geholt hatten, marschierten wir pünktlich um 20 Uhr in die „Milk Bar“ an der Haight Street im Hippie Viertel von San Francisco. Dort wurden wir von Peter (Jesus) wärmstens empfangen, der später mit seiner Band in der Bar auftreten sollte. Uns war nicht bewusst, dass seine Band die Headliner der kleinen Musikshow waren. Da wir ja schon den ganzen Tag unterwegs waren, zog sich der Abend somit ziemlich in die Länge und als „The Good Bad“  um 23 Uhr dann endlich zu spielen begann, ging ich ziemlich ab, aber die Mädels hingen schon ganz schön durch. So machten wir uns nach den ersten paar Songs auf den Heimweg. Schade, ich fand die Band echt gut! Aber Jule war erst seit fünf Tagen in den Staaten und ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie müde ich an meinen ersten Tagen hier war. Peter bedankte sich am nächsten Tag herzlichst bei mir, dass wir überhaupt da waren und ich bin mir sicher, dass es nicht die letzte Möglichkeit war, seine Band mal live zu sehen :)

Jule, Laura, Lotte und Feedo Jesus Peter ganz rechts mit seinem Banjo Auch ein guter Tattoo Anwärter - Katrin, was meinst du? Haha!

Meinen freien Sonntag ließ ich ziemlich entspannt angehen, fuhr am Nachmittag mit den Jungs nach Sausalito an die Bay für die Flugshow (was sich etwas als Reinfall raus stellte, weil wir mehr im Stau standen und auf Parkplatz suche waren, als dass wir die Show gesehen haben) und tobte mich danach im Gym aus.

 

Montag war ich seit einer halben Ewigkeit mal wieder Laufen. Am Vortag war der SWB Marathon in Bremen, zu dem ich eigentlich mit meiner Schwester, Julia, zum 10 k Lauf angemeldet war. Mein Schwager trat mit meiner Startnummer an und lief eine so gute Zeit, dass ich dachte, ich sollte direkt mit dem Training für’s nächste Jahr anfangen, um diese Zeit zu knacken. Haha!

Am Nachmittag fingen wir an, das Haus für Halloween zu dekorieren und danach ging es zum Pool. Abends traf ich mich mit Lotte und wir wollten ins Peso. Vor Ort trafen wir zufälligerweise auf Nick und Matt, die uns erzählten, man könne montags ab 21 Uhr kostenlos Pool spielen im Peso. Warum wusste ich davon noch nichts? So spielten wir ein paar Runden und einmal schaffte ich es sogar die Achterkugel vom Tisch zu hauen. (Hat man dann verloren? Wir waren uns nicht ganz sicher! Haha!)

Nun haben wir einen Friedhof im Vorgarten

Meine Hiking Class am Dienstag war eine leichte Qual, merkte ich doch meine Beine von den letzten Tagen durch die City spazieren, Gym und Laufen. Der Trail hatte es auch ziemlich in sich mit viel bergauf und bergab (Hut ab, wie gut manche von den älteren das gemeistert haben!), aber es war wieder super schön und ich hatte auch wieder ein wenig was zu schmunzeln. („Look here, this is lizard scat. It’s pretty much.“ – „Oh wow, nice!“ Damit wäre wieder bestätigt: Nett ist der kleine Bruder von Scheiße! Verrückt, wie sich manche Menschen für einen Haufen Kot begeistern können! Haha!) Mein Highlight: Ich durfte eine kleine California Gartersnake halten. Diese verteidigt sich mit einem stinkenden Schleim, der echt abartig gerochen hat. Aber es war trotzdem cool, so ein Tierchen mal zu halten. Echt krass, wie viel Kraft in so einem kleinen Körper steckt!

Abends war ich nach Feierabend mit Dylan zum Poolspielen verabredet. Wir trafen uns im Smitty’s in Sausalito. Er war schon mit zwei Mädels da, als ich eintraf, die mir erst nicht so sympathisch waren. Das änderte sich aber sehr bald und dann wurde der Abend noch ziemlich verrückt. Da ich nicht trinke und fahre, wir aber nach der Bar mit noch ziemlich viel Bier auf Dylans Boot landeten, verbrachte ich spontan die Nacht da. Nun habe ich auch mal auf einem Boot geschlafen. Check! Wieder etwas von der Liste abgearbeitet. Und trotz recht viel Bier wurde ich nicht seekrank. Ha! Was eine lustige Truppe! Lindsey und Chelsey sind echt zwei super coole Mädels. Mit denen werde ich sicher noch öfter was machen. Meine ersten amerikanischen Freundinnen. Yay!

Feedo and her American Friends: Chelsey, Dylan and Lindsey

Mittwoch war ich demnach ziemlich platt und machte mir sowohl einen lazy Vormittag, als auch Abend. Das hatte ich definitiv nach all den actionreichen letzten Tagen verdient :)

Donnerstagmorgen Gymnastik

Also Henning, dieses Wochenende geht es wieder ins Peso, aber sicher nur einmal, da ich Samstag bis 23 Uhr arbeiten muss. Fazit: in zwei Wochen viermal Peso. Ich denke, das geht schon klar ;)

Macht’s gut ihr Liebchen und danke für’s Lesen!

Eure Feedo

PS: Mein Ergebnis von 23andme kam endlich an. Nun ist es offiziell: Ich habe tatsächlich ein wenig irisches Blut! Ha! ♣

  Durch und durch Europäerin

Alltag, frische Haarfarbe, Solo mit Ima, deutscher Schnaps und mehr

Montag, 01.10.2018

Hallo kalte Herbstabende, hallo Freunde, hallo treue Leser!

Wie man der Überschrift vielleicht schon entnehmen kann, gab es irgendwie nicht so richtige Highlights in den letzten knapp zwei Wochen, aber es war trotzdem wieder unheimlich viel los. Manchmal schlafe ich noch schlecht (und damit meine ich nicht meine durchzechten Partynächte), aber alles in allem hatte ich zwei tolle Wochen. Mir geht es richtig gut, ich habe viel um die Ohren, bin viel unterwegs, treffe viele Menschen, mache Dinge, die mir Spaß machen und gut tun und genieße die letzten Spätsommertage vor der Regenzeit (ich befürchte, wir werden diesen Winter wettertechnisch nicht so viel Glück haben wie letztes Jahr).

Bevor ich nun aber ins Detail gehe, möchte ich mich hier öffentlich bei allen bedanken, die mir hier oder auf anderem Wege ein Feedback zum letzten Eintrag gegeben haben. Ich habe wieder viel Positives gehört. Danke! Das tut gut und motiviert zum Weiterschreiben! ♥

Woche 1:

Mit meiner Hiking Class war ich letzte Woche im China Camp State Park wandern. Ich war schon einige Male in der Ecke, weil der Boots-Peter eines seiner Boote dort stehen hat. Für mich also nichts Neues, aber trotzdem schön. Wir konnten ziemlich lange einen Kojoten beobachten, uns liefen viele Rehe über den Weg und die Aussicht auf die Bay ist ja sowieso immer ein Traum.

Waschbär Spuren - oooh, ein Indiz!Lunch Break am Wasser

Am Abend wollte ich eigentlich früh ins Bett, Lotte schrieb dann aber, dass der Miguel seinen Geburtstag ein wenig rein feiern würde. So fuhr ich um 21 Uhr dann also noch ins Perry's, obwohl ich eigentlich nicht so Lust hatte. Dort traf ich Nick und Lotte, dann kam Matt dazu und Lotte wollte nach Hause. Da ich ja aber nun gerade erst angekommen war, blieb ich und zog mit den Jungs erst noch weiter ins Peso und dann in den 2am Club (wenigstens schon weiter Richtung Zuhause und Bett - haha!). Miguel wollte nachkommen, da er den Laden noch zumachen musste. So wartete ich also mit den Jungs im 2am Club, da ich eben in manchen Punkten doch sehr Deutsch bin und ihm nicht vor Mitternacht gratulieren wollte (bringt bei uns schließlich Unglück) und es wurde später und später. Es war zwar ziemlich lustig mit Matt und Nick, aber ich wurde langsam echt müde. So war ich froh, als Miguel endlich auftauchte, ich ihm gratulieren und noch einen kleinen Brownie abstauben konnte und dann ging es schnell nach Hause. Wieder nach 1 Uhr im Bett gewesen. Damn it! Aber es war doch ein sehr netter Abend :)

nom nom nom mit Matt und Nick

Die nächsten Tage gingen ihren gewohnten Lauf. Ich hatte meine Drawing Class, alberte mit meinen Kiddos und fieberte dem Wochenende entgegen. In meiner Freizeit traf ich mich mit den Mädels, wir färbten Haare, ich telefonierte viel mit Jana in Australien, machte Sport, nichts Aufregendes.

ApplesMy TeacherParty M (ohne Filter)M freut sich auf Weihnachten Sieht schon manchmal nett aus, was ich für alle auf den Tisch zauber

Endlich wieder Freitag. Am Vormittag spazierte ich nun endlich mit Laura und Lotte über die Golden Gate Bridge. Natürlich war es auch diesen Freitag wieder ziemlich foggy (am Tag davor war es soooo schön!), aber ich genoss trotzdem den Wind um meine Ohren, den Ausblick auf meine geliebte Bay und machte mich ein wenig über Laura lustig, weil sie sich den Arsch abfror, obwohl ich ihr einige Mal gesagt hatte, dass es kalt auf der Brücke wird. Tja, wer nicht hören will, muss eben fühlen. Haha! Nach einer gemütlichen Lunchpause auf der San Francisco Seite der Brücke, machten wir uns wieder auf dem Rückweg. Laura hüpfte wie ein kleiner Flummi und legte hier und da einen Sprint ein, um sich etwas aufzuwärmen. Ach, man kann schon Spaß mit euch haben, Mädels. Danke für den schönen Vormittag! ♥

Hier, genau hier ist der schönste Ort der Welt. Hier, genau hier kannst du fühlen, was wirklich zählt. So weit gegangen, gekämpft und endlich angekommen. Hier will ich bleiben!

Am Nachmittag hatte ich nur M. J hatte einen Solo Afternoon mit Aba und D einen mit Safta und Saba. Da wir nicht besonders viel Zeit hatten, fragte ich M, ob wir nach Sausalito zum Bummeln und Eisessen wollen. Was ein lustiger Nachmittag! Sie half mir ein Geburstagsgeschenk für mein Patenkind, die liebe Mira, auszusuchen. (Happy Birthday meine Süße!) Wir kauften kleine Miniradiergummis, die es in allen möglichen Formen von Früchten, Süßigkeiten, Sushi, verschiedenen Tieren und mehr gab, schauten uns Swarovski Figuren und Schmuck an und natürlich gab es auch ein leckeres Eis von Lappert's. Yummy! Wieder zuhause mussten wir uns von Safta und Saba verabschieden. ich hoffe, ich sehe sie nochmal, bevor meine Zeit hier vorbei ist. Sonst aber ganz bestimmt irgendwann mal in Tel Aviv. Ich werde die Musik, die jeden Tag das Haus erfüllte, echt vermissen. Wenn er nicht gerade klassische Musikstücke auf seinem Bass begleitete, klimperte Saba auf dem Klavier oder schaute sich Musikvideos auf dem Tablet oder TV an (natürlich nur von Profi Musikern). 

Abends ging es natürlich wieder ins Peso. Dieses Mal leider ohne Laura, da sie ihr freies Wochenende in Tahoe verbrachte. Aber auf Lotte war Verlass. Eigentlich war ich vorher noch mit Doorman Kevin zum Pool spielen verabredet, aber er musste seine Eltern vom Flughafen abholen und die hatten Verspätung. So kamen Lotte und ich um kurz nach 21 Uhr am Peso an und es war schon gut was los. Kevin erzählte mir, dass seine Eltern ein Buch über das Dorf, aus dem seine Vorfahren stammen, mitgebracht hätten und fragte mich, ob ich ihm vielleicht einen Absatz übersetzen könnte. An dem Abend war aber so viel los, dass er es nicht schaffte zum Auto zu gehen, weil er seinen Kollegen nicht alleine lassen wollte. Ich glaube, ich habe das Peso noch nie so voll erlebt. An der einen Tür passten zwischendurch nicht mal mehr Leute rein. Ich traf wieder auf einige bekannte Gesichter, Jason ließ sich kurz blicken, der Biologe war da und eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, früh nach Hause zu fahren. Daraus wurde dann aber mal eher nichts. Es hat sich gelohnt. Es war wieder mal eine sehr lustige, interessante und aufregende Nacht. Obwohl ich doch zugeben muss, dass meine zehn Stunden Schicht am nächtsten Tag trotz oder vielleicht gerade durch einen Lazy Day, den wir nur zuhause verbrachten, ziemlich anstrengend war. Ich lag mal hier auf der Couch, da auf dem Boden ("M, I'm ooold!" - "Feedo, you're not old. You're not even fifty something!" und springt mir auf dem Bauch rum. Dann habe ich mir ihr Flieger gespielt und sie in der Luft baumeln lassen. Verrückt, dass ich dazu noch Kraft hatte. haha!), spielte Board Games mit M und als Ima endlich das Haus für einen Solo Afternoon mit D verließ, schaltete ich den TV ein und kuschelte mich mit den anderen beiden aufs Sofa. Vielleicht fielen mir auch mal kurz die Augen zu, aber psssst! ;) Abends kam Lotte zu mir und wir schauten einen Film. Letztendlich ging ich wieder erst nach 24 Uhr ins Bett. Unglaublich! Aber Sonntag schlief ich ein wenig aus, dachte, ich sterbe, als ich aufwachte (mir tat alles alles weh. Was der Körper mit einem macht, wenn man Schlafmangel hat, ist schon verrückt. Aber naja, vielleicht lag es nicht nur am Schlafmangel...) und traf mich am Nachmittag mit einem Bekannten zum Wandern. Ich dachte eigentlich, der Dylan würde auch mitkommen, aber der war bei seinem Haus in Forestville, das er gerade renoviert. So wanderte ich alleine mit Duron zum Tennessee Beach und zurück. Wir führten aber sehr interessante Gespräche und mir taten die frsiche Luft und das Laufen sehr gut. Vorher telefonierte ich noch mit Vanessa. Endlich mal wieder! ♥ Wir machten eine menge Reisepläne! Ich freu mich so! das wird unglaublich!!! ♥ ♥ ♥ Am Abend ging ich wieder ins Peso, aber dieses Mal quasi zum Arbeiten. Haha! Der Kevin musste für jemanden einspringen und fragte mich, ob ich vorbei kommen wolle, um ihm die Sachen zu übersetzen. Das war vielleicht was. Ich saß da mit dem Buch, Zettel und Stift an der Bar, Kevin wollte mir die ganze Zeit ein Stück Pizza andrehen ("I wouldn't give it to someone else. Not even your friends. Just to you! It's good Pizza. You should take it!"), der andere Bartender, Hold, spendierte mir ein Bier und ich durfte mir einen Song aus der Jukebox wünschen. Bezahlt wurde ich mit einer weiteren Silver Peso Coin im Wert von 6$ und ein paar Tage später schrieb mir der Kevin, dass sein Papa sich so sehr über die Übersetzung gefreut hätte und er auch, dass er mir ein Peso T-Shirt kaufen möchte. In der Peso Family aufgenommen würde ich mal sagen. Haha!

Tennessee Beach Tennessee Beach

Woche 2:

Montag bummelte ich mit Laura durch San Anselmo und wir lunchten zusammen im Woodlands Café in Kentfield. Ich schrieb die ganze Zeit mit dem Dylan, weil wir vorhatten, mal zusammen bowlen zu gehen und schwups waren wir noch für den selben Abend verabredet. Ein Date mit dem Typ mit dem Boot. Hui! Haha! Ich hatte so gute Laune, dass ich am Nachmittag sogar Ima davon berichtete. Sie fieberte mit, dann half ich ihr noch, Outfits für sie und Aba für eine 80s Party zu finden und am Ende fragte ich sie, warum wir beide eigentlich noch nie ein Date oder Solo Afternoon / Evening hatten. Daraufhin verabredeten wir uns für Donnerstag zum Sushi essen. Mega lustig! Aus dem Bowlen am Abend wurde nichts, Dylan und ich trafen uns aber trotzdem in Sausalito und hatten einen wirklich sehr netten Abend mit interessanten Gesprächen, einem sehr lustigen Film und IPA mit Schokoladennote (Würde ich mir vermutlich nicht kaufen, schmeckte aber sehr interessant). Mal sehen, ob eine Fortsetzung folgt. Es kann ja auch gerne bei Freundschaft bleiben, aber ich würde doch so gerne mal segeln. Ich liebe Boot fahren und segeln war ich noch nie! 

Which Lunchbox would you choose?

Dienstag fiel meine Hiking Class aus, so fuhr ich nach San Rafael, um noch noch ein wenig Material für meine Drawing Class zu besorgen und bekam prompt mein erstes Parkticket. Ich hatte zu weit vom Boardstein entfernt geparkt. Was ein Witz! Die Polizisten hier haben wirklich nichts zu tun! (Imas Aussage dazu.) 35$! You're welcome, USA! Am Nachmittag war alles schnell vergessen. Ich hatte nämlich unendlich viel Spaß mit M und D auf dem Trampolin:

Yo Bro! Guess what's his favorite emoji!?

