Boote, Fleetweek und Live Musik

Donnerstag, 11.10.2018

Hey Freunde, hallo Herbst und hi Sonnenschein!

Soll ich euch neidisch machen? Ich sitze gerade am Muir Beach und genieße den Sonnenschein. Wenn ich eines nicht vermisse, dann ist es das deutsche Herbstwetter. Aber ich muss schon zugeben, dass ich in letzter Zeit immer häufiger Heimweh habe. Babies werden geboren, ich verpasse Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und  so viele Kleinigkeiten, die in der Heimat passieren. Trotzdem gehe ich gerade meinen Weg und auch wenn es nicht der leichteste ist, glaube ich, dass ich mich für den richtigen entschieden habe. Meine Pläne für meine Zukunft nach meinem Aufenthalt hier in den USA nehmen auch langsam Gestalt an und ich freue mich, bald endlich wieder etwas voran zu kommen. Weil ich gerade echt mein Geld zusammen halten muss, langweile ich mich schon ziemlich oft hier. Ich denke, es gibt aber definitiv keinen schöneren Ort, um etwas Langeweile zu haben :)

Muir Beach - my office for that day

Auch dieses Mal habe ich wieder ein paar Peso Geschichten für euch. Lieber Henning, mehr als zwei bis dreimal die Woche bin ich aber tatsächlich nicht da und dreimal ist schon eher selten. Außerdem war ich wieder auf einer Boattour, durfte ein paar nette Leute kennen lernen, rockte zu Live Musik ab und sah mir zweimal die Flugshow (oder zumindest Teile davon) der Fleetweek an.

Montagmorgen auf meinem 30-sekündigen Weg zur Arbeit Weil Ima meinen Kartoffelsalat liebt

Mit meiner Hiking Class war ich die letzten beiden Male auf dem beziehungsweise am Mount Tamalpais unterwegs. Den Dienstagmorgen regnete es ordentlich und ich hatte ein wenig gehofft, dass die Class abgesagt wird. Dem war aber nicht so und an unserem Treffpunkt angekommen, ließ sich die Sonne dann auch wieder blicken. Im Nachhinein war ich super glücklich, dass die Class statt fand, denn durch den Regen strahlte der Wald in einem wunderschönen moosgrün und die Luft war einfach nur herrlich. Zwischendurch fühlte es sich an, als würde man durch einen Regenwald wandern. Den Rückweg nach unserer Lunchpause musste ich wieder alleine antreten, da ich sonst nicht pünktlich zurück beim Auto gewesen wäre. Sie meinten, von unserem Platz würde ich ungefähr 15 Minuten zurück brauchen. Als ich nach 25 Minuten noch immer keinen Straßenlärm hörte, glaubte ich kurz, ich hätte mich verlaufen. (Was eigentlich unmöglich war, da es nur einen Weg gab, aber zwischendurch standen da so viele Bäume, dass ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt noch auf einem Weg war. Haha!) Letztendlich kam ich zwar ziemlich kaputt vom strammen Marsch in der dann doch ganz schön ordentlichen Mittagshitze, aber doch noch rechtzeitig am Auto an.

Nach dem Regen auf dem Berg grün grüner noch grüner am grünsten - im Urwald Banana Slug Bäume überall - bin ich noch richtig?

Ja, die Banana Slug sieht aus wie ein Penis! (Das sagte sogar die gute Wendy, unsere sonst eher förmliche Hiking Class Leitung. Hihi!) Und es sieht nicht nur aus wie einer, es gibt auch einen Funfact über seinen Penis: Wenn es seinen Penis ausfährt, ist dieser länger als das Tier selbst und tatsächlich passiert es auch mal, dass es damit stecken bleibt. Was dann? Schnecken haben keine Zähne, sie raspeln ihr Futter und das müssen sie dann auch mit ihrem guten Stück machen. Es abraspeln. Autsch! Sowas lerne ich in meiner Hiking Class. Haha!

Am Abend traf ich mich wieder mit dem Dylan aus Sausalito. Wir verstehen uns wirklich sehr gut und beschlossen nun, dass wir (nur) Freunde sein wollen. Darüber bin ich super glücklich, denn es macht wirklich Spaß mit ihm abzuhängen und eine Freundschaft ist definitiv wesentlich unkomplizierter, als all der Datingstress. Haha! Nun bin ich mit jemandem befreundet, der ein Segelboot hat. Yay! Wir sahen uns einen Film auf seinem Boot an und es regnete wieder in Strömen draußen. Ich fühlte mich ein wenig wie im Wohnwagen auf unserem Campingplatz. Super gemütlich!

Den Mittwoch hatte ich meine letzte Drawing Class. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Nun freue ich mich sehr auf meine Painting Class, die bald startet. Ich glaube, das macht mir noch mehr Spaß. Ima und Aba mussten spontan zu einer Beerdigung. So bot ich den beiden an, am Abend etwas länger zu bleiben und weil es mit den Kiddos etwas chaotisch am Nachmittag war (ich musste D von seiner Science Class abholen und die anderen beiden alleine bei der Piano Lehrerin lassen), probierte ich als Dankeschön, dass alles so gut geklappt hatte, mal ein etwas anderes Abendessen aus: Unicorn Cheesepizza und Owl Pizza Hawaii. Ich werde beides auf jeden Fall im Hinterkopf für mein familienfreundliches Bed and Breakfast behalten, das ich irgendwann mal leiten werde. Haha! Belohnt wurden meine Mühe mit einem „I hate you!“ von D, weil ich von ihm verlangt hatte beim Aufräumen der Playarea zu helfen. Tja, Kids halt. Was soll’s. Die Pizza schmeckte ihnen dann aber so gut, dass zur Nightnighttime wieder alle happy waren. Ich ließ die Kiddos mal wieder mit der Snapchat App rum spielen. (Damit sammle ich immer Pluspunkte. Haha!) Der Abend wurde dann noch sehr verrückt, denn dank der bescheuerten Snapchat App und einem aufdringlichen D kam es irgendwie dazu, dass ich mich spontan mal wieder mit Peter vom Boot verabredete. So holte ich nach Feierabend Laura ab und wir fuhren zum Peso. Laura hatte so gar keine Lust, aber glücklicherweise gibt es gegenüber vom Peso einen Froyo Laden und sie durfte ihr Eis mit ins Peso nehmen. Weil es ja zu langweilig gewesen wäre, sich einfach mal wieder seit Wochen Funkstille mit dem Peter zu unterhalten, musste natürlich ausgerechnet an diesem Abend der freche Bartender Mac arbeiten, der Peter kennt, weil sie mal zusammen auf einem Boot gearbeitet haben und hier und da mal einen Spruch fallen ließ. Besser war aber noch, dass plötzlich der Biologe auftauchte und sich so gut mit Peter verstand, als würden sie sich schon seit Jahren kennen. Es war wirklich mehr als weird und ich kam mir vor wie im falschen Film. Trotzdem war es ein super netter Abend und ich war froh, mal wieder ein wenig mit Peter plaudern zu können :) Danke Laura, ich weiß, dass du wirklich keine Lust hattest und weiß wirklich zu schätzen, dass du mitgekommen bist!

Fun at school pick up time mit MUnicorn Cheesepizza und Owl Pizza Hawaii

Obwohl ich am Wochenende frei hatte, wollte ich mit meinen Jungs an die Wharf in die City, um mir dort mit ihnen die Flugshow der Fleetweek anzusehen. Ich dachte, es wäre vielleicht cool, eine Boattour zu machen, da D immer wieder erzählte, er wolle diese Tour durch die Bay mit der "Amigo" auch mal machen. Peter riet mir aber davon ab, da zum einen die Tour zur Flugshow 75$ pro Person kosten sollte und weil es zum anderen wahrscheinlich unmöglich werden würde einen Parkplatz in der Nähe der Wharf zu finden, da es zum Fleetweek Wochenende immer super voll an der Wharf ist. Da Ima mit M einen Solo Afternoon für den Freitagnachmittag geplant hatte, schmiss ich meine Pläne am Donnerstag über den Haufen und machte neue. Ima war den ganzen Donnerstag etwas durch den Wind. Es sei ihr verziehen, schließlich war sie am Vortag auf der Beerdigung ihrer gleichaltrigen Cousine (Scheiß Krebs!). So hatte ich das falsche Auto, um die Kinder abzuholen. (Im Jeep kann ich nur zwei Kids mitnehmen.) Die Jungs mussten aber nur ein paar Blöcke weiter zu ihrer "Odyssey of the Mind" Class. Also parkte ich das Auto an der Schule, watschelte mit allen Dreien zur Class und dann mit M wieder zurück zum Auto. Für uns Deutsche völlig normal (wenn ich mir überlege, was wir im Kindergarten so für Spaziergänge machen), für amerikanische Kinder nicht. Laufen? Was? M hates walking! Tatsächlich blödelten wir auf dem Weg aber soviel herum, dass sie sich nicht einmal beschwerte. Bäm! Am Abend vergaß Ima noch fast ihren Termin an der Schule, von dem ich auch nur wusste, weil ich an dem Abend bis 21 Uhr arbeiten sollte. Manchmal ist man eben nicht nur Nanny, sondern auch Moms Personal Assistant ;) Sie war mir später, glaube ich, ziemlich dankbar, dabei war es für mich so gar kein Big Deal. Schön, wenn man gebraucht wird ♥

Im Schatten war es etwas kalt - gut, dass Feedo eine Jacke dabei hatte

Am Freitagvormittag ging ich mit Laura und Bodie spazieren. So ein Hund ist schon echt cool. Wenn ich alt bin, schaffe ich mir bestimmt auch mal einen an. Das hält fit!

Hier wäre ich auch gerne Hund Mit Bodie in Mill Valley

Nachmittags holte ich meine Jungs von der Schule ab und fuhr mit ihnen in die City, um die reguläre Boattour mit der "Amigo" zu machen. (Die Flugshow sahen wir uns dann Sonntag von unserer Seite der Bay an.) Ich war etwas nervös, weil doch recht viel schief gehen konnte, aber der Ausflug war ein voller Erfolg. Wir fanden einen Parkplatz, mussten zwar noch etwas auf das Boot warten, aber ich hatte Snacks dabei, um die Zeit zu vertreiben und als alle Boote von ihren Charter Touren zurück kamen, war es spannend für die Jungs nach der Amigo Ausschau zu halten. Peter winkte uns schon von weitem und nachdem sie das Boot endlich abgeladen hatten, durften wir dann auch drauf. Obwohl viel los war an der Wharf, zog es sich doch noch ganz schön, bis wir endlich los fuhren. Mir wurde etwas bange, da wir auf einem 2 Stunden Parkplatz standen und wir erst eine halbe Stunde vor Ablauf der zwei Stunden mit dem Boot los fuhren. Die Jungs hatten aber so viel Spaß, dass ich versuchte, einfach nicht drüber nachzudenken und die Tour zu genießen. D lauschte den Worten des Kapitäns sehr aufmerksam und stellte Peter noch einige Fragen. Peter und ich machten uns noch ein wenig darüber lustig, dass er eigentlich mal ein Quizbogen erstellen könnte, den die Kids am Ende der Tour abarbeiten müssten. Ich wette, MEINE Jungs hätten alle Fragen locker beantworten können. Haha! Zurück in der Marina waren wir die ersten, die das Boot verließen und rannten los zum Auto. Natürlich war jede Ampel rot. So standen wir immer an den Ampeln und rannten wieder los, wenn sie grün (hier weiß für die Fußgänger) wurden. Das ging fünf oder sechs Blöcke so. Die Jungs hatten ihren Spaß, ich musste auch lachen, betete aber innerlich, dass wir nicht abgeschleppt wurden. Erst, als ich mit ihnen im Auto saß, entspannte ich mich und grinste mein Glück in mich hinein. Was ein schöner Nachmittag!

Warten an der Wharf Los geht's bei bestem Wetter Etwas frisch, aber ich hatte Jacken dabei, Peter verteilte Decken und kuscheln konnte man ja auch noch Underneath the Golden Gate Bridge und wieder zurück almost Sunset Tour Wir hatte wirklich viel Spaß Alcatraz

Freitag = Peso Friday! Ich hatte lange nicht mehr einen so unspektakulären Abend im Peso. Außer die bekannten Mitarbeiter und üblichen alten Stammkunden, war keiner da, den Lotte und/ oder ich kannten. So verbrachte ich fast den ganzen Abend vor der Tür bei meinem Lieblingstürsteher, der mir irgendwann sogar seine Jacke anbot, als es kalt wurde. Achja uuuund ich bekam endlich mein Peso-Shirt! Yay! Den Abend hätte ich definitiv auch fahren können, aber bevor es ins Peso ging, trank ich bei Lotte zuhause noch Wein mit ihrer Hostmom Jenny. So übernachtete ich da, was sich als gar nicht so verkehrt heraus stellte, denn am Morgen gab es lecker Kaffee und Cream Cheese Bagels :)

Bester Start in ein freies Wochenende

Gegen Mittag holten Laura und Jule (wieder eine neue Kollegin) uns bei mir ab und wir fuhren zur Bushaltestelle, um mit dem Bus weiter in die City zu fahren. Dort hingen wir an der Wharf rum, um die Flugshow anzusehen. Es war echt super heiß in der Sonne. Ich unterschätze das Wetter hier doch immer wieder. Zum Glück rettete ein Skandinavier, der neben uns auf einer Bank saß, mir das Leben, weil er so freundlich war, seine Sonnencreme mit mir zu teilen.

Lotte (Caro), Feedo, Jule und Laura Pic by Lotte

Nach einem späten Lunch/ frühen Dinner uberten wir zum Golden Gate Park, in dem ein großes kostenloses Musikfestival statt fand. Mega cool! Leider mussten wir noch ziemlich lange laufen, sodass wir nicht so viel Zeit da verbringen konnten, aber es lohnte sich trotzdem, um einen guten Eindruck zu bekommen. Ich tanzte ein wenig zur Live Musik (umso länger ich hier bin, umso mehr Gefallen finde ich an Country Musik – verrückt!), genoss die letzten Sonnenstrahlen der Abendsonne im Nacken, beobachtete all die verrückten und glücklichen Menschen um uns herum und dachte mir, sowas müsse man echt öfter mal machen. Ein ziemlich heruntergekommenes Hippie Pärchen direkt vor uns war so in seinem Element. Es war ein wenig wie ein Autounfall. Etwas abartig, aber man konnte nicht weg gucken. Irgendwie waren sie aber auch süß, so verliebt, wie sie schienen. Haha!

 Man achte auf den Herrn mit Zylinder und seine Freundin. Hihi! Das Leben ist schön!

Nachdem Laura und Jule sich leckere Brownies und so gar nicht leckeres Blaubeergebäck bei Whole Foods geholt hatten, marschierten wir pünktlich um 20 Uhr in die „Milk Bar“ an der Haight Street im Hippie Viertel von San Francisco. Dort wurden wir von Peter (Jesus) wärmstens empfangen, der später mit seiner Band in der Bar auftreten sollte. Uns war nicht bewusst, dass seine Band die Headliner der kleinen Musikshow waren. Da wir ja schon den ganzen Tag unterwegs waren, zog sich der Abend somit ziemlich in die Länge und als „The Good Bad“  um 23 Uhr dann endlich zu spielen begann, ging ich ziemlich ab, aber die Mädels hingen schon ganz schön durch. So machten wir uns nach den ersten paar Songs auf den Heimweg. Schade, ich fand die Band echt gut! Aber Jule war erst seit fünf Tagen in den Staaten und ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie müde ich an meinen ersten Tagen hier war. Peter bedankte sich am nächsten Tag herzlichst bei mir, dass wir überhaupt da waren und ich bin mir sicher, dass es nicht die letzte Möglichkeit war, seine Band mal live zu sehen :)

Jule, Laura, Lotte und Feedo Jesus Peter ganz rechts mit seinem Banjo Auch ein guter Tattoo Anwärter - Katrin, was meinst du? Haha!

Meinen freien Sonntag ließ ich ziemlich entspannt angehen, fuhr am Nachmittag mit den Jungs nach Sausalito an die Bay für die Flugshow (was sich etwas als Reinfall raus stellte, weil wir mehr im Stau standen und auf Parkplatz suche waren, als dass wir die Show gesehen haben) und tobte mich danach im Gym aus.

 

Montag war ich seit einer halben Ewigkeit mal wieder Laufen. Am Vortag war der SWB Marathon in Bremen, zu dem ich eigentlich mit meiner Schwester, Julia, zum 10 k Lauf angemeldet war. Mein Schwager trat mit meiner Startnummer an und lief eine so gute Zeit, dass ich dachte, ich sollte direkt mit dem Training für’s nächste Jahr anfangen, um diese Zeit zu knacken. Haha!

Am Nachmittag fingen wir an, das Haus für Halloween zu dekorieren und danach ging es zum Pool. Abends traf ich mich mit Lotte und wir wollten ins Peso. Vor Ort trafen wir zufälligerweise auf Nick und Matt, die uns erzählten, man könne montags ab 21 Uhr kostenlos Pool spielen im Peso. Warum wusste ich davon noch nichts? So spielten wir ein paar Runden und einmal schaffte ich es sogar die Achterkugel vom Tisch zu hauen. (Hat man dann verloren? Wir waren uns nicht ganz sicher! Haha!)

Nun haben wir einen Friedhof im Vorgarten

Meine Hiking Class am Dienstag war eine leichte Qual, merkte ich doch meine Beine von den letzten Tagen durch die City spazieren, Gym und Laufen. Der Trail hatte es auch ziemlich in sich mit viel bergauf und bergab (Hut ab, wie gut manche von den älteren das gemeistert haben!), aber es war wieder super schön und ich hatte auch wieder ein wenig was zu schmunzeln. („Look here, this is lizard scat. It’s pretty much.“ – „Oh wow, nice!“ Damit wäre wieder bestätigt: Nett ist der kleine Bruder von Scheiße! Verrückt, wie sich manche Menschen für einen Haufen Kot begeistern können! Haha!) Mein Highlight: Ich durfte eine kleine California Gartersnake halten. Diese verteidigt sich mit einem stinkenden Schleim, der echt abartig gerochen hat. Aber es war trotzdem cool, so ein Tierchen mal zu halten. Echt krass, wie viel Kraft in so einem kleinen Körper steckt!

Abends war ich nach Feierabend mit Dylan zum Poolspielen verabredet. Wir trafen uns im Smitty’s in Sausalito. Er war schon mit zwei Mädels da, als ich eintraf, die mir erst nicht so sympathisch waren. Das änderte sich aber sehr bald und dann wurde der Abend noch ziemlich verrückt. Da ich nicht trinke und fahre, wir aber nach der Bar mit noch ziemlich viel Bier auf Dylans Boot landeten, verbrachte ich spontan die Nacht da. Nun habe ich auch mal auf einem Boot geschlafen. Check! Wieder etwas von der Liste abgearbeitet. Und trotz recht viel Bier wurde ich nicht seekrank. Ha! Was eine lustige Truppe! Lindsey und Chelsey sind echt zwei super coole Mädels. Mit denen werde ich sicher noch öfter was machen. Meine ersten amerikanischen Freundinnen. Yay!

Feedo and her American Friends: Chelsey, Dylan and Lindsey

Mittwoch war ich demnach ziemlich platt und machte mir sowohl einen lazy Vormittag, als auch Abend. Das hatte ich definitiv nach all den actionreichen letzten Tagen verdient :)

Donnerstagmorgen Gymnastik

Also Henning, dieses Wochenende geht es wieder ins Peso, aber sicher nur einmal, da ich Samstag bis 23 Uhr arbeiten muss. Fazit: in zwei Wochen viermal Peso. Ich denke, das geht schon klar ;)

Macht’s gut ihr Liebchen und danke für’s Lesen!

Eure Feedo

PS: Mein Ergebnis von 23andme kam endlich an. Nun ist es offiziell: Ich habe tatsächlich ein wenig irisches Blut! Ha! ♣

  Durch und durch Europäerin

Alltag, frische Haarfarbe, Solo mit Ima, deutscher Schnaps und mehr

Montag, 01.10.2018

Hallo kalte Herbstabende, hallo Freunde, hallo treue Leser!

Wie man der Überschrift vielleicht schon entnehmen kann, gab es irgendwie nicht so richtige Highlights in den letzten knapp zwei Wochen, aber es war trotzdem wieder unheimlich viel los. Manchmal schlafe ich noch schlecht (und damit meine ich nicht meine durchzechten Partynächte), aber alles in allem hatte ich zwei tolle Wochen. Mir geht es richtig gut, ich habe viel um die Ohren, bin viel unterwegs, treffe viele Menschen, mache Dinge, die mir Spaß machen und gut tun und genieße die letzten Spätsommertage vor der Regenzeit (ich befürchte, wir werden diesen Winter wettertechnisch nicht so viel Glück haben wie letztes Jahr).

Bevor ich nun aber ins Detail gehe, möchte ich mich hier öffentlich bei allen bedanken, die mir hier oder auf anderem Wege ein Feedback zum letzten Eintrag gegeben haben. Ich habe wieder viel Positives gehört. Danke! Das tut gut und motiviert zum Weiterschreiben! ♥

Woche 1:

Mit meiner Hiking Class war ich letzte Woche im China Camp State Park wandern. Ich war schon einige Male in der Ecke, weil der Boots-Peter eines seiner Boote dort stehen hat. Für mich also nichts Neues, aber trotzdem schön. Wir konnten ziemlich lange einen Kojoten beobachten, uns liefen viele Rehe über den Weg und die Aussicht auf die Bay ist ja sowieso immer ein Traum.

Waschbär Spuren - oooh, ein Indiz!Lunch Break am Wasser

Am Abend wollte ich eigentlich früh ins Bett, Lotte schrieb dann aber, dass der Miguel seinen Geburtstag ein wenig rein feiern würde. So fuhr ich um 21 Uhr dann also noch ins Perry's, obwohl ich eigentlich nicht so Lust hatte. Dort traf ich Nick und Lotte, dann kam Matt dazu und Lotte wollte nach Hause. Da ich ja aber nun gerade erst angekommen war, blieb ich und zog mit den Jungs erst noch weiter ins Peso und dann in den 2am Club (wenigstens schon weiter Richtung Zuhause und Bett - haha!). Miguel wollte nachkommen, da er den Laden noch zumachen musste. So wartete ich also mit den Jungs im 2am Club, da ich eben in manchen Punkten doch sehr Deutsch bin und ihm nicht vor Mitternacht gratulieren wollte (bringt bei uns schließlich Unglück) und es wurde später und später. Es war zwar ziemlich lustig mit Matt und Nick, aber ich wurde langsam echt müde. So war ich froh, als Miguel endlich auftauchte, ich ihm gratulieren und noch einen kleinen Brownie abstauben konnte und dann ging es schnell nach Hause. Wieder nach 1 Uhr im Bett gewesen. Damn it! Aber es war doch ein sehr netter Abend :)

nom nom nom mit Matt und Nick

Die nächsten Tage gingen ihren gewohnten Lauf. Ich hatte meine Drawing Class, alberte mit meinen Kiddos und fieberte dem Wochenende entgegen. In meiner Freizeit traf ich mich mit den Mädels, wir färbten Haare, ich telefonierte viel mit Jana in Australien, machte Sport, nichts Aufregendes.

ApplesMy TeacherParty M (ohne Filter)M freut sich auf Weihnachten Sieht schon manchmal nett aus, was ich für alle auf den Tisch zauber

Endlich wieder Freitag. Am Vormittag spazierte ich nun endlich mit Laura und Lotte über die Golden Gate Bridge. Natürlich war es auch diesen Freitag wieder ziemlich foggy (am Tag davor war es soooo schön!), aber ich genoss trotzdem den Wind um meine Ohren, den Ausblick auf meine geliebte Bay und machte mich ein wenig über Laura lustig, weil sie sich den Arsch abfror, obwohl ich ihr einige Mal gesagt hatte, dass es kalt auf der Brücke wird. Tja, wer nicht hören will, muss eben fühlen. Haha! Nach einer gemütlichen Lunchpause auf der San Francisco Seite der Brücke, machten wir uns wieder auf dem Rückweg. Laura hüpfte wie ein kleiner Flummi und legte hier und da einen Sprint ein, um sich etwas aufzuwärmen. Ach, man kann schon Spaß mit euch haben, Mädels. Danke für den schönen Vormittag! ♥

Hier, genau hier ist der schönste Ort der Welt. Hier, genau hier kannst du fühlen, was wirklich zählt. So weit gegangen, gekämpft und endlich angekommen. Hier will ich bleiben!

Am Nachmittag hatte ich nur M. J hatte einen Solo Afternoon mit Aba und D einen mit Safta und Saba. Da wir nicht besonders viel Zeit hatten, fragte ich M, ob wir nach Sausalito zum Bummeln und Eisessen wollen. Was ein lustiger Nachmittag! Sie half mir ein Geburstagsgeschenk für mein Patenkind, die liebe Mira, auszusuchen. (Happy Birthday meine Süße!) Wir kauften kleine Miniradiergummis, die es in allen möglichen Formen von Früchten, Süßigkeiten, Sushi, verschiedenen Tieren und mehr gab, schauten uns Swarovski Figuren und Schmuck an und natürlich gab es auch ein leckeres Eis von Lappert's. Yummy! Wieder zuhause mussten wir uns von Safta und Saba verabschieden. ich hoffe, ich sehe sie nochmal, bevor meine Zeit hier vorbei ist. Sonst aber ganz bestimmt irgendwann mal in Tel Aviv. Ich werde die Musik, die jeden Tag das Haus erfüllte, echt vermissen. Wenn er nicht gerade klassische Musikstücke auf seinem Bass begleitete, klimperte Saba auf dem Klavier oder schaute sich Musikvideos auf dem Tablet oder TV an (natürlich nur von Profi Musikern). 

Abends ging es natürlich wieder ins Peso. Dieses Mal leider ohne Laura, da sie ihr freies Wochenende in Tahoe verbrachte. Aber auf Lotte war Verlass. Eigentlich war ich vorher noch mit Doorman Kevin zum Pool spielen verabredet, aber er musste seine Eltern vom Flughafen abholen und die hatten Verspätung. So kamen Lotte und ich um kurz nach 21 Uhr am Peso an und es war schon gut was los. Kevin erzählte mir, dass seine Eltern ein Buch über das Dorf, aus dem seine Vorfahren stammen, mitgebracht hätten und fragte mich, ob ich ihm vielleicht einen Absatz übersetzen könnte. An dem Abend war aber so viel los, dass er es nicht schaffte zum Auto zu gehen, weil er seinen Kollegen nicht alleine lassen wollte. Ich glaube, ich habe das Peso noch nie so voll erlebt. An der einen Tür passten zwischendurch nicht mal mehr Leute rein. Ich traf wieder auf einige bekannte Gesichter, Jason ließ sich kurz blicken, der Biologe war da und eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, früh nach Hause zu fahren. Daraus wurde dann aber mal eher nichts. Es hat sich gelohnt. Es war wieder mal eine sehr lustige, interessante und aufregende Nacht. Obwohl ich doch zugeben muss, dass meine zehn Stunden Schicht am nächtsten Tag trotz oder vielleicht gerade durch einen Lazy Day, den wir nur zuhause verbrachten, ziemlich anstrengend war. Ich lag mal hier auf der Couch, da auf dem Boden ("M, I'm ooold!" - "Feedo, you're not old. You're not even fifty something!" und springt mir auf dem Bauch rum. Dann habe ich mir ihr Flieger gespielt und sie in der Luft baumeln lassen. Verrückt, dass ich dazu noch Kraft hatte. haha!), spielte Board Games mit M und als Ima endlich das Haus für einen Solo Afternoon mit D verließ, schaltete ich den TV ein und kuschelte mich mit den anderen beiden aufs Sofa. Vielleicht fielen mir auch mal kurz die Augen zu, aber psssst! ;) Abends kam Lotte zu mir und wir schauten einen Film. Letztendlich ging ich wieder erst nach 24 Uhr ins Bett. Unglaublich! Aber Sonntag schlief ich ein wenig aus, dachte, ich sterbe, als ich aufwachte (mir tat alles alles weh. Was der Körper mit einem macht, wenn man Schlafmangel hat, ist schon verrückt. Aber naja, vielleicht lag es nicht nur am Schlafmangel...) und traf mich am Nachmittag mit einem Bekannten zum Wandern. Ich dachte eigentlich, der Dylan würde auch mitkommen, aber der war bei seinem Haus in Forestville, das er gerade renoviert. So wanderte ich alleine mit Duron zum Tennessee Beach und zurück. Wir führten aber sehr interessante Gespräche und mir taten die frsiche Luft und das Laufen sehr gut. Vorher telefonierte ich noch mit Vanessa. Endlich mal wieder! ♥ Wir machten eine menge Reisepläne! Ich freu mich so! das wird unglaublich!!! ♥ ♥ ♥ Am Abend ging ich wieder ins Peso, aber dieses Mal quasi zum Arbeiten. Haha! Der Kevin musste für jemanden einspringen und fragte mich, ob ich vorbei kommen wolle, um ihm die Sachen zu übersetzen. Das war vielleicht was. Ich saß da mit dem Buch, Zettel und Stift an der Bar, Kevin wollte mir die ganze Zeit ein Stück Pizza andrehen ("I wouldn't give it to someone else. Not even your friends. Just to you! It's good Pizza. You should take it!"), der andere Bartender, Hold, spendierte mir ein Bier und ich durfte mir einen Song aus der Jukebox wünschen. Bezahlt wurde ich mit einer weiteren Silver Peso Coin im Wert von 6$ und ein paar Tage später schrieb mir der Kevin, dass sein Papa sich so sehr über die Übersetzung gefreut hätte und er auch, dass er mir ein Peso T-Shirt kaufen möchte. In der Peso Family aufgenommen würde ich mal sagen. Haha!

