Mehr Wein, mehr Berge, weniger Burgen, dafür mehr Meer

Dienstag, 07.08.2018

Hallo Deutschland, hallo Welt!

Mein zweites Jahr hat begonnen. Offiziell ja schon am 22. Mai, aber für mich fing es eigentlich erst so richtig an, als ich aus Deutschland zurück war. An dieser Stelle kurz für alle, die nicht alle Beiträge gelesen haben und/ oder nicht ganz verstehen, was hier eigentlich bei mir los ist: In meinem ersten Jahr als Professional Au Pair (Wobei ich mittlerweile herausgefunden habe, dass das Wort Au Pair geschützt ist und gar nicht für uns verwendet werden darf. Wir sind eher sowas wie Social Caregivers oder so.) in Mill Valley bei San Francisco habe ich viel erlebt, mich sehr verändert und mich letztendlich von meinem Verlobten getrennt, obwohl die komplette Hochzeit und alles schon fertig geplant war. (Hey, diesen Samstag wäre mein Hochzeitstag! Schon irgendwie seltsam!) Dies hatte zur Folge, dass meine Host Parents mir anboten, noch ein zweites Jahr zu bleiben. Da ich soweit keine anderen Pläne hatte, es mir hier sehr gefällt und mir gerade nicht zumute war, wieder zurück in mein „altes“ Leben zu gehen, ich aber auch noch keine Kraft für einen kompletten Neustart hatte, sagte ich ja. Nun lebe ich also schon über 13 Monate in den Staaten und fange so ganz langsam an, mir Gedanken zu machen, was denn wohl danach kommt. Geändert hat sich hier eigentlich nicht viel, aber das heißt nicht, dass es bei mir langweiliger geworden ist. Trotz der Last, die jetzt von mir gefallen ist, nachdem ich Deutschland war, um alle meine Angelegenheiten zu regeln, hatte ich doch noch einige schlechte Tage. Dieses abends alleine zuhause sein, macht mir doch oft noch schwer zu schaffen. Meine Vanessa fehlt mir. In den letzten Tagen habe ich aber unheimlich viel mit der lieben Vici gemacht und die wohnt ja sogar hier in Mill Valley. Mittlerweile ärgern wir uns richtig, dass wir nicht schon früher mehr zusammen gemacht haben. Aber ich war halt meistens mit Vanessa und sie mit Nina unterwegs. Und nun ist sie selber auch nur noch drei Wochen da. What a bummer! Anyway, wir genießen jetzt unsere letzte gemeinsame Zeit zusammen und dann kommen ja bald auch wieder neue Mädels an. Und ein paar andere „alte“ Mädels habe ich hier ja auch noch ;)

Ich bin jetzt etwas über einen Monat wieder zurück in der Bay Area und versuche jetzt mal kurz (haha!) zusammenzufassen, was in dieser Zeit hier passiert ist.

Weil es gerade aktuell ist und ich nicht weiß, warum ich dieses Thema hier nicht auch aufgreifen sollte: Was stimmt mit den kalifornischen Männern nicht? So, ich bin jetzt Single. Das erste Mal seit einer fast neunjährigen Beziehung (vor der ich direkt aus einer zweieinhalbjährigen Beziehung kam). Demnach könnt ihr euch vorstellen, dass Dating nicht gerade mein Fachgebiet ist. Es ist nun nicht so, dass ich hier die Liebe meines Lebens finden möchte. (Das möchte ich allein meiner lieben Mama gar nicht antun.) So schnell bin ich auch noch gar nicht bereit, wieder etwas zu Festes einzugehen, aber  ab und zu mal nett Ausgehen ist schon ganz schön und eine nette Abwechslung zu Abenden alleine in meiner Bude. Außerdem lernt man so auch mal andere Plätze hier kennen (ich berichtete, wo ich überall mit dem Boat-Peter war) und ich finde es immer wieder spannend, die Geschichten zu hören, wie die Leute hier aufwachsen und was man hier so in seiner Jugend erlebt. Ich habe nun schon einige Kerle hier kennen gelernt, alle komplett verschieden, alle einen anderen Hintergrund, alle ein anderes Alter, den einen habe ich ein-/zweimal gedatet, den anderen über Monate immer mal wieder, aber eines haben sie alle gemeinsam: Total einen an der Waffel! Wie las ich gerade in meinem Jojo Moyes Buch über Dating in New York? „Ich hatte ein paar Verabredungen – nichts Ernstes (ein „Date“ scheint hier eher so was wie ein Zeitvertreib zu sein)." Ich weiß, wir sind nicht in New York, aber es passt irgendwie. Bei fast allen war es das Gleiche: Bevor ich mir überhaupt  ein richtiges Urteil bilden konnte, geschweige denn behaupten konnte, die Person würde mir langweilig werden, wurde der Kontakt abgebrochen, es kamen komische Ausreden, warum man sich doch nicht treffen könne (obwohl das Treffen von ihm vorgeschlagen wurde) oder oder oder, aber fast nie eine wirklich klare Aussage. Von heute auf morgen kein Kontakt mehr. Bäm! Hallo?! Ich bin ein menschlisches Wesen. Das ist nicht nett. Wer erzieht sowas? Vici und ich haben da ja mittlerweile so unsere Theorien und wundern uns irgendwie doch nicht mehr so sehr, wenn man mal schaut, wie die Mütter ihren Kids hier die Hand vor den Arsch halten. Obwohl ich erst seit wenigen Monaten Single bin, könnte ich schon ein komplettes Buch über Dating in der Bay Area schreiben. Ima erwähnte mal, sie hätte eine komplette Sex and the City Staffel mit ihren Single Erfahrungen hier in der Bay Area füllen können. Ja, das glaube ich ihr mittlerweile nur zu gern. Haha! Ich fange langsam an, dieses Verhalten zu belächeln, schüttele den Kopf und ärgere mich nur noch ein bisschen (schließlich ist es einfach scheiße, jemanden so zu behandeln). Verrückt ist aber tatsächlich, dass es so eine amerikanische Krankheit zu sein scheint. Ich habe nämlich vor kurzem einen Europäer kennen gelernt, mit dem ich mich über genau dieses Verhalten echauffieren konnte. (Frauen scheinen hier ähnlich zu ticken. Verrückt…) Dating also. Ein großes interessantes Thema bei mir in den letzten Wochen.

Nun aber mal ein paar Highlights in chronologischer Reihenfolge:

Meine ersten Tage zurück in den Staaten waren direkt sehr actionreich. Nach einem guten Date mit einem Kerl aus Oakland (East Bay- das hätte mich schon abschrecken müssen), folgte am nächsten Tag direkt ein schlechtes. Wir haben ausgesprochen gut gegessen (mein erster richtiger Sushi Restaurant Besuch hier), waren danach in einem super coolen alten Kino, in dem jeder Saal wie ein schickes altes Theater aussah und im Hauptsaal wurde die Filmorgel sogar noch live gespielt (Film: Jurassic World 2 – eigentlich auch ein Highlight), waren dann noch in einer Bar auf ein Bier und haben den Rest des Abends dann bei ihm verbracht, gefolgt von einer für mich schlaflosen Nacht (nicht, was ihr jetzt denkt, er hat geschlummert wie ein Baby). Ich kann nicht mal genau sagen warum, aber es war alles irgendwie seltsam und tatsächlich haben wir uns auch bis heute nicht wieder gesehen. Eine sehr komische Geschichte. Arschloch, abgehakt! Jedenfalls war ich am nächsten Tag mit Jana verabredet, ihren Geburtstag nachfeiern. Dafür waren wir in Napa auf einer Wine Tasting Tour. Ihre Hostmom hat uns gefahren. Es war super heiß, ich war leicht müde (ich hatte wirklich so gut wie gar nicht geschlafen) und der Wein hat gut geknallt. Es war ein wirklich unglaublich schöner Tag. Danke nochmal dafür meine liebe Jana!

Krönender Abschluss bei Mumm

Nachdem wir schon um 21 Uhr ins Bett fielen (ich bekam nicht einmal das Ende des Filmes mit, den wir uns vor 20 Uhr angemacht hatten), war ich am nächsten Tag ziemlich fit. Nach einem kurzen Besuch beim Tätowierer unseres Vertrauens in Fairfax, brachte ich Jana zum Bus und fuhr dann meine D’s vom Flughafen abholen. Oh, was ein Wiedersehen. Ich hatte sie ja schon echt vermisst, aber sie mich definitiv mindestens genauso sehr. Aba meinte, bei so gut wie allem, was sie in Mexico unternommen hatten, sagte eines der Kinder: „Oh, Feedo would love that!“ oder „Ima, take a picture and send it to Feedo!“ oder „We need to buy that for Feedo!”. Meine kleinen Goofballs kamen aus dem Sabbeln im Auto gar nicht mehr raus. Am Abend klingelten meine Ohren ein wenig, aber ich war einfach nur glücklich. Schon einen Tag später ging der Alltagswahnsinn wieder los und nachdem Ima und ich die Kids an der neuen Schule zum Sommercamp abgesetzt hatten, hatten wir Erwachsenen auch endlich mal Zeit miteinander zu sprechen. Wir tauschten uns zwei Stunden aus und mir wurde wieder einmal bewusst, dass ich mittlerweile doch ein vollwertiges Familienmitglied bin ♥

Neben einer vollen Arbeitswoche war ich an meinen Vormittagen und Abenden gut unterwegs. Hier ein Telefonat mit meiner Freundin (und ehemaligen Kollegin) Sina, die zurzeit in Vancouver lebt, da ein Treffen am Muir Beach mit einer neuen Freundin von der Organisation (Lara ist schon seit Januar hier, wohnt quasi in der Nachbarschaft und wir hatten uns tatsächlich vorher nicht einmal getroffen), dort ein Spaziergang durch Mill Valley mit Vici und an einem Morgen hatte ich es sogar in die City geschafft, um mich dort mit Jana zum Frühstück zu treffen. Mit den Kids hatte ich auch viel Spaß, wie man unschwer an den Bildern erkennen kann.

Montag bis Freitag:

Manchmal kann Arbeiten auch sehr entspannend sein Best American Boys! Muir Beach mit Lara Mill Valley mit Vici  Yummy Lambchops Goofing around with Mia more silly goofballs Best German Chocolate from Aldi and Kinder Surprise Eggs for sure 

Und schon stand das Wochenende wieder vor der Tür. Freitag ging es endlich mal wieder ins Silver Peso. Ach, hatte ich meine Lieblingsbar vermisst. Vorher holte ich Anke (Vanessas Vorgängerin) und Hostdad-Peter ab. Was ein lustiger Abend. Wir spielten fast die ganze Zeit Pool mit einem früheren Freund von Anke und ihrem Freund Robbie. Anke hatte den Jason lange nicht gesehen, so war das Wiedersehen eine große Freude und wir hatten wirklich sehr viel Spaß. Was ein Abend. Ich wurde den ganzen Abend von einer jungen betrunkenen Frau angebaggert („You smell soooo good!“, „Oh there is my good smelling girl again!“, …) und schnallte es erst, als sie sich an mich lehnte, mir in die Augen schielte (sie war wirklich sehr betrunken) und „I’m gay.“ hauchte. Erst verstand ich sie gar nicht und musste nochmal nachfragen. Dann tat sie mir etwas Leid. Wer konnte das denn ahnen? Ich wollte nur nett sein. So musste ich ihr mitteilen, dass ich leider nicht lesbisch sei, sie aber bestimmt bald die Richtige finden würde. Tja, hätten wir den Punkt auch von der Liste abgehakt. Haha! Ansonsten war der Abend so gut, dass ich noch fast bis zum Ende blieb. Nach einer kurzen Nacht war ich am nächsten Tag (10 Stunden Samstag – yayyy!) mit den Kiddos in der City in der Acadamy of Sciences. Oh, wie ich dieses Aquarium dort drinnen liebe! Abends holte ich Jana wieder vom Bus ab und wir gingen wieder ins Peso, aßen dort ein Sandwich (schließlich hatten wir noch ein paar Zutaten) und holten auf dem Rückweg mit den Uber noch eine Pizza bei Dominos ab. Man gönnt sich ja sonst nichts. Am nächsten Tag hatte ich frei, brachte Jana nach Hause in die East Bay und war eigentlich mit den Oaklander verabredet. Ich wurde versetzt (Arschloch halt) und so nutze ich meinen freien Nachmittag und dachte mir, wenn ich schon in Berkeley bin, kann ich auch zum Ikea und mir ein kleines Geburtstagsgeschenk (für den nächsten Tag) kaufen. Ich fand eine super schöne Nachtischlampe und verbrachte den Abend damit, meine Zimmerwand neu zu dekorieren. Ein guter Abend :)

Freitag:

Peter and his chicks

Samstag:

Teethbrushaction with my crazy kiddos Richtig, das haben wir auch verschlafen! Das Peso war wach! Haha!

Sonntag:

mit Jana in BerkeleyWer braucht einen Mann, wenn er diese Brücke haben kann? Haha!

28 Jahre, puh! Happy birthday to me! Ich weiß, umso älter man wird, umso unwichtiger werden Geburtstage in der Regel. Für mich aber nicht. Ich liebe meine Geburtstage. Vielleicht nicht unbedingt, dass die Zahlen nicht mehr so schön aussehen wie früher (25 war noch irgendwie cool – so ein viertel Jahrhundert, aber alles danach klang irgendwie nicht mehr so schön), was vielleicht auch damit zusammen hängen mag, dass man als Kind gedacht hatte, man würde in diesem Alter an einer ganz anderen Position stehen. Aber was soll‘s, Alter ist nur eine Zahl und wie Ima immer so schön zu sagen pflegt: „Feedo, you’re soooo young!“ Ich wusste, dass mein Geburtstag dieses Jahr nichts Besonderes sein würde und somit war ich auch wenig enttäuscht, dass im Grunde nicht mehr passierte, als ich erwartet hatte. Ima fragte mich, ob ich frei haben wolle.  Da alle anderen ja eh arbeiten mussten und ich wusste, dass Ima mich gut gebrauchen konnte, da die Kids ihre Swim Class hatten (zu zweit ist es wesentlich einfacher  den ganzen Kram zu schleppen, alle zu duschen und fertig zu machen), meinte ich, ich könne ruhig arbeiten. Sie gab mir den Morgen dennoch frei, so verabredete ich mich mit Vici und Jana zum Frühstück bei Jana in Berkeley: Yummy French Toast und Mimosas (natürlich nur einen für jeden, mussten ja noch fahren und später arbeiten) bei Rick und Ann’s – geil! Ansonsten kamen die üblichen Facebook und What’s App Nachrichten, ein paar wenige Anrufe (über die ich mich aber sehr gefreut hatte) und der Hinweis, ich solle doch den Radiosender Bremen 1 hören. Dank der heutigen Technik bekam ich tatsächlich hin, über mein IPhone und der von Vanessa und mir erfolgreich eingerichteten Bluetooth Verbindung zwischen IPhone und Jeep im Auto „Wünsche und Musik“ zu hören, verrückt! Der Gruß von meiner Familie und der absolut tolle Song („Budapest“  von Jethro Tull) trieben mir dann tatsächlich auch ein paar Tränen in die Augen. Enttäuscht war ich dennoch ein wenig, dass der Briefkasten leer blieb (hatte ich doch das ganze Jahr fleißig Karten verschickt – naja, so spare ich mir für das kommende Jahr eben jede Menge Briefmarken). Nach dem Frühstück, genossen wir noch ein wenig die Sonne und den Blick über unsere geliebte Bay bis es wieder zurück nach Marin ging. Anstelle einer fetten amerikanischen Supermarkt Torte (die ich nicht wirklich mag), wünschte ich mir von Ima Lemon Bars, die es dann mit einem schönen Geburtstagsständchen von ihr und den Kids (Aba musste arbeiten) nach dem Abendessen gab. Ich wurde auch sehr reich und vor allem durchdacht von den D’s beschenkt. Ich bekam ein Taschenset um mein Reisegepäck besser ordnen zu können (Ima und ich denken in solchen Sachen einfach zu gleich :D), das Buch „A Job to Love“, was einem helfen soll, sich klar zu machen, was man im Leben erreichen möchte, ein DinA 4 Druck eines meiner Lieblingsbilder aus dem MoMA und mein absolutes Highlight (obwohl das Bild auch schon der Oberhammer war): ein DNA Kit von 23andme, mit dem ich heraus finden kann, was in meinen Genen steckt, wo meine Vorfahren herkommen und noch vieles mehr. Checkt das mal aus, mega cool: https://www.23andme.com/

Birthday Girl Geschenke und Rhabarber Kuchen von Jana Sonne und Ausblick genießen noch mehr Geschenke Karte von den D's - soooo süß

Am nächsten Tag waren dann doch noch drei Geburtstagskarten im Briefkasten und eine Woche später bekam ich auch noch einen Brief von meiner süßen lieben kleinen Schwester ♥

Freizeitmäßig lief die Woche nicht so viel, aber in meiner Arbeitszeit machte ich coole Sachen mit den Kiddos. Wir schwitzten bei 28°C (ich weiß, da lacht ihr in Deutschland gerade nur drüber) in San Rafael (während es in San Francisco, 20 Minuten weiter mit dem Auto, nur 18°C waren), waren im Creativity Museum und das Highlight der Arbeitswoche: ich half Chad (dem Neffen von Ima und Aba) Ima und die Kids zu überraschen. Er hatte seinen Besuch schon lange im Voraus geplant und nur Aba und mich eingeweiht. Ima hatte am Ende gewittert, dass Chad und Aba Geheimnisse vor ihr hatten, aber sie hätte nie im Leben damit gerechnet, dass Chad uns von der Ostküste besuchen kommt (er hatte ihr sehr plausible Gründe genannt, warum es diesen Sommer leider nicht klappen würde). Ima war mehr als happy (ist Chad doch sowas wie ihr erwachsener Sohn -  und demnach auch irgendwie wie ein Bruder für mich!?) und die Überraschung ist mehr als geglückt!

YOLO! Sunny afternoon in San Rafael Bumper Sticker - found during a walk in the neighborhood My favorite dessert place? Starbucks! The kids love it and I get a good coffee. Haha!

Am Wochenende waren Jana und ich wieder im Peso. Dort trafen wir Anke und Robbie und später dann auch wieder den Freund der beiden, den Jason. Es war wieder mal ein sehr lustiger Abend. Am nächsten Tag frühstückten Jana und ich mit ein paar anderen Mädels von der Organisation und ich wartete auf eine Rückmeldung vom Oaklander, mit dem ich eigentlich am Abend verabredet war - letzte Chance und so. Er deutete an, dass es wieder nichts werden würde (Arsch!) und ich fuhr mit Jana nach Berkeley für einen Mädels-Shopping-Tag. Danke Süße, das hatte ich echt gebraucht in dem Moment! Tatsächlich sagte der Typ dann komplett ab (Arsch! Arsch!) und ich wusste nichts mit mir anzufangen. War doch irgendwie eine seltsame Woche. Dann bekam ich einen unerwarteten Anruf und hatte doch noch ein Date. Der Abend war gerettet und definitiv echt schön :)

Sunset - Mount Tam

Die folgende Woche war vormittags freizeit- und sporttechnisch dann completely packed. Montag musste ich erstmal schlafen (die Nacht von Sonntag auf Montag war dann doch etwas kurz), Dienstag war ich im Gym, Mittwoch war ich Biken mit Vici, Donnerstag war ich Hiken mit Vici und Freitag wieder im Gym. Man gönnt sich ja sonst nichts :D Der Hike auf dem Mount Tam hatte es wirklich in sich. Vici hatte eigentlich einen easy Trail mit schönem Ausblick rausgesucht, aber dann kamen wir an einer interessanten Abzweigung vorbei und beschlossen dort einfach mal runter zu laufen. Wir waren am Sabbeln, machten eine gemütliche Lunchpause und merkten, dass es immer heißer und heißer wurde. Irgendwann beschlossen wir (oder eher Vici), lieber kehrt zu machen, da der Trail kein Loop zu sein schien und wir ja wieder zurück zum Parkplatz mussten. (Danke nochmal Vici, ich wäre echt blöd weiter gelatscht!) Der Weg hoch war dann echt unglaublich anstrengend. Ich würde mich zurzeit als recht fit bezeichnen und Vici sowieso, aber wir kamen doch schon echt an unsere Grenzen. Am Ende mussten wir an jedem kleinen Schattenplätzchen eine kurze Pause einlegen. Oben angekommen, ließen wir uns nur noch unter den erstbesten Baum plumpsen und warteten, bis sich unser Puls wieder auf normal menschliches Niveau senkte. Dann gingen wir ganz entspannt den Rest bis zum Parkplatz und dem ersehnten Wasserbrunnen, wuschen uns dort im Restroom Gesicht, Hände und Arme und akklimatisierten so langsam wieder. Im Tal in Mill Valley waren bis zu 23°C angesagt. Das Autothermometer verriet uns dann, dass wir auf dem Berg 39°C hatten. Wer rechnet denn auch damit? In San Francisco waren es an dem Tag übrigens 13°C. Verrückt, was der Nebel im Sommer mit der Bay hier anstellt.

Vor dem Hike - noch voll motiviert! Ausblick war auch schön Die böse Abzweigung We survived! Und der Ausblick ist noch immer schön! Lieblingsbild!

Das Wochenende war Janas Abschiedswochenende. Freitag musste ich lange arbeiten. Jana wurde gegen 21 Uhr von ihrer Hostmom zu mir gebracht und es flossen noch einige Tränen (ohje, hab ich eine Angst vor meinem Abschied nächstes Jahr). Weil Jana das Gefühl wie Liebeskummer beschrieb, handelten wir nach meinem Feierabend auch dementsprechend. Wir machten uns ein letztes Sandwich (wir hatten noch Zutaten für genau eins), gingen damit spazieren, tranken dann den Champagner, den ihre Hostmom ihr mitgegeben hatte und aßen gemeinsam einen Becher Eis, während wir uns eingekuschelt in meinem Bett einen Film ansahen.

Am Samstag machten wir eine kleine Bay Area Abschiedstour. Wir fuhren zum Point Reyes (der leider komplett im Nebel versunken war, aber dadurch auch irgendwie total magisch wirkte), danach zum Ort „Point Reyes Station“, in dem wir gemütlich über einen kleinen Farmers Market schlenderten und lecker Kuchen in einer Bäckerei besorgten, machten Halt am Stinson Beach, ich zeigte Jana endlich meinen geliebten Muir Beach Overlook, wir machten noch einen Abstecher auf den Mount Tam und dann entspannten wir noch sehr gemütlich bei mir (bei den vielen kurzen Nächten in letzter Zeit, habe ich diese kurzen Naps irgendwie für mich entdeckt und würde ohne sie vermutlich einfach mal gar nicht mehr funktionieren :D), bevor Vici abends mit Pizza vorbei kam und wir dann weiter ins Peso zogen. Was ein lustiger Mädelsabend mit Jana, Vici, Anke (später auch Robbie), Lara und Bernadette, obwohl ich ja immer noch finde, der Franzose hätte sich ruhig zu uns gesellen dürfen. Der war echt nett ;)

Point Reyes:

Treppe ins Nichts! Eigentlich sollte da unten der Leuchtturm sein!