Am Abend kamen wir zu siebt im Peso zusammen. Wir haben eine neue Kollegin in San Anselmo, die liebe Ines und irgendwie ergab es sich, dass mal ein paar mehr Mädels Zeit hatten, etwas zu unternehmen. Und was soll man bitte sonst mit so vielen Mädels am Abend machen, wenn man kein Geld zum Essen gehen ausgeben will? Peso also. Haha!

Mein Rücken rechte sich am nächten Morgen. (Ich reckte und streckte mich an der Küchenzeile. Aba: "Hey old Granny, what's up?" - "My back hurts. Too much jumping on the trampoline yesterday. But it was so much fun." - "Yeah, I heard you guys. You had probably more fun than the kids!") Aba hatte dann die Idee, ich solle doch vor meiner Class noch in den Hottub hüpfen. Dieser ist nämlich tatsächlich wieder heile und Aba hat ihn gerade wieder frisch aufbrereitet. Oh, was eine grandiose Idee. Danach hatte ich zwar wenig Lust auf meine Drawing Class, genoss sie dann aber doch sehr. - Trotz Fire Drill Unterbrechung - Nun habe ich sowas hier auch mal mitgemacht. Im Grunde auch nichts anderes als unsere Feueralarm Übungen in der Schule damals. Ich fühle mich immer super entspannt, wenn ich aus meiner Drawing Class komme. Ich sollte wirklich auch in meiner Freizeit wieder mehr zeichnen und malen.

Donnerstag und Freitag war ich an den Vormittagen wieder mit Laura unterwegs. Einen Tag schlenderten wir durch Fairfax, den anderen verbrachten wir am Muir Beach und schossen ein paar tolle Fotos. Das hat super viel Spaß gemacht. Fotografie, ein anderes Hobby, das mich glücklich macht :)

School Pick up - wo ist M?

  green in green

Leider konnte Laura am Abend wieder nicht mit ins Peso kommen. Was ist da los? Schon das zweite Wochenende in Folge! Haha! Aber auf Lotte war wieder Verlass. Vorher war ich noch bei ihr zuhause (Vanessas ehemaliger Hostfamily), da Jenny mich schon vor einiger Zeit mal zum Abendessen eingeladen hatte. An diesem Tag passte es mir sehr gut, da ich nur zwei Stunden am Vormittag arbeiten musste und dann bis zum nächsten Tag, 14 Uhr frei hatte. Peter scherzte, wenn ich schon zum Essen käme, könne ich ja auch für sie kochen. Ganz schön frech, aber eigentlich fand ich die Idee ganz gut. Schließlich koche ich gerne, Zeit hatte ich auch und er bezahlte für die Lebensmittel. So ging ich einkaufen und zauberte zuhause Apfeltiramisu (à la Suzana ♥) mit selbstgemachtem Apfelmus. Später bei Jenny und Peter nahm ich dann die komplette Küche für mich ein und machte einen Tortellini Spinat Auflauf mit und eine vegetarische Variante ohne Lachs. Das Rezept habe ich auch von Suzana aus meiner ehemaligen Kita. So yummy!

Peter kam dann mit uns ins Peso. Kevin wollte gerade Lottes ID kontollieren, da sah er mich und sagte "Ahhh, yeah. Caroline, right? I don't need to see your ID. And I know you, too. I remember you because you're so super tall.", umarmt Lotte zur Begrüßung und gibt Peter die Hand. Er bedankte sich noch einige Male für die tolle Übersetzung bei mir und sagte, ich könne mir aussuchen, ob ich das aktuelle Peso Shirt haben wolle oder eines aus der alten Kollektion, das man nicht mehr kaufen könne. Hm, mal sehen. Bisher hat er mir noch kein Bild von dem anderen Shirt geschickt. Im Peso trafen wir auf Bernadette, Ines und Lara, die sich mal wieder in die letzte Ecke gesetzt hatten. Peter und Lotte setzten sich dazu. Ich hatte Hummeln im Mors, trank mein Bier im stehen und auf dem Weg nach draußen, um ein Pläuschchen mit Kevin zu halten, drängelte ich mich etwas unglücklich an einem älteren Typen vorbei, entschuldigte mich und hörte dann ein "That's how Germans clear their way. Feedo, Feedo, Feedo!". Da war der Nick. Ich hatte ihn erst gar nicht erkannt, das glattrasierte Bübchen. Haha! Er gab mir ein Bier aus, ich ihm später einen Whiskey (Schon mein zweiter an diesem Abend. Der von Peter nach dem Essen war aber definitiv der bessere. Hehe!). Der Biologe tauchte auch wieder auf und später kamen noch Matt und Nicks Bruder Peter (Jesus). Anfangs versuchte ich immer mal wieder bei den Mädels abzuhängen und sie zu animieren, sich ins Getümmel zu stürzen. Sie genossen aber eher die Beobachterpostition. Es sei wie Kino. Okay, jeder wie er mag :) Hostdad Peter kam irgendwann zu mir, verabschiedete sich und meinte "Feedo, you don't need me anymore. You know so many nice young guys here. I should go home to Jenny." Ach Peter, du warst wirklich der beste Wingman ever! ♥ (Auch, wenn es schon manchmal etwas peinlich werden konnte. Haha!) Bernadette, Lara und Ines blieben dann auch nicht mehr lang, so verbrachten Lotte und ich den Rest des Abends mit den Jungs. Ich habe selten so viel gelacht im Peso.  Erst erzählte ich Kevin die Geschichte von dem Iren, der angeblich vier Typen gekillt hätte. Ich sollte ihm zeigen, wer es ist. Er meinte, das wäre also Killer Nummer 2 heute abend. Ein anderer Stammkunde sei angeblich auch ein Killer. Irgednwann kam die Polizei wegen eines blöden Streits eines Paares. Der eine Polizist stellte sich dann für einige Zeit in die Bar und stand plötzlich neben dem Iren. Was ein Bild: der Killer und der Polizist. Außerdem machten wir uns über einige Stammkunden lustig, die schon so alt waren, dass wir uns nicht sicher sind, ob sie schon während des zweiten Weltkriegs ihren Whiskey im Peso tranken. Man nennt diese auch die Zombies. Einem sagte ich, dass ich seinen Roller toll fände mit dem er gerade angekommen war. Er gab mir darauf zwei Küsschen, fragte nach meinem Namen und sagte, was eine wunderschöne Frau ich sei. Hach, danke. Haha. Kevin meinte, er solle eine Runde mit mir drehen und mich vorne auf der Lenkerstange sitzen lassen. Wie in guten alten Zeiten. Äääääh, lieber nicht. Haha! Drinnen war es aber mindestens genauso witzig. Peter (Jesus) sagte nach jedem zweiten Satz "We need to go to the city next time to do party!" oder "Hey, let's party!". Dabei spricht er Party immer so witzig aus (Parteeeyyy - haha!). Ach Nick und Peter sind echt zum schießen. Nach meinen beiden Jungs zuhause definitiv mein liebstes Geschwisterpaar hier in den Staaten ♥ Peter meinte aber auch, ich sei gar keine richtige Deutsche. Ich sei immer viel zu gut drauf, wäre witzig und für jeden Spaß zu haben. Dann versuchte er einen sarkastischen Deutschen nachzumachen. Ich musste ihn dann aufklären, dass viele Deutschen ziemlich witzig seien. Man müsse sie nur richtig kennen lernen. Irgednwie kamen wir auf das Thema "German Schnaps" und so sagte ich zu Bartender Mac, der ja immer damit prahlt, dass er halb-deutsch sei, auf Deustch "Mac, wir möchten zwei Schnaps, bitte.". Er guckt mich an, zieht die Augenbrauen hoch "Schnaps? Okay, guten Tag!" (Wahrscheionlich das einzige, was er auf Deutsch sagen kann.) Früher am Abend sagte mir noch ein anderer Stammi hallo, fragte, ob ich meine Haare frisch gefärbt hätte und meinte wie gut es aussähe und wie schön sie im Peso-Licht leuchten würden. Haha! Immer diese Schmeichler. Mac gab mir ein High-Five im vorbeigehen (Sogar grumpy Mac hat mich mittlerweile im Kreis aufgenommen) und ganz ehrlich, vielleicht sind manchmal sehr seltsame Leute im Peso, vielleicht sollte man hier nicht nach potenziellem Heiratsmaterial suchen (Lea, ich liebe diesen Ausdruck noch immer! Haha!), vielleicht sollte man als junge Frau auch keine Stammbar haben, aber ich habe immer so viel Spaß im Peso, die meisten Leute sind nett, ich habe mittlerweile einige Freunde gefunden und fühle mich einfach wohl dort. Irgendwie mein zweites Wohnzimmer (bzw. mein erstes, habe schließlich nur ein Schlafzimmer zuhause. Haha!)

mit Nick Mac mit deutschem Schnaps Prost!mit Nick und Peter (Jesus)

Was ein guter Abend ♥

Samstag und Sonntag waren dagegen eher ruhig. Ich ging Samstagmorgen mit Lotte frühstücken, legte mich vor Arbeitsbeginn noch eine Stunde hin, hatte dann einen lazy Afternoon mit M und D (J hatte einen Solo Afternoon mit Ima) und einen entspannten Abend mit den Kiddos. Ima und Aba waren auf der 80s Party. Um 22 Uhr hatte ich Schluss, traf mich noch mit Zach und ein paar seiner Freunde im 2am Club und fuhr danach weiter zum Peso, in dem an dem Abend aber so gar nichts los war. Im 2am Club mochte ich aber auch nicht bleiben. Zach ist ein ziemlich cooler Typ, aber seine Freunde waren doch sehr seltsam, dann wurde es super voll, weil plötzlich zwei (!) Hochzeitsgesellschaften auftauchten (Wer feiert seine Hochzeit bitte im 2am Club weiter?!) und zu guter Letzt sah ich zwei Muttis von Freunden meiner Kids. Sorry, aber in meiner Freizeit muss ich das nicht haben.

Sonntag war ich mit Lotte ein wenig shoppen und habe mir endlich mal neue Sportschuhe gegönnt. Alles ganz entspannt. Nun startet wieder eine neue Woche, aber nur eine kurze. Samstag und Sonntag habe ich frei und es ist Fleet Week. Außerdem gibt der Peter (Jesus) mit seiner Band ein Konzert in der Stadt. Ich freu mich :)

Was war sonst in letzter Zeit? Jedes mal, wenn ich mit dem Jeep, guter Musik und offenen Fenstern durch die Gegend fahre, denke ich mir, wie schön das Leben hier doch ist. Manchmal sind es echt die Kleinigkeiten. Ich liebe diesen Jeep. Letztens sagte auch erst wieder jemand zu mir, wie sehr dieses Auto zu mir passen würde. Zum Thema Auto fahren: Wann musstet ihr das letzte Mal anhalten, weil wilde Truthähne die Straße blockierten? Mir passierte das in letzter Zeit zeimlich oft. Naja, Thanksgiving is coming soon. (Sorry, der war böse! Ha!) Auch ist mir, jetzt wo es wieder früher dunkel wird, aufgefallen, wie viele Leute ohne Licht fahren. Das die das nicht merken!? Mit meinen Goofballs zuhause war es auch wieder zum schießen. Das Peso war ein großes Thema, da ich Ima von dieser Übersetzung und meinem Shirt, was ich dafür bekommen sollte berichtete. Außerdem meinten wir, dass Aba mit seiner 80s Perrücke auch super ins Peso gehen könnte, ohne groß aufzufallen. Die Jungs meinten irgendwann, sie wollen auch mal ins Peso, wenn ich da immer rumhänge und fragten, was man denn da machen könne. Ich habe nun ein sehr witzigen Video auf dem Handy auf dem sie erzählen, dass sie mit meiner ID ins Peso zum Pool spielen und Sprite trinken wollen. 15 Jahre noch, Boys! Dann gehe ich mal mit euch hin, versprochen ;) Sonst durfte ich mir noch Sprüche anhören wie "Feedo, look in the mirror of the car. Your head looks like an orange with hair!" (M) oder "Feedo, you shouldn't wear these jeans. They are cool but they are teenager pants. Just teenagers wear ripped pants!" (J). I love you, too crazy kiddos! ♥

Take care, enjoy your life, stay safe and don't forget to laugh! Life is beautiful (and surprising)!

Love,

Feedo

Geschwisterliebe - I miss you, Lea!

Sind die Eltern aus dem Haus, bricht ganz schnell das Chaos aus...

Donnerstag, 20.09.2018

...nein, so schlimm war es tatsächlich nicht. Haha!

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch mal wieder etwas über das kalifornische Alltagsleben erzählen. Bei all den Feiergeschichten, kam das in letzter Zeit etwas zu kurz. Da ja aber so selten Kommentare kommen, weiß ich immer nicht so recht, was euch interessiert und was nicht. Allerdings musste ich feststellen, dass mein Blog nur noch halb so viel angeklickt wird, wie noch vor ein paar Monaten. Also weniger Feiergeschichten, mehr Alltag!?

Ima und Aba flogen vorletzten Sonntag früh also nach New York und ich fing viel zu übermüdet meinen sechsten Arbeitstag in Folge (von zwölf) und meinen ersten alleine mit den Kiddos an. Ich hatte fast die ganze Nacht am letzten Blogeintrag gearbeitet und ziemlich lange mit einem Freund aus Deutschland telefoniert. Nach dem ersten kleinen Streit, weil D keine Lust hatte, seine Hausaufgaben zu machen, ging es am Nachmittag auf eine Geburstagsfeier. Mittlerweile kenne ich die üblichen Verdächtigen auf diesen Veranstaltungen. Es ist fast immer die gleiche Truppe an Kindern und Eltern. Man unterhält sich höflich kurz mit den Eltern, begrüßt die Freunde der Kinder, nimmt sich was von dem Sparkling Water (nicht dem Bier, teuren Wein oder Champanger - schließlich ist man am Arbeiten), bedient sich etwas an den Snacks, singt lautstark "Happy Birthday", lehnt dankend den viiiieeeel zu süßen Geburtstagskuchen ab, passt ein wenig auf, dass die Kiddos sich nicht den dritten Saft reinschütten oder heimlich die vierte Tüte Gummibärchen essen und versucht, trotz gähnender Langeweile nicht zu oft das Handy in die Hand zu nehmen (wer weiß, was von den anderen Eltern an Ima weiter getratscht wird). Für diese Party wurden zwei Choreografinnen organisiert, die erst ein paar Spiele mit den Kids spielten und dann einen Tanz einstudierten. Von knapp 20 Kindern, machten am Ende doch ganze sechs bei dem Tanz mit (zwei davon meine - hihi). Zu schade, dass M am Ende nicht bei der "Show" auftreten wollte, obwohl sie den ganzen Nachmittag so fleißig mit geübt hatte. Die Kids hatten jedenfalls ihren Spaß und ich am Ende auch, denn da tanzten wir alle zusammen.

Am Abend war Lotte (Caro) bei mir. Wir wollten eigentlich einen Film gucken, verquatschten uns dann aber so viel, dass wir gar nichts von dem Film mitbekamen. 