Tennessee Beach Tennessee Beach

Woche 2:

Montag bummelte ich mit Laura durch San Anselmo und wir lunchten zusammen im Woodlands Café in Kentfield. Ich schrieb die ganze Zeit mit dem Dylan, weil wir vorhatten, mal zusammen bowlen zu gehen und schwups waren wir noch für den selben Abend verabredet. Ein Date mit dem Typ mit dem Boot. Hui! Haha! Ich hatte so gute Laune, dass ich am Nachmittag sogar Ima davon berichtete. Sie fieberte mit, dann half ich ihr noch, Outfits für sie und Aba für eine 80s Party zu finden und am Ende fragte ich sie, warum wir beide eigentlich noch nie ein Date oder Solo Afternoon / Evening hatten. Daraufhin verabredeten wir uns für Donnerstag zum Sushi essen. Mega lustig! Aus dem Bowlen am Abend wurde nichts, Dylan und ich trafen uns aber trotzdem in Sausalito und hatten einen wirklich sehr netten Abend mit interessanten Gesprächen, einem sehr lustigen Film und IPA mit Schokoladennote (Würde ich mir vermutlich nicht kaufen, schmeckte aber sehr interessant). Mal sehen, ob eine Fortsetzung folgt. Es kann ja auch gerne bei Freundschaft bleiben, aber ich würde doch so gerne mal segeln. Ich liebe Boot fahren und segeln war ich noch nie! 

Which Lunchbox would you choose?

Dienstag fiel meine Hiking Class aus, so fuhr ich nach San Rafael, um noch noch ein wenig Material für meine Drawing Class zu besorgen und bekam prompt mein erstes Parkticket. Ich hatte zu weit vom Boardstein entfernt geparkt. Was ein Witz! Die Polizisten hier haben wirklich nichts zu tun! (Imas Aussage dazu.) 35$! You're welcome, USA! Am Nachmittag war alles schnell vergessen. Ich hatte nämlich unendlich viel Spaß mit M und D auf dem Trampolin:

Yo Bro! Guess what's his favorite emoji!?

Am Abend kamen wir zu siebt im Peso zusammen. Wir haben eine neue Kollegin in San Anselmo, die liebe Ines und irgendwie ergab es sich, dass mal ein paar mehr Mädels Zeit hatten, etwas zu unternehmen. Und was soll man bitte sonst mit so vielen Mädels am Abend machen, wenn man kein Geld zum Essen gehen ausgeben will? Peso also. Haha!

Mein Rücken rechte sich am nächten Morgen. (Ich reckte und streckte mich an der Küchenzeile. Aba: "Hey old Granny, what's up?" - "My back hurts. Too much jumping on the trampoline yesterday. But it was so much fun." - "Yeah, I heard you guys. You had probably more fun than the kids!") Aba hatte dann die Idee, ich solle doch vor meiner Class noch in den Hottub hüpfen. Dieser ist nämlich tatsächlich wieder heile und Aba hat ihn gerade wieder frisch aufbrereitet. Oh, was eine grandiose Idee. Danach hatte ich zwar wenig Lust auf meine Drawing Class, genoss sie dann aber doch sehr. - Trotz Fire Drill Unterbrechung - Nun habe ich sowas hier auch mal mitgemacht. Im Grunde auch nichts anderes als unsere Feueralarm Übungen in der Schule damals. Ich fühle mich immer super entspannt, wenn ich aus meiner Drawing Class komme. Ich sollte wirklich auch in meiner Freizeit wieder mehr zeichnen und malen.

Donnerstag und Freitag war ich an den Vormittagen wieder mit Laura unterwegs. Einen Tag schlenderten wir durch Fairfax, den anderen verbrachten wir am Muir Beach und schossen ein paar tolle Fotos. Das hat super viel Spaß gemacht. Fotografie, ein anderes Hobby, das mich glücklich macht :)

School Pick up - wo ist M?

  green in green

Leider konnte Laura am Abend wieder nicht mit ins Peso kommen. Was ist da los? Schon das zweite Wochenende in Folge! Haha! Aber auf Lotte war wieder Verlass. Vorher war ich noch bei ihr zuhause (Vanessas ehemaliger Hostfamily), da Jenny mich schon vor einiger Zeit mal zum Abendessen eingeladen hatte. An diesem Tag passte es mir sehr gut, da ich nur zwei Stunden am Vormittag arbeiten musste und dann bis zum nächsten Tag, 14 Uhr frei hatte. Peter scherzte, wenn ich schon zum Essen käme, könne ich ja auch für sie kochen. Ganz schön frech, aber eigentlich fand ich die Idee ganz gut. Schließlich koche ich gerne, Zeit hatte ich auch und er bezahlte für die Lebensmittel. So ging ich einkaufen und zauberte zuhause Apfeltiramisu (à la Suzana ♥) mit selbstgemachtem Apfelmus. Später bei Jenny und Peter nahm ich dann die komplette Küche für mich ein und machte einen Tortellini Spinat Auflauf mit und eine vegetarische Variante ohne Lachs. Das Rezept habe ich auch von Suzana aus meiner ehemaligen Kita. So yummy!

Peter kam dann mit uns ins Peso. Kevin wollte gerade Lottes ID kontollieren, da sah er mich und sagte "Ahhh, yeah. Caroline, right? I don't need to see your ID. And I know you, too. I remember you because you're so super tall.", umarmt Lotte zur Begrüßung und gibt Peter die Hand. Er bedankte sich noch einige Male für die tolle Übersetzung bei mir und sagte, ich könne mir aussuchen, ob ich das aktuelle Peso Shirt haben wolle oder eines aus der alten Kollektion, das man nicht mehr kaufen könne. Hm, mal sehen. Bisher hat er mir noch kein Bild von dem anderen Shirt geschickt. Im Peso trafen wir auf Bernadette, Ines und Lara, die sich mal wieder in die letzte Ecke gesetzt hatten. Peter und Lotte setzten sich dazu. Ich hatte Hummeln im Mors, trank mein Bier im stehen und auf dem Weg nach draußen, um ein Pläuschchen mit Kevin zu halten, drängelte ich mich etwas unglücklich an einem älteren Typen vorbei, entschuldigte mich und hörte dann ein "That's how Germans clear their way. Feedo, Feedo, Feedo!". Da war der Nick. Ich hatte ihn erst gar nicht erkannt, das glattrasierte Bübchen. Haha! Er gab mir ein Bier aus, ich ihm später einen Whiskey (Schon mein zweiter an diesem Abend. Der von Peter nach dem Essen war aber definitiv der bessere. Hehe!). Der Biologe tauchte auch wieder auf und später kamen noch Matt und Nicks Bruder Peter (Jesus). Anfangs versuchte ich immer mal wieder bei den Mädels abzuhängen und sie zu animieren, sich ins Getümmel zu stürzen. Sie genossen aber eher die Beobachterpostition. Es sei wie Kino. Okay, jeder wie er mag :) Hostdad Peter kam irgendwann zu mir, verabschiedete sich und meinte "Feedo, you don't need me anymore. You know so many nice young guys here. I should go home to Jenny." Ach Peter, du warst wirklich der beste Wingman ever! ♥ (Auch, wenn es schon manchmal etwas peinlich werden konnte. Haha!) Bernadette, Lara und Ines blieben dann auch nicht mehr lang, so verbrachten Lotte und ich den Rest des Abends mit den Jungs. Ich habe selten so viel gelacht im Peso.  Erst erzählte ich Kevin die Geschichte von dem Iren, der angeblich vier Typen gekillt hätte. Ich sollte ihm zeigen, wer es ist. Er meinte, das wäre also Killer Nummer 2 heute abend. Ein anderer Stammkunde sei angeblich auch ein Killer. Irgednwann kam die Polizei wegen eines blöden Streits eines Paares. Der eine Polizist stellte sich dann für einige Zeit in die Bar und stand plötzlich neben dem Iren. Was ein Bild: der Killer und der Polizist. Außerdem machten wir uns über einige Stammkunden lustig, die schon so alt waren, dass wir uns nicht sicher sind, ob sie schon während des zweiten Weltkriegs ihren Whiskey im Peso tranken. Man nennt diese auch die Zombies. Einem sagte ich, dass ich seinen Roller toll fände mit dem er gerade angekommen war. Er gab mir darauf zwei Küsschen, fragte nach meinem Namen und sagte, was eine wunderschöne Frau ich sei. Hach, danke. Haha. Kevin meinte, er solle eine Runde mit mir drehen und mich vorne auf der Lenkerstange sitzen lassen. Wie in guten alten Zeiten. Äääääh, lieber nicht. Haha! Drinnen war es aber mindestens genauso witzig. Peter (Jesus) sagte nach jedem zweiten Satz "We need to go to the city next time to do party!" oder "Hey, let's party!". Dabei spricht er Party immer so witzig aus (Parteeeyyy - haha!). Ach Nick und Peter sind echt zum schießen. Nach meinen beiden Jungs zuhause definitiv mein liebstes Geschwisterpaar hier in den Staaten ♥ Peter meinte aber auch, ich sei gar keine richtige Deutsche. Ich sei immer viel zu gut drauf, wäre witzig und für jeden Spaß zu haben. Dann versuchte er einen sarkastischen Deutschen nachzumachen. Ich musste ihn dann aufklären, dass viele Deutschen ziemlich witzig seien. Man müsse sie nur richtig kennen lernen. Irgednwie kamen wir auf das Thema "German Schnaps" und so sagte ich zu Bartender Mac, der ja immer damit prahlt, dass er halb-deutsch sei, auf Deustch "Mac, wir möchten zwei Schnaps, bitte.". Er guckt mich an, zieht die Augenbrauen hoch "Schnaps? Okay, guten Tag!" (Wahrscheionlich das einzige, was er auf Deutsch sagen kann.) Früher am Abend sagte mir noch ein anderer Stammi hallo, fragte, ob ich meine Haare frisch gefärbt hätte und meinte wie gut es aussähe und wie schön sie im Peso-Licht leuchten würden. Haha! Immer diese Schmeichler. Mac gab mir ein High-Five im vorbeigehen (Sogar grumpy Mac hat mich mittlerweile im Kreis aufgenommen) und ganz ehrlich, vielleicht sind manchmal sehr seltsame Leute im Peso, vielleicht sollte man hier nicht nach potenziellem Heiratsmaterial suchen (Lea, ich liebe diesen Ausdruck noch immer! Haha!), vielleicht sollte man als junge Frau auch keine Stammbar haben, aber ich habe immer so viel Spaß im Peso, die meisten Leute sind nett, ich habe mittlerweile einige Freunde gefunden und fühle mich einfach wohl dort. Irgendwie mein zweites Wohnzimmer (bzw. mein erstes, habe schließlich nur ein Schlafzimmer zuhause. Haha!)

mit Nick Mac mit deutschem Schnaps Prost!mit Nick und Peter (Jesus)

Was ein guter Abend ♥

Samstag und Sonntag waren dagegen eher ruhig. Ich ging Samstagmorgen mit Lotte frühstücken, legte mich vor Arbeitsbeginn noch eine Stunde hin, hatte dann einen lazy Afternoon mit M und D (J hatte einen Solo Afternoon mit Ima) und einen entspannten Abend mit den Kiddos. Ima und Aba waren auf der 80s Party. Um 22 Uhr hatte ich Schluss, traf mich noch mit Zach und ein paar seiner Freunde im 2am Club und fuhr danach weiter zum Peso, in dem an dem Abend aber so gar nichts los war. Im 2am Club mochte ich aber auch nicht bleiben. Zach ist ein ziemlich cooler Typ, aber seine Freunde waren doch sehr seltsam, dann wurde es super voll, weil plötzlich zwei (!) Hochzeitsgesellschaften auftauchten (Wer feiert seine Hochzeit bitte im 2am Club weiter?!) und zu guter Letzt sah ich zwei Muttis von Freunden meiner Kids. Sorry, aber in meiner Freizeit muss ich das nicht haben.

Sonntag war ich mit Lotte ein wenig shoppen und habe mir endlich mal neue Sportschuhe gegönnt. Alles ganz entspannt. Nun startet wieder eine neue Woche, aber nur eine kurze. Samstag und Sonntag habe ich frei und es ist Fleet Week. Außerdem gibt der Peter (Jesus) mit seiner Band ein Konzert in der Stadt. Ich freu mich :)

Was war sonst in letzter Zeit? Jedes mal, wenn ich mit dem Jeep, guter Musik und offenen Fenstern durch die Gegend fahre, denke ich mir, wie schön das Leben hier doch ist. Manchmal sind es echt die Kleinigkeiten. Ich liebe diesen Jeep. Letztens sagte auch erst wieder jemand zu mir, wie sehr dieses Auto zu mir passen würde. Zum Thema Auto fahren: Wann musstet ihr das letzte Mal anhalten, weil wilde Truthähne die Straße blockierten? Mir passierte das in letzter Zeit zeimlich oft. Naja, Thanksgiving is coming soon. (Sorry, der war böse! Ha!) Auch ist mir, jetzt wo es wieder früher dunkel wird, aufgefallen, wie viele Leute ohne Licht fahren. Das die das nicht merken!? Mit meinen Goofballs zuhause war es auch wieder zum schießen. Das Peso war ein großes Thema, da ich Ima von dieser Übersetzung und meinem Shirt, was ich dafür bekommen sollte berichtete. Außerdem meinten wir, dass Aba mit seiner 80s Perrücke auch super ins Peso gehen könnte, ohne groß aufzufallen. Die Jungs meinten irgendwann, sie wollen auch mal ins Peso, wenn ich da immer rumhänge und fragten, was man denn da machen könne. Ich habe nun ein sehr witzigen Video auf dem Handy auf dem sie erzählen, dass sie mit meiner ID ins Peso zum Pool spielen und Sprite trinken wollen. 15 Jahre noch, Boys! Dann gehe ich mal mit euch hin, versprochen ;) Sonst durfte ich mir noch Sprüche anhören wie "Feedo, look in the mirror of the car. Your head looks like an orange with hair!" (M) oder "Feedo, you shouldn't wear these jeans. They are cool but they are teenager pants. Just teenagers wear ripped pants!" (J). I love you, too crazy kiddos! ♥

Take care, enjoy your life, stay safe and don't forget to laugh! Life is beautiful (and surprising)!

Love,

Feedo

Geschwisterliebe - I miss you, Lea!

Sind die Eltern aus dem Haus, bricht ganz schnell das Chaos aus...

Donnerstag, 20.09.2018

...nein, so schlimm war es tatsächlich nicht. Haha!

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch mal wieder etwas über das kalifornische Alltagsleben erzählen. Bei all den Feiergeschichten, kam das in letzter Zeit etwas zu kurz. Da ja aber so selten Kommentare kommen, weiß ich immer nicht so recht, was euch interessiert und was nicht. Allerdings musste ich feststellen, dass mein Blog nur noch halb so viel angeklickt wird, wie noch vor ein paar Monaten. Also weniger Feiergeschichten, mehr Alltag!?

Ima und Aba flogen vorletzten Sonntag früh also nach New York und ich fing viel zu übermüdet meinen sechsten Arbeitstag in Folge (von zwölf) und meinen ersten alleine mit den Kiddos an. Ich hatte fast die ganze Nacht am letzten Blogeintrag gearbeitet und ziemlich lange mit einem Freund aus Deutschland telefoniert. Nach dem ersten kleinen Streit, weil D keine Lust hatte, seine Hausaufgaben zu machen, ging es am Nachmittag auf eine Geburstagsfeier. Mittlerweile kenne ich die üblichen Verdächtigen auf diesen Veranstaltungen. Es ist fast immer die gleiche Truppe an Kindern und Eltern. Man unterhält sich höflich kurz mit den Eltern, begrüßt die Freunde der Kinder, nimmt sich was von dem Sparkling Water (nicht dem Bier, teuren Wein oder Champanger - schließlich ist man am Arbeiten), bedient sich etwas an den Snacks, singt lautstark "Happy Birthday", lehnt dankend den viiiieeeel zu süßen Geburtstagskuchen ab, passt ein wenig auf, dass die Kiddos sich nicht den dritten Saft reinschütten oder heimlich die vierte Tüte Gummibärchen essen und versucht, trotz gähnender Langeweile nicht zu oft das Handy in die Hand zu nehmen (wer weiß, was von den anderen Eltern an Ima weiter getratscht wird). Für diese Party wurden zwei Choreografinnen organisiert, die erst ein paar Spiele mit den Kids spielten und dann einen Tanz einstudierten. Von knapp 20 Kindern, machten am Ende doch ganze sechs bei dem Tanz mit (zwei davon meine - hihi). Zu schade, dass M am Ende nicht bei der "Show" auftreten wollte, obwohl sie den ganzen Nachmittag so fleißig mit geübt hatte. Die Kids hatten jedenfalls ihren Spaß und ich am Ende auch, denn da tanzten wir alle zusammen.

Am Abend war Lotte (Caro) bei mir. Wir wollten eigentlich einen Film gucken, verquatschten uns dann aber so viel, dass wir gar nichts von dem Film mitbekamen. 

Die Schulwoche mit den Kiddos verlief ziemlich reibungslos. Sie aßen natürlich viel zu viele Süßigkeiten, weil Safta und Saba ihnen immer wieder etwas zusteckten und bekamen definitiv zu viel IPad Zeit. Einmal kamen wir am Morgen fast zu spät zur Schule und ich war eigentlich fast jedem Tag etwas spät dran mit dem Abholen, weil ich immer vergas, dass ich ja noch Snacks vorbereiten musste. Gefühlt bestand die meiste Zeit meiner Arbeitszeit darin, Kinder von der Schule abzuholen oder hin zu bringen. Es ist echt viel Fahrerei. Man merkt das erst so richtig, wenn man plötzlich alle Strecken selber fahren muss (sonst Teile ich es mir ja mit Ima). An manchen Tagen holte ich zwei Kids ab, brachte sie nach Hause, um wieder los zu fahren und das nächste Kind abzuholen. Einmal haute ich mir die Autotür ans Bein, den anderen gegens Handgelenk. Gefühlt war ich ständig am Hetzen, aber es klappte alles wunderbar. Die Kids benahmen sich großartig, es gab fast keine Tränen, nur einen kleinen Kopfstoßunfall und ich haute jeden Abend pünktlich um 19:30 (oder 19:40 Uhr - haha!) ab. Natürlich faltete ich auch keine Wäsche in meiner Freizeit, fuhr das Auto tanken oder ging Einkaufen/ bestellte Lebensmittel. Jaja, Ima hatte meine Stunden doch etwas kanpp kalkuliert, aber ich darf offiziell schließlich auch keine Überstunden machen. Wenigstens war ich diese Woche arbeitstechnisch mal ein wenig ausgelastet und auch ein wenig stolz, dass ich alles echt so gut hinbekommen hatte. Es war auch wieder super lustig mit meinen kleinen Goofballs. Montag alberte ich mit M und D vor ihrer Swimming Lesson im Pool (J war etwas erkältet, daher ließ ich ihn zuhause bei Saba und Safta), Dienstag musste D früher von der Schule abgeholt werden (er war ja sooooo krank der kleine Schauspieler), Mittwoch schickte ich ihn aber wieder hin und als er erfuhr, dass er sein erstes Mal Science Class an dem Nachmittag hatte, fühlte er sich auch gar nicht mehr so schlecht. An der Schule beobachtete ich immer wieder das Alltagstreiben einer amerikanischen Schule. Es ist so anders, als in Deutschland. Doch irgendwie ein bisschen wie im Film. Morgens läuft immer laute Musik auf dem Schulhof und einige Kinder tanzen (zum Bespiel Macarena - da musste ich doch ein wenig schmunzeln), wenn alle Kinder in den Klassen sind, bregrüßt der Schulleiter alle durch den Lautsprecher und liest einen Witz vor, den Schüler bei ihm eingereicht haben. In der letzten Woche stellte ich bei all meiner Fahrerei, bei der ich immer am Sportplatz der Highschool vorbei kommen, fest, dass Sport hier wirklich eine grüßere Rolle spielt, als in Deutschland. Jeden Tag sieht man die Highschool Kids andere Sportarten ausüben (Soccer, Baseball, Lacrost, Football, Hockey, ...) und auch an der Schule der Kids beobachtete ich einen Haufen Jungs (so um die 10 Jahre), die sich einen Fußball nahmen und so eine Art Fußball Baseball spielten. Basketbälle fliegen sowieso überall rum, es sind tatsächlich viele mit dem Rad unterwegs und natürlich mit Scootern,  Skateboards, Longboards und wie die Dinger alle heißen. Bei meinem letzten Pick-Up der Woche am Freitag sah ich vor dem Mill Valley Altersheim eine Horde Rentner sitzen, die alle mit ihren Schildern still vor sich hin demonstrierten. Ima erzählte mir, dass sie da jede Woche sitzen würden. Die meisten Schilder tragen Anti-Trump Sprüche, aber diese Woche will ich mal schauen, was sonst noch so drauf steht. Ich lächelte beim Vorbeifahren. Irgendwie süß, aber definitiv cool solche Aktionen :)

Dienstag hatte ich am Vormittag wieder meine Hiking Class. Wir waren auf dem Mount Tam unterwegs und ich bereute etwas, dass ich es am Vorabend etwas zu gut mit meinem Training im Gym meinte. Schließlich wandert man ziemlich viel berauf und -ab, wenn man an einem Berg wandern geht. Haha! Trotzdem war es wieder sehr schön. Ich lauschte wieder Geschichten von zu reichen Rentnern ("Was ich in meiner Freizeit auf Hawaii mache? Nein, ich bin nicht so der Beach Typ, ich gehe nur zum Schwimmen hin. Sonst reite ich viel, kümmere mich um meine Obstplantagen und mache viel Yoga. Ja, wir haben dort eine riesege Yoga Community. Und eine große Dancing Community auch. Ja, Tennis spiele ich auch, natürlich.", "Ich habe mir vorgenommen, keine Langweile als Rentnerin zu haben. Ich bin jetzt 52 und muss nun wirklich nicht mehr arbeiten, aber ich möchte Freiwilligendienst im Marin Civic Center absolvieren. Montags treffe ich mich jetzt zum Ballspielen mit Freundinnen, dienstags habe ich diese Class, mittwochs spiele ich Tennis und für donnerstags hatte ich noch nichts, also habe ich jetzt angefangen, Golf zu spielen. Das wollte ich schon immer mal lernen. Und naja, am Wochenede ist ja immer irgendwas los in Marin oder der City.") Was ein Leben! Haha! Während ich nebenbei mit Ima und Saba die Abholung von D aus der Schule organisieren musste (Ich verstehe bis heute nicht, warum es manchmal so kompliziert sein muss. Aber im Endeffekt konnte ich alles regeln, ohne meine Class verlassen zu müssen. Gut, dass ich dort überhaupt Empfang hatte!), genoss ich die Gerüche der verschiedenen Pflanzen und Bäume, schmunzelte über so manche Gespräche der anderen, unterhielt mich auch mit einigen und staunte mal wieder nicht schlecht über die tolle Aussicht, die man von diesem Berg hat. Ach, ich liebe mein Marin ♥

  Es grünt so schön Coffee Berries im German Style Panorama vom Mountain Theater Beautiful Marin County Lunchbreak mit Kolibris Wandern mit Herz

So schön diese Hiking Class auch ist, ist es doch nervig, dass alle immer alle Zeit der Welt haben und unsere Dozentin gerne vergisst, dass ich pünktlich weg muss, um meine Kiddos von der Schule abzuholen. So durfte ich das letzte Stück zum Auto mehr oder weniger rennen und ich brauchte tatsächlich noch 25 Minuten. Das war mal ein Workout den Tag, sage ich euch!

Abends nach Feierabend holte ich Laura ab und wir gingen im 2am Club in Mill Valley Pool spielen. Dort schaute dann noch der Dylan aus Sausalito vorbei. Hatte ich erwähnt, dass er ein Segelboot hat? Er hat ein Boooot! ♥ Er ist auch nett, sieht ziemlich gut aus, schreibt mir immermal zwischendurch und ich? Ich bin irgendwie gerade unmotiviert, schon wieder einen neuen Typen zu daten, also lass ich es einfach mal langsam angehen. Aber verdammt, er hat ein Boot! Haha!

Mittwoch war ich etwas angeschlagen, wollte eigentlich erst meine Drawing Class schwänzen, da ich die 10 Zeichnungen, die wir als Hausaufagbe hatte auch nicht fertig bekommen hatte, aber ich riss mich dann doch am Riemen. Schließlich darf ich insgesamt nur eine Class verpassen, um auf meine Stunden zu kommen. Am Ende war ich froh, doch hingegangen zu sein. Ich hatte noch mit am meisten von den Hausaufgaben gemacht, führte einige nette Gespräche und genoss es, neue Materialien auszuprobieren und mal wieder etwas kreativ zu werden. 

