Sequoia Nationalpark, Livemusic and Tennessee Valley

Donnerstag, 23.11.2017

Hey, Hello, Bonjour, Guten Tag! (Ja liebe Kollegen aus St. Nikolaus, ich habe noch immer ab und an einen Ohrwurm)

Vorweg: Getsern war Halbzeit! Ein halbes Jahr in den Staaten verging so unglaublich schnell!

Nachdem ich euch letzte Woche ja nicht so viel Aufregendes zu berichten hatte, gibt es heute wieder jede Menge Bildmaterial. Am Wochenende war ich mit den Mädels im Sequoia Nationalpark und gestern bei uns um die Ecke im Tennessee Valley wandern. Ich hatte diese Woche Mittwoch und Donnerstag (heute) frei. Diese Woche ist etwas verdreht. Die Kids haben nämlich keine Schule. Es ist Thanksgiving. So hatte ich gestern ein wenig Zeit zum Wandern und nun saß nach einer heißen Dusche schön gemütlich in meinem Zimmer mit einer Tasse Thiele Tee (wie es sich gehört, mit Teezucker und Milch) und tippte fleißig meinen Bericht für euch. Heute war dann die Fotoarbeit dran. Dieser Blog frisst mittlerweile echt viel Zeit. Aber für euch mache ich das gerne :)

Letzte Woche war das Wetter richtig ungemütlich. Es war kalt und nass draußen. Es hat teilweise so stark geregnet, dass ich nachts davon wach geworden bin und morgens eine Regenjacke anziehen musste, um die 5 Meter zum Haus rüber zu laufen. Zum Wochenende wurde es aber glücklicherweise besser.

Mia mit einem Hühnchen auf dem Kopf

Freitag habe ich bei Vanessa geschlafen und wir wollten eigentlich früh ins Bett. Spontan schneite aber eine Einladung auf ein Livekonzert von Trevor ein. Den Trevor haben wir jetzt schon einige Male in der Bar getroffen. Er erzählte uns jedes Mal, dass er bald einen Auftritt hätte und wir unbedingt kommen müssten. Die Einladung kam dann zwar sehr spontan, aber das wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen. „Komm schon Femke, nur eine Stunde!“ Jaja, liebe Vanessa, es war dann am Ende doch etwas später, aber es war echt ein lustiger Abend und ich wollte ja auch endlich sehen, was er so für Musik macht. Peter (Vanessas Hostdad) ist ganz spontan auch mitgekommen. Jenny wollte es ihm zwar ausreden, aber Vanessa und ich fanden die Idee nicht verkehrt, was sich später auch als absolut richtig raus stellen sollte. So sind wir dann mit lauter 90er Musik und Zweimeter-Peter auf der Rückbank in unserem Mietauto, das wir uns für unseren Ausflug zum Nationalpark besorgt hatten, nach Sausalito gefahren. Angekommen, konnten wir den Club erst nicht finden und befürchteten schon, dass es eine Privatparty in einem der Hausboote sein sollte. Google Maps hatte so seine Schwierigkeiten ein Gebäude mitten im Wasser zu finden, denn der Club war quasi ein Bootshaus auf dem Wasser. Endlich gefunden, standen wir dann nicht vor einer Bar, sondern einem privaten Segel Club. An der Tür wollte man dann unsere Namen wissen und wer hätte das gedacht: Wir standen tatsächlich auf der Liste. Einen Moment fühlten wir uns so richtig cool. Dann holte der Türsteher uns von unserer Wolke: „10 bucks each, please!“. Tja, waren wir dann doch nicht so cool, dass wir auf der „for free“ Liste standen. Aber hey, wir standen immerhin auf einer Liste :D Peter stand auf keiner Liste, durfte aber trotzdem mit uns rein und hat auch netterweise bezahlt.  Wir waren zwar erst gegen 20:30 Uhr da, aber Trevor spielte noch nicht. Es wurde von einer Band nur so ein wenig Hintergrundmusik gespielt. Es gab zwar eine ordentliche Bar, aber die Leute in dem Club saßen an Tischen, aßen ihre Burger oder spielten mit Enkelkindern Brettspiele. Wir hatten uns irgendwie was anderes vorgestellt. Nachdem es erst schien, als würde Trevor uns ignorieren, vertrieben wir uns die Zeit und schauten uns mit Peter das Bücher- und Spieleregal an. Peter organisierte Drinks und wir spielten mit ihm Domino. Peter organisierte wieder Drinks und wir setzen uns an einen Tisch. Ich blieb dann bei Kaffee. Ich musste ja schließlich fahren. Trevor fing mit seiner Band an, zu spielen und Peter organisierte Drinks. Auch, wenn der Club irgendwie nur von alten Menschen (die sich teilweise mit Glitzerhaarsträhnchen aufgestylt hatten), Kindern, Hunden und an diesem Abend von Trevors Bekannten besucht wurde, hatten wir doch eine Menge Spaß. Die Musik war nicht unbedingt meine, aber es war gute Livemusik und sowas mag ich bekanntlich ja eigentlich immer. In der Pause stellte sich dann heraus, dass Trevor scheinbar so nervös war, dass er uns am Anfang tatsächlich gar nicht gesehen hatte. Er kam dann nämlich direkt zu uns, hat sich tausend Mal für unser Kommen bedankt und uns einige Leute vorgestellt. Als ich ihm Peter dann als meinen Verlobten aus Deutschland vorstellte, merkte man, dass er noch immer ein wenig durch den Wind war, denn er schien es mir im ersten Moment echt abgekauft zu haben :D Wir klärten ihn dann aber netterweise direkt auf. Die zweite Hälfte konnten wir uns dann leider nicht mehr anhören. Schließlich mussten wir am nächsten Morgen seeehr früh aufstehen. Vanessas wunderschöne neue Handtasche versaute ihr dann noch den Abschluss des Abends, aber das ist eine andere Geschichte ;) Die Drinks von Peter hatten aber gut gewirkt, denn plötzlich kam sie im Auto auf die Idee, wir könnten ja durchmachen. Gut, dass ich nüchtern war und wir dann doch das Bett vorzogen. Als wir endlich eingeschlummert waren, klingelte keine vier Stunden später der Wecker.

Peter and his girls Trevor live Love

Gegen 4:20 Uhr ging es dann erst Richtung Berkeley, um Jana einzusammeln und dann weiter zum Kings Canyon and Sequoia Nationalpark. Fünf Stunden später sind wir am Kings Canyon Visitor Center angekommen und haben Christa und Vici (aus Ross) getroffen. Nachdem wir uns ein paar Karten organisiert und uns erzählen lassen haben, was für Highlights es so gibt, beschlossen wir dann wieder getrennte Wege mit den anderen beiden Mädels zu gehen (fahren). Vici und Christa wollten mehr wandern und wir wollten was schaffen und ein paar mehr Highlights sehen. So sind wir bis zum Sonnenuntergang in beiden Parks umher gefahren, haben hier und da mal gehalten oder kleinere Wanderungen gemacht und ganz viele tolle riesige Bäume gesehen. Der Weg aus dem Nationalpark heraus war sehr lang, kurvenreich und verlor schnell an Höhe. Das fand Janas Magen nicht so toll. Aber die Arme hat sich tapfer geschlagen. Wir hatten über den Tag so viel Spaß! Ich habe lange nicht so viel gelacht an einem Tag. Ob es jetzt über das neue chinesische Restaurant „Take Lahoe“ war (oder meintest du den See „Lake Tahoe“, Jana?!), die Checkliste, ob Janas Bruder jetzt ein guter Fang wäre oder nicht oder nette Aussagen, wie „Noch ein bisschen weiter nach links.“ „Aber dann bin ich doch gar nicht mehr auf dem Foto drauf!?“ „Ja, ich dachte, du wolltest ein schönes Foto!?“ Danke Mädels, es war echt super mit euch! Endlich wieder in der Zivilisation angekommen, gab es ein schnelles (schlechtes) Abendessen bei Mc Donalds und dann sollte es noch immer drei Stunden bis zu unserem Airbnb dauern. Da hatten Vanessa und ich uns beim Buchen irgendwie total vertan. Blöderweise meinten wir dann auch noch den kürzesten Weg, den Google Maps vorschlug,  wählen zu müssen. Schwups war die Zivilisation wieder Geschichte und wir fuhren durch die stockdunkle Nacht (es war Neumond) durchs Gebirge im Nirgendwo. Wieder waren die Straßen bescheiden und Jana musste sich tatsächlich wieder von ihrem Burger verabschieden. Ich glaube, das war die schlimmste Autofahrt meines Lebens. Ich war hundemüde, wir hatten Schiss und es wurden einfach nicht weniger Meilen, die wir noch fahren mussten. Wir waren im Nirgendwo, hatten kein Handynetz, haben zwei ganze Stunden (!) kein anderes Auto gesehen, auf der anderen Straßenseite lagen Steine, die von der Felswand runter gefallen waren und ich hatte die ganze Zeit Angst, dass uns ein Wildtier vors Auto läuft. Tatsächlich haben wir Rehe, eine Babykuh (ja, man könnte auch Kalb sagen – klingt aber nicht so niedlich), ein Opossum, ein Stinktier, ein kleines Häschen und jede Menge Mäuse am Straßenrand, beziehungsweise über die Straße huschen sehen. Natürlich spricht man während so einer Fahrt über Gruselfilme, tragische Autounfälle oder Ängste, dass zum Beispiel plötzlich jemand auf der Straße steht. Endlich beim Airbnb angekommen, bin ich dann auch direkt eingeschlafen. Schön, dass man im Nachhinein über solche Abenteuer lachen kann :D

Spazieren im Baum PoserGeneral Grant - 3rd largest tree in the world Hume Lake  

Am General Sherman (größter Baum der Welt!) haben wir tatsächlich Nina, Vici (aus Mill Valley) und die Jungs getroffen. Die Wahrscheinlichkeit lag eigentlich bei Null, da zum einen der Park riesig ist und zum anderen unglaublich viele Menschen da waren. 

    Großes Treffen am Sherman

Tschüß Sonne und tschüß Nationalpark! Bis Morgen :)

Mehr oder eher weniger ausgeschlafen, konnten wir am nächsten Morgen dann sehen, in welch nettem kleinen Örtchen wir gelandet waren. Bevor es wieder zum Nationalpark gehen sollte, frühstückten wir im örtlichen Diner. Es war wirklich, wie im Film. Cheryl, die Besitzerin kannte jeden aus dem Ort, der Kellner schenkte Kaffee aus seiner Glaskanne nach und wir, als Fremde, wurden erstmal ausgefragt, wo wir herkommen, was wir machen, wo wir hinwollen. Cheryl fand unsere Geschichte so interessant, dass sie sie gleich mit den anderen Gästen im Diner teilen musste. Das Frühstück war echt lecker und preiswert. Und wir wurden direkt am Anfang gefragt, ob wir die Rechnung splitten wollen. „Da muss man erst vier Stunden ins Nirgendwo fahren, um gefragt zu werden, ob man eine getrennte Rechnung haben will!“ Ja Vanessa, scheint so :D

Typical diner somewhere in nowhere nom nom nom

Zurück haben wir uns dieses Mal für den anderen Weg entschieden und mussten lachend feststellen, wir viel unbeschwerter es in der Nacht davor hätte sein können. Die Strecke war total schön. Erst am Lake Isabella vorbei, dann durch ein Tal mit Fluss und später durch unendlich viele Plantagen (Zitronenbäume, Orangenbäume, Avocadobäume, Apfelbäume, Nussbäume und jede Menge Bäume, die wir nicht benennen konnten). Auch an hunderten Fracking-/Ölpumpen sind wir vorbei gefahren. Die gehören leider auch zum kalifornischen Landschaftsbild.

Lake Isabella JanaBeautiful Fall

Wieder zurück im Park sind wir erst auf einem riesigen liegenden Baum herum spaziert, dann durch einen Baumstamm mit dem Auto durch gefahren und zum Schluss einen ordentlichen Hügel hochgekraxelt. Wieder einmal habe ich meine Höhenangst besiegt und wurde mit einer unglaublich schönen Aussicht belohnt.

  Moro RockGar nicht so einfach einen Baum dieser Größe zu umarmen Suchbild: Wo ist Jana?Auf dem Thron der Baumfeen Faxen machen

Ab auf den Moro Rock:

Höhenangst bekämpfen Geschafft! Und wie komme ich jetzt wieder runter?

Auf dem Heimweg gab es noch einen schönen Sonnenuntergang und dann war unsere kleine Reise auch schon zu Ende. Toll war’s! ♥

Nicht nachmachen, Kinder!

Dienstag habe ich die Kids nach dem Mittagessen bei Freunden abgeholt und bevor es um 15 Uhr zum Pool ging, haben wir das tolle Wetter im Garten genossen. Ich werde das kalifornische Wetter nächsten Herbst so vermissen!

Gestern war ich dann im Tennessee Valley wandern. Eigentlich wollte ich endlich mal nach Angel Island, aber glücklicherweise habe ich vorher im Internet gecheckt, wie die Fähre fährt und musste feststellen, dass sie im November nur an Wochenenden startet. Im Tennessee Valley war ich schon einige Male laufen. Nun hatte ich aber meine Kamera dabei, bin noch einen Hügel am Strand hochgestiegen und auf dem Rückweg noch einen anderen Weg hoch Richtung Muir Beach gewandert. Mit Pause war ich drei Stunden unterwegs. Es war super schön und das direkt hier in meiner Nachbarschaft :)

Tennessee Valley

Richtung Muir Beach Ganz oben angekommen! Kaputt, aber glücklich!

 

 

Happy Thanksgiving! Davon erzähle ich euch aber beim nächsten Mal. Gobble Wobble!

Take care guys! Thank you so much for reading all my bullshit :D I appreciate that!

Love,

Feedo

 

PS: Dies ist ein Facebook Post von Rachel, den sie vor nicht ganz zwei Wochen gepostet hat:

"A friend posted something that deserves more attention: Children explore the world. It's their job. That means that girls sometimes choose "boy" colors/toys/clothes and vice versa. Some boys like pink/dolls/tutus. It's all part of normal development that we should encourage.

Even in liberal, progressive, tolerant Mill Valley, I notice kids feeling uncomfortable about choosing items they think belong to the opposite gender. Can we give children the freedom to try different things without shame?

This morning, I gave Mia a new pink fleece nightgown with her favorite Beanie Boo characters on it. Daniel LOVEd it so much, he asked me for one just like it, and I ordered one for him in his size.
He turned to Jonathan and said: "Don't laugh at me because it's a girl nightgown".
Jonathan, without hesitation, said " I won't laugh at you" and Mia echoed "me neither" 
and I said "You can wear whatever you like"

Daniel did not learn to feel shame in this house, but he did learn it somewhere, and I will continue to try and make sure he feels this house is a safe place where he can try things out, express himself in unconventional ways, and know that he is cherished for who he is: a kind, generous, loyal, exceptionally caring individual, who would never harm a fly."

Dem ist nur noch dieses Bild hinzuzufügen:

Look at this proud and happy guy! ♥

Der ganz normale Alltagswahnsinn

Donnerstag, 16.11.2017

Hallo meine Lieben!