Die Schulwoche mit den Kiddos verlief ziemlich reibungslos. Sie aßen natürlich viel zu viele Süßigkeiten, weil Safta und Saba ihnen immer wieder etwas zusteckten und bekamen definitiv zu viel IPad Zeit. Einmal kamen wir am Morgen fast zu spät zur Schule und ich war eigentlich fast jedem Tag etwas spät dran mit dem Abholen, weil ich immer vergas, dass ich ja noch Snacks vorbereiten musste. Gefühlt bestand die meiste Zeit meiner Arbeitszeit darin, Kinder von der Schule abzuholen oder hin zu bringen. Es ist echt viel Fahrerei. Man merkt das erst so richtig, wenn man plötzlich alle Strecken selber fahren muss (sonst Teile ich es mir ja mit Ima). An manchen Tagen holte ich zwei Kids ab, brachte sie nach Hause, um wieder los zu fahren und das nächste Kind abzuholen. Einmal haute ich mir die Autotür ans Bein, den anderen gegens Handgelenk. Gefühlt war ich ständig am Hetzen, aber es klappte alles wunderbar. Die Kids benahmen sich großartig, es gab fast keine Tränen, nur einen kleinen Kopfstoßunfall und ich haute jeden Abend pünktlich um 19:30 (oder 19:40 Uhr - haha!) ab. Natürlich faltete ich auch keine Wäsche in meiner Freizeit, fuhr das Auto tanken oder ging Einkaufen/ bestellte Lebensmittel. Jaja, Ima hatte meine Stunden doch etwas kanpp kalkuliert, aber ich darf offiziell schließlich auch keine Überstunden machen. Wenigstens war ich diese Woche arbeitstechnisch mal ein wenig ausgelastet und auch ein wenig stolz, dass ich alles echt so gut hinbekommen hatte. Es war auch wieder super lustig mit meinen kleinen Goofballs. Montag alberte ich mit M und D vor ihrer Swimming Lesson im Pool (J war etwas erkältet, daher ließ ich ihn zuhause bei Saba und Safta), Dienstag musste D früher von der Schule abgeholt werden (er war ja sooooo krank der kleine Schauspieler), Mittwoch schickte ich ihn aber wieder hin und als er erfuhr, dass er sein erstes Mal Science Class an dem Nachmittag hatte, fühlte er sich auch gar nicht mehr so schlecht. An der Schule beobachtete ich immer wieder das Alltagstreiben einer amerikanischen Schule. Es ist so anders, als in Deutschland. Doch irgendwie ein bisschen wie im Film. Morgens läuft immer laute Musik auf dem Schulhof und einige Kinder tanzen (zum Bespiel Macarena - da musste ich doch ein wenig schmunzeln), wenn alle Kinder in den Klassen sind, bregrüßt der Schulleiter alle durch den Lautsprecher und liest einen Witz vor, den Schüler bei ihm eingereicht haben. In der letzten Woche stellte ich bei all meiner Fahrerei, bei der ich immer am Sportplatz der Highschool vorbei kommen, fest, dass Sport hier wirklich eine grüßere Rolle spielt, als in Deutschland. Jeden Tag sieht man die Highschool Kids andere Sportarten ausüben (Soccer, Baseball, Lacrost, Football, Hockey, ...) und auch an der Schule der Kids beobachtete ich einen Haufen Jungs (so um die 10 Jahre), die sich einen Fußball nahmen und so eine Art Fußball Baseball spielten. Basketbälle fliegen sowieso überall rum, es sind tatsächlich viele mit dem Rad unterwegs und natürlich mit Scootern,  Skateboards, Longboards und wie die Dinger alle heißen. Bei meinem letzten Pick-Up der Woche am Freitag sah ich vor dem Mill Valley Altersheim eine Horde Rentner sitzen, die alle mit ihren Schildern still vor sich hin demonstrierten. Ima erzählte mir, dass sie da jede Woche sitzen würden. Die meisten Schilder tragen Anti-Trump Sprüche, aber diese Woche will ich mal schauen, was sonst noch so drauf steht. Ich lächelte beim Vorbeifahren. Irgendwie süß, aber definitiv cool solche Aktionen :)

Dienstag hatte ich am Vormittag wieder meine Hiking Class. Wir waren auf dem Mount Tam unterwegs und ich bereute etwas, dass ich es am Vorabend etwas zu gut mit meinem Training im Gym meinte. Schließlich wandert man ziemlich viel berauf und -ab, wenn man an einem Berg wandern geht. Haha! Trotzdem war es wieder sehr schön. Ich lauschte wieder Geschichten von zu reichen Rentnern ("Was ich in meiner Freizeit auf Hawaii mache? Nein, ich bin nicht so der Beach Typ, ich gehe nur zum Schwimmen hin. Sonst reite ich viel, kümmere mich um meine Obstplantagen und mache viel Yoga. Ja, wir haben dort eine riesege Yoga Community. Und eine große Dancing Community auch. Ja, Tennis spiele ich auch, natürlich.", "Ich habe mir vorgenommen, keine Langweile als Rentnerin zu haben. Ich bin jetzt 52 und muss nun wirklich nicht mehr arbeiten, aber ich möchte Freiwilligendienst im Marin Civic Center absolvieren. Montags treffe ich mich jetzt zum Ballspielen mit Freundinnen, dienstags habe ich diese Class, mittwochs spiele ich Tennis und für donnerstags hatte ich noch nichts, also habe ich jetzt angefangen, Golf zu spielen. Das wollte ich schon immer mal lernen. Und naja, am Wochenede ist ja immer irgendwas los in Marin oder der City.") Was ein Leben! Haha! Während ich nebenbei mit Ima und Saba die Abholung von D aus der Schule organisieren musste (Ich verstehe bis heute nicht, warum es manchmal so kompliziert sein muss. Aber im Endeffekt konnte ich alles regeln, ohne meine Class verlassen zu müssen. Gut, dass ich dort überhaupt Empfang hatte!), genoss ich die Gerüche der verschiedenen Pflanzen und Bäume, schmunzelte über so manche Gespräche der anderen, unterhielt mich auch mit einigen und staunte mal wieder nicht schlecht über die tolle Aussicht, die man von diesem Berg hat. Ach, ich liebe mein Marin ♥

  Es grünt so schön Coffee Berries im German Style Panorama vom Mountain Theater Beautiful Marin County Lunchbreak mit Kolibris Wandern mit Herz

So schön diese Hiking Class auch ist, ist es doch nervig, dass alle immer alle Zeit der Welt haben und unsere Dozentin gerne vergisst, dass ich pünktlich weg muss, um meine Kiddos von der Schule abzuholen. So durfte ich das letzte Stück zum Auto mehr oder weniger rennen und ich brauchte tatsächlich noch 25 Minuten. Das war mal ein Workout den Tag, sage ich euch!

Abends nach Feierabend holte ich Laura ab und wir gingen im 2am Club in Mill Valley Pool spielen. Dort schaute dann noch der Dylan aus Sausalito vorbei. Hatte ich erwähnt, dass er ein Segelboot hat? Er hat ein Boooot! ♥ Er ist auch nett, sieht ziemlich gut aus, schreibt mir immermal zwischendurch und ich? Ich bin irgendwie gerade unmotiviert, schon wieder einen neuen Typen zu daten, also lass ich es einfach mal langsam angehen. Aber verdammt, er hat ein Boot! Haha!

Mittwoch war ich etwas angeschlagen, wollte eigentlich erst meine Drawing Class schwänzen, da ich die 10 Zeichnungen, die wir als Hausaufagbe hatte auch nicht fertig bekommen hatte, aber ich riss mich dann doch am Riemen. Schließlich darf ich insgesamt nur eine Class verpassen, um auf meine Stunden zu kommen. Am Ende war ich froh, doch hingegangen zu sein. Ich hatte noch mit am meisten von den Hausaufgaben gemacht, führte einige nette Gespräche und genoss es, neue Materialien auszuprobieren und mal wieder etwas kreativ zu werden. 

 

Donnerstag war ich mit Laura bei TJ Maxx (warum auch immer es hier so und in Deutschland TK Maxx heißt) shoppen. Wir schauten uns noch ein wenig beim Halloween Fabrik Verkauf nebenan um und danach habe ich uns Lunch bei mir gemacht. Ich kochte allgemein recht viel in der Woche. Hatte ich mal wieder Lust zu :)

Eigentlich wollten Lotte, Laura und ich am Freiatg Vormittag über die Golden Gate Bridge spazieren. Da Laura dann aber doch früher arbeiten musste, verschoben wir es auf den kommenden Freitag und ich fuhr mit Lotte an die  Fisherman's Wharf/ Pier 39. Danach chillten wir uns noch an einem meiner Lieblingsplätze an der Brücke zum Lunchen. Ich war schon den Abend vorher da, als es mir nicht so gut ging. Immer, wenn ich solche Momente habe, fahre ich an einen meiner Lieblingsplätze. Das hilft. Es ist einfach schön hier ♥

Golden Gate Bridge by night

Da es mittlerweile schon so etwas wie ein Muss ist, waren wir am Freitag Abend doch wieder im Peso. Endlich konnten wir Hostdad Peter auch mal wieder überzeugen, vorbei zu schauen. Lotte fuhr ihn schließlich ;) Sonst waren Franzi und Laura mit. Dylan scheint auch jeden Freitag da zu sein (wir spielten nun den dritten Freitag in Folge Pool mit ihm im Peso) und dann schaute sogar der Robert noch vorbei. Dieser war am Ende aber plötzlich weg und sowohl er, als auch Miguel schrieben mir, ich solle noch im 2am Club vorbei kommen. Why not? ich musste am nächsten Tag zwar arbeiten, aber erst um 10 Uhr und es war Arbeitstag 12 (von 12!). Bevor Laura mich dann also nach einem wieder einmal sehr lustigen Abend im Peso beim 2am Club absetzte (der noch ganze 20 Minuten offen hatte. Haha!), verabredete ich mich sponatn noch mit Türsteher Kevin zum Poolspielen und er gab mir seine Nummer. Ha! Jetzt habe ich also auch die Nummer vom Türsteher aus dem Peso. Verrückt! Nach dem 2am Club zog ich mit den Jungs noch weiter zu Miguel. Dort tranken wir ein Bier, ich versuchte, Jesus die Haare zu flechten (sollte erst am nächsten Tag richtig klappen), wir schmissen Äpfel gegen einen Baum (Was ein befreiendes Gefühl - und ich traf tatsächlich jedes Mal!). Irgendwann löste sich die Truppe auf und Matt brachte mich netterweise noch nach Hause. Diese Jungs sind echt schwer in Ordnung!

mit Franzi und Laura mit Peter und Lotte - Vanessa Boo, we miss you so much! Best Bartender Sean

Seltsamerweise war ich am nächsten Morgen leicht müde, bekam meine 9,5 Stunden dann aber doch gut um. Es stand eine weitere Geburtstagsparty auf dem Plan. Diese hatte ein Superhero Motto. Die Kids konnten Masken und Capes gestalten, sich bunte Stränchen in die Haare machen, es gab reichlich lecker Essen und Rainbow Cake. Ich mag diese Veranstaltungen trotzdem nicht. Diese gekünstelten Gespräche und das alles. Manche Eltern sind wirkliche Freunde, aber die meisten eher Konkurenten mit spitzen Zungen und einem aufgesetzten Lächeln. Ich fühle mich immer ziemlich fehl am Platz, obwohl ich die meisten Eltern und Kids mittlerweile gut kenne. Dieses Mal hatte ich aber eine Situation, die ziemlich krass war. Ich stehe über sowas, aber Ima war richtig sauer, als ich ihr davon berichtete. Eine der blonden Size Zero Muttis, die ich nur vom Sehen kannte, meinte plötzlich (nachdem wir bestimmt schon eine Stunde da waren) "Oh the D Kids are here! Where are their parents?" Ich antwortete "In New York." Sie drehte sich zu mir um, musterete mich "And who are YOU?" Ich guckte etwas verwirrt (Ich besuche all diese Veranstaltungen nun schon seit fast 1,5 Jahren mit den D's!), lächelte aber und sagte "I'm Feedo, the nanny:" Sie zog die Augenbrauen hoch, gab mir nicht einmal die Hand, murmelte nur ein "Oh well, yes. Hi, nice to meet you!" und machte auf dem Absatz kehrt. Personal, ihhhh! Mit sowas rede ich nicht! Bah, ekelhafte reiche Arschlöcher! Aber die Kids hatten Spaß und genossen es, ihre Freunde aus der alten Schule zu treffen. So ein Anblick hebt die Stimmung. Also blieben wir trotz gähnender Langeweile und wenig Interesse für weitere Gespräche mit anderen Eltern für mich ein wenig länger ♥

 Rainbow Hair

Am Abend wollte ich mit den Mädels (Laura und Lotte) die City unsicher machen. Schließlich musste ich meine gut gelungenen "twelve days in a row" feiern und Laura wollte schon die ganze Zeit mal in der City losziehen. Wir fuhren also wieder in die Marina, da man dort gut mit Bus hin kommt, es viele coole Bars gibt und das Uber zurück nicht zu teuer ist. Es wollte aber irgendwie nicht so richtig flutschen den Abend. Nach einem Barwechsel und Hin- und Herüberlegen, ob wir noch irgendwo zum Tanzen hin ubern, kam von den Mädels "Wären wir mal doch ins Peso gegangen. Da können wir wenigstens Pool spielen und man unterhält sich nett mit den Leuten." Ach! Haha!  Feiern in der City kann super lustig sein, aber manchmal ist es eben auch ein Reinfall. Nächstes Mal wird's besser, dieses Mal uberten wir aber zurück zu Lottes Auto und fuhren dann weiter zum Peso. Dort trafen wir uns mit Miguel, Matt, Nick und Peter (Jesus), ich alberte mit Bartender Mac und führte das eine oder andere Gespräch mit Doorman Kevin und anderen Stammis und als es zeitlich so langsam Richtung "Last Call" (for drinks) ging, lud Miguel uns wieder alle zu sich nach Hause ein. Was eine lustige Nacht. Es wurden Haare geflochten, wieder Äpfel gegen Bäume geschmissen, Miguel rappte für uns (was ein Freestyler, ich hatte ja keine Ahnung!), wir tranken noch das eine oder andere IPA (inklusive einer Session Bieryoga - haha!) und hatten einfach Spaß. 

Bieryoga mit Jesus Teamwork Er gab schnell auf - Laura machte es dann lieber selbst Top Ergebnis!

Sonntag schlief ich aus, fing an, für diesen Blogeintrag zu arbeiten, guckte "Breaking Bad", quatschte mit Ima über den New York Trip und wie unsere Woche war, kassierte noch ein paar Mitbringsel ab, telefonierte mit meiner süßen kleinen Schwester, die Geburtstag hatte und gammelte vor mich hin, bis Laura mich zum Sonnenuntergang und Picknick am Muir Beach Overlook abholte. Ich hatte mir so einen chilligen Tag definitiv verdient und der Sunset war auch nicht schlecht - als Sahnehäubchen quasi :)

Muir Beach Overlook

Danke für's Lesen an die wenigen, die sich noch interessieren!

Eure Feedo

PS: Noch ein paar Fotos von meinen Liebchen und mir, die in unserer rock 'n' roll week entstanden sind:

Cutest american girl ever!

Was ein (langes) Wochenende - geregelte Schlafenszeiten sind eh überbewertet

Samstag, 08.09.2018

Nomnomnom!

Ich sitze gerade in meinem Bett und nasche Gouda, den ich eben beim Einkaufen im Trader Joe's entdeckt habe. Was ein Genuss! ♥

Damit die Einträge nicht mehr ganz so lang werden, habe ich mir vorgenommen, euch wieder öfter zu schreiben. Die letzten hatten es ja schon wirklich in sich. Ich erlebe einfach zu viel und berichte zu gerne zu ausführlich. So, here we are.

In der letzten Woche war ich viel wandern, super oft feiern, durfte einige neue nette und interessante Leute kennen lernen und hatte einfach nur Spaß. Der eine oder andere möge jetzt meinen, ich hätte es vielleicht etwas zu gut gemeint, aber vielleicht ist das auch einfach nur meine Reaktion auf mein sonst doch mittlerweile eher eintöniges und langweiliges Arbeitsleben. Ich bin sonst einfach nicht ausgelastet. Haha!

Vorerst möchte ich von meinem "Studentendasein" berichten. Naja, so ein richtiger Student bin ich ja nun nicht, aber immerhin besuche ich jetzt zwei Classes am College of Marin (an dem übrigens auch kein anderer als Robin Williams studiert hat - Gott hab ihn selig), schließlich muss ich auch in meinem zweiten Jahr 6 Credits sammeln bzw. 60 Stunden studieren. Dienstags vormittags gehe ich nun also immer mit einer Gruppe von ca. 20 (alten) Leuten wandern und mittwochs vormittags besuche ich einen Drawing Workshop (auch nur mit alten Menschen, haha!). Diese Classes werden in der Regel nur von älteren Leuten und Au-Pairs besucht. Es ist doch interessant, was das so für Menschen sind. Gerade in der Hiking Class hört man so einige verrückte Geschichten ("Meine Ranch auf Hawaii ist durch den Vulkan komplett zerstört worden, aber alle 150 Angestellten konnten zum Glück fliehen und die meisten haben mittlerweile eine andere Anstellung gefunden." ... "Versicherung? Nein, dagegen ist man nicht versichert. Ich habe alles verloren. Aber so schlimm ist es nicht. Schließlich besitze ich noch eine andere Ranch, die weit genug vom Geschehen entfernt ist. Dort ist es auch schön!" - Achsooo, na dann!?)

Letzte Woche waren wir im Samuel P. Taylor State Park wandern. Dieser liegt auf dem Weg zum Point Reyes. Ich bin schon einige Male durchgefahren, mir war aber nicht bewusst, wie schön es dort ist und wie toll man da wandern kann. In dem Wald stehen einige riesige Coastal Reedwood Trees (die schlanken Verwandten der Sequoia Reedwood Trees), unter anderen der Pioneer Tree, der knapp 500 Jahre alt ist und in den ich mich hinein stellen konnte. (Weitere Infos über den Park: https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_P._Taylor_State_Park)

Diese Woche waren wir am Point Reyes wandern. Allerdings nicht in der Ecke, wo auch der Leuchtturm steht und ich mittlerweile schon einige Male war, sondern noch weiter nördlich am Tomales Point in einem "Elk Reserve". Dieses Mal habe ich auch einige Bilder für euch gemacht:

Treffen an der verlassenen Pierce Point Ranch Erst war es noch recht foggy A little Gardensnake Elk! More elks Elk direkt im Busch neben uns Hello blue sky Teil vom Elk more blue sky

Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, aber bei weiteren Strecken, wenn ich auch noch mein Lunch und Trinken mitschleppen muss, ist sie mir einfach zu schwer :(

Letzten Freitag waren mal wieder die beiden besten Freunde unserer Kiddos zu Besuch. Da sie jetzt nicht mehr alle auf einer Schule sind, sind sie immer noch aufgedrehter als sowieso schon, wenn sie sich sehen. Ich musste sie regelrecht rausschmeißen, weil ich echt Angst hatte, dass sie sich drinnen gegenseitig die Köpfe einschlagen, so wie sie da alle wie die Irren herum gerannt sind.  Während sie sich dann draußen auf dem Trampolin ausgetobt hatten, konnte ich in Ruhe das Abendessen für alle vorbereiten. Ich erzähle immer wieder gerne von meinem Traum, irgendwann mal ein Bed and Breakfast aufzumachen (vielleicht in Irland?!) und Ima meinte, ich sollte definitiv auch ein Kindermenü anbieten. Pizza und Burger sind zwar eigentlich Lunch oder Dinner, aber Kinder würden es sicher auch zum Frühstück essen. Haha!