Muir Beach Overlook:

Love you!

Sonntag brachte ich Jana schweren Herzens zum Flughafen. Wieder ein Abschied… Das ist echt nicht schön! Du fehlst mir jetzt schon Maus! Ich wünsche dir nur das Beste für dein kommendes, sicherlich ganz aufregendes Jahr in Australien!

Mittags hatten wir ein Treffen von der Organisation in Berkeley zum Essen in einem deutschen Restaurant namens „Gaumenkitzel“. Teuer, aber überraschend gut, obwohl ich noch immer nicht verstehe, warum es kein Mett gab!?

Brotzeit mit Kaffee und Alsterwasser Muss ich haben!

Am späten Nachmittag bekam ich eine WhatsApp Message von dem Franzosen und wir trafen uns spontan. Ein sehr interessanter Mensch, ein sehr interessantes Treffen. Ich habe ewig nicht so viel gelacht. (Er wollte ein schwieriges deutsches Wort lernen. „Streichholzschächtelchen“ fand ich da sehr passend. Haha!) Europäer sind doch irgendwie anders als Amis ;) Schade eigentlich, dass er nur zu Besuch hier war. Aber wie heißt es doch? Man trifft sich immer zweimal im Leben!

Ouhhh, ihr Armen! Ich schreibe hier wieder einen kompletten Roman. Es ist fast geschafft. Wir sind bei der letzten Woche angelangt ;)

Die Woche begann ähnlich wie die vorherige. Montagvormittag musste ich wieder etwas Schlaf nachholen. (Ich sollte aufhören, mich sonntags mit Leuten zu treffen, die den Montag drauf frei haben. Haha!), Dienstag ging es ins Gym, nachmittags bekamen die Kids ihre Haircuts (Mia sieht so toll aus, war alles ihre Idee!) und abends entspannte ich am Muir Beach Overlook zum Sunset und bekam sogar einen Wal zu sehen!

Wer findet den Wal?

Mittwoch wollten Vici und ich wieder Biken, aber ihr Rad hatte einen Platten. So zogen wir lazy mit dem Auto los, holten uns einen geilen Bagel in Larkspur Landing und später ein riesen Eis in Sausalito. Nach Feierabend trafen wir uns wieder. Sie kam zum Filmgucken zu mir uns später gesellte sich auch der Jason zu uns. Donnerstag fuhren Vici und ich nach Fairfax. Da war sie bisher tatsächlich noch nicht! Auch hier gab es wieder lecker (Vanilla-Lavender-Honey) Eis (weshalb ich dann getrieben vom schlechten Gewissen noch vor Arbeitsbeginn ins Gym gefahren bin. Haha!) und verrückte Fairfaxer Menschen, die nicht nur mit ihrem Hund, sondern auch mit ihrem Schwein Gassi gehen.

Gönn dir Feedo! Fairfax

Freitag fuhren Vici und ich am Vormittag in die City an die Wharf. Nach drei Monaten hörte ich sie dann das erste Mal wieder, diese quakige Stimme mit dem seltsamen (irgendwie kanadisch klingenden) Akzent: „One hour boad trip underneath the Golden Gate Bridge and around Alcatraz!“ Der Boots-Peter arbeitet wieder auf der Amigo, hat jetzt kurze Haare und nachdem ich mich durchgerungen hatte, ihm hallo zu sagen, lud er Vici und mich ein, die nächste Tour kostenlos mitzufahren. Oh, wie hatte ich diese Bootsfahrten vermisst!

Danke für das schöne Bild Peter!

Ich wollte meinen Sonnenbrand von der Bootstour für Vici fotografieren. Da kam Aba: "Oh, sefie time!"

Best American Dad! Best American Parents

Abends holte ich spontan den Franzosen von Flughafen ab (er hatte ein paar Tage in Portland verbracht) und wir machten einen Stopp an der Golden Gate Bridge, die auch im Dunkeln ihren ganz besonderen Zauber hat. Gekrönt wurde der Anblick von einem riesen halben tieforangenen Mond über der Eastbay. Leider konnte ich kein schönes Foto machen, aber manche Momente muss man einfach so im Kopf behalten, wie sie sind. Es war wieder ein sehr lustiger und interessanter Abend und dann hieß es erstmal Tschüß (für immer?!).

Samstag musste ich den ganzen Tag arbeiten und war die meiste Zeit allein mit J. Wir machten uns einen entspannten Tag, backten Apple Crumble, kauften zusammen Ice Cream bei Trader Joe’s (unglaublicherweise das erste Mal, dass ich mit einem der Kids im Supermarkt war!), fegten den Dreck vom Trampolin und waren dann fast schon zu kaputt zum Springen, weil es doch ganz schön heiß draußen in der Sonne war (aber ein paar Feedo-Quakes gab es doch noch!) und obwohl wir nichts Richtiges gemacht hatten und ich endlos müde war, ging der Tag gut rum. Nach einem kurzen Nap (Life-Saver), holte ich Vici um 21 Uhr ab und wir fuhren zum Peso (vierter Samstag in Folge, hui!). Lara, Anke und Hostdad-Peter ließen uns im Stich, aber Jason gesellte sich zu uns. Der Abend war zwar kurz, aber trotzdem ganz lustig (bis auf diesen komischen besoffenen Typ, der definitiv kein Pool spielen konnte! Sorry Vici! Haha! „Na wenigstens hat er sich die Hände nach dem Klo gewaschen. Guck, die Wasserflecken auf seinem Hemd!“ – „Na, wenn das mal Wasserflecken sind….!“).

Kuscheln mit dem Stormtrooper in J's ZimmerVici, Jason und ich

Sonntag war ich mit den Kiddos und Ima in San José im Tech Museum. Hauptsächlich waren wir da, um eine Body Ausstellung zu besuchen (da die Kids das Thema gerade ganz aktuell im Sciences Summer Camp hatten). Es war definitiv interessant und spannend, aber als ich erfuhr, dass das alles echte Körperteile waren, wurde mir doch etwas mulmig. In diesem Punkt komme ich einfach nicht nach dem weiblichen Strang meiner Familie. Die medizinischen Sachen überlasse ich dann doch lieber meiner Mama und meinen Schwestern, wenn es geht. D ging es allerdings genauso, während M, J und Ima total hin und weg waren. Der Rest des Museums war auch ziemlich cool, aber eher was für ältere Kinder. Eine Membership schließen wir demnach wohl erst in 1-2 Jahren ab (Haha!)

My cute goofballs Why don't we have a Tsunami Pod in our garage? Normally Aba is prepared for EVERYTHING! We fit inside and there is still a little bit room for Ima and Aba

Geschafft! Von der jetzigen Woche und der kommenden (in Kanada!) dann beim nächsten Mal! Danke an alle, die bis zum Schluss gelesen haben. Dieses Mal war es eeeecht viel! Ich freue mich über jedes Feedback (Kommentare hier oder bei Facebook, eine Whats App Nachricht, einen Anruf, einen Brief, ...)

Take care und schwitzt nicht zu viel da drüben ;)

Love and Cheers (it's too hot for hugs in Germany),

Feedo

 

PS: Warum teuer Blumen im Laden kaufen, wenn man diese im Garten findet?

 

Germany Part 2 - Berge, Burgen, Wälder, Wein

Mittwoch, 01.08.2018

Hallo Good old Germany und natürlich auch hallo an alle anderen, die nicht in Deutschland sind, während sie diesen Blog lesen :)

Ich hänge ganz schön hinterher, ich weiß. Ich war sehr busy und irgendwie unmotiviert zu schreiben in letzter Zeit. Beim letzten Mal kamen auch ein paar Winke, dass der Eintrag sehr (vielleicht zu) lang gewesen sei. Somit versuche ich mich dieses Mal, ein wenig kürzer zu fassen.

Germany Vacation Part 2 also:

Bevor der eigentliche Urlaub anfing, hieß es nun also Wohnung ausräumen. Und ich sage euch, ich war ja eigentlich drauf gefasst, dass es viel wird, aber ich stieß doch einige Male hart an meine Grenzen. Auch in der zweiten Woche in Deutschland schlief ich sehr schlecht und machte mir Sorgen, dass wir das alles in der Zeit nie hinbekommen würden, aber am Ende habe ich es nicht zuletzt den beiden tollsten Freundinnen der Welt zu verdanken, dass wir alles right in time fertig bekommen haben. Ich bin euch unendlich dankbar Mädels! ♥

Montag und Dienstag arbeiteten Katrin und ich mit Hilfe von Normen vorerst alleine in der Wohnung. Mittwoch hatte ich dann einige Termine. Schließlich wollte ich auch ein paar meiner Liebsten in Deutschland sehen. So hatte ich alles auf einen Tag gelegt, damit ich alle anderen Tage komplett der Wohnung widmen konnte. Zum Frühstück traf ich dann also Maj, um endlich mal ihren knuffigen Sohnemann zu bestaunen. Eigentlich war es schon fast Mittag. Leute, wisst ihr, wie lange es dauert, mit Bus und Bahn von einem Ende von Bremen zum anderen zu kommen? Ich hätte wirklich lieber den Zug nehmen sollen... Anyway, es war ein sehr schöner Vormittag/ Mittag. Danach ging es wieder ein paar Haltestellen zurück zu Katharina und Hanno. Die Wohnung hatte ich schließlich auch noch nicht gesehen. Mein lieber Bruder holte mich artig von der Haltestelle ab und bot mir zuallererst einen Kaffee an. Guter Junge :) Ein schönes Plätzchen haben die beiden da auf jeden Fall. Am Nachmittag war ich dann in der Waterfront mit meinem lieben Patenkind, Mirabelle und ihrer Mama verabredet. Auch hierher brauchte ich mit der Bahn wieder eine halbe Ewigkeit. Pretty annoying! Die Fahrt hatte sich aber definitiv gelohnt. Ich freue mich immer wieder, zu sehen, wie viel größer und bezaubender meine kleine Mira geworden ist ♥ Und on top gab es noch ein leckeres Spaghettieis! Nomnomnom! Wie hatte ich das vermisst?! Aus der Waterfront wurde ich dann von Miriam abgeholt und wir fuhren gemeinsam zu Joanna in ihr (mittlerweile schon gar nicht mehr ganz so) neues Haus. Eigentlich dachten wir, die Straßen müssten leer sein. Schließlich spielte Deutschlnad gerade, aber tatsächlich wollten sich wohl alle das Elend lieber unterwegs im Radio anhören, als es sich ansehen zu müssen. Traffic was a nightmare! Aber wir kamen dann pünktlich zum Abpfiff bei Joanna an. Somit hatte sich das dann auch für Deutschen erledigt mit der WM und wir konnten uns wichtigeren Gesprächsthemen widmen ;) An diesem besagten Mittwoch kam Vanessa auch bei meinen Eltern an. Da ich ja nun unterwegs war, führte Katrin sie in die Welt der Hüttemeyers ein. Als quasi Familienmitglied von Geburt an, meisterte sie diese Aufgabe natürlich im Schlaf und ich war beruhigt, als ich am Abed ein Bild von meiner Mutter via WhatsApp bekam, wie die beiden Mädels gemütlich und zufrieden bei meinen Eltern auf der Couch saßen. Als ich dann auch endlich zuhause war, stellte ich fest, dass Vanessa, wie eigentlich nicht anderes zu erwarten, gut versorgt wurde, ihre eigene Flasche Wein bekam und von meinem Papa standesgemäß in Sachen Musik unterrichtet wurde. Als ich mich kurz vorm Schlafengehen gedanklich auf den nächsten Tag und all die Arbeit, die uns erwartete, einstellte, bekam ich noch kurz einen kleinen Nervenzusammenbruch und schlief wieder unheimlich schlecht, obwohl es mich doch arg beruhigte, die beiden Mädels an meiner Seite zu wissen.

Montag/Dienstag:

Tupperfee Katrin Immer eine große Hilfe: Mr Scottn Nach einem langen Arbeitstag: Erstmal kurz ausruhen

Mittwoch:

Mira und ich Joanna und ich Miriam und ich

Wow, der Donnerstag war unglaublich. Was wir alles geschafft hatten?! Und das trotz ausgiebiger Mittagspause bei dem neuen Asiaten über dem Rewe bei meinen Eltern. (All you can eat Mittagsbuffet inkl. Sushi für 11,80€ pro Person - lecker, günstig, aber mal im Ernst: Irgendwas kann da nicht richtig sein bei solchen Preisen...) Am Abend waren wir sichtlich erschöpft, aber glücklich.

Jaaaaa, geschafft! Müde, aber glücklich und sauber

Nachdem ich meine Eltern Freitagmorgen zum Bus gebracht hatte, der sie in den Urlaub fahren sollte (der Abschied für ein weiteres Jahr war glücklicherweise kurz und schmerzlos - es war einfach zu früh für zu viel Sentimentalität),  musste ich nur noch für ein paar Kleinigkeiten in der Wohnung und ein paar andere Kleinigkeiten und Besorgungen erledigen. In der Zeit waren Katrin und Vanessa so lieb, sich durch meinen Tupperware Berg durchzuwühlen. Vanessa war vorher nie auf einer Tupperparty. Nach diesem Tag war sie Expertin, ausgiebig geschult von Katrin und später auch ein wenig von Julia und hätte locker eine Tupperparty als Beraterin schmeißen können :D An dieser Stelle noch einmal: Mädels, ihr wart unglaublich. Ohne euch hätte ich das alles nie geschafft!

Tupperverkaufzentrale

Und dann war er da: mein vorerst letzter Abend in Bremen. Dafür lud ich meine engsten und liebsten Freunde zu einer kleinen Burgerparty ein. Es war wirklich ein sehr schöner Abend, an dem auch mal wieder meine Polaroid Kamera zum Einsatz kam. Vanessa war etwas überrascht, dass um 24 Uhr schon alle gegangen waren. Sie hatte fest damit gerechnet, dass wir mindestens bis 4 Uhr aushalten müssten bis wir endlich aufräumen können. Naja, ich kenne meine Liebsten ja, sind eben auch alle nicht mehr die Jüngsten ;) Küsschen, ich hab euch trotzdem lieb! Tja, aber so ändert sich alles mit der Zeit und das Leben geht weiter. Hochzeiten, Häuserkauf, Schwangerschaften, Babies,... die wilde Jugend nimmt ein Ende und weiter geht es mit neuen interessanten Lebensabschnitten. Ich bin noch nicht ganz soweit und tobe mich derweil noch ein wenig aus ;) Anyway, danke meine Süßen, es war ein wirklich schöner Abend und ich vermisse euch doch schon ganz schön in so manchen Momenten.

Katrin und Henning malen einen Orca für Feedo Die beiden Besties Luna und Vanessa teilen sich den Snoopy Sekt

Polaroid Aufnahmen:

Friendship reunion: Luzzy + Femke = Lumke mit Lenny und Luna mit meinen beiden Hotties Benni und Henning Geschwisterfoto ohne Lea mit Luna meine beiden besten Freundinnen - Ich liebe euch! Ginger Corner Hier gibt es nichts zu sehen mit Miriam und Joanna Luna: Darf ich Vanessa heiraten, wenn ich groß bin? Süße Maus Das Beste? Wenn wichtige Freunde sich das erste Mal treffen und auf Anhieb mögen mit meinen drei besten Freunden - Love this pic

Nach einem leckeren Frühstück mit meinen beiden Mädels, meiner Tante Carmen und meinem Onkel Ralf, verabschiedete ich mich von Katrin, Vanessa brachte sie zum Flixbus und ich hatte noch ein bisschen Zeit mit Carmen und Ralf. Wir führten gute Gespräche und ich genoss es sehr, noch ein wenig mit beiden alleine zu sein. Ihr seid wirklich großartig und sehr wichtige Menschen für mich! Ich habe euch unendlich lieb! ♥ Sie brachten mich zur Wohnung, von der aus ich nach einer reibungslosen Schlüsselübergabe und einem sehr emotionalen, aber guten Abschied von Normen dann mit meinem Fahrrad zu meinen Eltern fuhr. Das war es dann also. Der Schlussstrich war gezogen! Ich hatte alles hinter mir gelassen. Bei meinen Eltern stehen jetzt 8 Kisten, eine Tüte mit Schuhen, meine Staffelei, ein paar Tuppersachen, die ich nicht mehr los geworden bin und mein Fahrrad in der Garage.

That's it!

Mir fiel auf, dass ich die ganze Zeit nicht einmal geschafft hatte, einen Döner zu essen. Und das, obwohl ich die ganze Zeit in Gröpelingen war. Das ging natürlich nicht, also holten Vanessa und ich uns noch einen Döner als Wegproviant und auf ging es Richtung Süden nach Trechtingshausen in Rheinland-Pfalz. Nun war endlich Urlaub angesagt. Ich bin so froh, dass mich die liebe Familie Kraus zu sich nach Hause einlud. Das Wetter war traumhaft, die Gegend einfach wunderschön, der Wein köstlich, der Pool erfrischend, die Sonnenuntergänge bezaubernd, das Essen lecker, die Aussicht sagenhaft, die Burgen faszinierend, die Gastfreundschaft herzlich, neue Bekanntschaften unglaublich freundlich, die Gespräche interessant, die Roadtrips lustig (wie immer mit meinem besten Travelbuddy Vanessa), die Cocktails perfekt gemixt, die Matraze leider etwas durchgelegen (irgendwas Schlechtes musste ich erwähnen, sonst stehen alle noch Schlange bei "Hotel Kraus") und alles in allem einfach ein perfekter Abschluss für meine Deutschlandreise. Nun konnte ich nach all dem Stress der Vortage (und Wochen) mit frisch aufgetankter Energie zurück und mein zweites Jahr in den Staaten starten in der Hoffnung, dass es mir nun besser gehen würde, jetzt, wo endlich alles geklärt war. Danke Familie Kraus! Es bedeutet mir viel, was ihr alles für mich getan habt ♥

  So geht ein Urlaub gut los

Verwandtschaft abklappern mit dem Cabrio (danke Achim :D), Bummeln in Bingen und dann Sonnenuntergang über dem Rhein von der Terasse aus genießen:

Spaghettieis Nummer 2 - soooo gut!

Pooltime:

 

Fähre, Seilbahn, Sesselbahn, Wandern, Niederwalddenkmal, Burgen, Rhein, Weinfelder, lecker Essen und Wein - traumhaft!

Blauer Himmel über mir, Wasser unter mir, ich bin glücklich Amerikanischer Gruß an der berühmten Drosselgasse - ist ja fast wie in Cali hier

Today on tour by car. Noch mehr Burgen, Rhein, Weinfelder, Loreley, ein fancy Dinner auf der Burg und Achims Gartenprojekt bestaunen:

Nach dem Regen kommt die Sonne Loreley Oma und Oma sitzen auf dem Sofa... (Naja, eher auf der Schaukel)Postbriefkasten Berge Burgen Wälder Wein - Trechtingshausen Happy 4th of July to our American Friends! Ernte aus Achims Garten Am letzten Abend zeigt Deutschland sich von seiner schönsten Seite

 Und schon hieß es: Goodbye good old Germany, see ya next year! And: Hi San Francisco and beautiful Bay Area, I already missed you a little bit ;) Davon dann ganz bald mehr! (Wirklich ganz bald, versprochen!)

Love,

Feedo

 

PS: Ich weiß nicht warum, aber ich wurde tatsächlich darauf angesprochen, ob Vanessa eine Freundin oder meine feste Freundin sei. Ja, ich habe meine Verlobung mit Normen gelöst und ja, es hat sicher etwas damit zu tun, dass ich mich hier sehr verändert habe, aber nein, soweit habe ich mich dann doch nicht verändert. Ich bin super pro gay, aber ich bin nicht gay. Ich liebe Vanessa, aber ich liebe sie so, wie ich auch Katrin und Henning und meine Familie liebe ♥

Sorry girls ;)

 

A couple days in Germany Part 1 – Family Reunion

Freitag, 13.07.2018

Hello there, I’m back in town! I’m back at home. Tatsächlich kann ich das gerade so sagen, denn nun habe ich keine Wohnung mehr in Deutschland. Mein zuhause ist jetzt komplett hier. Auch, wenn vorerst nur für die nächsten 11 Monate. Wo mein Weg mich dann hinführen wird? Wer weiß es schon. Ich habe mein Hab und Gut auf 8 Kisten, eine Tüte Schuhe und meine geliebte Staffelei reduziert. Dazu kommen noch die Sachen, die sich hier angesammelt haben und that’s it! Es reist sich besser mit leichtem Gepäck. Mein Deutschland „Urlaub“ (die meiste Zeit war es mehr Stress und Arbeit, als Urlaub) war ziemlich anstrengend, sehr emotional, aber größtenteils erfolgreich und natürlich war es sehr schön, Familie und Freunde zu sehen. Gefühlt hatte ich nur keine Zeit für nichts und bin mehr unterwegs gewesen, als alles andere. Bevor ich nun aber von meiner Zeit in Good Old Germany berichte, möchte ich noch von dem Wochenende davor erzählen.