Ja, ich weiß: ihr musstet laaaaange warten. Ich hatte irgendwie viel um die Ohren und doch ist nicht wirklich viel passiert, worüber sich das Schreiben lohnen würde. Für diesen Fall der Fälle habe ich euch ja aber schon einmal vorgewarnt. Ich werde euch jetzt etwas über meinen Alltag als Au-Pair erzählen.

Hierzu vorweg: Es handelt sich um meinen Au-Pair Alltag. Für alle Mädels (und Jungs), die ich bisher getroffen habe, sieht der Alltag komplett anders aus. Grundsätze für alle sind aber: Laut Vertrag dürfen wir nicht mehr, als 45 Stunden die Woche  arbeiten. Bei mir kam das bisher auch noch nicht vor. Andere haben Vereinbarungen mit ihren Familien, wie Überstunden bezahlt werden. Normalerweise darf man auch nicht mehr, als 10 Stunden am Tag arbeiten. Rachel hat mich aber ganz am Anfang gefragt, ob es ab und zu mal für mich okay wäre, 11-12 Stunden zu arbeiten. Dafür brauche ich aber auch nicht immer  45 Stunden die Woche  arbeiten. In der Woche müssen wir mindestens 1,5 Tage frei haben und im Monat mindestens ein komplettes Wochenende. Für das ganze Jahr bekommt jedes Au-pair zwei Wochen bezahlten Urlaub und am Ende des Jahres darf man noch einen kompletten Monat im Land bleiben, den viele natürlich zum Reisen nutzen.

Da ich meine Arbeit hier nicht mit der im Kindergarten vergleichen kann, ist es gar nicht so schlimm für mich so viel mehr zu arbeiten. Jetzt gerade arbeite ich zum Beispiel auch. Alle Kinder schlafen aber und ich kann meine Zeit hier frei nutzen. Man hat schon ein wenig mehr Freiräume. Wenn ich nur mit den Jungs alleine beim Karate bin, nehme ich zum Beispiel auch oftmals mein Buch mit. Was mir allerdings mittlerweile aber echt fehlt, sind meine freien Wochenenden, beziehungsweise zwei freie Tage am Stück in der Woche UND URLAUB! Jetzt mag der eine oder andere meinen „Ja, was beschwert sie sich denn? Sie hatte den geilsten Sommer aller Zeiten!“ Ja, stimmt. Keine Frage. Aber gerade im Urlaub mit der Familie hatte ich so gut, wie keinen Tag richtig frei, weil ich ja gerade auf Oahu immer mit der Familie unterwegs war. Ich will mich keinesfalls beschweren. Ich möchte damit nur sagen, dass meine Freizeit sehr kostbar geworden ist, denn viel davon habe ich gefühlt irgendwie nicht mehr. Mir ist bewusst, dass man als Mama auch eigentlich nie frei hat, aber ich denke, für eine Familie Arbeiten ist doch etwas anderes, als Oberhaupt einer Familie zu sein ;)

So, ich musste gestern unterbrechen. Rachel und Scott waren zurück von ihrer Datenight. Übrigens auch fast eine Stunde früher, als geplant. Meistens stehen auf meinem Plan mehr Stunden, als ich am Ende arbeiten muss. Definitiv besser, als andersherum :)

Nun also zurück zu meinem Alltag.

Von Montag bis Freitag sieht mein Morgen immer so aus: Ich fange um 7 Uhr an. Rachel hat dann entweder schon das Frühstück oder das Lunch für die Schule vorbereitet. Ich übernehme dann demnach den anderen Part, während sie mit Milchflaschen nach oben geht, um die Kinder zu wecken. Wenn alle noch tief und fest schlafen gönnt sie ihnen auch manchmal 5 Minuten länger. Oben hilft sie beim Anziehen und Zähne putzen. Zum Frühstück gibt es entweder Joghurt (Oatmeal für Jonathan) und in separaten Schälchen Früchte und Cornflakes. Die Kids lieben natürlich auch Sirup dazu. So kann jeder sich sein Frühstück selber zusammen mixen. An anderen Tagen gibt es entweder Waffeln, Pancakes oder Muffins und dazu einen Frozen Fruchtjoghurt und Früchte. Manchmal macht Rachel auch Eier und Bacon oder French Toast. Rachel und ich essen jeden Tag Oatmeal mit Früchten. Einfach und vielleicht etwas langweilig, aber ich habe mich gut daran gewöhnt :) In ihre Lunchbox bekommen die Kids zurzeit immer ein Croissant mit Käse und für die Jungs auch Turkey und dazu wieder Früchte. Daniel mag auch Salat oder Gurke. Mia hat eine Zeit lang auch ein Eisandwich oder Rührei mitbekommen und Jonathan Schnitzel. Es ändert sich immer, wenn wir sehen, dass die Kids ein paar Tage am Stück nicht mehr gut essen. Manchmal haben sie ein Essen schon nach einer Woche satt, manchmal erst nach einem Monat. Croissantsandwich geht jetzt schon einige Wochen ganz gut ;) Wenn die Kids dann zum Frühstück runter kommen (so gegen 7:20 Uhr), dauert es meistens ein paar Minuten bis ich alle drei am Tisch habe. Meistens spielen sie beim Essen mit Lego, ihren Stuffies oder malen nebenbei. Daher muss ich beim Essen helfen, da sie sonst nie fertig werden. Das gleiche Spiel haben wir auch immer beim Abendessen. Wenn ich etwas benennen müsste, was ich an meinem Job nicht mag, wäre es definitiv die Essensituation. Ich habe schon einige Male versucht, etwas zu ändern, es aber mittlerweile aufgegeben. Die Kinder lieben es, gefüttert zu werden und die Erwachsenen in diesem Haus (mich ausgenommen) lieben es zu füttern. Tja. Andere Länder, andere Sitten. Von Tischmanieren haben die Amerikaner allgemein noch nicht viel gehört :D Zwischen 7:45 Uhr und 8:00 Uhr übt Rachel mit beiden Jungs noch ein wenig Klavierspielen. Dann ist Pottytime :) Pottytime bedeutet, die Jungs gehen nach oben ins Kinderbad und Mia unten ins Gäste WC. Als die Kids mit dem Toilettentraining angefangen haben, gab es wohl das Problem, dass sie nicht lang genug auf dem Klo sitzen bleiben wollten. So haben sie immer ihr IPad auf dem Klo bekommen. Mittlerweile sind alle natürlich trocken und gehen, wenn sie müssen. Die Pottytime zweimal am Tag ist aber noch immer geblieben. So sehen sie ein, dass das IPad sonst tabu ist. Zwischen 8:15 Uhr und 8:30 Uhr heißt es dann Schuhe anziehen und ab zur Schule. Je nachdem, wie gut der Morgen läuft. Meistens bringt Rachel die Kids, weil sie danach gleich weiter zum Einkaufen, Sport  etc. fährt. Dann habe ich ab da erst einmal frei. Wenn ich sie bringe, bin ich meistens so gegen kurz vor 9 Uhr zuhause und habe dann frei.

Mein freier Vormittag unter der Woche: In dieser Zeit wasche ich meine Wäsche, schreibe meinen Blog, gehe Laufen oder ins Gym, skype mit Normen, Freunden oder Familie, plane Trips, treffe Freunde, bastel Geburtstags- (ja, auch schon Weihnachts-)karten, räume auf, gehe shoppen, bringe Post weg u.s.w. Mittwochs (also heute) habe ich um 12 Uhr immer Zumba. Da muss ich auch gleich hin. Ich werde mit diesem Eintrag wahrscheinlich also erst heute Abend fertig. Die Zeit verfliegt immer, wie nichts. Dann ist es auch schon14 Uhr und ich mache mich so langsam auf den Weg nach nebenan. Da suche ich mir dann Snacks für die Kids zusammen (Äpfel, Bananen, Proteinbars (Müsliriegel), Käsestückchen, was halt so da ist) und dann fahre ich zur Schule. Je nachdem was Rachel für den Nachmittag  geplant hat, kommt sie mit oder nicht.

Montags fahren wir nach Hause, ich bade oder dusche die Kinder. Dann haben die noch bis 15:40 Uhr freie Spielzeit und dann fahre ich zum Karate. Manchmal kommt Mia zum Zugucken mit. Manchmal lässt Rachel sie zuhause bei sich. Oder ich bleibe mit Mia zuhause und Rachel fährt mit den Jungs. Um kurz nach 17 Uhr gibt es dann Abendessen. Gegen 17:40 Uhr ist wieder Pottytime. Ich räume in der Zeit die Playarea auf und kümmere mich um das schmutzige Geschirr. Um 18 Uhr werden Zähne geputzt. Dann lesen wir gemeinsam in einem der Zimmer. Jeder darf sich entweder eine Geschichte oder ein Kapitel aus einem Lexikon aussuchen. Um 18:30 Uhr geht jeder in sein Zimmer und das große Licht geht aus. Nun bekommt jedes Kind noch 10 Minuten mit einem Erwachsenen alleine. Um 19 Uhr ist Schlafenszeit und ich habe frei. Im Schnitt haben Ima und Aba einmal die Woche Datenight. Dann arbeite ich bis 22 Uhr. Mia und Daniel schlafen in der Regel recht früh. Jonathan liest immer noch mit einer Taschenlampe in seinem „Picturepedia“ Lexikon bis wir ihm sagen, dass jetzt Schlafenszeit ist (meistens so zwischen 19:30 und 20 Uhr).

Dienstags geht es direkt von der Schule zum Pool. Dort haben alle erst freie Spielzeit und dann um 16 Uhr 30 Minuten privaten Schwimmunterricht (alle drei zusammen mit einer Lehrerin). Danach dusche ich die Kinder, sie bekommen ihre Pyjamas an und es geht ab nach Hause zum Abendessen.

Mittwochs kommen wir nach der Schule nach Hause und um 15 Uhr kommt die Klavierlehrerin für Daniel und Jonathan. Sonst haben wir Freizeit zuhause. Um 16:30 Uhr werden alle Kinder geduscht oder gebadet. Dann nach dem Abendessen ist wieder das übliche Abendritual.

Donnerstags geht es nach der Schule wieder direkt zum Pool. Die Jungs können die ganze Zeit frei spielen. Mia hat um 16:10 Uhr 30 Minuten Schwimmunterricht in einer Gruppe. Danach ist alles immer etwas knapp von der Zeit, daher müssen wir uns mit dem Abendessen immer etwas beeilen, damit wir alles rechtzeitig schaffen.

Freitags nachmittags ist tatsächlich nichts. Dann bleiben wir entweder zuhause, fahren zum Spielplatz oder ins Discovery Museum.

Samstags fahren wir gegen 10:40 Uhr immer nach San Francisco. Da machen die Kinder eine Stunde Sport. Sie sind in einer Parkour Kindergruppe bei „Acro Sports“. Davon hatte ich schon einmal berichtet. Danach machen wir meistens noch irgendwas anderes. Mal bleiben wir in die Stadt und gehen in eines der vielen Kindermuseen. Einmal sind wir zu einer Science Fair (Wissenschaftsmesse) für Kinder nach Sonoma in den Norden gefahren. Selten geht es auch einfach nach Hause.

Sonntags war bis vor kurzem noch eine Stunde Basketballtraining am Mittag für die Jungs. Das hat Rachel jetzt aber vorerst gecancelt, weil ein freier Tag in der Woche doch einfach mal ganz nett ist.

Die üblichen Tagesrituale werden auch am Wochenende eingehalten. Die Kinder dürfen den Vormittag aber im Pyjama bleiben. Nach dem Frühstück skypen Rachel und die Kids gerne mit Saba und Safta (Opa und Oma aus Israel).

In der Regel arbeite ich samstags von 9 oder 10-19 Uhr. Manchmal aber auch sonntags von 12 bis 21 Uhr. Das variiert wöchentlich.

Rachel und Scott haben ein Au-Pair, weil sie mit drei fast gleichalten Kindern Unterstützung im Alltag brauchen. Rachel ist eine Vollzeitmama, liebt ihre Kinder über alles und will möglichst viel von ihnen miterleben. Sie engagiert sich viel in der Schule, kocht täglich frisch, versucht ihren Kindern gute Grundsätze zu vermitteln, ihnen das Beste zu ermöglichen und ist so oft, wie es geht beim Schwimmen, Karate etc. dabei. Beim Schwimmen ist es alleine auch immer ein Akt alle zügig fertig zu machen. Es geht zwar, aber zu zweit ist es wesentlich einfacher. Es ist auch schön, wenn Mia nicht alle Aktivitäten der Jungs begleiten muss und bei einem Erwachsenen zuhause bleiben kann. Wenn wir bei größeren Veranstaltungen oder in großen Museen sind, bin ich auch immer froh, dass wir zu zweit sind. Böse Zungen könnten behaupten „Warum ein Au-Pair? Sie arbeitet doch nicht.“. Ich kann es verstehen. Der Alltag sieht hier total anders aus, als bei uns. Zum einen sind die Kinder bei tausend verschiedenen Aktivitäten angemeldet, dann kennen die Menschen in Kalifornien es einfach nicht, mal einen Tag zuhause zu bleiben und nichts zu machen und dann wäre da noch, dass es wirklich schwer ist, drei gleichaltrigen Kindern immer gerecht zu werden. Außerdem können sie es sich auch einfach leisten ;) Rachel versucht alle zwei bis drei Wochen jedem Kind einen Solo Nachmittag zu ermöglichen. An diesen Tagen holt sie dann immer eines der Kinder von der Schule ab und macht irgendwas Besonderes (je nach Wunsch des Kindes Bowling, Shoppen bei Toys „R“ Us, Creativity Museum, Trampolinpark, …), während ich die planmäßigen Aktivitäten des Tages bis zum Abendessen alleine mit den anderen beiden mache. Sie ist auch hier sehr gerecht und macht das nur, wenn wir alle drei in einer Woche auch wirklich unter den Hut bekommen. Ich arbeite sehr gerne mit ihr zusammen. Wir sind ein gutes Team. Ich versuche immer, nach ihren Grundsätzen zu arbeiten. Sie fragt mich aber auch immer nach meiner fachlichen Meinung. Da Scott als Arzt im Krankenhaus ja im Schichtdienst arbeitet und auch so irgendwie immer am Arbeiten ist (im Haus, im Garten, an seiner Fitness) sehen wir ihn manchmal weniger und manchmal mehr. Er ist aber auf jeden Fall ein toller Vater, der in seiner wenigen Freizeit so viel wie möglich mit den Kids macht. Wenn er abends da ist, liest er immer mit uns Geschichten und am Wochenende machen er und die Kinder gerne wissenschaftliche Experimente zusammen.