Cheese Pizza und Pizza Hawaii - vor dem Backen Wildtierfütterung

Ich finde, es gibt nichts Langweiligeres als Cheese Pizza. Somit versuche ich in letzter Zeit gerne Mal, die Jungs von anderen Toppings zu überzeugen. Letztens gab's Pizza mit Turkey und Peach und eine mit Steak Leftovers. Ziemlich geil!

Am Vormittag des besagten Freitags war ich mit Laura (Vicis Nachfolgerin) im Tennessee Valley hiken und überredete sie, abends mit mir ins Silver Peso zu gehen. Sie hatte eigentlich keine Lust, da sie noch immer darauf besteht, nicht mein neuer Peso Buddy zu werden, ließ sich dann aber doch weich klopfen. So ging es also abends ins Peso (begrüßt wurde ich vom Kevin dieses Mal mit "Heyyy there she is, my favorite German!"). Wir blieben eiskalt bis zum Schluss und hatten super viel Spaß. Erst spielten wir Pool alleine, dann mit ein paar älteren Stammis und als wir gerade gehen wollten, spach uns ein ziemlich süßer Typ an, ob wir noch eine Runde mit ihm und seinem Kumpel spielen wollen würden. So hingen wir noch mit denen ab bis die Bar schloss und als er dann erzählte, dass er zu Zeit auf seinem Segelboot in Sausalito lebe, beschloss ich spontan, mir dieses noch am selben Abend anzusehen. Laura machte sich auf den Heimweg. Auf dem Weg nach Sausalito erzählte er mir dann, dass er eigentlich sowas wie eine Freundin hätte, ich aber gerne bei ihm übernachten dürfte. Angekommen an seinem ziemlich geilen Boot bekam ich eine Nachricht vom Biologen, dass er noch eine Hausparty schmeiße und ob ich noch vorbei kommen wolle. So unterhielt ich mich noch ein wenig mit dem Segelbootbesitzer, aß ein Peanutbutter and Jelly Sandwich, das er mir zubereitete (sehr aufmerksam!) und als er dann schlafen wollte, machte ich mich vom Acker. Bett oder Hausparty? Ach, es war erst 3 Uhr morgens und ich hatte das komplette Wochenende einschließlich Montag (Feiertag, Labor Day) frei, außerdem war ich noch gut betrunken. Hausparty! So bestellte ich mir ein Uber und verlief mich dann schlagartig erstmal zwischen all den Booten (na immerhin bin ich nicht ins Wasser gefallen. Haha!). Der Uberfahrer rief mich an, wo ich bleiben würde und ich musste über den Steg zum Parkplatz rennen, was einen ziemlichen Lärm verursachte. Die armen Leute, die in ihren Booten geschlafen hatten, waren danach sicher wach. Ups! In Tiburon angekommen wurde ich von einer reinen Männertruppe begrüßt. Gut, dass ich das aus alten Zeiten mit meinem Bruder und seinen Freunden kenne. Verrückt war auch, dass ich den einen sogar kannte - aus dem Peso natürlich. Miguel ist ein Kumpel von einem Typen, den ich vor einigen Monaten mal gedatet hatte. Ach, die Leute aus dem Peso kennen sich ja doch alle irgendwie. An diesem Abend war er mit einem Kumpel aus Deutschland da, der hier vor ein paar Jahren mal als Au-Pair gearbeitet hatte. David war zu Besuch in Marin, um all seine alten Freunde und seine Hostfamily zu besuchen. Er ist ein ziemlich witziger Typ und wir unterhielten uns die ganze Zeit auf Englisch, auch als keiner der anderen neben uns stand. Im Suff floss das irgendwie besser. Haha! Sonst unterhielt ich mich noch ziemlich viel mit einem Fotografen, der seine mega geile Canon dabei hatte. Wir haben Nummern ausgetauscht und er hat versprochen, sich mal mit mir auf einen Kaffee zu treffen, um mir meine Kamera ein bisschen zu erklären. Voll gut! Es floss noch einiges an Bier und das eine oder andere Sandwich ging über den Tresen. Am nächsten Morgen wusste ich tatsächlich vorerst nicht, was in der letzten Nacht passiert war, aber während ich mit Laura in Petaluma in der Outlet Mall shoppen war, kamen so laaaangsam alle Einzelheiten zurück. Was eine verrückte Nacht!

Laura go for it! Am Ende hat sie alle platt gemacht! Haha!   Poser! Eingelocht!

Ich war froh, dass die Mall eine Outdoor Mall ist. Da ich eh nichts kaufen wollte, ging ich immer nur eine Runde durch den Laden, schaute mir alles an, gab meinen Senf zu den Sachen ab, die Laura sich aussuchte und wartete dann draußen an der frischen Luft. Am späten Nachmittag zurück in Marin spazierten wir dann noch ein wenig durch Sausalito und deckten uns danach bei Safeway mit lecker Essen ein. Bei mir machten wir ein Picknick mit Cheese Nachos, Brot, Frischkäse, Garlic Hummus und selbstgemachter Guacamole (auch mit ordentlich Garlic). Dazu gabs ein Bierchen (Bestes gegen Kater) und einen Film. Ich schrieb schon den ganzen Tag mit David (dem Deutschen) - ursprünglich um zu erfahren, was am Vorabend eigentlich passiert war (Haha!) - und er fragte dann, ob wir auch noch ins Peso kommen würden. Oh man, totmüde, mit Knobifresse und bis oben hin vollgemampft, hatte ich ja eigentlich erst so gar keine Lust, aber ich durfte noch fahren und hatte Laura am Abend vorher wohl irgendwie angefixt, sodass sie plötzlich auch an diesem Abend Lust hatte, loszuziehen (wer einen neuen Peso Puddy will, muss die Chance ergreifen, wenn der potenzielle Kandidat dafür von sich aus Lust hat, ins Peso zu gehen - das war natürlich der einzige Grund, weshalb wir dann tatsächlich ins Peso fuhren xD). Vor Ort trafen wir draußen direkt David an (Kevin, der Türsteher, sah mich erst nicht und begrüßte mich dann aber mit "Oh wie schön, ihr kommt genau richtig. Es wird gerade voll. Ich hatte ja eigentlich nicht mit dir gerechnet, du warst doch gestern schon hier. Ach ich sehe, du arbeitest noch immer daran, deine Freundin zu deinem neuen Peso Buddy zu machen. Viel Erfolg. Ich brauche eure ID's nicht zu sehen. Have fun my favorite German!"). Drinnen sah ich dann einige bekannte Gesichter, unter anderen Robert und ein paar seiner Freunde und lernte viele viele neue Leute kennen. Ich war soooo müde. Es war dennoch ziemlich witzig und später fuhren wir noch mit auf eine Hausparty, die dann eher ein Sit-In zu fünft wurde. Demnach und weil wir einfach fix und alle waren und Laura am nächsten Tag arbeiten musste, fuhren wir nicht zu spät nach Hause. Gegen 3 war ich im Bett. Müde, aber glücklich und zufrieden :)

Let's go to the mall... today!Hello beautiful Sausalito!Indoor Picknick - Weltidee mit dem Handtuch! Haha! Mit Gammeloutfit, aber frischem Make-Up ab ins Peso!

Ich schlief bis 13 Uhr durch. Wer braucht schon geregelte Schlafenszeiten? Nach einem kleinen Frühstück und viel Kaffee bei einer Folge Breaking Bad überlegte ich mir, was ich den Tag schönes unternehmen könnte. Ich wollte erst mit Laura und ihrem Hostkid mit zum Beach zu fahren. Sie musste dann aber doch woanders hin. Da fiel mir ein, dass der Jason vorgeschlagen hatte, wir könnten am Wochenende etwas unternehmen. Gesagt, getan. Wir verabredeten uns zum Hiken am Mount Tam. Ich nahm meine Kamera mit. So beschlossen wir, nach unserem kurzen Hike noch weiter hoch auf den Mount Tamalpais zu fahren und den Sonnenuntergang anzugucken bzw. zu fotografieren. Ich liebe diese Fotos. Sie sind echt bombe (bomb, dope oder was sie hier sonst noch alles sagen) geworden. Danach ließen wir den Abend mit Burgern von Super Duper, Bier, Ben und Jerry Eis und einem Film bei mir ausklingen. Alles in allem ein ziemlich nicer Sonntag!

Hike:

Dann ging es höher auf den Berg mit chilliger Oldie "Sunset Music" (wie wir sie nannten) aus dem Radio und einem kleinen Sanwich. Ach, das Leben ist schon schön - hier vor allem ♥

Über den Wolken... eher über dem Nebel Bad Ass - Gangsta Feedo Love this beanie - hätte ich ihm gerne abgezogen. Haha! Cotton Candy Land

In der Nacht schlief ich wieder nicht besonders gut, aber dafür gab's am nächsten Morgen geil French Toast (aus Feedo's B&B ®).

Den Tag vertüdelte ich wieder ein wenig, telefonierte ausgiebig mit Katrin (endlich mal wieder ♥), quatschte endlos lange Voice Messages für Vanessa in mein Phone und recherchierte ein wenig für meine Zukunft. Da ich aber nochmal raus wollte, schrieb ich dem David, was er noch für Pläne hätte und schwups verabredeten wir uns zum Hiken in den Headlands. Gute Idee, schlechter Zeitpunkt. Es war neblig, windig und kalt. Trotzdem taten die frische Luft und ein ein wenig Bewegung gut. Weil es dann aber doch zu kalt wurde, machten wir uns auf den Weg zurück und beschlossen, Miguel auf der Arbeit im Perry's zu besuchen. Er arbeitet in diesem fancy Restaurant als Bartender. So mussten wir nichts für unsere Drinks bezahlen und da das Peso nur einen Blog entfernt ist, landeten wir am Ende eben wieder dort. (Türsteher Kevin war nicht da, aber Lieblingsbartender Sean kam raus, sah mich und rief "Heyyyy, Huettemeyer! Good to see you - AGAIN!" Ouhhh! Dadurch, dass ich immer mit Karte zahle, kennen die Bartender natürlich meinen Namen mittlerweile!) In der Bar trafen wir auf eine ziemlich verrückte Kanadierin, die uns von ihren noch verrückteren Geschäftsideen erzählte (Eine Idee war eine Website mit Videos von Menschen die alle möglichen Gegenstänge anlecken "I'm sure, there are many people with a fetish like that!" - ja, ganz bestimmt! Haha! Die andere Idee hatte was mit Ü70 Wrestling zutun - auch sehr kurios, aber definitiv amüsant.) Ich wartete noch mit David auf Miguel, der einfach nicht auftauchen wollte. Als er dann endlich da war, konnte ich ja auch schlecht direkt gehen und ließ mich tatsächlich von beiden Kerlen noch überreden, am nächsten Abend mit in die City zum Feiern zu kommen. Schließlich war es Davids letzter Abend in Marin, bevor es für ihn wieder nach Deutschland ging. Ouh, dieses Wochenende wollte einfach kein Ende nehmen. Haha!  Als ich eine Nachricht von Henning V. bekam, warum ich unter der Woche um diese Zeit noch wach sei, stellte ich mit erschrecken fest, dass es schon nach Mitternacht war. Gut, dass ich nach nur etwas über vier Stunden Schlaf am folgenden Vormittag meine Hiking Class hatte und mich demnach nicht noch etwas hinlegen konnte. Tja und da ich meine Versprechen halte, fuhr ich also nach Feierabend noch mit dem Bus in die City. Leute, was eine Nacht. Ich fasse mich kurz: In coolen Bars in der Marina gewesen (wo ich vorher noch nie feiern war), mit einer lustigen Truppe unterwegs gewesen, wieder neue Leute kennen gelernt (und wen von der Hausparty am Freitag davor wiedergetroffen und ihn eiskalt nicht wieder erkannt, obwohl ich sogar ein Foto von ihm auf meinem Handy hatte. Haha!), beste Poolkünste gezeigt (habe schließlich vom Besten gelernt. Danke Jason!), sehr nett mit einem super süßen Typen unterhalten, der sich als totales Arschloch rausstellte und dem ich am Ende noch fast welche auf die Fresse gehauen hätte (Boah, hat der mich aggressiv gemacht, als er einfach nicht von Miguel ablassen wollte!), viiiieeeel zu viel getrunken (dafür, dass ich am nächsten Tag arbeiten musste), auf dem Heimweg spontan die letzten drei noch mit zu mir eingeladen, bei mir Musik gehört und dann irgendwann mit erschrecken festgestellt, dass ich in 2,5 Stunden aufstehen muss. Das Beste? Ich hatte am Vormittag des Folgetags meine Drawing Class, konnte mich vor meiner Nachmittagsschicht also wieder nicht hinlegen! Ja, Schlaf ist wirklich überbewertet... Trotzdem würde ich es genauso wieder machen. Ich hatte Spaß und bin froh, endlich mal coole Leute von hier kennen gelernt zu haben! Thank you, David! It was a pleasure to meet you! Ich hoffe, wir treffen uns mal wieder. Vielleicht ja sogar in Tübingen ;)

Zach und David - der Drink muss weg! mit David und Zach wie die Hühner auf der Stange: David, Matt und Miguel

 Wie ihr euch vorstellen könnt, sehnte ich mich Mittwoch dann sehr nach meinem Feierabend. In dieser Nacht schlief ich das erste Mal seit einer halben Ewigkeit zu humanen Zeiten, tief und fest, knapp 9 Stunden. Das hatte ich gebraucht. Haha! Nach einem ebenso ruhigen Donnerstag, hieß es gestern dann wieder: Hello Weekend! Vormittags war ich vorerst mit Laura und Caro, Vanessas neuer Nachfolgerin, die erst seit einer Woche hier ist, verabredet. Wir frühstückten zusammen am Rodeo Beach in den Marin Headlands, fuhren zu einem Golden Gate Bridge Outlook und schlenderten dann noch ein wenig durch Sausalito (mit lecker Cocos Macadamia Ice Cream von Lappert's - yummy!).

mit Caro und Laura vor meiner in Nebel gehüllten Lieblingsbrücke Golden Gate Bridge mit ihrem Freund Carl, the FogKönnte ich mir eine Stadt aussuchen, in der ich wohnen wollen würde, wäre es ziemlich sicher Sausalito

Nun dürft ihr Lieben raten, wo wir drei dann gestern Abend waren. Jaja, da hatte ich mir so fest vorgenommen, mal eine andere Location auszuprobieren, aber am Ende wird es eben doch immer das fucking Peso. Haha! So holte ich erst Laura ab und dann fuhren wir zu Caro. Hostdad Peter ist krank und war leider schon im Bett (vielleicht besser, der erste Peso Schock für Caro musste nicht unbedingt in Begleitung von Peter statt finden), aber Jenny war wach, ich trank einen Schluck Wein mit ihr (musste schließlich noch fahren) und tauschte erstmal ordentlich Gossip mit ihr aus. Das war schön! Wir betrauerten gemeinsam Vanessas Abwesenheit, beschlossen, sie zu zwingen, uns bald mal besuchen zu kommen und sie lud mich ein, mal zum Abendessen und auf etwas mehr Wein vorbei zu kommen. ♥

Gegen 22 Uhr kam ich mit den beiden Mädels am Peso an. (Türsteher Kevin checkte die Ausweise der beiden Mädels, umarmte mich zur Begrüßung und meinte: "Oh, good to see you favorite German. Hold on, I have a Peso Coin for you. I'll give it to you later. It's in my car." Wir wurden vor der Tür noch ziemlich lange von einer Ü50 Frau, die wesentlich jünger aussah, vollgelabert, wie hübsch wir seien, dass wir uns niemanden aus dem Peso angeln sollten, wie hübsch wir seien, dass es bessere Bars für Männer zum Heiraten gäbe, wie hübsch wir seien, dass sie nur so jung aussehe, weil sie sich immer gut um ihre Haut gekümmert hätte, wie hübsch wir seien, in welcher Bar ihre Tochter tolle Männer treffen würde, wie hübsch wir seien, dass sie beim fire department arbeiten würde, wie hübsch wir seien u.s.w. Haha! Jedenfalls hatte der Kevin alle Zeit der Welt zum Auto zu gehen und mit der 6$ Silver Peso Coin wiederzukommen. Ich: "Thank you but why? For what?" Er: "Yeah well, I think, I owe you that coin!" Hm, okay. Ich habe bis jetzt nicht verstanden, warum oder wofür, aber coole Aktion auf jeden Fall! Haha!) Ja, what a night! Again! Der süße Typ aus Sausalito mit dem Segelboot war wieder da, sämtliche Stammis natürlich und später auch Matt, Miguel, deren Freund Peter (Oh man, langsam wird's kompliziert. Das ist schon der dritte Peter. Aber dieser wird auf Grund seiner langen Haare Jesus genannt. Haha!) und seinen Bruder Nick. Das kurioseste, das ich allerdings bisher im Peso erlebt habe, hat mich etwas wach gerüttelt und ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich mir mal eine andere Bar suchen sollte: Ich sah einen Typen von vor Ewigkeiten wieder. Er ist Ire, knapp über 40, konnte sich nicht an mich erinnerin. Anyway. Wir unterhielten uns nett. Er war schon gut betrunken, war mit einem Freund da, der Vanessa und mir schon öfter aufgefallen war. ("Guck mal, da ist wieder dieser gruselige Typ, der Mexikaner mit den ganzen Ringen und der hübschen jungen Freundin, der immer so fies guckt" Wie sagte Vanessa jetzt gerade erst? "Immer, wenn ich an ihm vorbei gegangen bin, habe ich mich nicht mal getraut, ihm in die Augen zu sehen!") Ja, diesem Typen gab ich dieses Mal sogar die Hand und der Ire sagte total euphorisch: "He is a Hells Angel!" Yay! Machte es irgendwie nicht besser! Als ich mich im Laufe des Abends wieder mit dem Iren unterhielt, erwähnte er dann ganz beläufig, dass er schon vier Meschen getötet hätte. Vier Menschen! Getötet! Vier! Hätte! Getötet! Waaaah! Hallo!? Nun habe ich dort im Peso Drogendieler kennen gelern, Leute, die diese Drogen konsumieren (und wir reden hier nicht nur von den legalen Sanwiches), Leute, die schon im Jail waren u.s.w. Ich meine, wie gesagt, ich suche ja kein potenzielles Heiratsmaterial (wie man es so schön sagt, oder Lea? xD), aber so langsam fange ich an, mir Gedanken zu machen...