Den Samstag war ich nun also am Vormittag noch auf einem Kindergeburtstag und am Nachmittag war ein ehemaliger Schulfreund der Kids zu einem Playdate bei uns. Obwohl die Mutti des Jungen auch da war, wir also drei Erwachsene waren, artete das Ganze doch irgendwie etwas aus und die Jungs bauten ein wenig Mist, als wir sie alleine im Zimmer spielen ließen. Da meine Strafpredigt von den Jungs nur mäßig ernst genommen wurde und es sich auch um ein heikles Thema drehte, beschloss ich, Ima und Aba zu involvieren, was dazu führte, dass die Jungs sich ein ordentliches IPad Verbot einhandelten. Ups! Was ein letzter Abend bei den D’s! Die Jungs hörten nicht zu heulen auf, M heulte aus Solidarität mit und Ima und Aba versicherten mir, es sei alles Absicht gewesen, damit uns allen der Abschied leichter fiele. Haha! Nachdem sich die Jungs dann doch soweit beruhigt hatten, dass sie sich wenigstens von mir verabschieden und gute Nacht sagen konnten, versackte ich noch ziemlich lange bei Ima und Aba im Schlafzimmer und wir plauderten über die kommenden Wochen und meine Zukunft. Es war ein sehr schönes Gespräch und ich konnte mit einem Lächeln auf dem Gesicht das Haus der D’s verlassen. Zum einen, weil ich die Kids natürlich vermissen sollte, aber nach dem Abend machten sie es mir weitaus leichter, Tschüß zu sagen, aber vor allem, weil mir nach dem Gespräch mit Ima und Aba wieder einmal klar wurde, wie wichtig ich für ihre Familie geworden bin und dass ich immer und zu jeder Zeit bei ihnen willkommen sein werde. ♥

Pool Party

Ich musste mich dann ein wenig beeilen und war froh, dass ich alle meine Sachen schon komplett gepackt hatte, denn Jenny (Vanessas Hostmom) hatte mir angeboten, mich zu Jana nach Berkeley zu fahren und sie war schon auf dem Weg, als ich das Haus der D’s verließ. Mega lieb von ihr. Vielleicht hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil ich Vanessa ein paar Wochen vorher zum Flughafen gefahren hatte und nicht sie ;) Ich nahm das Angebot jedenfalls dankend an, da ich ja doch ziemlich voll gepackt war und wirklich ungern mit dem Bus fahren wollte. Als Jana mich dann am Treffpunkt einsammelte, fragte sie mich dann, ob wir wieder in die gleiche Bar, wie beim letzten Mal wollten und ich war zugegebenermaßen etwas überrascht, da ich normalerweise diejenige bin, die sie überreden muss, zur Bar zu gehen. Sie sagte, es sei doch abgesprochen gewesen und ich (eigentlich so gar nicht drauf eingestellt): „Klar, let’s do it!“ Man ist schließlich nur einmal jung und mein Flieger sollte am nächsten Tag ja auch erst um 21 Uhr ab Oakland gehen. So besorgten wir uns Lambrusco vom Trader Joe’s und fuhren zu ihr, um uns fertig zu machen. Dort hatte sie noch eine kleine Überraschung von einer Freundin für uns. Ich brachte diesen „How I Met Your Mother“-Hinweis schon, als ich vom New Year’s Eve berichtete: Sie hatte Zutaten für ein Sandwich besorgt. Und da ich trotz jahrelanger Subway Erfahrung natürlich keine Ahnung hatte, wie man so ein Sandwich baut (Haha!) und sie sich auch nicht so richtig sicher war, sahen wir uns ein „Sandwich-Bau-Tutorial“  auf Youtube an. Oh man, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wir uns weg geschmissen haben. Dabei hatten wir das Sandwich noch gar nicht gegessen :D Die ganze Situation an sich war einfach nur urkomisch. Eigentlich total fix und fertig vom langen Tag und der kompletten Woche, versuchte ich, mich wenigstens etwas aufzuhübschen, kippte noch zwei Gläser Lambrusco weg und dann ging es los Richtung Bar. Da das Sandwichessen ja mittlerweile legal ist in Kalifornien, hatten wir kein schlechtes Gewissen, dies direkt vor der Bar zu tun. Ich glaube, wir lachten mehr über die ganze Situation, als von der eigentlichen Wirkung. Im „Kingsfish“, der coolen Bar in Oakland mit Außen-und Innenbar, in der wir beim letzten mal schon waren, war es dieses Mal nicht so voll und es waren auch nicht so viele unglaublich junge Menschen da. (Beim letzten Mal war ja „last day of school“ und es waren gefühlt alle Anfang-zwanzigjährigen auf Berkeleys und Oaklands Straßen unterwegs.) Nachdem wir uns nett mit einem Kerl, der seinen kleinen Hund dabei hatte und ihn mir direkt auf den Arm gesetzt hatte (Das ist mir verrückterweise schon das zweite Mal in einer Bar passiert – was stimmt mit diesen Menschen nicht? Die armen Hunde!), unterhalten hatten, erkundeten wir die andere Seite der Bar und gerieten in ein kleines „Tanzbattle“ mit ein paar Afroamerikanern. Das war zwar ganz witzig, aber nicht ganz so unsere Welt und da sich bei unserer weiteren Runde durch die Bar keine weiteren interessanten Gespräche ergaben, gingen wir vorerst vor die Tür und aßen unser zweites Sandwich. Ziemlich gut gelaunt drehten wir noch eine Runde durch die Bar und ließen uns dann mit unserem Bier nieder. In dem Moment erspähte Jana ein bekanntes Gesicht in einer Gruppe von jungen Männern, dem sie wohl mal ziemlich zu Anfang ihrer Zeit hier ihre Nummer gegeben hatte. Sie wollte eigentlich so gar nicht nochmal mit ihm sprechen, aber das überhörte ich gekonnt in meiner guten Laune und machte mich direkt auf den Weg zu ihrem Tisch mit den Worten „Hey, meine Freundin kennt euren Freund. Ist hier noch Platz?“ Oh man, wie ich sowas vor einem Jahr einfach niiiiieeeemals gemacht hätte, aber was soll’s? Man geht ja schließlich in eine Bar, um nette Gespräche zu führen. Und manchmal ergeben sich sogar recht nette Bekanntschaften und man nimmt eine Handynummer mit nach Hause ;) Nach einem kleinen Hin und Her, ob wir die Kerle jetzt noch begleiten sollten oder nicht, entschied auch ich mich dann für „Sister before Mister“ und nahm mit Jana ein Uber zum Pizzaladen, der uns schon beim letzten Mal den Abend gerettet hatte. Während Jana sich um unsere Pizzabestellung kümmerte, nahm ich vorsichtshalber Platz, da ich auf dem Weg zum Uber schon merkte, dass ich leichte Gleichgewichtsstörungen hatte. (Woher das nur kommen mochte? Meine Beine wollten aber irgendwie schneller, als mein Oberkörper und ich hatte Mühen nicht nach Hinten über zu kippen. Das war vielleicht ein seltsames Gefühl. Haha!) Neben mir saß ein blutjunger Afroamerikaner mit pinken Haaren auf die ich ihn natürlich sofort ansprechen musste. Er fragte mich dann sehr höflich, ob es mir was ausmachen würde, ihm auf Instagram zu folgen. Schließlich wolle er mal groß raus kommen und dafür zähle jeder Like. Heute grinse ich jedes Mal, wenn er wieder was gepostet hat und freue mich, wie leicht man Menschen manchmal glücklich machen kann :) Er bedankte sich wirklich tausendmal bei mir. Mit einer heißen Pizza in den Armen ging es dann mit einem weiteren Uber nach Hause zur Jana. Dort fielen wir dann fast noch kauend zufrieden und glücklich in einen tiefen Schlaf. Nur noch diese eine unbeantwortete Frage im Kopf: „Seit wann tragen Männer eigentlich wieder diese unglaublich engen Jeans? Und: Tut das nicht im Schritt weh beim Laufen?“

 Das Deutschlandspiel am nächsten Morgen um 8 Uhr schenkten wir uns dann, gingen aber genau wie beim letzten Mal wieder bei „Rick and Ann’s“ frühstücken. Wir hätten mit dieser Bar-Pizza-Brunch Tradition schon viel früher anfangen sollen. Das hätte echt so ein gutes „einmal im Monat machen wir das“-Ding werden können. Nach einem ausgiebigen Brunch ging es dann nochmal zur Bar (Jana hatte ihre Karte den Abend vorher vergessen) und dann zeigte sie mir den Jack London Square in Oakland. Ein schönes Plätzchen direkt am Wasser, wo es alles Mögliche gibt, um sich die Zeit zu vertreiben: ein Kino, einige Bars und Cafés, eine Spielhalle mit Bowlingbahn u.s.w. Wir genossen einfach die Sonne, bummelten ein wenig über den Farmer’s Market und machten uns dann am Nachmittag auf, meine Koffer zu holen, grabten noch einen Burger bei In-N-Out, den wir nahe dem Flughafen wieder am Wasser sitzend verspeisten und führten unglaublich gute Gespräche. Maus, ich hab dich echt gern! Wir norddeutschen Dickköpfe wissen einfach, wie man miteinander umgehen muss. Zwar manchmal sehr rau, aber immer ehrlich und aufrichtig! ♥ Danke für ein paar so schöne letzte Stunden an der Bay, bevor es für mich über den großen Teich in die Heimat ging. Ich werde dich sehr vermissen, wenn du dann am Strand in Australien sitzt. Aber wie sagtest du? „Wir teilen uns den selben Ozean. Wenn du ins Wasser pinkelst, schwimme ich vielleicht drin.” Darauf ein aufrichtiges: “Oh , wie schön! Das ist so romantisch!” Ich meine, den gleichen Mond schauen wir ja schließlich alle irgendwie an! :D

Good Morning! Am Jack London Square Waiting at the airport Bye Bye beautiful foggy San Francisco

Mit den Flügen klappte dann alles eigentlich ziemlich gut. In Paris angekommen, merkte man dann nur direkt wieder, dass man in Europa war. Das Personal war ja total nett (immerhin wurde mir hier, wie auch in Oakland schon, nichts für meinen übergewichtigen Koffer berechnet), aber die ganzen reisegestressten Deutschen und Franzosen am Germanwings Terminal, die weder ein Entschuldigung, Excuse me oder Pardon in den Mund nahmen, nachdem sie einen angerempelt hatten oder auf die Füße getreten waren, gingen mir schon ziemlich auf den Sack! Eine E-Mail über einen wichtigen fehlenden Fragebogen von der amerikanischen Botschaft, die ich total übermüdet auf dem Boden zwischen meinem Gepäck, plärrenden Kindern und genervten Eltern entdeckte, trübte meine Laune um noch Einiges mehr. Gelandet im verregneten Hamburg, holte meine liebe Katrin mich vom Flughafen ab und nach einem kurzen Austausch mit ihr und Sven mussten die beiden ins Bett. Schließlich war es unter der Woche. Ich allerdings konnte nach über 24 Stunden auf den Beinen leider noch kein Auge zu machen und saß dann noch bis 2 Uhr an dem blöden Fragebogen. Glücklicherweise konnte ich alles noch rechtzeitig einreichen. Das wäre sonst was geworden. Hui!

Nach einer relativ kurzen Nacht, machte ich mich am Morgen schon wesentlich besser gelaunt auf zum Rewe und kaufte mir METT! Ha, wie hatte ich mich darauf gefreut! Nom nom nom! Nach einem ausgiebigen Frühstück, ein wenig Organisation von Papierkram, Terminen und anderem Kram, ging ich noch eine kleine Runde Laufen und war dann bereit, mich mit Lea in der großen Stadt zu treffen. Hamburg hat schon echt ein paar coole Ecken! Ich genoss unseren Schwesternnachmittag /-abend ungemein: Bummeln, lecker Essen und Weinchen direkt am Wasser und dann noch ein schönes kaltes Bierchen (oder zwei oder drei) mitten in der Öffentlichkeit an der Alster. Ja, so ein paar Sachen in Deutschland hatte ich doch vermisst ;) Ich hab dich lieb, Schwesterlein! Noch vor etwas mehr als einem Jahr, bist du mir bei eigentlich jedem Aufeinandertreffen früher oder später irgendwann auf die Nerven gegangen oder hast mich mit irgendeiner Dummheit wütend gemacht. Doch schon als du mich hier in den Staaten besucht hast, ist mir aufgefallen, wie Erwachsen du geworden bist. Ich bin unheimlich stolz auf dich und danke dir, dass du nicht nur eine unglaublich tolle Schwester, sondern auch eine sehr wichtige und besondere Freundin bist! ♥ ♥ ♥

nom nom nom Schwesterherz Wasser, Sonnenschein, Boote und sogar ein Regenbogen - Dinge, die mich glücklich machen

Nach einem kleinen Zugverbindungschaos kam ich auch an diesem Abend nicht wirklich pünktlich ins Bett und musste mich nach drei Stunden Schlaf um 3:30 Uhr am Morgen schon wieder ins Auto nach Berlin setzen. In der Botschaft machten sie es dank dem etwas spät eingereichten Fragebogen dann noch besonders spannend und ließen mich etwas zappeln bis dann der erlösende Stempel mit den Worten „You’ll get your passport with the visa next week with the mail to this address.“ auf mein Formular gehauen wurde. Thank God! I was all set! So fuhr ich nach einem kurzen einstündigen Berlinbesuch also wieder zurück nach Hamburg, stellte Katrins Auto vor der Tür ab, packte meine sieben Sachen, nahm den Bus nach Harburg, nahm den Zug nach Bremen (At this point I started thinking about being very sick of travelling meanwhile…) und war dann doch ziemlich aufgeregt, endlich meine Eltern wieder zu sehen. Mama holte mich am Bahnhof ab, wir fuhren noch kurz Oma besuchen, ein neues Foto für mein Visum in der Waterfront machen (vier Tage, 10 Stunden Schlaf, nur unterwegs,… perfekte Voraussetzungen für ein sowieso schon unvorteilhaftes Passbild. Haha!) und dann durfte ich auch endlich meinen Papa in die Arme schließen. Julia kam auch noch vorbei und wir ließen den Sommerabend bei einem Glas Wein auf der Terrasse ausklingen.

Auch in dieser Nacht bekam ich viel zu wenig Schlaf, obwohl Lea mir ihr Zimmer sehr gemütlich und nett zurechtgemacht hatte. Trotzdem machte ich vor 4 Uhr kein Auge zu, musste aber recht früh wieder hoch. Schließlich hatte ich einen wichtigen Termin. Neben allem Nervigen was noch auf mich zukommen sollte, wollte ich mir eine Kleinigkeit gönnen und ließ mich von der lieben Claudia einmal komplett verwöhnen: neuer Lebensabschnitt, neuer Style :) Nach einer ersten Inspektion Normens und meiner Wohnung und einem fröhlichen Wiedersehen mit unseren Mietzekatzen, fuhr ich nach einem kurzen Arzttermin mit gemischten Gefühlen wieder zu meinen Eltern. Normen hatte alles wirklich schon gut vorbereitet und unsere Sachen übersichtlich und ordentlich auseinander sortiert, was super hilfreich war, aber es war sooooo viel! Das machte mir wirklich Angst. Am Abend ging aber vorerst das große Wiedersehen mit allen weiteren engen Familienmitgliedern weiter und wir hatten einen wirklich schönen Abend zusammen. Wir grillten sehr lecker, ich zeigte ein paar Videos aus dem letzten Jahr, erzählte viel und es wurden einige Küsschen und Umarmungen ausgetauscht.

Wieder eine kurze Nacht, denn am nächsten Morgen musste ich zum wohl besten Zahnarzt der Welt. Einfach ein cooler Typ mit einem Herz für arme, abenteuerlustige, charmante Aupairs, die er schon behandeln durfte, als die Milchzähne noch wackelten. Nach einem kurzen Besuch in meinem alten Kindergarten, der sich dann doch etwas in die Länge zog (war eben einfach schön, mit den alten Kolleginnen zu plauschen), warteten meine Eltern schon im Auto, um mit mir zum Campingplatz zu fahren. Die schöne Landschaft im Diepholzer Landkreis konnte ich leider nicht genießen, da mir dann doch vor Erschöpfung die Augen zufielen. Wie ich es vorher gesagt hatte, meinte Deutschland es gut mit mir und hat uns mit dem besten Norddeutschen Sommerwetter für das Campingplatz Wochenende versorgt. Es war kalt, nass und ungemütlich. Aber so schmecken der Kaffee am Vor- und Nachmittag und der Gin Tonic am Abend direkt viel besser - wärmt schließlich. Auch Essenstechnisch verwöhnte Mama mich ordentlich. Zuhause gab es schon Labskaus und auf dem Campingplatz dann lecker Fischbrötchen (für mich sogar eins mit Nordseekrabben – yummy!), Spargel, feinstes Jägermett, Schaschlikspieße, zwischendurch Kirschen, Erdbeeren, Tapsys, … und obwohl ich mich einmal zum Laufen aufgerafft hatte, als es mal zwischendurch trocken war, hatte ich das Gefühl, dass ich bestimmt schon zwei Kilo zugenommen hatte. Samstag früh kamen Lea und Henning zu unserer lustigen Runde dazu. Lustig im wahrsten Sinne! Wir hatten unheimlich viel Spaß, spielten Carcassonne, Zug um Zug und Macke. Papa gab Henning genaue Anweisungen, in welcher Reihenfolge Gemüse und Fleisch auf den Schaschlikspieß gehören, während Mama uns mit ihren Holzspieß Fechtkünsten beeindruckte. Ich wurde wie in Kindertagen von Papa mit Speck gefüttert, am Abend freuten sich alle über den Deutschlandsieg, ich schickte den D’s ein paar Videos von uns verrückten Deutschen und bekam tolle Mexico Bilder und Videos mit liebevollen Botschaften von den Kids zurück und alles in allem konnte man sich eigentlich nur über das Wetter beschweren und betrauern, dass Julia und Hanno doch irgendwie gefehlt haben.

nom nom nom Wer braucht schon Schnitzel? nom nom nom! Noch zu dritt am ersten Abend

Camping Day 2:

Offensichtlich ein spannendes Spiel

Für Sonntag war der Plan eigentlich anders, aber letztendlich waren Mama und Papa so lieb und gaben Lea und mir ihr Auto, mit dem wir am späten Nachmittag wieder nach Hamburg fuhren. Lea besuchte mit mir das Michael Patrick Kelly Open-Air Konzert und danach brachte ich sie nach Hause. So konnten wir einen schönen, nahezu perfekten gemeinsamen letzten Abend zusammen in Deutschland verbringen, da sie die Woche Spätschicht hatte und mich somit nicht mehr in Bremen besuchen konnte. Ich verbrachte die Nacht wieder bei Katrin und Sven auf dem Sofa und am nächsten Morgen fuhren Katrin und ich zurück nach Bremen. Nun musste ich mich dem Biest, das mir die ganzen Tage im Nacken saß und schlaflose Nächte bereitete, endlich stellen. Die Wohnung war noch voll und wir hatten nur noch 5 Tage…

Stadion Paddy hat seinem Namen wieder alle Ehre gemacht

…To Be Continued…

Thank you!

Peace, Love and Hugs,

Feedo

 

PS: „People want to socialize their dogs, what better place than a bar? Loud and lots of people.” – Die Antwort eines Freundes auf die „Warum bringen Leute ihre Hunde mit in eine Bar?”-Frage. Ganz überzeugen tut mich das noch immer nicht… „Lots of people. It’s a good thing.“ Schreibt er noch. Hm!

Hello Beautiful California Summer!

Freitag, 15.06.2018

Kinder, es geht mir gut! Der Sommer ist da und er ist und bleibt einfach meine liebste Jahreszeit! Während ihr in Deutschland alle ordentlich schwitzen durftet und mit bösen Gewittern zu kämpfen hatten, hatten wir in den letzten Tagen immer zwischen angenehmen 22-28°C und Sonnenschein. Das perfekte Wetter also für Outdoor Aktivitäten und ich muss sagen, das habe ich auch ordentlich ausgenutzt. 

So, ich musste mal eben nachsehen. Das letzte Mal hatte ich vorletztes Wochenende in der Nacht von Samstag auf Sonntag gepostet. Den Sonntag musste ich dann den ganzen Tag arbeiten und war mit meiner Family beim "Escape from Alcatraz" Triathlon. Aba hat mitgemacht, wir haben angefeuert. Das Wetter war perfekt. Wir jubelten ihm zu, als er mit dem Rad ankam und dann los lief, um die letzten 9 Meilen hinter sich zu bringen. Dann zogen wir weiter, um ihn kurz vorm Ziel noch einmal anzufeuern. Die Stimmung bei diesem Event war großartig. Ich tanzte mit den Kids auf dem Rasen neben dem Zieleinlauf, wir unterhielten uns mit anderen Leuten, die da waren um Familienmitglieder oder Freunde zu supporten und als Aba dann endlich ankam, sah man richtig, wie er sich freute, dass wir da waren. Er war dieses Jahr nicht ganz so gut vorbereitet, wie im letzten Jahr und hat sein eigenens Ziel nicht erreichen können, wir waren aber trotzdem unheimlich stolz auf ihn und ich hatte das Gefühl, am Ende war er einfach nur glücklich darüber und dass er es überhaupt geschafft hat. Ich habe mir sagen lassen, es sei einer der belibtesten Triathlons der Welt und auch eine Vorqualifikation für den Iron Man. Und jeder, der ihn geschafft hat, kann mit stolz behaupten "I escaped Alcatraz!". Ziemlich cool! Ich war wirklich erstaunt, wie viele Menschen in verschiedensten Körperformen mitmachten. Da waren Menschn, den hätte ich vom rein Äußeren nicht einmal zugetraut, dass sie überhaupt die Laufstrecke hinter sich bringen. Aber davor mussten sie ja noch von Alcatraz 1,5 Meilen an Land schwimmen, 1 Meile zum Rad laufen und 18 Meilen Radfahren. Wahnsinn!

Crazy Dog neben dem Ziel Great Aba! You're a monster! (But a nice one!)

Abends wurden wir von Freunden der Familie zum Pizzaessen und Basketballgucken eingeladen. In solchen Momenten fühle ich mich mittlerweile wirklich immer mehr wie ein richtiges Familienmitglied und von guten Freunden der Familie werde ich auch so behandelt. Das ist wirklich schön ♥

Den Montag musste ich dann zum DMV um meinen neuen Führerschein zu beantragen. Mein jetziger läuft Ende Juni nämlich aus. Habe ich schonmal erwähnt, dass ich Behörden auf der ganzen Welt einfach nur nervig finde? Natürlich funktionierte bei mir auch dieses Mal wieder nicht alles reibungslos und ich hatte wieder eines der gefühlt 1000 Vormulare vergessen, die ich hätte mitbringen müssen. Zum Glück ist das DMV nicht weit weg und ich konnte noch eben nach Hause fahren, um den Wisch zu holen. Als dann alles soweit fertig bearbeitet war, bekam ich einen vorläufigen Führerschein auf Papier und der Beamte schrieb mir eine Telefonnummer auf mit den Worten "Eigentlich sollte der Führerschein innerhalb der nächsten 6 Wochen in ihrem Briefkasten sein. Das funktioniert aber meistens nicht. Nach sechs Wochen sollten sie dann also diese Nummer anrufen und die sagen ihnen dann, wie es weiter geht und wie sie an ihren Führerschein kommen." Ernsthaft? Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Ziemlich traurig, dass sie einem schon im Vorfeld diese Nummer mitgeben müssen, weil sie es scheinbar nicht geschissen bekommen. Mal sehen, ob ich Glück habe...