 

Donnerstag war ich mit Laura bei TJ Maxx (warum auch immer es hier so und in Deutschland TK Maxx heißt) shoppen. Wir schauten uns noch ein wenig beim Halloween Fabrik Verkauf nebenan um und danach habe ich uns Lunch bei mir gemacht. Ich kochte allgemein recht viel in der Woche. Hatte ich mal wieder Lust zu :)

Eigentlich wollten Lotte, Laura und ich am Freiatg Vormittag über die Golden Gate Bridge spazieren. Da Laura dann aber doch früher arbeiten musste, verschoben wir es auf den kommenden Freitag und ich fuhr mit Lotte an die  Fisherman's Wharf/ Pier 39. Danach chillten wir uns noch an einem meiner Lieblingsplätze an der Brücke zum Lunchen. Ich war schon den Abend vorher da, als es mir nicht so gut ging. Immer, wenn ich solche Momente habe, fahre ich an einen meiner Lieblingsplätze. Das hilft. Es ist einfach schön hier ♥

Golden Gate Bridge by night

Da es mittlerweile schon so etwas wie ein Muss ist, waren wir am Freitag Abend doch wieder im Peso. Endlich konnten wir Hostdad Peter auch mal wieder überzeugen, vorbei zu schauen. Lotte fuhr ihn schließlich ;) Sonst waren Franzi und Laura mit. Dylan scheint auch jeden Freitag da zu sein (wir spielten nun den dritten Freitag in Folge Pool mit ihm im Peso) und dann schaute sogar der Robert noch vorbei. Dieser war am Ende aber plötzlich weg und sowohl er, als auch Miguel schrieben mir, ich solle noch im 2am Club vorbei kommen. Why not? ich musste am nächsten Tag zwar arbeiten, aber erst um 10 Uhr und es war Arbeitstag 12 (von 12!). Bevor Laura mich dann also nach einem wieder einmal sehr lustigen Abend im Peso beim 2am Club absetzte (der noch ganze 20 Minuten offen hatte. Haha!), verabredete ich mich sponatn noch mit Türsteher Kevin zum Poolspielen und er gab mir seine Nummer. Ha! Jetzt habe ich also auch die Nummer vom Türsteher aus dem Peso. Verrückt! Nach dem 2am Club zog ich mit den Jungs noch weiter zu Miguel. Dort tranken wir ein Bier, ich versuchte, Jesus die Haare zu flechten (sollte erst am nächsten Tag richtig klappen), wir schmissen Äpfel gegen einen Baum (Was ein befreiendes Gefühl - und ich traf tatsächlich jedes Mal!). Irgendwann löste sich die Truppe auf und Matt brachte mich netterweise noch nach Hause. Diese Jungs sind echt schwer in Ordnung!

mit Franzi und Laura mit Peter und Lotte - Vanessa Boo, we miss you so much! Best Bartender Sean

Seltsamerweise war ich am nächsten Morgen leicht müde, bekam meine 9,5 Stunden dann aber doch gut um. Es stand eine weitere Geburtstagsparty auf dem Plan. Diese hatte ein Superhero Motto. Die Kids konnten Masken und Capes gestalten, sich bunte Stränchen in die Haare machen, es gab reichlich lecker Essen und Rainbow Cake. Ich mag diese Veranstaltungen trotzdem nicht. Diese gekünstelten Gespräche und das alles. Manche Eltern sind wirkliche Freunde, aber die meisten eher Konkurenten mit spitzen Zungen und einem aufgesetzten Lächeln. Ich fühle mich immer ziemlich fehl am Platz, obwohl ich die meisten Eltern und Kids mittlerweile gut kenne. Dieses Mal hatte ich aber eine Situation, die ziemlich krass war. Ich stehe über sowas, aber Ima war richtig sauer, als ich ihr davon berichtete. Eine der blonden Size Zero Muttis, die ich nur vom Sehen kannte, meinte plötzlich (nachdem wir bestimmt schon eine Stunde da waren) "Oh the D Kids are here! Where are their parents?" Ich antwortete "In New York." Sie drehte sich zu mir um, musterete mich "And who are YOU?" Ich guckte etwas verwirrt (Ich besuche all diese Veranstaltungen nun schon seit fast 1,5 Jahren mit den D's!), lächelte aber und sagte "I'm Feedo, the nanny:" Sie zog die Augenbrauen hoch, gab mir nicht einmal die Hand, murmelte nur ein "Oh well, yes. Hi, nice to meet you!" und machte auf dem Absatz kehrt. Personal, ihhhh! Mit sowas rede ich nicht! Bah, ekelhafte reiche Arschlöcher! Aber die Kids hatten Spaß und genossen es, ihre Freunde aus der alten Schule zu treffen. So ein Anblick hebt die Stimmung. Also blieben wir trotz gähnender Langeweile und wenig Interesse für weitere Gespräche mit anderen Eltern für mich ein wenig länger ♥

 Rainbow Hair

Am Abend wollte ich mit den Mädels (Laura und Lotte) die City unsicher machen. Schließlich musste ich meine gut gelungenen "twelve days in a row" feiern und Laura wollte schon die ganze Zeit mal in der City losziehen. Wir fuhren also wieder in die Marina, da man dort gut mit Bus hin kommt, es viele coole Bars gibt und das Uber zurück nicht zu teuer ist. Es wollte aber irgendwie nicht so richtig flutschen den Abend. Nach einem Barwechsel und Hin- und Herüberlegen, ob wir noch irgendwo zum Tanzen hin ubern, kam von den Mädels "Wären wir mal doch ins Peso gegangen. Da können wir wenigstens Pool spielen und man unterhält sich nett mit den Leuten." Ach! Haha!  Feiern in der City kann super lustig sein, aber manchmal ist es eben auch ein Reinfall. Nächstes Mal wird's besser, dieses Mal uberten wir aber zurück zu Lottes Auto und fuhren dann weiter zum Peso. Dort trafen wir uns mit Miguel, Matt, Nick und Peter (Jesus), ich alberte mit Bartender Mac und führte das eine oder andere Gespräch mit Doorman Kevin und anderen Stammis und als es zeitlich so langsam Richtung "Last Call" (for drinks) ging, lud Miguel uns wieder alle zu sich nach Hause ein. Was eine lustige Nacht. Es wurden Haare geflochten, wieder Äpfel gegen Bäume geschmissen, Miguel rappte für uns (was ein Freestyler, ich hatte ja keine Ahnung!), wir tranken noch das eine oder andere IPA (inklusive einer Session Bieryoga - haha!) und hatten einfach Spaß. 

Bieryoga mit Jesus Teamwork Er gab schnell auf - Laura machte es dann lieber selbst Top Ergebnis!

Sonntag schlief ich aus, fing an, für diesen Blogeintrag zu arbeiten, guckte "Breaking Bad", quatschte mit Ima über den New York Trip und wie unsere Woche war, kassierte noch ein paar Mitbringsel ab, telefonierte mit meiner süßen kleinen Schwester, die Geburtstag hatte und gammelte vor mich hin, bis Laura mich zum Sonnenuntergang und Picknick am Muir Beach Overlook abholte. Ich hatte mir so einen chilligen Tag definitiv verdient und der Sunset war auch nicht schlecht - als Sahnehäubchen quasi :)

Muir Beach Overlook

Danke für's Lesen an die wenigen, die sich noch interessieren!

Eure Feedo

PS: Noch ein paar Fotos von meinen Liebchen und mir, die in unserer rock 'n' roll week entstanden sind:

Cutest american girl ever!

Was ein (langes) Wochenende - geregelte Schlafenszeiten sind eh überbewertet

Samstag, 08.09.2018

Nomnomnom!

Ich sitze gerade in meinem Bett und nasche Gouda, den ich eben beim Einkaufen im Trader Joe's entdeckt habe. Was ein Genuss! ♥

Damit die Einträge nicht mehr ganz so lang werden, habe ich mir vorgenommen, euch wieder öfter zu schreiben. Die letzten hatten es ja schon wirklich in sich. Ich erlebe einfach zu viel und berichte zu gerne zu ausführlich. So, here we are.

In der letzten Woche war ich viel wandern, super oft feiern, durfte einige neue nette und interessante Leute kennen lernen und hatte einfach nur Spaß. Der eine oder andere möge jetzt meinen, ich hätte es vielleicht etwas zu gut gemeint, aber vielleicht ist das auch einfach nur meine Reaktion auf mein sonst doch mittlerweile eher eintöniges und langweiliges Arbeitsleben. Ich bin sonst einfach nicht ausgelastet. Haha!

Vorerst möchte ich von meinem "Studentendasein" berichten. Naja, so ein richtiger Student bin ich ja nun nicht, aber immerhin besuche ich jetzt zwei Classes am College of Marin (an dem übrigens auch kein anderer als Robin Williams studiert hat - Gott hab ihn selig), schließlich muss ich auch in meinem zweiten Jahr 6 Credits sammeln bzw. 60 Stunden studieren. Dienstags vormittags gehe ich nun also immer mit einer Gruppe von ca. 20 (alten) Leuten wandern und mittwochs vormittags besuche ich einen Drawing Workshop (auch nur mit alten Menschen, haha!). Diese Classes werden in der Regel nur von älteren Leuten und Au-Pairs besucht. Es ist doch interessant, was das so für Menschen sind. Gerade in der Hiking Class hört man so einige verrückte Geschichten ("Meine Ranch auf Hawaii ist durch den Vulkan komplett zerstört worden, aber alle 150 Angestellten konnten zum Glück fliehen und die meisten haben mittlerweile eine andere Anstellung gefunden." ... "Versicherung? Nein, dagegen ist man nicht versichert. Ich habe alles verloren. Aber so schlimm ist es nicht. Schließlich besitze ich noch eine andere Ranch, die weit genug vom Geschehen entfernt ist. Dort ist es auch schön!" - Achsooo, na dann!?)

Letzte Woche waren wir im Samuel P. Taylor State Park wandern. Dieser liegt auf dem Weg zum Point Reyes. Ich bin schon einige Male durchgefahren, mir war aber nicht bewusst, wie schön es dort ist und wie toll man da wandern kann. In dem Wald stehen einige riesige Coastal Reedwood Trees (die schlanken Verwandten der Sequoia Reedwood Trees), unter anderen der Pioneer Tree, der knapp 500 Jahre alt ist und in den ich mich hinein stellen konnte. (Weitere Infos über den Park: https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_P._Taylor_State_Park)

Diese Woche waren wir am Point Reyes wandern. Allerdings nicht in der Ecke, wo auch der Leuchtturm steht und ich mittlerweile schon einige Male war, sondern noch weiter nördlich am Tomales Point in einem "Elk Reserve". Dieses Mal habe ich auch einige Bilder für euch gemacht:

Treffen an der verlassenen Pierce Point Ranch Erst war es noch recht foggy A little Gardensnake Elk! More elks Elk direkt im Busch neben uns Hello blue sky Teil vom Elk more blue sky

Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, aber bei weiteren Strecken, wenn ich auch noch mein Lunch und Trinken mitschleppen muss, ist sie mir einfach zu schwer :(

Letzten Freitag waren mal wieder die beiden besten Freunde unserer Kiddos zu Besuch. Da sie jetzt nicht mehr alle auf einer Schule sind, sind sie immer noch aufgedrehter als sowieso schon, wenn sie sich sehen. Ich musste sie regelrecht rausschmeißen, weil ich echt Angst hatte, dass sie sich drinnen gegenseitig die Köpfe einschlagen, so wie sie da alle wie die Irren herum gerannt sind.  Während sie sich dann draußen auf dem Trampolin ausgetobt hatten, konnte ich in Ruhe das Abendessen für alle vorbereiten. Ich erzähle immer wieder gerne von meinem Traum, irgendwann mal ein Bed and Breakfast aufzumachen (vielleicht in Irland?!) und Ima meinte, ich sollte definitiv auch ein Kindermenü anbieten. Pizza und Burger sind zwar eigentlich Lunch oder Dinner, aber Kinder würden es sicher auch zum Frühstück essen. Haha!

Cheese Pizza und Pizza Hawaii - vor dem Backen Wildtierfütterung

Ich finde, es gibt nichts Langweiligeres als Cheese Pizza. Somit versuche ich in letzter Zeit gerne Mal, die Jungs von anderen Toppings zu überzeugen. Letztens gab's Pizza mit Turkey und Peach und eine mit Steak Leftovers. Ziemlich geil!

Am Vormittag des besagten Freitags war ich mit Laura (Vicis Nachfolgerin) im Tennessee Valley hiken und überredete sie, abends mit mir ins Silver Peso zu gehen. Sie hatte eigentlich keine Lust, da sie noch immer darauf besteht, nicht mein neuer Peso Buddy zu werden, ließ sich dann aber doch weich klopfen. So ging es also abends ins Peso (begrüßt wurde ich vom Kevin dieses Mal mit "Heyyy there she is, my favorite German!"). Wir blieben eiskalt bis zum Schluss und hatten super viel Spaß. Erst spielten wir Pool alleine, dann mit ein paar älteren Stammis und als wir gerade gehen wollten, spach uns ein ziemlich süßer Typ an, ob wir noch eine Runde mit ihm und seinem Kumpel spielen wollen würden. So hingen wir noch mit denen ab bis die Bar schloss und als er dann erzählte, dass er zu Zeit auf seinem Segelboot in Sausalito lebe, beschloss ich spontan, mir dieses noch am selben Abend anzusehen. Laura machte sich auf den Heimweg. Auf dem Weg nach Sausalito erzählte er mir dann, dass er eigentlich sowas wie eine Freundin hätte, ich aber gerne bei ihm übernachten dürfte. Angekommen an seinem ziemlich geilen Boot bekam ich eine Nachricht vom Biologen, dass er noch eine Hausparty schmeiße und ob ich noch vorbei kommen wolle. So unterhielt ich mich noch ein wenig mit dem Segelbootbesitzer, aß ein Peanutbutter and Jelly Sandwich, das er mir zubereitete (sehr aufmerksam!) und als er dann schlafen wollte, machte ich mich vom Acker. Bett oder Hausparty? Ach, es war erst 3 Uhr morgens und ich hatte das komplette Wochenende einschließlich Montag (Feiertag, Labor Day) frei, außerdem war ich noch gut betrunken. Hausparty! So bestellte ich mir ein Uber und verlief mich dann schlagartig erstmal zwischen all den Booten (na immerhin bin ich nicht ins Wasser gefallen. Haha!). Der Uberfahrer rief mich an, wo ich bleiben würde und ich musste über den Steg zum Parkplatz rennen, was einen ziemlichen Lärm verursachte. Die armen Leute, die in ihren Booten geschlafen hatten, waren danach sicher wach. Ups! In Tiburon angekommen wurde ich von einer reinen Männertruppe begrüßt. Gut, dass ich das aus alten Zeiten mit meinem Bruder und seinen Freunden kenne. Verrückt war auch, dass ich den einen sogar kannte - aus dem Peso natürlich. Miguel ist ein Kumpel von einem Typen, den ich vor einigen Monaten mal gedatet hatte. Ach, die Leute aus dem Peso kennen sich ja doch alle irgendwie. An diesem Abend war er mit einem Kumpel aus Deutschland da, der hier vor ein paar Jahren mal als Au-Pair gearbeitet hatte. David war zu Besuch in Marin, um all seine alten Freunde und seine Hostfamily zu besuchen. Er ist ein ziemlich witziger Typ und wir unterhielten uns die ganze Zeit auf Englisch, auch als keiner der anderen neben uns stand. Im Suff floss das irgendwie besser. Haha! Sonst unterhielt ich mich noch ziemlich viel mit einem Fotografen, der seine mega geile Canon dabei hatte. Wir haben Nummern ausgetauscht und er hat versprochen, sich mal mit mir auf einen Kaffee zu treffen, um mir meine Kamera ein bisschen zu erklären. Voll gut! Es floss noch einiges an Bier und das eine oder andere Sandwich ging über den Tresen. Am nächsten Morgen wusste ich tatsächlich vorerst nicht, was in der letzten Nacht passiert war, aber während ich mit Laura in Petaluma in der Outlet Mall shoppen war, kamen so laaaangsam alle Einzelheiten zurück. Was eine verrückte Nacht!

Laura go for it! Am Ende hat sie alle platt gemacht! Haha!   Poser! Eingelocht!

Ich war froh, dass die Mall eine Outdoor Mall ist. Da ich eh nichts kaufen wollte, ging ich immer nur eine Runde durch den Laden, schaute mir alles an, gab meinen Senf zu den Sachen ab, die Laura sich aussuchte und wartete dann draußen an der frischen Luft. Am späten Nachmittag zurück in Marin spazierten wir dann noch ein wenig durch Sausalito und deckten uns danach bei Safeway mit lecker Essen ein. Bei mir machten wir ein Picknick mit Cheese Nachos, Brot, Frischkäse, Garlic Hummus und selbstgemachter Guacamole (auch mit ordentlich Garlic). Dazu gabs ein Bierchen (Bestes gegen Kater) und einen Film. Ich schrieb schon den ganzen Tag mit David (dem Deutschen) - ursprünglich um zu erfahren, was am Vorabend eigentlich passiert war (Haha!) - und er fragte dann, ob wir auch noch ins Peso kommen würden. Oh man, totmüde, mit Knobifresse und bis oben hin vollgemampft, hatte ich ja eigentlich erst so gar keine Lust, aber ich durfte noch fahren und hatte Laura am Abend vorher wohl irgendwie angefixt, sodass sie plötzlich auch an diesem Abend Lust hatte, loszuziehen (wer einen neuen Peso Puddy will, muss die Chance ergreifen, wenn der potenzielle Kandidat dafür von sich aus Lust hat, ins Peso zu gehen - das war natürlich der einzige Grund, weshalb wir dann tatsächlich ins Peso fuhren xD). Vor Ort trafen wir draußen direkt David an (Kevin, der Türsteher, sah mich erst nicht und begrüßte mich dann aber mit "Oh wie schön, ihr kommt genau richtig. Es wird gerade voll. Ich hatte ja eigentlich nicht mit dir gerechnet, du warst doch gestern schon hier. Ach ich sehe, du arbeitest noch immer daran, deine Freundin zu deinem neuen Peso Buddy zu machen. Viel Erfolg. Ich brauche eure ID's nicht zu sehen. Have fun my favorite German!"). Drinnen sah ich dann einige bekannte Gesichter, unter anderen Robert und ein paar seiner Freunde und lernte viele viele neue Leute kennen. Ich war soooo müde. Es war dennoch ziemlich witzig und später fuhren wir noch mit auf eine Hausparty, die dann eher ein Sit-In zu fünft wurde. Demnach und weil wir einfach fix und alle waren und Laura am nächsten Tag arbeiten musste, fuhren wir nicht zu spät nach Hause. Gegen 3 war ich im Bett. Müde, aber glücklich und zufrieden :)

Let's go to the mall... today!Hello beautiful Sausalito!Indoor Picknick - Weltidee mit dem Handtuch! Haha! Mit Gammeloutfit, aber frischem Make-Up ab ins Peso!

Ich schlief bis 13 Uhr durch. Wer braucht schon geregelte Schlafenszeiten? Nach einem kleinen Frühstück und viel Kaffee bei einer Folge Breaking Bad überlegte ich mir, was ich den Tag schönes unternehmen könnte. Ich wollte erst mit Laura und ihrem Hostkid mit zum Beach zu fahren. Sie musste dann aber doch woanders hin. Da fiel mir ein, dass der Jason vorgeschlagen hatte, wir könnten am Wochenende etwas unternehmen. Gesagt, getan. Wir verabredeten uns zum Hiken am Mount Tam. Ich nahm meine Kamera mit. So beschlossen wir, nach unserem kurzen Hike noch weiter hoch auf den Mount Tamalpais zu fahren und den Sonnenuntergang anzugucken bzw. zu fotografieren. Ich liebe diese Fotos. Sie sind echt bombe (bomb, dope oder was sie hier sonst noch alles sagen) geworden. Danach ließen wir den Abend mit Burgern von Super Duper, Bier, Ben und Jerry Eis und einem Film bei mir ausklingen. Alles in allem ein ziemlich nicer Sonntag!

Hike:

Dann ging es höher auf den Berg mit chilliger Oldie "Sunset Music" (wie wir sie nannten) aus dem Radio und einem kleinen Sanwich. Ach, das Leben ist schon schön - hier vor allem ♥

Über den Wolken... eher über dem Nebel Bad Ass - Gangsta Feedo Love this beanie - hätte ich ihm gerne abgezogen. Haha! Cotton Candy Land

In der Nacht schlief ich wieder nicht besonders gut, aber dafür gab's am nächsten Morgen geil French Toast (aus Feedo's B&B ®).

Den Tag vertüdelte ich wieder ein wenig, telefonierte ausgiebig mit Katrin (endlich mal wieder ♥), quatschte endlos lange Voice Messages für Vanessa in mein Phone und recherchierte ein wenig für meine Zukunft. Da ich aber nochmal raus wollte, schrieb ich dem David, was er noch für Pläne hätte und schwups verabredeten wir uns zum Hiken in den Headlands. Gute Idee, schlechter Zeitpunkt. Es war neblig, windig und kalt. Trotzdem taten die frische Luft und ein ein wenig Bewegung gut. Weil es dann aber doch zu kalt wurde, machten wir uns auf den Weg zurück und beschlossen, Miguel auf der Arbeit im Perry's zu besuchen. Er arbeitet in diesem fancy Restaurant als Bartender. So mussten wir nichts für unsere Drinks bezahlen und da das Peso nur einen Blog entfernt ist, landeten wir am Ende eben wieder dort. (Türsteher Kevin war nicht da, aber Lieblingsbartender Sean kam raus, sah mich und rief "Heyyyy, Huettemeyer! Good to see you - AGAIN!" Ouhhh! Dadurch, dass ich immer mit Karte zahle, kennen die Bartender natürlich meinen Namen mittlerweile!) In der Bar trafen wir auf eine ziemlich verrückte Kanadierin, die uns von ihren noch verrückteren Geschäftsideen erzählte (Eine Idee war eine Website mit Videos von Menschen die alle möglichen Gegenstänge anlecken "I'm sure, there are many people with a fetish like that!" - ja, ganz bestimmt! Haha! Die andere Idee hatte was mit Ü70 Wrestling zutun - auch sehr kurios, aber definitiv amüsant.) Ich wartete noch mit David auf Miguel, der einfach nicht auftauchen wollte. Als er dann endlich da war, konnte ich ja auch schlecht direkt gehen und ließ mich tatsächlich von beiden Kerlen noch überreden, am nächsten Abend mit in die City zum Feiern zu kommen. Schließlich war es Davids letzter Abend in Marin, bevor es für ihn wieder nach Deutschland ging. Ouh, dieses Wochenende wollte einfach kein Ende nehmen. Haha!  Als ich eine Nachricht von Henning V. bekam, warum ich unter der Woche um diese Zeit noch wach sei, stellte ich mit erschrecken fest, dass es schon nach Mitternacht war. Gut, dass ich nach nur etwas über vier Stunden Schlaf am folgenden Vormittag meine Hiking Class hatte und mich demnach nicht noch etwas hinlegen konnte. Tja und da ich meine Versprechen halte, fuhr ich also nach Feierabend noch mit dem Bus in die City. Leute, was eine Nacht. Ich fasse mich kurz: In coolen Bars in der Marina gewesen (wo ich vorher noch nie feiern war), mit einer lustigen Truppe unterwegs gewesen, wieder neue Leute kennen gelernt (und wen von der Hausparty am Freitag davor wiedergetroffen und ihn eiskalt nicht wieder erkannt, obwohl ich sogar ein Foto von ihm auf meinem Handy hatte. Haha!), beste Poolkünste gezeigt (habe schließlich vom Besten gelernt. Danke Jason!), sehr nett mit einem super süßen Typen unterhalten, der sich als totales Arschloch rausstellte und dem ich am Ende noch fast welche auf die Fresse gehauen hätte (Boah, hat der mich aggressiv gemacht, als er einfach nicht von Miguel ablassen wollte!), viiiieeeel zu viel getrunken (dafür, dass ich am nächsten Tag arbeiten musste), auf dem Heimweg spontan die letzten drei noch mit zu mir eingeladen, bei mir Musik gehört und dann irgendwann mit erschrecken festgestellt, dass ich in 2,5 Stunden aufstehen muss. Das Beste? Ich hatte am Vormittag des Folgetags meine Drawing Class, konnte mich vor meiner Nachmittagsschicht also wieder nicht hinlegen! Ja, Schlaf ist wirklich überbewertet... Trotzdem würde ich es genauso wieder machen. Ich hatte Spaß und bin froh, endlich mal coole Leute von hier kennen gelernt zu haben! Thank you, David! It was a pleasure to meet you! Ich hoffe, wir treffen uns mal wieder. Vielleicht ja sogar in Tübingen ;)

Zach und David - der Drink muss weg! mit David und Zach wie die Hühner auf der Stange: David, Matt und Miguel

 Wie ihr euch vorstellen könnt, sehnte ich mich Mittwoch dann sehr nach meinem Feierabend. In dieser Nacht schlief ich das erste Mal seit einer halben Ewigkeit zu humanen Zeiten, tief und fest, knapp 9 Stunden. Das hatte ich gebraucht. Haha! Nach einem ebenso ruhigen Donnerstag, hieß es gestern dann wieder: Hello Weekend! Vormittags war ich vorerst mit Laura und Caro, Vanessas neuer Nachfolgerin, die erst seit einer Woche hier ist, verabredet. Wir frühstückten zusammen am Rodeo Beach in den Marin Headlands, fuhren zu einem Golden Gate Bridge Outlook und schlenderten dann noch ein wenig durch Sausalito (mit lecker Cocos Macadamia Ice Cream von Lappert's - yummy!).

mit Caro und Laura vor meiner in Nebel gehüllten Lieblingsbrücke Golden Gate Bridge mit ihrem Freund Carl, the FogKönnte ich mir eine Stadt aussuchen, in der ich wohnen wollen würde, wäre es ziemlich sicher Sausalito

Nun dürft ihr Lieben raten, wo wir drei dann gestern Abend waren. Jaja, da hatte ich mir so fest vorgenommen, mal eine andere Location auszuprobieren, aber am Ende wird es eben doch immer das fucking Peso. Haha! So holte ich erst Laura ab und dann fuhren wir zu Caro. Hostdad Peter ist krank und war leider schon im Bett (vielleicht besser, der erste Peso Schock für Caro musste nicht unbedingt in Begleitung von Peter statt finden), aber Jenny war wach, ich trank einen Schluck Wein mit ihr (musste schließlich noch fahren) und tauschte erstmal ordentlich Gossip mit ihr aus. Das war schön! Wir betrauerten gemeinsam Vanessas Abwesenheit, beschlossen, sie zu zwingen, uns bald mal besuchen zu kommen und sie lud mich ein, mal zum Abendessen und auf etwas mehr Wein vorbei zu kommen. ♥

Gegen 22 Uhr kam ich mit den beiden Mädels am Peso an. (Türsteher Kevin checkte die Ausweise der beiden Mädels, umarmte mich zur Begrüßung und meinte: "Oh, good to see you favorite German. Hold on, I have a Peso Coin for you. I'll give it to you later. It's in my car." Wir wurden vor der Tür noch ziemlich lange von einer Ü50 Frau, die wesentlich jünger aussah, vollgelabert, wie hübsch wir seien, dass wir uns niemanden aus dem Peso angeln sollten, wie hübsch wir seien, dass es bessere Bars für Männer zum Heiraten gäbe, wie hübsch wir seien, dass sie nur so jung aussehe, weil sie sich immer gut um ihre Haut gekümmert hätte, wie hübsch wir seien, in welcher Bar ihre Tochter tolle Männer treffen würde, wie hübsch wir seien, dass sie beim fire department arbeiten würde, wie hübsch wir seien u.s.w. Haha! Jedenfalls hatte der Kevin alle Zeit der Welt zum Auto zu gehen und mit der 6$ Silver Peso Coin wiederzukommen. Ich: "Thank you but why? For what?" Er: "Yeah well, I think, I owe you that coin!" Hm, okay. Ich habe bis jetzt nicht verstanden, warum oder wofür, aber coole Aktion auf jeden Fall! Haha!) Ja, what a night! Again! Der süße Typ aus Sausalito mit dem Segelboot war wieder da, sämtliche Stammis natürlich und später auch Matt, Miguel, deren Freund Peter (Oh man, langsam wird's kompliziert. Das ist schon der dritte Peter. Aber dieser wird auf Grund seiner langen Haare Jesus genannt. Haha!) und seinen Bruder Nick. Das kurioseste, das ich allerdings bisher im Peso erlebt habe, hat mich etwas wach gerüttelt und ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich mir mal eine andere Bar suchen sollte: Ich sah einen Typen von vor Ewigkeiten wieder. Er ist Ire, knapp über 40, konnte sich nicht an mich erinnerin. Anyway. Wir unterhielten uns nett. Er war schon gut betrunken, war mit einem Freund da, der Vanessa und mir schon öfter aufgefallen war. ("Guck mal, da ist wieder dieser gruselige Typ, der Mexikaner mit den ganzen Ringen und der hübschen jungen Freundin, der immer so fies guckt" Wie sagte Vanessa jetzt gerade erst? "Immer, wenn ich an ihm vorbei gegangen bin, habe ich mich nicht mal getraut, ihm in die Augen zu sehen!") Ja, diesem Typen gab ich dieses Mal sogar die Hand und der Ire sagte total euphorisch: "He is a Hells Angel!" Yay! Machte es irgendwie nicht besser! Als ich mich im Laufe des Abends wieder mit dem Iren unterhielt, erwähnte er dann ganz beläufig, dass er schon vier Meschen getötet hätte. Vier Menschen! Getötet! Vier! Hätte! Getötet! Waaaah! Hallo!? Nun habe ich dort im Peso Drogendieler kennen gelern, Leute, die diese Drogen konsumieren (und wir reden hier nicht nur von den legalen Sanwiches), Leute, die schon im Jail waren u.s.w. Ich meine, wie gesagt, ich suche ja kein potenzielles Heiratsmaterial (wie man es so schön sagt, oder Lea? xD), aber so langsam fange ich an, mir Gedanken zu machen...

Maybe I just should come home... home... wherever that might be...