Maybe I just should come home... home... wherever that might be...

Bevor ich mich jetzt verabschiede für heute, vielleicht noch etwas zu meiner Rechtfertigung: Ich bin jung, ich lebe mich aus, tue im Grunde nichts Illegales, arbeite viel, gut, hart und bin immer aufrichtig. Heute haben Ima und Aba sich verabschiedet. Zu ihrem 9. Hochzeitstag haben sie sich eine einwöchige Auszeit in New York gegönnt. Es ist das erste Mal, dass beide gleichzeitig länger, als vier Tage von den Kiddos getrennt sind. Ima kam vorhin zu mir, sagt zu M "Hold on Honey, I need some time to say bye to Feedo.", nahm mich in den Arm und meinte, wie sehr sie es wertschätzen würde, was ich für ihre Familie tue. Es gäbe niemand anderen auf der ganzen Welt, dem sie ihre Kinder für eine ganze Woche ohne Bedenken anvertrauen würde. Ihre Eltern sind zwar hier, um mich zu unterstützen, aber als wir heute nochmal alles durchgingen, wurde mir bewusst, dass ich wirklich die KOMPLETTE Verantwort tragen werde. Im Grunde wissen ihre Eltern nichts, ABER sie machen Frühstück, übernehmen die Nachtschichten und sind einfach super lieb und süß (Wie sagte ich zu den Kiddos am Abend vor ihrer Anreise? "I know they are your Grandparents but I'm so excited to see them. It feels like my Grandparents gonna visit us!") Die kommedne Woche wird hart, aber herzlich und ich bin mir sicher: I'll rock that shit! ;)

Danke für's Lesen und bis ganz bald,

eure Feedo

 

PS: Was ich sonst so für Faxen mit meinen Süßen mache (Manchmal könnt ich mich über Snapchat tot lachen! xD):

I love these Kiddos!!! ♥

Today J said "Sometimes I'm afraid to think about that Feedo's just gonna stay with us for eight more month. It's just two more seasons!" Ouh J, let's just enjoy all the time we're gonna have together and don't think about what happens after that! ♥

 Ich bekomme tatsächlich täglich mehr Heimweh, aber auch täglich mehr Angst vor dem Abschied von dieser unglaublich tollen Familie und meinem großartigen Leben hier, das mich und mein ganzes Wesen komplett auf den Kopf gestellt hat.

Oh Canada - my dream came true

Donnerstag, 30.08.2018

Hello, Moin, G'day, Hola, Bonjour, ...!

Um Neugelerntes anzuwenden, würde ich jetzt gerne schreiben: I'm grand! Das sagten die Iren in Vancouer nämlich immer. Es kommt allerdings nicht ganz hin, denn "grand" bedeutet: >“Grand.” A word meaning completely the opposite when used in Ireland. When we say something was “grand,” it means it was mediocre, alright, or, most probably, shite.< (matadornetwork.com) Und das kann ich nicht gereade behauptet. Mir geht es tatsächlich so großartig, wie schon lange nicht mehr. Ich durfte viele tolle Dinge in letzter Zeit erleben und letztens hatte ich eine Art positiven Motivationsschub (keine Ahnung, wo das plötzlich herkam. Haha!) So habe ich mal wieder mein komplettes Zimmer aufgeräumt, alle Schränke und Schubladen neu sortiert (ohje, ich habe echt viel zu viel Kram und werde nächstes Jahr ordentlich aussortieren müssen) und fühle mich gleich viel wohler mit etwas mehr Ordnung im Leben. So, nun aber zu meinen Abenteuern und Alltagsleben der letzten knapp drei Wochen.

In der Woche vor meinem Kanada Urlaub musste ich zwar nur von Montag bis Freitag arbeiten, demnach aber ziemlich viel über den Tag. Die Kids waren in einem Camp, das täglich nur von 10-12 Uhr ging. So hatte ich die meisten Morgen also frei, musste das Haus aber um 11:30 Uhr verlassen, um pünktlich in der City bei "Planet Granit", wo die Kiddos ihr Klettercamp hatten, zu sein. Einmal musste ich sie auch hinfahren. Da nahm ich Vici sponatn mit und wir verbrachten die zwei Stunden Freizeit in der Chestnut Street, waren ein wenig bummeln und gönnten uns lecker Gebäck in einem französichen Café, in dem ich vor etwas über einem Jahr schon einmal mit Ima, Aba und den Kids war. Ich hatte mich schon sehr auf das unglaublich gute Almond Croissant gefreut, aber leider war dies schon ausverkauft. Bummer! Aber man kann eben nicht alles haben. Der Kaffee und die Blätterteigstange waren trotzdem gut. Sonst traf ich mich in der Woche an einigen Abenden mit Vici, einmal musste ich abends Babysitten (Ima und Aba hatten Date Night), mit den Kids hatte ich das übliche Nachmittagsprogramm (Schwimmunterricht, Matheunterricht u.s.w.) und einmal machten wir es uns sehr nett, aßen erst Mittag bei Super Duper und fuhren dann weiter zum Discovery Museum. An diesem Tag hatten wir sehr viel Spaß! Ach, ich liebe meine kleinen verrückten Goofballs!

Little Architects Crazy Girls In The Crazy Sticker Room Sticker Attack Thank You D, My Love! Artist M

Alles in allem also eine sehr entspannte und unspektakuläre Woche. Das Wetter ist seit Wochen so ziemlich mittelmäßig (ah, hier passt es: the weather is grand! Haha!) Der San Fransisco Fogust ist da. Die meiste Zeit ist es neblig und kalt in der City und leider zieht der Nebel auch bis weit über Mill Valley. An manchen Tagen kommt die Sonne am Nachmittag raus, andere bleiben den ganzen Tag grau. In der Woche hatten wir aber ein paar interessante Sonnenuntergänge:

Beide Bilder sind in unserem Garten entstanden.

Freitag nach Feierabend hieß es dann endlich Wochenende und die Vorfreude auf Kanada stieg. Um das Wochenende vernünftig einzuleiten, gingen Vici und ich ins Peso (wohin sonst!?) und wollten uns da eigentlich noch mit ein paar anderen Mädels treffen, die dann aber leider abgesagt hatten. Später kamen noch Hostdad Peter, Anke und Robbie vorbei. Wir hatten viel Spaß, ich war gut dabei, es war wieder einmal sehr lustig mit grumpy Bartender Mac, der immer weniger grumpy wird (aber immer noch ziemlich frech ist) und zum Schluss lernte ich einen sehr interessanten Meeresbiologen kennen. Wenn man denkt, der Abend ist eigentlich schon fast vorbei, hat das Peso doch immer noch eine Überraschung übrig ;)

Am nächsten Morgen waren Vici und ich für eine Stand Up Paddling Class verabredet. Noch leicht aufgeputscht und gleichzeitig total übermüdet von der Nacht davor, mit einem Kaffee, einer Protein Bar und einer Banane im Gepäck holte ich Vici von zuhause ab und wir fuhren nach Sausalito. Das Wetter war erstaunlich gut, zwar etwas kalt, aber das Paddeln hat uns ziemlich bald aufgewärmt und als die Sonne dann noch raus kam, fingen wir richtig zu schwitzen an in unseren Neopren-Presswurst-Wetsuits mit Rettungsweste on top. Der Instructor war richtig cool drauf und wir hatten nur einen weiteren Mann in der Class. Nachdem wir erst Trockenübungen auf dem Land gemacht hatten und in einem geschützteren Bereich der Bay auf dem Wasser etwas Sicherer wurden, paddelten wir weiter raus in der Bay. Dort erzählte uns der Teacher noch einige coole Funfacts über die Boote, die dort in der Marina liegen. Das war echt interessant. Der Rückweg war wesentlich anstrengender, weil es plötzlich ziemlich windig wurde und wir zusätzlich noch gegen die Strömung anpaddeln mussten. Wieder im sicheren geschützten Bereich angekommen, durften wir ein paar waghalsige Übungen auf dem Board machen. Weil dabei noch immer keiner ins Wasser gefallen war, mussten wir uns zur Belohnung ins Wasser fallen lassen. Schließlich mussten wir ja alle beweisen, dass wir es schaffen, im Notfall wieder zurück auf Board zu kommen. So war ich nun endlich auch mal in der Bay baden und die Abkühlung tat tatsächlich sogar ziemlich gut. Nach einem mittelmäßigen, aber ziemlich teurem Lunch in einer trendigen Bar direkt am Wasser, die Ima mir empfohlen hatte, brachte ich Vici wieder nach Hause, begrüßte Imas Eltern und Schwester, die an diesem Tag aus Israel bzw. New York angekommen waren, ging rüber in mein Zimmer und ließ mich in meine Kissen sinken. Dieser Schlaf war wirklich mehr als überfällig.

Ich war noch sehr gut drauf, wie man unschwer erkennen kann

Den Abend wollte ich eigentlich nicht alleine verbringen, schließlich lag irgendwie ein Schatten über diesem Wochenende (sollte es doch eigentlich Normen und mein Hochzeitswochende sein). Es hatte nur leider niemand Zeit, so fuhr ich zu Target, bummelte da ein wenig durch die Regale und kaufte mir dann neue Schuhe bei Ross. Ha! So machen Frauen das eben, wenn die Kummer haben. Was ein Klischee. 

Der Sonntag sah dann trotz Vorfreude auf Vancouver leider auch nicht viel besser aus. Wieder hatte keiner Zeit und der Fog hing tief über der City und Marin. So verbrachte ich den halben Tag mit Netflix im Bett, packte meinen Koffer und raffte mich am Nachmittag dann doch nochmal auf, um in die City zu fahren. Dort bummelte ich an der Marketstreet entlang und obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, dieses Mal nicht zur Wharf zu gehen, ertappte ich meine Füße doch dabei, wie sie scheinbar ganz von alleine in die Richtung watschelten. Meine Clipper Card war leer gefahren und nach diesem seltsamen Wochenende wollte ich vielleicht auch einfach nur ein bekanntes freundliches Gesicht sehen. Tatsächlich stand der Peter vor dem Boot und verkaufte Ticktets für die letzte Tour des Tagen. Mein Plan ging jedoch so gar nicht auf. Anstelle einer Autofahrt zurück nach Marin und ein bisschen lustiger Ablenkung, bekam ich eine Bootsfahrt durch die arschkalte Bay, gefolgt von einem Streit und der Gewissheit, dass dies wohl die letzte Bootsfahrt war und es sich mit dieser Freundschaft nun auch entgültig erledigt hatte. Vielleicht brauchte ich diese müdliche Ohrfeige aber auch einfach mal und jetzt im Nachhinein bin ich doch irgendwie froh, dass nach all dem Hin- und Her endlich ein Schlussstrich gezogen wurde.

Da ich am nächsten Morgen schon den ersten Bus (um 4 Uhr) Richtung Flughafen nehmen musste, schlief ich furchtbar schlecht, war viel zu früh wach und wollte mich um diese Zeit nicht auf einen Uberfahrer verlassen, also lief ich die knapp 2 Meilen mit meinem kleinen Köfferchen zur Haltestelle. Ein sehr schöner Morgenspaziergang, aber doch sehr dunkel in meinem Wohngebiet und als ich die Kojoten heulen hörte, beschleunigte ich meine Schritte dann doch ein wenig, bis ich endlich an der beleuchteten Hauptstraße ankam. In Gröpelingen sind es komische Menschen vor denen man sich nachts in Acht nehmen muss, hier die lieben Wildtiere. Haha!

Die Securityschlange am Flughafen war unenedlich lang und ich hatt leicht Angst meinen Flug zu verpassen. Die Wartezeit nutze ich klug und machte einen Videoanruf in die Heimat. Schließlich wurde mein kleines großes Mädchen, meine Nichte Luna, eingeschult und ich musste ja wenigstens einmal gratulieren und ihre Schultüte bestaunen. Tatsächlich riefen sie am Gate schon meinen Namen auf, aber ich saß pünktlich im Flieger. 

Bye Bye beautiful foggy San Francisco

Ich musste in Seattle umsteigen (Washington State - all die spiegelnden Seen, die man vom Flieger aus sehen konnte, überall Orca Bilder und Merchandise - ich muss dringend nochmal wieder kommen und ein paar Tage Zeit mitbringen!) und auch hier wurde wieder mein Name ausgerufen, da mein Passport kontrolliert werden musste (schließlich bin ich weder Canadian noch US Citizen). Ich könnte mich jedes Mal wegschmeißen, wenn Amerikaner versuchen, meinen Nachnamen auszusprechen. Haha! nach weiterem Schlangestehen und der natürlich darauf folgenden Verspätung, war der kurze Flug trotzdem sehr angenehm und endlich in Kanada angekommen wurde ich von einer weiteren Passport Schlange begrüßt, an die ich mich anstellen durfte. Hach, ich mag Reisen, ich mag auch Fliegen, aber dieses Warten an Flughäfen oder in Flugzeugen kann wirklich nerven. Wenigstens wurde ich durch mein amerikanisches Visum ein wenig bevorzugt behandelt und musste nicht alles mitmachen, was alle anderen Touristen durchmachen mussten. Am Ausgang warteten unheimlich viele Menschen mit Schildern. (Eines war super bunt mit Disney Figuren und asiatischen Schriftzeichen - Ich war kurz am Überlegen, ob ich mich zu der Gruppe dazu gesellen sollte, befürchtete aber mein Japanisch sei nicht gut genug.) In all dem Trubel sah ich Sina erst gar nicht, was aber auch daran gelegen haben mag, dass ich nach einer etwas kräftigeren und weißeren Person Ausschau gehalten hatte. Liebe Sina, hier auch nochmal: Toll siehst du aus! Man sieht dir wirklich an, wie gut Kanada dir tut! ♥

An Tag 1 in Vancouver fuhren wir Sky Train, ich lernte ein paar Leute aus Sinas Homestay kennen, wir fuhren nach Vancouver Downtown und gingen dort spazieren bis runter zum English Bay Beach. Auf dem Heimweg besorgten wir uns kanadisches Bier in einem Liquor Store (in Kanada bekommt man nur in solchen Shops Alkohol, Preise variieren sehr stark und allgemein ist Alkohol sehr teuer) und machten es uns dann im Hinterhof des Homestay gemütlich. Lange machte ich den Abend nicht. Schließlich hatte ich die Nacht davor kaum geschlafen und einige neue Eindrücke zu verarbeiten.

Vancouver Waterfront Steamclock Downtown Regenbogen Gay Viertel English Bay Beach English Bay Beach

Wie man auf den Bildern vielleicht erkennen kann, war die Luft sehr smoky. Das zog sich auch die ganze Woche so weiter. Vancouver war (oder ist wahrscheinlich noch immer) umringt von Wildfeuern. Leider eine never ending story hier in den trockenen Sommern. 

Wettervorhersage: Rauch! Verrückt, aber wahr. Es war trotzdem schön, heiß und sonnig genug, um sich ein wenig die Nase zu verbrennen.

An Tag 2 fuhren wir nach einen gemütlichen Frenchtoast Frühstück wieder Richting Downtown, nahmen dort den Seabus nach North Vancouver und fuhren weiter mit dem Bus zum Lynn Canyon.

Klofund! Warum sollte ich mich so auf's Klo hocken wollen?