Was war sonst in letzter Zeit? Vorletztes Wochenende haben wir tatsächlich acht Mädels unter einen Hut bekommen und sind alle zusammen ins Silver Peso (unsere Stammbar) gegangen. Zur Krönung ist dann auch noch Peter, Vanessas Hostdad, vorbei gekommen. Der, der uns das Silver Peso empfohlen hat, immer sagt, dass er später noch vorbei kommt, aber nie da war, wenn wir da waren – bis jetzt :D Wir haben uns erst einmal die Sofa Ecke erobert und als Peter dann rein kam und sich zu uns acht Mädels dazu setzte, schaute manch anderer Stammgast nicht schlecht aus der Wäsche :D In der Sofaecke steht auch ein Klavier und Peter berichtete, dass Janis Joplin da wohl früher immer drauf gespielt hätte. Ziemlich cool! Wie immer hatten wir viel Spaß in der Bar. Ein Typ hatte seinen kleinen süßen Hund mitgebracht. Nicht unbedingt ein guter Ort für einen Hund, aber er war definitiv ein Frauen Magnet. Ich bekenne mich für schuldig – ich hatte das kleine niedliche Tierchen auch auf dem Arm und habe ein Angebot zum Hundesitten bekommen, was ich aber dankend ablehnte. Den Samstag waren wir mit immerhin noch fünf Mädels frühstücken und in einer Mall. Sonntag musste ich arbeiten. Ima und Aba waren mit Freunden unterwegs. So habe ich den sonnigen Nachmittag mit den Kids auf einem Spielplatz genossen.

Freitag:

Nina und Vanessa Beweisfoto: Peter war auch da. Mit geschlossenen Augen :D I love you favorite Caligirls <3

Samstag:

Geht mal zu forever 21. Da haben sie tolle Klamotten. Aber wohl eher für eine andere Berufskategorie...

Sonntag:

Twinsister Mia Wer ist wer? Schwer zu sagen! Goofing around!

Letzte Woche Montag war ich mit Nina und Vici am Stinson Beach für ein Fotoshooting. Wer die tollen Bilder sehen möchte, muss bei Facebook gucken. Ich lade sie hier jetzt nicht hoch, da ich ein wenig auf mein Upload Limit achten muss.

Dienstag mit Daniel und Mia im Discovery Museum (Schwimmen ist ausgefallen und Jonathan hatte Soloafternoon mit Ima):

Allein aufgrund dieser Aussicht auf meine Lieblingsbrücke liebe ich das Discoverymuseum

Freitag war keine Schule (Veterans Day) und wir waren auf einer Geburtstagsfeier von einem Freund der Kids. Es war eine Ananasparty mit 37 eingeladenen Kindern plus Eltern bzw. Nannys und einer Zaubershow. Welcome to America! :D

Das Lieblingsstuffy vom Geburtstagskind ist seine Emojiananas. Da war das Thema naheliegend. Torte Geschenk vom Zauberer

Letztes Wochenende musste ich Samstag arbeiten. Wir waren nach dem Sport im Creativity Museum. Ich war das erste Mal mit. Es war ziemlich cool. In einem Raum konnte man zum Beispiel Roboter mit einem IPad programmieren.

Vor dem Museum steht ein Karussell und der Betreiber hatte einfach rosa Augenbrauen :D

Danach waren Christa und Vanessa hier bei mir. Wir haben einen Chilligen gemacht und nur genetflixt. Für die wenigen, die es noch nicht gesehen haben: Guckt euch „Stranger Things“ an. Hammer coole Serie! :) Sonntag hatte ich zwar frei, habe aber um 15 Uhr beim Familienfotoshooting der Duffys in Sausalito vorbei geschaut. Der super Fotograf hat ein paar Aufnahmen von mir und den Kids gemacht und ein paar von mir allein, „für meine Modelmappe“ :D Ich freue mich schon auf das Ergebnis!

Jetzt habe ich euch doch wieder einen halben Roman geschrieben. Aber nun wisst ihr wenigstens ganz detailiert, wie mein Alltag hier so aussieht ;)

Ich freue mich wie immer über Feedback. Danke für eure Treue!

 

Eure Feedo

 

PS: Kein Monat mehr, dann kommt Normen mich besuchen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue!

Bald ist Thanksgiving!

Happy "Hallowine", Happy Birthday, Happy Fall

Freitag, 03.11.2017

… Ja ich weiß, dass es eigentlich Happy Halloween heißen müsste. Als wir aber auf unserer Trick or Treat Tour das erste Haus besuchten, bot der Nachbar den Erwachsenen direkt einen Becher Rotwein und Cracker an. In dem Moment verstand ich, warum die Erwachsenen ihre Kinder so gern durch die Nachbarschaft begleiten. :D Mia fand es auch super komisch und hat mal eben aus "Happy Halloween" "Happy Hallowine" gemacht. Fand ich gut. Mein erstes amerikanisches Halloween war allgemein echt super. Am Morgen habe ich Rachel und die Kinder mit in die Schule begleitet. Zwischen 9 und 10 haben Rachel und ich ein wenig in Daniels Klasse bei Bastelangeboten und beim Aufbereiten des Lunchbuffets geholfen. Um 10 haben sich dann alle Klassen draußen auf dem Hof für eine Halloween Parade getroffen. Die Schule reicht vom Kindergarten bis zur 8. Klasse und alle waren verkleidet, die einen sehr aufwändig, die anderen hatten nur ein lustiges T-Shirt an. Jeder ist an jedem vorbei gelaufen und hat sein Kostüm präsentiert. Es war wirklich cool! Danach haben wir uns von den Kids verabschiedet und sind nach Hause gefahren. Unterwegs mussten wir noch eben beim Supermarkt halten. Natürlich hatten wir noch unsere Kostüme an. Wir waren aber nicht die Einzigen ;)

Ninjababyeule Deko auf dem Weg zur Schule Die Schulleiterin war ein Truthahn Holy Cow Liebe zum Detail: Nicht ein Ron, sondern Ron im Quidditch Outfit Schöne Idee - Ich mag die Schule

 Nach einem frühen Dinner sind wir dann gegen 17 Uhr um die Häuser in der Nachbarschaft gezogen. Rachel wollte eigentlich mit dem Auto in die Nachbarschaft der Schule fahren, damit die Kids Freunde aus der Schule unterwegs treffen. Aber sieh an, die Kids hatten keine Lust schon wieder mit dem Auto irgendwo hinzufahren. So blieben wir hier und Mia maulte zwar erst ein wenig beim Bergauflaufen („I don’t like walking“), aber die Freude über die Süßigkeiten überwog und sie verstand, dass man für seine Treats auch ein bisschen Arbeiten muss. Nach einer Stunde waren wir wieder zu Hause, jeder durfte noch ein paar Süßigkeiten naschen und dann ging es Richtung Bett.

  ... man achte auch Gru mit einem Minion im Hintergrund

„Trick or treat, smell my feet, give me something sweet to eat!“

Ich hatte mir vorgenommen, noch ein wenig weiter unten die Nachbarschaft zu erkunden. Rachel hatte mir nämlich einen Link mit verschiedenen Halloween Hotspots aus der Gegend geschickt und einer davon war am Fuße unseres Berges. Da es mittlerweile stockduster war, musste ich mich etwas aufraffen und als ich dann durch unsere mittlerweile menschenleere Nachbarschaft lief, war ich kurz davor wieder kehrt zu machen. Es war doch etwas unheimlich. Gar nicht mal, weil Halloween war. Eher weil ich plötzlich an die ganzen nachtaktiven wilden Tiere hier in der Gegend denken musste. Aber nein, es war mein einziges Halloween hier in diesem Jahr, so ging ich weiter und unten an der Hauptstraße kamen mir dann auch die ersten Menschen entgegen. Kurze Zeit später hörte ich die ersten Töne der Liveband, von der auf der Internetseite die Rede war und als ich in die Seitenstraße einbog, war plötzlich alles voll mit verkleideten Menschen. Hier wurde auch kein wert mehr auf das Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen gelegt. Die Band, die aus Vätern aus der Nachbarschaft besteht, spielte munter vor einem Lagerfeuer. Einige blieben stehen, andere zogen weiter von Haus zu Haus, manche tanzten. Es war wirklich schön und ich habe so lustige und coole Kostüme gesehen. Unter anderem hatte sich eine Familie das Thema Käfer vorgenommen. Aufgefallen sind sie mir, weil der Vater eine große Mistkugel vor sich herkickte. Leider konnte ich nicht viele Fotos machen. Es war einfach zu dunkel.

 

Letzten Freitag hatten meine lovely Twins Geburtstag. Es war irgendwie weniger spektakulär, als ich gedacht hatte, aber trotzdem sehr schön. Der Morgen war im Grunde, wie immer. In der Schule wurde in den beiden verschiedenen Klassen der Jungs gefeiert. Da war ich nicht dabei, aber Rachel hat mir von den Traditionen berichtet. Das Geburtstagskind repräsentiert die Erde und läuft je nach Lebensjahren so oft um eine Sonne. Außerdem bringt man Fotos von den letzten Geburtstagen mit, um anzusehen, wie sehr man sich in den letzten Jahren verändert hat. Total süße Ideen :) Der Geburtstag in der Schule scheint ein großes Ding zu sein, denn sogar Aba ist mit zur Schule gekommen. Am Nachmittag gab es statt Geburtstagskuchen dann Eclairs (die hatten sich die Jung gewünscht) und wir haben Happy Birthday gesungen. Die Jungs haben Kerzen ausgepustet und dann wurde der Geschenkeberg gestürmt. Es wurde ein Teil zur Zeit ausgepackt und immer darauf geachtet, dass sie auch mitbekommen, von wem was ist. Von Ima und Aba gab es neben einem kleinen Legoteil ein gutes Mikroskop für unsere kleinen Wissenschaftler. Ein perfektes Geschenk für sie. Danach hatten wir noch ein wenig Zeit, mit den neuen Sachen zu spielen, beziehungsweise haben Daniel und ich ein recht großes Legoding zusammen aufgebaut. Ich habe berichtet, dass das zuhause normalerweise Normens Job ist. Rachel hat garantiert, dass du an Weihnachten ganz sicher auf deine Kosten kommen wirst, Normi ;) Abends sind wir dann schön zum Italiener Essen gegangen. Es war wirklich ein netter Tag mit der Familie.

 

Ich habe den Jungs diese Bilder geschenkt. Als die Kinder im Bett waren, hat Rachel mich in den Arm genommen und gesagt, dass es das beste Geschenk sei, das die Jungs je bekommen haben, weil es so sehr von Herzen kommt. Ich wollte nicht einfach irgendein Spielzeug schenken, davon haben sie genug. Ich wollte was Persönliches machen und hätte nie gedacht, dass es so gut ankommt. ♥

Danach habe ich noch Vanessa und Christa in der Bar getroffen. Christa hatte Besuch von ihrer Mama und ihrer Schwester aus Deutschland. So waren wir echt ein witziger Haufen. Am späteren Abend waren Vanessa und ich zusammen auf der Toilette (wie Frauen das nun einmal so machen) und hatten eine echt lustige Begegnung mit zwei anderen Frauen, die weder sich, noch uns kannten. Es fing alles an mit „Oh wow, du hast so schöne Haut“, ging weiter mit „Wo kommt ihr her?“ und endete mit einer Einladung auf einen Drink von dem Freund der einen Frau, weil sie uns wohl so nett fand auf der Toilette. Verrückte Amerikaner :D

Samstag waren Rachel, die Kids und ich bei einer Science Fair. Der Eintritt war kostelos und es gab so viele coole Dinge für Kinder. Gibt es sowas auch bei uns Deutschland? Es war das Paradies für meine kleinen Forscher und eigentlich kenne ich kein Kind, dem das nicht gefallen hätte!

Am Samstagabend  sind Vanessa, Nina und Vici erst zu mir gekommen und dann ging es weiter ins Nightlife von San Francisco. Warum haben wir das nicht schon eher gemacht? Wir hatten so viel Spaß. Allein die Uberfahrt war super lustig. Nina hat dem Fahrer erzählt, dass sie Tee für ihren Hals in ihrem Starbucksbecher hätte und bot ihm sogar einen Schluck an. Dabei war einfach Bier drin. Glücklicherweise lehnte der Fahrer ab. Sie hat ihm auch direkt seine Handynummer abgeluchst, was am Ende unser Glück war. Eine Ubefahrt nach Hause sollte um die Uhrzeit nämlich auf einmal 90$ (Statt 30$) kosten. Er wollte einfach gar nichts haben, weil es seine Freizeit war. Wir haben ihm dann jeder 10$ gegeben. Aber wieder zum Anfang: Angekommen in San Francisco liefen überall verkleidete Menschen rum, weil natürlich auch viele Halloween Partys statt fanden. Wir tingelten von Bar zu Bar, trafen ein paar deutsche Typen, die alle ein Praktikum bei VW in San Francisco machen und ich war etwas irritiert, denn tatsächlich ist wohl eine Auflage für dieses Praktikum, dass man super gut aussehen muss. Wir standen in Schlangen vor einigen Bars, an manchen sind wir einfach vorbei gelaufen („Wir waren eben schon drin“ „Achja, ihr wart nur eine Rauchen, richtig?“ Klar, 4 Stunden…). In der einen Schlange hat Vanessa Marty Mcfly geheiratet. (Keiner weiß mehr, wie wir in diese Situation geraten sind.) Wir haben immer wieder den gleichen Woody von Toystory getroffen. Man grüßte sich am Ende schon. In der einen Bar liefen auf den Fernsehern an den Wänden die ganze Zeit Pornos – das war ziemlich seltsam, weil es sonst eine ziemlich coole normale Bar war. Wir haben sämtlichen Leuten erzählt, dass die Mädels Schwedinnen sind und ich aus Irland komme. Das hat uns jeder direkt abgekauft (und als Vanessa auf einmal auf Schwedisch angesprochen wurde, hat sie sich einfach weg gedreht :D). Bei einem Zwischenstopp bei Mc Donalds stand der Weihnachtsmann vor uns in der Schlange und das Stück Pizza, dass wir uns noch vor unserer Heimfahrt gegönnt haben, wurde von völlig Fremden bezahlt. Allgemein haben wir eigentlich nur nette Menschen getroffen, die einfach nur Spaß haben wollten. Man hat sich mit allen unterhalten und zusammen gelacht. Zwischendurch habe ich mit Normen telefoniert und ständig kam jemand an meine Seite und hat ihn voll gelabert. Er fragte immer, wer das gerade war, aber ich hatte keine Ahnung. :D Die Kalifornier sind schon alle echt gesellige Leute :)

Sonntag haben Vanessa und ich ordentlich ausgeschlafen, sind schön Mittagessen gegangen und dann noch ein wenig durch Sausalito gebummelt. Am Abend gab es ordentlich Pizza und ein paar Folgen „Sex and the City“. Was ein schöner freier Tag :)

Montag war ich in meiner freien Zeit am Vormittag spontan mit Nina, Vici und ihrem Hund ein wenig wandern am Mount Tamalpais. Die letzten Sonnenstrahlen muss man schließlich genießen.

Vorgestern habe ich mir unterwegs einen Starbucks Kaffee gegönnt und musste feststellen, wie sehr es doch auch hier alles Schlag auf Schlag geht, als ich den mit Weihnachtmotiven bedruckten Becher in meiner Hand hielt. Gibt es in Deutschland auch schon Lebkuchen Latte? Hier haben sie andere verrückte Weihnchtssorten, mit Eggnog zum Beispiel. Heute regnet es auch einfach und es war schon die ganze Woche ziemlich kalt. Gestern habe ich mir erst einmal eine Jacke gekauft. Happy fall!