Bevor ich mich jetzt verabschiede für heute, vielleicht noch etwas zu meiner Rechtfertigung: Ich bin jung, ich lebe mich aus, tue im Grunde nichts Illegales, arbeite viel, gut, hart und bin immer aufrichtig. Heute haben Ima und Aba sich verabschiedet. Zu ihrem 9. Hochzeitstag haben sie sich eine einwöchige Auszeit in New York gegönnt. Es ist das erste Mal, dass beide gleichzeitig länger, als vier Tage von den Kiddos getrennt sind. Ima kam vorhin zu mir, sagt zu M "Hold on Honey, I need some time to say bye to Feedo.", nahm mich in den Arm und meinte, wie sehr sie es wertschätzen würde, was ich für ihre Familie tue. Es gäbe niemand anderen auf der ganzen Welt, dem sie ihre Kinder für eine ganze Woche ohne Bedenken anvertrauen würde. Ihre Eltern sind zwar hier, um mich zu unterstützen, aber als wir heute nochmal alles durchgingen, wurde mir bewusst, dass ich wirklich die KOMPLETTE Verantwort tragen werde. Im Grunde wissen ihre Eltern nichts, ABER sie machen Frühstück, übernehmen die Nachtschichten und sind einfach super lieb und süß (Wie sagte ich zu den Kiddos am Abend vor ihrer Anreise? "I know they are your Grandparents but I'm so excited to see them. It feels like my Grandparents gonna visit us!") Die kommedne Woche wird hart, aber herzlich und ich bin mir sicher: I'll rock that shit! ;)

Danke für's Lesen und bis ganz bald,

eure Feedo

 

PS: Was ich sonst so für Faxen mit meinen Süßen mache (Manchmal könnt ich mich über Snapchat tot lachen! xD):

I love these Kiddos!!! ♥

Today J said "Sometimes I'm afraid to think about that Feedo's just gonna stay with us for eight more month. It's just two more seasons!" Ouh J, let's just enjoy all the time we're gonna have together and don't think about what happens after that! ♥

 Ich bekomme tatsächlich täglich mehr Heimweh, aber auch täglich mehr Angst vor dem Abschied von dieser unglaublich tollen Familie und meinem großartigen Leben hier, das mich und mein ganzes Wesen komplett auf den Kopf gestellt hat.

Oh Canada - my dream came true

Donnerstag, 30.08.2018

Hello, Moin, G'day, Hola, Bonjour, ...!

Um Neugelerntes anzuwenden, würde ich jetzt gerne schreiben: I'm grand! Das sagten die Iren in Vancouer nämlich immer. Es kommt allerdings nicht ganz hin, denn "grand" bedeutet: >“Grand.” A word meaning completely the opposite when used in Ireland. When we say something was “grand,” it means it was mediocre, alright, or, most probably, shite.< (matadornetwork.com) Und das kann ich nicht gereade behauptet. Mir geht es tatsächlich so großartig, wie schon lange nicht mehr. Ich durfte viele tolle Dinge in letzter Zeit erleben und letztens hatte ich eine Art positiven Motivationsschub (keine Ahnung, wo das plötzlich herkam. Haha!) So habe ich mal wieder mein komplettes Zimmer aufgeräumt, alle Schränke und Schubladen neu sortiert (ohje, ich habe echt viel zu viel Kram und werde nächstes Jahr ordentlich aussortieren müssen) und fühle mich gleich viel wohler mit etwas mehr Ordnung im Leben. So, nun aber zu meinen Abenteuern und Alltagsleben der letzten knapp drei Wochen.

In der Woche vor meinem Kanada Urlaub musste ich zwar nur von Montag bis Freitag arbeiten, demnach aber ziemlich viel über den Tag. Die Kids waren in einem Camp, das täglich nur von 10-12 Uhr ging. So hatte ich die meisten Morgen also frei, musste das Haus aber um 11:30 Uhr verlassen, um pünktlich in der City bei "Planet Granit", wo die Kiddos ihr Klettercamp hatten, zu sein. Einmal musste ich sie auch hinfahren. Da nahm ich Vici sponatn mit und wir verbrachten die zwei Stunden Freizeit in der Chestnut Street, waren ein wenig bummeln und gönnten uns lecker Gebäck in einem französichen Café, in dem ich vor etwas über einem Jahr schon einmal mit Ima, Aba und den Kids war. Ich hatte mich schon sehr auf das unglaublich gute Almond Croissant gefreut, aber leider war dies schon ausverkauft. Bummer! Aber man kann eben nicht alles haben. Der Kaffee und die Blätterteigstange waren trotzdem gut. Sonst traf ich mich in der Woche an einigen Abenden mit Vici, einmal musste ich abends Babysitten (Ima und Aba hatten Date Night), mit den Kids hatte ich das übliche Nachmittagsprogramm (Schwimmunterricht, Matheunterricht u.s.w.) und einmal machten wir es uns sehr nett, aßen erst Mittag bei Super Duper und fuhren dann weiter zum Discovery Museum. An diesem Tag hatten wir sehr viel Spaß! Ach, ich liebe meine kleinen verrückten Goofballs!

Little Architects Crazy Girls In The Crazy Sticker Room Sticker Attack Thank You D, My Love! Artist M

Alles in allem also eine sehr entspannte und unspektakuläre Woche. Das Wetter ist seit Wochen so ziemlich mittelmäßig (ah, hier passt es: the weather is grand! Haha!) Der San Fransisco Fogust ist da. Die meiste Zeit ist es neblig und kalt in der City und leider zieht der Nebel auch bis weit über Mill Valley. An manchen Tagen kommt die Sonne am Nachmittag raus, andere bleiben den ganzen Tag grau. In der Woche hatten wir aber ein paar interessante Sonnenuntergänge:

Beide Bilder sind in unserem Garten entstanden.

Freitag nach Feierabend hieß es dann endlich Wochenende und die Vorfreude auf Kanada stieg. Um das Wochenende vernünftig einzuleiten, gingen Vici und ich ins Peso (wohin sonst!?) und wollten uns da eigentlich noch mit ein paar anderen Mädels treffen, die dann aber leider abgesagt hatten. Später kamen noch Hostdad Peter, Anke und Robbie vorbei. Wir hatten viel Spaß, ich war gut dabei, es war wieder einmal sehr lustig mit grumpy Bartender Mac, der immer weniger grumpy wird (aber immer noch ziemlich frech ist) und zum Schluss lernte ich einen sehr interessanten Meeresbiologen kennen. Wenn man denkt, der Abend ist eigentlich schon fast vorbei, hat das Peso doch immer noch eine Überraschung übrig ;)

Am nächsten Morgen waren Vici und ich für eine Stand Up Paddling Class verabredet. Noch leicht aufgeputscht und gleichzeitig total übermüdet von der Nacht davor, mit einem Kaffee, einer Protein Bar und einer Banane im Gepäck holte ich Vici von zuhause ab und wir fuhren nach Sausalito. Das Wetter war erstaunlich gut, zwar etwas kalt, aber das Paddeln hat uns ziemlich bald aufgewärmt und als die Sonne dann noch raus kam, fingen wir richtig zu schwitzen an in unseren Neopren-Presswurst-Wetsuits mit Rettungsweste on top. Der Instructor war richtig cool drauf und wir hatten nur einen weiteren Mann in der Class. Nachdem wir erst Trockenübungen auf dem Land gemacht hatten und in einem geschützteren Bereich der Bay auf dem Wasser etwas Sicherer wurden, paddelten wir weiter raus in der Bay. Dort erzählte uns der Teacher noch einige coole Funfacts über die Boote, die dort in der Marina liegen. Das war echt interessant. Der Rückweg war wesentlich anstrengender, weil es plötzlich ziemlich windig wurde und wir zusätzlich noch gegen die Strömung anpaddeln mussten. Wieder im sicheren geschützten Bereich angekommen, durften wir ein paar waghalsige Übungen auf dem Board machen. Weil dabei noch immer keiner ins Wasser gefallen war, mussten wir uns zur Belohnung ins Wasser fallen lassen. Schließlich mussten wir ja alle beweisen, dass wir es schaffen, im Notfall wieder zurück auf Board zu kommen. So war ich nun endlich auch mal in der Bay baden und die Abkühlung tat tatsächlich sogar ziemlich gut. Nach einem mittelmäßigen, aber ziemlich teurem Lunch in einer trendigen Bar direkt am Wasser, die Ima mir empfohlen hatte, brachte ich Vici wieder nach Hause, begrüßte Imas Eltern und Schwester, die an diesem Tag aus Israel bzw. New York angekommen waren, ging rüber in mein Zimmer und ließ mich in meine Kissen sinken. Dieser Schlaf war wirklich mehr als überfällig.

Ich war noch sehr gut drauf, wie man unschwer erkennen kann

Den Abend wollte ich eigentlich nicht alleine verbringen, schließlich lag irgendwie ein Schatten über diesem Wochenende (sollte es doch eigentlich Normen und mein Hochzeitswochende sein). Es hatte nur leider niemand Zeit, so fuhr ich zu Target, bummelte da ein wenig durch die Regale und kaufte mir dann neue Schuhe bei Ross. Ha! So machen Frauen das eben, wenn die Kummer haben. Was ein Klischee. 

Der Sonntag sah dann trotz Vorfreude auf Vancouver leider auch nicht viel besser aus. Wieder hatte keiner Zeit und der Fog hing tief über der City und Marin. So verbrachte ich den halben Tag mit Netflix im Bett, packte meinen Koffer und raffte mich am Nachmittag dann doch nochmal auf, um in die City zu fahren. Dort bummelte ich an der Marketstreet entlang und obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, dieses Mal nicht zur Wharf zu gehen, ertappte ich meine Füße doch dabei, wie sie scheinbar ganz von alleine in die Richtung watschelten. Meine Clipper Card war leer gefahren und nach diesem seltsamen Wochenende wollte ich vielleicht auch einfach nur ein bekanntes freundliches Gesicht sehen. Tatsächlich stand der Peter vor dem Boot und verkaufte Ticktets für die letzte Tour des Tagen. Mein Plan ging jedoch so gar nicht auf. Anstelle einer Autofahrt zurück nach Marin und ein bisschen lustiger Ablenkung, bekam ich eine Bootsfahrt durch die arschkalte Bay, gefolgt von einem Streit und der Gewissheit, dass dies wohl die letzte Bootsfahrt war und es sich mit dieser Freundschaft nun auch entgültig erledigt hatte. Vielleicht brauchte ich diese müdliche Ohrfeige aber auch einfach mal und jetzt im Nachhinein bin ich doch irgendwie froh, dass nach all dem Hin- und Her endlich ein Schlussstrich gezogen wurde.

Da ich am nächsten Morgen schon den ersten Bus (um 4 Uhr) Richtung Flughafen nehmen musste, schlief ich furchtbar schlecht, war viel zu früh wach und wollte mich um diese Zeit nicht auf einen Uberfahrer verlassen, also lief ich die knapp 2 Meilen mit meinem kleinen Köfferchen zur Haltestelle. Ein sehr schöner Morgenspaziergang, aber doch sehr dunkel in meinem Wohngebiet und als ich die Kojoten heulen hörte, beschleunigte ich meine Schritte dann doch ein wenig, bis ich endlich an der beleuchteten Hauptstraße ankam. In Gröpelingen sind es komische Menschen vor denen man sich nachts in Acht nehmen muss, hier die lieben Wildtiere. Haha!

Die Securityschlange am Flughafen war unenedlich lang und ich hatt leicht Angst meinen Flug zu verpassen. Die Wartezeit nutze ich klug und machte einen Videoanruf in die Heimat. Schließlich wurde mein kleines großes Mädchen, meine Nichte Luna, eingeschult und ich musste ja wenigstens einmal gratulieren und ihre Schultüte bestaunen. Tatsächlich riefen sie am Gate schon meinen Namen auf, aber ich saß pünktlich im Flieger. 

Bye Bye beautiful foggy San Francisco

Ich musste in Seattle umsteigen (Washington State - all die spiegelnden Seen, die man vom Flieger aus sehen konnte, überall Orca Bilder und Merchandise - ich muss dringend nochmal wieder kommen und ein paar Tage Zeit mitbringen!) und auch hier wurde wieder mein Name ausgerufen, da mein Passport kontrolliert werden musste (schließlich bin ich weder Canadian noch US Citizen). Ich könnte mich jedes Mal wegschmeißen, wenn Amerikaner versuchen, meinen Nachnamen auszusprechen. Haha! nach weiterem Schlangestehen und der natürlich darauf folgenden Verspätung, war der kurze Flug trotzdem sehr angenehm und endlich in Kanada angekommen wurde ich von einer weiteren Passport Schlange begrüßt, an die ich mich anstellen durfte. Hach, ich mag Reisen, ich mag auch Fliegen, aber dieses Warten an Flughäfen oder in Flugzeugen kann wirklich nerven. Wenigstens wurde ich durch mein amerikanisches Visum ein wenig bevorzugt behandelt und musste nicht alles mitmachen, was alle anderen Touristen durchmachen mussten. Am Ausgang warteten unheimlich viele Menschen mit Schildern. (Eines war super bunt mit Disney Figuren und asiatischen Schriftzeichen - Ich war kurz am Überlegen, ob ich mich zu der Gruppe dazu gesellen sollte, befürchtete aber mein Japanisch sei nicht gut genug.) In all dem Trubel sah ich Sina erst gar nicht, was aber auch daran gelegen haben mag, dass ich nach einer etwas kräftigeren und weißeren Person Ausschau gehalten hatte. Liebe Sina, hier auch nochmal: Toll siehst du aus! Man sieht dir wirklich an, wie gut Kanada dir tut! ♥

An Tag 1 in Vancouver fuhren wir Sky Train, ich lernte ein paar Leute aus Sinas Homestay kennen, wir fuhren nach Vancouver Downtown und gingen dort spazieren bis runter zum English Bay Beach. Auf dem Heimweg besorgten wir uns kanadisches Bier in einem Liquor Store (in Kanada bekommt man nur in solchen Shops Alkohol, Preise variieren sehr stark und allgemein ist Alkohol sehr teuer) und machten es uns dann im Hinterhof des Homestay gemütlich. Lange machte ich den Abend nicht. Schließlich hatte ich die Nacht davor kaum geschlafen und einige neue Eindrücke zu verarbeiten.

Vancouver Waterfront Steamclock Downtown Regenbogen Gay Viertel English Bay Beach English Bay Beach

Wie man auf den Bildern vielleicht erkennen kann, war die Luft sehr smoky. Das zog sich auch die ganze Woche so weiter. Vancouver war (oder ist wahrscheinlich noch immer) umringt von Wildfeuern. Leider eine never ending story hier in den trockenen Sommern. 

Wettervorhersage: Rauch! Verrückt, aber wahr. Es war trotzdem schön, heiß und sonnig genug, um sich ein wenig die Nase zu verbrennen.

An Tag 2 fuhren wir nach einen gemütlichen Frenchtoast Frühstück wieder Richting Downtown, nahmen dort den Seabus nach North Vancouver und fuhren weiter mit dem Bus zum Lynn Canyon.

Klofund! Warum sollte ich mich so auf's Klo hocken wollen?

Eine mutige Sina ging schon ziemlich tief runter da Eine mutige Feedo Super klares Wasser Aber leider waren wir nicht so alleine, wie es auf dem ersten Bild aussah Treppen, Treppen, Treppen

Ein Orca! Kanadisches Plastikgeld mit Guckfenster

Nach diesem schönen Hike machten wir uns wieder auf nach Vancouver Downtown, um einen Freund von Sina zu treffen, der auch als Work and Traveller von Deutschland nach Kanada gekommen ist. Wir tranken das eine oder andere Guiness im Irish Pub, aßen richtig geile Nachos mit Käse und anderem yummy Zeugs überbacken und sprachen über interessante Themen: Warum "flieht" man ins Ausland, all die verschienen Gründe, die junge (oder auch alte Menschen) haben, diesen Schritt zu wagen, was diese Erfahrung mit einem macht, Liebe, Romantik ("Er wollte ein Feuerwerk mit ihr anschauen. Sie sagte nein, sie möge Feuerwerk nicht. Sie ist in Romantik eine ganz schöne Pfeife!!!" Haha!) und weitere tiefgründige Themen. Es ist immer wieder interessant, dass man in dieser Traveller Situation so intime Gespräche mit eigentlich Fremden führt. Vielleicht, weil man weiß, dass man sie eh nie wieder sieht!? Ich genoss den Abend, die Gespräche, den Flair der City und das Bier jedenfalls sehr. Unser Tisch war halb draußen auf dem Gehweg, wir sahen viele verrückte Gestalten vorbei laufen. Der eine fragte nach Geld für den Bus, der nächste bot uns an, gegen Bezahlung mit seiner Polaroid Kamera ein Foto zu machen (voll die gute Idee. Haha!). Da Phillip am nächsten Tag arbeiten musste, verließ er uns leider schon relativ früh wieder, wurde aber keine 10 Minuten später von Claudio, einem deutschen Mitbewohner von Sina, ersetzt. Ich musste etwas über die Gesichter der älteren Frauen am Nebentisch schmunzeln. Der eine hübsche Kerl ging, der nächste hübsche Kerl kam. Es hatte ein wenig was von Speeddating. Was die Damen sich wohl gedacht haben mussten!? Es wurde langsam dunkel, die Sommerluft war noch immer angenehm warm, überall roch man Weed (was seit kurzen auch in Vancouver legal ist). Kurze Zeit später stieß noch ein Franzose zu uns in die Runde, gefolgt von einer Japanerin. Dann waren wir komplett, das Bier floss weiter in Strömen und irgendwann zogen wir weiter ("Ich bin betrunken genug! Auf in die nächste Bar!") Dort gab es Bier für 3$ irgendwas und Tequilla - viel Tequilla und viel Bier. Was eine verrückte Nacht! Auf dem Weg zum Bus verliefen wir uns erst, ich besorgte uns in einem Kaffee (aufgrund meiner Flirtkünste die besten) Frischkäsebagel (wir hatten den Tag wirklich weitaus zu wenig gegessen, vor allem für den Alkoholpegel) und im Bus schlief Sina ein, weshalb wir unsere Haltestelle verpassten. So fuhren wir bis zur Endstation und mussten auf den Bus in die andere Richtung warten. Ich weiß nicht, wie lange wir insgesamt unterwegs waren. Sina entschuldigte sich tausend Mal, ich hatte gute Laune. Mir war egal, dass wir so lange nach Hause brauchten. Ich war glücklich wie lange nicht mehr. Life is surprising und es ist schön, definitiv!

mit Claudio beste Feiertruppe Whoop Whoop

 Am nächsten Morgen/ Vormittag ging es uns erstaunlich gut, wir waren nur ziemlich kaputt und müde (sind schließlich auch nicht mehr die Jüngsten). So relaxten wir an Tag 3 erstmal im Garten, ich zauberte uns Rührei mit Spinat und Toast und nach einer erfrischenden Dusche machten wir uns auf zum anderen Ende der Stadt. Schließlich brauchte ich nach ein Hard Rock Café (bzw. Hard Rock Casino) Shirt. Was ein Ritt für ein T-Shirt. Aber zu mehr, als mit Bus und Bahn durch die Gegend zu fahren, wären wir an diesem Tag vemutlich auch nicht im Stande gewesen.

Den Abend verbrachten wir wieder im Garten. Dort trafen wir jeden Abend auf mehr oder weniger die selben Leute: Da war der Künstler, der zuzeit das Haus neu anstreicht. Er setzte sich immer zu uns, trank sein Bier, rauchte seinen Joint, erzählte uns von seiner verrückten Kunst und zeigte uns Fotos von seinen Arbeiten (zum Beispiel Bilder von bekannten Persönlichkeiten, wie die Queen, Hitler oder Trump am kiffen). Dann war da noch ein älterer Typ aus der Filmbranche, der jeden Abend mit seinem Essen, ein paar Scheiben Käse, einem Wein und einem Bier raus kam und sich in einem sehr angenehmen und ruhigen Tonfall mit uns über alles Mögliche unterhielt. Zu eigentlich jeder Tages- und Nachtzeit traf man mindestens einen der vielen jungen Iren an, die eigentlich immer gute Stimmung mit lauter (meistens irischer) Musik machten oder mit verrückten Partyvideos alle zum Lachen brachten. Dann waren da natürlich die Hausbesitzer, einige ihrer Familienmitglieder, die gerade zu Besuch waren, der kleine Hund mit dem Gipsbein und viele andere Traveller, Studenten u.s.w. aus allen Teilen der Welt. In der Zeit als ich da war, lebten ca. 20 Personen im Haus. So kam es, dass man auch fast immer jemanden an der Bushaltestelle oder im Bus zum Haus antraf. Ziemlich witzig! Ich weiß nicht warum, aber ich war die ganze Woche immer schrecklich müde und machte (bis auf die Partynacht) abends nie lange. Zum Einschlafen hörten Sina und ich jeden Abend "die drei ???", denn wie sagten wir so schön? Männer sind echt soooo scheiße, aber auf die Jungs aus Rocky Beach ist immer Verlass. Die lassen einen an keinem Abend im Stich! ;) Tatsächlich schlief ich auch immer ziemlich gut, obwohl die Matraze hauchdünn war und man immer irgendwelche Geräusche, Musik, Gebetsgesänge oder Gespräche im Haus hörte. (Eigentlich nicht sonderlich verwunderlich, wenn man sich überlegt, dass unser Haus in meiner Kindheit eigentlich auch immer voll mit Menschen, Leben und Geräuschen war.)

Tag 4 verbrachten wir mitten in Vancouver im Stanley Park. New York hat den Central Park, San Francisco den Golden Gate Park und Vancouver den Stanley Park, den man so gar nicht mit den beiden vorher erwähnten vergleichen kann, denn dieser ist ein quasi unberührter großer Wald mit riesen Bäumen und ein paar nett angelegten Wanderwegen umringt von Stränden, Stadt, Hafen, Meer und Bucht. Traumhaft schön und man vergisst total, dass man eigetlich mitten in der Großstadt ist.

Totempfähle ...natürlich auch mit Orca Blick auf North Van Lions Gate Bridge Taucherstatue ohne große Bedeutung, aber mit Vogel auf dem Kopf Lonely tree on top of a rock Meer Rockart - für Sonja Big Baum Baumwurzeln noch mehr Bäume

wieder zurück im Homestay:

Jackson mein neuer Freund mit meiner neuen Cap

 An Tag 5 war es dann endlich soweit. Ich war unglaublich nervös! Sollte mein Traum endlich war werden? Ja, aber sowas von!!! Wieder eine halbe Weltreise mit dem Bus durch Vancouver später, waren wir am Steveston Harbour, Richmond angekommen. Cap auf den Kopf, Sonnencreme ins Gesichicht und ab auf's Boot. (An dieser Stelle nochmal: Ouh, ich liebe Bootfahren! Ich werde sowas von einen Bootsführerschein machen!) Die Tour war zwar wesentlich teurer, als die Whale Watching Touren, die ich bisher in den Staaten geamcht hatte, aber es hat sich wirklich gelohnt. Aus dem Hafen raus, merkten wir schnell, dass alle Whale Watching Boote in eine Richtung steuerten. Die Wahrscheinlichkeit, Buckelwale zu sehen, war sehr hoch, also wollte ich mir nicht zu viele Hoffnungen auf Orcas machen (war ich doch schon so oft enttäuscht worden!), aber dann kam die Walfachfrau nach vorne und erzählte, dass ein Pod Killerwale direkt vor uns durchs Wasser ziehen würde. Ihr könnt euch meine innerliche Gefühlswelt nicht ausmalen. Ich kann selber nicht in Worte fassen, was ich in diesem Moment dachte. Aber so fühlt sich wohl pures Glück an. Vor 16 Jahren war ich schon einmal in Kanada. Ursprüglich eigentlich nur mit der Idee, endlich mal einen Orca zu Gesicht zu bekommen. Und nun war es endlich soweit! ♥♥♥

Gleich geht's los! Lecker Orca Futter Erst waren sie ziemlich weit weg und dann ploppten sie plötzlich vor unserem Boot auf

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Wir fuhren ziemlich lange mit dem Pod von drei Males, zwei Females und zwei Kälbern mit. Eigentlich durfen sich die Boote nur auf ca. 200 Meter nähern, aber die Wale meinten es gut mit uns und kamen zu unserem Boot. Als wir nach diesem unglaublichen Erlebnis noch ein wenig weiter neben den Walen herfuhren, ließ ich mich auf meinem Sitz nieder, lehnte mich über die Reling und genoss den Anblick dieser riesigen wunderschönen Kreaturen, wie sie sich fast lautlos und sehr grazil durch das Wasser gleiten ließen. Den Michael Jackson Soundtrack von Free Willy im Kopf (ja, tatsächlich! Haha!), Sonnenschein auf der Nase und Wind in den Haaren dachte ich das erste Mal seit Wochen/Monaten an rein gar nichts und genoss einfach nur, während mir die eine oder andere Träne über die Wange lief.

Buckelwale sahen wir keine, aber damit konnte ich gut leben ;) Zurück im Hafen, schlenderten wir da an der süßen kanadischen Fisherman's Wharf entlang, bummelten durch die kleinen Lädchen und aßen lecker Fisch (natürlich Wildfang!!!).

Fisherman's Wharf dem ist nichts mehr hinzuzufügen Unser Whale Watching Boot

 Wieder zuhause angekommen, stoßen wir auf den erfolgreichen Tag an und berichteten allen von unseren tollen Erlebnissen. Ich erzählte immer wieder, wie gerne ich ins Wasser gesprungen wäre, aber das ich das Sina dann doch nicht antun wollte (Was sagte ihr Kumpel? "Why not? Now the whole tour was just a freaking waste of money!" Haha!). Nach und nach tauchten an diesem Abend immer mehr Mitbewohner auf: wir philosophierten über die verrückten Namen der Duftkerzen (Fearless Candle - vorher den Duft der Kerze in der Nase, wäre ich vielleicht doch zu den Walen ins Wasser gesprungen?!), jedem Kerl, der in diesem Haus bisher noch nicht gefragt wurde, wurde die wichtigste Frage von allen gestellt ("Boobs or Booty?" - tatsächlich bevorzugen fast alle eher einen heißen Hintern - interessant!), wir hörten verschiedene Spotify Listen, einige Jungs spielten Black Jack, es wurde getrunken, gekifft, drinnen bauten sie ein Netz auf dem Kückentresen auf und spielten Ping Pong, in der Sitzecke wurden Gitarre, Ukulele und Bongos gespielt und dazu gesungen, auf dem Boden vor dem TV machten es sich welche mit einem Schachspiel gemütlich, ... Ich war total kaputt. Mal wieder. Aber ich war glücklich. Es war wirklich ein großer Tag und obwohl genau das, was an diesem Abend da ablief, total meine Welt ist und ich mir sowas eigentlich niemals entgehen lassen würde, ging ich einfach ins Bett, las erst noch ein paar Seiten und schlief dann mit einem Lächeln auf den Lippen ein.

An meinem letzten Tag in Vancouver schliefen wir ziemlich lange (obwohl ich eigentlich ziemlich früh ins Bett gegangen war), entspannten dann ein wenig draußen im Hinterhof, ich packte meine Sachen, ging duschen und dann machten wir einen gemütlich Spaziergang in der Nachbarschaft zu einem Sushi Restaurant. Nach einem leckeren Lunch gingen wir ganz gemächlich zurück und machten es uns wieder im Hinterhof bequem. Dort probierte ich noch ein wenig von dem Sandwich des einen Iren (war ja schließlich Urlaub und legal in Vancouver), wir tauschten noch ein paar Spotify Songs aus und dann mussten wir uns schon auf zum Flughafen machen.

Oh Kanada, es war wieder einmal wunderschön! Und dieses Mal hast du meinen Traum sogar erfüllt! ♥

Danke für alles Sina! Ich habe diesen Urlaub wirklich sehr genossen, hatte unheimlich viel Spaß und konnte so viel schlafen, wie schon lange nicht mehr! Haha!