Eine mutige Sina ging schon ziemlich tief runter da Eine mutige Feedo Super klares Wasser Aber leider waren wir nicht so alleine, wie es auf dem ersten Bild aussah Treppen, Treppen, Treppen

Ein Orca! Kanadisches Plastikgeld mit Guckfenster

Nach diesem schönen Hike machten wir uns wieder auf nach Vancouver Downtown, um einen Freund von Sina zu treffen, der auch als Work and Traveller von Deutschland nach Kanada gekommen ist. Wir tranken das eine oder andere Guiness im Irish Pub, aßen richtig geile Nachos mit Käse und anderem yummy Zeugs überbacken und sprachen über interessante Themen: Warum "flieht" man ins Ausland, all die verschienen Gründe, die junge (oder auch alte Menschen) haben, diesen Schritt zu wagen, was diese Erfahrung mit einem macht, Liebe, Romantik ("Er wollte ein Feuerwerk mit ihr anschauen. Sie sagte nein, sie möge Feuerwerk nicht. Sie ist in Romantik eine ganz schöne Pfeife!!!" Haha!) und weitere tiefgründige Themen. Es ist immer wieder interessant, dass man in dieser Traveller Situation so intime Gespräche mit eigentlich Fremden führt. Vielleicht, weil man weiß, dass man sie eh nie wieder sieht!? Ich genoss den Abend, die Gespräche, den Flair der City und das Bier jedenfalls sehr. Unser Tisch war halb draußen auf dem Gehweg, wir sahen viele verrückte Gestalten vorbei laufen. Der eine fragte nach Geld für den Bus, der nächste bot uns an, gegen Bezahlung mit seiner Polaroid Kamera ein Foto zu machen (voll die gute Idee. Haha!). Da Phillip am nächsten Tag arbeiten musste, verließ er uns leider schon relativ früh wieder, wurde aber keine 10 Minuten später von Claudio, einem deutschen Mitbewohner von Sina, ersetzt. Ich musste etwas über die Gesichter der älteren Frauen am Nebentisch schmunzeln. Der eine hübsche Kerl ging, der nächste hübsche Kerl kam. Es hatte ein wenig was von Speeddating. Was die Damen sich wohl gedacht haben mussten!? Es wurde langsam dunkel, die Sommerluft war noch immer angenehm warm, überall roch man Weed (was seit kurzen auch in Vancouver legal ist). Kurze Zeit später stieß noch ein Franzose zu uns in die Runde, gefolgt von einer Japanerin. Dann waren wir komplett, das Bier floss weiter in Strömen und irgendwann zogen wir weiter ("Ich bin betrunken genug! Auf in die nächste Bar!") Dort gab es Bier für 3$ irgendwas und Tequilla - viel Tequilla und viel Bier. Was eine verrückte Nacht! Auf dem Weg zum Bus verliefen wir uns erst, ich besorgte uns in einem Kaffee (aufgrund meiner Flirtkünste die besten) Frischkäsebagel (wir hatten den Tag wirklich weitaus zu wenig gegessen, vor allem für den Alkoholpegel) und im Bus schlief Sina ein, weshalb wir unsere Haltestelle verpassten. So fuhren wir bis zur Endstation und mussten auf den Bus in die andere Richtung warten. Ich weiß nicht, wie lange wir insgesamt unterwegs waren. Sina entschuldigte sich tausend Mal, ich hatte gute Laune. Mir war egal, dass wir so lange nach Hause brauchten. Ich war glücklich wie lange nicht mehr. Life is surprising und es ist schön, definitiv!

mit Claudio beste Feiertruppe Whoop Whoop

 Am nächsten Morgen/ Vormittag ging es uns erstaunlich gut, wir waren nur ziemlich kaputt und müde (sind schließlich auch nicht mehr die Jüngsten). So relaxten wir an Tag 3 erstmal im Garten, ich zauberte uns Rührei mit Spinat und Toast und nach einer erfrischenden Dusche machten wir uns auf zum anderen Ende der Stadt. Schließlich brauchte ich nach ein Hard Rock Café (bzw. Hard Rock Casino) Shirt. Was ein Ritt für ein T-Shirt. Aber zu mehr, als mit Bus und Bahn durch die Gegend zu fahren, wären wir an diesem Tag vemutlich auch nicht im Stande gewesen.

Den Abend verbrachten wir wieder im Garten. Dort trafen wir jeden Abend auf mehr oder weniger die selben Leute: Da war der Künstler, der zuzeit das Haus neu anstreicht. Er setzte sich immer zu uns, trank sein Bier, rauchte seinen Joint, erzählte uns von seiner verrückten Kunst und zeigte uns Fotos von seinen Arbeiten (zum Beispiel Bilder von bekannten Persönlichkeiten, wie die Queen, Hitler oder Trump am kiffen). Dann war da noch ein älterer Typ aus der Filmbranche, der jeden Abend mit seinem Essen, ein paar Scheiben Käse, einem Wein und einem Bier raus kam und sich in einem sehr angenehmen und ruhigen Tonfall mit uns über alles Mögliche unterhielt. Zu eigentlich jeder Tages- und Nachtzeit traf man mindestens einen der vielen jungen Iren an, die eigentlich immer gute Stimmung mit lauter (meistens irischer) Musik machten oder mit verrückten Partyvideos alle zum Lachen brachten. Dann waren da natürlich die Hausbesitzer, einige ihrer Familienmitglieder, die gerade zu Besuch waren, der kleine Hund mit dem Gipsbein und viele andere Traveller, Studenten u.s.w. aus allen Teilen der Welt. In der Zeit als ich da war, lebten ca. 20 Personen im Haus. So kam es, dass man auch fast immer jemanden an der Bushaltestelle oder im Bus zum Haus antraf. Ziemlich witzig! Ich weiß nicht warum, aber ich war die ganze Woche immer schrecklich müde und machte (bis auf die Partynacht) abends nie lange. Zum Einschlafen hörten Sina und ich jeden Abend "die drei ???", denn wie sagten wir so schön? Männer sind echt soooo scheiße, aber auf die Jungs aus Rocky Beach ist immer Verlass. Die lassen einen an keinem Abend im Stich! ;) Tatsächlich schlief ich auch immer ziemlich gut, obwohl die Matraze hauchdünn war und man immer irgendwelche Geräusche, Musik, Gebetsgesänge oder Gespräche im Haus hörte. (Eigentlich nicht sonderlich verwunderlich, wenn man sich überlegt, dass unser Haus in meiner Kindheit eigentlich auch immer voll mit Menschen, Leben und Geräuschen war.)

Tag 4 verbrachten wir mitten in Vancouver im Stanley Park. New York hat den Central Park, San Francisco den Golden Gate Park und Vancouver den Stanley Park, den man so gar nicht mit den beiden vorher erwähnten vergleichen kann, denn dieser ist ein quasi unberührter großer Wald mit riesen Bäumen und ein paar nett angelegten Wanderwegen umringt von Stränden, Stadt, Hafen, Meer und Bucht. Traumhaft schön und man vergisst total, dass man eigetlich mitten in der Großstadt ist.

Totempfähle ...natürlich auch mit Orca Blick auf North Van Lions Gate Bridge Taucherstatue ohne große Bedeutung, aber mit Vogel auf dem Kopf Lonely tree on top of a rock Meer Rockart - für Sonja Big Baum Baumwurzeln noch mehr Bäume

wieder zurück im Homestay:

Jackson mein neuer Freund mit meiner neuen Cap

 An Tag 5 war es dann endlich soweit. Ich war unglaublich nervös! Sollte mein Traum endlich war werden? Ja, aber sowas von!!! Wieder eine halbe Weltreise mit dem Bus durch Vancouver später, waren wir am Steveston Harbour, Richmond angekommen. Cap auf den Kopf, Sonnencreme ins Gesichicht und ab auf's Boot. (An dieser Stelle nochmal: Ouh, ich liebe Bootfahren! Ich werde sowas von einen Bootsführerschein machen!) Die Tour war zwar wesentlich teurer, als die Whale Watching Touren, die ich bisher in den Staaten geamcht hatte, aber es hat sich wirklich gelohnt. Aus dem Hafen raus, merkten wir schnell, dass alle Whale Watching Boote in eine Richtung steuerten. Die Wahrscheinlichkeit, Buckelwale zu sehen, war sehr hoch, also wollte ich mir nicht zu viele Hoffnungen auf Orcas machen (war ich doch schon so oft enttäuscht worden!), aber dann kam die Walfachfrau nach vorne und erzählte, dass ein Pod Killerwale direkt vor uns durchs Wasser ziehen würde. Ihr könnt euch meine innerliche Gefühlswelt nicht ausmalen. Ich kann selber nicht in Worte fassen, was ich in diesem Moment dachte. Aber so fühlt sich wohl pures Glück an. Vor 16 Jahren war ich schon einmal in Kanada. Ursprüglich eigentlich nur mit der Idee, endlich mal einen Orca zu Gesicht zu bekommen. Und nun war es endlich soweit! ♥♥♥

Gleich geht's los! Lecker Orca Futter Erst waren sie ziemlich weit weg und dann ploppten sie plötzlich vor unserem Boot auf

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Wir fuhren ziemlich lange mit dem Pod von drei Males, zwei Females und zwei Kälbern mit. Eigentlich durfen sich die Boote nur auf ca. 200 Meter nähern, aber die Wale meinten es gut mit uns und kamen zu unserem Boot. Als wir nach diesem unglaublichen Erlebnis noch ein wenig weiter neben den Walen herfuhren, ließ ich mich auf meinem Sitz nieder, lehnte mich über die Reling und genoss den Anblick dieser riesigen wunderschönen Kreaturen, wie sie sich fast lautlos und sehr grazil durch das Wasser gleiten ließen. Den Michael Jackson Soundtrack von Free Willy im Kopf (ja, tatsächlich! Haha!), Sonnenschein auf der Nase und Wind in den Haaren dachte ich das erste Mal seit Wochen/Monaten an rein gar nichts und genoss einfach nur, während mir die eine oder andere Träne über die Wange lief.

Buckelwale sahen wir keine, aber damit konnte ich gut leben ;) Zurück im Hafen, schlenderten wir da an der süßen kanadischen Fisherman's Wharf entlang, bummelten durch die kleinen Lädchen und aßen lecker Fisch (natürlich Wildfang!!!).

Fisherman's Wharf dem ist nichts mehr hinzuzufügen Unser Whale Watching Boot

 Wieder zuhause angekommen, stoßen wir auf den erfolgreichen Tag an und berichteten allen von unseren tollen Erlebnissen. Ich erzählte immer wieder, wie gerne ich ins Wasser gesprungen wäre, aber das ich das Sina dann doch nicht antun wollte (Was sagte ihr Kumpel? "Why not? Now the whole tour was just a freaking waste of money!" Haha!). Nach und nach tauchten an diesem Abend immer mehr Mitbewohner auf: wir philosophierten über die verrückten Namen der Duftkerzen (Fearless Candle - vorher den Duft der Kerze in der Nase, wäre ich vielleicht doch zu den Walen ins Wasser gesprungen?!), jedem Kerl, der in diesem Haus bisher noch nicht gefragt wurde, wurde die wichtigste Frage von allen gestellt ("Boobs or Booty?" - tatsächlich bevorzugen fast alle eher einen heißen Hintern - interessant!), wir hörten verschiedene Spotify Listen, einige Jungs spielten Black Jack, es wurde getrunken, gekifft, drinnen bauten sie ein Netz auf dem Kückentresen auf und spielten Ping Pong, in der Sitzecke wurden Gitarre, Ukulele und Bongos gespielt und dazu gesungen, auf dem Boden vor dem TV machten es sich welche mit einem Schachspiel gemütlich, ... Ich war total kaputt. Mal wieder. Aber ich war glücklich. Es war wirklich ein großer Tag und obwohl genau das, was an diesem Abend da ablief, total meine Welt ist und ich mir sowas eigentlich niemals entgehen lassen würde, ging ich einfach ins Bett, las erst noch ein paar Seiten und schlief dann mit einem Lächeln auf den Lippen ein.

An meinem letzten Tag in Vancouver schliefen wir ziemlich lange (obwohl ich eigentlich ziemlich früh ins Bett gegangen war), entspannten dann ein wenig draußen im Hinterhof, ich packte meine Sachen, ging duschen und dann machten wir einen gemütlich Spaziergang in der Nachbarschaft zu einem Sushi Restaurant. Nach einem leckeren Lunch gingen wir ganz gemächlich zurück und machten es uns wieder im Hinterhof bequem. Dort probierte ich noch ein wenig von dem Sandwich des einen Iren (war ja schließlich Urlaub und legal in Vancouver), wir tauschten noch ein paar Spotify Songs aus und dann mussten wir uns schon auf zum Flughafen machen.

Oh Kanada, es war wieder einmal wunderschön! Und dieses Mal hast du meinen Traum sogar erfüllt! ♥

Danke für alles Sina! Ich habe diesen Urlaub wirklich sehr genossen, hatte unheimlich viel Spaß und konnte so viel schlafen, wie schon lange nicht mehr! Haha!

Bye bye smoky Vancouver

Tja, jetzt konnte ich mich doch nicht so kurz fassen, wie geplant. Nun also in wenig Worten und mehr Bildern von den letzten knapp zwei Wochen: 

Die Kids hatten noch drei Tage Ferien, dann ging letzte Woche die Schule los. Alle drei sind auf einer neuen Schule. Die Jungs sind nun in der ersten Klasse ("first grade") und Mia in der Vorschule ("Kindergarten"). Ab nächste Woche fangen auch alle Nachmittags-AG's an und mein Arbeitsplan ist noch etwas durcheinander, da wir noch nicht genau wissen, wer wen wann wie mit welchem Auto abholt. Das müssen wir alles noch "ausfigguren". Etwas nervig ist auch, dass Imas Eltern dieses Mal kein Auto gemietet haben. So müssen wir uns den Jeep teilen und ich kann meine freien Vormittage nicht mehr so flexibel gestalten wie sonst. 

Vorm Schulstart war ich mit den Kiddos einen Tag mal wieder in meinem Lieblings (Kinder) Museum in SF, in der Acadamy of Sciences:

Wir lernten viel über Tiere aus dem Regenwald, sahen uns eine Präsentation über Schlangen an und meine schlaubi, nerdy Jungs gaben bei einer Show über Planeten und das Universum mit ihrem Wissen an. In solchen Momenten komme ich mir immer ziemlich doof vor. Haha! Aber was wisst ihr denn so über die Omniverse Theorien?

Letzten Dienstag dann ein weiteres Highlight! Nachdem ich ja nun nicht zum Ed Sheeran Konzert in Hamburg konnte, weil ich da schon wieder hier in den Staaten war, kam ich doch noch spontan an Karten für das Openair Konzert hier im AT&T Park in der City ran. Danke Bernadette ♥

Was eine grandiose Onemanshow, was ein talentierter und sympathischer Künstler, was eine coole Vorband (Snow Patrol), was ein cooler Flair in diesem Stadion, was ein toller Abend! ♥♥♥

Ed Sheeran erzählte ziemlich viel, aber nicht zu viel. Er war manchmal etwas schwer zu verstehen mit seinem irischen Akzent, aber er war super lustig, erzählte, dass er in SF das erste Mal in Amerika einen Song von sich im Radio gehört hatte (für Europäer ist der Durchbruch in den Staaten nicht gerade einfach), bedankte sich bei den Boyfriends, die nur ihrer Freundin zuliebe mit zu seinen Konzerten kommen und bei den Superdads, die ihre Kinder begleiten. (Beides wahre Helden, die nur aus Nächstenliebe handeln! Haha!) Echt ein cooler Typ!

mit SF Giants Shirt ziemlich cooles Stadion

Und noch ein paar Videos:

 Sonst gab es nicht viel, nur den ganz normalen Alltagswahnsinn. Ich lachte mit den Kids, wenn sie ihre Rülpser in "epic" oder "legendary burps" einordnen, sie berichten, dass sie am nächsten Tag zum Fototermin in der Schule ihre "Sexy Jeans" tragen möchten oder bei Konversationen wie: Ich "I think, it's a hamster!" M "No, it's definetly a cow!" Ich "Yeah right, almost the same animal..." Das viele Lachen mit meinen Lieben macht den mittlerweile sonst sehr langweiligen Arbeitstag wesentlich angenehmer, spiele ich mittlerweile ja doch irgendwie nur noch Uberfahrer, Putzfrau oder langweile mich, weil alle mit Aufgaben oder den vielen anderen Erwachsenen im Haus beschäftigt sind.

Letzte Woche hatte Vici ihre Abschiedsparty im ähnlichen Stil, wie Cindys Abschieds- und ihre Willkommensparty im letzten Jahr. Da merkt man dann doch, wie lange man schon hier ist. Es war sehr intim und schön. Ich durfte endlich Vicis Freund kennen lernen und war etwas traurig, dass wir es nicht mehr geschafft hatten, alle zusammen was zu unternehmen, bevor es für die beiden in den Reisemonat ging.