Nun steht wieder ein Wochenende vor der Tür und ich merke mit dem Wachstum des Freundeskreises wird auch die Planung der Wochenenden schwieriger. Luxusprobleme. Ich freu mich auf euch Mädels!♥

Love and Hugs,

Feedo

 

PS: Danke für all die Lieben Gedanken und Wünsche für meine Oma. Es geht ihr tatsächlich schon viel besser. Sie ist jetzt in der Reha und macht ordentlich Scherze: „Ich habe mir angesehen, wie die ALTEN Menschen sich mit den Füßen mit ihrem Rollstuhl fortbewegen. Nun muss ich nicht immer die Schwester rufen.“ Sie ist wirklich eine Kämpferin! Ich hab dich lieb, Oma!♥

Surf Outing Weekend Part 2 - Surfen und Los Angeles

Montag, 30.10.2017

... Da bin ich wieder :)

In der letzten Woche hatte ich wirklich super Viel um die Ohren und habe einfach keine Zeit gefunden, in Ruhe zu schreiben. Nun aber endlich Part 2 vom letzten Wochenende in Südkalifornien.

Nachdem ich also von Freitag auf Samstag ein wenig mehr schlafen konnte, war ich am Samstagmorgen fit und voll motiviert den riesen Wellen zu trotzen und mich das erste Mal im Meer auf ein Surfbrett zu stellen. Ich nehme es direkt vorweg: Nein, ich habe es nicht geschafft, im Meer auf einem Surfbrett zu stehen. Aber ich habe trotzdem so viel Spaß gehabt, dass es nicht mein letzter Versuch gewesen sein wird. 

Mit dem Samstag bagann auch unsere zweite Weekend Class. Tatsächlich bestand diese nur aus einem Spaziergang zum Strand (den wir sowieso hätten machen müssen - Das Meer kam schließlich nicht zu uns, damit wir darin surfen konnten) bei dem wir die Augen nach Dingen, die wir so noch nie vorher gesehen haben, offen halten sollten und ein paar Dehnübungen und Aufwärmspielchen vorm Surfen. Es war, glaube ich, wirklich noch nie einfacher für ein Aupair, Credits bzw. Pflichtstunden zu sammeln :D natürlich mussten wir auch vorher online ein wenig was für die Class vorbereiten und es gibt jetzt auch noch ein paar Nachbereitungsübungen, aber die Class an sich war wirklich ein Witz.

Am Strand angekommen wusste aber auch keiner so wirklich, ob es jetzt noch Programm für die Class gab oder nicht. Irgendwann fragten wir eine Mitarbeiterin von der Agentur und sie sagte uns, wir sollen ruhig chillen. Schließlich hätten wir für die Class alle schon unterschrieben und wenn die Verantwortlichen mit der Organisation des Programmes nicht in die Gänge kämen, hätten sie halt Pech gehabt. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen. So waren wir ein wenig am Strand spazieren, ich habe viele schöne Fotos geschossen und wir haben uns in der Sonne gerekelt und geschnackt, bis das Surfprogramm losging.

Nina Anni, Natalie, Jorina, Maren, Julia und Natalie Na, gut drauf, Yvette? Wer ist cool und hat seinen eigenen Wetsuit? Standup Paddleboarding für Fortgeschrittene Prima Ballerina Yvette

Die netten Leute von Jp's Surf Camp sollten dann also 80 Aupairs Surfgrundkenntnisse beibringen. Sie waren zwar mit fünf oder sechs Surflehrern da und haben uns in 20er Gruppen aufgeteilt, aber man kann sich ja sicher vorstellen, dass wir doch so ziemlich auf uns allein gestellt waren. Es wäre sicher einfacher gewesen, hätte man jemanden für sich allein gehabt oder in einer kleineren Gruppe, der einem genau erklärt hätte, worauf man achten muss und ich bin mir auch ziemich sicher, dass die Wellen nicht gerade Anfängerwellen waren, aber nun gut. mit einem kleinen Schups von dem einen oder anderen Surflehrer habe ich es immerhin geschafft, auf meinen Knien ein paar Wellen zu surfen. Ich habe zwar auch einiges an Meerwasser schlucken müssen, wurde mit dem riesigen Surfbrett von einigen Wellen umgerissen, habe mein eigenes Surfbrett an den Kopf bekommen, das Surfbrett von anderen an sämtlichen Körperstellen abbekommen, aber auch anderen meins um die Ohren gehauen (die Dinger sind echt unhandlich und die Wellen warten nicht auf einen :D), aber es hat wirklich super viel Spaß gemacht. Ich habe jedenfalls mein Ziele erreicht, mich nicht ernsthaft verletzt, die eine oder andere Welle bekommen und Gefallen am Surfen gefunden. Andere haben sogar geschafft, ein paar Wellen richtig zu surfen, aber ich musste die Hoffnung, ein Naturtalent im Surfen zu sein, leider aufgeben :D

Bis alle Gruppen durch waren, war es später Nachmittag und wir sind gemütlich zurück zum Hotel gebummelt, haben noch in dem einen oder anderen netten Geschäft gestöbert und uns dann entspannt im Hotel für die abedliche Apex Party fertig gemacht. Am besten war Nina: "Wie? Fancy Outfit? Ich habe nur das." und schaut an sich herunter auf ihre Cordlatzhose. Liebe Nina, du warst eine der hübschesten auf der Party! Wer eine Cordlatzhose mit so einer wunderschönen Ausstrahlung und Überzeugung trägt, der punktet auch neben aufgebrezelten und überschmikten Schönchen in Abendmode! ♥ Du bist sowieso einfach die coolste Sau :D

Die Party war dann eher ein Reinfall. Okay, eigentlich war es ein wenig absehbar, aber ein offizieller Part gehört bei so einem großen Event eben auch mit dazu. Es wurden ein paar eher unspannende Reden gehalten, ein paar Aupairs gelobt, die schon das zweite Jahr dabei sind (es wurden aber auch nur die erwähnt, die sich vorher die Mühe gemacht hatten, einige Fragebögen auszufüllen), dann gab es ein viel zu kleines Buffet für zu viele Menschen (angeblich hat der Caterer die Hälfte des Essens zuhause vergessen - aha) und eine Liveband, die zwar ganz coole Musik gespielt hat, aber mir persönlich tut es immer weh, wenn so gute Songs mit vielen falschen Tönen so verhunzt werden. Naja, genug gemeckert. Wir haben das beste aus dem Abend gemacht und uns noch bevor das Buffet wieder aufgefrischt wurde (nachdem sich alle an Chips satt gegessen hatten) vom Acker gemacht ;) Falls das hier zufällig jemand von Apex lesen sollte: Tut mir Leid, aber das ist meine Meinung von dem Abend, was ja sicher nicht heißen soll, dass alle das so empfunden haben.

Auf dem Weg zurück ins Hotel, haben wir noch ein paar Flaschen Wein gekauft und dann unsere eigene Zimmer- bzw. Terassenparty gefeiert. Gut gelaunt ging es dann mit einigen Leuten weiter auf Bartour, erst in eine typisch amerkanische Bar, wie wir sie hier auch kennen und dann in eine mit Tanzfläche und DJ. Ich sage euch, den meisten Muskelkater hatte ich garantiert vom Abzappeln. So viel getanzt habe ich schon wirklich lange nicht mehr. Es war einfach eine super Nacht! Überall wo man sich umgesehen hat, liefen unsere Leute rum, aber auch ein Haufen anderer junger netter Amerikaner, die einfach nur Spaß haben wollten und gut drauf waren. 

I love you Girls!

Ihr könnt euch ja sicher vorstellen, dass auch diese Nacht nicht super lang war und ich mich am Morgen gefühlt habe, wie vom Auto überfahren. Als ich dann nach der Dusche die ganzen blauen Flecken vom Vortag entdeckte, wusste ich auch, woher das Gefühl kam. Als ich so halbnackt vor Jana stand fragte sie, was ich da unter meiner Brust hätte. Zwei riesige Muttermale? Nein, es waren einfach zwei riesige fast schwarze Blutergüsse. Aua! Ich bin einfach zu alt für diesen Kram. Nein Quatsch, auch wenn ich das älteste Aupair am Wochende war, habe ich mich nicht so gefühlt :) (Höchstens daran, dass ich die ganze Woche gebraucht habe, um mich vom Surf Outing zu erholen.) 

Wenn ich so zurück denke, könnte man aus allem, was da passiert ist und was man so aufgeschnappt hat, sicher einen lustigen Film drehen. Auf meiner Stichpunktliste für meinen Blog stehen noch Dinge, wie "Whiskey im Flachmann - anders hält man das Gelaber der Alten ja nicht aus", "Sex im Auto auf dem Parkplatz einer Kirche" und ähnliche verrückte Sachen, die ich gerade hier nicht so richtig unter bringen kann. Es war wirklich eine Art Klassenfahrt mit fast nur abenteuerlustigen und coolen Leuten :D

Nach einem schnellen Frühstück am Sonntagmorgen haben wir unsere Koffer ins Auto geschmissen und sind in einem der beiden Reisebusse nach Los Angeles gefahren. Dort sind wir erst mit dem Bus ein wenig durch Downtown geeiert und haben dann an einem Aussichtspunkt gehalten, an dem man einen ganz guten Blick auf den Hollywood Schriftzug hatte. Dort waren wir dann auch kurz wieder mit den anderen Mädels vereint, konnten ein paar alberne Fotos machen und ich durfte ein paar hübsche Aufnahmen von meinen wunderschönen neuen Modelfreunden Nina und Vici machen. ♥

Hollywood Vici Ich war auch da! Nina

Feedo, Nina, Jule und Yvette

Danach ging es weiter zum Walk of Fame. Dort hatten wir eine ganze Stunde Freizeit, was defnitiv viel zu kurz war. Ich bin sehr froh, dass ich mir mit Normen im Dezember ein wenig mehr Zeit in Los Angeles nehmen kann.

Jana Bumblebee macht Pause

Einen letzten Stopp haben wir dann am Farmer's Market zum Lunch gemacht. Dort hatten wir auch noch ein wenig Freizeit und dann hieß es Abschied nehmen, da der eine Bus von da aus direkt weiter zum Flugahfen gefahren ist, während wir ja zurück nach San Clemente fahren mussten, um die Auto für die Heimfahrt in die Bayarea zu satteln. Ich hatte lange nicht einen so schweren Abschied. Danke Yvette und Jule! Ihr seid ganz tolle Mädels und ich bin sehr froh, dass ich euch kennen lernen durfte. Ich hatte eine tolle Zeit mit euch und ihr wisst ja, man sieht sich immer zweimal im Leben (oder dreimal, Yvette). Ich werde alles daran tun, euch in meinem Reisemonat in Washinton, D.C. zu besuchen! ♥

nom nom nom Beste Abkühlung bei 34 Grad

Gegen 16 Uhr ging es dann mit dem Auto Richtung Heimat. Die Fahrt war laaaaaaaang. Wir sind zwar sehr gut durch gekommen, aber wir waren einfach alle fertig, dann wurde unsere Fahrerin noch von einer Wespe gestochen und ich glaube wir waren alle einfach nur noch froh, nach über 9 Stunden Fahrt endlich im Bett zu landen. Da ich am Montag dann wieder um 7 Uhr für zwei Stunden arbeiten musste, hatte ich in der zeit, als die Kinder in der Schule waren, erstmal ein wenig Schlaf nachzuholen.

Was die Woche dann sonst noch so war (Geburtstag meiner Zwillinge, Feierei mit Vanessa, Vici und Nina in San Francisco, ...), berichte ich euch beim nächsten Mal. Ich hoffe, dass ich es bis Mitte der Woche schaffe :)

Bevor ich Tschüß sage, noch ein paar Fotos aus der Woche vor dem Surf Outing:

Freitag, der 13.10. war einer der Tage, an dem der Rauch des Feuers besonders heftig zu uns herüber zog. Ich habe die Indoor Zeit mit den Kids genutzt, um Kekse zu backen :)

Glücklicherweise konnte das Feuer mit Hilfe des Regens letzter Woche endlich gelöscht werden. Normen und mir ist aufgefallen, dass in den Nachrichten gar nichts davon berichtet wurde. Tja, wieder ein gutes Beispiel, dass in den Nachrichten eben doch hauptsächlich die schlechten Meldungen verbreitet werden.

Macht's gut ihr Lieben und danke für's Lesen! ♥

Eure Feedo

 

Surf Outing Weekend in San Clemente Part 1

Donnerstag, 26.10.2017

Hello, hello!

Überall blaue Flecken, Muskelkater und unendliche Müdigkeit –so ging es mir in der Nacht von Sonntag auf Montag, als wir ca. 9 Stunden von San Clemente zurück nach Mill Valley gefahren sind. Aber das Wochenende hat sich gelohnt und ich hatte unglaublich viel Spaß!

Mittlerweile verblassen die blauen Flecken ein wenig, der Muskelkater schwindet und die Müdigkeit ist nicht mehr ganz so extrem. Trotzdem ist diese Woche irgendwie stressig und ich habe das Gefühl, ich schaffe nichts. Freitag haben die Zwillinge Geburtstag und obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, ihre Geschenke nicht auf den letzten Drücker fertig zu machen, bin ich jetzt irgendwie trotzdem in der Situation, dass ich morgen meine ganze Freizeit opfern muss, um meine Kunstwerke für die Jungs fertig zu bekommen.  Aber wer hätte auch gedacht, dass es so schwer sein würde, ein Set mit Acrylfarben zu kaufen!? Naja, jetzt habe ich alles zusammen und schaffe es hoffentlich, alles bis Freitag fertig zu bekommen. Das Ergebnis seht ihr dann beim nächsten Eintrag.