Nach dem DMV traf ich mich mit der lieben Vici aus Ross, die genauso traurig ist, dass die Christa nicht mehr da ist, wie ich meiner Vanessa hinterher trauere. So beschlossen wir nach einem kleinen Spaziergang (Hike konnte man das jetzt nicht wirklich nennen), dass wir uns jetzt mal öfter treffen müssten. Auf dem Heimweg kamen wir an dem Stellplatz von Peters Salmonboot vorbei und beschlossen spontan ganz sneaky mal zu schauen, ob sein Boot denn jetzt endlich mal im Wasser liegt. Ha! Der alte Bummer! Man sah zwar, dass seit März Einiges auf dem Boot passiert ist, aber Wasser hat es sicher nicht gesehen. Dabei meinte er vier Wochen vorher zu mir, dass er jetzt kurz davor sei, das Boot ins Wasser zu lassen. Abgesehen davon, dass wir zur Zeit eh keinen Kontakt mehr haben, verliere ich langsam wirklich den Glauben daran, jemals mit ihm mit seinem eigenen Boot auf eine Bootstour zu gehen. Muss ich eben einen anderen Weg finden, um Bootfahren zu lernen!

Der kleine Fratz ist Vici und mir bei unserem Spaziergang über den Weg gelaufen

Nach Feierabend zog es mich dann wieder raus. Das Wetter war einfach zu schön, um drinnen zu bleiben. Ich war zwar zum Skypen verabredet, aber so mit endlosem Datenvolumen kann man seine langen Telefonate auch mal ins Freie verlegen. So hatte ich einen schönen Abend mit Blick auf die Golden Gate Bridge, ein paar Delfinen, die an mir vorbei schwammen und einem unglaublich guten Gespräch mit einer ehemaligen Arbeitskollegin. Danke meine Liebe ♥

Dienstag Vormittag kam dann spontan die liebe Vici aus Mill Valley bei mir vorbei und wir gingen ein wenig in unserem Örtchen spazieren. Auch das war super schön und wir verabredeten uns direkt für eine Fahrradtour am nächsten Tag. Schließlich wollte ich schon seit einer halben Ewigkeit mal das Mountain Bike, das mir zur Verfügung steht, ausprobieren. Nach Feierabend traf ich mich wieder mit der Vici aus Ross (ja, mit den ganzen Vicis kommt man so langsam durcheinander :D) und fuhr mit ihr nach Novato ins Kino. Von dem Kino schwärmte Christa immer so sehr. Bisher hatte ich es aber noch nicht geschafft, hinzugehen. Es lief aber auch nicht so wirklich etwas, das mich interessierte. Wir sahen uns "Adrift" an (gerade gegoogelt: im deutschen heißt der Film "Die Farbe des Horizonts" - was ein bescheuerter Name). Es schien der perfekte Film zu sein. Zum einen wollte ich ihn eh sehen, zum anderen spielen tolle Schauspieler mit und am besten: Vici und ich sprachen beide viel davon, dass wir Segeln oder zu mindest Bootfahren lernen wollen. Was bietet sich da mehr an, als ein Film, indem es darum geht, dass ein Pärchen nach einem Sturm mit ihrem kaputten Segelboot wochenlang mitten im Pazifik treibt und es eigentlich keine Chance auf's Überleben gibt - nach einer wahren Begebenheit versteht sich. Was soll ich sagen? Das Kino war super (extra breite Liegesessel für jeden und süßes Popcorn!), der Film war großartig und wir hatten unhemilich viel Spaß :)

Mittwoch Morgen erzählte ich Aba von meinem Vorhaben, das Bike endlich auszuprobieren und er bot mir direkt an, das Rad für mich hoch zu holen und fit zu machen. Nun hat mein Rad auch einen Stellplatz in der Garage bekommen, dass ich einfach dran komme und ich muss sagen, für mich war Radfahren ja eher immer Mittel zum Zweck und ich war definitiv kein Mensch, der großen Gefallen an langen Radtouren hatte. Ich schickte Normen dann doch meistens lieber alleine los. Aber mit diesem super coolen (und wahrscheinlich unheimlich teuren) Mountain Bike macht es echt Spaß zu fahren, obwohl unsere Hügel hier schon echt eine Qual sein können. Vici und ich fuhren bis zum Discovery Museum an der Golden Gate Bridge, picknickten dort gemütlich und fuhren wieder zurück. Am Abend erzählte ich Aba, dass ich mir einen kleinen Sonnenbrand an den Armen zugezogen hatte und er hielt mir direkt einen Vortrag über seine Armstulpen, die er immer bei seinen Outdoor Aktivitäten trägt. Und tada, da hat er mir direkt auch welche bestellt. Seit gestern bin ich dann also stolze Besitzerin von kühlenden Armstulpen für sonnenempfindlichen Outdoor Sportler :D Der Süße ♥

Donnerstag traf ich mich wieder mit der Vici aus Ross und sie zeigte mir einen mega schönen versteckten schwarzen Strand in den Marin Headlands. Dort ließen wir einfach die Seele baumeln und die Sonne auf unsere Gesichter scheinen. Wie ich am Anfang schon erwähnte: Der Sommer ist da ♥

Ich war die Woche irgendwie so ausgelastet und entspannt, dass ich nicht einmal Fotos machte. Sorry dafür!

Freitag war ich seit einiger Zeit mal wieder im Peso. Ich traf mich mit Anke (Vanessas Vorgängerin), die zur Zeit zu Besuch in den Staaten ist und den ganzen Sommer bleiben wird (Juhuuu! :D), ihrem Freund Robert und Vanessas Hostparents Jenny und Peter. Es war ein ziemlich lustiger Abend :)

Mit Anke und Jenny - Vanessa, du hast so gefehlt!

Nachdem ich dann den Samstag eher weniger als mehr gearbeitet habe, kam dann mein Highlight der letzten Tage: 

Sonntag fuhr ich in Herrgottsfrühe nach Moss Landing, an die Monterey Bay, da ich ein letztes Ticket für eine Whale Watching Tour ergattert hatte. Natürlich fand ich Anfang Juni heraus, dass die Orca Saison in der Bucht im April und Mai ist, aber die Wahrscheinlichkeit, wieder einige Buckelwale zu sehen, war sehr hoch. Vanessa und ich waren ja letztes Jahr schon zu einer ähnlichen Zeit dort. Tja und natürlich habe ich keinen Orca gesehen, aber es war trotzdem wieder unglaublich toll! Der Boots Peter hatte mir vorher den Tip gegeben, keinen Kaffee zu trinken, um Seasickness zu vermeiden. Ich und kein Kaffee, das konnte ja was werden. Natürlich war ich unglaublich müde, aber die Vorfreude auf die Tour war größer. Ich trank stattdessen Ginger Ale (ein Tip gegen Seasickness von den "Blue Ocean Whale Watch" Mitarbeitern) und siehe da. Es mussten sich wieder Einige auf dem Boot übergeben, aber mir ging es dieses Mal richtig gut! Ich konnte einfach nur genießen, machte ein paar Fotos und Videos, hielt Ausschau nach Walen (Orcas vor allem), ließ mir die Sonne aufs Gesicht scheinen, den eiskalten Wind um meine Mütze wehen (super kalt draußen auf dem Wasser, aber ich war vorbereitet) und war glücklich.

So viele riesen Quallen im Wasser Pelikane über Pelikane Sie waren sooo nah Ich wollte sie am liebsten berühren

Weil ich an diesem Tag nicht genug von der wunderschönen Küste bekommen konnte, beschloss ich den langen Weg am Highway 1 zurück nach San Francisco zu fahren. Es hat zwar eine halbe Ewigkeit gedauert, da ich nicht die Einzige war, die sich an einem Sonntag Nachmittag bei so schönem Wetter zum Meer hingezogen fühlte, aber es hat sich dennoch gelohnt. Hab ich schon erwähnt, wie sehr ich die Gegend liebe, die ich zur Zeit mein Zuhause nennen darf?

Qualitytime for myself

Gegen späten Nachmittag in der Stadt angekommen, suchte ich mir noch einen Parkplatz in der Nähe der Fisherman's Wharf, um mir in dem Touristen Trubel ein wenig die Beine zu vertreten. Schließlich war ich nun schonmal auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge und die Wharf ist eigentlich immer einen Besuch wert.

Da das Wetter auf meinem Heimweg noch immer schön war, machte ich noch einen kurzen Halt an einem meiner Lieblingsplätze auf meiner Seite der Brücke. Dann ging es aber nach Hause. Der Tag war lang genug ;)

Da die Fahrradtour nach Sausalito so schön war, verabredeten Vici und ich uns, mal zum Tennessee Valley zu radeln und dort bis zum Strand runter zu fahren. Das setzten wir Montag direkt in die Tat um. Da ich schon etwas früher off war, fuhr ich schon los und wollte Vici dann unterwegs treffen. Im Tennessee Valley angekommen, kam mir die andere Vici aus Ross entgegen, die dort gerade am Wandern war. Was ein Zufall :D Während wir da standen und plauderten kam dann auch die Mill Valley Vici angeradelt. Nachdem wir uns etwas fest gequatscht hatten, spazierte die eine Vici weiter Richtung Auto und ich fuhr mit der anderen Vici zum Strand. Dort warteten noch ein paar wenige Überreste eines Grauwalkadavers auf uns. Das Meiste wurde schon weg gespühlt, beziehungsweise vom Mammal Institute zu Forchungszwecken abgeholt. Dennoch waren diese riesigen Knochen ziemlich beeindruckend. Nach unserer Inspektion stiegen wir die Treppen zum Overlook hoch (dort roch es auch nicht mehr so streng) und picknickten gemütlich. Ach, es ist einfach herrlich, das schöne Wetter draußen zu genießen, sich ein wenig zu bewegen und zwischendurch eine Pause zum Quatschen einzulegen ♥

Es blüht so schön im Tennessee Valley

Nachdem ich am Wochenende ziemlich viel mit einer Peso Bekanntschaft geschrieben hatte, trafen der erfrischend lustige Ire und ich uns Montag Abend, um ein wenig am Muir Beach abzuhängen. Aus einem faulen Beachabend wurde aber spontan eine ordentliche Wanderung (und das Barfuß in Stoffschuhen - darauf war ich irgendwie nicht vorbereitet :D). Eigentlich wollten wir nur den Berg hochklettern, von dem ich mal so schöne Fotos vom Sonnenuntergang gemacht hatte, aber irgendwie waren wir dann neugierig, wo der Weg weiter hinführte und so gingen wir lustig plaudernd weiter bis wir eine kleine Bucht mit einem Ministrand entdeckten, zu dem wir dann auch runter kletterten. Zwischendurch machten wir uns immer wieder etwas Sorgen, ob wir nicht umkehren sollten, weil die Sonne so langsam verschwand, aber wir waren einfach zu neugierig und im Nachhinein hat es sich auch wirklich gelohnt. Sehr kurios war nur der Fund, den wir gemacht haben. Unten an der Bucht auf einem Stein lagen ein BH, eine Boxershorts, ein verrosteter Schlüsselbund und eine Spritze. Das gab auf jeden fall viel Anlass zu Spekulationen. Haha! Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß an einem Abend. Es tut so gut, zwischendurch mal mit wesentlich jüngeren Menschen abzuhängen. Als wir wieder beim Parkplatz ankamen, war es mittlerweile komplett dunkel, aber das Auto war noch da und wir haben heile zurück gefunden. Komplett durchgeschwitzt, ich mit schmerzenden Füßen und ziemlich kaputt (schließlich schleppte ich die ganze Zeit meine schwere Kamera mit mir herum), dachten wir, wir hätten uns jetzt ein schönes kaltes Bier verdient und machten uns auf den Weg zum 2AM Club in Mill Valley. Wir wollten vorher noch bei der Bank halten und dann passierte es: wir wurden vom Sheriff angehlaten. Der Officer war aber total nett. Er fragte, wo wir herkamen und wo wir hinwollten (Wandern am Beach und zur Bank, die Bar erwähnten wir schlauerweise lieber nicht) und meinte, er hätte uns angehalten, weil wir ohne Licht gefahren seien. Ups! Kein Wunder, dass wir so schlecht sehen konnten. Es war halt nur das Standlicht an und demnach war das Auto hinten halt gar nicht beleuchtet. Beim Kontrollieren der Papiere kam dann noch heraus, dass die Zulassung für das Auto schon seit einem halben Jahr abgelaufen sei. Ohje! Wenn man sich mal das Auto der Mama leiht... Da wir aber die ganze Zeit sehr höflich und freundlich waren und scheinbar alle Fragen Richtig beantworteten (Und wo wollt ihr nun hin? - Am besten nach Hause und das Auto tauschen.), bekamen wir nur eine müdliche Verwahrung. What a lucky irish guy :D Nun habe ich also auch sowas mal miterlebt und es war gar nicht schlimm. Hihi! Immer wieder neue Abenteuer hier im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Da kletterten wir dann hinunter,... ...um an diesen kleinen versteckten Strand zu gelangen

Dienstag hatte ich meinen Tattoo Termin am Vormittag und bin mehr als glücklich mit dem Ergebnis. Ich glaube, ich habe dem Adam mit meiner Freude über meine neuen Tattoos sehr den Tag versüßt. Ich kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus und Adam sagte immer wieder, wie viel Spaß es macht, jemandem ein Tattoo zu stechen, der sich so offensichtlich drüber freut. 

Meine wunderschöne hawaiianische Schildkröte Für den größten Peanuts Fan, meine liebe Vanessa, ein kleiner gelber Woodstock als gelber Farbtupfer in meiner schönen bunten Collage

Abends folgte ich einer Einladung von Vanessas Hostparents und quatschte bei Bier und Erdnüssen ein wenig mit Jenny und Peter in ihrem Haus. Die liebe Jenny bot mir an, mich morgen mit meinem Gepäck nach Berkeley zu Jana zu fahren. Da sagte ich natürlich nicht nein. Vanessa fehlt mir so sehr und ihnen auch, da tut es doch irgendwie gut, sich gegenseitig ein wenig aufzumuntern. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich noch immer bei der Familie willkommen bin :)

Mittwoch schlief ich ein wenig aus und gönnte mir meinen freien Morgen. Am Abend war ich bei Anke und ihrem Freund Robby zu Pizza, Bier und S'mores eingeladen. Was ein entspannter Sommerabend. Die beiden sind echt super lieb und ich werde diesen Sommer definitiv noch öfter was mit ihnen machen :)

nom nom nom - yummy S'mores

Gestern Vormittag zog ich wieder mit dem Rad los, um noch ein paar Besorgungen für Deutschland zu machen. Am Abend hatten Ima und Aba Datenight. So blieb ich mal zuhause. War ja aber auch ziemlich viel unterwegs in den letzten Tagen. Heute Vormittag war ich auch ziemlich faul und nach Feierabend fand ich keinen, der Zeit hatte, so fuhr ich zu meiner geliebten Brücke, um mich zu verabschieden, denn Morgen geht es nach Feierabend ab nach Berkeley und nach einer Nacht bei Jana am Sonntag Abend zum Flughafen nach Oakland. Deutschlnad, ich komme! Aber vorerst nur zu Besuch ;) Schließlich hat mein zweites Jahr hier erst gerade begonnen und nach all dem Stress und Schmerz der letzten Wochen und Monate fange ich endlich wieder an, mein Leben in vollen Zügen zu genießen. Wie könnte man auch nicht an diesem wundervollen Ort mit so vielen lieben Menschen?

Auch bei dunklen Wolken, Wind und Nebel eine Schönheit

Oh Kinder, wie die Zeit vergeht! ich freue mich, viele von euch ganz bald wieder zu sehen und in meine Arme zu schließen! ♥♥♥

Eure Feedo

 

PS: Auch, wenn ich diese Woche durch das erste Sommercamp der Kids viel Freizeit an den Vormittagen hatte, war meine Arbeitszeit ziemlich anstrengend. Da hatte Ima einfach an vier von fünf Tagen Playdates organisiert, die natürlich alle bei uns beziehungsweise heute am Pool statt fanden. Ich durfte die ganze Bande auch immer fahren. Diese Woche war ich mehr Schulbusfahrer, als alles andere. Morgen dann noch ein Kindergeburtstag und dann bin ich wirklich urlaubsreif! Trotzdem liebe ich meine Bande über alles und weiß jetzt schon, dass sie mir sicher fehlen werden in den nächsten drei Wochen!

  Campen im Kinderzimmer - my silly cuties!

New York New York – Die Stadt, die niemals schläft

Sonntag, 03.06.2018

Wow, was ein Kurzurlaub. Vanessa und ich hatten wirklich einen tollen gemeinsamen Abschluss eines wunderbaren gemeinsamen Jahres.

Die Tage zwischen dem letzten Blogeintrag und New York ging es mir noch immer nicht so gut. Am Montag wusch ich die Lunchboxen der Kinder ab, war mit meinen Gedanken wieder in einem tiefen Loch, als ich D sagen hörte. „That’s so unfair. Always when I wanna play outside nobody wants to come play with me.” J hatte einen Solo Nachmittag mit Ima und M wollte lieber drinnen bleiben. Die Art und Weise wie er es sagte, rüttelte mich irgendwie auf und ich sagte „I’ll come with you.“ „On the trampoline? What’s with your back?“ Dazu muss ich sagen, dass ich lange nicht mehr mit den Kids auf dem Trampolin war, weil ich danach immer Probleme mit meinen Hüften und meinem Rücken hatte (man wird eben nicht jünger). Es stellte sich allerdings raus, dass es an der Kombination aus zu viel Crosstrainer und Trampolin lag. Jedenfalls fingen seine Augen zu leuchten an und M wollte plötzlich auch mit raus. Leute, wir hatten so unendlich viel Spaß. Ich habe einfach mal los gelassen und den Moment genossen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel gelacht habe. Irgendwann kam D auf dem Trampolin zu mir, umarmte mich ganz fest und sagte „Thank you Feedo, it’s the best day ever. I have so much fun!“. Der Süße neigt gerne zu Übertreibungen, aber es war wirklich ein unheimlich lustiger Nachmittag.

Goofing around with Snapchat

Dienstag fiel mir am Frühstückstisch dann auf, dass ich jetzt genau seit einem Jahr hier war. Wow! Die Zeit rennt! Und nachdem ich vor genau einem Jahr aus dem Flugzeug gestiegen war, sollte es an diesem Tag wieder in einen Flieger zurück Richtung Osten gehen. Dieses Mal aber nicht ganz so weit. Natürlich hatten Ima und Aba ausgerechnet für diesen Tag spontan Theaterkarten bekommen, ich musste ja nun aber zum Flughafen, also musste ich die Kiddos wohl oder übel einem Babysitter übergeben. Das war ein sehr seltsames Gefühl. Nun war aber Urlaub angesagt. Und ich war das erste Mal so richtig froh, meine geliebte Bay Area zu verlassen. Zum einen brauchte ich echt mal Abwechslung, um aus meinen trüben Gedanken zu fliehen und zum anderen war das Wetter einfach scheiße. Man konnte die Golden Gate Bridge einfach mal gar nicht sehen, weil es so trüb, grau und nass war. Natürlich hatte der Flieger dann etwas Verspätung. (Auf dem Rückflug übrigens auch. Was ist da los Alaska Airlines?) Es war aber ein sehr angenehmer Flug, dem Sonnenaufgang entgegen und durch unendlich viele wunderschöne Wolkenschichten.  Ich konnte nur leider nicht so gut schlafen, wie geplant. So machte der „Red Eye“-Flug seinem Namen alle Ehre und ich hatte wirklich müde und rote Augen, als ich in New York ankam. Vom Airport in Newark ging es dann mit dem Bus in die City. Was ein Verkehr! In meiner Nachricht an Ima, dass ich gut angekommen sei, merkte ich direkt an, dass ich sehr froh sei, hier nicht Auto fahren zu müssen. Der Bus hielt quasi direkt neben dem Hotel, ich konnte mein Gepäck dort abstellen und habe erfahren, dass ich schon ab 13 Uhr einchecken könnte. Jackpot! So war ich doch wesentlich motivierten, die Stadt ein wenig zu erkunden, da ich nun wusste, dass ich am Nachmittag die Augen noch ein wenig zu machen könnte, bevor ich Vanessa vom Bus abholen sollte. Und kaum raus auf dem Hotel und Richtung MoMa, stellte ich dann fest, dass wir tatsächlich nur 5 Minuten zu Fuß vom Times Square untergekommen waren. Ich kam gar nicht aus dem Staunen raus und wusste nicht, wohin ich zuerst gucken sollte. Wirklich unglaublich beeindruckend! Nach einem kleinen Frühstück und einem großen Cappuccino schlenderte ich dann gemütlich durchs MoMa (Museum of Modern Art) und stellte wieder einmal fest, wie viele verschiedene Gefühle Kunst in mir auslösen kann. Ich kann wirklich sehr viel für Kunst empfinden :D Definitiv ein perfekter Start in den Urlaub!

Denn die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ein paar Eindrücke aus dem MoMa:

  Kind of creepy  

Nach einem kurzen Schläfchen im Hotel und einer Dusche, zog ich wieder los, um etwas beim Walgreens zu besorgen und Vanessa vom Bus abzuholen. Da stand sie in der Menschenmenge mit ihren zwei Koffern vor dem Busbahnhof und als ich sie entdeckte, musste ich einfach los rennen und ihr in die Arme fallen! Wir hatten uns nur drei Wochen nicht gesehen… Was sollen wir nur das kommende Jahr machen?

Am Abend trafen wir uns mit Imas Schwester zum Dinner. Hmmm, lecker Pasta beim Italiener. Es war ein schönes Treffen, wir unterhielten uns sehr nett und im Laufe des Abends stellte sich immer mehr heraus, dass ich Ima besser kenne, als ich dachte ;) Nachdem wir Danielle an der Subway verabschiedet hatten, sind Vanessa und ich nochmal zum Times Square gegangen, haben uns mitten drin auf eine Treppe gesetzt, das Treiben um uns herum betrachtet und einfach genossen, dass wir wieder zusammen waren.

Donnerstag schliefen wir ein wenig aus und wollten dann unsere Frühstücksgutscheine, die wir vom Hotel bekommen hatten, im Café einen Blog weiter einlösen. Blöderweise hatte uns keiner gesagt, dass die Gutscheine nur bis 10 Uhr gültig waren, aber die netten Amerikaner sind uns auch hier wieder entgegen gekommen und haben uns 30% Nachlass auf das Buffet gegeben und den Kaffee geschenkt. So haben wir zusammen für unter 10$ gefrühstückt, stilecht im Großstadtdunst, direkt neben der vielbefahrenen 42nd und trotzdem irgendwie gemütlich und entspannt. Wir machten keine großen Pläne für den Tag, wollten einfach durch die City schlendern, ein wenig shoppen und eigentlich auf einen der Wolkenkratzer, um die Stadt mal von oben zu sehen. Da wir wussten, dass das Empire State Building sehr teuer ist, entschieden wir uns auf das Rockefeller Center zu gehen. Ich machte mir vorher Gedanken, wie viel Geld ich bereit wäre, für einen Ausblick zu bezahlen und dachte so an 10-15$. Das fand ich schon großzügig. Schließlich ist es nur ein Ticket für eine Fahrstuhlfahrt auf ein Dach. Nachdem wir uns durch das halbe Gebäude zum Box Office durchgefragt hatten, dann der Schock: 36$! Sechsunddreißig Dollar!!! Ich bin fast vom Glauben abgefallen. Die spinnen jawohl! Dann guckte ich mir die Stadt doch lieber vom Boden aus an. Der Ärger war dann aber schnell vergessen, als wir an der 5th Avenue ankamen und ich mich voll und ganz dem Großstadtflair hingab. Vorher warfen wir noch kurz einen Blick in die wirklich sehr schöne St. Patricks Church, die zwischen den ganzen modernen Hochhäusern irgendwie fehl am Platz scheint. Auch im Inneren war die besinnliche Ruhe, die ich in Kirchen eigentlich immer sehr mag, durch den Schwall an Touristen nicht so wirklich gegeben.