So, nun ist die letzte vom engen Kern auch weg! Oh man, ich vermisse dich Adventure-Vici! Was hatten wir doch für schöne, lustige und abenteuerreiche letzte Wochen zusammen!!! ♥♥♥

Tja, nun also neue Mädels kennen lernen. Mit Lara war ich ja nun schon ein paar Mal unterwegs (sie war auch mit beim Konzert), aber es sind auch einige neue Mädels in Mill Valley angekommen. Laura (sie ist neu in Vicis Familie) habe ich schon sehr ins Herz geschlossen. Ich lernte sie letzten Donnerstag auf Vicis Party kennen, wir waren Freitag im Peso und Sonntag auch schon den ganzen Tag zusammen in der City unterwegs.

City Fund - Hahaha!

Jaja, Peso am Freitag. Frani und Franzi (Zwei Franziskas - gut, dass es mir nicht sowieso schon immer schwer fällt, mir Namen zu merken. Haha!), ganz frisch in Mill Valley angekommen, waren auch mit und vor Ort trafen wir noch Lara und Saskia (ein auch schon etwas älterer Hase aus SF). Ich glaube, es war nicht die beste Idee, mit allen ins Peso zu gehen. Eigentlich hatte ich mich gefreut, mal wieder mit einer großen Mädelsgruppe zu gehen, war ja bisher immer ziemlich witzig. Ich bin aber mittlerweile doch echt schon ein Stammgast und die Mädels haben sich, glaube ich, nicht so wohl gefühlt. Es ging damit los, dass Kevin (der Türsteher) sagte: "I need to see all ID's", zeigt auf mich "Not yours!". Drinnen wurde ich an der Bar mit den Worten "Gin and Tonic for my German friend?" begrüßt, beim zweiten Getränk, fragte ein andere Bartender nur "On your tab?", wollte meinen Namen aber nicht wissen, obwohl mindesten 25 Karten dalagen. Sean fragte bei einer späteren Bestellung nach meinem Namen, als ich ihn dann sagte, lächelte er aber nur und meinte "Weiß ich doch, es klingt nur immer so toll, wenn du es sagst!" Haha, der Sean! Am späteren Abend wurde ich von einem Stammkunden mit "Hey Gorgeous, good to see you!" begrüßt und so langsam frage ich mich: Ist das gut? Ich wollte schon immer eine Stammbar haben, aber ohne Stammbar Buddy ist das doch irgendwie kacke! Vanessa, du fehlst mir!!!! Obwohl die Mädels nach einer Stunde schon los wollten, blieb ich noch. Ich war für den späteren Abend noch verabredet und da doch einige bekannte Gesichter da waren, war ich ja auch irgendwie nicht wirklich allein. Es stellte sich raus, dass es die richtige Entscheidung war. Was ein Abend! Definitiv einer der besten Peso Abende ever: gute Gespräche mit dem Jason geführt, den Bruder vom Robert kennen gelernt, mit Johnny den Jason verarscht, das hunderste Mal mit den gleichen Stammis gesprochen, die das hunderste Mal schworen, mich das erste Mal im Peso zu sehen, einen berühmten Giants Spieler gesehen, ein Poolspiel verloren (obwohl ich mit Jason im Team war und selber auch nicht schlecht gespielt hatte), ein sehr nettes Gespräch mit zwei jungen Frauen in meinem Alter geführt (wollte sie schon fast nach ihrer Nummer fragen, brauche schließlich neue Freunde, befürchtete dann aber es könnte falsch rüber kommen) und im Anschluss ein nettes Date gehabt. Top! :D

Zum Abschluss noch ein Foto von meinem kleinen Zauberbär beim Rumalbern in der neuen Schule:

Love, Hugs and Cheers!

Eure Feedo

 

PS: Ich bin jetzt übrigens offiziell Studentin am College of Marin und hatte schon meine ersten beiden Classes. Dienstag war ich mit meiner "Hiking Class" im Samuel P. Taylor State Park und gestern (Mittwoch) hatte ich meine erste "Drawing Class" Einheit. Dazu dann aber mehr beim nächsten Mal. Hab euch nun genug gequält! Haha!

weißer Redwood Tree

Und ganz aktuell von gestern (endlich wieder Sonnenschein!): 

Go Team D! Dreamteam!

Mehr Wein, mehr Berge, weniger Burgen, dafür mehr Meer

Dienstag, 07.08.2018

Hallo Deutschland, hallo Welt!

Mein zweites Jahr hat begonnen. Offiziell ja schon am 22. Mai, aber für mich fing es eigentlich erst so richtig an, als ich aus Deutschland zurück war. An dieser Stelle kurz für alle, die nicht alle Beiträge gelesen haben und/ oder nicht ganz verstehen, was hier eigentlich bei mir los ist: In meinem ersten Jahr als Professional Au Pair (Wobei ich mittlerweile herausgefunden habe, dass das Wort Au Pair geschützt ist und gar nicht für uns verwendet werden darf. Wir sind eher sowas wie Social Caregivers oder so.) in Mill Valley bei San Francisco habe ich viel erlebt, mich sehr verändert und mich letztendlich von meinem Verlobten getrennt, obwohl die komplette Hochzeit und alles schon fertig geplant war. (Hey, diesen Samstag wäre mein Hochzeitstag! Schon irgendwie seltsam!) Dies hatte zur Folge, dass meine Host Parents mir anboten, noch ein zweites Jahr zu bleiben. Da ich soweit keine anderen Pläne hatte, es mir hier sehr gefällt und mir gerade nicht zumute war, wieder zurück in mein „altes“ Leben zu gehen, ich aber auch noch keine Kraft für einen kompletten Neustart hatte, sagte ich ja. Nun lebe ich also schon über 13 Monate in den Staaten und fange so ganz langsam an, mir Gedanken zu machen, was denn wohl danach kommt. Geändert hat sich hier eigentlich nicht viel, aber das heißt nicht, dass es bei mir langweiliger geworden ist. Trotz der Last, die jetzt von mir gefallen ist, nachdem ich Deutschland war, um alle meine Angelegenheiten zu regeln, hatte ich doch noch einige schlechte Tage. Dieses abends alleine zuhause sein, macht mir doch oft noch schwer zu schaffen. Meine Vanessa fehlt mir. In den letzten Tagen habe ich aber unheimlich viel mit der lieben Vici gemacht und die wohnt ja sogar hier in Mill Valley. Mittlerweile ärgern wir uns richtig, dass wir nicht schon früher mehr zusammen gemacht haben. Aber ich war halt meistens mit Vanessa und sie mit Nina unterwegs. Und nun ist sie selber auch nur noch drei Wochen da. What a bummer! Anyway, wir genießen jetzt unsere letzte gemeinsame Zeit zusammen und dann kommen ja bald auch wieder neue Mädels an. Und ein paar andere „alte“ Mädels habe ich hier ja auch noch ;)

Ich bin jetzt etwas über einen Monat wieder zurück in der Bay Area und versuche jetzt mal kurz (haha!) zusammenzufassen, was in dieser Zeit hier passiert ist.

Weil es gerade aktuell ist und ich nicht weiß, warum ich dieses Thema hier nicht auch aufgreifen sollte: Was stimmt mit den kalifornischen Männern nicht? So, ich bin jetzt Single. Das erste Mal seit einer fast neunjährigen Beziehung (vor der ich direkt aus einer zweieinhalbjährigen Beziehung kam). Demnach könnt ihr euch vorstellen, dass Dating nicht gerade mein Fachgebiet ist. Es ist nun nicht so, dass ich hier die Liebe meines Lebens finden möchte. (Das möchte ich allein meiner lieben Mama gar nicht antun.) So schnell bin ich auch noch gar nicht bereit, wieder etwas zu Festes einzugehen, aber  ab und zu mal nett Ausgehen ist schon ganz schön und eine nette Abwechslung zu Abenden alleine in meiner Bude. Außerdem lernt man so auch mal andere Plätze hier kennen (ich berichtete, wo ich überall mit dem Boat-Peter war) und ich finde es immer wieder spannend, die Geschichten zu hören, wie die Leute hier aufwachsen und was man hier so in seiner Jugend erlebt. Ich habe nun schon einige Kerle hier kennen gelernt, alle komplett verschieden, alle einen anderen Hintergrund, alle ein anderes Alter, den einen habe ich ein-/zweimal gedatet, den anderen über Monate immer mal wieder, aber eines haben sie alle gemeinsam: Total einen an der Waffel! Wie las ich gerade in meinem Jojo Moyes Buch über Dating in New York? „Ich hatte ein paar Verabredungen – nichts Ernstes (ein „Date“ scheint hier eher so was wie ein Zeitvertreib zu sein)." Ich weiß, wir sind nicht in New York, aber es passt irgendwie. Bei fast allen war es das Gleiche: Bevor ich mir überhaupt  ein richtiges Urteil bilden konnte, geschweige denn behaupten konnte, die Person würde mir langweilig werden, wurde der Kontakt abgebrochen, es kamen komische Ausreden, warum man sich doch nicht treffen könne (obwohl das Treffen von ihm vorgeschlagen wurde) oder oder oder, aber fast nie eine wirklich klare Aussage. Von heute auf morgen kein Kontakt mehr. Bäm! Hallo?! Ich bin ein menschlisches Wesen. Das ist nicht nett. Wer erzieht sowas? Vici und ich haben da ja mittlerweile so unsere Theorien und wundern uns irgendwie doch nicht mehr so sehr, wenn man mal schaut, wie die Mütter ihren Kids hier die Hand vor den Arsch halten. Obwohl ich erst seit wenigen Monaten Single bin, könnte ich schon ein komplettes Buch über Dating in der Bay Area schreiben. Ima erwähnte mal, sie hätte eine komplette Sex and the City Staffel mit ihren Single Erfahrungen hier in der Bay Area füllen können. Ja, das glaube ich ihr mittlerweile nur zu gern. Haha! Ich fange langsam an, dieses Verhalten zu belächeln, schüttele den Kopf und ärgere mich nur noch ein bisschen (schließlich ist es einfach scheiße, jemanden so zu behandeln). Verrückt ist aber tatsächlich, dass es so eine amerikanische Krankheit zu sein scheint. Ich habe nämlich vor kurzem einen Europäer kennen gelernt, mit dem ich mich über genau dieses Verhalten echauffieren konnte. (Frauen scheinen hier ähnlich zu ticken. Verrückt…) Dating also. Ein großes interessantes Thema bei mir in den letzten Wochen.

Nun aber mal ein paar Highlights in chronologischer Reihenfolge:

Meine ersten Tage zurück in den Staaten waren direkt sehr actionreich. Nach einem guten Date mit einem Kerl aus Oakland (East Bay- das hätte mich schon abschrecken müssen), folgte am nächsten Tag direkt ein schlechtes. Wir haben ausgesprochen gut gegessen (mein erster richtiger Sushi Restaurant Besuch hier), waren danach in einem super coolen alten Kino, in dem jeder Saal wie ein schickes altes Theater aussah und im Hauptsaal wurde die Filmorgel sogar noch live gespielt (Film: Jurassic World 2 – eigentlich auch ein Highlight), waren dann noch in einer Bar auf ein Bier und haben den Rest des Abends dann bei ihm verbracht, gefolgt von einer für mich schlaflosen Nacht (nicht, was ihr jetzt denkt, er hat geschlummert wie ein Baby). Ich kann nicht mal genau sagen warum, aber es war alles irgendwie seltsam und tatsächlich haben wir uns auch bis heute nicht wieder gesehen. Eine sehr komische Geschichte. Arschloch, abgehakt! Jedenfalls war ich am nächsten Tag mit Jana verabredet, ihren Geburtstag nachfeiern. Dafür waren wir in Napa auf einer Wine Tasting Tour. Ihre Hostmom hat uns gefahren. Es war super heiß, ich war leicht müde (ich hatte wirklich so gut wie gar nicht geschlafen) und der Wein hat gut geknallt. Es war ein wirklich unglaublich schöner Tag. Danke nochmal dafür meine liebe Jana!

Krönender Abschluss bei Mumm

Nachdem wir schon um 21 Uhr ins Bett fielen (ich bekam nicht einmal das Ende des Filmes mit, den wir uns vor 20 Uhr angemacht hatten), war ich am nächsten Tag ziemlich fit. Nach einem kurzen Besuch beim Tätowierer unseres Vertrauens in Fairfax, brachte ich Jana zum Bus und fuhr dann meine D’s vom Flughafen abholen. Oh, was ein Wiedersehen. Ich hatte sie ja schon echt vermisst, aber sie mich definitiv mindestens genauso sehr. Aba meinte, bei so gut wie allem, was sie in Mexico unternommen hatten, sagte eines der Kinder: „Oh, Feedo would love that!“ oder „Ima, take a picture and send it to Feedo!“ oder „We need to buy that for Feedo!”. Meine kleinen Goofballs kamen aus dem Sabbeln im Auto gar nicht mehr raus. Am Abend klingelten meine Ohren ein wenig, aber ich war einfach nur glücklich. Schon einen Tag später ging der Alltagswahnsinn wieder los und nachdem Ima und ich die Kids an der neuen Schule zum Sommercamp abgesetzt hatten, hatten wir Erwachsenen auch endlich mal Zeit miteinander zu sprechen. Wir tauschten uns zwei Stunden aus und mir wurde wieder einmal bewusst, dass ich mittlerweile doch ein vollwertiges Familienmitglied bin ♥

Neben einer vollen Arbeitswoche war ich an meinen Vormittagen und Abenden gut unterwegs. Hier ein Telefonat mit meiner Freundin (und ehemaligen Kollegin) Sina, die zurzeit in Vancouver lebt, da ein Treffen am Muir Beach mit einer neuen Freundin von der Organisation (Lara ist schon seit Januar hier, wohnt quasi in der Nachbarschaft und wir hatten uns tatsächlich vorher nicht einmal getroffen), dort ein Spaziergang durch Mill Valley mit Vici und an einem Morgen hatte ich es sogar in die City geschafft, um mich dort mit Jana zum Frühstück zu treffen. Mit den Kids hatte ich auch viel Spaß, wie man unschwer an den Bildern erkennen kann.

Montag bis Freitag:

Manchmal kann Arbeiten auch sehr entspannend sein Best American Boys! Muir Beach mit Lara Mill Valley mit Vici  Yummy Lambchops Goofing around with Mia more silly goofballs Best German Chocolate from Aldi and Kinder Surprise Eggs for sure 

Und schon stand das Wochenende wieder vor der Tür. Freitag ging es endlich mal wieder ins Silver Peso. Ach, hatte ich meine Lieblingsbar vermisst. Vorher holte ich Anke (Vanessas Vorgängerin) und Hostdad-Peter ab. Was ein lustiger Abend. Wir spielten fast die ganze Zeit Pool mit einem früheren Freund von Anke und ihrem Freund Robbie. Anke hatte den Jason lange nicht gesehen, so war das Wiedersehen eine große Freude und wir hatten wirklich sehr viel Spaß. Was ein Abend. Ich wurde den ganzen Abend von einer jungen betrunkenen Frau angebaggert („You smell soooo good!“, „Oh there is my good smelling girl again!“, …) und schnallte es erst, als sie sich an mich lehnte, mir in die Augen schielte (sie war wirklich sehr betrunken) und „I’m gay.“ hauchte. Erst verstand ich sie gar nicht und musste nochmal nachfragen. Dann tat sie mir etwas Leid. Wer konnte das denn ahnen? Ich wollte nur nett sein. So musste ich ihr mitteilen, dass ich leider nicht lesbisch sei, sie aber bestimmt bald die Richtige finden würde. Tja, hätten wir den Punkt auch von der Liste abgehakt. Haha! Ansonsten war der Abend so gut, dass ich noch fast bis zum Ende blieb. Nach einer kurzen Nacht war ich am nächsten Tag (10 Stunden Samstag – yayyy!) mit den Kiddos in der City in der Acadamy of Sciences. Oh, wie ich dieses Aquarium dort drinnen liebe! Abends holte ich Jana wieder vom Bus ab und wir gingen wieder ins Peso, aßen dort ein Sandwich (schließlich hatten wir noch ein paar Zutaten) und holten auf dem Rückweg mit den Uber noch eine Pizza bei Dominos ab. Man gönnt sich ja sonst nichts. Am nächsten Tag hatte ich frei, brachte Jana nach Hause in die East Bay und war eigentlich mit den Oaklander verabredet. Ich wurde versetzt (Arschloch halt) und so nutze ich meinen freien Nachmittag und dachte mir, wenn ich schon in Berkeley bin, kann ich auch zum Ikea und mir ein kleines Geburtstagsgeschenk (für den nächsten Tag) kaufen. Ich fand eine super schöne Nachtischlampe und verbrachte den Abend damit, meine Zimmerwand neu zu dekorieren. Ein guter Abend :)

Freitag:

Peter and his chicks

Samstag:

Teethbrushaction with my crazy kiddos Richtig, das haben wir auch verschlafen! Das Peso war wach! Haha!

Sonntag:

mit Jana in BerkeleyWer braucht einen Mann, wenn er diese Brücke haben kann? Haha!