Bevor ich nun vom Wochenende berichte, an dieser Stelle erst einmal ein recht herzliches Dankeschön für all euer Feedback! Ich freue mich weiterhin über jeden einzelnen Kommentar. Wenn ich es richtig verstanden habe, darf ich weiter so ausführlich weiter tippen, meine Fotos mögt ihr auch (außer dir Henning, du Kunstbanause) und ich darf demnächst mal über meinen stinknormalen Alltag berichten (Dieses Mal habe ich genug Futter. Das hebe ich mir für langweiligere Zeiten auf.) Den Wunsch nach einem Beitrag auf Englisch möchte ich leider nicht erfüllen. Es gibt einige liebe Menschen, die meinen Blog lesen und wenig bis kein Englisch verstehen. Außerdem schlage ich mich hier beim Sprechen vielleicht ganz gut durch, grammatikalisch und auch vom Wortschatz her fühle ich mich aber nicht in der Lage, einen lesenswerten Bericht zu schreiben. Mir dauert es schon auf Deutsch lang genug. Ich brauche pro Eintrag nämlich mit allem drum und dran (Fotos sortieren, nach Rechtschreibfehlern gucken – ich weiß, ich finde nicht immer alle, Sätze umbauen, Synonyme finden, Unterlagen nach Namen von Orten, Restaurants etc. durchsuchen u.s.w.) so drei bis fünf Stunden. Ich hoffe, das reicht alles als Ausrede ;)

Nun aber zum verlängerten Surf Wochenende in Südkalifornien. Hier sind noch ein paar Bilder von Mittwoch:

Nach einer recht kurzen Nacht (wir mussten noch auf unsere dritte Mitbewohnerin warten), sind wir am Donnerstagmorgen fit, munter und total motiviert Richtung Veranstaltungssaal, indem unsere Class statt finden sollte, marschiert. Man hätte sich auch ein Uber (günstigeres Taxi) nehmen können, aber die armen Aupairs sparen lieber ihr Geld. Tatsächlich tat die halbe Stunde Laufen an der frischen Luft auch echt gut. Auf dem Weg haben wir uns noch ein Sandwich beim Seven Eleven gekauft und bei der Class gab es dann tatsächlich auch anständigen Kaffee. Natalie und ich haben uns zu den Mädels, mit denen wir am Vorabend essen waren, gesetzt. Mit Yvette war ich vorher tatsächlich schon in einer Whats App Gruppe. Wir haben uns beim Vorbereitungsseminar in Hamburg kennen gelernt. Yvette und die liebe Jule leben derzeit in Washington D.C. – soooo weit weg leider :( Sonst hatten wir noch eine weitere Natalie, Julia, Jorina und die coole Nina am Tisch. Der Inhalt der Class war so naja. Unsere Dozentin hat sich sehr gerne reden gehört, war so wohl von außen, als auch innen eher künstlich und tatsächlich könnte ich euch nicht wirklich viel vom Inhalt berichten, weil es einfach viel Blabla war. Den Kurs „Communication Leadership“ hat sie wohl schon für ganz große Tiere aus der Business Branch gegeben. Sie erzählte von Weltkonzernen, wie Coca Cola etc. und sie unterrichtet an der UCLA. Klingt alles cool, aber Meins war es nicht so. Trotzdem hatten wir viel Spaß an unserem Tisch und nach dem Ende dieser Class kam sogar eine Mitarbeiterin von Apex zu uns und sagte, wir seien ihr Lieblingstisch gewesen, weil wir so toll mitgemacht hätten und ob wir uns alle so gut kennen würden. Naja, tatsächlich kannten wir uns alle fast gar nicht, aber haben ja scheinbar alles richtig gemacht . Wenn ich so zurück denke, kann ich mich hauptsächlich daran erinnern, dass wir auf die Pausen hin gefiebert haben und an nette Gespräche in den Pausen und dass wir, wie schon früher in der Ausbildung, bei Aufgaben immer recht spontan improvisiert haben.

Am Donnerstagabend wollten wir nicht wieder Essen gehen, sondern haben überlegt, lieber mit mehreren Leuten zusammen im Hostel zu kochen, um etwas Geld zu sparen. Was soll ich sagen? Das hat gut geklappt. Nach einem Spaziergang zum Strand, sind wir wieder zurück zum Motel gelaufen, haben uns eben frisch gemacht und sind dann weiter zum Hostel gegangen. Ein paar andere Mädels haben eingekauft und als wir am Hostel ankamen, hatten ein paar liebe Küchenfeen schon Nudeln und Tomatensoße gekocht. Dazu gab es Wein aus dem Tetrapack und alle wurden satt und waren zufrieden für unter 4$ pro Person. Was will man mehr? Nachdem fast alle im Bett waren, haben Jorina, Natalie und ich noch eine kleine Küchenparty mit einem anderen Hostelmitbewohner gefeiert. Wenn der Alkohol erstmal wirkt, spricht sich das Englisch doch immer gleich viel flüssiger. Somit ging es für mich in der Nacht auch wieder erst nach 2 Uhr ins Bett. Wer braucht schon Schlaf!? Cynthia, unsere liebe Mitbewohnerin jedenfalls nicht. Sie war nämlich erst um 5 Uhr zuhause und um 7 Uhr ging der Wecker. Es war wirklich ein wenig, wie auf Klassenfahrt :D

Nina, Yvette und ich - wuhu, mein erster Boomerang :D

Im Hostel:

Natürlich haben wir an dem Morgen nicht geschafft, zu laufen. Somit sind wir zum Hotel, indem wir für die nächsten beiden Nächte schlafen sollten, geubert, haben uns da was vom Frühstücksbuffet gemopst (obwohl wir noch gar keine Hotelgäste waren – böse böse!) und sind dann rüber zur Class gegangen. Zum Glück gab es wieder guten Kaffee, sonst hätte das sehr böse ausgehen können. Am Nachmittag hatten wir etwas Freizeit (die Class war vom Stundenaufwand echt ein Witz) und konnten entspannt einchecken. Ich hatte tatsächlich noch gut eine Stunde das Zimmer für mich allein und konnte die Beine hochlegen, bis meine liebe Jana aus der Bayarea endlich angekommen ist. Unsere beiden anderen Zimmerkameradinnen kannten wir nicht und hatten eigentlich auch kaum was mit ihnen zu tun. Man war ja doch eher nur zum Schlafen auf den Zimmern. Nachdem wir uns in die Promotionklamotten von Apex geschmissen hatten, ging es dann wieder runter zum Strand. Dort durften wir dann nochmal ein wenig arbeiten und mussten einen Flashmob tanzen, der für das Werbevideo von Apex aufgezeichnet wurde. Danach wurde am Strand gechillt bis es stockduster war. Es gab einen Feuertänzer, ein Lagerfeuer und s’mores (Marshmallow Sandwiches - s’more: I want some more). Die meisten Mädels sind an dem Abend noch auf Bartour gegangen. Ich brauchte aber wenigstens eine Nacht Pause und habe die Nacht tatsächlich noch meine 7 Stunden Schlaf bekommen, was mir echt den Hintern gerettet hat :D

Ein echter Surferboy - Da muss man doch direkt ein Foto machen!

… to be continued…

 

Viel Rauch in Mill Valley und Tag 1 in San Clemente

Mittwoch, 18.10.2017

Hallo oder besser “Prost!” aus einem Irish Pub in San Clemente!

Natürlich habe ich es nicht mehr geschafft, vor heute zu schreiben. Ich schreibe euch daher jetzt nach einem langen Traveling Day aus diesem Pub. Ich hoffe, ich bekomme es gleich hin, euch das auch zu posten und schreibe nicht alles umsonst. Meinen Laptop habe ich nämlich zuhause gelassen und will euch aber trotzdem auf einen aktuellen Stand bringen. Da ich die nächsten Tage aber sicher wieder viel erleben werde, wird der Eintrag garantiert zu lang, wenn ich erst nächste Woche wieder schreibe. Ich habe tatsächlich jetzt nämlich schon von den ersten Leuten gehört, dass sie es nicht schaffen, meinen Blog zu lesen, weil die Einträge zu lang sind. Sorry dafür. Ihr Lieben, ich erzähle und erzähle und ich mache das wirklich gerne, aber ich bekomme so wenig Feedback. Ich freue mich natürlich, wenn ihr mir sagt, dass ihr meinen Blog gerne lest oder gerne die Bilder anschaut, aber ihr dürft auch gerne Kommentare hinterlassen und mir mitteilen, was euch besonders gut gefallen hat oder was ihr vielleicht eher uninteressant oder langweilig fandet. Ich wollte demnächst zum Beispiel gern mal berichten, wie mein Alltag in der Regel hier so aussieht. Interessiert euch das überhaupt? Ich freue mich wirklich immer sehr über Feedback und jeden einzelnen Kommentar :)

In meiner letzten Woche war ich mal so richtig faul. Ich habe die schlechte Luft gerne als Ausrede genutzt und eine kleine Sportpause eingelegt. Auch mit den Kids waren wir viel zuhause. Der Pool war geschlossen, die öffentlichen Schulen auch (zum Glück gehen meine Kids auf eine Privatschule - die war offen) und Outdooraktivitäten waren auch tabu. Das Feuer regiert die Bayarea zur Zeit extrem. An manchen Tagen ist der Himmel zwar klar, weil der Wind gut steht, aber die Luftqualität ist trotzdem ziemlich schlecht. Seit Montag bin ich nun auch glückliche Besitzerin eines Luftfilters. Allerdings hat Rachel wieder raus hängen lassen, dass sie zu den eher armen Leuten aus Mill Valley gehört und hat nicht die Luftfilter von Dyson für jedes Schlafzimmer gekauft (für 600$ pro Stück).
Es ist wirklich verrückt, wie reich hier manche Leute sind und vor allem wie sie es raushängen lassen, beziehungsweise für welchen Sachen sie einfach viel zu viel Geld bezahlen. Ein Haarschnitt soll 180$ in Mill Valley kosten. Ja! Nur der Schnitt! Danke liebe Sonja, dass du mir die Spitzen geschnitten hast! Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen!
Die Feuer in Napa County geben auch Anlass, über unsere Notfallpläne zu sprechen. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man genau bespricht, was Plan A oder Plan B ist, was zu tun ist, wenn das Feuer schon an die Tür klopft und was zu tun ist, wenn wir es in der Ferne sehen. Aber andererseits ist es auch sehr beruhigend, dass meine Hostparents auf alle Fälle vorbereitet zu sein scheinen. Scott hat wirklich alles Notwendige, um mit uns spontan ein paar Tage in der Wildnisse zu campen. Also wenn die Zombie Apokalypse wirklich einmal kommen sollte, hoffe ich, dass ich zu der Zeit bei den Duffy’s in Mill Valley bin :D
Ihr braucht euch aber wirklich keine Sorgen zu machen, die Feuer sind zwar noch nicht unter Kontrolle, aber sie sind auch noch sehr weit weg. Wir sind also wirklich nicht in Gefahr, so lange keiner meint, in unserer Nähe unachtsam eine Zigarette ins Gebüsch zu schmeißen.

So, nun bin ich aber in San Clemente. Hier in der Nähe gibt es wohl auch ein paar Wildfeuer, aber das ist hier in Südkalifornien wohl auch normal (ähnlich, wie im Yosemite Nationalpark) und sie sind lang nicht so groß. Ich bin hier, weil ich meine Unistunden absitzen muss. Jedes Aupair ist verpflichtet 60 Collegestunden oder 6 Credits an einem College/ einer Uni zu sammeln. Unsere Agentur hat die jährliche Werbeveranstaltung im Wohnort der Gründerin dazu genutzt, einen Kurs anzubieten, der alle Stunden in einem verlängerten Wochenende abdeckt. Im Programm sind ein Surfkurs und eine Sightseeingtour in Los Angeles inklusive. Mit 750$ + Anreise und Hotel für 2 von 4 Nächten war ich dabei (500$ davon für das Uniprogramm mussten meine Hostparents übernehmen). Das klang nicht schlecht und bisher kann ich mich auch nicht beklagen. Mal sehen, was ich euch dann nächste Woche zu berichten habe, denn zu diesem Programm haben ehemalige Aupairs sehr geteilte Meinungen. (Nur Werbung! Man bekommt nichts für sein Geld! Die nutzen einen nur aus!....)
Natalie und ich sind heute gegen 13:30 Uhr in Santa Ana gelandet, hatten super lecker Lunch im “Bruegger’s Bagel” (der wohl leckerste Bagel, den ich bisher gegessen habe) und sind dann für nur 5$ mit drei verschiedenen Bussen zu unserem Motel in San Clemente gefahren. Dort wurden wir von einem richtigen Surfer Dude empfangen und ich hatte echt mit einer Bruchbude gerechnet, aber das Zimmer ist total schön und super sauber. Nach einem kurzen Ausflug zum Strand sind wir dann zum Dinner in ein typisch amerikanisches Restaurant gegangen und haben dort noch zwei andere Aupairs von der Agentur getroffen. Da gab es dann tatsächlich noch einen der leckersten Burger, die ich je gegessen habe. Was ein erfolgreicher Tag der kulinarischen Genüsse :D Zwischen Restaurant und Motel ist diese irische Bar in der wir nun sitzen. So war es naheliegend hier den Rest des Abends zu verbringen und so schließt sich der Kreis. Hier sitze ich nun also bei meinem mittlerweile dritten irischen Bier und tippe, was das Zeug hält. Leider ist es kein irischer Pub, wie man es normal kennt, sondern einfach eine typisch amerikanische Bar mit mehreren irischen Biersorten. Und auch das Mikrofon bei dem ich dachte, es sei für Livemusiker, stellte sich als Stand-Up Comedian Mikrofon heraus. War aber auch mal lustig. So habe ich wieder eine typisch amerikanische Sache kennen gelernt, die man nur aus Filmen oder Serien kennt.
Nun müssen wir aber Richtung Bett. Schließlich müssen wir morgen studieren :D

Bilder gibt es dann beim nächsten Eintrag, wenn ich meinen Laptop wieder zur Hand habe. Über’s Handy lässt sich leider sehr schlecht am Blog arbeiten.
Take care!
Danke für’s Lesen (auch ohne Bilder).

Love,
Feedo

Besuch aus Deutschland, Alcatraz und Fleet Week

Montag, 09.10.2017

Hallo meine lieben LeserInnen,

es tut mir super Leid! Ich war furchtbar faul letzte Woche. Es lag vielleicht daran, dass ich letztes Wochenende komplett durch gearbeitet habe und mein normaler Rhythmus dadurch ein wenig aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Nun habe ich also eine ganze Menge zu erzählen und einen Haufen toller Bilder für euch. Nehmt euch also ruhig Zeit ;)

Die liebe Rachel war letzte Woche für ein verlängertes Wochenende mit ihrer besten Freundin in Nashville. Die beiden kennen sich noch aus Israel, sind beide als junge erwachsene Frauen in die USA gezogen, Rachel allerdings hier nach Kalifornien und ihre beste Freundin nach Washington, D.C.. Da man sich also nicht so oft sehen kann, haben sie irgendwann eine gemeinsame Liste mit Orten in den USA erstellt, an denen beide noch nicht waren, aber die beide gerne einmal sehen möchten. Seitdem unternehmen sie jedes Jahr einen Kurzurlaub zusammen. Ich finde die Idee großartig! Dieses Mal waren sie also in Nashville, Town of Music, Elvis Presley and and Martin Luther King.