Vor dem Rockefeller Center - die Amis lieben ihr Land einfach und ich kann es irgendwie verstehen St. Patricks Church

Nachdem wir uns von absolut fabelhaften schwulen Männern und sehr kompetenten und freundlichen jungen Frauen super ausgiebig bei Victoria Secret beraten ließen (ich habe endlich einen einfach perfekten BH gefunden und wir haben top Schnäppchen bei der Panty Party gemacht :D), einen fancy Einkauf bei Louis Vuitton tätigten (also Vanessa natürlich, ich eher nicht :D), uns über viel zu enge Latzhosen, die ordentlich die Plautze betonen in der H&M Umkleide kaputt lachten und die protzige Innenarchitektur im Trump Tower belächelten, bummelten wir bei 30°C weiter zur New Yorker Public Library. Was ein tolles Gebäude! Eigentlich wollten wir noch weiter zum Central Park, aber durch die Hitze dann doch ziemlich kaputt,  versackten wir auf dem Weg in einer Bar mit ziemlichen geilen Burgern, fried Pickels, Gin Tonic und IPA. Es war noch relativ früh am Abend, aber zur späteren Stunde geht bestimmt Einiges ab im Johnny Utah’s in dem man sogar Bullenreiten kann. Nach so einem spaßigen Tag in NYC hatten wir plötzlich totale Lust, den „Sex and the City“ Film zu gucken. So ließen wir dann den Abend gemütlich mit Film und Wein im Hotel ausklingen.

Im Trumptower

Endlich wieder vereint Ima kaufte mir Gesichtsmasken, schließlich gehören die zu einem Mädels Urlaub dazu

Freitag hatten wir dann einen ziemlich großen Tag mit vielen Emotionen, Eindrücken und wenig Schlaf. Los ging es mit einem ziemlich trockenen Creamcheese-Bagel, den es für den Frühstücksgutschein gab und der somit immerhin kostenlos war. Dann sind wir mit der Subway Richtung Lower Manhatten gefahren, um das 9/11 Memorial und Museum zu besuchen. Oh boy, was ein emotionaler Vormittag. Es war wirklich sehr besonders, diesen Platz zu besuchen. So ein großes Stück Geschichte, dass man selber miterlebt hat. Auch, wenn ich noch sehr jung war, kann ich mich doch unglaublich gut an diesen Tag erinnern. Ich weiß noch, wie Normen und ich 10 Jahre später die ganze Nacht auf dem Sofa verbracht und sämtliche Reportagen über dieses schreckliche Ereignis angesehen haben. Damals sind bei mir schon einige Tränen geflossen und ich dachte, nun sei ich gut vorbereitet, aber als wir am Ende des Museums angelangt waren, war ich doch ein wenig froh, dass es endlich vorbei war. Viel mehr hätte ich nicht geschafft. Sie haben wirklich sehr gute Arbeit geleistet sowohl mit dem Memorial draußen, als auch mit dem Museum.

Um den Ground Zero wird noch fleißig gebaut

One World Trade Center

Nach diesem emotionalen Brocken, brauchten wir erst einmal beide einen Schnaps, um den Kloß im Hals herunter zu spülen. So bestellten wir uns zu unserem Lunch Burger einen großen Cocktail dazu und als Vanessa dann die Ketchup Flasche in der Hand quasi explodierte, konnten wir beide auch wieder lachen. Vom Ground Zero war es nicht mehr weit zur Staten Island Ferry, die einen kostenlos an der Freiheitsstatue vorbei schippert. So nahmen wir das natürlich auch noch eben mit und genossen die Aussicht auf die Skyline von Manhatten und den leichten Fahrtwind an einem wieder sehr heißen Tag. Bevor es mit der Subway wieder zurück ging, mussten wir noch zur Toilette und wollten uns ein kühles Getränk von Starbucks gönnen. Der nächste Starbucks war in einer ziemlich neuen und modernen Untergrund Mall. Wir mussten ziemlich hilflos aus der Wäsche geschaut haben, als wir uns nach der Toilette umsahen, denn ein Security Mann, fragte uns, ob er uns helfen könnte. Nachdem er uns erklärt hatte, in welcher Richtung die Restrooms lagen, stiefelte er vor uns her und ich meinte noch aus Spaß zu Vanessa: „Was kommt jetzt? Will er mit uns auf’s Klo oder nur die Tür aufhalten?“ Und tatsächlich gingen wir um die Ecke den Restrooms und da stand er und hielt uns die Tür auf. Wir mussten noch immer lachen, als wir die Toiletten schon wieder verlassen hatten. Der Starbucks hatte leider schon zu, aber der Security Mann grüßte nochmal sehr freundlich, als wir an ihm vorbei gingen.

Zurück im Hotel duschten wir uns ab und hübschten uns ein wenig auf, denn für den Abend hatten wir Broadway Tickets für Anastasia. Wow! Nun verstehe ich auch, warum es so besonders ist, eine Broadway Show anzusehen. Das Musical war nicht einfach nur gut, es war großartig und so qualitativ perfekt, dass man schon fast die 15$ für ein Bier gerechtfertigt fand. (Aber auch nur fast!) Denn die Tickets für je 100$ waren vergleichweise eigentlich ziemlich günstig.

Nach dem Musical holten wir uns ein Stück New Yorker Pizza (absolut geil!) und gingen zu einem Irish Pub, um uns dort mit Isabell zu treffen, einem anderen Aupair von Apex, mit der Vanessa schon bei ihrem letzten New York Besuch mit Jana feiern war. Da in dem Pub einfach mal so gar nichts los war, beschlossen wir nach dem zweiten Bier nach East Village/ Lower East Side zufahren. Aus der Ecke kommt die liebe Isabell nämlich und kannte dort eine Bar, in der man auch tanzen konnte. Also auf ins Uber und los. Der Place war ziemlich crowded, es waren unheimlich viele Kerle da und Vanessa und ich waren uns beide einig, dass die New Yorker Frauen definitiv mehr wert auf ihr Äußeres legen, als wir es so gewohnt waren. Die Männer waren jetzt auch nicht ganz unser Beuteschema, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß und tranken ein Bier nach dem anderen. Hatte ich schon erwähnt, dass die Woche auch Fleet Week in New York war? In ganz Manhattan liefen überall Männer (und auch ein paar Frauen) in schneidigen Seefahrer Uniformen herum. Und wir drei Mädels waren uns definitiv einig: Ärsche in Uniformen sind ziemlich heiß! Man war immer schon fast traurig, wenn sie sich zu einem umdrehten, weil die Hinteransicht meist dann doch netter war :D Als wir dann freundlich kurz vor 4 Uhr am Morgen aus dem „Hair of the Dog“ hinaus geschoben wurden (ja, in New York darf man ganze zwei Stunden länger feiern), gönnten wir uns nochmal ein fettes Stück New Yorker Pizza (man hatte mittlerweile schließlich wieder hunger) und machten uns dann irgendwann auf den Heimweg. Zurück im Hotel bin ich nochmal auf unser Hoteldach hinauf (für 0$, statt 36$!) und habe mir die Stadt, die niemals schläft im Morgengrauen angesehen. New York, New York, du bist so laut, dreckig, stinkig, voll mit Menschen, Autos und Wahnsinn, aber doch hast du etwas ganz Besonderes, das ich bisher noch nirgends gesehen habe. Mein Herz hast du jedenfalls gewonnen, auch, wenn ich mir nicht vorstellen könnte, in diesem wilden Treiben zu wohnen. Aber als Tourist komme ich ganz bestimmt wieder :)

Nachdem ich dann am Samstag in den frühen Morgenstunden schon auf dem Dach eingenickt war, bin ich wieder runter und zu Vanessa ins Bett gekrochen. Gegen 10 haben wir kurz geklärt, wann wir eigentlich auschecken müssen. Da ich nun aber eh schon wach war, bin erst duschen und dann unten einen Blog weiter zum Starbucks gegangen, um mir einen großen Kaffee zu holen (ein + für’s Großstadtleben :D). Zurück im Hotelzimmer hatte Vanessa sich dann auch fertig gemacht und wir haben entspannt unsere Koffer gepackt. Diese konnten wir im Hotel für den Tag noch unterstellen. So sind wir dann leicht verkatert in ein Diner gegangen, um erst einmal ausgiebig zu frühstücken. Danach schlenderten wir gemütlich Richtung Central Park. Es war wieder ein sehr heißer Tag und die 9 (!) Biere vom Vorabend hingen uns noch leicht quer im Magen, also haben wir es wirklich ruhig angehen lassen und uns immer wieder hier und da auf einer Bank ausgeruht. Urlaub halt :) Wir waren bei den Strawberry Fields an der Gedenkstelle von John Lennon, aber auch hier war trotz einem Gitarristen, der ganz bedächtig Beatles Songs vor sich hin zupfte, die Stimmung nicht so andächtig, wie sie an einem solchen Platz sein sollte. Es waren einfach zu viele Menschen da und der verrückte Obdachlose, der dort mit seinen Topfpflanzen und seiner Fußmatte hauste, brachte uns mit seiner ziemlich verrückten Art eher zum Lachen und auch ein wenig zum Fürchten, als dass wir uns so richtig auf diesen besonderen Platz einlassen konnten. Es war trotz allem ein wunderschöner Tag und ich habe es sehr genossen durch den sehr überfüllten Central Park zu spazieren, denn auch hier hat man wieder diese ganz besondere Energie dieser fabelhaften Stadt gespürt.

Auf dem Rückweg ging es noch ein letztes Mal über den Times Square zum Hotel, wo wir unsere Koffer abholten und dann ab zum Busbahnhof, um den Bus nach Northvale zu nehmen. Dort hatten wir nämlich einen Schlafplatz für unsere letzte gemeinsame Nacht bei Jennys (Vanessas Hostmom) Schwester. Dort wurde wir sehr herzlich willkommen geheißen, haben den ganzen Schweiß des Tages abgeduscht und uns einen sehr gemütlichen Abend im komplett rosa Mädchenzimmer der sechsjährigen Zwillinge gemacht.

Am nächsten Morgen mussten wir dann natürlich endlich mal richtige New Yorker Bagel frühstücken gehen und die Lisa war so freundlich, uns zu einem sehr guten Laden dafür zu fahren. Obendrauf lud sie uns dann auch noch zum Frühstück ein, dabei wollten wir sie eigentlich als Dankeschön einladen. Aber keine Chance! Auch wenn sie mit ihrer spitzen Zunge ihre Verwandtschaft zur Jenny kaum leugnen kann, ist sie doch so viel entspannter. Dazu war sie einfach nur unheimlich liebenswert und ich habe wirklich selten eine solche Gastfreundschaft erlebt. Gegen Mittag ging es dann wieder Richtung City, dort hingen wir noch ein wenig in einem Café herum (ich hatte ja mein Gepäck dabei) und dann mussten wir schon wieder Abschied nehmen. Dieser viel deutlich schwerer, als der letzte und es sind tatsächlich ein paar Tränchen geflossen. Ich vermisse dich schrecklich doll Vanessa! Die Bay Area (und vor allem das Peso) sind einfach nicht das Selbe ohne dich!

Abgesehen von ein wenig Verspätung und einem seltsamen Sitznachbarn, der ständig sämtliche Oberflächen mit Desinfektionstüchern abwischte, war der Rückflug in einem sehr modernen Flugzeug ziemlich angenehm. Ich sah mir den Film „Coco“ an, hörte Musik und ließ mich von den Wolkenschlössern im Sonnenuntergang verzaubern.

meine liebe Zweitfamilie - sooo schön!

Trotzdem lag ein leichter Schatten auf die Rückkehr in meine geliebte Bay Area, denn irgendwie wusste ich, dass die nächsten Tage nicht leicht werden würden und ich sollte tatsächlich Recht behalten…

Irgendwie blöd, wenn die Stange neben einem leer ist...

Es gab aber nicht nur Schlechtes diese Woche. Arbeitstechnisch war es sehr entspannt.

Seit langem mal wieder Night Night Time mit allen zusammen

Donnerstag hatte ich frei und verbrachte den Tag größtenteils in der City. Ich besuchte im SFMoMA (San Francisco Museum of Modern Art) die aktuelle René Magritte Ausstellung, die mir wirklich sehr gefiel und genoss danach noch ein wenig den Sonnenschein an der Wharf. (So viel Kunst in letzter Zeit. Ich kann wirklich viel für Kunst empfinden) ♥

Mein Face in einem Magritte!

Heute dann aber mein absolutes Highlight: Ich hatte eine erste Scuba Diving Stunde und es war absolut großartig. Die super freundliche Tauchlehrerin war echt cool drauf und ziemlich beeindruckt, wie schnell ich den Dreh raus hatte. „She’s a fish!“ sagte sie zu ihrem Kollegen :D Ich hatte wirklich viel Spaß und meldete mich dann auch direkt für einen Tauchschein an. Es ist zwar nicht billig, aber ich glaube, das könnte echt mein Ding werden! Feedo and the ocean just belong together ♥

Da der Tag noch jung war und ich erst ab 17 Uhr arbeiten musste, fuhr ich spontan bei dem tollen Wetter heute noch in die City, bummelte wieder an der Wharf entlang, gönnte mir ein geiles Avocado Turkey Sandwich bei Boudin und war seit langem mal wieder so richtig glücklich - obwohl ich alleine war.

Morgen ist der Escape from Alcatraz Triathlon, an dem Aba teilnimmt. Ich hoffe, dieses Mal findet er auch wirklich statt. Aba is super excited und wir werden ihn morgen ordentlich anfeuern. Ich freu mich :)

In knapp zwei Wochen geht es für mich schon in meinen Deutschland Urlaub. Langsam freue ich mich doch schon sehr darauf!

Take care guys!

Love, hugs and kisses!

Eure Feedo

MoMa NY

PS: In New York habe ich einen jungen Bauarbeiter gesehen, der "Las Day October 7, 2053" auf seinem Helm stehen hatte. Fand ich lustig :D

It's the little things

Sonntag, 20.05.2018

Hallo meine Lieben!

Und schon wieder sind einige Tage seit dem letzten Eintrag vergangen. Und wieder muss ich sagen, dass es nicht so viele spannende Momente gab. Meine liebe Vanessa fehlt mir mehr, als ich gedacht hätte und ich war die letzten Tage sehr antriebslos und unmotiviert, was andere Gründe hat, die ich hier jetzt nicht so breit treten möchte. Ich habe sehr versucht, gegen diese Traurigkeit anzukämpfen, viel Sport gemacht, gelesen, war im Theater, habe Broadway Karten für New York gekauft, mich für einen Scuba Diving Schnupperkurs angemeldet, einen Termin im Tattoo Shop gemacht, mich über Studiengänge informiert und einfach versucht, die kleinen Dinge im Leben zu genießen. Einmal als ich so in meinem Kummer versunken durch die Gegend starte, kam mir in den Kopf "Hey, du bist hier im absoluten Paradies. Hör auf, traurig zu sein!" Und ja, so sieht es aus. Dieser Gedanke zaubert mir auch immer wieder ein Lächeln auf die Lippen und es hilft mir wirklich sehr, einfach raus zu gehen, den Sonnenschein zu genießen, den Geruch der Tannen und Eukalyptusbäume einzuatmen, auf das Meer oder die Bay zu schauen und mich selbst daran zu erinnern, warum ich beschlossen habe, hier zu bleiben. Ich denke, die letzten Wochen und Monate waren nur einfach etwas viel für mich und so blöd es klingt, aber ich bin es einfach nicht gewohnt, all sowas irgendwie alleine durch machen zu müssen. Nun aber genug von der Gefühlsduselei. Ein paar Bilder und Geschichten der letzten beiden Wochen habe ich nämlich auch noch los zu werden :)

Einen Abschied habe ich beim letzten Post vergessen, zu erwähnen. Ima und Aba haben mehr oder weniger von heute auf morgen den BMW verkauft. Ich konnte mich nicht mal richtig verabschieden, da war er schon weg. Und nein, sie haben ihn nicht verkauft, weil ich ihn vor einigen Wochen zärtlich gegen das Garagentor gelenkt habe. Schließlich war das nur ein wenig mit dem Dachträger und es hat lediglich das Garagentor aus den Angeln gehauen. Der gute BMW hatte nicht einen Kratzer. (Zum Glück!!!) Ich hatte halt einen aufregenden Moment und war etwas unachtsam... Blöd, wird mir aber definitiv nicht wieder passieren. Nachdem Aba das Tor repariert hatte, meinte er übrigens nur trocken, dass er jetzt an der Reihe sei. (Ima hat den Wagen nämlich auch schon mal so gegen das Tor gesetzt, dass die ganze Heckscheibe zersplittert ist.) Naja, nun ist der gute deutsche Wagen Geschichte und wir mussten ein paar Tage mit zwei Autos auskommen. Da Ima aber die meiste Zeit davon nicht zuhause war, ging es eigentlich ganz gut. Ima und Aba fiel es ziemlich schwer, ein neues Auto nach ihren Vorstellungen zu finden. Wäre der BMW durch die abglaufene Garantie nicht zu teuer geworden, hätten wir ihn wahrscheinlich auch behalten, aber nun wollte Ima die Gelegenheit nutzen und ein etwas größeres Auto kaufen, damit sie auch mal weitere Kinder mitnehmen kann. Keiner von uns hätte damit gerechnet, am wenigsten Ima, aber am Ende ist es ein VW geworden. Welcome new German Car! Die deutschen Autos sind eben doch die besten und der VW Atlas ist zwar nicht der hübscheste, aber er fährt sich sehr gut und erwies sich bisher als sehr praktisch mit den Kiddos.

Und da wäre noch ein anderer Nachtrag vom letzten Blog. Ich berichtete über Vanessas kleine Abschiedsparty im Peso und vergaß total, von der Fahrt dorthin zu erzählen. Ich höre zurzeit sehr viel Musik und entdecke Spotify jeden Tag mehr für mich, vor allem seit ich den Peter dort gestalkt habe und feststellen musste, dass er einfach ein Genie im Spotify Listen zusammenstellen ist. Eine Liste wurde sogar spontan zu Vanessas und meiner Lieblingsliste und das, obwohl wir dachten, wir hätten schon unsere perfekte 90er Liste erstellt. Naja, jedenfalls wollten wir an dem Tag aber etwas Partystimmung im Auto und haben Normens Kohltourliste angemacht. Irgendwann kam das Lied "Die perfekte Welle" von Juli und wir drei haben so schön laut und schief mitgegröhlt, dass wir irgendwann nur noch herzhaft lachen und obwohl wir dann beim Peso angekommen waren, noch eben bis zum Schluss mitsingen mussten. Das sind Augenblicke im Leben, die man nie vergisst und die einfach nur schön sind. Danke Mädels! Ich habe euch echt gern ♥

So, nun aber zu meinen letzten beiden Wochen. Ima war von ihrem Girlsweekend zurück, ich musste aber trotzdem nochmal über Nacht arbeiten, weil sie mit Aba ja bei dem U2 Konzert war. In der letzten Woche war ich auch an drei Abenden mit den Kids alleine, weil Ima und Aba so oft ausgegangen waren. Mittlerweise sind die Kids echt schon gewohnt, mit mir am Abend komplett alleine zu sein. Es funktioniert auch alles eigentlich echt gut, aber irgendwie habe ich langsam so ein wenig das Gefühl, Ima ruht sich so ein wenig darauf aus, dass ich alles gut im Griff habe. Ich meine, ich möchte mich nicht beschweren, es ist schließlich mein Job, aber wenn ich so zurück blicke, mache ich definitiv Einiges mehr, als noch vor ein paar Monaten. Anyway, Arbeit schlaucht zur Zeit etwas und ich muss defnitiv wieder mehr soziale Kontakte unter der Woche für einen Ausgleich haben. Es sollen nun im Sommer aber viele neue Aupairs ankommen. Da bin ich mal sehr gespannt :) An den letzten beiden Wochenenden habe ich viel mit der lieben Jana gemacht. Da ich so viel gearbeiten hatte, hatte ich vorletzte Woche Donnerstag und Sonntag frei. Jana hatte auch ein paar Tage frei, weil ihre Family "out of town" war. So trafen wir uns den Donnerstag in der City und sind auf den Coit Tower gewatschelt. Die Aussicht war ziemlich cool! Danach waren wir noch ein wenig an der Fisherman's Wharf bummeln, ich habe ihr noch meinen liebsten Golden Gate Bridge Overlook gezeigt und zum Abschluss des Tages gab es ein leckeres Dinner in der Cheesecake Factory. Es ist unfassbar. Da bin ich nun fast ein Jahr hier und habe JETZT heraus gefunden, dass unten an der Kreuzung (so ca. 20 Minuten zu Fuß von mir aus) ein Bus direkt durch bis in die City fährt. Hätte ich das mal vorher gewusst... Gut, dass ich jetzt noch ein Jahr habe, um diese Verbindung zu nutzen :D

Cocktail in der Cheesy

Den Freitag bin ich dann am Abend mit dem Auto zur Jana nach Berkeley rüber. Da habe ich das erste Mal den tollen Ausblick von ihrer Terasse genießen dürfen, getoppt von einem perfekten Sonnenuntergang bei einem leckeren Glas Lambrusco. So lässt es sich leben. 

Den Abend wollten wir Berkeley unsicher machen. Der Uber Fahrer erzählte uns schon, dass sehr viele junge Leute unterwegs seien. Es war der "last day of school" an der University of California in Berkeley und am nächsten Tag fanden die "Graduation" statt. Fassen wir es mal kurz zusammen: Studenten in den Staaten sind jung, sehr jung. Ich habe mich selten so alt gefühlt. Erst waren wir in einem Club, das ging echt gar nicht. Dann sind wir weiter in eine ziemlich coole Bar. Da waren auch ein paar ältere Menschen zwischen den ganzen jungen Hüpfern. Aber auch hier wollte der Abend nicht so richtig in Schwung kommen, also beschlossen wir, Pizza zu holen und uns einen Film zuhause anzusehen. Gesagt, getan. Alles in allem doch ein sehr gelungener und lustiger Abend mit insgesamt vier Uber Fahrten zu günstigem Geld, interessanten Menschen und ziemlich geiler Pizza!