Bye bye smoky Vancouver

Tja, jetzt konnte ich mich doch nicht so kurz fassen, wie geplant. Nun also in wenig Worten und mehr Bildern von den letzten knapp zwei Wochen: 

Die Kids hatten noch drei Tage Ferien, dann ging letzte Woche die Schule los. Alle drei sind auf einer neuen Schule. Die Jungs sind nun in der ersten Klasse ("first grade") und Mia in der Vorschule ("Kindergarten"). Ab nächste Woche fangen auch alle Nachmittags-AG's an und mein Arbeitsplan ist noch etwas durcheinander, da wir noch nicht genau wissen, wer wen wann wie mit welchem Auto abholt. Das müssen wir alles noch "ausfigguren". Etwas nervig ist auch, dass Imas Eltern dieses Mal kein Auto gemietet haben. So müssen wir uns den Jeep teilen und ich kann meine freien Vormittage nicht mehr so flexibel gestalten wie sonst. 

Vorm Schulstart war ich mit den Kiddos einen Tag mal wieder in meinem Lieblings (Kinder) Museum in SF, in der Acadamy of Sciences:

Wir lernten viel über Tiere aus dem Regenwald, sahen uns eine Präsentation über Schlangen an und meine schlaubi, nerdy Jungs gaben bei einer Show über Planeten und das Universum mit ihrem Wissen an. In solchen Momenten komme ich mir immer ziemlich doof vor. Haha! Aber was wisst ihr denn so über die Omniverse Theorien?

Letzten Dienstag dann ein weiteres Highlight! Nachdem ich ja nun nicht zum Ed Sheeran Konzert in Hamburg konnte, weil ich da schon wieder hier in den Staaten war, kam ich doch noch spontan an Karten für das Openair Konzert hier im AT&T Park in der City ran. Danke Bernadette ♥

Was eine grandiose Onemanshow, was ein talentierter und sympathischer Künstler, was eine coole Vorband (Snow Patrol), was ein cooler Flair in diesem Stadion, was ein toller Abend! ♥♥♥

Ed Sheeran erzählte ziemlich viel, aber nicht zu viel. Er war manchmal etwas schwer zu verstehen mit seinem irischen Akzent, aber er war super lustig, erzählte, dass er in SF das erste Mal in Amerika einen Song von sich im Radio gehört hatte (für Europäer ist der Durchbruch in den Staaten nicht gerade einfach), bedankte sich bei den Boyfriends, die nur ihrer Freundin zuliebe mit zu seinen Konzerten kommen und bei den Superdads, die ihre Kinder begleiten. (Beides wahre Helden, die nur aus Nächstenliebe handeln! Haha!) Echt ein cooler Typ!

mit SF Giants Shirt ziemlich cooles Stadion

Und noch ein paar Videos:

 Sonst gab es nicht viel, nur den ganz normalen Alltagswahnsinn. Ich lachte mit den Kids, wenn sie ihre Rülpser in "epic" oder "legendary burps" einordnen, sie berichten, dass sie am nächsten Tag zum Fototermin in der Schule ihre "Sexy Jeans" tragen möchten oder bei Konversationen wie: Ich "I think, it's a hamster!" M "No, it's definetly a cow!" Ich "Yeah right, almost the same animal..." Das viele Lachen mit meinen Lieben macht den mittlerweile sonst sehr langweiligen Arbeitstag wesentlich angenehmer, spiele ich mittlerweile ja doch irgendwie nur noch Uberfahrer, Putzfrau oder langweile mich, weil alle mit Aufgaben oder den vielen anderen Erwachsenen im Haus beschäftigt sind.

Letzte Woche hatte Vici ihre Abschiedsparty im ähnlichen Stil, wie Cindys Abschieds- und ihre Willkommensparty im letzten Jahr. Da merkt man dann doch, wie lange man schon hier ist. Es war sehr intim und schön. Ich durfte endlich Vicis Freund kennen lernen und war etwas traurig, dass wir es nicht mehr geschafft hatten, alle zusammen was zu unternehmen, bevor es für die beiden in den Reisemonat ging.

So, nun ist die letzte vom engen Kern auch weg! Oh man, ich vermisse dich Adventure-Vici! Was hatten wir doch für schöne, lustige und abenteuerreiche letzte Wochen zusammen!!! ♥♥♥

Tja, nun also neue Mädels kennen lernen. Mit Lara war ich ja nun schon ein paar Mal unterwegs (sie war auch mit beim Konzert), aber es sind auch einige neue Mädels in Mill Valley angekommen. Laura (sie ist neu in Vicis Familie) habe ich schon sehr ins Herz geschlossen. Ich lernte sie letzten Donnerstag auf Vicis Party kennen, wir waren Freitag im Peso und Sonntag auch schon den ganzen Tag zusammen in der City unterwegs.

City Fund - Hahaha!

Jaja, Peso am Freitag. Frani und Franzi (Zwei Franziskas - gut, dass es mir nicht sowieso schon immer schwer fällt, mir Namen zu merken. Haha!), ganz frisch in Mill Valley angekommen, waren auch mit und vor Ort trafen wir noch Lara und Saskia (ein auch schon etwas älterer Hase aus SF). Ich glaube, es war nicht die beste Idee, mit allen ins Peso zu gehen. Eigentlich hatte ich mich gefreut, mal wieder mit einer großen Mädelsgruppe zu gehen, war ja bisher immer ziemlich witzig. Ich bin aber mittlerweile doch echt schon ein Stammgast und die Mädels haben sich, glaube ich, nicht so wohl gefühlt. Es ging damit los, dass Kevin (der Türsteher) sagte: "I need to see all ID's", zeigt auf mich "Not yours!". Drinnen wurde ich an der Bar mit den Worten "Gin and Tonic for my German friend?" begrüßt, beim zweiten Getränk, fragte ein andere Bartender nur "On your tab?", wollte meinen Namen aber nicht wissen, obwohl mindesten 25 Karten dalagen. Sean fragte bei einer späteren Bestellung nach meinem Namen, als ich ihn dann sagte, lächelte er aber nur und meinte "Weiß ich doch, es klingt nur immer so toll, wenn du es sagst!" Haha, der Sean! Am späteren Abend wurde ich von einem Stammkunden mit "Hey Gorgeous, good to see you!" begrüßt und so langsam frage ich mich: Ist das gut? Ich wollte schon immer eine Stammbar haben, aber ohne Stammbar Buddy ist das doch irgendwie kacke! Vanessa, du fehlst mir!!!! Obwohl die Mädels nach einer Stunde schon los wollten, blieb ich noch. Ich war für den späteren Abend noch verabredet und da doch einige bekannte Gesichter da waren, war ich ja auch irgendwie nicht wirklich allein. Es stellte sich raus, dass es die richtige Entscheidung war. Was ein Abend! Definitiv einer der besten Peso Abende ever: gute Gespräche mit dem Jason geführt, den Bruder vom Robert kennen gelernt, mit Johnny den Jason verarscht, das hunderste Mal mit den gleichen Stammis gesprochen, die das hunderste Mal schworen, mich das erste Mal im Peso zu sehen, einen berühmten Giants Spieler gesehen, ein Poolspiel verloren (obwohl ich mit Jason im Team war und selber auch nicht schlecht gespielt hatte), ein sehr nettes Gespräch mit zwei jungen Frauen in meinem Alter geführt (wollte sie schon fast nach ihrer Nummer fragen, brauche schließlich neue Freunde, befürchtete dann aber es könnte falsch rüber kommen) und im Anschluss ein nettes Date gehabt. Top! :D

Zum Abschluss noch ein Foto von meinem kleinen Zauberbär beim Rumalbern in der neuen Schule:

Love, Hugs and Cheers!

Eure Feedo

 

PS: Ich bin jetzt übrigens offiziell Studentin am College of Marin und hatte schon meine ersten beiden Classes. Dienstag war ich mit meiner "Hiking Class" im Samuel P. Taylor State Park und gestern (Mittwoch) hatte ich meine erste "Drawing Class" Einheit. Dazu dann aber mehr beim nächsten Mal. Hab euch nun genug gequält! Haha!

weißer Redwood Tree

Und ganz aktuell von gestern (endlich wieder Sonnenschein!): 

Go Team D! Dreamteam!

Mehr Wein, mehr Berge, weniger Burgen, dafür mehr Meer

Dienstag, 07.08.2018

Hallo Deutschland, hallo Welt!

Mein zweites Jahr hat begonnen. Offiziell ja schon am 22. Mai, aber für mich fing es eigentlich erst so richtig an, als ich aus Deutschland zurück war. An dieser Stelle kurz für alle, die nicht alle Beiträge gelesen haben und/ oder nicht ganz verstehen, was hier eigentlich bei mir los ist: In meinem ersten Jahr als Professional Au Pair (Wobei ich mittlerweile herausgefunden habe, dass das Wort Au Pair geschützt ist und gar nicht für uns verwendet werden darf. Wir sind eher sowas wie Social Caregivers oder so.) in Mill Valley bei San Francisco habe ich viel erlebt, mich sehr verändert und mich letztendlich von meinem Verlobten getrennt, obwohl die komplette Hochzeit und alles schon fertig geplant war. (Hey, diesen Samstag wäre mein Hochzeitstag! Schon irgendwie seltsam!) Dies hatte zur Folge, dass meine Host Parents mir anboten, noch ein zweites Jahr zu bleiben. Da ich soweit keine anderen Pläne hatte, es mir hier sehr gefällt und mir gerade nicht zumute war, wieder zurück in mein „altes“ Leben zu gehen, ich aber auch noch keine Kraft für einen kompletten Neustart hatte, sagte ich ja. Nun lebe ich also schon über 13 Monate in den Staaten und fange so ganz langsam an, mir Gedanken zu machen, was denn wohl danach kommt. Geändert hat sich hier eigentlich nicht viel, aber das heißt nicht, dass es bei mir langweiliger geworden ist. Trotz der Last, die jetzt von mir gefallen ist, nachdem ich Deutschland war, um alle meine Angelegenheiten zu regeln, hatte ich doch noch einige schlechte Tage. Dieses abends alleine zuhause sein, macht mir doch oft noch schwer zu schaffen. Meine Vanessa fehlt mir. In den letzten Tagen habe ich aber unheimlich viel mit der lieben Vici gemacht und die wohnt ja sogar hier in Mill Valley. Mittlerweile ärgern wir uns richtig, dass wir nicht schon früher mehr zusammen gemacht haben. Aber ich war halt meistens mit Vanessa und sie mit Nina unterwegs. Und nun ist sie selber auch nur noch drei Wochen da. What a bummer! Anyway, wir genießen jetzt unsere letzte gemeinsame Zeit zusammen und dann kommen ja bald auch wieder neue Mädels an. Und ein paar andere „alte“ Mädels habe ich hier ja auch noch ;)

Ich bin jetzt etwas über einen Monat wieder zurück in der Bay Area und versuche jetzt mal kurz (haha!) zusammenzufassen, was in dieser Zeit hier passiert ist.

Weil es gerade aktuell ist und ich nicht weiß, warum ich dieses Thema hier nicht auch aufgreifen sollte: Was stimmt mit den kalifornischen Männern nicht? So, ich bin jetzt Single. Das erste Mal seit einer fast neunjährigen Beziehung (vor der ich direkt aus einer zweieinhalbjährigen Beziehung kam). Demnach könnt ihr euch vorstellen, dass Dating nicht gerade mein Fachgebiet ist. Es ist nun nicht so, dass ich hier die Liebe meines Lebens finden möchte. (Das möchte ich allein meiner lieben Mama gar nicht antun.) So schnell bin ich auch noch gar nicht bereit, wieder etwas zu Festes einzugehen, aber  ab und zu mal nett Ausgehen ist schon ganz schön und eine nette Abwechslung zu Abenden alleine in meiner Bude. Außerdem lernt man so auch mal andere Plätze hier kennen (ich berichtete, wo ich überall mit dem Boat-Peter war) und ich finde es immer wieder spannend, die Geschichten zu hören, wie die Leute hier aufwachsen und was man hier so in seiner Jugend erlebt. Ich habe nun schon einige Kerle hier kennen gelernt, alle komplett verschieden, alle einen anderen Hintergrund, alle ein anderes Alter, den einen habe ich ein-/zweimal gedatet, den anderen über Monate immer mal wieder, aber eines haben sie alle gemeinsam: Total einen an der Waffel! Wie las ich gerade in meinem Jojo Moyes Buch über Dating in New York? „Ich hatte ein paar Verabredungen – nichts Ernstes (ein „Date“ scheint hier eher so was wie ein Zeitvertreib zu sein)." Ich weiß, wir sind nicht in New York, aber es passt irgendwie. Bei fast allen war es das Gleiche: Bevor ich mir überhaupt  ein richtiges Urteil bilden konnte, geschweige denn behaupten konnte, die Person würde mir langweilig werden, wurde der Kontakt abgebrochen, es kamen komische Ausreden, warum man sich doch nicht treffen könne (obwohl das Treffen von ihm vorgeschlagen wurde) oder oder oder, aber fast nie eine wirklich klare Aussage. Von heute auf morgen kein Kontakt mehr. Bäm! Hallo?! Ich bin ein menschlisches Wesen. Das ist nicht nett. Wer erzieht sowas? Vici und ich haben da ja mittlerweile so unsere Theorien und wundern uns irgendwie doch nicht mehr so sehr, wenn man mal schaut, wie die Mütter ihren Kids hier die Hand vor den Arsch halten. Obwohl ich erst seit wenigen Monaten Single bin, könnte ich schon ein komplettes Buch über Dating in der Bay Area schreiben. Ima erwähnte mal, sie hätte eine komplette Sex and the City Staffel mit ihren Single Erfahrungen hier in der Bay Area füllen können. Ja, das glaube ich ihr mittlerweile nur zu gern. Haha! Ich fange langsam an, dieses Verhalten zu belächeln, schüttele den Kopf und ärgere mich nur noch ein bisschen (schließlich ist es einfach scheiße, jemanden so zu behandeln). Verrückt ist aber tatsächlich, dass es so eine amerikanische Krankheit zu sein scheint. Ich habe nämlich vor kurzem einen Europäer kennen gelernt, mit dem ich mich über genau dieses Verhalten echauffieren konnte. (Frauen scheinen hier ähnlich zu ticken. Verrückt…) Dating also. Ein großes interessantes Thema bei mir in den letzten Wochen.

Nun aber mal ein paar Highlights in chronologischer Reihenfolge:

Meine ersten Tage zurück in den Staaten waren direkt sehr actionreich. Nach einem guten Date mit einem Kerl aus Oakland (East Bay- das hätte mich schon abschrecken müssen), folgte am nächsten Tag direkt ein schlechtes. Wir haben ausgesprochen gut gegessen (mein erster richtiger Sushi Restaurant Besuch hier), waren danach in einem super coolen alten Kino, in dem jeder Saal wie ein schickes altes Theater aussah und im Hauptsaal wurde die Filmorgel sogar noch live gespielt (Film: Jurassic World 2 – eigentlich auch ein Highlight), waren dann noch in einer Bar auf ein Bier und haben den Rest des Abends dann bei ihm verbracht, gefolgt von einer für mich schlaflosen Nacht (nicht, was ihr jetzt denkt, er hat geschlummert wie ein Baby). Ich kann nicht mal genau sagen warum, aber es war alles irgendwie seltsam und tatsächlich haben wir uns auch bis heute nicht wieder gesehen. Eine sehr komische Geschichte. Arschloch, abgehakt! Jedenfalls war ich am nächsten Tag mit Jana verabredet, ihren Geburtstag nachfeiern. Dafür waren wir in Napa auf einer Wine Tasting Tour. Ihre Hostmom hat uns gefahren. Es war super heiß, ich war leicht müde (ich hatte wirklich so gut wie gar nicht geschlafen) und der Wein hat gut geknallt. Es war ein wirklich unglaublich schöner Tag. Danke nochmal dafür meine liebe Jana!

Krönender Abschluss bei Mumm

Nachdem wir schon um 21 Uhr ins Bett fielen (ich bekam nicht einmal das Ende des Filmes mit, den wir uns vor 20 Uhr angemacht hatten), war ich am nächsten Tag ziemlich fit. Nach einem kurzen Besuch beim Tätowierer unseres Vertrauens in Fairfax, brachte ich Jana zum Bus und fuhr dann meine D’s vom Flughafen abholen. Oh, was ein Wiedersehen. Ich hatte sie ja schon echt vermisst, aber sie mich definitiv mindestens genauso sehr. Aba meinte, bei so gut wie allem, was sie in Mexico unternommen hatten, sagte eines der Kinder: „Oh, Feedo would love that!“ oder „Ima, take a picture and send it to Feedo!“ oder „We need to buy that for Feedo!”. Meine kleinen Goofballs kamen aus dem Sabbeln im Auto gar nicht mehr raus. Am Abend klingelten meine Ohren ein wenig, aber ich war einfach nur glücklich. Schon einen Tag später ging der Alltagswahnsinn wieder los und nachdem Ima und ich die Kids an der neuen Schule zum Sommercamp abgesetzt hatten, hatten wir Erwachsenen auch endlich mal Zeit miteinander zu sprechen. Wir tauschten uns zwei Stunden aus und mir wurde wieder einmal bewusst, dass ich mittlerweile doch ein vollwertiges Familienmitglied bin ♥

Neben einer vollen Arbeitswoche war ich an meinen Vormittagen und Abenden gut unterwegs. Hier ein Telefonat mit meiner Freundin (und ehemaligen Kollegin) Sina, die zurzeit in Vancouver lebt, da ein Treffen am Muir Beach mit einer neuen Freundin von der Organisation (Lara ist schon seit Januar hier, wohnt quasi in der Nachbarschaft und wir hatten uns tatsächlich vorher nicht einmal getroffen), dort ein Spaziergang durch Mill Valley mit Vici und an einem Morgen hatte ich es sogar in die City geschafft, um mich dort mit Jana zum Frühstück zu treffen. Mit den Kids hatte ich auch viel Spaß, wie man unschwer an den Bildern erkennen kann.

Montag bis Freitag:

Manchmal kann Arbeiten auch sehr entspannend sein Best American Boys! Muir Beach mit Lara Mill Valley mit Vici  Yummy Lambchops Goofing around with Mia more silly goofballs Best German Chocolate from Aldi and Kinder Surprise Eggs for sure 

Und schon stand das Wochenende wieder vor der Tür. Freitag ging es endlich mal wieder ins Silver Peso. Ach, hatte ich meine Lieblingsbar vermisst. Vorher holte ich Anke (Vanessas Vorgängerin) und Hostdad-Peter ab. Was ein lustiger Abend. Wir spielten fast die ganze Zeit Pool mit einem früheren Freund von Anke und ihrem Freund Robbie. Anke hatte den Jason lange nicht gesehen, so war das Wiedersehen eine große Freude und wir hatten wirklich sehr viel Spaß. Was ein Abend. Ich wurde den ganzen Abend von einer jungen betrunkenen Frau angebaggert („You smell soooo good!“, „Oh there is my good smelling girl again!“, …) und schnallte es erst, als sie sich an mich lehnte, mir in die Augen schielte (sie war wirklich sehr betrunken) und „I’m gay.“ hauchte. Erst verstand ich sie gar nicht und musste nochmal nachfragen. Dann tat sie mir etwas Leid. Wer konnte das denn ahnen? Ich wollte nur nett sein. So musste ich ihr mitteilen, dass ich leider nicht lesbisch sei, sie aber bestimmt bald die Richtige finden würde. Tja, hätten wir den Punkt auch von der Liste abgehakt. Haha! Ansonsten war der Abend so gut, dass ich noch fast bis zum Ende blieb. Nach einer kurzen Nacht war ich am nächsten Tag (10 Stunden Samstag – yayyy!) mit den Kiddos in der City in der Acadamy of Sciences. Oh, wie ich dieses Aquarium dort drinnen liebe! Abends holte ich Jana wieder vom Bus ab und wir gingen wieder ins Peso, aßen dort ein Sandwich (schließlich hatten wir noch ein paar Zutaten) und holten auf dem Rückweg mit den Uber noch eine Pizza bei Dominos ab. Man gönnt sich ja sonst nichts. Am nächsten Tag hatte ich frei, brachte Jana nach Hause in die East Bay und war eigentlich mit den Oaklander verabredet. Ich wurde versetzt (Arschloch halt) und so nutze ich meinen freien Nachmittag und dachte mir, wenn ich schon in Berkeley bin, kann ich auch zum Ikea und mir ein kleines Geburtstagsgeschenk (für den nächsten Tag) kaufen. Ich fand eine super schöne Nachtischlampe und verbrachte den Abend damit, meine Zimmerwand neu zu dekorieren. Ein guter Abend :)

Freitag:

Peter and his chicks

Samstag:

Teethbrushaction with my crazy kiddos Richtig, das haben wir auch verschlafen! Das Peso war wach! Haha!

Sonntag:

mit Jana in BerkeleyWer braucht einen Mann, wenn er diese Brücke haben kann? Haha!

28 Jahre, puh! Happy birthday to me! Ich weiß, umso älter man wird, umso unwichtiger werden Geburtstage in der Regel. Für mich aber nicht. Ich liebe meine Geburtstage. Vielleicht nicht unbedingt, dass die Zahlen nicht mehr so schön aussehen wie früher (25 war noch irgendwie cool – so ein viertel Jahrhundert, aber alles danach klang irgendwie nicht mehr so schön), was vielleicht auch damit zusammen hängen mag, dass man als Kind gedacht hatte, man würde in diesem Alter an einer ganz anderen Position stehen. Aber was soll‘s, Alter ist nur eine Zahl und wie Ima immer so schön zu sagen pflegt: „Feedo, you’re soooo young!“ Ich wusste, dass mein Geburtstag dieses Jahr nichts Besonderes sein würde und somit war ich auch wenig enttäuscht, dass im Grunde nicht mehr passierte, als ich erwartet hatte. Ima fragte mich, ob ich frei haben wolle.  Da alle anderen ja eh arbeiten mussten und ich wusste, dass Ima mich gut gebrauchen konnte, da die Kids ihre Swim Class hatten (zu zweit ist es wesentlich einfacher  den ganzen Kram zu schleppen, alle zu duschen und fertig zu machen), meinte ich, ich könne ruhig arbeiten. Sie gab mir den Morgen dennoch frei, so verabredete ich mich mit Vici und Jana zum Frühstück bei Jana in Berkeley: Yummy French Toast und Mimosas (natürlich nur einen für jeden, mussten ja noch fahren und später arbeiten) bei Rick und Ann’s – geil! Ansonsten kamen die üblichen Facebook und What’s App Nachrichten, ein paar wenige Anrufe (über die ich mich aber sehr gefreut hatte) und der Hinweis, ich solle doch den Radiosender Bremen 1 hören. Dank der heutigen Technik bekam ich tatsächlich hin, über mein IPhone und der von Vanessa und mir erfolgreich eingerichteten Bluetooth Verbindung zwischen IPhone und Jeep im Auto „Wünsche und Musik“ zu hören, verrückt! Der Gruß von meiner Familie und der absolut tolle Song („Budapest“  von Jethro Tull) trieben mir dann tatsächlich auch ein paar Tränen in die Augen. Enttäuscht war ich dennoch ein wenig, dass der Briefkasten leer blieb (hatte ich doch das ganze Jahr fleißig Karten verschickt – naja, so spare ich mir für das kommende Jahr eben jede Menge Briefmarken). Nach dem Frühstück, genossen wir noch ein wenig die Sonne und den Blick über unsere geliebte Bay bis es wieder zurück nach Marin ging. Anstelle einer fetten amerikanischen Supermarkt Torte (die ich nicht wirklich mag), wünschte ich mir von Ima Lemon Bars, die es dann mit einem schönen Geburtstagsständchen von ihr und den Kids (Aba musste arbeiten) nach dem Abendessen gab. Ich wurde auch sehr reich und vor allem durchdacht von den D’s beschenkt. Ich bekam ein Taschenset um mein Reisegepäck besser ordnen zu können (Ima und ich denken in solchen Sachen einfach zu gleich :D), das Buch „A Job to Love“, was einem helfen soll, sich klar zu machen, was man im Leben erreichen möchte, ein DinA 4 Druck eines meiner Lieblingsbilder aus dem MoMA und mein absolutes Highlight (obwohl das Bild auch schon der Oberhammer war): ein DNA Kit von 23andme, mit dem ich heraus finden kann, was in meinen Genen steckt, wo meine Vorfahren herkommen und noch vieles mehr. Checkt das mal aus, mega cool: https://www.23andme.com/

Birthday Girl Geschenke und Rhabarber Kuchen von Jana Sonne und Ausblick genießen noch mehr Geschenke Karte von den D's - soooo süß

Am nächsten Tag waren dann doch noch drei Geburtstagskarten im Briefkasten und eine Woche später bekam ich auch noch einen Brief von meiner süßen lieben kleinen Schwester ♥

Freizeitmäßig lief die Woche nicht so viel, aber in meiner Arbeitszeit machte ich coole Sachen mit den Kiddos. Wir schwitzten bei 28°C (ich weiß, da lacht ihr in Deutschland gerade nur drüber) in San Rafael (während es in San Francisco, 20 Minuten weiter mit dem Auto, nur 18°C waren), waren im Creativity Museum und das Highlight der Arbeitswoche: ich half Chad (dem Neffen von Ima und Aba) Ima und die Kids zu überraschen. Er hatte seinen Besuch schon lange im Voraus geplant und nur Aba und mich eingeweiht. Ima hatte am Ende gewittert, dass Chad und Aba Geheimnisse vor ihr hatten, aber sie hätte nie im Leben damit gerechnet, dass Chad uns von der Ostküste besuchen kommt (er hatte ihr sehr plausible Gründe genannt, warum es diesen Sommer leider nicht klappen würde). Ima war mehr als happy (ist Chad doch sowas wie ihr erwachsener Sohn -  und demnach auch irgendwie wie ein Bruder für mich!?) und die Überraschung ist mehr als geglückt!

YOLO! Sunny afternoon in San Rafael Bumper Sticker - found during a walk in the neighborhood My favorite dessert place? Starbucks! The kids love it and I get a good coffee. Haha!

Am Wochenende waren Jana und ich wieder im Peso. Dort trafen wir Anke und Robbie und später dann auch wieder den Freund der beiden, den Jason. Es war wieder mal ein sehr lustiger Abend. Am nächsten Tag frühstückten Jana und ich mit ein paar anderen Mädels von der Organisation und ich wartete auf eine Rückmeldung vom Oaklander, mit dem ich eigentlich am Abend verabredet war - letzte Chance und so. Er deutete an, dass es wieder nichts werden würde (Arsch!) und ich fuhr mit Jana nach Berkeley für einen Mädels-Shopping-Tag. Danke Süße, das hatte ich echt gebraucht in dem Moment! Tatsächlich sagte der Typ dann komplett ab (Arsch! Arsch!) und ich wusste nichts mit mir anzufangen. War doch irgendwie eine seltsame Woche. Dann bekam ich einen unerwarteten Anruf und hatte doch noch ein Date. Der Abend war gerettet und definitiv echt schön :)

Sunset - Mount Tam

Die folgende Woche war vormittags freizeit- und sporttechnisch dann completely packed. Montag musste ich erstmal schlafen (die Nacht von Sonntag auf Montag war dann doch etwas kurz), Dienstag war ich im Gym, Mittwoch war ich Biken mit Vici, Donnerstag war ich Hiken mit Vici und Freitag wieder im Gym. Man gönnt sich ja sonst nichts :D Der Hike auf dem Mount Tam hatte es wirklich in sich. Vici hatte eigentlich einen easy Trail mit schönem Ausblick rausgesucht, aber dann kamen wir an einer interessanten Abzweigung vorbei und beschlossen dort einfach mal runter zu laufen. Wir waren am Sabbeln, machten eine gemütliche Lunchpause und merkten, dass es immer heißer und heißer wurde. Irgendwann beschlossen wir (oder eher Vici), lieber kehrt zu machen, da der Trail kein Loop zu sein schien und wir ja wieder zurück zum Parkplatz mussten. (Danke nochmal Vici, ich wäre echt blöd weiter gelatscht!) Der Weg hoch war dann echt unglaublich anstrengend. Ich würde mich zurzeit als recht fit bezeichnen und Vici sowieso, aber wir kamen doch schon echt an unsere Grenzen. Am Ende mussten wir an jedem kleinen Schattenplätzchen eine kurze Pause einlegen. Oben angekommen, ließen wir uns nur noch unter den erstbesten Baum plumpsen und warteten, bis sich unser Puls wieder auf normal menschliches Niveau senkte. Dann gingen wir ganz entspannt den Rest bis zum Parkplatz und dem ersehnten Wasserbrunnen, wuschen uns dort im Restroom Gesicht, Hände und Arme und akklimatisierten so langsam wieder. Im Tal in Mill Valley waren bis zu 23°C angesagt. Das Autothermometer verriet uns dann, dass wir auf dem Berg 39°C hatten. Wer rechnet denn auch damit? In San Francisco waren es an dem Tag übrigens 13°C. Verrückt, was der Nebel im Sommer mit der Bay hier anstellt.