Bevor Rachel also am Freitag geflogen ist, bin ich am Donnerstag Abend noch spontan zu Vanessa gefahren. Ich wusste ja, dass ich meine Mädels am Wochenende nicht zu Gesicht bekomme. Eigentlich wollten wir uns nur gemütlich einen Film ansehen. Während Vanessa aber in der Küche noch die Reste von meinem Auflauf verschnabulierte, kam Peter (ihr Hostdad) dazu und ich weiß gar nicht mehr, wie wir darauf kamen, aber er holte kurzerhand seine Gitarre und Vanessa und ich haben dazu gesungen. Ich würde jetzt einfach mal nett ausgedrückt behaupten, Peter ist nicht der beste Gitarrist und wir nicht die besten Sängerinnen, aber wir hatten super viel Spaß. Nachdem er Sachen von den Beatles, Bon Jovi, Elton John, Guns n' Roses und ja! sogar der Kelly Family gespielt hatte, haben wir ihm dann mit dem Handy im Hintergrung erst "Schrei nach Liebe" von den Ärzten vorgesungen ("Arschloch" ist schließlich eines seiner liebsten deutschen Wörter) und dann "Schwarz zu Blau" von Peter Fox. Zufälligerweise hatte ich meinen geliebten Peter Fox Pulli dabei und nachdem wir den Peter Fox Song beendet hatten, hielt ich verträumt den Pulli in der Hand und sagte "Oh, I love Peter so much!" Auf einmal war es still und Peter schaute mich leicht verwirrt an. Glücklicherweise war meine Leitung dann nicht ganz so lang und ich konnte ihn schnell aufklären, dass der Sänger des Songs auch Peter heißt und ich wohl einer seiner größten Fans bin :D

Freitag und Samstag musste Scott arbeiten. Demnach war ich mit den Kids also komplett bis zur Schlafenszeit alleine. Ich kann mich aber wirklich nicht beklagen. Wir haben es uns nett gemacht mit Halloween Basteleien und einem Besuch in der Wild Care Station in San Rafael, in der wilde Tiere aus der Gegend versorgt werden, die alleine nicht mehr in der Natur überleben könnten. Ich war ganz schön erstaunt darüber, welche Tierarten hier so frei herum laufen. Ich meine, ich habe vorher noch nie ein Opossum gesehen und hier sollen sie angeblich direkt vor der Tür leben. Super niedliche Tierchen :) Meine Jungs haben sich natürlich riesig über die anwesende Eule gefreut. An dem Samstag Vormittag war ich das erste mal mit den Kids beim Turnen in San Francisco. Der Verein nennt sich Acro Sports und bietet verschiedene Turngruppen für verschiedene Bedürfnisse und Altersgruppen an. Meine Kids sind in der Parcour Junior Gruppe. Das Gebäude ist super. Es war mal ein altes Gym für Frauenturngruppen, sieht aber eher wie die Hallen einer alten Kirche aus. Für die, die es mehr interessiert: https://www.acrosports.org/

Acro Sports Gut, dass ich Rachels Auto etwas weiter weg geparkt hatte Be afraid! Das nenne ich Kreativität!

Am Sonntag hatte Scott frei und am Vormittag haben wir alle gemeinsam das Haus von Außen und Innen für Halloween dekoriert. Danach bin ich mit den Kids allein beim Basketballtraining gewesen und am Nachmittag waren wir dann wieder mit Scott unterwegs und sind nach San Francisco gefahren, da die Kinder mal wieder ins Exploratorium wollten. (Das ist das Technikmuseum, das unserem Universum in Bremen ähnlich ist, wo wir auch zum Solar Eclipse waren.) Scott hat dann vorgeschlagen, dass wir zum Dinner ins Restaurant fahren, um uns ein wenig Arbeit zu sparen. Er nimmt es mit Rachels strengem Tagesablauf nicht ganz so eng. Somit ware wir erst um 17:15 Uhr im Restaurant (mit Rachel sind wir zum Dinner um 16:30 Uhr im Restaurant), haben zum Glück direkt einen Tisch bekommen, weil ich auf die Idee kam, von unterwegs aus zu reservieren (normalerweise erledigt Rachel sowas schon einen Tag vorher) und haben die Kids dann nach einem ordentlichen Eis, wofür es nach Rachels Plan eigentlich schon viiiieeel zu spät gewesen wäre, ausnahmsweise mal ohne Dusche und Lesezeit erst nach 19 Uhr ins Bett geschickt. (Nach Rachels Plan liegen sie um 18:30 Uhr im Bett.) Dafür hatten wir aber alle einen super Tag und wenn Mama mal nicht da ist, darf man auch mal kleine Ausnahmen machen ;)

Der Weg zu meinem EingangExploratorium Erste Vorboten der Fleet Week in SF

Letzten Montag am späten Abend kam Rachel dann wieder und alles lief wieder seinen geregelten Gang. Den Vormittag habe ich es seit längerem mal wieder darauf angelegt, eine längere Strecke zu laufen. Schließlich war die Tage der Bremer SWB Marathon ein großes Thema in meinem Freundeskreis. Ich habe die fünf Kilometer tatsächlich wieder geschafft und bei meinem Gang zurück nach Hause, sind mir ein paar nette Rehe über den Weg gelaufen :)

Selfie mit Reh

Mittwoch hatte ich dann frei: Ein wenig Skypen mit der Besten, dann Zumba und danach bin ich nach Fairfax gefahren, um das kleine nette Örtchen ein wenig auszuchecken. Ich habe mal so richtig die Seele baumeln lassen, ein wenig im Sonnenschein gelesen und mir den einen oder anderen guten Kaffee gegönnt. Am Abend durfte ich dann endlich Vanessas Eltern kennen lernen, die zu Besuch aus Deutschland da waren. (Die liebe Sonja ist sogar noch bis zum kommenden Wochenende da.) Ich war tatsächlich ein wenig aufgeregt. Es hat sich so ein bisschen angefühlt, als würde man zum ersten Mal die Eltern des neuen Freundes treffen. Wir hatten einen super tollen Abend. Ich wurde erst zum Essen beim Italiener eingeladen und dann sind wir noch spontan in Mill Valley in die Bar gefahren. Vanessas Vater hat direkt ein Trinkspiel gegen den Bartender verloren und zum krönenden Abschluss gab es noch eine Runde Frangelico. Wir haben uns dann direkt zum Frühstück am nächsten Morgen verabredet. Ich habe ja immer den Vormittag frei, wenn die Kids in der Schule sind. Auch das Treffen war wieder echt super :) Freitag wollten wir eigentlich auch wieder alle zusammen in die Bar. Der Peter wollte auch mit und ich wollte mir nicht entgehen lassen, ihn mal in seiner Stammbar, dem Silver Peso, zu erleben. Schließlich war er bisher nie da, wenn wir da waren. Der Vanessa ging es aber nicht so gut, daher haben wir das Ganze auf Eis gelegt. Wir haben ja noch genug Wochenenden hier, an denen wir den Peter dort treffen können. Und im Nachhinein war es auch mal ganz schön, sich einen gemütlichen Abend zuhause zu machen. Ich musste am Samstag schließlich auch wieder ab 9 Uhr arbeiten.

Shaka!

Ich weiß schon, warum mir das Arbeiten mit Kindern Spaß macht:

Samstag hat dann spontan die liebe Jana bei mir übernachtet. Am Sonntag Morgen waren wir nämlich alle zusammen mit ein paar anderen Aupairs von Apex verabredet, um uns Alcatraz anzusehen. Die liebe Christa war so nett und hat uns alle mit dem Auto mit nach San Francisco genommen. 40$ Parkgebühren sind zwar echt happig, aber wir waren ja fünf Leute. Da wäre die Fähre pro Nase im Endefekt teurer gewesen und davon abgesehen sollte diese auch zu echt blöden Zeiten fahren. Eigentlich wollte Vanessas Mama nicht mit nach Alcatraz, da sie schon vor einigen Jahren da war und so eine Tour kostet mal eben auch fast 40$. Ein Aupair hatte wohl aber spontan abgesagt und somit konnte sie die Karte haben und kostelos mit. Glück muss man haben :) Das Wetter war super, die Aussicht von der Fähre nach Alcatraz sagenhaft und Alcatraz ansich super interessant und spannend. Nachdem das obligatorische Gruppenfoto für die Apex Facebookseite gemacht wurde, war jeder auf der Insel frei und konnte sein Tempo wählen. Es gab eine kostelose Audioführung (sogar auf Deutsch), die echt super interessant und gut gemacht war. Man konnte sich richtig in die Stimmung des Gefängnisses rein fühlen. Ich kann eine Tour nach Alcatraz wirklich nur wärmstens empfehlen.

Christa, Sonja, Vanessa und Jana Wäscheausgabe Duschen Standardzelle Hochsicherheitstrakt - jetzt die Tür zu!? Sieht richtig gemütlich aus   Das Loch wurde mit Werkzeugen, die aus Löffeln hergestellt wurden, gemacht. Die Flüchtigen wurden nie wieder gesehen. Aussicht aus dem Speisesaal. Musste das frustrierend sein.

Christa, Jana, Vanessa, Sonja und ich wollten nach der Tour noch ein wenig die tolle Aussicht und das super Wetter auf der Insel (auch "The Rock" genannt) genießen und haben dann kurzerhand festgestellt, dass wir einfach die besten Plätze für die Flugshow der Fleet Week hatten. Die ganze Bay war voll mit Booten und wir haben später gesehen, dass ein Ticket für eine Bootstour an dem Tag, um die Show zu sehen, mal eben 65$ kosten sollte. Wir hätten uns demnach keinen besseren Tag für Alcatraz aussuchen können. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein großer Fan von Militärkram bin. Ich muss aber sagen, dass ich diese Flugshow wirklich sehr cool fand und echt begeistert war. Ich habe hunderte tolle Fotos gemacht. Das wird j etzt nicht einfach, welche für euch raus zu suchen.

 

 

Auf dem Weg zurück:

Schöner Effekt mit Wassertropfen auf der Linse.PelikanPier 39Noch mehr Pelikane

Zum krönenden Abschluss haben wir den tollen Tag bei einem super leckeren Essen in der Cheesecake Factory ausklingen lassen. Wie lecker der Macadamia Karamell Käsekuchen einfach war... nomnomnom :D

Danke Mädels, es war wieder einmal einfach nur super mit euch! ♥

 

Als mein Wecker heute in der Früh klingelte, hatte ich direkt einen leichten Rauchgeruch in der Nase. Auf meinem Handy war schon eine Nachricht von Christa, dass hier in der Nähe wohl ein paar "Wildfires" ausgebrochen sind. Rachel hatte bei Facebook dazu schon einen Artikel gepostet und dazu geschrieben, dass unser Gästezimmer frei wäre, falls jemand aus dem Bekanntenkreis Hals über Kopf sein Haus verlassen müsste. Die Feuer sind zwar ca. 100 km von uns entfernt, aber die Luft hier ist voll mit Asche und es ist ziemlich verqualmt. Ich hoffe, dass sie bald alles löschen können. Beim Sport im Gym eben habe ich einige Bilder im TV gesehen. Es scheint wirklich ziemlich heftig zu sein.

Naturgewalten können trotzdem auch ihre Schönheiten haben. Durch den Qualm hatten wir sowohl einen wunderschönen Sonnenaufgang, als auch Sonnenuntergang heute.

Sonnenaufgang Sonnenuntergang

Ihr Lieben, ich versuche, euch noch vor nächster Woche Mittwoch zu schreiben. Dann geht es nämlich für fünf Tage Richtung Süden zum Apex Seminar. Mehr dazu gibt es dann.

Bis blad,

eure Feedo

 

PS:

Es liegt in der Natur des Menschen, dass er oftmals gern das haben möchte, was er nicht haben kann, weil es gerade ein anderer hat oder es einfach nicht greifbar ist. Natürlich ging es mir auch schon einige Male so, dass Freunde in Deutschland gemeinsam etwas gemacht haben und ich mir dachte, ich wäre jetzt gerne dabei oder auch, dass meine Familie zusammen war und ich von hier aus nur über den Bildschirm aus der Ferne zuschauen konnte. Dennoch genieße ich mein Leben hier in vollen Zügen und kann so gar nicht von Heimweh sprechen, denn zurzeit ist hier mein zuhause und damit fühle ich mich sehr wohl. Auch gestern habe ich wieder das Gefühl gehabt, ich möchte hier gar nicht mehr weg. Es ist einfach zu schön. Eine Sache spukte mir jedoch die ganze Zeit im Kopf und genau deswegen könnte ich nicht hier bleiben. Ich liebe meine Familie und meine Freunde und ich manchen Momenten möchte man einfach bei ihnen sein. Auch, wenn man nicht direkt etwas ausrichten könnte, würde man dennoch für sie da sein können, trösten, umarmen, mit anpacken. Ich habe viel für meine Oma gebetet. Sie ist eine wahre Kämpferin und sie hat mir versprochen, dass sie auf mich wartet. Daher wird sie auch bald wieder gesund, da bin ich mir sicher. Auch, wenn ihr meine Oma nicht kennt oder nicht an einen Gott glaubt, könnt ihr ja trotzdem mal an sie denken und ihr gedanklich Kraft und Liebe senden.

Danke.

 

Beer, Boats, Sunshine and Auflauf

Donnerstag, 28.09.2017

Servus!

Das war es also, mein erstes Oktoberfest in den Staaten, beziehungsweise mein erstes Oktoberfest überhaupt. Was soll ich sagen? Kann man machen, muss man aber nicht. Bei 25$ Eintritt dachte ich, es wäre halt auch aufgebaut, wie ein Volksfest oder Jahrmarkt, aber im Grunde hat man mit den 25$ nur bezahlt, dass man eine lieblos geschmückte Halle betreten darf. Okay, der Service war ganz gut. Die Tische wurde immer schön fleißig abgeräumt und wäre etwas passiert, wäre auch genug Security da gewesen, die sich hätten kümmern können. Ansonsten waren alle einfach nur da, um sich mit deutschem Bier ordentlich einen hinter die Binde zu kippen. Deutsche Volksmusik ist leider auch nicht so meins, also habe ich mich wohl oder übel auch ans Bier halten müssen. Aber Jana, Vanessa und ich waren gut drauf, somit hatten wir auch einen lustigen Abend. Ach und das Essen war auch okay. Das Sauerkraut war zwar etwas gescmacklos, aber die Wurst und den Kartoffelsalat konnte man sehr gut essen. Also falls jemand mich fragen würde, ob es sich gelohnt hat? Nö, macht euch lieber woanders einen schönen Abend. Habt ihr sicher mehr von ;)

Immerhin kann ich aber jetzt wenigstens behaupten, mal am Giants Stadion gewesen zu sein. Das war schon recht cool und beeindruckend. Die schönsten Stadien stehen halt am Wasser ;)

Lederhosen Da sind sie, die ganzen Menschen, die glauben DAS sei Deutschland... Als ich sie entdeckte, hatte ich tatsächlich einmal kurz HeimatgefühleSan Francisco Baybridge by night

Am Samstag Vormittag war ich erst alleine in San Francisco unterwegs und habe mich dann später mit den Mädels am Pier 39 getroffen. Rachel hat mich am Golden Gate Park raus gelassen und ich bin einfach mal los getigert, habe mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen und San Francisco genossen: Seifenblasen aus bunt angemalten Citytour Bussen, Jazz Musiker, kiffende Studenten auf Wolldecken, Hipsterväter mit Kinderwagen, Freilicht Yogakurse, Hippie Kundgebungen, Blumen über Blumen und alles im Zeichen von Frieden, Freiheit und Tolleranz. Ich mag diese Stadt einfach ♥

Ich war nicht die einzige Deutsche im Golden Gate Park

Weil ich mir noch unbedingt neue Chucks kaufen wollte, bin ich vom Golden Gate Park mit dem Bus weiter zur Market Street gefahren. Meine erste Busfahrt hier war durchaus positiv. Am niedlichsten war aber der kleine Hund, der sein doppelt so großes Stofftier mit in den Bus gebracht hat. Der super coole Converse Store hatte leider keine Pride Rainbow Chucks mehr, die ich mir eigentlich kaufen wollte. Ich habe aber weitaus besseres bekommen: wer braucht schon Rainbow Chucks, wenn er auch San Francisco Chucks haben kann? ♥

Best Chucks ever! I love them!