Am Samstagmittag hatte ich dann wohl den schönsten Moment, meiner letzten Wochen. Es war einfach nur ein leckeres Brunch draußen im Sonnenschein und neben uns an der Straße spielte ein Musiker Gitarre und sang dazu. Ich war jedenfalls sehr glücklich in diesem Moment. Es sind manchmal eben die kleinen Dinge...

Danach musste ich von 2 bis 22 Uhr arbeiten. Jana kam dann hier rüber, damit wir nach Feierabend noch weiter ins Peso konnten. Vorher haben wir aber noch die Küche ein wenig dekoriert. Schließlich war am nächsten Tag Muttertag :)

Überraschung gelungen

Leider war unser liebster Bartender aus dem Peso, der Sean, nicht da. Es war ziemlich voll, wir haben uns mit ein paar netten Leuten unterhalten und ich habe viel zu lange mit einem ziemlich gut aussehenden Typen gesprochen, der allerdings ultra seltsam war und irgendwie war es am Ende ein ziemlich unfreundliches Gespräch. Ich war tatsächlich etwas verstört danach. Kurz vor Rausschmiss haben wir dann aber noch den Liam kennen gelernt und weil er so lieb und nett war mit seinen süßen 21 Jahren, habe ich ihn kurzerhand eingeladen, noch mit uns zu mir nach Hause zu kommen. Der Robert, ein Kumpel, den Vanessa und ich ein paar Wochen vorher im Peso kennen gelernt hatten und immer mal wieder dort getroffen hatten, kam dann auch noch mit einem Freund vorbei und wir hatten noch ein gemütliches Sit-In bei mir. Alles in allem ein netter Abend :)

An dem Sonntag ging es dann wieder zur Jana nach Berkeley, weil sie für ihre Family noch ein paar Hiking Trails ablaufen sollte / wollte. So durfte ich wieder ein paar schöne Ecken der Eastbay kennen lernen und auf der Fahrt von einem Trail zum anderen war wieder so ein kleiner Moment. Der stinkige langsame Bus vor uns war erst ziemlich nervig, aber dann fing einer der Insassen an, Seifenblasen aus dem Fenster zu pusten. Wer muss bei Seifenblasen nicht lächeln?

In der letzten Woche hatten die Kiddos alle ihre Theateraufführungen in ihren Klassen. Natürlich war ich eingeladen, alle anzusehen, da es aber nicht in meiner Arbeitszeit war und ich diese Woche defnitiv genaug gearbeitet hatte, beschloss ich, mir nur Imas Handyvideos anzusehen und war glücklich damit. Bei J's Play war ich allerdings dabei, weil ich von den Teachern sehr lieb gefragt wurde, ob ich die Gesichter der Kids bemalen könnte und dann bin ich für das Stück halt noch da geblieben. Es ist wirklich unglaublich, wie viel Arbeit in die Bühnenbilder, Kostüme und alles gesteckt wurde. Wie sagte Ima? Es käme schon einer Broadway Produktion nahe :D

Nach der Aufführung bin ich dann in die City gefahren, um Vanessas Koffer an ihre Tante zu überreichen und dachte mir, wenn ich schon in der Standt bin, kann ich auch ein wenig an der Wharf bummeln.

Ja, ein paar verrückte Menschen schwimmen in diesem kalten Wasser der Bay!

Am Abend war ich nach der Arbeit noch eine Runde laufen und als ich zum Abschluss etwas außer Atem und puterrot meinen Hügel zum Haus wieder hoch gewalkt bin, kam Aba mir auf seinem Trainingslauf entgegen (Er trainiert wieder für den "Escape From Alcatraz Triathlon".), strahlte mich an, nahm seine Ohrstöpsel raus und rief "That's how you're getting so skinny! That's my girl!" und gibt mir ein High five. Wieder einer dieser Momente :) Nach einer schnellen Dusche holte ich dann Jana vom Bus ab und wir haben uns einen gemütlichen Mädelsabend gemacht, so richtig mit Gesichtsmaske, Sekt, Popcorn und der zweiten Staffel "13 Reasons Why".

Gestern Vormittag ging es dann zum Tattoo Shop. Jana hatte einen Termin. Ich musste dann arbeiten und bin nach Feierabend zum College of Marin, um mir Romeo & Juliet anzusehen. Das war echt ziemlich gut! Heute, an meinem freien Sonntag wurde ich lecker zum Frühstück eingeladen und habe mich dann mit Natalie getroffen, um zum Stinson Beach zu fahren. Dort haben wir uns einen entspannten Nachmittag gemacht und uns wirklich sehr gut unterhalten. Nachdem ich ihr noch kurz den Muir Beach Overlook gezeigt hatte (es wude plötzlich echt zu kalt und windig, um sich zu lange dort aufzuhalten), sind wir dann zum Dinner in die Cheesy gefahren. Man gönnt sich ja sonst nichts ;)

Auch, wenn ich in letzter Zeit oft traurig war, sind es doch die Kleinigkeiten, die mich immer wieder zum Lächeln bringen und weiter kämpfen lassen. Außerdem habe ich hier wirklich eine tolle zweite Familie gefunden. Aba hatte letzte Woche Geburtstag. Ich habe einen ziemlich leckeren Schokokuchen gebacken:

Solche Worte von Ima tun einfach gut. Als wir da so saßen und gespaßt hatten, ob sie mich doch adoptieren sollten, erzählte sie mir von den illegalen mexikanischen Einwanderern, deren Pässe von ihren Arbeitgebern einkassiert werden, damit sie nicht auf die Idee kommen, sich einen anderen Job in den Staaten zu suchen und fragte mich ganz nebenbei, wo ich denn meinen Reisepass eigentlich aufbewahren würde. Guter Versuch, Ima! :D

Einmal in der letzten Woche erwähnte J in der Night Night Time, dass ich bisher definitiv das beste Aupair sei, das er je hatte ♥ An einem anderen Abend hat er mich so herzhaft zum Lachen gebracht, dass ich Tränen in den Augen hatte.

Mit D habe ich an einem Abend über Bucketlists (Löffellisten) gesprochen und er fragte mich total interessiert, was denn auf meiner drauf stehen würde. Da ich am nächsten Tag den kompletten Morgen und Vormittag frei hatte, meinte er, ich solle doch einfach mal was von meiner Bucketlist machen. Das würde mich bestimmt glücklich machen. Kinder finden manchmal einfach die richtigen Worte. Ich weiß schon, warum ich so gerne mit Kindern arbeite. Manchmal erscheint diese große, komplizierte Welt so einfach, wenn man sie aus Kinderaugen betrachtet und Dinge, die für uns Kleinigkeiten sind, werden auf einmal unheimlich bedeutsam und groß.

Gute Nacht und danke! Heute gab es mal ein wenig schweren Stoff, passend zu meiner Stimmung. Beim nächsten mal berichte ich dann von meinem New York Trip mit Vanessa. Ich freu mich :D

Eure Feedo

Bitter und süß, schmerzhaft und schön. Wie bin ich gerannt an diesem Abend. Es war doch gerade so schön und dann diese Nachricht. Tränen in den Augen und dann dieser Blick. Mein Mill Valley.

 

Keiner mag Abschiede

Sonntag, 06.05.2018

Hallo Freunde, Familie, Bekannte und liebe Menschen, die ich nicht kenne, sich aber die Mühe machen, mein endloses Gefasel zu lesen :D

Ich glaube, so eine lange Schreibpause hatte ich bisher noch nie. Aber was soll ich sagen? In den letzten Wochen ist nicht viel Schönes passiert. Ja, Abschiede über Abschiede... und wer mag die schon? Viele Barabende, viel Arbeit, viel Heulerei....

Nachdem wir von unserer Vegas- und Roadtripreise zurück waren, kam sogleich Abschied 1. Ein neugewonnener Freund und ich haben beschlossen uns vorerst nicht mehr zu sehen. Es war hart, aber herzlich, wie man so schön sagt. Glücklicherweise konnte ich ihn nach ein paar Tagen Funkstille aber scheinbar zurück "angeln". Mal sehen, wie das so weiter geht...

Abschied 2 folgte kurz darauf. Katrin und Sven mussten nach einer Woche Urlaub bei mir dann leider auch "bye bye" sagen. Ebenfalls hart, aber auch hier ein Trost: So bitter es auch sein mag, meine Beste und ich sind es gewohnt, eine "Fernbeziehung" zu führen und Abschied zu nehmen. Ach, was habe ich damals geweint im Auto auf dem Rückweg von Wolferhausen nach Hause...

Und dann folgte schon die letzte Woche mit meiner lieben Vanessa. Wir mögen uns noch nicht so lange kennen, aber hier waren wir einfach unzertrennlich. Manchmal ist es Liebe auf den ersten Blick und wenn ich eines hier nicht erwartet hätte, dann das. Und wenn man so auf das letzte Jahr zurück blickt, sind schon einige verrückte und unerwartete Dinge passiert. Neben dem Lama am Strand (das schon echt ziemlich verrückt war), habe ich mich unglaublicherweise in eine junge Frau "verliebt", die es liebt, Karneval zu feiern, Ballermann Musik zu hören (und auch regelmäßig Malle - "Urlaub" - Sauftouren *hust* - macht), oftmals viel zu emotional ist, trotz vieler unglaublicher Urlaube around the world manchmal noch so ein Dorfmädchen ist und vieles nicht kennt ("Pokémon? Ne, kann ich nichts mit anfangen...", "Braking Bad? Das ist doch sowas mit Drogen, oder? Ne, nicht so meins. Ich bin doch ein gutes Mädchen!") und von der man viel zu oft einfach keine Antwort bekommt ("Oh man, ich habe 10 Chats offen bei WhatsApp und hatte einfach noch keine Zeit reinzugucken!"). Es ist halt nicht immer einfach, denn "jeder liebt Vanessa" und das zurecht, denn ich habe selten ein so herzliches, aufrichtiges, lustiges, warmherziges, tüchtiges, aufopferungsvolles und tolles Sweetheart kennen gelernt. Schatz, was mache ich hier nur ohne dich? Von Jenny (Vanessas Hostmom) durfte ich mir anhören, ich sei Schuld. Ich hätte zu spät beschlossen, hier zu bleiben, sonst wäre sie sicher auch geblieben. Oh man, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele Tränen in den letzten Tagen geflossen sind. Aber ich bin noch immer sicher, dass Vanessa die richtige Entscheidung getroffen hat. Ihr Weg geht weiter und ich hoffe, dass unsere Wege irgendwann nochmal ein Stück zusammen verlaufen werden. Ich hoffe es wirklich ♥ Ich liebe dich!

So, genug rumgeheult. Der Alltag hat wieder eingesetzt. Mit voller Power, denn nun bin ich einfach schon das zweite Mal innerhalb der letzten 10 Tage mehr oder weniger alleine mit den Kids, weil Ima "out of town" ist. Bevor ich letzte Woche vier Tage am Stück frei hatte, war Ima an der East Coast, um Chads Uni-Graduation zu feiern und Aba war in Los Angelos für eine Schulung. Mein erstes Mal über Nacht alleine mit den Kids und es lief alles erschreckend gut. In der ersten Nacht habe ich natürlich kein Auge zugemacht, aber in der zweiten war ich dann so müde, dass ich Ima am nächsten Tag nur sagte "Ich hoffe, die Kids haben gut geschlafen, denn ich habe sehr gut geschlafen und nichts gehört." :D

Dieses Mal ist Aba zuhause, Ima aber für fast fünf Tage weg. Bisher läuft alles gut. Heute noch den Nachmittag überstehen und dann kommt sie wieder. Auch, wenn Aba eigentlich zuhause war, war ich doch die meiste Zeit mit den Kids alleine, da er arbeiten musste oder andere Aktivitäten hatte. Es hat zwar alles gut geklappt mit den Kiddos und sie haben sich super benommen, aber geschlaucht bin ich doch ein wenig. Es ist eben doch was anderes, wenn man sich um alles alleine kümmern muss, was man normalerweise zu zweit macht.

Gut, dann versuche ich nunmal anhand meiner Fotos, die ich in den letzten Wochen gemacht habe, zu rekonstruieren, was so passiert ist.

Nach unserer Ankunft in San Francisco musste ich Katrin und Sven natürlich vorerst meinen persönlichen Hotspot der Stadt zeigen. Ich liebe das Meer, ich liebe Boote und ich liebe die Bay. Auch, wenn es hier sehr touristisch ist, mag ich diese Ecke der City sehr und finde, dass man sie unbedingt besucht haben sollte, wenn man schonmal hier ist:

Pier 39 und die Fisherman's Wharf

SAN FRANCISCO - Pier 39/Fisherman's Wharf

Am späten Nachmittag durften Katrin und Sven dann Ima und die Kids kennen lernen. Es war durch und durch ein schönes Treffen und wurde von J's kleiner Geste gekrönt: Er fragte mich, wie man denn Katrin und Sven schreiben würde. Ich schrieb die beiden Namen auf, er nahm den Zettel, lief davon, kam wieder und überreichte ihn wieder Katrin und Sven:

 

M nutze die Stifte, die sie von den beiden geschenkt bekommen hatte, auch direkt für ein Bild. (Orcas for Feedo ♥):

Sonst musste ich die Woche halt wieder arbeiten und konnte leider nicht soooo viel Zeit mit den beiden verbringen. Ich konnte ihnen trotzdem ein paar nette Ecken zeigen. An dem Dienstag musste ich erst um 16 Uhr anfangen. So hatten wir Zeit, zum Point Reyes zu fahren. Leider haben wir keine Wale gesehen, aber die beiden waren trotzdem von der schönen Landschaft verzaubert. (Wie könnte man auch nicht?). Neben den beeindruckenden Seeelefanten gab es dann für uns noch einen Kojoten mit Beute direkt neben unserem Auto:

Auf dem Rückweg waren wir natürlich noch beim Stinson Beach und am Muir Beach Outlook. Es war pretty chilly, aber trotzdem schön :)

Stinson Beach Stinson Beach

Bevor es dann wieder an die Arbeit ging, noch einmal zur Brücke und nach Sausalito:

Ein verliebtes Ehepaar... Sausalito

Natürlich musste ich Katrin und Sven auch unser geliebtes Silver Peso zeigen:

Sven hat's scheinbar gefallen :D

 

Am 20. April hatte Ima Geburtstag. Zur Feier des Tages wollte ich eine Schokotorte à la Oma Margret machen. Eigentlich nicht so schwer, aber heavy whipped cream ist eben keine Schlagsahne. So musste ich ganz schön kämpfen, weil die Konsistenz eher schlecht als recht war. Ein wenig mit Marzipan aufgepimpt, konnte sich das Ergebnis dann auch blicken lassen und geschmacklich war die Torte zwar etwas deftiger, aber troptzdem suoer lecker :)

Von mir hat Ima noch einen Spa Gutschein bekommen und Daniel hat eine Ananas aus der Schule mitgebracht und meinte, es sei das perfekte Geschenk für sie. Ja, why not? Sie hat auf jeden Fall geschmeckt :D

So bekommt man die Arbeitszeit an einem langen Samstag auch gut um:

Pool Time

Am 22. April hatte Vanessa dann Geburtstag. Katrin, Sven, Vanessa und ich waren am Vormittag gemütlich in Mill Valley frühstücken und haben uns dann einen richtig schön chilligen Tag bei mir gemacht. Am späten Nachmittag sind Vanessa und ich zu ihrer Hostfamily gefahren und dort gab es dann ein wenig Geburtstagstorte und super leckere Cupcakes von Dave (dem Handwerker und perfekten Ehemann für Vanessa, wenn er denn nicht schon über 60 wäre :D). Danach haben wir dann am Muir Beach Oulook gepicknickt und uns den Sonnenuntergang angesehen. Es muss nicht immer eine große Party zum Geburtstag sein. Manchmal sind auch die kleinen Dinge sehr schön und gestern erst musste ich lächeln, als ich vom Muir Beach nach Hause gefahren bin und daran denken musste, wie ich dich auf der Autofahrt mit dem Cupcake gefüttert habe und wir uns dabei tot gelacht haben liebe Vanessa :D ♥

Yummy Breakfast at Kitchen Sunnyside in Mill Valley

Muir Beach Outlook Muir Beach Outlook

Nachdem ich den Monatg dann Katrin uns Sven verabschieden musste, ging es einen Tag später für Vanessa und mich nach San José zum Justin Timberlake Konzert. Am lustigsten war, dass wir uns auf der Hinfahrt mal die neuen Songs von Justin Timberlake anhören wollten. Nachdem wir aber fast jedes Lied weiter geschaltet haben, weil sie alle lahm waren, beschlossen wir, lieber unsere neue lieblings 90s Liste auf Spotify zu hören. "Let's go smoke some pot!" - What a crazy song :D Top Justin Timberlake Fans! Haha! Das Konzert war dann aber echt gut. Der Sound war nur leider total crap, das Bier viel zu teuer (11$! Die spinnen, die Amis!) und das Publikum zwar gar nicht so jung, aber schreien konnten sie trotzdem wie auf einem Boyband Konzert. Genug gemeckert. Die Show war echt toll und wir hatten viel Spaß :) San José ist nur echt weit weg. Im Bett war ich erst um 2 Uhr morgens. Morgen fahren Ima und Aba zur gleichen Halle, um sich dort U2 anzusehen. Die beiden waren allerdings so schlau, sich ein Hotelzimmer in der Nähe zu nehmen, damit sie erst am nächsten Morgen gemütlich zurück fahren müssen. Tja, wer das nötige Kleingeld für so einen Luxus hat!? ;)

So ging die Woche dann weiter. Ich habe es mir aber enspannt mit den Kids gemacht :)

Und schon stand das letzte Wochenende mit meiner lieben Vanessa vor der Tür. Ich hatte vier Tage am Stück frei, weil Ima einfach keine Stunden mehr hatte durch ihre ganze Abwesenheit letzte und diese Woche. Vanessa und ich haben so viel Zeit wie möglich miteinander verbracht und wenn sie arbeiten musste, habe ich es auch entspannt angehen lassen, war spazieren, habe tagsüber Schlaf aus durchzechten Nächten nachgeholt und meine Tage ausnahmsweise mal nicht komplett durchgeplant. Wir waren fast jeden Abend im Peso. Samstag hatte Vanessa eine kleine Abschiedsparty dort zu der Jana, Christa, Peter (Vanessas Hostdad) und Dave auch da waren und am Dienstag, Vanessas letztem Abend, wurden wir dann auch das erste Mal vom Bouncer durchgewunken, ohne dass wir unsere ID vorzeigen mussten. Nun kennen uns wirklich alle im Peso :D Unser liebster Bartender, der Sean, hat Vanessa jeden Abend ein Bier ausgegeben und war auch sichtlich traurig, dass sie uns verlässt. Sonst haben wir viel gepackt und tatsächlich alles irgendwie irgendwo verstaut bekommen (einen großen Teil in meinem Koffer für meinen Deutschlandurlaub - gut, dass ich noch so viele Klamotten zuhause habe und eigentlich von hier nichts mitnehmen brauche :D). Dann haben wir uns den Sonntagmorgen noch mit Jana, Nina und Vici zum Frühstück im Park getroffen und unseren letzten gemeinsamen Tag, den Dienstag, Burger und Garlic Fries bei Super Duper geholt und genüsslich an der Golden Gate Bridge verspeist. Es waren wirklich ein paar schöne letzte Tage mit dir meine Liebste ♥

Samstag im Peso Samstag im Peso Wir drei das erste Mal zusammen im Peso und vorerst das letzte Mal... Fast ein Jahr liegt zwischen den Bildern Calichicks große Packaktion auf zum Super Duper nom nom nom eine vorerst letzte gemeinsame Fahrt mit Jennys Audi durch Sausalito

Nachdem ich Vanessa am Mittwoch seeehr früh vor Arbeitsbeginn zum Flughafen gebracht hatte, hat dieser schöne Anblick mir etwas Trost gespendet. Da musste ich doch glatt mal für ein Foto anhalten:

Sonnenaufgang über der Bay

Hier nun noch ein paar Bilder von meinen letzten arbeitsreichen Tagen:

Meine Kiddos erklären die Bedeutung der verschiedenen Emojis Playgroundtime mit Aba und den Kids auf einem Pokémon Kindergeburtstag Pikachu Piñata

By the way: Habe ich schonmal erwähnt, dass ich den besten Hostdad ever habe? Nachdem er Samstag etwas zu spät nach Hause kam (ich hatte ihm vorher gesagt, dass er sich ruhig Zeit lassen kann, da ich keine Pläne für den Abend habe), hatte er wohl doch ein schlechtes Gewissen und hat mir gestern ein Omlett zum Frühstück gemacht und es mir mit frischem Obst in mein Zimmer geliefert. So süß :) Außerdem bedankt er sich ungefäht hundert mal am Tag bei mir und erzählt den Kindern immer wieder, wie toll ich doch sei. Haha! Ich gebe einfach nur mein Bestes, alle glücklich zu machen. Die D's machen mich schließlich auch glücklich ♥ Ich bin wirklich unendlich dankbar, hier gelandet zu sein!

Puh, das war viel und eigentlich ist noch soooo viel mehr passiert. Aber nun seid ihr soweit erstmal auf dem neuesten Stand :)

Danke und bis bald!

Eure Feedo

 

PS: Gestern hatte ich einen ganz wunderbaren Abend und bin gerade einfach nur glücklich :) ♥

Muir Beach Outlook - again!

 

 

 

Wedding Day And Many Stunning Rocks

Dienstag, 17.04.2018

What a week! 

Leute, es ist verrückt und toll und einfach nur schön: meine beste Freundin hat geheiratet! Nach all dem Stress, den ich die letzten Wochen hatte, meinte ich kurz vor meiner Reise nach Las Vegas zu Ima: "Wow, my best friend is gonna marry next week. There was so much going on in my last weeks... Actually it's a pretty big deal, eh!?" und Ima reißt nur die Augen auf und sagt laut, fast vorwurfsvoll: "It IS a big deal!" Und ja, natürlich ist es das! Spätestens als ich am Flugahfen saß, wurde ich aber auch langsam ziemlich aufgeregt. Zum einen sollte ich meine Katrin endlich wieder sehen - nach fast 11 Monaten! Und zum anderen: Sie würde heiraten und zwar den absolut perfekten Mann für sie! ♥

Ja, wo soll ich anfangen? Vielleicht mit dem Negativen: Las Vegas sucks! Really! Der Glamour und Glanz des ersten Besuches sind ein wenig verstrichen. Ich hatte ein scheiß Hotel und musste feststellen, dass es alleine als Frau in der großen weiten Welt eben doch nicht immer so einfach ist. Whatever. Auch, wenn es in den Momenten nervig und blöd war, habe ich aus meinen Fehlern dazu gelernt. Punkt 1: Es ist heiß. Trotzdem: Trage niemal ein kurzes Kleid, wenn du alleine in Vegas unterwegs bist. Ich habe mich wirklich mehrmals gefragt, wie wirklich gut aussehende Frauen damit umgehen!? Also so Frauen mit schönen Beinen und so :D Punkt 2: Der Strip ist dir zu teuer? Dann beiße in den sauren Apfel. In der Nähe der Fremont Street solltest du dich alleine als Frau nicht unbedingt herum treiben. Die Fremont Street an sich ist okay, aber jede Nebenstraße kann schon verstörend sein - egal, zu welcher Tageszeit! Punkt 3: Du hast ein günstiges Hotel mit super Bewertungen und tollen Bildern gefunden? Lies das Kleingedruckte! Was für ein Hotel ist das? Meins jedefalls war bekannt für fette Parties - jeden Abend. Schlafen tut man in dem Fall dann eher weniger.