28 Jahre, puh! Happy birthday to me! Ich weiß, umso älter man wird, umso unwichtiger werden Geburtstage in der Regel. Für mich aber nicht. Ich liebe meine Geburtstage. Vielleicht nicht unbedingt, dass die Zahlen nicht mehr so schön aussehen wie früher (25 war noch irgendwie cool – so ein viertel Jahrhundert, aber alles danach klang irgendwie nicht mehr so schön), was vielleicht auch damit zusammen hängen mag, dass man als Kind gedacht hatte, man würde in diesem Alter an einer ganz anderen Position stehen. Aber was soll‘s, Alter ist nur eine Zahl und wie Ima immer so schön zu sagen pflegt: „Feedo, you’re soooo young!“ Ich wusste, dass mein Geburtstag dieses Jahr nichts Besonderes sein würde und somit war ich auch wenig enttäuscht, dass im Grunde nicht mehr passierte, als ich erwartet hatte. Ima fragte mich, ob ich frei haben wolle.  Da alle anderen ja eh arbeiten mussten und ich wusste, dass Ima mich gut gebrauchen konnte, da die Kids ihre Swim Class hatten (zu zweit ist es wesentlich einfacher  den ganzen Kram zu schleppen, alle zu duschen und fertig zu machen), meinte ich, ich könne ruhig arbeiten. Sie gab mir den Morgen dennoch frei, so verabredete ich mich mit Vici und Jana zum Frühstück bei Jana in Berkeley: Yummy French Toast und Mimosas (natürlich nur einen für jeden, mussten ja noch fahren und später arbeiten) bei Rick und Ann’s – geil! Ansonsten kamen die üblichen Facebook und What’s App Nachrichten, ein paar wenige Anrufe (über die ich mich aber sehr gefreut hatte) und der Hinweis, ich solle doch den Radiosender Bremen 1 hören. Dank der heutigen Technik bekam ich tatsächlich hin, über mein IPhone und der von Vanessa und mir erfolgreich eingerichteten Bluetooth Verbindung zwischen IPhone und Jeep im Auto „Wünsche und Musik“ zu hören, verrückt! Der Gruß von meiner Familie und der absolut tolle Song („Budapest“  von Jethro Tull) trieben mir dann tatsächlich auch ein paar Tränen in die Augen. Enttäuscht war ich dennoch ein wenig, dass der Briefkasten leer blieb (hatte ich doch das ganze Jahr fleißig Karten verschickt – naja, so spare ich mir für das kommende Jahr eben jede Menge Briefmarken). Nach dem Frühstück, genossen wir noch ein wenig die Sonne und den Blick über unsere geliebte Bay bis es wieder zurück nach Marin ging. Anstelle einer fetten amerikanischen Supermarkt Torte (die ich nicht wirklich mag), wünschte ich mir von Ima Lemon Bars, die es dann mit einem schönen Geburtstagsständchen von ihr und den Kids (Aba musste arbeiten) nach dem Abendessen gab. Ich wurde auch sehr reich und vor allem durchdacht von den D’s beschenkt. Ich bekam ein Taschenset um mein Reisegepäck besser ordnen zu können (Ima und ich denken in solchen Sachen einfach zu gleich :D), das Buch „A Job to Love“, was einem helfen soll, sich klar zu machen, was man im Leben erreichen möchte, ein DinA 4 Druck eines meiner Lieblingsbilder aus dem MoMA und mein absolutes Highlight (obwohl das Bild auch schon der Oberhammer war): ein DNA Kit von 23andme, mit dem ich heraus finden kann, was in meinen Genen steckt, wo meine Vorfahren herkommen und noch vieles mehr. Checkt das mal aus, mega cool: https://www.23andme.com/

Birthday Girl Geschenke und Rhabarber Kuchen von Jana Sonne und Ausblick genießen noch mehr Geschenke Karte von den D's - soooo süß

Am nächsten Tag waren dann doch noch drei Geburtstagskarten im Briefkasten und eine Woche später bekam ich auch noch einen Brief von meiner süßen lieben kleinen Schwester ♥

Freizeitmäßig lief die Woche nicht so viel, aber in meiner Arbeitszeit machte ich coole Sachen mit den Kiddos. Wir schwitzten bei 28°C (ich weiß, da lacht ihr in Deutschland gerade nur drüber) in San Rafael (während es in San Francisco, 20 Minuten weiter mit dem Auto, nur 18°C waren), waren im Creativity Museum und das Highlight der Arbeitswoche: ich half Chad (dem Neffen von Ima und Aba) Ima und die Kids zu überraschen. Er hatte seinen Besuch schon lange im Voraus geplant und nur Aba und mich eingeweiht. Ima hatte am Ende gewittert, dass Chad und Aba Geheimnisse vor ihr hatten, aber sie hätte nie im Leben damit gerechnet, dass Chad uns von der Ostküste besuchen kommt (er hatte ihr sehr plausible Gründe genannt, warum es diesen Sommer leider nicht klappen würde). Ima war mehr als happy (ist Chad doch sowas wie ihr erwachsener Sohn -  und demnach auch irgendwie wie ein Bruder für mich!?) und die Überraschung ist mehr als geglückt!

YOLO! Sunny afternoon in San Rafael Bumper Sticker - found during a walk in the neighborhood My favorite dessert place? Starbucks! The kids love it and I get a good coffee. Haha!

Am Wochenende waren Jana und ich wieder im Peso. Dort trafen wir Anke und Robbie und später dann auch wieder den Freund der beiden, den Jason. Es war wieder mal ein sehr lustiger Abend. Am nächsten Tag frühstückten Jana und ich mit ein paar anderen Mädels von der Organisation und ich wartete auf eine Rückmeldung vom Oaklander, mit dem ich eigentlich am Abend verabredet war - letzte Chance und so. Er deutete an, dass es wieder nichts werden würde (Arsch!) und ich fuhr mit Jana nach Berkeley für einen Mädels-Shopping-Tag. Danke Süße, das hatte ich echt gebraucht in dem Moment! Tatsächlich sagte der Typ dann komplett ab (Arsch! Arsch!) und ich wusste nichts mit mir anzufangen. War doch irgendwie eine seltsame Woche. Dann bekam ich einen unerwarteten Anruf und hatte doch noch ein Date. Der Abend war gerettet und definitiv echt schön :)

Sunset - Mount Tam

Die folgende Woche war vormittags freizeit- und sporttechnisch dann completely packed. Montag musste ich erstmal schlafen (die Nacht von Sonntag auf Montag war dann doch etwas kurz), Dienstag war ich im Gym, Mittwoch war ich Biken mit Vici, Donnerstag war ich Hiken mit Vici und Freitag wieder im Gym. Man gönnt sich ja sonst nichts :D Der Hike auf dem Mount Tam hatte es wirklich in sich. Vici hatte eigentlich einen easy Trail mit schönem Ausblick rausgesucht, aber dann kamen wir an einer interessanten Abzweigung vorbei und beschlossen dort einfach mal runter zu laufen. Wir waren am Sabbeln, machten eine gemütliche Lunchpause und merkten, dass es immer heißer und heißer wurde. Irgendwann beschlossen wir (oder eher Vici), lieber kehrt zu machen, da der Trail kein Loop zu sein schien und wir ja wieder zurück zum Parkplatz mussten. (Danke nochmal Vici, ich wäre echt blöd weiter gelatscht!) Der Weg hoch war dann echt unglaublich anstrengend. Ich würde mich zurzeit als recht fit bezeichnen und Vici sowieso, aber wir kamen doch schon echt an unsere Grenzen. Am Ende mussten wir an jedem kleinen Schattenplätzchen eine kurze Pause einlegen. Oben angekommen, ließen wir uns nur noch unter den erstbesten Baum plumpsen und warteten, bis sich unser Puls wieder auf normal menschliches Niveau senkte. Dann gingen wir ganz entspannt den Rest bis zum Parkplatz und dem ersehnten Wasserbrunnen, wuschen uns dort im Restroom Gesicht, Hände und Arme und akklimatisierten so langsam wieder. Im Tal in Mill Valley waren bis zu 23°C angesagt. Das Autothermometer verriet uns dann, dass wir auf dem Berg 39°C hatten. Wer rechnet denn auch damit? In San Francisco waren es an dem Tag übrigens 13°C. Verrückt, was der Nebel im Sommer mit der Bay hier anstellt.

Vor dem Hike - noch voll motiviert! Ausblick war auch schön Die böse Abzweigung We survived! Und der Ausblick ist noch immer schön! Lieblingsbild!

Das Wochenende war Janas Abschiedswochenende. Freitag musste ich lange arbeiten. Jana wurde gegen 21 Uhr von ihrer Hostmom zu mir gebracht und es flossen noch einige Tränen (ohje, hab ich eine Angst vor meinem Abschied nächstes Jahr). Weil Jana das Gefühl wie Liebeskummer beschrieb, handelten wir nach meinem Feierabend auch dementsprechend. Wir machten uns ein letztes Sandwich (wir hatten noch Zutaten für genau eins), gingen damit spazieren, tranken dann den Champagner, den ihre Hostmom ihr mitgegeben hatte und aßen gemeinsam einen Becher Eis, während wir uns eingekuschelt in meinem Bett einen Film ansahen.

Am Samstag machten wir eine kleine Bay Area Abschiedstour. Wir fuhren zum Point Reyes (der leider komplett im Nebel versunken war, aber dadurch auch irgendwie total magisch wirkte), danach zum Ort „Point Reyes Station“, in dem wir gemütlich über einen kleinen Farmers Market schlenderten und lecker Kuchen in einer Bäckerei besorgten, machten Halt am Stinson Beach, ich zeigte Jana endlich meinen geliebten Muir Beach Overlook, wir machten noch einen Abstecher auf den Mount Tam und dann entspannten wir noch sehr gemütlich bei mir (bei den vielen kurzen Nächten in letzter Zeit, habe ich diese kurzen Naps irgendwie für mich entdeckt und würde ohne sie vermutlich einfach mal gar nicht mehr funktionieren :D), bevor Vici abends mit Pizza vorbei kam und wir dann weiter ins Peso zogen. Was ein lustiger Mädelsabend mit Jana, Vici, Anke (später auch Robbie), Lara und Bernadette, obwohl ich ja immer noch finde, der Franzose hätte sich ruhig zu uns gesellen dürfen. Der war echt nett ;)

Point Reyes:

Treppe ins Nichts! Eigentlich sollte da unten der Leuchtturm sein!

Muir Beach Overlook:

Love you!

Sonntag brachte ich Jana schweren Herzens zum Flughafen. Wieder ein Abschied… Das ist echt nicht schön! Du fehlst mir jetzt schon Maus! Ich wünsche dir nur das Beste für dein kommendes, sicherlich ganz aufregendes Jahr in Australien!

Mittags hatten wir ein Treffen von der Organisation in Berkeley zum Essen in einem deutschen Restaurant namens „Gaumenkitzel“. Teuer, aber überraschend gut, obwohl ich noch immer nicht verstehe, warum es kein Mett gab!?

Brotzeit mit Kaffee und Alsterwasser Muss ich haben!

Am späten Nachmittag bekam ich eine WhatsApp Message von dem Franzosen und wir trafen uns spontan. Ein sehr interessanter Mensch, ein sehr interessantes Treffen. Ich habe ewig nicht so viel gelacht. (Er wollte ein schwieriges deutsches Wort lernen. „Streichholzschächtelchen“ fand ich da sehr passend. Haha!) Europäer sind doch irgendwie anders als Amis ;) Schade eigentlich, dass er nur zu Besuch hier war. Aber wie heißt es doch? Man trifft sich immer zweimal im Leben!

Ouhhh, ihr Armen! Ich schreibe hier wieder einen kompletten Roman. Es ist fast geschafft. Wir sind bei der letzten Woche angelangt ;)

Die Woche begann ähnlich wie die vorherige. Montagvormittag musste ich wieder etwas Schlaf nachholen. (Ich sollte aufhören, mich sonntags mit Leuten zu treffen, die den Montag drauf frei haben. Haha!), Dienstag ging es ins Gym, nachmittags bekamen die Kids ihre Haircuts (Mia sieht so toll aus, war alles ihre Idee!) und abends entspannte ich am Muir Beach Overlook zum Sunset und bekam sogar einen Wal zu sehen!

Wer findet den Wal?

Mittwoch wollten Vici und ich wieder Biken, aber ihr Rad hatte einen Platten. So zogen wir lazy mit dem Auto los, holten uns einen geilen Bagel in Larkspur Landing und später ein riesen Eis in Sausalito. Nach Feierabend trafen wir uns wieder. Sie kam zum Filmgucken zu mir uns später gesellte sich auch der Jason zu uns. Donnerstag fuhren Vici und ich nach Fairfax. Da war sie bisher tatsächlich noch nicht! Auch hier gab es wieder lecker (Vanilla-Lavender-Honey) Eis (weshalb ich dann getrieben vom schlechten Gewissen noch vor Arbeitsbeginn ins Gym gefahren bin. Haha!) und verrückte Fairfaxer Menschen, die nicht nur mit ihrem Hund, sondern auch mit ihrem Schwein Gassi gehen.

Gönn dir Feedo! Fairfax

Freitag fuhren Vici und ich am Vormittag in die City an die Wharf. Nach drei Monaten hörte ich sie dann das erste Mal wieder, diese quakige Stimme mit dem seltsamen (irgendwie kanadisch klingenden) Akzent: „One hour boad trip underneath the Golden Gate Bridge and around Alcatraz!“ Der Boots-Peter arbeitet wieder auf der Amigo, hat jetzt kurze Haare und nachdem ich mich durchgerungen hatte, ihm hallo zu sagen, lud er Vici und mich ein, die nächste Tour kostenlos mitzufahren. Oh, wie hatte ich diese Bootsfahrten vermisst!

Danke für das schöne Bild Peter!

Ich wollte meinen Sonnenbrand von der Bootstour für Vici fotografieren. Da kam Aba: "Oh, sefie time!"

Best American Dad! Best American Parents

Abends holte ich spontan den Franzosen von Flughafen ab (er hatte ein paar Tage in Portland verbracht) und wir machten einen Stopp an der Golden Gate Bridge, die auch im Dunkeln ihren ganz besonderen Zauber hat. Gekrönt wurde der Anblick von einem riesen halben tieforangenen Mond über der Eastbay. Leider konnte ich kein schönes Foto machen, aber manche Momente muss man einfach so im Kopf behalten, wie sie sind. Es war wieder ein sehr lustiger und interessanter Abend und dann hieß es erstmal Tschüß (für immer?!).

Samstag musste ich den ganzen Tag arbeiten und war die meiste Zeit allein mit J. Wir machten uns einen entspannten Tag, backten Apple Crumble, kauften zusammen Ice Cream bei Trader Joe’s (unglaublicherweise das erste Mal, dass ich mit einem der Kids im Supermarkt war!), fegten den Dreck vom Trampolin und waren dann fast schon zu kaputt zum Springen, weil es doch ganz schön heiß draußen in der Sonne war (aber ein paar Feedo-Quakes gab es doch noch!) und obwohl wir nichts Richtiges gemacht hatten und ich endlos müde war, ging der Tag gut rum. Nach einem kurzen Nap (Life-Saver), holte ich Vici um 21 Uhr ab und wir fuhren zum Peso (vierter Samstag in Folge, hui!). Lara, Anke und Hostdad-Peter ließen uns im Stich, aber Jason gesellte sich zu uns. Der Abend war zwar kurz, aber trotzdem ganz lustig (bis auf diesen komischen besoffenen Typ, der definitiv kein Pool spielen konnte! Sorry Vici! Haha! „Na wenigstens hat er sich die Hände nach dem Klo gewaschen. Guck, die Wasserflecken auf seinem Hemd!“ – „Na, wenn das mal Wasserflecken sind….!“).

Kuscheln mit dem Stormtrooper in J's ZimmerVici, Jason und ich

Sonntag war ich mit den Kiddos und Ima in San José im Tech Museum. Hauptsächlich waren wir da, um eine Body Ausstellung zu besuchen (da die Kids das Thema gerade ganz aktuell im Sciences Summer Camp hatten). Es war definitiv interessant und spannend, aber als ich erfuhr, dass das alles echte Körperteile waren, wurde mir doch etwas mulmig. In diesem Punkt komme ich einfach nicht nach dem weiblichen Strang meiner Familie. Die medizinischen Sachen überlasse ich dann doch lieber meiner Mama und meinen Schwestern, wenn es geht. D ging es allerdings genauso, während M, J und Ima total hin und weg waren. Der Rest des Museums war auch ziemlich cool, aber eher was für ältere Kinder. Eine Membership schließen wir demnach wohl erst in 1-2 Jahren ab (Haha!)

My cute goofballs Why don't we have a Tsunami Pod in our garage? Normally Aba is prepared for EVERYTHING! We fit inside and there is still a little bit room for Ima and Aba

Geschafft! Von der jetzigen Woche und der kommenden (in Kanada!) dann beim nächsten Mal! Danke an alle, die bis zum Schluss gelesen haben. Dieses Mal war es eeeecht viel! Ich freue mich über jedes Feedback (Kommentare hier oder bei Facebook, eine Whats App Nachricht, einen Anruf, einen Brief, ...)

Take care und schwitzt nicht zu viel da drüben ;)

Love and Cheers (it's too hot for hugs in Germany),

Feedo

 

PS: Warum teuer Blumen im Laden kaufen, wenn man diese im Garten findet?

 

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