Von der Marketstreet, an der ich übrigens einen richtig tollen Kreativladen entdeckt habe, ging es dann nach einer kurzen Lunchpause zu Fuß weiter zum Pier 39.

Wer soll sich hier entscheiden? Von diesen Regalen gab es mehrere in diesem Store. Alcatraz

Ich weiß, einige Bilder habt ihr schon in ähnlicher Ausführung gesehen, aber dieses Mal hatte ich meine Canon dabei. Außerdem kann man meiner Meinung nach nicht genug Bilder von dieser schönen Stadt ansehen.

Am Sonntag musste ich nach einer sehr kurzen Nacht 10 Stunden arbeiten. Puh, das klingt jetzt irgendwie härter, als es eigentlich war. Ich war zwar hundemüde, aber die Kids waren richtig gut drauf und wir haben uns einen schönen Tag gemacht, der mit leckeren Bacon Pancakes zum Frühstück begann, gefolgt von Chillen beim Basketballtraining der Jungs, dann gab es Lunch in der Cheesecake Factory und danach habe ich mir die Zeit mit Mia und Jonathan im Discovery Museum vertrieben, während Rachel mit Daniel auf einem Kindergeburtstag war.

Am Montag hatte ich glücklicherweise frei und habe so richtig schön ausgeschlafen. Diese kurzen Nächte am Wochenende machen mir auch langsam echt zu schaffen :D Nach einem sehr entspannten und gemütlichen Vormittag zuhause bin ich am Nachmittag nach Sausalito gefahren um mir Sausalito Downtown mal anzusehen. Beim letzten Mal war ich nämlich gar nicht ganz bis ins Zetrum gekommen. Das kleine Örtchen ist wirklich zauberhaft mit seinem Blick auf San Francisco, Tiburon und die Bay.

San Francisco Skyline Angel Island Alcatraz

 

Was gab es noch Spanndes diese Woche?

Saba und Safta sind gestern Nachmittag abgereist. Ich hoffe, sie werden uns in der Zeit, die ich hier bin, noch einmal besuchen kommen. Ich kenne sie ja kaum, aber habe sie total ins Herz geschlossen und war tatsächlich gestern ein bisschen traurig. Ich wurde aber noch einmal recht herzlich von Ihnen eingeladen, sie mal in Tel Aviv besuchen zu kommen. Das werde ich tun, verlasst euch drauf! Allerspätest zur Bar/Bat Mizwa der Kids ;)

Bald ist Halloween. Die letzten Jahre haben sich die Duffys alle immer zu einem Thema verkleidet. Letztes Jahr waren sie zum Beispiel alle verschiedene Superhelden. Dieses Jahr konnten sich die Kids nicht ganz einig werden. So werden die Männer alle Ninjas sein. Die Jungs wollten ja eigentlich Baby Ninja Eulen sein. (Ja, sie stehen halt auf Baby Eulen und auf Ninjas.) So ein Kostüm kann man aber bisher noch nicht bei Amazon bestellen. Was eine Marktlücke :D Wir Mädels verkleiden uns als Tiere. Mia wird eine Fledermaus sein und hat beschlossen, dass Rachel eine Katze wird und ich ein Frosch (da grün ja meine Liblingsfarbe ist). Die Kostüme sind bestellt. Ich freue mich schon :)

Beim Spiel "Who loves ...? Raise your hand!" kam heraus, dass Mia Jonathan und mich nicht so sehr liebt, wie die anderen. Jonathan ist ihr manchmal nicht herzlich genug und ich trage ihrer Meinung nach die falschen Klamotten. Ich solle mehr Schwarz tragen. Das von einem Mädchen, das mit vier Jahren den ganzen Morgen nackt in ihrem Schlafzimmer heult, weil sie angeblich nichts zum Anziehen hat. Princess Mia ♥ Sie wird bestimmt Mal etwas mit Mode machen :D

So langsam kommt auch hier der Herbst an. Zwar nicht wettertechnisch (wir hatten heute mal wieder 30 Grad), aber die Blätter färben sich und es gibt überall Kürbisse. Ich liebe die Farben des Herbstes. Am Freitag habe ich mit den Kindern ein Hüpfburgen-Kürbis-Ding besucht (ich nenne es Ding, weil ich nicht weiß, wie es heißt und mir tatsächlich kein besserer Name dafür einfällt :D).

Ansonsten wollte ich noch von der Schule der Kids schwärmen. Die machen so super coole Projekte. Sie untersuchen Eulen Pellets, weil die Kids sich für Eulen und Wissenschaft interessieren. Sie lernen etwas über verschiedene Künstler und damit sie sich das Gelernte besser einprägen, probieren sie die Techniken der Künstler selber aus. Die Lehrer versuchen wirklich alles aufzugreifen, was den Kindern gefällt. Das nenne ich mal wirklich nach Situationsansatz arbeiten!

Jackson Pollock Art by Daniel

Zum Schluss noch ein paar Bilder von unserem Rosch ha-Schana Essen von letzter Woche:

Danke, dass ihr noch immer so aufmerksam lest, was ich hier so treibe!

Macht's gut und bis bald!

Eure Feedo

 

Kleiner Nachtrag:

Ich habe heute für meine Family gekocht. Es gab leckeren Auflauf und Kinder Tiramisu à la Suzana. Uns Erwachsenen hat es geschmeckt, die Kinder waren vom Auflauf leider nicht so angetan. "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht." Aber dem Tiramisu konnte keiner wiederstehen ;)

Danke für die Rezepte liebe Suzana!

 

Meine Kids hatten ein Fotoshooting in der Schule. Meine drei Hübschen ♥♥♥

Mia Daniel (mit selbst gestylter Frisur) Jonathan

Jetzt aber Tschüß und gute Nacht :)

Rosch ha-Schana

Mittwoch, 20.09.2017

שנה טובה (schana tova) - Ein gutes Jahr!

Heute ist das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana. Da Scott aber arbeiten muss, haben wir das traditionelle Festessen schon am Montag gehabt. ("Wir sind da sehr flexibel" - Rachel) Rachel hatte mir ganz am Anfang, als ich noch in Deutschland war, schon erzählt, dass sie nicht sonderlich religiös sind, aber sowohl die jüdischen, als auch die christlichen großen Feiertage zelebrieren. Am Montag durfte ich nun also bei meinem ersten jüdischen Fest dabei sein. Am Sonntag kam auch Rachels Schwester aus New York hier an. Sie bleibt die ganze Woche. Am Montag bereiteten dann alle gemeinsam unser Abendessen zu. Es wurden Honigkuchen und Challa (Zopfbrot) gebacken und Safta hat wohl den besten Fisch gemacht, den ich je gegessen habe. Gegessen wurde am großen Esstisch. Zum Essen bekamen alle Rotwein, bzw. Traubensaft. Der traditionelle jüdische Rotwein, der super süß ist, wurde nur von Rachel getrunken, weil alle anderen ihn nicht mögen (auch hier sind sie da sehr flexibel). Ich habe mich auch lieber an den guten Zinfandel von Scott gehalten. Bevor wir trinken durften, hat Rachel einen Segen erst auf Hybräisch und dann auf Englisch vorgelesen. Danach hat jeder ein Stück Apfel bekommen und es in Honig getunkt. Auch hier gab es einen Segen vorm Verzehr. Bevor es dann mit dem eigentlichen Essen los ging, bekam jeder noch ein Stück Challa (schmeckt übrigens auch sehr gut mit Honig), das auch gesegnet wurde. Es war super interessant, mal in andere Bräuche rein zu schnuppern. Das jüdische Kalenderjahr beginnt immer im Herbst, weil da der neue Kreislauf des Lebens und der Ernte beginnt. Daher wird das Challa zu diesem Anlass auch rund geflochten, um den Kreislauf des Lebens zu zelebrieren. Den Honig verspeist man, um ein "süßes" Jahr zu bekommen. Heute sind Rachel, ihre Schwester und ihre Eltern in der Schule der Kinder, um in den Klassen der Kids von den Traditionen zu erzählen. Rachel hatte einen riesige Topf Äpfel und eine große Flasche Honig dabei und ihr Vater seine Gitarre. Die machen das bestimmt ganz toll!

Unser Blick aus dem Fenster am heutigen Morgen beim Frühstück

Sonst war nicht so viel Besonderes die letzten Tage, daher schreibe ich auch erst jetzt. Die Tage allein mit den Kids und Rachels Eltern waren eigentlich echt super. Die Kids waren gut drauf und es hat alles gut geklappt. Mia wollte abends nur immer nicht so recht einschlafen. Daher war ich sehr müde. Bin ja abends immer da geblieben, bis alle geschlafen haben, musste aber morgens auch etwas früher anfangen, da ich ja noch das Lunch für die Schule vorbereiten musste, bevor ich die Kids geweckt habe. Somit hatte ich mich sehr gefreut, als Rachel und Scott wieder da waren. Einfach, weil ich wieder pünktlich Feierabend machen konnte und gehofft hatte, wieder ein wenig Unterstützung von Rachel zu bekommen. Immer allein mit den Dreien unterwegs ist auf Dauer nämlich auch leicht anstrengend. Leider war Rachel die Woche sehr busy (Arzttermine u.s.w.), so war ich am Freitagabend dann doch froh, dass ich in mein wohl verdientes freies Wochenende gehen konnte.

Safta ließt auf Hybräisch für die Kids Mia ist echt eine kleine Künstlerin Stolzer Aba nach seinem halben Ironman - 40 Minuten besser, als beim letzten Mal!

Drei Abende Bar in Folge (Donnerstag Abend habe ich mich auch schon mit den Mädels getroffen), war ich am Sonntag zwar leicht kaputt, bin nach nur vier Stunden Schlaf aber trotzdem nach San Francisco ins Kunstmuseum "Legion of Honor" gefahren und habe es wirklich genossen, mal wieder nur etwas für mich zu machen. Auf dem Rückweg habe ich spontan beschlossen, noch in Sausalito zu halten und mir den kleinen Hafen mal im hellen anzusehen, den wir die Nacht davor mit unseren "neuen amerikanischen Freunden" besucht hatten. (Dazu nur soviel: Ich werde mir definitiv irgendwann ein kleines Boot zulegen! - Wie geil ist das bitte!?)

Kunst kann schon ziemlich verrückt sein

Sausalito ist der ertse Ort, den man erreicht, wenn man aus San Fransisco über die Golden Gate Bridge fährt. Dort leben viele junge kinderlose Leute auf Hausbooten oder in schönen Altbauhäusern mit Blick auf die Bay. Rachel und Scott hatten eines dieser Häuser und ein Boot bevor sie sich für Kinder entschieden hatten. Als Rachel mit Mia schwanger war, beschlossen sie, dass das Haus einfach zu klein ist und sind hier nach Mill Valley gezogen.

Samstag Vormittag hatten Vanessa und ich das zweite Mal unsere Wine Tasting Class. Unsere Geschmäcker sind beim Thema Rotwein doch sehr verschieden und wir werden unsere Weine vermutlich weiter eher nach schönem Etikett kaufen, aber es war trotzdem sehr interessant. Und am Ende haben wir uns wie kleine Kinder an Weihnachten gefreut, als der Dozent allen Teilnehmer ein Buch schenkte. So haben wir jetzt ein schönes Nachschlagewerk, falls wir doch mal ein wenig "Wine Talk" machen wollen :D

So macht Studieren Spaß! Die Stühle an diesem College sind total bequem! Hätte ich solche in meiner Schulzeit gehabt, hätte ich sicherlich gerne freiwillig lange in der Schule gesessen :D

Unsere drei Barabende wurden von Tag zu Tag spektakulärer. Donnerstag im 2 AM Club in Mill Valley haben wir uns mit Antonia (einem recht neuen Aupair aus Mill Valley) getroffen und es war ein netter Mädelsabend unter der Woche. Freitag im Silver Peso, der Stammbar von Vanessas Hostdad war schon mehr los. Vanessa fand es super lustig, dass ich vorher sagte, ich will nicht durcheinander trinken und am Ende zwar nur drei Geträke hatte, aber es einfach drei verschiedene waren, darunter meine erste amerikanische Margarita (ganz wichtig, ohne Salz!). Man muss hier nur echt aufpassen mit den Mixgetränken. Die kippen hier nicht 2-4 cl Alkohol ins Glas, sondern machen immer mindestens Halb/Halb Mischungen. Die Stimmung war ganz gut, es waren viele Leute da und am geilsten war der Spruch vom Bartender, als ein Schnösel aus einer etwas größeren Gruppe neben uns fragte, ob es auch Red Ale gäbe: "No! It's the fucking Peso!". Einen Tag später sollten wir auch endlich erfahren, warum das "Fucking Peso" eigentlich so einen schäbigen Ruf hat. Am Samstag hat jemand in die Ecke gekotzt, jemand hat ein Glas über den Bartresen geschmissen, warauf der eine Bartender blitzschnell über die Theke sprang und dem Typen hinterher ist. Draußen war dann ein riesen Polizei Aufgebot. Ab 1 Uhr ist in den Bars dann immer Rausschmeißstimmung, weil die Bars bis 2 Uhr zu haben müssen. Als wir dann mit unserer Truppe Leuten vor der Bar standen, fingen schon wieder welche an, sich zu prügeln. Dann war wieder alles voll mit Polizei. Wir haben 7 Polizei-/Sheriffwagen gezählt und es kamen Feuerwehr- und Rettungswagen. Es hatten sich wohl auch welche verletzt. Unsere Leute erzählten uns dann, dass sie genau aus diesem Grund eigentlich nicht so gern ins Peso gehen. Allein, dass die Bar einen Bouncer (Rausschmeißer) benötigt, sei schon ein schlechtes Zeichen. Der Abend war trotzdem gut. Wir wurden in die Magie der Barspiele eingeführt und haben am Shuffleboard gespielt und ein paar nette Leute kennen gelernt. Trotzdem werden wir uns zukünftig vielleicht lieber auch mal andere Bars ansehen. (Vielleicht in Sausalito!?)

Nächstes Wochenende werden wir es aber defnitiv ruhiger angehen. Obwohl, Samstag ist Oktoberfest in San Francisco... :D

Macht's gut ihr Lieben und bis bald!

Eure

Feedo

 

PS: Was stimmt hier nicht mit den Eichhörnchen? Da denkt man immer, wie süß sie doch sind, wenn sie vor dem Fenster oder am Straßenrand auf einem Zaun rum hüpfen und dann sitzen wir bei Vanessa und verjagen uns total, weil wir dachten, irgendwer würde an die Tür bollern. Sie dann nach dem ersten Schock nur: "Ach, das ist nur das bekloppte Eichhörnchen, das uns seit Tagen terroresiert und immer irgendwelche Sachen auf unser Glasdach schmeißt." Achsooo....