Genug gemeckert. Das Hotel von Katrin, Sven, Sabine und Mike war super toll. Es war nicht direkt am Strip, aber in fußläufiger Nähe. Eine Nacht habe ich sogar bei Katrin und Sven auf dem Sofa verbracht und konnte endlich mal ein wenig schlafen :D Ich hatte trotz allem eine tolle Zeit in Las Vegas und super viel Spaß mit den vier Verrückten aus Hamburg :)

Bye Bye beautiful SF

Als ich in Vegas ankam, war ich eigentlich schon komplett durch. Vielleicht hätten Vanessa und ich den Abend vorher nicht so viel trinken sollen... Naja, wir haben aber auch schon so ein wenig Abschied gefeiert und das war echt ziemlich hart... Die Nacht war auch ziemlich kurz. Ich musste schließlich um 5am am Bus sein. Das hat aber alles gut geklappt und am Flughafen ging auch alles ziemlich schnell. In Vegas angekommen, habe ich dann auch direkt meine Busverbindung zu meinem Hotel bekommen und konnte blöderweise natürlich noch nicht einchecken. Ich hatte es mir fast gedacht, aber schon so ein wenig gehofft, dass ich mich noch ein wenig hinlegen kann. Wenigstens konnte ich meine Koffer unterstellen und bin dann los gezogen, um einen Starbucks zu suchen. Mein Handy Akku war fast leer und ich brauchte dringend eine Möglichkeit, es zu laden. (Mein neues IPhone hat sich nämlich tatsächlich nicht mehr gefangen und nun muss ich wieder das alte nehmen.) Der ertse Starbucks, den ich gefunden hatte, war tatsächlich zu. Er hatte nur Montags - Freitags auf. In den Staaten. Sowas habe ich noch nicht erlebt! Der nächste war dann direkt an der Fremont Street in einem Casino. Nachdem ich eine halbe Ewigkeit in der Schlange stand und viiiieeel zu viel Geld für einen Kaffee bezahlt hatte (in so einem Casino kann man alles ja auch mal eben mindestens 2$ teurer machen), musste ich feststellen, dass die vermeidliche Steckdose gar keine war. Na toll. Übermüdet und unfähig klar zu denken, beschloss ich dann iurzerhand einafch zum Flughafen zu fahren, bevor mein Akku komplett den Geist aufgibt und ich keine Verbindungen mehr finden kann. (Was haben die Menschen früher nur ohne Smartphone gemacht? :D) Am Flughafen konnte ich dann wenigstens mein Handy laden, habe noch schön lange mit meiner lieben kleinen Schwester telefoniert und bin dann fast vor Spannung geplatzt, weil ich niht mehr abwarten konnte, dass Katrin und co endlich durch diese Absperrung marschieren. Ich bin tatsächlich über eine Stunde von einem Bein auf das andere gehüpft und als sie dann endlich zu sehen waren, habe ich den hlaben Flughafen zusammen geschrien :D

Nachdem wir das sehr große Auto abgeholt hatten (Ford Transit mit 12 Sitzen - kann man mal machen :D), sind wir zu meinem Hotel gefahren. Dort konnte ich dann endlich einchecken und ein Stündchen die Augen zu machen. Die hamburger Truppe ist weiter zu ihrem Hotel und dann zum Walmart gefahren. Am späteren Abend trafen wir uns dann noch zum Abendessen in ihrem Hotel, um dort was zu essen und dann bin ich zurück zu meinem Hotel geubert. In meinem Sommerkleidchen wollte ich mir die Fahrt in dem Bus nicht noch einmal antun.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann wieder in ihrem Hotel getroffen und während Sabine und Mike an einem Schießstand waren (Dinge, die man halt so im Amerika Urlaub macht), haben Katrin, Sven und ich am/im Pool gechillt. Urlaub! ♥

Pool Nixen Sieht ein wenig wie ein Schwarz-Weiß-Foto aus

Als wir uns dann im Zimmer stadtfein gemacht hatten, sagte Katrin zum Sven: "Sehe ich jetzt aus wie eine dircke amerikanische Lady?" und der Sven nur: "Nein, du siehst aus wie eine deutsche dicke Lady!" :D Leute, ich liebe euch! Ich habe mich tot gelacht! Ihr habt euch wirklich sehr gern! :D Nachdem wir dann beim License Büro waren, um den bürokratischen Papierkram zu erldigen, sind wir weiter zur Outlet Shopping Mall gefahren. Am Abend wieder im Hotel angekommen, mussten wir fetsstellen, dass Sabine die Klimaanlage in Katrins und Svens Zimmer etwas zu niedrig eingestellt hatte. Wie sagte Katrin am nächsten Morgen so schön zu Sabine? "Alter, da lag Schnee auf meinem Bett!". Der Kühlschrank im Zimmer war aber auch nicht ohne. Ich hatte jedenfalls noch nie vorher "Frozen Beer" getrunken. Hatte aber auch mal was. Kurzerhand beschloss ich, die Nacht bei Katrin und Sven zu nächtigen. Ich wollte nicht wieder alleine mit dem Bus fahren, Auto fahren durfte ich nicht mehr und in meinem Hotel konnte ich die Nacht zuvor kaum ein Auge zumachen, weil es so laut war. 

So bin ich am nächsten Morgen zu Katrin mit ins Bett gekrochen und lag quasi zwischen dem Ehepaar am Morgen ihres Hoichzeitstages. Meie Aussage dazu "Gut, dass ich an eurem Hochzeitstag mit euch im Bett liege" Katrin dazu nur "Ach Feedo, du warst bei unserem ersten Date dabei, also darfst du auch an unserem Hochzeitstag in unserem Bett liegen." :D Den Tag waren wir ein wenig am Strip unerwegs und am Nachmittag hieß es dann: Aufhübschen, gleich wird geheiratet! ♥

Maximal Effort

Für ein paar Tage kann man sich die Hochzeit noch unter folgendem Link ansehen:

http://websites.vivalasvegasweddings.com/index.php/find-a-wedding/13802?view=website

Von der Hochzeit selber habe ich leider keine Bilder, aber hier sind ein paar Eindrücke von vorher und nachher:

Die komplette Hochzeitsgesellschaft Traumpaar Auf in die Limo Hochzeitsessen mit Margaritas beim Mexikaner - nom nom nom

Was ein perfektes Paar. Was eine perfekte Hochzeit. Ich wünsche euch alles Glück der Welt! ♥♥♥

Am Mittwoch haben wir unseren ersten Roadtrip ins Death Valley gemacht. Dort war ich ja im Winter schon mit Normen, aber dieses mal waren wir in ein paar anderen Ecken. Es war wieder so extrem windig, aber dieses Mal haben wir auch die richtigen Death Valley Temperaturen dazu bekommen. Das Auto Thermometer hat zwischenzeitlich 58° CELSIUS angezeigt. Mit dem Wind dazu hat es sich dann angefühlt, als würde man in einem Umluftofen stehen :D

An die Arbeit sexy Bitch! Little Ghosttown Bottle House -komplett aus Flaschen gebaut Später zeigte es sogar 137°F an! Immer voller Einsatz Feedo in der Wildnis Ausgetrocknete Salzseen

Our super tiny car

Nach einer letzten Nacht in meinem "super" Hotel checkte ich am nächsten Tag früh aus, fuhr die anderen an ihrem Hotel einsammeln und dann ging es los Richtung Page in Arizona zum Antelope Canyon. Leute, ich weiß gar nicht, wie in gleich Bilder aussuchen soll. Ich habe so unglaublich viele schöne Fotos geschossen. Dieser Canyon ist einfach nur faszinierend. Die Treppen und Leitern in den Canyon hinein sind zwar eigentlich echt gar nichts für Menschen mit Höhenangst, aber der ganze Roadtrip stand für mich irgendwie im Zeichen von "Fight your Fears". Ich habe in einer Tour meine Höhenangst bekämpft und gesiegt! Am Nachmittag dieses Tages waren wir noch am Lake Powell und am Horseshoe Bend. Am Abend ging es dann nach einer ausgiebigen Shoppingtour im Walmart (wir hatten auch echt genug Steine gesehen und wollten endlich mal Babykleidung kaufen - kleiner Insider :D) in ein ganz tolles Airbnb. Dort habe ich für alle lecker vegan gekocht. Was ein schöner Ausklang eines gelungenen Tages.

Ein Stück durch Utah - mein Staat Nummer 9 Bestes Bespiel, warum ich niiiiiieeee durch Scheiben fotografiere :D

Stunning Antelope Canyon:

Da geht es gleich irgendwo runter Die Treppen raus waren halb so schlimm wie die hinein Wer würde ahnen, wie erstaunlich es in dieser Spalte aussieht!?

Glen Canyon und Lake Powell:

Little bit stormy here Steine im Lake Powell flitschen

Horseshoe Bend (Colorado River):

Fight your Fears

Leider konnte ich mit den Fotos nicht annähernd einfangen, wie unfassbar schön es war - mein absolutes Highlight dieser Reise, obwohl wir wirklich viele tolle Dinge gesehen und gemacht haben.

Passt! Das kann doch kein Zufall sein!? Walmart rocks! Veganes Dinner mit extra Cheese for Feedo

Am Freitag sind wir entspannt Richtung Grääänd Canyon los gezogen. Dieser Canyon ist wirklich ziemlich grääänd :D Vor Ort haben Katrin und Sven ihr Hochzeitsgeschenk von Normen und mir eingelöst und einen Helikopter Flug über den Grääänd Canyon gemacht. "Ein einmaliges Erlebnis" habe ich mir sagen lassen :) Das Airbnb, das wir in dieser Nacht hatten, war mit Abstand das beste, in dem ich je war. Das kleine Haus in Kingman war total schön eingerichtet und überall hat man kleine Treats gefunden. Im Kühlschrank waren frische Muffins und gekochte Eier, es gab Kaffee und frisches Obst. Mit den Jungs habe ich spontan noch unser komplettes Bier platt gemacht und wir haben Musik zusammen gehört. So war die Nacht etwas kurz, aber wir hatten Spaß :D

Grääänd Canyon Wir sind ein Totempfahl :D Fight your Fears 2.0 Es war sooooo hoch! Grääänd Canyon rocks!

Wie? Das Bier ist schon alle? Amen!

Samstag sind wir etwas müde (Wie kam das nur?) wieder Richtung Las Vegas gefahren. Den Tag haben wir dann erst am Hoover Damm, dann im Valley of Fire und zum Schluss am Red Rock Canyon verbracht. Der Red Rock tat uns etwas leid, weil er echt schön war, wir es aber gar nicht mehr richtig wertschätzen konnten. Zum einen hatten wir einfach zu viele tolle Sachen in den ganzen Tagen gesehen und zum anderen waren wir auch total platt. (Und schon wieder Steine und kein Walmart in der Nähe! :D) Nachdem wir am Abend dann leider feststellen mussten, dass Applebees's nicht gerade eine große Auswahl an veganem Essen hat (zum Glück sind Katrin und Sven aber sehr pflegeleicht und geben sich auch mal mit Pommes und Brokkoli ohne alles zufrieden), sind wir dann zu dem bisher schlechtesten Airbnb gefahren, indem ich bisher war. Der Typ war irgendwie seltsam, das ganze Haus hat nach Chicken Soup gerochen und überall standen komische Sachen herum. Aber wir brauchten ja nur ein Bett und eine Dusche nah am Flughafen. Dafür war es okay. Tatsächlich habe ich in dieser Nacht auch ganze 7 Stunden geschlafen. Das war meine längste Nacht in der ganzen Woche :D

Lake Mead oder auch Fleichsee, wie wir ihn getauft haben :D Hoover Dam Bridge Die andere Seite des DammesCrazy cars all overFleichsee und BlümchenFleichsee

Auf dem Weg zum Valley of Fire:

Hey, ich war noch nicht fertig mit posen!

Steiler, als es aussieht!

Awwwww! Liebe Liebe Liebe Raupennester

Am Sonntag hieß es dann "Tschüß Vegas und Hallo San Francisco!". Es klingt verrückt, aber ich hatte tatsächlich schon etwas Heimweh. Ich liebe die Bay Area einfach! ♥

Von meiner zweiten Woche mit Katrin und Sven dann aber beim nächsten Mal. Ihr musstet erstmal genug Quatsch lesen :D

Take care and have a good one!

Eure Feedo

Happy Easter in the Bay Area

Dienstag, 27.03.2018

Geschrieben letzte Woche Dienstag:

Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein...

Endlich ist das Wetter wieder schön und die Wetter App verspricht, dass es auch so bleiben soll! Die Tage sollen wir sogar bis zu 24°C bekommen. Geilo! Gerade sitze ich im Garten der D's und genieße den Sonnenschein mit einer Tasse Kaffee. So lässt es sich leben. Eben war ich auch mal wieder in der Nachbarschaft laufen. Gute Musik in den Ohren, Sonnenschein auf der Nase und der Duft nach Frühlingsblumen und Nadelbäumen. Jetzt fehlt nur noch ein wenig mehr Kondition :D Aber mich hetzt ja keiner.

Anfang letzter Woche war das Wetter noch so richtig schlecht. Es wollte nicht aufhören, zu regnen. Das Wetter war trüb, die Stimmung auch. Wenigstens in meiner Arbeitszeit hatte ich viel Spaß mit den Kiddos und sie haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Donnerstagvormittag saß ich wieder in meinem Zimmer und suchte nach Deutschland Flügen. What a pain in the butt! Draußen flutartiger Regen und ich dachte mir nur "Spring, wo bist du?". Und schwups, von jetzt auf gleich kam die Sonne raus. Es war total verrückt. Wetter, wie in Irland :D So schnappte ich mir direkt mein Handy und verabredete mich für einen kleinen "Hike" (Wanderung/Spaziergang). Es ist ja nicht so, als hätten wir nicht tausende wunderschöne Hikingtrails direkt in der Nachbarschaft. Mir wurde wieder ein schöner neuer Trail gezeigt für den man erstmal einige Treppen hochsteigen musste. Belohnt wurde die Arbeit mit einem schönen Blick über die wunderschöne Bay:

Nach einem mega geilen mexikanischen Lunch in Sausalito musste ich dann wieder nach Hause. Arbeiten war angesagt. M hatte ein spontanes Playdate mit ihrem besten Freund. Die beiden sind so unglaublich süß zusammen. Sie lieben beide Stofftiere und spielen ganz toll zusammen. Leider wird der arme Junge in der Schule manchmal gehänselt, weil er so viel mit M spielt. Warum fängt das schon so früh an? Menschen können so grausam sein. Der kleine Junge steht aber total zu seiner M. Ich hoffe, er bleibt immer so ein guter Kerl :) Trotzdem mag ich Playdates bei uns nicht besonders. Es werden alle Spielzeuge raus gerissen und wer darf aufräumen?! Schließlich war es am Ende ja keiner...

Freitagvormittag hatte Vanessa auch mal wieder frei und wir haben das wolkige, aber trockene Wetter genutzt, um zum Hippie Tree nach Tiburon zu fahren. Dort hatten wir ein kleines Picknick, haben die Aussicht genossen und ganz viel gequatscht. Danke liebe Vanessa, du gibts mir so viel Stärke und Halt zur Zeit. Es tut so unglaublich gut ♥ Auf dem Weg ist mein Handy irgendwie abgeschmiert. Keine Ahnung, was da los war. So hatten wir auf dem Rückweg keine Musik. Wir wagten es dann und versuchten via Sprachbefehle Vanessas IPhone mit dem Jeep zu verknüpfen. Es hat eine halbe Ewigkeit gedauert und wir mussten bestimmt zehnmal von vorne Anfangen ("Setup!"), aber als es dann endlich geklappt hatte, haben wir gejubelt, als hätten wir gerade eine Olympische Goldmedaille gewohnen. We nailed it! :D

Samstag hatten Vanessa und ich frei. Nachdem wir ausgiebig mit der lieben Katrin geskypet hatten (Danke Mädels, dass ihr euch so mögt. Das bedeutet mir unendlich viel. Denn zur Zeit seid ihr einfach die beiden wíchtigsten Menschen in meinem Leben ♥), ging es zu Northgate Mall. Wir wollten eigentlich nur nett was essen und Unterwäsche shoppen. Essen war gut, Shoppen ein Desaster. Victoria wird mir ihr Secret nie offenlegen. Mir passen diese BH's einfach nicht und die Angestellten vor Ort waren auch nicht gerade hilfreich. Nachdem wir dann noch eine Ewigkeit anstehen mussten, um Vanessas neue Errungenschaften zu bezahlen, mussten wir uns dann ganz schön ins Zeug legen, um unseren Bus in Sausalito zu bekommen. Trotz Zwischenstopp à la Highspeed Formel 1 Boxenstopp an der Larkspur Ferry, um die Clipper Card (Fahrkarte) mit Geld aufzuladen, schafften wir es rechtzeitig zum Bus. We nailed it again! Entspannt ging es dann also weiter in die City. Es sollte nämlich ein Feuerwerk am Pier 39 zum Frühlingsanfang statt finden und da wir ja schon kein Feuerwerk an Silvester hatten, mussten wir das ja schließlich noch nachholen. Am Vormittag fragte ich noch dem Boots Peter, ob sie für das Feuerwerk raus fahren würden. Tatsächlich wussten sie nicht mal was vom Feuerwerk, also ging ich davon aus, dass sie eher nicht fahren würden. Wir trafen Jana dann an der Fisherman's Wharf, hingen dort noch ein wenig rum und besuchten den Peter am Boot. Er lud mich sponatn wieder auf den Sunset Cruise ein und natürlich fing es wieder an, zu regnen. So ist es halt. Wenn man nicht bezahlt, bekommt man auch keinen schönen Sunset zu sehen. Ich nutzte die Fahrt, um weiterhin zu betonen, wie gut eine Firework Tour doch sicher bei den Leuten ankommen würde und siehe an. Am Ende sagt der Kapitän zum Peter: Na komm, lass uns mal versuchen, ein paar Tickets für eine Feuerwerks Tour los zu werden. Erst lief es nicht so gut, obwohl die Mädels und ich schon im Boot Model sitzen sollten (wenn wir schon nicht bezahlen...), aber auf einmal kam eine große Gruppe junger Leute und noch einige Familien und das Boot war voll. Hahaaaa! Wer hatte die Idee??? Kurz vor 8:30 pm auf dem Wasser auf Höhe der Alcatraz Insel der Peter so: Ich hoffe, das Feuerwerk findet wirklich statt. Wir machen das hier gerade nur, weil DU gesagt hast, es gäbe ein Feuerwerk. Ich schaute nochmal auf der Facebook Seite vom Pier 39 und hielt etwas die Luft an, doch dann kam die erste Rakete! Ha! I nailed it again! Bäm! Was haben wir alle gejubelt! Es fing dann zwar auch wieder mega zu regnen an, aber es hat sich trotzdem total gelohnt. Wir konnten das Feuerwerk einfach vom Wasser aus über der City sehen. Besser geht es nicht!

Sunset Cruise - weniger Sunset, mehr Wolken

Sonntag musste ich wieder den ganzen Tag arebiten. Was ein langer und anstrengender Tag. Am Morgen waren Ima und ich mit den Kids in der City im Asian Art Museum und am Nachmittag in San Rafael bei einem Konzert der Marin Symphony. Beides sind eigentlich Programmpunkte nach meinem Geschmack, aber zum einen musste ich feststellen, dass ich irgendwie so gar nichts mit asiatischer Kunst anfangen kann und zum anderen waren die Kids irgendwie nicht so gut drauf. Das Konzert war super schön mit einem Stück von Romeo & Juliet, einem tollen spanischen Stück mit einer Sologeige, die von einem erst 16 Jährigen gespielt wurde (unglaublich der Junge!) und zum Schluss dann Peter und der Wolf (weswegen wir hauptsächlich da waren). Leider hat J total Theater gemacht, obwohl er eigentlich der musikalischste von allen ist und es echt schön für Kinder gemacht wurde. Es war halt ein Familienkonzert. Ich habe trotzdem versucht, es zu genießen. Nach dem Konzert gab es dann noch einen "Petting Zoo" (Streichelzoo), aber nicht mit Tieren, sondern Instrumenten. Die Kids durften alle möglichen Orchester Instrumente ausprobieren. Das war ziemlich cool.

Asian Art Museum Ist das etwa der tanzende Teufel von der gleichnamigen die drei ??? Folge?

Heute haben wir Freitag, den 06.04.18. Das Wetter ist wieder schlecht, meine Stimmung trotzdem gut. Obwohl mein Handy gerade wieder abgeschmiert ist. Was ist da immer los?

Ich hatte diesen Blogeintrag letzte Woche begonnen und dann wenig Motivation aufbringen können, ihn zu beenden. Mir ging es wirklich nicht sehr gut in letzter Zeit, obwohl ich viele tolle Dinge hier erlebt, gesehen und gemacht habe. Außerdem steht es nun offiziell fest: Ich werde ein Jahr länger hier in den Staaten bleiben. Es freut mich wirklich riesig und ich hätte eigentlich allen Grund zu guter Laune gehabt, aber es gibt einfach zu viele Stimmen, die meine Entscheidung nicht verstehen und vor allem auch nicht akzeptieren wollen. Das tat mir sehr weh. Ich versuche nun aber, mich von diesen schlechten Schwingungen zu distanzieren und mein Leben hier in vollen Zügen zu genießen. Ich habe es mir erarbeitet und erkämpft. Das lasse ich mir jetzt nicht kaputt machen. Wer mich nicht versteht, soll mit mir reden. Ich bin nicht aus der Welt, nur in einem anderen Land.