Vor dem Hike - noch voll motiviert! Ausblick war auch schön Die böse Abzweigung We survived! Und der Ausblick ist noch immer schön! Lieblingsbild!

Das Wochenende war Janas Abschiedswochenende. Freitag musste ich lange arbeiten. Jana wurde gegen 21 Uhr von ihrer Hostmom zu mir gebracht und es flossen noch einige Tränen (ohje, hab ich eine Angst vor meinem Abschied nächstes Jahr). Weil Jana das Gefühl wie Liebeskummer beschrieb, handelten wir nach meinem Feierabend auch dementsprechend. Wir machten uns ein letztes Sandwich (wir hatten noch Zutaten für genau eins), gingen damit spazieren, tranken dann den Champagner, den ihre Hostmom ihr mitgegeben hatte und aßen gemeinsam einen Becher Eis, während wir uns eingekuschelt in meinem Bett einen Film ansahen.

Am Samstag machten wir eine kleine Bay Area Abschiedstour. Wir fuhren zum Point Reyes (der leider komplett im Nebel versunken war, aber dadurch auch irgendwie total magisch wirkte), danach zum Ort „Point Reyes Station“, in dem wir gemütlich über einen kleinen Farmers Market schlenderten und lecker Kuchen in einer Bäckerei besorgten, machten Halt am Stinson Beach, ich zeigte Jana endlich meinen geliebten Muir Beach Overlook, wir machten noch einen Abstecher auf den Mount Tam und dann entspannten wir noch sehr gemütlich bei mir (bei den vielen kurzen Nächten in letzter Zeit, habe ich diese kurzen Naps irgendwie für mich entdeckt und würde ohne sie vermutlich einfach mal gar nicht mehr funktionieren :D), bevor Vici abends mit Pizza vorbei kam und wir dann weiter ins Peso zogen. Was ein lustiger Mädelsabend mit Jana, Vici, Anke (später auch Robbie), Lara und Bernadette, obwohl ich ja immer noch finde, der Franzose hätte sich ruhig zu uns gesellen dürfen. Der war echt nett ;)

Point Reyes:

Treppe ins Nichts! Eigentlich sollte da unten der Leuchtturm sein!

Muir Beach Overlook:

Love you!

Sonntag brachte ich Jana schweren Herzens zum Flughafen. Wieder ein Abschied… Das ist echt nicht schön! Du fehlst mir jetzt schon Maus! Ich wünsche dir nur das Beste für dein kommendes, sicherlich ganz aufregendes Jahr in Australien!

Mittags hatten wir ein Treffen von der Organisation in Berkeley zum Essen in einem deutschen Restaurant namens „Gaumenkitzel“. Teuer, aber überraschend gut, obwohl ich noch immer nicht verstehe, warum es kein Mett gab!?

Brotzeit mit Kaffee und Alsterwasser Muss ich haben!

Am späten Nachmittag bekam ich eine WhatsApp Message von dem Franzosen und wir trafen uns spontan. Ein sehr interessanter Mensch, ein sehr interessantes Treffen. Ich habe ewig nicht so viel gelacht. (Er wollte ein schwieriges deutsches Wort lernen. „Streichholzschächtelchen“ fand ich da sehr passend. Haha!) Europäer sind doch irgendwie anders als Amis ;) Schade eigentlich, dass er nur zu Besuch hier war. Aber wie heißt es doch? Man trifft sich immer zweimal im Leben!

Ouhhh, ihr Armen! Ich schreibe hier wieder einen kompletten Roman. Es ist fast geschafft. Wir sind bei der letzten Woche angelangt ;)

Die Woche begann ähnlich wie die vorherige. Montagvormittag musste ich wieder etwas Schlaf nachholen. (Ich sollte aufhören, mich sonntags mit Leuten zu treffen, die den Montag drauf frei haben. Haha!), Dienstag ging es ins Gym, nachmittags bekamen die Kids ihre Haircuts (Mia sieht so toll aus, war alles ihre Idee!) und abends entspannte ich am Muir Beach Overlook zum Sunset und bekam sogar einen Wal zu sehen!

Wer findet den Wal?

Mittwoch wollten Vici und ich wieder Biken, aber ihr Rad hatte einen Platten. So zogen wir lazy mit dem Auto los, holten uns einen geilen Bagel in Larkspur Landing und später ein riesen Eis in Sausalito. Nach Feierabend trafen wir uns wieder. Sie kam zum Filmgucken zu mir uns später gesellte sich auch der Jason zu uns. Donnerstag fuhren Vici und ich nach Fairfax. Da war sie bisher tatsächlich noch nicht! Auch hier gab es wieder lecker (Vanilla-Lavender-Honey) Eis (weshalb ich dann getrieben vom schlechten Gewissen noch vor Arbeitsbeginn ins Gym gefahren bin. Haha!) und verrückte Fairfaxer Menschen, die nicht nur mit ihrem Hund, sondern auch mit ihrem Schwein Gassi gehen.

Gönn dir Feedo! Fairfax

Freitag fuhren Vici und ich am Vormittag in die City an die Wharf. Nach drei Monaten hörte ich sie dann das erste Mal wieder, diese quakige Stimme mit dem seltsamen (irgendwie kanadisch klingenden) Akzent: „One hour boad trip underneath the Golden Gate Bridge and around Alcatraz!“ Der Boots-Peter arbeitet wieder auf der Amigo, hat jetzt kurze Haare und nachdem ich mich durchgerungen hatte, ihm hallo zu sagen, lud er Vici und mich ein, die nächste Tour kostenlos mitzufahren. Oh, wie hatte ich diese Bootsfahrten vermisst!

Danke für das schöne Bild Peter!

Ich wollte meinen Sonnenbrand von der Bootstour für Vici fotografieren. Da kam Aba: "Oh, sefie time!"

Best American Dad! Best American Parents

Abends holte ich spontan den Franzosen von Flughafen ab (er hatte ein paar Tage in Portland verbracht) und wir machten einen Stopp an der Golden Gate Bridge, die auch im Dunkeln ihren ganz besonderen Zauber hat. Gekrönt wurde der Anblick von einem riesen halben tieforangenen Mond über der Eastbay. Leider konnte ich kein schönes Foto machen, aber manche Momente muss man einfach so im Kopf behalten, wie sie sind. Es war wieder ein sehr lustiger und interessanter Abend und dann hieß es erstmal Tschüß (für immer?!).

Samstag musste ich den ganzen Tag arbeiten und war die meiste Zeit allein mit J. Wir machten uns einen entspannten Tag, backten Apple Crumble, kauften zusammen Ice Cream bei Trader Joe’s (unglaublicherweise das erste Mal, dass ich mit einem der Kids im Supermarkt war!), fegten den Dreck vom Trampolin und waren dann fast schon zu kaputt zum Springen, weil es doch ganz schön heiß draußen in der Sonne war (aber ein paar Feedo-Quakes gab es doch noch!) und obwohl wir nichts Richtiges gemacht hatten und ich endlos müde war, ging der Tag gut rum. Nach einem kurzen Nap (Life-Saver), holte ich Vici um 21 Uhr ab und wir fuhren zum Peso (vierter Samstag in Folge, hui!). Lara, Anke und Hostdad-Peter ließen uns im Stich, aber Jason gesellte sich zu uns. Der Abend war zwar kurz, aber trotzdem ganz lustig (bis auf diesen komischen besoffenen Typ, der definitiv kein Pool spielen konnte! Sorry Vici! Haha! „Na wenigstens hat er sich die Hände nach dem Klo gewaschen. Guck, die Wasserflecken auf seinem Hemd!“ – „Na, wenn das mal Wasserflecken sind….!“).

Kuscheln mit dem Stormtrooper in J's ZimmerVici, Jason und ich

Sonntag war ich mit den Kiddos und Ima in San José im Tech Museum. Hauptsächlich waren wir da, um eine Body Ausstellung zu besuchen (da die Kids das Thema gerade ganz aktuell im Sciences Summer Camp hatten). Es war definitiv interessant und spannend, aber als ich erfuhr, dass das alles echte Körperteile waren, wurde mir doch etwas mulmig. In diesem Punkt komme ich einfach nicht nach dem weiblichen Strang meiner Familie. Die medizinischen Sachen überlasse ich dann doch lieber meiner Mama und meinen Schwestern, wenn es geht. D ging es allerdings genauso, während M, J und Ima total hin und weg waren. Der Rest des Museums war auch ziemlich cool, aber eher was für ältere Kinder. Eine Membership schließen wir demnach wohl erst in 1-2 Jahren ab (Haha!)

My cute goofballs Why don't we have a Tsunami Pod in our garage? Normally Aba is prepared for EVERYTHING! We fit inside and there is still a little bit room for Ima and Aba

Geschafft! Von der jetzigen Woche und der kommenden (in Kanada!) dann beim nächsten Mal! Danke an alle, die bis zum Schluss gelesen haben. Dieses Mal war es eeeecht viel! Ich freue mich über jedes Feedback (Kommentare hier oder bei Facebook, eine Whats App Nachricht, einen Anruf, einen Brief, ...)

Take care und schwitzt nicht zu viel da drüben ;)

Love and Cheers (it's too hot for hugs in Germany),

Feedo

 

PS: Warum teuer Blumen im Laden kaufen, wenn man diese im Garten findet?

 

Germany Part 2 - Berge, Burgen, Wälder, Wein

Mittwoch, 01.08.2018

Hallo Good old Germany und natürlich auch hallo an alle anderen, die nicht in Deutschland sind, während sie diesen Blog lesen :)

Ich hänge ganz schön hinterher, ich weiß. Ich war sehr busy und irgendwie unmotiviert zu schreiben in letzter Zeit. Beim letzten Mal kamen auch ein paar Winke, dass der Eintrag sehr (vielleicht zu) lang gewesen sei. Somit versuche ich mich dieses Mal, ein wenig kürzer zu fassen.

Germany Vacation Part 2 also:

Bevor der eigentliche Urlaub anfing, hieß es nun also Wohnung ausräumen. Und ich sage euch, ich war ja eigentlich drauf gefasst, dass es viel wird, aber ich stieß doch einige Male hart an meine Grenzen. Auch in der zweiten Woche in Deutschland schlief ich sehr schlecht und machte mir Sorgen, dass wir das alles in der Zeit nie hinbekommen würden, aber am Ende habe ich es nicht zuletzt den beiden tollsten Freundinnen der Welt zu verdanken, dass wir alles right in time fertig bekommen haben. Ich bin euch unendlich dankbar Mädels! ♥

Montag und Dienstag arbeiteten Katrin und ich mit Hilfe von Normen vorerst alleine in der Wohnung. Mittwoch hatte ich dann einige Termine. Schließlich wollte ich auch ein paar meiner Liebsten in Deutschland sehen. So hatte ich alles auf einen Tag gelegt, damit ich alle anderen Tage komplett der Wohnung widmen konnte. Zum Frühstück traf ich dann also Maj, um endlich mal ihren knuffigen Sohnemann zu bestaunen. Eigentlich war es schon fast Mittag. Leute, wisst ihr, wie lange es dauert, mit Bus und Bahn von einem Ende von Bremen zum anderen zu kommen? Ich hätte wirklich lieber den Zug nehmen sollen... Anyway, es war ein sehr schöner Vormittag/ Mittag. Danach ging es wieder ein paar Haltestellen zurück zu Katharina und Hanno. Die Wohnung hatte ich schließlich auch noch nicht gesehen. Mein lieber Bruder holte mich artig von der Haltestelle ab und bot mir zuallererst einen Kaffee an. Guter Junge :) Ein schönes Plätzchen haben die beiden da auf jeden Fall. Am Nachmittag war ich dann in der Waterfront mit meinem lieben Patenkind, Mirabelle und ihrer Mama verabredet. Auch hierher brauchte ich mit der Bahn wieder eine halbe Ewigkeit. Pretty annoying! Die Fahrt hatte sich aber definitiv gelohnt. Ich freue mich immer wieder, zu sehen, wie viel größer und bezaubender meine kleine Mira geworden ist ♥ Und on top gab es noch ein leckeres Spaghettieis! Nomnomnom! Wie hatte ich das vermisst?! Aus der Waterfront wurde ich dann von Miriam abgeholt und wir fuhren gemeinsam zu Joanna in ihr (mittlerweile schon gar nicht mehr ganz so) neues Haus. Eigentlich dachten wir, die Straßen müssten leer sein. Schließlich spielte Deutschlnad gerade, aber tatsächlich wollten sich wohl alle das Elend lieber unterwegs im Radio anhören, als es sich ansehen zu müssen. Traffic was a nightmare! Aber wir kamen dann pünktlich zum Abpfiff bei Joanna an. Somit hatte sich das dann auch für Deutschen erledigt mit der WM und wir konnten uns wichtigeren Gesprächsthemen widmen ;) An diesem besagten Mittwoch kam Vanessa auch bei meinen Eltern an. Da ich ja nun unterwegs war, führte Katrin sie in die Welt der Hüttemeyers ein. Als quasi Familienmitglied von Geburt an, meisterte sie diese Aufgabe natürlich im Schlaf und ich war beruhigt, als ich am Abed ein Bild von meiner Mutter via WhatsApp bekam, wie die beiden Mädels gemütlich und zufrieden bei meinen Eltern auf der Couch saßen. Als ich dann auch endlich zuhause war, stellte ich fest, dass Vanessa, wie eigentlich nicht anderes zu erwarten, gut versorgt wurde, ihre eigene Flasche Wein bekam und von meinem Papa standesgemäß in Sachen Musik unterrichtet wurde. Als ich mich kurz vorm Schlafengehen gedanklich auf den nächsten Tag und all die Arbeit, die uns erwartete, einstellte, bekam ich noch kurz einen kleinen Nervenzusammenbruch und schlief wieder unheimlich schlecht, obwohl es mich doch arg beruhigte, die beiden Mädels an meiner Seite zu wissen.

Montag/Dienstag:

Tupperfee Katrin Immer eine große Hilfe: Mr Scottn Nach einem langen Arbeitstag: Erstmal kurz ausruhen

Mittwoch:

Mira und ich Joanna und ich Miriam und ich

Wow, der Donnerstag war unglaublich. Was wir alles geschafft hatten?! Und das trotz ausgiebiger Mittagspause bei dem neuen Asiaten über dem Rewe bei meinen Eltern. (All you can eat Mittagsbuffet inkl. Sushi für 11,80€ pro Person - lecker, günstig, aber mal im Ernst: Irgendwas kann da nicht richtig sein bei solchen Preisen...) Am Abend waren wir sichtlich erschöpft, aber glücklich.

Jaaaaa, geschafft! Müde, aber glücklich und sauber

Nachdem ich meine Eltern Freitagmorgen zum Bus gebracht hatte, der sie in den Urlaub fahren sollte (der Abschied für ein weiteres Jahr war glücklicherweise kurz und schmerzlos - es war einfach zu früh für zu viel Sentimentalität),  musste ich nur noch für ein paar Kleinigkeiten in der Wohnung und ein paar andere Kleinigkeiten und Besorgungen erledigen. In der Zeit waren Katrin und Vanessa so lieb, sich durch meinen Tupperware Berg durchzuwühlen. Vanessa war vorher nie auf einer Tupperparty. Nach diesem Tag war sie Expertin, ausgiebig geschult von Katrin und später auch ein wenig von Julia und hätte locker eine Tupperparty als Beraterin schmeißen können :D An dieser Stelle noch einmal: Mädels, ihr wart unglaublich. Ohne euch hätte ich das alles nie geschafft!

Tupperverkaufzentrale

Und dann war er da: mein vorerst letzter Abend in Bremen. Dafür lud ich meine engsten und liebsten Freunde zu einer kleinen Burgerparty ein. Es war wirklich ein sehr schöner Abend, an dem auch mal wieder meine Polaroid Kamera zum Einsatz kam. Vanessa war etwas überrascht, dass um 24 Uhr schon alle gegangen waren. Sie hatte fest damit gerechnet, dass wir mindestens bis 4 Uhr aushalten müssten bis wir endlich aufräumen können. Naja, ich kenne meine Liebsten ja, sind eben auch alle nicht mehr die Jüngsten ;) Küsschen, ich hab euch trotzdem lieb! Tja, aber so ändert sich alles mit der Zeit und das Leben geht weiter. Hochzeiten, Häuserkauf, Schwangerschaften, Babies,... die wilde Jugend nimmt ein Ende und weiter geht es mit neuen interessanten Lebensabschnitten. Ich bin noch nicht ganz soweit und tobe mich derweil noch ein wenig aus ;) Anyway, danke meine Süßen, es war ein wirklich schöner Abend und ich vermisse euch doch schon ganz schön in so manchen Momenten.

Katrin und Henning malen einen Orca für Feedo Die beiden Besties Luna und Vanessa teilen sich den Snoopy Sekt

Polaroid Aufnahmen:

Friendship reunion: Luzzy + Femke = Lumke mit Lenny und Luna mit meinen beiden Hotties Benni und Henning Geschwisterfoto ohne Lea mit Luna meine beiden besten Freundinnen - Ich liebe euch! Ginger Corner Hier gibt es nichts zu sehen mit Miriam und Joanna Luna: Darf ich Vanessa heiraten, wenn ich groß bin? Süße Maus Das Beste? Wenn wichtige Freunde sich das erste Mal treffen und auf Anhieb mögen mit meinen drei besten Freunden - Love this pic

Nach einem leckeren Frühstück mit meinen beiden Mädels, meiner Tante Carmen und meinem Onkel Ralf, verabschiedete ich mich von Katrin, Vanessa brachte sie zum Flixbus und ich hatte noch ein bisschen Zeit mit Carmen und Ralf. Wir führten gute Gespräche und ich genoss es sehr, noch ein wenig mit beiden alleine zu sein. Ihr seid wirklich großartig und sehr wichtige Menschen für mich! Ich habe euch unendlich lieb! ♥ Sie brachten mich zur Wohnung, von der aus ich nach einer reibungslosen Schlüsselübergabe und einem sehr emotionalen, aber guten Abschied von Normen dann mit meinem Fahrrad zu meinen Eltern fuhr. Das war es dann also. Der Schlussstrich war gezogen! Ich hatte alles hinter mir gelassen. Bei meinen Eltern stehen jetzt 8 Kisten, eine Tüte mit Schuhen, meine Staffelei, ein paar Tuppersachen, die ich nicht mehr los geworden bin und mein Fahrrad in der Garage.

That's it!

Mir fiel auf, dass ich die ganze Zeit nicht einmal geschafft hatte, einen Döner zu essen. Und das, obwohl ich die ganze Zeit in Gröpelingen war. Das ging natürlich nicht, also holten Vanessa und ich uns noch einen Döner als Wegproviant und auf ging es Richtung Süden nach Trechtingshausen in Rheinland-Pfalz. Nun war endlich Urlaub angesagt. Ich bin so froh, dass mich die liebe Familie Kraus zu sich nach Hause einlud. Das Wetter war traumhaft, die Gegend einfach wunderschön, der Wein köstlich, der Pool erfrischend, die Sonnenuntergänge bezaubernd, das Essen lecker, die Aussicht sagenhaft, die Burgen faszinierend, die Gastfreundschaft herzlich, neue Bekanntschaften unglaublich freundlich, die Gespräche interessant, die Roadtrips lustig (wie immer mit meinem besten Travelbuddy Vanessa), die Cocktails perfekt gemixt, die Matraze leider etwas durchgelegen (irgendwas Schlechtes musste ich erwähnen, sonst stehen alle noch Schlange bei "Hotel Kraus") und alles in allem einfach ein perfekter Abschluss für meine Deutschlandreise. Nun konnte ich nach all dem Stress der Vortage (und Wochen) mit frisch aufgetankter Energie zurück und mein zweites Jahr in den Staaten starten in der Hoffnung, dass es mir nun besser gehen würde, jetzt, wo endlich alles geklärt war. Danke Familie Kraus! Es bedeutet mir viel, was ihr alles für mich getan habt ♥

  So geht ein Urlaub gut los

Verwandtschaft abklappern mit dem Cabrio (danke Achim :D), Bummeln in Bingen und dann Sonnenuntergang über dem Rhein von der Terasse aus genießen:

Spaghettieis Nummer 2 - soooo gut!

Pooltime:

 

Fähre, Seilbahn, Sesselbahn, Wandern, Niederwalddenkmal, Burgen, Rhein, Weinfelder, lecker Essen und Wein - traumhaft!

Blauer Himmel über mir, Wasser unter mir, ich bin glücklich Amerikanischer Gruß an der berühmten Drosselgasse - ist ja fast wie in Cali hier

Today on tour by car. Noch mehr Burgen, Rhein, Weinfelder, Loreley, ein fancy Dinner auf der Burg und Achims Gartenprojekt bestaunen:

Nach dem Regen kommt die Sonne Loreley Oma und Oma sitzen auf dem Sofa... (Naja, eher auf der Schaukel)Postbriefkasten Berge Burgen Wälder Wein - Trechtingshausen Happy 4th of July to our American Friends! Ernte aus Achims Garten Am letzten Abend zeigt Deutschland sich von seiner schönsten Seite

 Und schon hieß es: Goodbye good old Germany, see ya next year! And: Hi San Francisco and beautiful Bay Area, I already missed you a little bit ;) Davon dann ganz bald mehr! (Wirklich ganz bald, versprochen!)

Love,

Feedo

 

PS: Ich weiß nicht warum, aber ich wurde tatsächlich darauf angesprochen, ob Vanessa eine Freundin oder meine feste Freundin sei. Ja, ich habe meine Verlobung mit Normen gelöst und ja, es hat sicher etwas damit zu tun, dass ich mich hier sehr verändert habe, aber nein, soweit habe ich mich dann doch nicht verändert. Ich bin super pro gay, aber ich bin nicht gay. Ich liebe Vanessa, aber ich liebe sie so, wie ich auch Katrin und Henning und meine Familie liebe ♥

Sorry girls ;)

 

A couple days in Germany Part 1 – Family Reunion

Freitag, 13.07.2018

Hello there, I’m back in town! I’m back at home. Tatsächlich kann ich das gerade so sagen, denn nun habe ich keine Wohnung mehr in Deutschland. Mein zuhause ist jetzt komplett hier. Auch, wenn vorerst nur für die nächsten 11 Monate. Wo mein Weg mich dann hinführen wird? Wer weiß es schon. Ich habe mein Hab und Gut auf 8 Kisten, eine Tüte Schuhe und meine geliebte Staffelei reduziert. Dazu kommen noch die Sachen, die sich hier angesammelt haben und that’s it! Es reist sich besser mit leichtem Gepäck. Mein Deutschland „Urlaub“ (die meiste Zeit war es mehr Stress und Arbeit, als Urlaub) war ziemlich anstrengend, sehr emotional, aber größtenteils erfolgreich und natürlich war es sehr schön, Familie und Freunde zu sehen. Gefühlt hatte ich nur keine Zeit für nichts und bin mehr unterwegs gewesen, als alles andere. Bevor ich nun aber von meiner Zeit in Good Old Germany berichte, möchte ich noch von dem Wochenende davor erzählen.

Den Samstag war ich nun also am Vormittag noch auf einem Kindergeburtstag und am Nachmittag war ein ehemaliger Schulfreund der Kids zu einem Playdate bei uns. Obwohl die Mutti des Jungen auch da war, wir also drei Erwachsene waren, artete das Ganze doch irgendwie etwas aus und die Jungs bauten ein wenig Mist, als wir sie alleine im Zimmer spielen ließen. Da meine Strafpredigt von den Jungs nur mäßig ernst genommen wurde und es sich auch um ein heikles Thema drehte, beschloss ich, Ima und Aba zu involvieren, was dazu führte, dass die Jungs sich ein ordentliches IPad Verbot einhandelten. Ups! Was ein letzter Abend bei den D’s! Die Jungs hörten nicht zu heulen auf, M heulte aus Solidarität mit und Ima und Aba versicherten mir, es sei alles Absicht gewesen, damit uns allen der Abschied leichter fiele. Haha! Nachdem sich die Jungs dann doch soweit beruhigt hatten, dass sie sich wenigstens von mir verabschieden und gute Nacht sagen konnten, versackte ich noch ziemlich lange bei Ima und Aba im Schlafzimmer und wir plauderten über die kommenden Wochen und meine Zukunft. Es war ein sehr schönes Gespräch und ich konnte mit einem Lächeln auf dem Gesicht das Haus der D’s verlassen. Zum einen, weil ich die Kids natürlich vermissen sollte, aber nach dem Abend machten sie es mir weitaus leichter, Tschüß zu sagen, aber vor allem, weil mir nach dem Gespräch mit Ima und Aba wieder einmal klar wurde, wie wichtig ich für ihre Familie geworden bin und dass ich immer und zu jeder Zeit bei ihnen willkommen sein werde. ♥

Pool Party

Ich musste mich dann ein wenig beeilen und war froh, dass ich alle meine Sachen schon komplett gepackt hatte, denn Jenny (Vanessas Hostmom) hatte mir angeboten, mich zu Jana nach Berkeley zu fahren und sie war schon auf dem Weg, als ich das Haus der D’s verließ. Mega lieb von ihr. Vielleicht hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil ich Vanessa ein paar Wochen vorher zum Flughafen gefahren hatte und nicht sie ;) Ich nahm das Angebot jedenfalls dankend an, da ich ja doch ziemlich voll gepackt war und wirklich ungern mit dem Bus fahren wollte. Als Jana mich dann am Treffpunkt einsammelte, fragte sie mich dann, ob wir wieder in die gleiche Bar, wie beim letzten Mal wollten und ich war zugegebenermaßen etwas überrascht, da ich normalerweise diejenige bin, die sie überreden muss, zur Bar zu gehen. Sie sagte, es sei doch abgesprochen gewesen und ich (eigentlich so gar nicht drauf eingestellt): „Klar, let’s do it!“ Man ist schließlich nur einmal jung und mein Flieger sollte am nächsten Tag ja auch erst um 21 Uhr ab Oakland gehen. So besorgten wir uns Lambrusco vom Trader Joe’s und fuhren zu ihr, um uns fertig zu machen. Dort hatte sie noch eine kleine Überraschung von einer Freundin für uns. Ich brachte diesen „How I Met Your Mother“-Hinweis schon, als ich vom New Year’s Eve berichtete: Sie hatte Zutaten für ein Sandwich besorgt. Und da ich trotz jahrelanger Subway Erfahrung natürlich keine Ahnung hatte, wie man so ein Sandwich baut (Haha!) und sie sich auch nicht so richtig sicher war, sahen wir uns ein „Sandwich-Bau-Tutorial“  auf Youtube an. Oh man, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wir uns weg geschmissen haben. Dabei hatten wir das Sandwich noch gar nicht gegessen :D Die ganze Situation an sich war einfach nur urkomisch. Eigentlich total fix und fertig vom langen Tag und der kompletten Woche, versuchte ich, mich wenigstens etwas aufzuhübschen, kippte noch zwei Gläser Lambrusco weg und dann ging es los Richtung Bar. Da das Sandwichessen ja mittlerweile legal ist in Kalifornien, hatten wir kein schlechtes Gewissen, dies direkt vor der Bar zu tun. Ich glaube, wir lachten mehr über die ganze Situation, als von der eigentlichen Wirkung. Im „Kingsfish“, der coolen Bar in Oakland mit Außen-und Innenbar, in der wir beim letzten mal schon waren, war es dieses Mal nicht so voll und es waren auch nicht so viele unglaublich junge Menschen da. (Beim letzten Mal war ja „last day of school“ und es waren gefühlt alle Anfang-zwanzigjährigen auf Berkeleys und Oaklands Straßen unterwegs.) Nachdem wir uns nett mit einem Kerl, der seinen kleinen Hund dabei hatte und ihn mir direkt auf den Arm gesetzt hatte (Das ist mir verrückterweise schon das zweite Mal in einer Bar passiert – was stimmt mit diesen Menschen nicht? Die armen Hunde!), unterhalten hatten, erkundeten wir die andere Seite der Bar und gerieten in ein kleines „Tanzbattle“ mit ein paar Afroamerikanern. Das war zwar ganz witzig, aber nicht ganz so unsere Welt und da sich bei unserer weiteren Runde durch die Bar keine weiteren interessanten Gespräche ergaben, gingen wir vorerst vor die Tür und aßen unser zweites Sandwich. Ziemlich gut gelaunt drehten wir noch eine Runde durch die Bar und ließen uns dann mit unserem Bier nieder. In dem Moment erspähte Jana ein bekanntes Gesicht in einer Gruppe von jungen Männern, dem sie wohl mal ziemlich zu Anfang ihrer Zeit hier ihre Nummer gegeben hatte. Sie wollte eigentlich so gar nicht nochmal mit ihm sprechen, aber das überhörte ich gekonnt in meiner guten Laune und machte mich direkt auf den Weg zu ihrem Tisch mit den Worten „Hey, meine Freundin kennt euren Freund. Ist hier noch Platz?“ Oh man, wie ich sowas vor einem Jahr einfach niiiiieeeemals gemacht hätte, aber was soll’s? Man geht ja schließlich in eine Bar, um nette Gespräche zu führen. Und manchmal ergeben sich sogar recht nette Bekanntschaften und man nimmt eine Handynummer mit nach Hause ;) Nach einem kleinen Hin und Her, ob wir die Kerle jetzt noch begleiten sollten oder nicht, entschied auch ich mich dann für „Sister before Mister“ und nahm mit Jana ein Uber zum Pizzaladen, der uns schon beim letzten Mal den Abend gerettet hatte. Während Jana sich um unsere Pizzabestellung kümmerte, nahm ich vorsichtshalber Platz, da ich auf dem Weg zum Uber schon merkte, dass ich leichte Gleichgewichtsstörungen hatte. (Woher das nur kommen mochte? Meine Beine wollten aber irgendwie schneller, als mein Oberkörper und ich hatte Mühen nicht nach Hinten über zu kippen. Das war vielleicht ein seltsames Gefühl. Haha!) Neben mir saß ein blutjunger Afroamerikaner mit pinken Haaren auf die ich ihn natürlich sofort ansprechen musste. Er fragte mich dann sehr höflich, ob es mir was ausmachen würde, ihm auf Instagram zu folgen. Schließlich wolle er mal groß raus kommen und dafür zähle jeder Like. Heute grinse ich jedes Mal, wenn er wieder was gepostet hat und freue mich, wie leicht man Menschen manchmal glücklich machen kann :) Er bedankte sich wirklich tausendmal bei mir. Mit einer heißen Pizza in den Armen ging es dann mit einem weiteren Uber nach Hause zur Jana. Dort fielen wir dann fast noch kauend zufrieden und glücklich in einen tiefen Schlaf. Nur noch diese eine unbeantwortete Frage im Kopf: „Seit wann tragen Männer eigentlich wieder diese unglaublich engen Jeans? Und: Tut das nicht im Schritt weh beim Laufen?“