Good Bye Fogust - Hello Indian Summer - Yosemite Nationalpark

Donnerstag, 07.09.2017

Kinder, Kinder, ich hatte ein tolles langes Feiertag Wochenende und ein viel zu kurzes normales Wochenende!

Es fing hot hot hot an. Während ich meinen letzten Eintrag tippte, habe ich in meinem Zimmer gefroren, weil die Klimaanlage gepowert hat. (Das komische Ding ließ sich tatsächlich nur mit der Sicherung ausschalten.) Als ich dann raus kam, habe ich einen Schlag bekommen. Draußen hatten wir fast 40 Grad! Fretag stieg das Termometer dann auf über 45 Grad. Weiter Richtung Norden in den Orten, die nicht direkt an der Küste liegen, wurden sämtliche Schulen geschlossen und überall gab es Hitzewarnungen. An den Straßen standen überall Waldbrandgefahrschilder und das badewannenwarme Poolwasser im Bayclub hat sich im Gegensatz zur Lufttemperatur plötzlich angenehm kühl angefühlt. Ich habe in meinem bisherigen Leben noch nie solche Temperaturen erlebt. Rachel hat sich wieder maßlos über Trump aufgeregt :D "Ich lebe seit 20 Jahren hier und es war noch nie annähernd so heiß und der blöde Trump meint noch immer Global Warming wäre eine Erfindung der Medien!" Nach dem Fogust (so wird der August in San Francisco gern genannt, weil der August der Monat mit dem meisten Nebel / Fog ist) ist es zwar normal, dass es im September noch einmal schön warm wird (Indian Summer), aber nicht so!

Rachel und ihre Eltern haben spontan beschlossen, am Samstag Morgen nach Tahoe zu fahren. So musste ich den Morgen nur eine Stunde helfen und hatte dann schon den ganzen Samstag frei. Total gut. Ich war aber ganz schön müde, weil mein Feueralarm die Nacht wieder durchgedreht ist. Dieses Mal hat er gar keine Ruhe gegeben, sodass ich Scott um 3 Uhr morgens wecken musste. Er kam mit der Leiter, hat das Ding abgebaut und bestimmt 10 Minuten gebraucht, um es aus zu bekommen. Das ist der Nachteil, wenn man ein Gerät mit nicht ausbaubarer Langzeitbatterie hat. Nachdem es endlich ruhig war, verabschiedete er sich mit den Worten "I take this stupid thing upstairs and then I will kill it!". Er war ziemlich frustriert, dass er scheinbar zu blöd war, es abzuschalten. Ich erfuhr später, dass am folgenden Tag das gleiche Problem bei den Nachbarn auftauchte. Diese haben allerdings die Feuerwehr gerufen und der Feuerwehrmann musste das Gerät mit einer Axt zerstören. Da fühlte Scott sich besser. :D Eigentlich wollte ich den Samstag Vormittag am Pool im Bayclub verbringen, aber Vanessas College Kurs ist wegen Hitzewarnung ausgefallen. So haben wir morgens den Mietwagen für unseren Yosemite Ausflug abgeholt und sind dann über die Richmond Bridge nach Oakland / Berkley gefahren, um Jana abzuholen und zu einem anderen Pool zu fahren. Dieser hatte aber so blöde Öffnungszeiten, dass wir dann doch zu einem See gefahren sind. Darin konnten wir uns aber nur kurz abkühlen, weil das Wasser echt ekelhaft und voller Viehzeug war. Lag wahrscheinlich an der Hitze. So ohne Abkühlung im Wasser haben wir es aber nicht mehr so lange draußen ausgehalten. Im Radio wurde überall durchgesagt, man solle sich in klimatisierten Innenräumen aufhalten. Also sind wir zum Shoppen nach Berkley gefahren :D Wir hatten echt einen tollen Mädelstag und die liebe Vanessa konnte sich endlich ihren Traum von einer Tiffany & Co. Sonnenbrille erfüllen ♥ Auf dem Rückweg zu Vanessa über die Richmond Bridge war der von der Hitze diesige Himmel so spektakulär, dass es einem vorkam, als würde man direkt in den Himmel fahren. Sowas muss man erleben, das kann man nicht auf einem Foto festhalten.

Sonntag früh um 5 sind wir dann Richtung Yosemite Nationalpark gefahren. Vanessa ist eine super Beifahrerin. Sie ist super im Navigieren, ein perfekter DJ und hat mich liebevoll gefüttert :D Wir fuhren dem Sonnenaufgang direkt entgegen und ein wenig später, bei unseren ersten Stops vor dem eigentlichen Nationalpark, haben wir festgestellt, dass die warme Luft richtig nach Fichtensauna gerochen hat. Dann wurde es immer diesiger und wir waren schon ein wenig traurig, dass es so bewölkt war, obwohl doch gutes Wetter vorhergesagt wurde. Dann hat sich der Fichtensauna Geruch aber auch in Lagerfeuer Geruch geändert. Wir vermuteten einen Waldbrand und fragten später ganz blöd beim Visitor Center nach. Sie nahm die Karte und zeigte uns, hier sein ein Brand, da sei ein kleiner Brand und dieses gesamte Gebiet sei gesperrt, weil da noch ein großer Brand sei. Achso, wie dumm von uns. Das schien also völlig normal zu sein :D Sie markierte uns noch ein paar Must Do Punkte auf der Karte und dann ging es richtig los. Obwohl wir recht früh los und gut durch kamen, war halt trotzdem noch das Labor Day Weekend und somit so viel los, dass es um 11 Uhr schon keine Parkplätze mehr gab. Somit sind wir an Tag 1 in die höheren Teile des Yosemite Parks gefahren und haben erst an Tag 2 den Shuttlebus zu den im Tal liegenden Sehenswürdigkeiten genommen.

 

Tag 1

 

Wunderschöner Sonnenaufgang am frühen Morgen

 

 

Auf dem Weg: Woods Creek

 

Endlich da: Yosemite Nationalpark! Und alles voller Rauch auf dem Weg zum Visitor Center nach Yosemite Village

Der gute Toyota Yaris

 

Angekommen beim beim Sequoia Trail hat sich der Rauch glücklicherweise etwas gelichtet:

    Wandern über Stock und Stein

 

Nach diesem Hike fuhren wir vorerst eine ganze Weile die Berge hoch und hatten eine schöne Aussicht, wenn nicht  gerade wieder der Rauch dazwischen kam. Unterwegs wurden wir von einem deutschen Pärchen angesprochen. Sie konnten uns noch ein wenig genauer berichten, welche Ecken wegen der Brände gesperrt waren. Wir hatten richtig Glück. In einem der Orte, die evakuiert wurden, wollten wir ursprünglich unsere Unterkunft für die Nacht buchen.

Siesta Lake Tenaya Lake Tenaya Lake Tenaya Lake

 

Beim nächsten Halt haben wir wieder eine kleine Wanderung unternommen. Wir hatten uns die Soda Springs allerdings ein wenig spektakulärer vorgestellt :D Dafür gab es ein paar wilde Tiere.

  Picket Pin Squirrel Meine Blubbel!  Eine kleine Schlange Dass die hier alle echt keine Angst haben...

 

Auf dem Weg zum letzten Hike des Tages kam dann auch mal richtig die Sonne raus:

 

Der kleine Hike auf dem John Muir Trail war für mich der schönste des Tages. Wir sind zwar nur bis zur ersten Brücke gelaufen, da es schon recht spät war, aber wir waren erst fast allein an diesem wunderschönen Fleckchen Erde und haben es einfach nur genossen. Auf dem Rückweg sind plötzlich ein paar halbnackte Kerle hinter uns gelaufen und waren am Jubeln, als sie endlich die Autos auf dem Parkplatz gesehen haben. Man kam ins Gespräch und sie erzählten, sie seien 10 Tage in der Natur unterwegs gewesen. Als ich gebeten wurde, ein Foto von ihnen zu machen, hat Vanessa mit meiner Kamera auch mal abgedrückt :D

 

 

Der Tag endete mit einem atemberaubenden blutroten Sonnenuntergang. Unglaublich schön!

 

Nach einer recht anstrengenden Fahrt aus dem Nationalpark raus nach Groveland zu unserem Hostel, holten wir uns im Pizzarestaurant an der Ecke eine Pizza und konnten beim warten die urigen alten Videospielautomaten bestaunen. Groveland ist ein Ort, der irgendwie in der Zeit stehen geblieben zu sein scheint, sowohl von den Gebäuden, als auch von den Leuten, die dort leben. Ich fand, es hatte Charme. Quasi die Pizza noch im Mund, sind wir nach dem ersten Tag dann totmüde ins Bett gefallen. Das Hostel war zwar relativ runter gekommen, aber da wir am nächsten Tag ja wieder früh in den Park aufgebrochen sind, hat es völlig gereicht. Es war immerhin sauber und die Leute waren alle super nett. Es tut nur noch immer weh, dass wir 130$ die Nacht zahlen mussten. Nächstes Mal buchen wir definitiv früher und vielleicht nicht unbedingt an einem Feiertag.

 

 

Tag 2

 

Groveland

 

Wieder im Park angekommen, haben wir uns gefreut, dass der Rauch sich gut verzogen hatte. Die Aussicht war um einiges spektakulärer und wir konnten endgültig verstehen, was alle so toll am Yosemite Nationalpark finden. Wir haben direkt einen Parkplatz an einer Shuttlebus Haltestelle gefunden und unsere Fahrt zu verschiedenen Hikes im Tal konnte los gehen. Der Bus war relativ voll und als er anfuhr, ist erst einmal ein recht schnuckeliger Kerl auf mich gefallen. Obwohl er eindeutig auf mich gefallen ist, hat Vanessa ihn direkt am Arm gepackt und sich einige Male entschuldigt. Er ist dann weiter nach hinten in den Bus und wir haben uns kaputt gelacht, wie verzweifelt man doch wird und sich scheinbar so sehr nach Körperkontakt sehnt, dass man schon fremde Menschen im Bus begrabbeln muss :D

   

 

Unser erster Hike ging Richtung Vernal Fall war super schön. Wir haben zwar die nette Dame aus dem Visitor Center, die meinte, dass die Trails, die sie uns raus gesucht hatte, alle flach seien, etwas verflucht, aber für die Aussicht hat es sich definitiv gelohnt. „Ist das hier jetzt der Wasserfall?“ „Nein, da oben ist der Wasserfall, den wir sehen wollten. Wollen wir noch da hoch?“ „Ähm, neeee. Ich denke, von hier sieht e doch auch ganz schön aus.“ :D Im Nachhinein war es eine weise Entscheidung, sonst hätten wir all die coolen anderen Sachen gar nicht mehr geschafft.

Good to know! Just scare the bear away :DDas war er noch nicht, dieser WasserfallAussichtshörnchenChillhörnchen  Dahinten ist derVernal FallVernal FallKampfhörnchenModelhörnchen

 

Der zweite Hike des Tages ging zum Mirror Lake. Von diesem waren wir tatsächlich sehr enttäuscht. Man hätte uns ruhig vorher sagen können, dass der Mirror Lake ein Saison See und im Sommer einfach fast leer ist. Dafür hatten wir aber eine schöne Sicht auf den Half Dome, dem bekanntesten Berg des Parks. Auf diesen Bildern kann man ganz gut sehen, dass die Rauchschwaden und die teilweise sehr verrückten Bäume einem oftmals einen Zauberwald Flair verschafft haben.

Ente für Normi

 

Unser letzter Halt war dann an den Yosemite Falls. Da sind wir plötzlich wieder dem Typen vom Anfang unserer Tagestour begegnet.  Vanessa hat ihn gefragt, ob er ein Foto von uns machen kann. Das war es dann aber auch schon. Obwohl er sogar wieder im gleichen Bus zum Parkplatz mit uns saß, sollte es einfach nicht sein. Er wollte die Vanessa einfach nicht ansprechen.

  Steve, hey Steve!

 

Allgemein war der Tag zwischen all den Touris super lustig. Es waren nur viel zu viele Deutsche unterwegs. Man musste echt aufpassen, dass man nicht zu laut über die falschen Leute lästert. Auf dem Weg nach Hause haben wir noch einmal in Groveland gehalten, um in Kaliforniens ältesten kontinuierlich geöffneten Bar ein Bierchen zu trinken und einen Burger zu essen. (Für Vanessa gab es nur Cola, sie ist schließlich zurück gefahren.) Der Ausflug hat wirklich zum Träumen angeregt. Ein Work and Travel around the World… Das wäre doch mal was! Das kommt auf jeden Fall auf die To Do Liste für eines meiner nächsten Leben :D

 

 

Auch auf dem Rückweg hatten wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang und wir haben festgestellt, dass wir sowohl Hin, als auch Zurück immer Richtung Sonne gefahren sind.

 

 

Über einen Monat nach meinem Geburtstag durfte ich diesen jetzt noch je einmal mit Vanessa und einmal mit Christa „nach feiern“. Danke Mädels! Ich habe mich riesig gefreut! Zwei tolle Luftballon (wovon sich einer auf dem Parkplatz vor der Cheesecake Factory aus dem Staub gemacht hat :‘( ), zwei tolle Karten, eine wunderschöne Weihnachtskugel, coole Kerzen und Servietten und Tattoogeld! So cool! Ich habe euch so gern ♥

  Von Vanessa Von Christa

 

Ansonsten war die Woche irgendwie voll, daher bekommt ihr diesen Eintrag auch erst jetzt. Ich habe und habe ihn einfach nicht fertig bekommen. Die Kinder waren etwas am Kränkeln, aber ich habe mich bisher glücklicherweise nicht angesteckt. Am Freitag war ich mit meinen Mädels mal wieder in der Bar. Endlich sind wir wieder vereint! Christa war ja jetzt so lange in Tahoe. Die Nacht habe ich bei Vanessa verbracht und am Morgen waren wir mit der Christa lecker frühstücken. Danach ging es zu unserer Wine Tasting Class in der wir gelernt haben, dass Vanessa aus einer der besten Wein Gegenden der Welt kommt und tatsächlich hat uns der deutsche Riesling auch am besten geschmeckt :)

Gefunden vor Mias Klasse in der Schule Bar Girl American Breakfast

Ab Morgen bin ich mit Rachels Eltern und den Kids drei Tage allein zu Haus. Scott macht den halben Iron Man in Santa Cruz mit und dann wollen die beiden noch zwei Tage dort entspannen. Drückt dem Scott die Daumen, dass sein hartes Training gelohnt hat und mir, dass die Kinder nicht durchdrehen :D

Danke ihr Lieben!

Eure Feedo

 

PS: Die Bilden von den gestapelten Steinen sind extra für dich liebe Sonja. Danke, dass du meinen Blog so fleißig ließt und mir immer so nette Kommentare hinterlässt. Ich freue mich schon, dich Ende des Monats endlich kennen zu lernen :)

 

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.