So, nun aber weiter im Text. Die letzten beiden Wochen könnte man Wochen der schönen Sonnenuntergänge nennen. An einem Tag war ich nach der Arbeit mit meiner Kamera am Muir Beach, um dann festzustellen, dass man den Sonnenuntergang vom Strand aus gar nicht sehen kann. What a bummer! Gut, dass meine Beine nicht schon am Sterben waren von all meinen Workouts die Woche. Naja, nun war ich da und hatte die Kamera dabei, also ab auf den Berg. Im Highspeed versteht sich. Schließlich wartet die Sonne nicht mit ihrem Untergang. Der Schmerz hat sich definitiv gelohnt und obwohl es super steil war, bin ich auch erstaunlich schnell und locker wieder hinunter gekommen :D

Es war so schön und am nächsten Tag war das Wetter so gut (wir hatten 29°C), dass ich beschloss, nochmal zum Strand zu fahren. Dieses Mal um ein wenig abzuhängen. So kam der Boots Peter mit und zeigte mir einen noch viel besseren Platz, den Muir Beach Overlook. Da konnte man auch mit dem Auto hin fahren. Hätte ich das mal vorher gewusst. Gut, dass ich jetzt jemanden kenne, der sich hier auskennt. Als wir da so saßen und gequtscht haben, kam ein Mädel und fragte, ob sie ein Foto von uns machen dürfe. Es sähe gerade so toll aus, wie wir da sitzen. Sie hatte recht :)

Ein anderes tolles Sunset Foto hat der Peter mir an einem anderen Tag von seiner Boots Tour geschickt. Da ich jetzt so oft schon kostenlos mitfahren durfte, habe ich ihm versprochen, hier ein wenig Werbung dafür zu machen. Also falls der Zufall es will und jemand von euch demnächst mal in San Fransisco ist: Macht eine Bootsfahrt durch die Bay. Fahrt mit der "Amigo" mit John und Peter. Das Boot liegt direkt bei der Fisherman's Wharf.  "One Hour Boat Tour underneath the Golden Gate Bridge and around Alcatraz. Just 15$". Die Sunset Tour kann ich nur empfehlen ;)

Sonst war ich die Woche mal wieder mit der lieben Christa unterwegs. An einem Tag waren wir Wandern in Fairfax mit einem ziemlich seltsamen Kerl. Aber irgendwie sind sie ja alle "weird guys" hier :D Naja, es war ganz lustig und die Aussicht war wieder ganz toll. An einem anderen Tag haben Christa und ich mit der Victoria aus Ross das schöne Wetter am See genossen. Ich liebe es einfach so sehr, so viel draußen zu sein und bin sehr froh, hier schon so viele tolle Menschen kennen gelernt zu haben ♥

The City

Freitag war der jüdische Feiertag Passover. Weil ich leider echt wenig Zeit habe, kann ich euch heute nicht genau beschreiben, was es mit diesem Feiertag auf sich hat. Wir hatten einige Gäste hier bei den D's und hatten einen wirklich schönen Nachmittag / Abend. Es wurde gebetet, gesungen und super lecker gegessen.

Aba und ich haben Tische geschleppt, Ima hat dekoriert Mazza Brot mit meinen Initialien

Danach ging es mit den Mädels zu einem wilden Abend ins Peso. Ich hatte mal wieder ein kleines Tief und Vanessas Hostdad Peter hat versucht, mich ein wenig aufzumuntern. Er hat mir einen Heiratsantrag mit Vanessas Ring gemacht. Just in case I wanna stay here forever. Leute, keine Angst. Es war nur Spaß ;) Mit dem Hochzeitsthema bin ich durch für's Erste. Aber der Peter hat mich auf jeden Fall sehr zum Lachen gebracht :)

Samstag hatten wir das Haus voll mit Kindern. Ima hatte zur Easteregg Hunt (Ostereier Jagt / Suche) eingeaden. Es waren insgesamt 20 Kinder da + Eltern. Eigentlich war es eine richtig schöne Gartenparty, aber ich war ziemlich verkatert und die Arbeit war natürlich extrem anstrengend. Die meiste Zeit musste ich das Trampolin beaufsichtigen, nebenbei aber natürlich auch meine Kinder versorgen und das alles unter den wachen Augen der Eltern. Am Abend war ich fix und fertig, aber es hat alles geklappt, keiner hat sich verletzt und es ist fast nichts zu Bruch gegangen.

Ostersonntag hatte ich dann frei und die liebe Vanessa hat mich eingeladen, sie und ihren Besuch aus Deutschland bei einem keinen Roadtrip zu begleiten. Wir trafen uns ziemlich früh am Morgen und sind zum Point Reyes gefahren. Das ist der westlichste Punkt Kaliforniens (oder sogar der gesamten Westküste?) und man kann dort Wale von der Küste aus beobachten. Ich war schon zweimal vorher da und habe euch davon berichtet. Dieses Mal war aber Grauwal Hauptsaison und wir haben bestimmt 20 Wale gesehen. Es war unglaublich!

Pretty chilly Runter zum Leuchtturm war definitiv weniger anstrengend Sechs Wale auf einen Streich Point Reyes Lighthouse

Wir sind dann noch weiter zum Elephant Seal Beach Overview gefahren und haben am Ende auch nochmal einen Halt am Visitor Center gemacht. Dort hatten wir beim ersten Mal die riesen Seeelefanten direkt neben uns am Strand gesehen, aber dieses Mal waren nur kleine Kälber mit ihren Müttern da und die großen Bullen waren draußen im Wasser zum Jagen. Ein Ranger hat uns erzählt, dass die Kälber die ersten Wochen nur am Strand liegen und gemästet werden. Dann haut die Mutter ab, weil sie ausgehungert ist und die Kälber sind auf sich gestellt. Sie bringen sich dann in kleinen Gruppen gegenseitig das Schwimmen bei und ziehen alleine in die weite Welt - Harte brutale Tierwelt. Ich habe am Strand einfach nur die Wellen angeschaut und wieder mal gemerkt, wie glücklich mich diese Umgebeung hier macht.

With my Love

Vom Point Reyes ging es dann den Highway 1 runter zum Stinson Beach und dann waren wir am Muir Beach Overlook (dem Place, den der Boots Peter mir einige Tage vorher gezeigt hatte):

Danach sind wir hoch auf den Mount Tamapais gafahren. Vanessa und May haben die Aussicht vom Parkplatz genossen, während ich mit Mays Sohn, dem Till, den Berggipfel erklommen habe. Mount Tam ist der höchste Berg in Marin und die Aussicht ist einfach nur Sagenhaft. Bei klarem Wetter kann man die komplette Bayarea bestaunen. Und wieder habe ich meine Höhenangst besiegt. Ich liebe es, mich meinen Ängsten zu Stellen. Das Gefühl danach ist einfach immer wieder großartig :)

Die Rundtour war noch nicht vorbei. Bevor es zum Abendessen in die Cheesecake Factory ging (da waren wir tatsächlich schon lange nicht mehr :D), sind wir noch an einen Golden Gate Bridge Overlook gefahren, an dem ich bisher auch noch nicht war. Es tut mir Leid, falls ihr die Bilder von dieser wunderschönen Brücke schon satt habt, aber ich lasse mich einfach immer wieder von ihr verzaubern und liebe es, sie zu fotografieren oder einfach nur anzustarren.

Danke, dass ihr mich mitgenommen habt liebe May und lieber Till. Es war wirklich ein toller Tag mit tollen Gesprächen und tollen Aktivitäten. Ich freue mich, euch im Juli in Trechtingshausen besuchen zu kommen :)

 Zum Abschluss noch ein Bild von leckeren Spareribs, die Ima vor ca. zwei Wochen gezaubert hat. Sie ist wirklich eine tolle Köchin. 

Soweit so gut. Es tut mir Leid, dass ihr so lange auf diesen Eintrag warten musstet. Ich hatte so viel um die Ohren. Nun bin ich gerade in Las Vegas und tippe die letzten Zeilen für euch. Davon und von der wundervollen Hochzeit von Katrin und Sven dann aber beim nächsten Mal. Danke für's Lesen!

Alles Liebe,

eure Feedo

 

Rainbows on St. Patricks Day

Mittwoch, 21.03.2018

Ihr Lieben!

Mein Leben hat sich in den letzten paar Wochen komplett auf den Kopf gestellt. Gerade fühle ich mich wieder wie ein kleiner Teenager, der ein komplettes Gefühlschaos durchmacht. Ich habe viele Menschen enttäuscht und das tut mir Leid. Vor allem, weil es viele Menschen sind, die mehr sehr viel bedeuten. Bevor ich hier in die Staaten gekommen bin, wusste ich, dass es eine Menge mit mir machen wird. Welche Ausmaße es aber am Ende sein würden, war mir nicht bewusst. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die ich auf irgendeine Art verletzt habe. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass dies mein Leben ist. So wichtig es mir auch ist, dass es meinen Lieben gut geht, muss ich doch in erster Linie auf mich gucken und zusehen, dass es mir gut geht. Und mit der Entscheidung fühle ich mich gut. Es war richtig so und ich bin froh, dass es jetzt passiert ist und nicht erst nach der Hochzeit. Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Ich habe mich von Normen getrennt. Mehr davon aber nicht hier.

In meinem Blog möchte ich euch von meinen Erlebnissen erzählen und heute habe ich mal wieder viel zu Erzählen und eine Menge tolle Bilder zu zeigen.

Nach Vanessas und meiner 4 Staaten Tour war ich noch ein paar Tage zuhause in Mill Valley, bevor es dann mit der Family wieder nach Tahoe ging. In diesen Tagen musste ich viele Gespräche führen und es waren keine einfachen Tage. Umso schöner war es, dass man mir in dieser Zeit ein paar tolle Plätze in meiner Nachbarschaft gezeigt hat, die ich noch nicht kannte. Ich habe zum Bespiel eine neue Bar, in der man auch gut essen kann, kennen gelernt („Flat Iron“ in San Rafael), war am Rodeo Beach und an diesem tollen Golden Gate Bridge Aussichtspunkt:

 

Aba hatte die Grippe. Daher konnte er nicht die ganze Strecke nach Tahoe fahren. So ist Ima mit ihm und den Kids im großen Truck gefahren und ich war alleine im Jeep. Ich habe es sehr genossen, einfach mal die Musik aufzudrehen und während ich so im gemächlichen amerikanischen Speed Limit über die Interstate fuhr, hatte ich viel Zeit, mir Gedanken über meine Zukunft zu machen. Zu einem Ergebnis bin ich noch nicht gekommen, aber das hat ja glücklicherweise auch Zeit. Wenn sich vor einem auf einmal die Türen zur großen weiten Welt öffnen, kann das auch ganz schön erschreckend und bedrückend sein. Daher möchte ich mir mit konkreten Zukunftsplänen nun auf jeden Fall erst einmal ein wenig Zeit nehmen. Ich habe lange genug immer alles viel zu sehr ins kleinste Detail vorweg planen wollen. Kurz vor Ankunft in Truckee sind ein paar sehr lustige Autos vor mir hergefahren. Sowas würde es in Deutschland nicht geben :D

Und dann musste ich kurz vor Ankunft halten, um diese tolle Landschaft für euch einzufangen:

Donner Lake Beautiful clouds

Angekommen in Tahoe, ist Aba (mit seine Grippe) erstmal raus und hat Schnee geschippt. Außerdem hat er ein paar niedliche Schneemännchen gebaut und dann fing er an, einen Eimer aus Schnee zu bauen. Es sollte ein „Champagnecooler“ werden, den er auch sogleich mit einer Flasche edlem Champagner ausstattete. Als die Kids im Bett waren stießen wir dann an: „Cheers to new beginnings!“ Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich meine Hostparents liebe? Sie haben mir wirklich sehr viel Rückhalt gegeben in den letzten Wochen!

Am nächsten Tag habe ich an meinem freien Vormittag versucht, etwas wandern zu gehen. Der Schnee war aber einfach zu hoch.

Am Abend gab es dann leckere S’mores (https://de.wikipedia.org/wiki/S%E2%80%99More):

 

Den Samstag hatte ich frei. Das war ein sehr seltsamer Tag. Ich habe mich sehr allein gefühlt, obwohl ich sehr viel mit vielen tollen Freunden telefonieren konnte. An diesem Tag habe ich auch meinen letzten Blogeintrag getippt und allgemein viel Arbeit am Computer erledigt. Trotzdem ging es mir nicht sehr gut und als die D’s am Abend wieder zuhause waren, habe ich noch gewartet bis die Kids im Bett waren und wollte dann eigentlich nur schnell ins Bad huschen und dann wieder ins Bett. Unten bot Aba mir dann aber ein Glas Wein an, aus dem ein paar mehr und ein unglaublich schöner Abend mit Ima und Aba wurden. Es sind Tränen geflossen und Ima war bis 22:30 Uhr wach. Der absolute Rekord für sie. Aba hat an diesem Abend viele schöne Dinge gesagt und von Menschen erzählt, die er am Sterbebett begleiten durfte. Es war wirklich sehr ergreifend. Um die Stimmung wieder aufzulockern zeigte er uns ein paar alte Videos bei Youtube von Surfurlauben, die er mit seinen Freunden gemacht hat. Mega cool! Bevor es dann ins Bett ging, habe ich mich von Ima noch für eine Ski Lesson anmelden lassen. Finally!

Sonntag lagen dann Ima und Aba flach! Am Vormittag war Aba mit mir und den Kindern noch unterwegs. Wir waren in der Nachbarschaft beim „Snow Play“. Dort gab es verschiedene Rodelbahnen und andere Schneeaktivitäten. Nach einem leckeren Mittagessen im Ort, habe ich Aba dann aber nach Hause geschickt und bin mit den Kids alleine ins Kindermuseum.

M und ich haben einen Schneehasen gebaut

Montag war ich Ski fahren. Und wer hätte es gedacht!? Ich war gar nicht so schlecht. Ich war jedenfalls so gut, dass der Ski Lehrer mich am Ende gebeten hat, die beiden anderen Frauen aus der Gruppe sicher den Hügel hinunter zu bringen, während er sich um den Mann aus der Gruppe kümmerte. Außerdem hat er mir nach der Stunde, die bis zum Mittag ging, gesagt, er würde mir die erste blaue Piste zutrauen (in den USA ist die einfachste Piste grün, dann kommt blau, dann schwarz). So bin ich dann am Nachmittag noch ein paar Mal die Anfängerpiste runter und dann habe ich es gewagt, wollte durch die Schranke am Lift und wurde nicht durchgelassen, da ich einen Anfänger Pass hatte. Nachdem ich aber beteuert hatte, dass mein Ski Lehrer mir das zutraut und weil auch wirklich nicht viel los war, wurde ich dann durchgelassen. Am schlimmsten war die Liftfahrt. Es war echt hoch und ich musste mich ziemlich festkrallen – blöde Höhenangst. Die Fahrt ging ewig und ich fragte mich, ob ich je wieder heile runter kommen würde. Die Abfahrt sah teilweise echt steil aus. Aber I made it! Ohne zu fallen. Unterwegs habe ich sogar meine Jungs getroffen, die gerade auf dem Weg zu einer Black Diamond Piste waren. Streber! :D Die Aussicht war toll! Skifahren macht Spaß! ♥

 

Dienstag sollte ich wieder mit dem Jeep zurück fahren, weil Ima sich nun richtig schlecht fühlte. Diese Fahrt war erheblich anstrengender. Es regnete in Strömen. Die Autos haben mitten auf der Autobahn angehalten, weil man von jetzt auf gleich einfach nichts mehr gesehen hat. Nach ein paar Tagen Gefühlschaos in Tahoe, beschloss ich, dass ich mich am Abend auf jeden Fall mit den Mädels treffen musste. Vanessa holte mich nach Feierabend ab und wir fuhren zu ihr. Dort hat der gute Peter (ihr Hostdad) uns erst einmal ein paar gute Cocktails gemixt und ist dann mit uns zusammen zum Peso geubert. Dort haben wir Christa mal wieder getroffen. Der Abend im Peso war echt gut. Wir haben uns mit netten und interessanten Menschen unterhalten, aber auch mit komischen Vögeln. Irgendwann hat Vanessa mich ins Uber nach Hause gesetzt – danke dafür :) Und dort bin ich auf der Stelle eingeschlafen. Nach all den schlaflosen Nächten in der letzten Zeit brauchte ich das wirklich. Und sieh an, ich hatte vergessen, meinen Wecker auf 6 Uhr zu stellen. Er klingelte um 7 Uhr. Da hätte ich anfangen sollen, zu arbeiten. Gut, dass ich noch angezogen war. Schnell Zähne geputzt und ab rüber. Ich war froh, dass Ima die Kids zur Schule gebracht hat. Ich war mir nicht sicher, ob ich schon hätte fahren dürfen. In meiner Pause bin ich dann erst einmal unter die Dusche und habe den Abend Revue passieren lassen. Er war echt gut und genau das, was ich brauchte – danke Mädels und Peter :)

Wodka shots - best medicine

Das Wetter ist nicht so schön in letzter Zeit. Gerade regnet es auch wieder junge Hunde. Zum Glück soll es nächste Woche besser werden. Letzten Donnerstag hat es auch so geschüttet. Ich musste aber raus. Hier ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. Also habe ich mich mit einem Freund getroffen und er hat mir das Bay Model Visitor Center in Sausalito gezeigt. Das ist ein kleines Museum mit einem riesigen Model von der gesamten Bay Area. Ziemlich beeindruckend und kostenlos. Von daher ein perfekter Ort für verregnete Vormittage :D

Am Freitagvormittag hatte Vanessa mal wieder frei. Eine perfekte Gelegenheit, um ein paar Punkte von unserer gemeinsamen Bucketlist abzuarbeiten. Schließlich haben wir nicht mehr so viel gemeinsame Zeit hier :( So haben wir erst an einem Aussichtpunkt für die Golden Gate Bridge gehalten, sind dann weiter nach Twin Peaks und haben uns zum Schluss die Peter and Paul Church in Little Italy angesehen. Nach einem leckeren italienischen Mittagessen ging es dann mit einem letzten Zwischenstopp an unserer Lieblingsbrücke zurück nach Mill Valley.

Peter and Paul Church

Am Abend kam Jana für das Wochenende von der East Bay rüber und dann ging es wieder ins Peso. Dort haben wir endlich die liebe Vici mal wieder getroffen und sie hat versucht, mir die Welt von „Snapchat“ näher zu bringen. Was man hier auf seine alten Tage alles noch lernt!? :D

It fits! Au-Pair cars rock! Peso gangsters!

Samstag war dann der Tag der Tage: St. Patricks Day! Ich, als riesiger Irland Fan, muss gestehen, dass ich ihn bisher nie gefeiert habe. Das sollte sich ändern. Jana und Vanessa hatten bei mir geschlafen, so konnten wir recht früh Richtung City aufbrechen. Da die beiden noch nie über die Golden Gate Bridge gelaufen sind, sind wir erst dorthin geubert, dann über die Brücke gelaufen und von da aus mit dem Bus in die City gefahren. Die ganze Woche war für den Samstag Regen angesagt, aber wir hatten Glück. Die Sonne schien fast die ganze Zeit und verrückte Wolkenkonstellationen zauberten ein tolles Licht auf die Stadt.

The City and the Bay Postkartenfoto

Die Parade war leider nicht so toll, wie erwartet. Aber nachdem man die Pride Parade gesehen hat, wirkt wahrscheinlich jede Parade etwas schlicht. Ich fand die Kleeblatt Luftballons super toll, die an einigen Wagen hingen. Da ist Jana kurzerhand zu einem Popcorn Stand gegangen und hat gefragt, ob sie einen dieser Luftballons für mich haben kann. Ich hab mich sooooo gefreut! Danke nochmal dafür! ♥ So konnten mich die Mädels den Tag auf jeden Fall nicht mehr verlieren :D

Ein echter Leprechaun

Nach der Parade haben wir uns noch mit ein paar Typen getroffen, die uns mit auf eine Bar Tour nehmen wollten. Das war aber eher ein Reinfall. Der eine war einfach ein totales A****loch. So beschlossen wir kurzerhand der Einladung vom „Boots-Peter“ zu folgen und nochmal eine Bootstour durch die Bay zu machen. Schließlich war der Tag noch jung. Auf dem Weg zur Cable Car (das hatte Jana noch auf ihrer Bucket List) haben wir einem Obdachlosen noch eine Banane geschenkt. – Vollbringe jeden Tag eine gute Tat! – Der Cable Car „Bremser“ war dieses Mal leider nicht so cool drauf, wie der von der letzten Fahrt, aber es hat trotzdem wieder Spaß gemacht. Nach einem späten Mittag bei Boudin am Pier 39 sind wir dann zum Boot und der Peter durfte uns tatsächlich kostenlos mitnehmen. Natürlich fing es am Nachmittag doch noch zu regnen an. Aber alles Negative hat auch etwas Positives: Wir bekamen einige St. Patricks Day Regenbögen über der Bay zu sehen. Zauberhaft!

Fisherman's Wharf:

Boots Tour:

Alcatraz Alcatraz Golden Gate Bridge Bay Bridge und Treasure Island

Wir wurden direkt nochmal eingeladen die letzte Tour des Tages (die Sunset Tour) mitzumachen, wollten uns aber noch eben etwas die Beine vertreten, zur Toilette und mit einem Irish Coffee aufwärmen. Als wir dann zurück kamen, war das Boot aber schon weg. Zu blöd. Naja, man kann nicht immer Glück haben. Es war ein super langer Tag, wir haben viel gemacht, erlebt und ich bin einfach nur froh, hier so tolle Freundinnen gefunden zu haben. Danke Mädels! ♥

Irish Coffee with green cream for sure! Night night beautiful Bay!

Sonntag musste ich den ganzen Tag arbeiten. Am Vormittag war ich mit den Jungs auf einem Kindergeburtstag. Oh man, wieder eine neue „die spinnen die Amis“ Kategorie. Alles fing harmlos mit verschiedenen Gruppenspielen in einer kleinen Turnhalle an. Dann haben alle Kinder Schutzbrillen und Nerf Guns bekommen und nach dem Mittagessen gab es noch eine Runde vereinfachtes Laser Tag. Ich bin mir nicht sicher, der Junge der Geburtstag hatte, ist entweder sechs oder sieben geworden. Ja, mehr muss ich dazu nicht sagen, glaube ich…

Am Nachmittag sind Ima und ich mit den Kids nach Sanoma gefahren, um uns ein kleines Mozart Konzert für Kinder und Familien anzusehen. Das war ganz toll. Wir haben direkt beschlossen, dass wir sowas öfter machen müssen. Gesagt, getan. Diesen Sonntag geht es zu „Peter and the Wolf“. Ich freue mich :)

Hui, da habe ich euch mal wieder viel geschrieben… Danke für’s Lesen bis zum Schluss! Drückt die Daumen, dass das Wetter bald wieder besser wird, damit ich wieder raus kann, um tolle Fotos für euch zu schießen!

Have a lucky day!

Love and hugs eure Feedo

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