 Das Deutschlandspiel am nächsten Morgen um 8 Uhr schenkten wir uns dann, gingen aber genau wie beim letzten Mal wieder bei „Rick and Ann’s“ frühstücken. Wir hätten mit dieser Bar-Pizza-Brunch Tradition schon viel früher anfangen sollen. Das hätte echt so ein gutes „einmal im Monat machen wir das“-Ding werden können. Nach einem ausgiebigen Brunch ging es dann nochmal zur Bar (Jana hatte ihre Karte den Abend vorher vergessen) und dann zeigte sie mir den Jack London Square in Oakland. Ein schönes Plätzchen direkt am Wasser, wo es alles Mögliche gibt, um sich die Zeit zu vertreiben: ein Kino, einige Bars und Cafés, eine Spielhalle mit Bowlingbahn u.s.w. Wir genossen einfach die Sonne, bummelten ein wenig über den Farmer’s Market und machten uns dann am Nachmittag auf, meine Koffer zu holen, grabten noch einen Burger bei In-N-Out, den wir nahe dem Flughafen wieder am Wasser sitzend verspeisten und führten unglaublich gute Gespräche. Maus, ich hab dich echt gern! Wir norddeutschen Dickköpfe wissen einfach, wie man miteinander umgehen muss. Zwar manchmal sehr rau, aber immer ehrlich und aufrichtig! ♥ Danke für ein paar so schöne letzte Stunden an der Bay, bevor es für mich über den großen Teich in die Heimat ging. Ich werde dich sehr vermissen, wenn du dann am Strand in Australien sitzt. Aber wie sagtest du? „Wir teilen uns den selben Ozean. Wenn du ins Wasser pinkelst, schwimme ich vielleicht drin.” Darauf ein aufrichtiges: “Oh , wie schön! Das ist so romantisch!” Ich meine, den gleichen Mond schauen wir ja schließlich alle irgendwie an! :D

Good Morning! Am Jack London Square Waiting at the airport Bye Bye beautiful foggy San Francisco

Mit den Flügen klappte dann alles eigentlich ziemlich gut. In Paris angekommen, merkte man dann nur direkt wieder, dass man in Europa war. Das Personal war ja total nett (immerhin wurde mir hier, wie auch in Oakland schon, nichts für meinen übergewichtigen Koffer berechnet), aber die ganzen reisegestressten Deutschen und Franzosen am Germanwings Terminal, die weder ein Entschuldigung, Excuse me oder Pardon in den Mund nahmen, nachdem sie einen angerempelt hatten oder auf die Füße getreten waren, gingen mir schon ziemlich auf den Sack! Eine E-Mail über einen wichtigen fehlenden Fragebogen von der amerikanischen Botschaft, die ich total übermüdet auf dem Boden zwischen meinem Gepäck, plärrenden Kindern und genervten Eltern entdeckte, trübte meine Laune um noch Einiges mehr. Gelandet im verregneten Hamburg, holte meine liebe Katrin mich vom Flughafen ab und nach einem kurzen Austausch mit ihr und Sven mussten die beiden ins Bett. Schließlich war es unter der Woche. Ich allerdings konnte nach über 24 Stunden auf den Beinen leider noch kein Auge zu machen und saß dann noch bis 2 Uhr an dem blöden Fragebogen. Glücklicherweise konnte ich alles noch rechtzeitig einreichen. Das wäre sonst was geworden. Hui!

Nach einer relativ kurzen Nacht, machte ich mich am Morgen schon wesentlich besser gelaunt auf zum Rewe und kaufte mir METT! Ha, wie hatte ich mich darauf gefreut! Nom nom nom! Nach einem ausgiebigen Frühstück, ein wenig Organisation von Papierkram, Terminen und anderem Kram, ging ich noch eine kleine Runde Laufen und war dann bereit, mich mit Lea in der großen Stadt zu treffen. Hamburg hat schon echt ein paar coole Ecken! Ich genoss unseren Schwesternnachmittag /-abend ungemein: Bummeln, lecker Essen und Weinchen direkt am Wasser und dann noch ein schönes kaltes Bierchen (oder zwei oder drei) mitten in der Öffentlichkeit an der Alster. Ja, so ein paar Sachen in Deutschland hatte ich doch vermisst ;) Ich hab dich lieb, Schwesterlein! Noch vor etwas mehr als einem Jahr, bist du mir bei eigentlich jedem Aufeinandertreffen früher oder später irgendwann auf die Nerven gegangen oder hast mich mit irgendeiner Dummheit wütend gemacht. Doch schon als du mich hier in den Staaten besucht hast, ist mir aufgefallen, wie Erwachsen du geworden bist. Ich bin unheimlich stolz auf dich und danke dir, dass du nicht nur eine unglaublich tolle Schwester, sondern auch eine sehr wichtige und besondere Freundin bist! ♥ ♥ ♥

nom nom nom Schwesterherz Wasser, Sonnenschein, Boote und sogar ein Regenbogen - Dinge, die mich glücklich machen

Nach einem kleinen Zugverbindungschaos kam ich auch an diesem Abend nicht wirklich pünktlich ins Bett und musste mich nach drei Stunden Schlaf um 3:30 Uhr am Morgen schon wieder ins Auto nach Berlin setzen. In der Botschaft machten sie es dank dem etwas spät eingereichten Fragebogen dann noch besonders spannend und ließen mich etwas zappeln bis dann der erlösende Stempel mit den Worten „You’ll get your passport with the visa next week with the mail to this address.“ auf mein Formular gehauen wurde. Thank God! I was all set! So fuhr ich nach einem kurzen einstündigen Berlinbesuch also wieder zurück nach Hamburg, stellte Katrins Auto vor der Tür ab, packte meine sieben Sachen, nahm den Bus nach Harburg, nahm den Zug nach Bremen (At this point I started thinking about being very sick of travelling meanwhile…) und war dann doch ziemlich aufgeregt, endlich meine Eltern wieder zu sehen. Mama holte mich am Bahnhof ab, wir fuhren noch kurz Oma besuchen, ein neues Foto für mein Visum in der Waterfront machen (vier Tage, 10 Stunden Schlaf, nur unterwegs,… perfekte Voraussetzungen für ein sowieso schon unvorteilhaftes Passbild. Haha!) und dann durfte ich auch endlich meinen Papa in die Arme schließen. Julia kam auch noch vorbei und wir ließen den Sommerabend bei einem Glas Wein auf der Terrasse ausklingen.

Auch in dieser Nacht bekam ich viel zu wenig Schlaf, obwohl Lea mir ihr Zimmer sehr gemütlich und nett zurechtgemacht hatte. Trotzdem machte ich vor 4 Uhr kein Auge zu, musste aber recht früh wieder hoch. Schließlich hatte ich einen wichtigen Termin. Neben allem Nervigen was noch auf mich zukommen sollte, wollte ich mir eine Kleinigkeit gönnen und ließ mich von der lieben Claudia einmal komplett verwöhnen: neuer Lebensabschnitt, neuer Style :) Nach einer ersten Inspektion Normens und meiner Wohnung und einem fröhlichen Wiedersehen mit unseren Mietzekatzen, fuhr ich nach einem kurzen Arzttermin mit gemischten Gefühlen wieder zu meinen Eltern. Normen hatte alles wirklich schon gut vorbereitet und unsere Sachen übersichtlich und ordentlich auseinander sortiert, was super hilfreich war, aber es war sooooo viel! Das machte mir wirklich Angst. Am Abend ging aber vorerst das große Wiedersehen mit allen weiteren engen Familienmitgliedern weiter und wir hatten einen wirklich schönen Abend zusammen. Wir grillten sehr lecker, ich zeigte ein paar Videos aus dem letzten Jahr, erzählte viel und es wurden einige Küsschen und Umarmungen ausgetauscht.

Wieder eine kurze Nacht, denn am nächsten Morgen musste ich zum wohl besten Zahnarzt der Welt. Einfach ein cooler Typ mit einem Herz für arme, abenteuerlustige, charmante Aupairs, die er schon behandeln durfte, als die Milchzähne noch wackelten. Nach einem kurzen Besuch in meinem alten Kindergarten, der sich dann doch etwas in die Länge zog (war eben einfach schön, mit den alten Kolleginnen zu plauschen), warteten meine Eltern schon im Auto, um mit mir zum Campingplatz zu fahren. Die schöne Landschaft im Diepholzer Landkreis konnte ich leider nicht genießen, da mir dann doch vor Erschöpfung die Augen zufielen. Wie ich es vorher gesagt hatte, meinte Deutschland es gut mit mir und hat uns mit dem besten Norddeutschen Sommerwetter für das Campingplatz Wochenende versorgt. Es war kalt, nass und ungemütlich. Aber so schmecken der Kaffee am Vor- und Nachmittag und der Gin Tonic am Abend direkt viel besser - wärmt schließlich. Auch Essenstechnisch verwöhnte Mama mich ordentlich. Zuhause gab es schon Labskaus und auf dem Campingplatz dann lecker Fischbrötchen (für mich sogar eins mit Nordseekrabben – yummy!), Spargel, feinstes Jägermett, Schaschlikspieße, zwischendurch Kirschen, Erdbeeren, Tapsys, … und obwohl ich mich einmal zum Laufen aufgerafft hatte, als es mal zwischendurch trocken war, hatte ich das Gefühl, dass ich bestimmt schon zwei Kilo zugenommen hatte. Samstag früh kamen Lea und Henning zu unserer lustigen Runde dazu. Lustig im wahrsten Sinne! Wir hatten unheimlich viel Spaß, spielten Carcassonne, Zug um Zug und Macke. Papa gab Henning genaue Anweisungen, in welcher Reihenfolge Gemüse und Fleisch auf den Schaschlikspieß gehören, während Mama uns mit ihren Holzspieß Fechtkünsten beeindruckte. Ich wurde wie in Kindertagen von Papa mit Speck gefüttert, am Abend freuten sich alle über den Deutschlandsieg, ich schickte den D’s ein paar Videos von uns verrückten Deutschen und bekam tolle Mexico Bilder und Videos mit liebevollen Botschaften von den Kids zurück und alles in allem konnte man sich eigentlich nur über das Wetter beschweren und betrauern, dass Julia und Hanno doch irgendwie gefehlt haben.

nom nom nom Wer braucht schon Schnitzel? nom nom nom! Noch zu dritt am ersten Abend

Camping Day 2:

Offensichtlich ein spannendes Spiel

Für Sonntag war der Plan eigentlich anders, aber letztendlich waren Mama und Papa so lieb und gaben Lea und mir ihr Auto, mit dem wir am späten Nachmittag wieder nach Hamburg fuhren. Lea besuchte mit mir das Michael Patrick Kelly Open-Air Konzert und danach brachte ich sie nach Hause. So konnten wir einen schönen, nahezu perfekten gemeinsamen letzten Abend zusammen in Deutschland verbringen, da sie die Woche Spätschicht hatte und mich somit nicht mehr in Bremen besuchen konnte. Ich verbrachte die Nacht wieder bei Katrin und Sven auf dem Sofa und am nächsten Morgen fuhren Katrin und ich zurück nach Bremen. Nun musste ich mich dem Biest, das mir die ganzen Tage im Nacken saß und schlaflose Nächte bereitete, endlich stellen. Die Wohnung war noch voll und wir hatten nur noch 5 Tage…

Stadion Paddy hat seinem Namen wieder alle Ehre gemacht

…To Be Continued…

Thank you!

Peace, Love and Hugs,

Feedo

 

PS: „People want to socialize their dogs, what better place than a bar? Loud and lots of people.” – Die Antwort eines Freundes auf die „Warum bringen Leute ihre Hunde mit in eine Bar?”-Frage. Ganz überzeugen tut mich das noch immer nicht… „Lots of people. It’s a good thing.“ Schreibt er noch. Hm!

Hello Beautiful California Summer!

Freitag, 15.06.2018

Kinder, es geht mir gut! Der Sommer ist da und er ist und bleibt einfach meine liebste Jahreszeit! Während ihr in Deutschland alle ordentlich schwitzen durftet und mit bösen Gewittern zu kämpfen hatten, hatten wir in den letzten Tagen immer zwischen angenehmen 22-28°C und Sonnenschein. Das perfekte Wetter also für Outdoor Aktivitäten und ich muss sagen, das habe ich auch ordentlich ausgenutzt. 

So, ich musste mal eben nachsehen. Das letzte Mal hatte ich vorletztes Wochenende in der Nacht von Samstag auf Sonntag gepostet. Den Sonntag musste ich dann den ganzen Tag arbeiten und war mit meiner Family beim "Escape from Alcatraz" Triathlon. Aba hat mitgemacht, wir haben angefeuert. Das Wetter war perfekt. Wir jubelten ihm zu, als er mit dem Rad ankam und dann los lief, um die letzten 9 Meilen hinter sich zu bringen. Dann zogen wir weiter, um ihn kurz vorm Ziel noch einmal anzufeuern. Die Stimmung bei diesem Event war großartig. Ich tanzte mit den Kids auf dem Rasen neben dem Zieleinlauf, wir unterhielten uns mit anderen Leuten, die da waren um Familienmitglieder oder Freunde zu supporten und als Aba dann endlich ankam, sah man richtig, wie er sich freute, dass wir da waren. Er war dieses Jahr nicht ganz so gut vorbereitet, wie im letzten Jahr und hat sein eigenens Ziel nicht erreichen können, wir waren aber trotzdem unheimlich stolz auf ihn und ich hatte das Gefühl, am Ende war er einfach nur glücklich darüber und dass er es überhaupt geschafft hat. Ich habe mir sagen lassen, es sei einer der belibtesten Triathlons der Welt und auch eine Vorqualifikation für den Iron Man. Und jeder, der ihn geschafft hat, kann mit stolz behaupten "I escaped Alcatraz!". Ziemlich cool! Ich war wirklich erstaunt, wie viele Menschen in verschiedensten Körperformen mitmachten. Da waren Menschn, den hätte ich vom rein Äußeren nicht einmal zugetraut, dass sie überhaupt die Laufstrecke hinter sich bringen. Aber davor mussten sie ja noch von Alcatraz 1,5 Meilen an Land schwimmen, 1 Meile zum Rad laufen und 18 Meilen Radfahren. Wahnsinn!

Crazy Dog neben dem Ziel Great Aba! You're a monster! (But a nice one!)

Abends wurden wir von Freunden der Familie zum Pizzaessen und Basketballgucken eingeladen. In solchen Momenten fühle ich mich mittlerweile wirklich immer mehr wie ein richtiges Familienmitglied und von guten Freunden der Familie werde ich auch so behandelt. Das ist wirklich schön ♥

Den Montag musste ich dann zum DMV um meinen neuen Führerschein zu beantragen. Mein jetziger läuft Ende Juni nämlich aus. Habe ich schonmal erwähnt, dass ich Behörden auf der ganzen Welt einfach nur nervig finde? Natürlich funktionierte bei mir auch dieses Mal wieder nicht alles reibungslos und ich hatte wieder eines der gefühlt 1000 Vormulare vergessen, die ich hätte mitbringen müssen. Zum Glück ist das DMV nicht weit weg und ich konnte noch eben nach Hause fahren, um den Wisch zu holen. Als dann alles soweit fertig bearbeitet war, bekam ich einen vorläufigen Führerschein auf Papier und der Beamte schrieb mir eine Telefonnummer auf mit den Worten "Eigentlich sollte der Führerschein innerhalb der nächsten 6 Wochen in ihrem Briefkasten sein. Das funktioniert aber meistens nicht. Nach sechs Wochen sollten sie dann also diese Nummer anrufen und die sagen ihnen dann, wie es weiter geht und wie sie an ihren Führerschein kommen." Ernsthaft? Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Ziemlich traurig, dass sie einem schon im Vorfeld diese Nummer mitgeben müssen, weil sie es scheinbar nicht geschissen bekommen. Mal sehen, ob ich Glück habe...

Nach dem DMV traf ich mich mit der lieben Vici aus Ross, die genauso traurig ist, dass die Christa nicht mehr da ist, wie ich meiner Vanessa hinterher trauere. So beschlossen wir nach einem kleinen Spaziergang (Hike konnte man das jetzt nicht wirklich nennen), dass wir uns jetzt mal öfter treffen müssten. Auf dem Heimweg kamen wir an dem Stellplatz von Peters Salmonboot vorbei und beschlossen spontan ganz sneaky mal zu schauen, ob sein Boot denn jetzt endlich mal im Wasser liegt. Ha! Der alte Bummer! Man sah zwar, dass seit März Einiges auf dem Boot passiert ist, aber Wasser hat es sicher nicht gesehen. Dabei meinte er vier Wochen vorher zu mir, dass er jetzt kurz davor sei, das Boot ins Wasser zu lassen. Abgesehen davon, dass wir zur Zeit eh keinen Kontakt mehr haben, verliere ich langsam wirklich den Glauben daran, jemals mit ihm mit seinem eigenen Boot auf eine Bootstour zu gehen. Muss ich eben einen anderen Weg finden, um Bootfahren zu lernen!

Der kleine Fratz ist Vici und mir bei unserem Spaziergang über den Weg gelaufen

Nach Feierabend zog es mich dann wieder raus. Das Wetter war einfach zu schön, um drinnen zu bleiben. Ich war zwar zum Skypen verabredet, aber so mit endlosem Datenvolumen kann man seine langen Telefonate auch mal ins Freie verlegen. So hatte ich einen schönen Abend mit Blick auf die Golden Gate Bridge, ein paar Delfinen, die an mir vorbei schwammen und einem unglaublich guten Gespräch mit einer ehemaligen Arbeitskollegin. Danke meine Liebe ♥

Dienstag Vormittag kam dann spontan die liebe Vici aus Mill Valley bei mir vorbei und wir gingen ein wenig in unserem Örtchen spazieren. Auch das war super schön und wir verabredeten uns direkt für eine Fahrradtour am nächsten Tag. Schließlich wollte ich schon seit einer halben Ewigkeit mal das Mountain Bike, das mir zur Verfügung steht, ausprobieren. Nach Feierabend traf ich mich wieder mit der Vici aus Ross (ja, mit den ganzen Vicis kommt man so langsam durcheinander :D) und fuhr mit ihr nach Novato ins Kino. Von dem Kino schwärmte Christa immer so sehr. Bisher hatte ich es aber noch nicht geschafft, hinzugehen. Es lief aber auch nicht so wirklich etwas, das mich interessierte. Wir sahen uns "Adrift" an (gerade gegoogelt: im deutschen heißt der Film "Die Farbe des Horizonts" - was ein bescheuerter Name). Es schien der perfekte Film zu sein. Zum einen wollte ich ihn eh sehen, zum anderen spielen tolle Schauspieler mit und am besten: Vici und ich sprachen beide viel davon, dass wir Segeln oder zu mindest Bootfahren lernen wollen. Was bietet sich da mehr an, als ein Film, indem es darum geht, dass ein Pärchen nach einem Sturm mit ihrem kaputten Segelboot wochenlang mitten im Pazifik treibt und es eigentlich keine Chance auf's Überleben gibt - nach einer wahren Begebenheit versteht sich. Was soll ich sagen? Das Kino war super (extra breite Liegesessel für jeden und süßes Popcorn!), der Film war großartig und wir hatten unhemilich viel Spaß :)

Mittwoch Morgen erzählte ich Aba von meinem Vorhaben, das Bike endlich auszuprobieren und er bot mir direkt an, das Rad für mich hoch zu holen und fit zu machen. Nun hat mein Rad auch einen Stellplatz in der Garage bekommen, dass ich einfach dran komme und ich muss sagen, für mich war Radfahren ja eher immer Mittel zum Zweck und ich war definitiv kein Mensch, der großen Gefallen an langen Radtouren hatte. Ich schickte Normen dann doch meistens lieber alleine los. Aber mit diesem super coolen (und wahrscheinlich unheimlich teuren) Mountain Bike macht es echt Spaß zu fahren, obwohl unsere Hügel hier schon echt eine Qual sein können. Vici und ich fuhren bis zum Discovery Museum an der Golden Gate Bridge, picknickten dort gemütlich und fuhren wieder zurück. Am Abend erzählte ich Aba, dass ich mir einen kleinen Sonnenbrand an den Armen zugezogen hatte und er hielt mir direkt einen Vortrag über seine Armstulpen, die er immer bei seinen Outdoor Aktivitäten trägt. Und tada, da hat er mir direkt auch welche bestellt. Seit gestern bin ich dann also stolze Besitzerin von kühlenden Armstulpen für sonnenempfindlichen Outdoor Sportler :D Der Süße ♥

Donnerstag traf ich mich wieder mit der Vici aus Ross und sie zeigte mir einen mega schönen versteckten schwarzen Strand in den Marin Headlands. Dort ließen wir einfach die Seele baumeln und die Sonne auf unsere Gesichter scheinen. Wie ich am Anfang schon erwähnte: Der Sommer ist da ♥

Ich war die Woche irgendwie so ausgelastet und entspannt, dass ich nicht einmal Fotos machte. Sorry dafür!

Freitag war ich seit einiger Zeit mal wieder im Peso. Ich traf mich mit Anke (Vanessas Vorgängerin), die zur Zeit zu Besuch in den Staaten ist und den ganzen Sommer bleiben wird (Juhuuu! :D), ihrem Freund Robert und Vanessas Hostparents Jenny und Peter. Es war ein ziemlich lustiger Abend :)

Mit Anke und Jenny - Vanessa, du hast so gefehlt!

Nachdem ich dann den Samstag eher weniger als mehr gearbeitet habe, kam dann mein Highlight der letzten Tage: 

Sonntag fuhr ich in Herrgottsfrühe nach Moss Landing, an die Monterey Bay, da ich ein letztes Ticket für eine Whale Watching Tour ergattert hatte. Natürlich fand ich Anfang Juni heraus, dass die Orca Saison in der Bucht im April und Mai ist, aber die Wahrscheinlichkeit, wieder einige Buckelwale zu sehen, war sehr hoch. Vanessa und ich waren ja letztes Jahr schon zu einer ähnlichen Zeit dort. Tja und natürlich habe ich keinen Orca gesehen, aber es war trotzdem wieder unglaublich toll! Der Boots Peter hatte mir vorher den Tip gegeben, keinen Kaffee zu trinken, um Seasickness zu vermeiden. Ich und kein Kaffee, das konnte ja was werden. Natürlich war ich unglaublich müde, aber die Vorfreude auf die Tour war größer. Ich trank stattdessen Ginger Ale (ein Tip gegen Seasickness von den "Blue Ocean Whale Watch" Mitarbeitern) und siehe da. Es mussten sich wieder Einige auf dem Boot übergeben, aber mir ging es dieses Mal richtig gut! Ich konnte einfach nur genießen, machte ein paar Fotos und Videos, hielt Ausschau nach Walen (Orcas vor allem), ließ mir die Sonne aufs Gesicht scheinen, den eiskalten Wind um meine Mütze wehen (super kalt draußen auf dem Wasser, aber ich war vorbereitet) und war glücklich.

So viele riesen Quallen im Wasser Pelikane über Pelikane Sie waren sooo nah Ich wollte sie am liebsten berühren

Weil ich an diesem Tag nicht genug von der wunderschönen Küste bekommen konnte, beschloss ich den langen Weg am Highway 1 zurück nach San Francisco zu fahren. Es hat zwar eine halbe Ewigkeit gedauert, da ich nicht die Einzige war, die sich an einem Sonntag Nachmittag bei so schönem Wetter zum Meer hingezogen fühlte, aber es hat sich dennoch gelohnt. Hab ich schon erwähnt, wie sehr ich die Gegend liebe, die ich zur Zeit mein Zuhause nennen darf?

Qualitytime for myself

Gegen späten Nachmittag in der Stadt angekommen, suchte ich mir noch einen Parkplatz in der Nähe der Fisherman's Wharf, um mir in dem Touristen Trubel ein wenig die Beine zu vertreten. Schließlich war ich nun schonmal auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge und die Wharf ist eigentlich immer einen Besuch wert.

Da das Wetter auf meinem Heimweg noch immer schön war, machte ich noch einen kurzen Halt an einem meiner Lieblingsplätze auf meiner Seite der Brücke. Dann ging es aber nach Hause. Der Tag war lang genug ;)

Da die Fahrradtour nach Sausalito so schön war, verabredeten Vici und ich uns, mal zum Tennessee Valley zu radeln und dort bis zum Strand runter zu fahren. Das setzten wir Montag direkt in die Tat um. Da ich schon etwas früher off war, fuhr ich schon los und wollte Vici dann unterwegs treffen. Im Tennessee Valley angekommen, kam mir die andere Vici aus Ross entgegen, die dort gerade am Wandern war. Was ein Zufall :D Während wir da standen und plauderten kam dann auch die Mill Valley Vici angeradelt. Nachdem wir uns etwas fest gequatscht hatten, spazierte die eine Vici weiter Richtung Auto und ich fuhr mit der anderen Vici zum Strand. Dort warteten noch ein paar wenige Überreste eines Grauwalkadavers auf uns. Das Meiste wurde schon weg gespühlt, beziehungsweise vom Mammal Institute zu Forchungszwecken abgeholt. Dennoch waren diese riesigen Knochen ziemlich beeindruckend. Nach unserer Inspektion stiegen wir die Treppen zum Overlook hoch (dort roch es auch nicht mehr so streng) und picknickten gemütlich. Ach, es ist einfach herrlich, das schöne Wetter draußen zu genießen, sich ein wenig zu bewegen und zwischendurch eine Pause zum Quatschen einzulegen ♥

Es blüht so schön im Tennessee Valley

Nachdem ich am Wochenende ziemlich viel mit einer Peso Bekanntschaft geschrieben hatte, trafen der erfrischend lustige Ire und ich uns Montag Abend, um ein wenig am Muir Beach abzuhängen. Aus einem faulen Beachabend wurde aber spontan eine ordentliche Wanderung (und das Barfuß in Stoffschuhen - darauf war ich irgendwie nicht vorbereitet :D). Eigentlich wollten wir nur den Berg hochklettern, von dem ich mal so schöne Fotos vom Sonnenuntergang gemacht hatte, aber irgendwie waren wir dann neugierig, wo der Weg weiter hinführte und so gingen wir lustig plaudernd weiter bis wir eine kleine Bucht mit einem Ministrand entdeckten, zu dem wir dann auch runter kletterten. Zwischendurch machten wir uns immer wieder etwas Sorgen, ob wir nicht umkehren sollten, weil die Sonne so langsam verschwand, aber wir waren einfach zu neugierig und im Nachhinein hat es sich auch wirklich gelohnt. Sehr kurios war nur der Fund, den wir gemacht haben. Unten an der Bucht auf einem Stein lagen ein BH, eine Boxershorts, ein verrosteter Schlüsselbund und eine Spritze. Das gab auf jeden fall viel Anlass zu Spekulationen. Haha! Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß an einem Abend. Es tut so gut, zwischendurch mal mit wesentlich jüngeren Menschen abzuhängen. Als wir wieder beim Parkplatz ankamen, war es mittlerweile komplett dunkel, aber das Auto war noch da und wir haben heile zurück gefunden. Komplett durchgeschwitzt, ich mit schmerzenden Füßen und ziemlich kaputt (schließlich schleppte ich die ganze Zeit meine schwere Kamera mit mir herum), dachten wir, wir hätten uns jetzt ein schönes kaltes Bier verdient und machten uns auf den Weg zum 2AM Club in Mill Valley. Wir wollten vorher noch bei der Bank halten und dann passierte es: wir wurden vom Sheriff angehlaten. Der Officer war aber total nett. Er fragte, wo wir herkamen und wo wir hinwollten (Wandern am Beach und zur Bank, die Bar erwähnten wir schlauerweise lieber nicht) und meinte, er hätte uns angehalten, weil wir ohne Licht gefahren seien. Ups! Kein Wunder, dass wir so schlecht sehen konnten. Es war halt nur das Standlicht an und demnach war das Auto hinten halt gar nicht beleuchtet. Beim Kontrollieren der Papiere kam dann noch heraus, dass die Zulassung für das Auto schon seit einem halben Jahr abgelaufen sei. Ohje! Wenn man sich mal das Auto der Mama leiht... Da wir aber die ganze Zeit sehr höflich und freundlich waren und scheinbar alle Fragen Richtig beantworteten (Und wo wollt ihr nun hin? - Am besten nach Hause und das Auto tauschen.), bekamen wir nur eine müdliche Verwahrung. What a lucky irish guy :D Nun habe ich also auch sowas mal miterlebt und es war gar nicht schlimm. Hihi! Immer wieder neue Abenteuer hier im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Da kletterten wir dann hinunter,... ...um an diesen kleinen versteckten Strand zu gelangen

Dienstag hatte ich meinen Tattoo Termin am Vormittag und bin mehr als glücklich mit dem Ergebnis. Ich glaube, ich habe dem Adam mit meiner Freude über meine neuen Tattoos sehr den Tag versüßt. Ich kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus und Adam sagte immer wieder, wie viel Spaß es macht, jemandem ein Tattoo zu stechen, der sich so offensichtlich drüber freut. 

Meine wunderschöne hawaiianische Schildkröte Für den größten Peanuts Fan, meine liebe Vanessa, ein kleiner gelber Woodstock als gelber Farbtupfer in meiner schönen bunten Collage

Abends folgte ich einer Einladung von Vanessas Hostparents und quatschte bei Bier und Erdnüssen ein wenig mit Jenny und Peter in ihrem Haus. Die liebe Jenny bot mir an, mich morgen mit meinem Gepäck nach Berkeley zu Jana zu fahren. Da sagte ich natürlich nicht nein. Vanessa fehlt mir so sehr und ihnen auch, da tut es doch irgendwie gut, sich gegenseitig ein wenig aufzumuntern. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich noch immer bei der Familie willkommen bin :)

Mittwoch schlief ich ein wenig aus und gönnte mir meinen freien Morgen. Am Abend war ich bei Anke und ihrem Freund Robby zu Pizza, Bier und S'mores eingeladen. Was ein entspannter Sommerabend. Die beiden sind echt super lieb und ich werde diesen Sommer definitiv noch öfter was mit ihnen machen :)

nom nom nom - yummy S'mores

Gestern Vormittag zog ich wieder mit dem Rad los, um noch ein paar Besorgungen für Deutschland zu machen. Am Abend hatten Ima und Aba Datenight. So blieb ich mal zuhause. War ja aber auch ziemlich viel unterwegs in den letzten Tagen. Heute Vormittag war ich auch ziemlich faul und nach Feierabend fand ich keinen, der Zeit hatte, so fuhr ich zu meiner geliebten Brücke, um mich zu verabschieden, denn Morgen geht es nach Feierabend ab nach Berkeley und nach einer Nacht bei Jana am Sonntag Abend zum Flughafen nach Oakland. Deutschlnad, ich komme! Aber vorerst nur zu Besuch ;) Schließlich hat mein zweites Jahr hier erst gerade begonnen und nach all dem Stress und Schmerz der letzten Wochen und Monate fange ich endlich wieder an, mein Leben in vollen Zügen zu genießen. Wie könnte man auch nicht an diesem wundervollen Ort mit so vielen lieben Menschen?

Auch bei dunklen Wolken, Wind und Nebel eine Schönheit

Oh Kinder, wie die Zeit vergeht! ich freue mich, viele von euch ganz bald wieder zu sehen und in meine Arme zu schließen! ♥♥♥

Eure Feedo

 

PS: Auch, wenn ich diese Woche durch das erste Sommercamp der Kids viel Freizeit an den Vormittagen hatte, war meine Arbeitszeit ziemlich anstrengend. Da hatte Ima einfach an vier von fünf Tagen Playdates organisiert, die natürlich alle bei uns beziehungsweise heute am Pool statt fanden. Ich durfte die ganze Bande auch immer fahren. Diese Woche war ich mehr Schulbusfahrer, als alles andere. Morgen dann noch ein Kindergeburtstag und dann bin ich wirklich urlaubsreif! Trotzdem liebe ich meine Bande über alles und weiß jetzt schon, dass sie mir sicher fehlen werden in den nächsten drei Wochen!

  Campen im Kinderzimmer - my silly cuties!

New York New York – Die Stadt, die niemals schläft

Sonntag, 03.06.2018

Wow, was ein Kurzurlaub. Vanessa und ich hatten wirklich einen tollen gemeinsamen Abschluss eines wunderbaren gemeinsamen Jahres.

Die Tage zwischen dem letzten Blogeintrag und New York ging es mir noch immer nicht so gut. Am Montag wusch ich die Lunchboxen der Kinder ab, war mit meinen Gedanken wieder in einem tiefen Loch, als ich D sagen hörte. „That’s so unfair. Always when I wanna play outside nobody wants to come play with me.” J hatte einen Solo Nachmittag mit Ima und M wollte lieber drinnen bleiben. Die Art und Weise wie er es sagte, rüttelte mich irgendwie auf und ich sagte „I’ll come with you.“ „On the trampoline? What’s with your back?“ Dazu muss ich sagen, dass ich lange nicht mehr mit den Kids auf dem Trampolin war, weil ich danach immer Probleme mit meinen Hüften und meinem Rücken hatte (man wird eben nicht jünger). Es stellte sich allerdings raus, dass es an der Kombination aus zu viel Crosstrainer und Trampolin lag. Jedenfalls fingen seine Augen zu leuchten an und M wollte plötzlich auch mit raus. Leute, wir hatten so unendlich viel Spaß. Ich habe einfach mal los gelassen und den Moment genossen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel gelacht habe. Irgendwann kam D auf dem Trampolin zu mir, umarmte mich ganz fest und sagte „Thank you Feedo, it’s the best day ever. I have so much fun!“. Der Süße neigt gerne zu Übertreibungen, aber es war wirklich ein unheimlich lustiger Nachmittag.

Goofing around with Snapchat

Dienstag fiel mir am Frühstückstisch dann auf, dass ich jetzt genau seit einem Jahr hier war. Wow! Die Zeit rennt! Und nachdem ich vor genau einem Jahr aus dem Flugzeug gestiegen war, sollte es an diesem Tag wieder in einen Flieger zurück Richtung Osten gehen. Dieses Mal aber nicht ganz so weit. Natürlich hatten Ima und Aba ausgerechnet für diesen Tag spontan Theaterkarten bekommen, ich musste ja nun aber zum Flughafen, also musste ich die Kiddos wohl oder übel einem Babysitter übergeben. Das war ein sehr seltsames Gefühl. Nun war aber Urlaub angesagt. Und ich war das erste Mal so richtig froh, meine geliebte Bay Area zu verlassen. Zum einen brauchte ich echt mal Abwechslung, um aus meinen trüben Gedanken zu fliehen und zum anderen war das Wetter einfach scheiße. Man konnte die Golden Gate Bridge einfach mal gar nicht sehen, weil es so trüb, grau und nass war. Natürlich hatte der Flieger dann etwas Verspätung. (Auf dem Rückflug übrigens auch. Was ist da los Alaska Airlines?) Es war aber ein sehr angenehmer Flug, dem Sonnenaufgang entgegen und durch unendlich viele wunderschöne Wolkenschichten.  Ich konnte nur leider nicht so gut schlafen, wie geplant. So machte der „Red Eye“-Flug seinem Namen alle Ehre und ich hatte wirklich müde und rote Augen, als ich in New York ankam. Vom Airport in Newark ging es dann mit dem Bus in die City. Was ein Verkehr! In meiner Nachricht an Ima, dass ich gut angekommen sei, merkte ich direkt an, dass ich sehr froh sei, hier nicht Auto fahren zu müssen. Der Bus hielt quasi direkt neben dem Hotel, ich konnte mein Gepäck dort abstellen und habe erfahren, dass ich schon ab 13 Uhr einchecken könnte. Jackpot! So war ich doch wesentlich motivierten, die Stadt ein wenig zu erkunden, da ich nun wusste, dass ich am Nachmittag die Augen noch ein wenig zu machen könnte, bevor ich Vanessa vom Bus abholen sollte. Und kaum raus auf dem Hotel und Richtung MoMa, stellte ich dann fest, dass wir tatsächlich nur 5 Minuten zu Fuß vom Times Square untergekommen waren. Ich kam gar nicht aus dem Staunen raus und wusste nicht, wohin ich zuerst gucken sollte. Wirklich unglaublich beeindruckend! Nach einem kleinen Frühstück und einem großen Cappuccino schlenderte ich dann gemütlich durchs MoMa (Museum of Modern Art) und stellte wieder einmal fest, wie viele verschiedene Gefühle Kunst in mir auslösen kann. Ich kann wirklich sehr viel für Kunst empfinden :D Definitiv ein perfekter Start in den Urlaub!

Denn die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ein paar Eindrücke aus dem MoMa:

  Kind of creepy  

Nach einem kurzen Schläfchen im Hotel und einer Dusche, zog ich wieder los, um etwas beim Walgreens zu besorgen und Vanessa vom Bus abzuholen. Da stand sie in der Menschenmenge mit ihren zwei Koffern vor dem Busbahnhof und als ich sie entdeckte, musste ich einfach los rennen und ihr in die Arme fallen! Wir hatten uns nur drei Wochen nicht gesehen… Was sollen wir nur das kommende Jahr machen?

Am Abend trafen wir uns mit Imas Schwester zum Dinner. Hmmm, lecker Pasta beim Italiener. Es war ein schönes Treffen, wir unterhielten uns sehr nett und im Laufe des Abends stellte sich immer mehr heraus, dass ich Ima besser kenne, als ich dachte ;) Nachdem wir Danielle an der Subway verabschiedet hatten, sind Vanessa und ich nochmal zum Times Square gegangen, haben uns mitten drin auf eine Treppe gesetzt, das Treiben um uns herum betrachtet und einfach genossen, dass wir wieder zusammen waren.

Donnerstag schliefen wir ein wenig aus und wollten dann unsere Frühstücksgutscheine, die wir vom Hotel bekommen hatten, im Café einen Blog weiter einlösen. Blöderweise hatte uns keiner gesagt, dass die Gutscheine nur bis 10 Uhr gültig waren, aber die netten Amerikaner sind uns auch hier wieder entgegen gekommen und haben uns 30% Nachlass auf das Buffet gegeben und den Kaffee geschenkt. So haben wir zusammen für unter 10$ gefrühstückt, stilecht im Großstadtdunst, direkt neben der vielbefahrenen 42nd und trotzdem irgendwie gemütlich und entspannt. Wir machten keine großen Pläne für den Tag, wollten einfach durch die City schlendern, ein wenig shoppen und eigentlich auf einen der Wolkenkratzer, um die Stadt mal von oben zu sehen. Da wir wussten, dass das Empire State Building sehr teuer ist, entschieden wir uns auf das Rockefeller Center zu gehen. Ich machte mir vorher Gedanken, wie viel Geld ich bereit wäre, für einen Ausblick zu bezahlen und dachte so an 10-15$. Das fand ich schon großzügig. Schließlich ist es nur ein Ticket für eine Fahrstuhlfahrt auf ein Dach. Nachdem wir uns durch das halbe Gebäude zum Box Office durchgefragt hatten, dann der Schock: 36$! Sechsunddreißig Dollar!!! Ich bin fast vom Glauben abgefallen. Die spinnen jawohl! Dann guckte ich mir die Stadt doch lieber vom Boden aus an. Der Ärger war dann aber schnell vergessen, als wir an der 5th Avenue ankamen und ich mich voll und ganz dem Großstadtflair hingab. Vorher warfen wir noch kurz einen Blick in die wirklich sehr schöne St. Patricks Church, die zwischen den ganzen modernen Hochhäusern irgendwie fehl am Platz scheint. Auch im Inneren war die besinnliche Ruhe, die ich in Kirchen eigentlich immer sehr mag, durch den Schwall an Touristen nicht so wirklich gegeben.

Vor dem Rockefeller Center - die Amis lieben ihr Land einfach und ich kann es irgendwie verstehen St. Patricks Church

Nachdem wir uns von absolut fabelhaften schwulen Männern und sehr kompetenten und freundlichen jungen Frauen super ausgiebig bei Victoria Secret beraten ließen (ich habe endlich einen einfach perfekten BH gefunden und wir haben top Schnäppchen bei der Panty Party gemacht :D), einen fancy Einkauf bei Louis Vuitton tätigten (also Vanessa natürlich, ich eher nicht :D), uns über viel zu enge Latzhosen, die ordentlich die Plautze betonen in der H&M Umkleide kaputt lachten und die protzige Innenarchitektur im Trump Tower belächelten, bummelten wir bei 30°C weiter zur New Yorker Public Library. Was ein tolles Gebäude! Eigentlich wollten wir noch weiter zum Central Park, aber durch die Hitze dann doch ziemlich kaputt,  versackten wir auf dem Weg in einer Bar mit ziemlichen geilen Burgern, fried Pickels, Gin Tonic und IPA. Es war noch relativ früh am Abend, aber zur späteren Stunde geht bestimmt Einiges ab im Johnny Utah’s in dem man sogar Bullenreiten kann. Nach so einem spaßigen Tag in NYC hatten wir plötzlich totale Lust, den „Sex and the City“ Film zu gucken. So ließen wir dann den Abend gemütlich mit Film und Wein im Hotel ausklingen.

Im Trumptower

Endlich wieder vereint Ima kaufte mir Gesichtsmasken, schließlich gehören die zu einem Mädels Urlaub dazu

Freitag hatten wir dann einen ziemlich großen Tag mit vielen Emotionen, Eindrücken und wenig Schlaf. Los ging es mit einem ziemlich trockenen Creamcheese-Bagel, den es für den Frühstücksgutschein gab und der somit immerhin kostenlos war. Dann sind wir mit der Subway Richtung Lower Manhatten gefahren, um das 9/11 Memorial und Museum zu besuchen. Oh boy, was ein emotionaler Vormittag. Es war wirklich sehr besonders, diesen Platz zu besuchen. So ein großes Stück Geschichte, dass man selber miterlebt hat. Auch, wenn ich noch sehr jung war, kann ich mich doch unglaublich gut an diesen Tag erinnern. Ich weiß noch, wie Normen und ich 10 Jahre später die ganze Nacht auf dem Sofa verbracht und sämtliche Reportagen über dieses schreckliche Ereignis angesehen haben. Damals sind bei mir schon einige Tränen geflossen und ich dachte, nun sei ich gut vorbereitet, aber als wir am Ende des Museums angelangt waren, war ich doch ein wenig froh, dass es endlich vorbei war. Viel mehr hätte ich nicht geschafft. Sie haben wirklich sehr gute Arbeit geleistet sowohl mit dem Memorial draußen, als auch mit dem Museum.

Um den Ground Zero wird noch fleißig gebaut

One World Trade Center

Nach diesem emotionalen Brocken, brauchten wir erst einmal beide einen Schnaps, um den Kloß im Hals herunter zu spülen. So bestellten wir uns zu unserem Lunch Burger einen großen Cocktail dazu und als Vanessa dann die Ketchup Flasche in der Hand quasi explodierte, konnten wir beide auch wieder lachen. Vom Ground Zero war es nicht mehr weit zur Staten Island Ferry, die einen kostenlos an der Freiheitsstatue vorbei schippert. So nahmen wir das natürlich auch noch eben mit und genossen die Aussicht auf die Skyline von Manhatten und den leichten Fahrtwind an einem wieder sehr heißen Tag. Bevor es mit der Subway wieder zurück ging, mussten wir noch zur Toilette und wollten uns ein kühles Getränk von Starbucks gönnen. Der nächste Starbucks war in einer ziemlich neuen und modernen Untergrund Mall. Wir mussten ziemlich hilflos aus der Wäsche geschaut haben, als wir uns nach der Toilette umsahen, denn ein Security Mann, fragte uns, ob er uns helfen könnte. Nachdem er uns erklärt hatte, in welcher Richtung die Restrooms lagen, stiefelte er vor uns her und ich meinte noch aus Spaß zu Vanessa: „Was kommt jetzt? Will er mit uns auf’s Klo oder nur die Tür aufhalten?“ Und tatsächlich gingen wir um die Ecke den Restrooms und da stand er und hielt uns die Tür auf. Wir mussten noch immer lachen, als wir die Toiletten schon wieder verlassen hatten. Der Starbucks hatte leider schon zu, aber der Security Mann grüßte nochmal sehr freundlich, als wir an ihm vorbei gingen.

Zurück im Hotel duschten wir uns ab und hübschten uns ein wenig auf, denn für den Abend hatten wir Broadway Tickets für Anastasia. Wow! Nun verstehe ich auch, warum es so besonders ist, eine Broadway Show anzusehen. Das Musical war nicht einfach nur gut, es war großartig und so qualitativ perfekt, dass man schon fast die 15$ für ein Bier gerechtfertigt fand. (Aber auch nur fast!) Denn die Tickets für je 100$ waren vergleichweise eigentlich ziemlich günstig.

Nach dem Musical holten wir uns ein Stück New Yorker Pizza (absolut geil!) und gingen zu einem Irish Pub, um uns dort mit Isabell zu treffen, einem anderen Aupair von Apex, mit der Vanessa schon bei ihrem letzten New York Besuch mit Jana feiern war. Da in dem Pub einfach mal so gar nichts los war, beschlossen wir nach dem zweiten Bier nach East Village/ Lower East Side zufahren. Aus der Ecke kommt die liebe Isabell nämlich und kannte dort eine Bar, in der man auch tanzen konnte. Also auf ins Uber und los. Der Place war ziemlich crowded, es waren unheimlich viele Kerle da und Vanessa und ich waren uns beide einig, dass die New Yorker Frauen definitiv mehr wert auf ihr Äußeres legen, als wir es so gewohnt waren. Die Männer waren jetzt auch nicht ganz unser Beuteschema, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß und tranken ein Bier nach dem anderen. Hatte ich schon erwähnt, dass die Woche auch Fleet Week in New York war? In ganz Manhattan liefen überall Männer (und auch ein paar Frauen) in schneidigen Seefahrer Uniformen herum. Und wir drei Mädels waren uns definitiv einig: Ärsche in Uniformen sind ziemlich heiß! Man war immer schon fast traurig, wenn sie sich zu einem umdrehten, weil die Hinteransicht meist dann doch netter war :D Als wir dann freundlich kurz vor 4 Uhr am Morgen aus dem „Hair of the Dog“ hinaus geschoben wurden (ja, in New York darf man ganze zwei Stunden länger feiern), gönnten wir uns nochmal ein fettes Stück New Yorker Pizza (man hatte mittlerweile schließlich wieder hunger) und machten uns dann irgendwann auf den Heimweg. Zurück im Hotel bin ich nochmal auf unser Hoteldach hinauf (für 0$, statt 36$!) und habe mir die Stadt, die niemals schläft im Morgengrauen angesehen. New York, New York, du bist so laut, dreckig, stinkig, voll mit Menschen, Autos und Wahnsinn, aber doch hast du etwas ganz Besonderes, das ich bisher noch nirgends gesehen habe. Mein Herz hast du jedenfalls gewonnen, auch, wenn ich mir nicht vorstellen könnte, in diesem wilden Treiben zu wohnen. Aber als Tourist komme ich ganz bestimmt wieder :)

Nachdem ich dann am Samstag in den frühen Morgenstunden schon auf dem Dach eingenickt war, bin ich wieder runter und zu Vanessa ins Bett gekrochen. Gegen 10 haben wir kurz geklärt, wann wir eigentlich auschecken müssen. Da ich nun aber eh schon wach war, bin erst duschen und dann unten einen Blog weiter zum Starbucks gegangen, um mir einen großen Kaffee zu holen (ein + für’s Großstadtleben :D). Zurück im Hotelzimmer hatte Vanessa sich dann auch fertig gemacht und wir haben entspannt unsere Koffer gepackt. Diese konnten wir im Hotel für den Tag noch unterstellen. So sind wir dann leicht verkatert in ein Diner gegangen, um erst einmal ausgiebig zu frühstücken. Danach schlenderten wir gemütlich Richtung Central Park. Es war wieder ein sehr heißer Tag und die 9 (!) Biere vom Vorabend hingen uns noch leicht quer im Magen, also haben wir es wirklich ruhig angehen lassen und uns immer wieder hier und da auf einer Bank ausgeruht. Urlaub halt :) Wir waren bei den Strawberry Fields an der Gedenkstelle von John Lennon, aber auch hier war trotz einem Gitarristen, der ganz bedächtig Beatles Songs vor sich hin zupfte, die Stimmung nicht so andächtig, wie sie an einem solchen Platz sein sollte. Es waren einfach zu viele Menschen da und der verrückte Obdachlose, der dort mit seinen Topfpflanzen und seiner Fußmatte hauste, brachte uns mit seiner ziemlich verrückten Art eher zum Lachen und auch ein wenig zum Fürchten, als dass wir uns so richtig auf diesen besonderen Platz einlassen konnten. Es war trotz allem ein wunderschöner Tag und ich habe es sehr genossen durch den sehr überfüllten Central Park zu spazieren, denn auch hier hat man wieder diese ganz besondere Energie dieser fabelhaften Stadt gespürt.

Auf dem Rückweg ging es noch ein letztes Mal über den Times Square zum Hotel, wo wir unsere Koffer abholten und dann ab zum Busbahnhof, um den Bus nach Northvale zu nehmen. Dort hatten wir nämlich einen Schlafplatz für unsere letzte gemeinsame Nacht bei Jennys (Vanessas Hostmom) Schwester. Dort wurde wir sehr herzlich willkommen geheißen, haben den ganzen Schweiß des Tages abgeduscht und uns einen sehr gemütlichen Abend im komplett rosa Mädchenzimmer der sechsjährigen Zwillinge gemacht.

Am nächsten Morgen mussten wir dann natürlich endlich mal richtige New Yorker Bagel frühstücken gehen und die Lisa war so freundlich, uns zu einem sehr guten Laden dafür zu fahren. Obendrauf lud sie uns dann auch noch zum Frühstück ein, dabei wollten wir sie eigentlich als Dankeschön einladen. Aber keine Chance! Auch wenn sie mit ihrer spitzen Zunge ihre Verwandtschaft zur Jenny kaum leugnen kann, ist sie doch so viel entspannter. Dazu war sie einfach nur unheimlich liebenswert und ich habe wirklich selten eine solche Gastfreundschaft erlebt. Gegen Mittag ging es dann wieder Richtung City, dort hingen wir noch ein wenig in einem Café herum (ich hatte ja mein Gepäck dabei) und dann mussten wir schon wieder Abschied nehmen. Dieser viel deutlich schwerer, als der letzte und es sind tatsächlich ein paar Tränchen geflossen. Ich vermisse dich schrecklich doll Vanessa! Die Bay Area (und vor allem das Peso) sind einfach nicht das Selbe ohne dich!

Abgesehen von ein wenig Verspätung und einem seltsamen Sitznachbarn, der ständig sämtliche Oberflächen mit Desinfektionstüchern abwischte, war der Rückflug in einem sehr modernen Flugzeug ziemlich angenehm. Ich sah mir den Film „Coco“ an, hörte Musik und ließ mich von den Wolkenschlössern im Sonnenuntergang verzaubern.

meine liebe Zweitfamilie - sooo schön!

Trotzdem lag ein leichter Schatten auf die Rückkehr in meine geliebte Bay Area, denn irgendwie wusste ich, dass die nächsten Tage nicht leicht werden würden und ich sollte tatsächlich Recht behalten…

Irgendwie blöd, wenn die Stange neben einem leer ist...

Es gab aber nicht nur Schlechtes diese Woche. Arbeitstechnisch war es sehr entspannt.

Seit langem mal wieder Night Night Time mit allen zusammen

Donnerstag hatte ich frei und verbrachte den Tag größtenteils in der City. Ich besuchte im SFMoMA (San Francisco Museum of Modern Art) die aktuelle René Magritte Ausstellung, die mir wirklich sehr gefiel und genoss danach noch ein wenig den Sonnenschein an der Wharf. (So viel Kunst in letzter Zeit. Ich kann wirklich viel für Kunst empfinden) ♥

Mein Face in einem Magritte!

Heute dann aber mein absolutes Highlight: Ich hatte eine erste Scuba Diving Stunde und es war absolut großartig. Die super freundliche Tauchlehrerin war echt cool drauf und ziemlich beeindruckt, wie schnell ich den Dreh raus hatte. „She’s a fish!“ sagte sie zu ihrem Kollegen :D Ich hatte wirklich viel Spaß und meldete mich dann auch direkt für einen Tauchschein an. Es ist zwar nicht billig, aber ich glaube, das könnte echt mein Ding werden! Feedo and the ocean just belong together ♥

Da der Tag noch jung war und ich erst ab 17 Uhr arbeiten musste, fuhr ich spontan bei dem tollen Wetter heute noch in die City, bummelte wieder an der Wharf entlang, gönnte mir ein geiles Avocado Turkey Sandwich bei Boudin und war seit langem mal wieder so richtig glücklich - obwohl ich alleine war.

Morgen ist der Escape from Alcatraz Triathlon, an dem Aba teilnimmt. Ich hoffe, dieses Mal findet er auch wirklich statt. Aba is super excited und wir werden ihn morgen ordentlich anfeuern. Ich freu mich :)

In knapp zwei Wochen geht es für mich schon in meinen Deutschland Urlaub. Langsam freue ich mich doch schon sehr darauf!

Take care guys!

Love, hugs and kisses!

Eure Feedo

MoMa NY

PS: In New York habe ich einen jungen Bauarbeiter gesehen, der "Las Day October 7, 2053" auf seinem Helm stehen hatte. Fand ich lustig :D

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